worum es mir geht…

Der Schutz der Natur ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Die Umwelt und die Natur sind Lebensgrundlage aller Lebewesen auf diesem Planeten. Es ist unsere Pflicht uns für den Erhalt dieser göttlichen Gaben einzusetzen, damit auch nachfolgende Generationen auf der Erde ein gesundes und erfülltes Leben genießen können.

Ich schreibe Beiträge als Hobbyornithologe und widme mich Temen über Klimawandel, Naturschutz, Artenvielfalt und Politik. Bereits geschriebene Artikel auf meiner Webseite ulikloes.de

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Kernbeisser

Kernbeisser – wissenschaftlicher Name „Coccothraustes coccothraustes“- er ist der Größte und Kräftigste unter den Finken. Besonders auffallend ist der große, dreieckige Schnabel, mit dem er locker Kirschkerne, Pflaumenkerne und andere Samen knacken kann.

Der rotbraune Kopf sitzt auf einem bulligen, grauen Nacken. Die Färbung erinnert an den Seidenschwanz. Am kurzen Schwanz und an den Flügeln befinden sich weiße Zeichnungen.

Der Kernbeisser baut sein Nest aus kleinen Zweigen und Flechten hoch oben im Baum. Zunächst hilft das Männchen noch mit, überläßt aber schon bald dem Weibchen die weitere Arbeit. Die Brutzeit des Vogel beginnt im Mai. Der prächtige Vogel kann bis zu zehn Jahre alt werden.

Sein Gesang ist ehr mit „Schwätzen“ zu vergleichen. Etwa wie „zick-zick-zick-zie-öh“.

Ingo Baumgartner schrieb ein Gedicht : Daktylischer Kernbeißer

Der Kernbeißer wippt auf den Zweigen der Fichten,

er weiß, seine Art ist nur schwer zu bedichten;

den Daktylus braucht das störrische Tier,

erlaubt dir kein Metrum nach freiem Pläsier.

Wen wundert`s , dass Schwalben und Spatzen und Raben

die Lerchen im Schwarm mir dem Regen fliegen?

In Liedern und Reimen am Ruhme sich laben?

Die Schuld muß beim Dreitakt des Kernbeißers liegen.

Wolfsleben

Wolfsleben – wir schreiben das Jahr 1997. Ich bin ein Wolf und hatte hier in den polnischen Wäldern eine fantastische Kindheit. Gemeinsam mit meinen Eltern und den vier Geschwistern. Wenn Mama und Papa auf der Jagd waren um etwas zum Essen zu besorgen, passten meine älteren Geschwister auf uns Kleine auf oder brachten uns bei wie man eine Maus oder ein anderes kleines Tier fängt. Kurzum, wir hatten viel Spaß.

Aber dann kam die Zweit wo ich die Rolle der älteren Geschwister übernahm und schließlich war es an der Zeit Abschied zu nehmen. Ich wollte die Welt erkunden und genau so stark und gut werden wie Papa.

Ich wollte auch eine kleine, eigene Familie haben. Die meisten meiner Kameraden zog es in Richtung Osten. Ich aber wollte in das Land wo wir früher einmal viele waren. Seit fast hundert Jahren soll es dort aber keinen unserer Art mehr geben. Sollte es wirklich eine Region geben wo es keine Wölfe gibt? Ich konnte es kaum glauben. Deshalb wanderte ich in Richtung Westen.

Nach einigen hundert Kilometern erreiche ich einen großen Fluß, diese zweibeinigen Wesen, die meine Verwandten immer „Menschen“ nannten und die so unangenehm riechen das wir uns lieber von ihnen fernhalten, nennen diesen Fluß „Neiße“. Noch während ich mich umschaue wie ich gut auf die andere Uferseite gelange, nimmt meine Nase einen lieblichen Geruch war. Zwar noch knapp 2 Kilometer hinter mir, aber noch gut zu erschnüffeln. Der Geruch birgt etwas Fähenhaftes. Sollte da ein liebliches Weibchen alleine durch den Wald streifen?

