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Tiergehege – Kaisergarten Oberhausen

Tiergehege im Kaisergarten Oberhausen – ein sehr schöner und gepflegter Tiergarten im Kaisergarten – Park am Schloß Oberhausen. Gelegen zwischen Hauptverkehrsadern, Autobahnen und Kanal, befindet man sich hier in einer Oase voller Grün.

Schloß Oberhausen wurde in den Jahren 1804 – 1821 auf Veranlassung von Maximilian Friedrich von Westerholt-Gysenberg errichtet und beherbergt heute die Ludwigsgalerie mit einer zeitgenössischen und antiken Kunstsammlung.

Tiergehege
Zwergotter

Das Tiergehege mit einer Größe von etwa 15 Hektar, die gesamte Parkanlage hat eine Größe von 28 Hektar, ist kostenlos zu besuchen. Die Wege sind barrierefrei zu bewältigen. Futter für die Tiere kann an Automaten gezogen werden.

Wollschwein

Ziegen, Schafe, Wild- und Wollschweine, Rot- und Damwild, sowie Goldschakal, Pakas, Zwergotter und Luchs, aber auch viele Hautierarten sind zu bestaunen. Auch Vögel vom Pfau über Gänsearten und Entenarten, bis zu den kleinen Wellensittichen sind zu finden.

Hat man das Tiergehege durchschritten, befindet man sich in der Parkanlage des Kaisergarten, dem früheren Jagdrevier der Schloßherren. Seinen Namen erhielt der Kaisergarten anlässlich des 100. Geburtstages von Kaiser Wilhelm I. Weit sichtbar ist die Fontäne des Springbrunnens inmitten des Sees. Zu Zeiten der Schloßbesitzer floss hier noch auf natürliche Art die Emscher hindurch.

Heute kann man über die „Rehberger Brücke“ die „Emscherinsel“ auf der anderen Seite des „Rhein-Herne-Kanals“ erreichen. Die Brücke wurde nach den Entwürfen des Frankfurter Künstlers Tobias Rehberger errichtet. Die „Slinky-Springs-to-Fame“ genannte Brücke entwarf der Künstler nachdem er als Vorlage ein Spiralspielzeug betrachtet hatte.

Rehbergbrücke

Der Besucher bewegt sich durch eine Spirale aus 496 Aluminiumbögen über eine Länge von 406 Metern über den Rhein-Herne-Kanal auf die Emscherinsel. Beeindruckend ist die Brücke auch bei einbrechender Dunkelheit. Der Laufsteg leuchtet in 16 wechselnden Farbtönen.

Das Tiergehege – Kaisergarten Oberhausen hat sich die Erhaltung der Haustierarten und anderer Tierarten auf die Fahne geschrieben. Es soll ein Zu Hause für die Arten und ein Erholungs und Beschauungsort für die Besucher sein. Kindergeburtstage können hier stattfinden und sogar Picknickhütten gemietet werden.

Selten sieht man eine so gepflegte Anlage – ein Besuch lohnt sich auch mit einer weiteren Anfahrt.

Tiergehege
Kaisergarten

Steinhuder Meer

Steinhuder Meer – der größte Binnensee Niedersachsens, war unser Ziel für eine vier-Tage-Tour. Mit der Landpension Atlantis in Steinhude hatten wir ein angenehmes Quartier in unmittelbarer Nähe der Promenade am See.

Die Bezeichnung „Meer“ tragen die größeren Seen in Niedersachsen seit dem Mittelalter. Damals nannte man die stehenden Gewässer „Meer“ und das offene Meer als „See“. Diese Namensgebung hat sich bis heute gehalten. Deshalb heißt es auch „Nordsee“ und „Zwischenahner Meer“ oder „Dümmer Meer„. Auch im Niederländischen waren die Bezeichnungen entsprechend. So hieß das „Ijselmeer“ erst so, als durch Landgewinnung der Zugang zum offenen Meer nicht mehr vorhanden war. Vorher hieß es „Zuider Zee“ also Südsee.

Mit etwa 30 km² ist das Steinhuder Meer der größte See Niedersachsens. Er streckt sich über eine Länge von rund 8 Kilometern und über eine Breite von 4,5 Kilometern. Im Mittel beträgt die Tiefe 1,4 Meter. Die tiefste Stelle ist 2,9 Meter tief.

Das Meer
Steinhuder Meer mit dem „Hafenmeister“

Vor einigen tausenden von Jahren war die Fläche dreimal so groß. Zeitzeugen sind noch heute die angrenzenden Moore, wie das tote Moor oder das Hagenburger Moor. Dazu zählen auch die Meerbruchswiesen. In den Moorbruchwiesen grasen Wasserbüffel und auf einer der Platanen brütet seit ein paar Jahren regelmäßig ein Seeadler. Ihn bekamen wir natürlich Ende Oktober nicht zu sehen, weil er zu der Zeit bereits auf dem Weg in das Winterquartier ist. Aber auch die Kraniche, die man hier antreffen kann, waren nicht zu sehen. Vermutlich waren die Wiesen durch die Trockenheit in diesem Jahr nicht mehr durchnässt genug.

Hier gibt es auch ein Vogelbiotop mit mehreren Aussichtstürmen. Alle Gebiete stehen unter Naturschutz. Über uns fliegen immer wieder große Schwärme Gänse die mit ihrem Geschnatter im Flug deutlich zu erkennen sind. Der Weg durch das Vogelbiotop endet am Steinhuder Meer. Wir blicken hinüber zu der künstlichen Insel Wilhelmstein. Die Insel galt als Mittelpunkt des damaligen Kleinstaates Schaumburg Lippe und Wilhelm zu Schaumburg-Lippe errichtete auf er 1,25 Hektar großen Fläche eine Bastion zum Schutz vor Angriffen.

Steinhuder Meer
„Duell“ in den Meerbruchswiesen

Steinhude am Steinhuder Meer – ein Ort mit Charme

Ein Ortsteil der Gemeinde Wunstorf ist Steinhude, unmittelbar am Steinhuder Meer gelegen. Eine Promenade, die von den üblichen Promenaden abweicht, da sie durch Brücken über Teile des Meeres führt. So sieht man auf der einen Seite das „Meer“ und auf der anderen Seite hinter der kleinen Wasserfläche Biergärten, Restaurants und Liegewiesen.

Steinhude
Die Promenade in Steinhude

Gleich mehrere Aalräuchereien gibt es im Ort und überall gibt es Fischbrötchen. Restaurants, Cafes, Bistros und Eisdielen laden zum Verweilen ein und weil wir trotz der späten Jahreszeit, immerhin der Monatswechsel vom Oktober zum November, herrlichen Sonnenschein und Temperaturen um 20 Grad haben, sitzen wir mit einem Glas Wein an der Promenade und beobachten die leuchtenden Farben eines fantastischen Sonnenuntergangs. Auf dem See sehen wir unzählige Möwen, einige Enten und erfreulicher Weise Gänsesäger. Selbst nach Einbruch der Dunkelheit herrscht noch reges Treiben.

Steinhuder Meer
Sonnenuntergang

Eine kleinere Wanderung führt uns auf die „Badeinsel“. Die künstlich angelegte Insel hat eine Größe von 3,5 Hektar und ist über eine Brücke zu erreichen. Familieninsel – wäre auch eine gute Bezeichnung, denn hier gibt es außer dem Badestrand auch Spiel und Sportmöglichkeiten. Auch ein Restaurant mit Außengastronomie ist vorhanden.

Einen Ausflug machen wir in die Landeshauptstadt Hannover, die nur 30 Kilometer entfernt ist. Wir sehen uns das alte Rathaus an und vom Maschsee aus werfen wir einen Blick auf das Stadion. Imposant ist auch die Ruine der Aegidius Kirche, die Oper und die Deutsche Bank.

Hannover
Hannover – altes Rathaus

Viel zu schnell sind die 3 Tage um und es geht wieder zurück nach Essen. Eines wissen wir aber mit Bestimmtheit, zum Steinhuder Meer kommen wir auf jeden Fall noch einmal zurück.

Gänsesäger
Gänsesäger
Badeinsel Steinhuder Meer
Badeinsel

Grugapark – Essens grüne Lunge

Grugapark – der Name stammt von der „Großen Ruhrländischen Gartenschau“, die 1929 in der Stadt Essen veranstaltet wurde. 1938 fand hier die „Reichsgartenschau“ statt. Im Krieg wird der Park völlig zerstört und durch die Gartenausstellung 1952 und die Bundesgartenschau 1965 wieder in seinen heutigen Zustand versetzt.