Wolfsleben – eine neue Familie

Ich mache mich vorsichtig auf den Weg und tatsächlich schauen mich plötzlich zwei träumerisch schöne Wolfsaugen an und ich bin sofort hin- und weg. Ab jetzt gehen wir gemeinsam unseren Weg. Nach einigen Wochen bemerken wir, das es Zeit wird den Fluß zu überqueren, wenn wir mit unserem Nachwuchs das Land unserer Vorfahren erleben wollen. Meine kleine Fähe ist nämlich schwanger.

Das Land der Väter

Das Gebiet in dem wir uns ein neues zu Hause aufbauen nennen die Menschen „Muskauer Heide“. Hier haben wir ideale Bedingungen vorgefunden um unser vier „Kleinen“ groß zu ziehen. Der große Kiefernwald beherbergt viele Beutetiere und es gibt weite Lichtungen, die wohl einmal von eisernen Fahrzeugen der Menschen geschaffen wurden. Mein Vater sagte einmal das wären „Truppenübungsplätze“,was immer das auch sein mag. Man kann hier aber sehr gut seine Revier abstecken. Ich will ja das es meiner Familie gut ergeht.

Wir schreiben bereits das Jahr 2000 und in den Chroniken der Menschen wird einmal geschrieben stehen, dass wir das erste Wolfsrudel in Deutschland nach der Ausrottung 1904 sind. Aber es geht uns gut hier. Einen Menschen riecht man nur selten und dann wissen auch die Kleinen, dass sie sich zu verstecken haben.

2003 – In der Nachbarschaft gibt es wohl ein neues Rudel. Ich habe erfahren das man es das „Neustädter Rudel“ nennt und das sie, man höre und staune, neun Welpen haben. Da komme ich mir mit meinen vier Nachfolgern recht mikrig vor, bis ich erfahre das einer von den Eltern ein Hund ist und kein Wolf. Überlebt hat auch keines der Kinder. am Ende des Jahres lebten noch vier. Zwei überlebten den Winter nicht und zwei nahmen die Menschen mit, aber auch diese Beiden starben schon bald.

Wolfsleben – es kommen mehr Kameraden gen Westen

Immer öfter höre ich von anderen Wölfen die ihr Glück im Westen suchen. Auch von meinen „Kleinen“ sind einige schon groß und weiter gezogen. In dem Land „Deutschland“ gibt es uns jetzt schon in Brandenburg, Sachsen, Niedersachsen, Sachsen Anhalt, Mecklenburg Vorpommern, Thüringen und Bayern. Wie ich hörte sind einige hart gesottene sogar schon bis zu dem Fluß „Rhein“ gekommen und in ein Land das Schleswig Holstein heißt und von zwei Seiten vom Meer umgeben ist.

Wolfsleben und das Mißverständnis mit dem Menschen

Leider höre ich aber immer öfter von Auseinandersetzungen mit den „Menschen“, die wir uns oft nicht erklären können. Da steht auf den Wiesen jede Menge feilgebotenes Fleisch und wenn wir uns etwas davon holen, regen sie sich fürchterlich auf und wollen uns sogar töten. Einige von uns haben sie dann auch tatsächlich hingerichtet. Warum stellt man uns denn die Beute auf den Teller, wenn wir sie nicht nehmen dürfen?

Bei einigen dieser Bereiche haben wir große Hunde gesehen, die uns klar machen : das hier ist nicht für euch gedacht. Woanders hat man „Gestelle“ um das Fleisch gebaut, an denen wir uns weh tun, da wissen wir dann auch Bescheid, lieber wegbleiben. Andererseits gibt es diese Gestelle die nur einen Teil abgrenzen, da sollen wir uns wohl lediglich einen anderen Eingang suchen. Wenn wir den aber gefunden haben, gibt es wieder Ärger mit den Zweibeinern.

Wie sollen wir das verstehen?. Sind schon seltsame Vögel, diese Menschen. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass wir uns irgendwann besser verstehen.

Estland – Wolf Nationaltier der Esten

Estland wählte jetzt aus einer Reihe Kandidaten den Wolf zum Nationaltier des Landes

In dem Land gehört der Wolf zu den beliebtesten Tieren in den Volksmärchen. Ihm werden mehr als 500 Namen und Geschichten zugeschrieben.

Der Wolf gilt als Symbol für wilde, unberührte Natur. Als Raubtier hat er durch die Kontrolle der Pflanzenfresser erheblichen Anteil an der Formung der Waldlandschaften und der Moore.

Für die Esten prädestinieren die Eigenschaften des Wolfes ihn als Symbol zu wählen. Darin sehen sie den Wolf als stark und äußerst klug an. Mit einer guten Ausdauer ausgestattet und einem ausgeprägten Familiensinn, Für sie hat der Wolf Charisma und er gilt als Überlebenskünstler.

In dem kleinen Land gibt es etwa 200 Wölfe in 20 bis 25 Rudeln, die zumeist zurückgezogen in der Wildnis leben.

Die Volkskundlerin Marju Koivupuu sagt über ihn :“ Der Wolf ist ein natürlicher Teil unserer Umwelt und er läßt niemanden kalt.

Quelle : Estlands Naturisten Gesellschaft und Estnisches Naturkundemuseum, Wolfsschutz-Deutschland


Esten retten Wolf aus dem Eis

In Estland haben Bauarbeiter einen Wolf gerettet, der durch eine Eisdecke in einen Fluß eingebrochen war. Sie legten ihn auf den Schoß und wärmten ihn mit einer Decke. Dann brachten sie ihn zu einem Auto und fuhren ihn in eine Klinik. Erst bei Sichtung der großen Pfoten und durch das Gewicht, bemerkten sie, dass sie keinen Hund, sondern einen Wolf gerettet haben.

Nachzulesen , mit Bildern : englisch

die Erstmeldung auf estnisch

Quelle : https://wolfsschutz-deutschland.de/

Lachmöwe

Lachmöwe – Chroicocephalus ridibundus .

An vielen Gewässern im Binnenland findet man heute die Möwe, die etwa so groß ist wie eine Haustaube. Wie viele ihrer Art bewohnte sie ursprünglich nur die Küstenregionen, irgendwann hat es sie auch die Vorzüge der Binnengewässer entdeckt. In der Nähe dieser Bereiche gibt es, oder gab es, viele Mülldeponien und Abfallhalden, die idealen Nahrungsplätze.

Ihren Namen verdankt sie ihren Lauten, die an ein „Auslachen“ erinnern sollen. Ich kann das allerdings persönlich nicht so richtig nachvollziehen. Da würde ich schon eher dem volkstümlichen Namen „Seekrähe“ nahe stehen. Zumindest in den Sommermonaten passt auch der englische Name „black headed gull. „

Eine besondere Eigenart des Seevogels mit dem roten Schnabel und den roten Beinen, ist die Verwandlung in den Monaten März bis August.

In den Wintermonaten sieht man am weißen Kopf der Möwe lediglich einen dunklen Ohrfleck. Mitte Februar beginnt der Wechsel bis hin zu einem schwarzbraunen Kopf. Die Möwe hat zum Prachtkleid gewechselt.

Lachmöwe – Nahrung , Nachwuchs , Vorkommen

Bei der Nahrungssuche ist die Lachmöwe nicht sehr wählerisch. Sie ernährt sich von Fischabfällen, Kleintieren bis zur Größe einer Maus, lebt vom Beuteraub bei anderen Vögeln und von Inhalten der Müllhalden und Abfalldeponien.