Auf einer Fläche von rund 65 Hektar wird dem Besucher viel Geboten. Spiel, Sport, Erholung und Landschaftsformen alles hat der Grugapark zu bieten. Angrenzend befindet sich die Grugahalle, die weltweit durch den „Rockpalast“ bekannt ist.

Die Messe Essen ist teilweise in den Grugapark hineingewachsen und das Gesundheits- Kur und Bäderzentrum sind Teil der Parklandschaft.

Am Gradierwerk befinden sich Sitzplätze auf denen man in Ruhe die salzhaltige Luft der Saline inhalieren kann. In unmittelbarer Nähe befindet sich der Grugaturm. Von oben hat man einen schönen Rundblick über den Park.

Wellnessprogramm, Massage, Sauna und Wassertherme, Grugaspa und Physiotheraphie, alles wird im Rahmen von „Kur vor Ort“ angeboten.

Der Blick vom Turm fällt auf die „Dahlienarena“. Im Spätsommer und zu Herbstanfang findet man hier über 70 Dahlienarten und im Frühling scheint die Freiluftarena ein mehr aus farbenfrohen Tulpen zu sein.

Grugapark – für Unterhaltung ist gesorgt

An der Orangerie, hier werden auch Speise und Getränke angeboten, befindet sich das „kleine Ruhrgebiet“ der 1965er Jahre. Im „OktoRail“ sieht man den „Porr“ zu Zeiten der Schwerindustrie. Die Modellbahnanlage hat eine Fläche von 400 m² . Der Besucher findet sich beim Eintritt in einem alten Eisenbahnwaggon wieder. Beim Blick aus dem Fenster des ruckelnden und hoppelnden Waggons, damals waren die Gleise noch nicht ruckelfrei, zieht das Ruhrgebiet in all seinen Facetten vorüber. Nach dem Verlassen des Waggons befindet man sich dann im Ausstellungsraum.

Grugapark
Musikpavillon die „Ruhrkrainer“ im

Im Musikpavillon finden in den Sommermonaten wechselnde Konzerte und Veranstaltungen statt. Von der Klassik über den Pop und Jazz zum Kabarett.

Unterhalb des Musikpavillons befindet sich die Geologische Wand. Eine alpine Landschaftsform, die hier nachgebildet wird, geprägt durch einen Wasserfall der den kleinen kleinen See füllt. Wir entfernen uns über eine Brücke vom Musikpavillon.

Rechts liegt das Hundertwasserhaus, ein Gebäude der Universitätsklinik. Eltern schwerstkranker Kinder können hier während der stationären Behandlung ihrer Kinder eine Bleibe finden. Das Haus wurde 2005 nach einem Entwurf des Künstlers Friedensreich Hundertwasser eröffnet.

In der gegenüberliegenden Richtung befindet sich der größere Margarethensee, benannt nach der Stifterin der Siedlung Margarethenhöhe, Margarethe Krupp. Ihm schließt sich das Wildgehege an und etwas oberhalb die Eulenvolieren. Ich würde die Tiere ja eigentlich lieber in Freiheit sehen.

Grugapark – Eulen, Flamingos und andere Vögel

Grugapark
Habichtskauz

Folgt man dem Weg weiter bergauf kommt man an weiteren Volieren mit kleineren Vogelarten vorbei. Hier sind Sittiche und Papageien zu sehen. Früher gab es an dieser Stelle auch ein Gehege mit Adlern. Diese wurden später auf Wunsch vieler Tierfreunde von der Grugapark Verwaltung an die Wildvogelwarte in Hellenthal in der Eifel übergeben. Dort geht es den Tieren jetzt sicherlich besser.

Besser geht es den Vögeln in der folgenden Freiflughalle mit Ibissen, Enten, Gänsen, Sichler, Silber- Nacht- und Kuhreihern und dem imposanten Nimmersatt. Kuba- und Rosaflamingos scheinen sich im und am Gewässer wohl zu fühlen.