Am Wattenmeer ist die Lachmöwe in großer Zahl zu finden. 130.000 Paare brüten dort und wenn die heimischen in den Wintermonaten weiter nach Südosten ins Landesinnere ziehen, kommen 40.000 Lachmöwen aus dem Osten ins Watt. (Schutzstation Wattenmeer)

Die Brutnester in den Brutkolonien befinden sich meist am Boden in Gewässernähe. Die meisten anderen Möwenarten bauen ihre Nester auf Klippen und Felsen. Dort legen sie mehrmals im Jahr zwei bis drei Eier. Die Kolonie brütender und erziehender Möwen ist ein Zeichen sozialen Zusammenhalts.

Die Gemeinschaft bietet Schutz vor Feinden. Marder, Iltis, Fuchs und größere Möwenarten, sowie Hunde und Katzen wollen die Nester plündern. Nähert man sich während der Brutzeit den Nestern, können die Möwen sehr aggressiv werden. Die erwachsenen Vögel werden von Seeadler, Habicht, Falken und Uhu gejagt.

Das Fleisch der Möwen gilt beim Menschen als ungenießbar. Anders ist es mit dem Ei der Lachmöwe, das galt einmal als Delikatesse. Das Ei wird 12 Minuten gekocht und in eine Schüssel mit Salz aufrecht gestellt. Anschließend wird es der Länge nach aufgeschnitten.

Die in der Mitte gelegene rosa Dotter wird herausgelöffelt und mit Essig und Butter, Pfeffer und Salz „geknetet“ und wieder in den Hohlraum zurück gelegt. Erst dann wird das komplette Ei ausgelöffelt. Dazu wird natürlich ein klarer Schnaps getrunken. (aus „Möweninsel erstmalig ohne Lachmöwen.“ – „das virtuelle Klassentreffen.“)


Möwen in Deutschland

Neben der kleinen Lachmöwe gibt es in Deutschland noch andere Möwenarten zu sehen. In den Küstengebieten der Nord- und Ostsee findet man noch die Silbermöwe.

Eine seltenere Art ist die Heringsmöwe. Diese findet man auf dem Meer in der Nähe der Fischkutter, auf der Jagd nach Fischresten. Die Heringsmöwe überwintert in Afrika.

Die kleinere Sturmmöwe findet man neben den Küstenzonen auch etwas weiter im Binnenland, da auch sie die Vorzüge der Müllhalden kennt. Die Dreizehenmöwe ist in Deutschland nur noch auf der Hochseeinsel Helgoland zu finden, weil sie ein ausgesprochener Seevogel ist.

Die Zwergmöwe brütet ebenfalls in Kolonien wie ihre größeren Artgenossen, allerdings an Süßwasser. Sie hält sich gerne in der Nähe von Lachmöwen und Seeschwalben auf. Sie ist etwa ein Drittel kleiner als die Lachmöwe. Auf dem Bild ist eine Zwergmöwe im Jugendkleid zu sehen.

Menschen dürfen das salzhaltige Meereswasser nicht trinken. Möwen haben dazu eine Salzdrüse entwickelt, in der das aufgenommene Salz gesammelt und über die Nasenlöcher wieder ausgeschieden wird.

Lachmöwe in NRW

In NRW sind die Bestände der Lachmöwe rückläufig, was damit zusammen hängt, dass es immer weniger Mülldeponien gibt und Flächen entwässert wurden. Am Dümmer gab es einmal große Kolonien. Im Zwillbrocker Venn waren in den 80er Jahren 15.000 Paare. 2017 noch etwa 2000. In den Rieselfeldern Münster haben sich mittlerweile 35 paare niedergelassen (Stand 2017). In NRW gab es 2017 etwa ein Dutzend Standorte mit 4000 Paaren. (Quelle : Stiftung Rieselfelder Windel)

Christian Morgenstern verfasste das Möwenlied:

Die Möwen sehen alle aus, 
als ob sie Emma hießen. 
Sie tragen einen weißen Flaus 
und sind mit Schrot zu schießen. 

Ich schieße keine Möwe tot, 
ich lass sie lieber leben – 
und füttre sie mit Roggenbrot 
und rötlichen Zibeben. 

O Mensch, du wirst nie nebenbei 
der Möwe Flug erreichen. 
Sofern du Emma heißest, sei 
zufrieden, ihr zu gleichen.

Schießbefehl auf Dani

Schießbefehl auf den Wolf „Dani“ (GW 924m) durch den Umweltminister Albrecht – Partei die „Grünen“.

Bei einer Demonstration von Nutztierhaltern und Bauern kommt es zu häßlichen, unwürdigen Szenen. Ein überdimensionaler Stoff – Wolf hängt an einem Galgen. Offen wird vom „Lynchen der Wölfe“ gesprochen. In Kommentaren zu einem Bericht über an Ortseingangsschildern hängende Wölfe in Italien, reagiert man mit „richtig, auch Kuschler sollte man so strunzdumm wie ihr seid sterben lassen !“ (Name bekannt).

Zaunkontrollen durch den NABU und einzelner Personen haben einen unzureichenden Schutz zu Tage gebracht. Zäune zeigten Lücken, oder führten keinen Strom. Die richtige Höhe war nicht gegeben. In Kommentaren klagen die Schäfer das der Zaunbau lästig ist und zuviel Arbeit sei. Auch an einer Übernahme des Herdenschutzes durch das Land besteht kein Interesse.

Der Minister untergräbt mit seinem Handeln den Naturschutz. Es werden selbst die Zahlen ignoriert, die das Umweltministerium jüngst veröffentlichte.

Im vergangenen Jahr wurden 47 Vorfälle untersucht. Dabei starben 64 sogenannte „Nutztiere“. Ohne Zweifel wurden 21 von Hunden getötet. Lediglich 4 Risse waren vom Wolf. Alle anderen Todesfälle konnten nicht bestimmt werden.

In Schleswig Holstein gibt es lediglich vier Wölfe.

Von 2010 bis 2014 gab es 70 gerissene Tiere durch Hunde und nur 5 durch den Wolf. (SHZ 2019 – shz.de/15960831).

Über die durch Hunde getöteten „Nutztiere“ gibt es nicht einmal eine Diskussion. Dafür zeigen die Hetzkampagnen der Jagd- und Bauernverbände mit Unterstützung von Politikern (Julia Klöckner) und der „BILD Zeitung“ (hier wird der Wolf nur als reißende Bestie abgebildet) Wirkung. Mit immer mehr Erfolg werden Ängste geschürt, die völlig an den Tatsachen vorbei gehen.

Schießbefehl bringt nichts

Durch das Abschießen der Wölfe wird der Bestand nicht reguliert. Ab einer gewissen Bestandszahl reguliert sich die Menge durch andere Geburtenraten selbst. Sollte es zu Problemen mit einem bestimmten Wolf kommen, soll zunächst das „Verschrecken“ als Mittel eingesetzt werden. Das wurde in SH erst gar nicht in Betracht gezogen.

Das Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf funktioniert in anderen Ländern, mit weit größerem Wolfsbestand, ohne Probleme.
Seit einigen Jahren vertraut in Brandenburg der Schäfer Knut Kucznik seiner Herde in den Weiden und Mooren, französischen Pyrenäenberghunden an. Kuczniks 480 Schafe und 50 Ziegen grasen mitten im Wolfsland.

Es kam zu keinem Zwischenfall, weil ein Wolf im Grunde große Angst vor einem Kampf um Beute hat . Er könnte sich verletzen, was ihn wiederum für spätere Beutezüge schwächt.

Naturschutz besteht nicht aus sinnlosem Töten einer Art. So wird der Mensch zur eigentlichen „Bestie“. Das Bestreben, den besonderen Schutz des Wolfes immer wieder auf verschiedene Arten aufzuweichen, muß ein Thema für den Europäischen Gerichtshof werden.

Nachtrag zum Artikel 23.Februar 2019

Roddy darf getötet werden

Der Wolf „Roddy“ aus dem Rodewalder Rudel in Niedersachsen darf geschossen werden. Ein Einspruch beim Gericht wurde negativ beschieden.