Grugapark
Nimmersatt

Ein Park der Farben

In anderen Abteilungen des Landschaftsparks befinden sich Pflanzen und Tropenhäuser. Verschiedene Landschaftsformen und Biotope sind zu finden, so gibt es ein Feuchtbiotop, eine Heidelandschaft, ein Waldtal, eine Moorlandschaft und den Tessiner Garten. Mustergärten und Kräutergärten schließen sich an und überall gibt es Liegewiesen und Spielplätze für jede Altersgruppe.

Von der kleinen Schaukel über den Barfußpfad, dem Kneippfad und dem Trimm-Dich-Pfad ist alles vorhanden. Selbst eine Rollschuhbahn, ein Trampolinplatz, Tennisplatz, Volleyball und Streetball Platz sowie ein Verkehrsspielplatz und Streichelzoo mit Ponyhof, es fehlt nichts.

Wer sich dann auch noch erfrischen will, macht Station im 1964 eröffneten Grugabad mit Wellenbad und Rutsche. Man könnte auch die Fahrt in einer der Grugabahnen zur Erholung nutzen. Die Bahnen ermöglichen es auf einer insgesamt 3,5 Kilometer währenden Tour die Variationen des Grugapark zu erkunden. Dann geht es vorbei an den Liegewiesen, den Grillplätzen und Sportstätten.

Kunst im Park

Man benötigt schon einen ganzen Tag um die Sehenswürdigkeiten, auch Kunst ist im Park vertreten, zu erkunden. Deshalb nehmen auch viele ihren Rucksack mit. Es gibt genügend Plätze und Wiesen auf denen man gemütlich seinen mitgebrachten Proviant zu sich nehmen kann. Ob man sich in einem der Mustergärten niederlässt, in der Dahlienarena sein Getränk genießt, oder am Rosengarten in ein Stück Schokolade beißt. Es bleibt sicher ein unvergessener Aufenthalt im Grugapark in Essen.

Loopdeelenweg Borkum- die Entdeckung

Loopdeelenweg Borkum – Loopdeelenweg heißt der Hozbohlenpfad auf unserer Lieblingsinsel Borkum. Dieser Pfad wurde 2021 eröffnet und ist daher für uns auch eine neue Entdeckung. Mit dem 650 Meter langen Weg hat man die Möglichkeit geschaffen die Insel Küstennah zu umrunden. Das war allerdings nicht unser Begehr, da wir zu Fuß unterwegs sind und dann knapp 30 Kilometer doch etwas zu viel sind. Für Radfahrer ist es durchaus an einem Tag zu schaffen.

Loopdeelenweg

Mit dem Loopdeelenweg wurde die „Ronde Plate“ erschlossen. Am Ostrand der „Greunen Stee“, über die ich bereits im Urlaubsbericht Borkum2015 berichtet habe, befindet sich das Naturschutzgebiet „Ronde Plate“. Wir wandern also durch die Greune Stee und an der Stelle, wo damals unsere Runde in Richtung „Kugelbake“ abzweigte, gehen wir nun weiter geradeaus und erreichen den „Loopdeelenweg Dünenkamm RondePlate„.

Vor uns öffnet sich eine völlig andere Landschaft. Man könnte glauben, sich dem Ostland der Insel zu nähern. Auch hier blicken wir auf ein Feuchtgebiet mit Salzwiesen. Ähnlich faszinierend wie die Salzwiesen im Ostland, mit dem Queller, Strandnelken und der Salzmelde. Siehe Reisebericht Borkum 2018.

Loopdeelenweg

Sicher gibt es hier zur entsprechenden Jahreszeit die idealen Beobachtungsmöglichkeiten für den Ornithologen und den Tier- und Vogelfotografen. Jetzt hört man zwar viele Vögel, wie die Rohrammer und den Austernfischer, aber der hohe Wuchs des Strandhafers und anderer Pflanzen, verhindert die Sicht auf die Tiere. Wir sehen Brandgänse, Stock- und Schnatterenten und hoch am Himmel kreist eine Weihe. Rotschenkel, Teichrohrsänger, Sumpfrohreule, Korn- und Rohrweihe haben hier ihr zu Hause. Sicher gibt es auch Rohrsänger. Einen Drosselrohrsänger konnte ich in den Gewässern der Hoppheide entdecken. Dennoch zieht die fantastische Landschaft uns völlig in ihren Bann.