Skurrile Urtreilsbegründung – Zaun unzumutbar

Die Genehmigung gilt bis zum 28. Februar. Dem Leitwolf des Rudels sind angeblich nachweisbar zwei Risse von Rindern zuzuordnen. Das Gericht begründet den Entschluss damit, dass der Wolf in einer Herde mit erwachsenen, wehrfähigen Rindern sein Opfer gerissen hat.

Außerdem sei eine Behirtung und eine Unterbringung der Tiere in einem Nachtpferch nicht zumutbar. Auch die Anschaffung eines Elektrozauns zum Schutz der Herde sei dem Halter nicht zuzumuten.

Fazit . Das Gericht hat sich offensichtlich nicht mit den Gegebenheiten in der Natur vertraut gemacht. Eine Rinderherde, die es noch nie mit einem Wildtier zu un hat, ist überhaupt nicht in der Lage zu reagieren. Dinge wie Fluchtinstikt oder Abwehr- beziehungsweise Schutzhaltungen als geschlossene Herde, müssen erst wieder gelernt werden.

Im Yellowstone Nationalpark hatte der wiedereingegliederte Wolf zunächst ebenfalls leichte Beute weil seine Opfer ihn nicht kannten. Heute gelingt dem Wolf längst nicht jede Attacke gegen seine Beutetiere, weil diese ihn mittlerweile früh wittern und früher die Flucht ergreifen. Das mußten sie aber erst durch Erfahrung lernen.

Gericht in Österreich sieht den Zaun als zumutbar an

Im Falle einer von Rindern getöteten Wanderin, die in Österreich mit ihrem Hund an einer Rinderherde mit Kälbern vorbeikam und von diesen angegriffen wurde, entschied das Gericht auf Schmerzensgeld für die Familie. In der Urteilsbegründung hielt das Gericht dem Herdenhalter vor , keinen Zaun errichtet zu haben. Das sei aufgrund des geringen Aufwandes zumutbar. Offensichtlich sind in Deutschland Zäune nicht zumutbar, weil sie ein paar Euro kosten ?

Nicht die Natur muß sich auf den Menschen einstellen. Der Mensch muß sich auf die Natur einstellen und zu dieser gehört auch der Wolf.

Austernfischer

Austernfischer sind in erster Linie Vögel der Küste, des Watt und der Inseln. Der Vogel lebt monogam und bleibt auch seinem angestammten Brutplatz in der Regel treu. Die Nahrung des Austernfischer besteht aber nicht, wie man wohl glauben mag, aus der Auster, sondern aus Miesmuschel, Plattmuschel, Schnecken, Krebse und Würmern.

Sollte sich ein Paar doch einmal trennen, gibt es das Kuriosum das die Treulose, meistens ist es das Weibchen das untreu geworden ist, dafür noch mit einem besseren Brutplatz belohnt wird. Außerdem bekommt sie bis zu zwanzig Prozent mehr Nachkommen.

Im Frühling balzen die Männchen nahe der Wasserkante um die Weibchen. Hierbei führen sie ritualisierte Schau- und Luftkämpfe auf. Auf dem Boden rennen sie mit schnellen Schritten und vorgestrecktem Kopf über das Watt, bleiben plötzlich abrupt stehen und senken den Schnabel demütig auf den Boden.

Der Austernfischer hat sich dem Lebensraum Wattenmeer perfekt angepasst. Man findet ihn in allen Bereichen des Ökosystems Wattenmeer. Sei es im Schlick und Sand, oder in den Dünenlandschaften, oder in den Salzwiesen.

Austernfischer als Hausbewohner

Normalerweise brütet der Vogel auf Muschelbänken, in kleinen Mulden. Die moderne Architektur hat ihn dazu getrieben auch Brutplätze auf Flachdächern anzunehmen. In der Zeit von Mai bis Juli teilen sich die Paare die Verpflichtungen beim Brüten. Droht den Jungen eine Gefahr, versucht der Altvogel den Feind abzulenken indem er vom Nest wegläuft und plötzlich den verletzten oder sogar toten Vogel spielt.