Loopdeelenweg

Loopdeelenweg – Naturdenkmal Borkumer Dünen

Das Naturdenkmal Borkumer Dünen des DBU, Deutsche Bundesstiftung Umwelt, hat hier mit finanzieller Unterstützung einen tollen Beitrag für den Naturschutz erbracht und man kann froh sein, so eine Landschaft auch besuchen zu können. Kritiker meinen zwar das die Natur durch die Öffnung für Radler und Fußgänger gestört würde, aber es werden nun Schäden verhindert, die Fußgänger durch das Niedertreten verursachten. Sie gingen von den Wegen im Naturschutzgebiet ab und zertraten die Nester von Bodenbrütern, wie dem Sandregenpfeifer, der hier noch mit 13 Brutpaaren lebt.

Weiter führt uns der Weg über die Holzplanken in Richtung Küste und schließlich kommen wir zu schwarzen Deich. Von hier aus sehen wir in der Ferne bereits den Südstrand von Borkum. Weil der Wind so kräftig über den Deich pfeift, wandern wir lieber wieder durch die Greune Stee, an der Kugelbake vorbei, in Richtung Ausgangspunkt.

Geiskraut
Loopdeelenweg -Jakobskrautbär
Jakobskrautbär

Jakobskrautbär in der Greunen Stee

Auch in dem „Krüppelwäldchen“ gibt es viel zu sehen. Ich nutze die App „PlantNet“ um die mir zum großen Teil unbekannten Pflanzen bestimmen zu können. So erfahre ich auch vom Greiskraut. Dieses Kraut kommt nicht mehr häufig vor, weil es stets vorzeitig entnommen wird.

Vom Greiskraut geht eine erhebliche Gefahr für grasendes Nutzvieh und für Weidetiere aus. In größeren Mengen gefressen, wirkt das Gift der Pflanze tödlich. Hier entdecke ich den Jakobskrautbär. Ein Falter der seinen Namen daher hat, dass er das Geiskraut mit Vorliebe frisst. Weil er dadurch auch das Gift an Fressfeinde weitergeben kann, bleibt er von diesen meistens verschont. Schon seine Färbung bedeutet so viel wie „ich bin ungenießbar.“

So erreichen wir bald wieder unseren Ausgangspunkt und sind froh die 15 Kilometer mit dem Loopdeelenweg gemacht zu haben.

Seehunde – Kegelrobben und Eiderenten

Es gibt noch eine Veränderung gegenüber der Vorjahre am Strand. Die Seehundbank, die früher mit dem Pferdegespann angefahren wurde, hat sich verschoben. Nun kann man die Tiere mit einem Tele oder Fernglas auch vom Strand aus beobachten. Träge räkeln sie sich in der wärmenden Sonne. Übrigens gehören beide Arten, Seehunde und Kegelrobben, zu den Robben. Der Seehund, mit dem eher kugelförmigen Kopf ist kleiner als die Kegelrobbe. Diese hat ihren Namen daher, dass der Kopf in der Form an einen Kegel erinnert.

Bei Ebbe konnte ich auf einer anderen Sandbank eine Kolonie Eiderenten beobachten. Im vorgelagerten Priel tauchte dort plötzlich der Kopf einer Kegelrobbe auf. Längere Zeit tauchte sie immer wieder auf, bis sie schließlich den Zugang zum offenen Meer fand. Weil die Gefahr besteht, dass einige unbedarfte Touristen sich auf den Weg zu den Robben machen, die bei Ebbe gut zu erreichen sind, wurden nun Verbotsschilder aufgestellt, die die Annäherung an die Tiere verbieten. Hoffen wir mal das es was nutzt. Im Folgenden zeige ich noch einige Bilder von unserem diesjährigen Urlaub auf der wunderschönen Insel Borkum.

Ostsee – Nordsee – die ungleichen Meere

Ostsee – Nordsee – Traumstrände an Deutschlands Küsten. Aber auch Traum-Meere ? Die Nordsee, mit Verbindung zum Atlantischen Ozean, ist ein salzhaltiges offenes Meer mit der Tide, die eine einzigartige Naturlandschaft geprägt hat, das Wattenmeer. Das Klima wird vom Golfstrom geprägt. Der Wasseraustausch mit dem Ozean sorgt für einen Salzgehalt der Nordsee von etwa 3 Prozent. Das heißt in einem Liter Meerwasser sind 30 Gramm Salz gelöst. Der Salzgehalt des Ozeans beträgt 3,5 Prozent. Durch Süßwasser – Zufluss aus den Flüssen liegt er in der Nordsee etwas darunter.

Die der Küste vorgelagerten Inseln tragen dazu bei, dass das Weltnaturerbe und Naturschutzgebiet „Wattenmeer“ entlang der niederländischen, deutschen und dänischen Küste entstanden ist. Millionen Vogel-Arten nutzen das Wattenmeer als Rastplatz auf dem Weg zu den Winterquartieren. Tausende finden hier ihre Brutplätze. Flora und Faune sind intakt. Das Wattenmeer ist ein großer fruchtbarer Platz für Fische, Vögel und sogar für Meeressäugetiere.

Ostsee - Kap Arkona
Kap Arkona

Ostsee – das Binnenmeer ohne Tide

Vor Dänemark gibt es einige schmale Verbindungen zum Binnenmeer – der Ostsee. Der große Unterschied zur Nordsee ist der fehlende Salzgehalt und die fehlende Tide. Nur wenig Salzwasser dringt durch die engen Verbindungen. An der Schleswig – Holsteinischen Küste liegt der Salzgehalt der Ostsee noch etwas über 1,5 Prozent. Diese Zahl sinkt, je weiter man nach Osten kommt. Viele Flüsse münden in das Binnenmeer und das schwerere Salzwasser sackt in die Bodensenken der Ostsee ab. Dort wird es vom leichteren Süßwasser überlagert.

Es findet kein Wasseraustausch statt. Sauerstoff wird nicht gebildet. Bei besonderen Wetterlagen kommt es selten, immer seltener durch den Klimawandel, zu einer vermehrten Zufuhr von Salzwasser aus der Nordsee in die Ostsee. Dann können sich die „Totzonen“ durch einen geringen Wasseraustausch etwas erholen.

Auf Grund des fehlenden Sauerstoffs wird die Artenvielfalt in der Ostsee immer weniger. Algen zehren den kleinen Rest von Sauerstoff auf. Durch überdüngte landwirtschaftliche Flächen der angrenzenden Länder, geraten immer mehr Düngemittel über die Flüsse in die Ostsee. Schädliche Algen wachsen immer stärker und entziehen dem Meer bei ihrem Absterben den restlichen Sauerstoff, ohne den die anderen Organismen nicht leben können. Tiere und Pflanzen sterben aus. Die Totzonen der Ostsee, wo keinerlei leben mehr möglich ist, haben bereits ein riesiges Ausmaß angenommen. Das Umweltbundesamt berichtet von drei großen Totzonen in der Ostsee, mit einer Fläche von 84.000 Quadratkilometern. Die Ostsee hat eine Gesamtfläche von 377.000 Quadratkilometern. Erschreckende Zahlen.

Dennoch begeistert das Binnenmeer mit wunderschönen Stränden, herrlichen Steilküsten und den Boddenlandschaften. Bei all der Schönheit dürfen wir aber nicht die Gefahr außer Acht lassen, die sich auf dem Meeresgrund abspielt. Wenn wir die Katastrophe in der Ostsee verhindern wollen, muss der Schaden der durch Menschen verursacht wird abgewendet werden. Die Landwirtschaft darf nicht weiter die Flüsse und damit die Ostsee vergiften. Überdüngung muss dringend gestoppt werden. Aber auch die Wirtschaft sollte beginnen nachzudenken. Was nutzt der Tourismus, wenn das Meer stirbt. Nur damit die Anreise bequemer und etwas kürzer wird sollte man keinen Tunnel unter die Ostsee bauen. Der Fehmarn-Belt-Tunnel wäre/ist eine Katastrophe für die Ostsee.

Der Tunnel soll durch ein Meeresschutzgebiet gebaut werden indem es noch Riffe und Sandbänke gibt, wo noch Leben existiert. Millionen Tonnen Meeresboden müssen ausgebaggert werden und riesige Betonteile eingesetzt werden. Die letzten Schweinswale, die es dort heute noch gibt, werden dann wohl verschwunden sein.

Quellen: Umweltbundesamt, NABU

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