Föhr

Feinde der Austernfischer sind Raubvögel, Fuchs und Marder, die Möwen und unvorsichtige Menschen. Zu seinem Glück galt er bei den Friesen immer als ungenießbar, deshalb wurde er auch nicht in den Vogelkojen gefangen. Das sind Einrichtungen in denen Wildenten gefangen wurden. Vogelkojen habe ich in Boldixum, auf der Insel Föhr gesehen und eine auf der Insel Amrum, dort wurde sie zum Touristenmagnet.

Weil die Nahrungssuche stark von der Tide abhängig ist, sind Austernfischer tag- und nachtaktiv. Um an das Innere einer Muschel zu kommen sucht der Austernfischer sich eine geeignete Unterlage und legt die Muschel mit der flachen Seite nach oben darauf. Nun pickt er mit seinem langen, roten Schnabel auf die Muschel ein, bis diese sich öffnet. Wenn er nach Würmern sucht stampft er mit den Füßen auf den Boden, um die Würmer hervor zu locken.

Die Größe des Vogels entspricht etwa einer Krähe. Die Oberseite ist schwarz und die Unterseite weiß gefärbt. Wie der Schnabel sind auch die extrem langen Beine rot gefärbt. Wegen seines Aussehens nennen ihn Einheimische auch mit der Plattdeutschen Bezeichnung „Pastoorke“ – Pastor.

Austernfischer – der Nationalheld

Auf den Faröer Inseln ist der Austernfischer der Nationalvogel. Ihr Bürger Nolsoyar Palls gilt als Nationalheld im Bestreben um Unabhängigkeit von Dänemark. In einer Ballade verkörpern Vögel die Akteure. So wird der Austernfischer zum Helden, indem er die Eigenschaften des Nationalhelden bekommt. Der Vogel ist quasi der Darsteller des Widerstandskämpfers, der die kleineren Vögel beschützt.
Alljährlich wird im März die Ankunft der Austernfischer gefeiert. Gleichzeitig gilt der Termin am 12. März als Frühlingsbeginn.

blühendes Leben verheißt der Refrain der Ballade :


„Der Vogel von der Küste
Mit seinem roten Schnabel,
Manches Tier und edlen Vogel
Hat er vorm Tod bewahrt. 
Der Vogel von der Küste.“

Informationen von der Webseite
Berit Glanz
Institut für Fennistik und Skandinavistik

Naturwunder

Naturwunder – oder wie ich das Wunder der Natur entdeckte-

Nach einer Scheidung, Alkoholexzessen und einem beruflichen Neustart als Gastwirt, begann mein zweiter Lebensabschnitt nicht gerade hoffnungsvoll. Dennoch sollten die kommenden Jahre zu den schönsten und wichtigsten meines Lebens werden.

Der Zeit als Wirt waren nur wenige Jahre bestimmt, sie reichten aber um die beste Frau der Welt kennen zu lernen und schon bald zu heiraten. Aus den Töchtern waren Ehefrauen und Mütter geworden, die mir die tollsten Enkel bescherten.

Ich hatte mein Interesse an der digitalen Fotografie entdeckt und mir eine Spiegelreflex Kamera zugelegt. Nach einem Canon Workshop in Hellenthal in der Eifel, mit den faszinierenden Greifvögeln, kaufte ich mir ein gutes Teleobjektiv.

Durch eine Umschulung war ich in einem Job als Sicherheitsfachkraft und Betriebssanitäter tätig. Meinen Dienst leistete ich bei einem großen Aluminiumhersteller im Essener Nordwesten.

Bei den Streifenfahrten entdeckte ich den Mäusebussard, der sich mit einem kleinen Kaninchen in den Fängen abmühte. Dann sah ich den Fasan mit seinem Harem, der nach Erfüllung seiner ehelichen Pflichten wieder alleine seines Weges zog.

Der Grünspecht hatte mich tagelang ausgelacht, bis ich ihn entdeckte. Es hatte so lange gedauert, weil ich ihn immer an einem Baum gesucht habe. Damals ahnte ich noch nicht das er sich so gerne von Ameisen ernährt und sich deshalb oft am Boden aufhält.

Auf dem Kamin, in luftiger Höhe, nistete jährlich ein Wanderfalkenpaar. Die Beringung war immer spannend und die Falkner zeigten mir dann auch die Bilder von den jungen Falken.

Naturwunder – Vogelfotografie

Nach diesen Erlebnissen war es eigentlich schon logisch, dass ich mich immer mehr mit der Vogelfotografie befasste. Schließlich wollte ich auch wissen, wen ich da ablichtete und welche Gesänge ich da ständig hörte. Ich besorgte mir also Bestimmungsbücher und andere Lektüren. Auch das Internet war in dem Falle recht hilfreich.

Das Buch „Federnlesen“, wunderbar geschrieben von Johanna Romberg , fördert noch die Begeisterung an der Vogelbeobachtung

Auch wenn ich einmal nicht fotografieren konnte, war es immer aufregend die Vögel zu beobachten und immer besser auch zu erkennen. Dann häuften sich die Berichte über den Niedergang diverser Arten und das Insektensterben. Nun wollte ich auch diese Zusammenhänge kennen. Wodurch kam dieser massive Rückgang bei den Insekten, warum werden immer mehr Vogelarten in die gefährdeten Listen eingetragen?

Unter anderem mit diesen Themen befasst sich Prof. Berthold in seinem Buch „unsere Vögel“.

So erfuhr ich von den verschiedenen Arten der Landwirtschaft. Klar hatte ich auch vorher schon vom biologischen und intensiven Anbau gehört, aber mit welchen Massen und welchen Dimensionen man es bei Pestiziden, Insektiziden, Neonikotinoiden und Massentierhaltung mit riesiger Überdüngung zu tun hat, war mir fremd.

Im Buch von Alexander Schiebel „Das Wunder von Mals“, werden die Folgen des intensiven Obstanbaus in Süd-Tirol drastisch geschildert.

Welche Folgen die Einsätze von Giften auch auf die Vogelwelt hat, beschreibt Rahel Carson in ihrem Buch „Der stumme Frühling.“

Naturwunder und der Mensch

Es wurde mir immer klarer, dass der Mensch ja nur ein Glied im Kreislauf der Natur ist und das er ständig daran arbeitet dieses Glied selbst zu zerstören, im Bewußtsein, damit auch sich selbst zu zerstören. Eine gerissene Kette kann man nicht mehr umhängen.

Kaum zu glauben das es noch immer Menschen gibt, die an den menschgemachten Klimawandel zweifeln. Hemmungslos werden die wichtigsten CO² Speicher vernichtet, wenn es um industrielle Interessen geht. Noch immer beherrschen Lobbyisten die Politik, auch wenn man langsam ein Umdenken wahrzunehmen scheint.

Naturwunder – Baum

Das Lebewesen Baum wird weiterhin nicht geschont wenn es um den Braunkohlebbau geht. Lebewesen? Ja, tatsächlich ist der Baum ein Lebewesen. Zu der Erkenntnis muß man kommen, wenn man das Buch von Peter Wohlleben “ Das geheime Leben der Bäume“ gelesen hat.

Dann sieht man tatsächlich die Bäume laufen, wie man es oft in Fantasyfilmen oder Märchenfilmen vorgeführt bekommt. Wie sie mit wankenden Schritten und wedelnden Armen daher schreiten. Tatsächlich gibt es so etwas wie soziales Verhalten unter den Bäumen. Beim Lesen des Buches werden einem die Zusammenhänge mit den unter der Erde existierenden Wurzeln und Kleinstlebewesen klar.

Das es einen Datenaustausch unter der Erde gibt, den Wissenschaftler tatsächlich bereits als „Wood Wide Web“ bezeichnen, setzt dem die Krönung auf.

Die Natur, unsere Erde ist ein einzigartiges Wunder. Dieses Wunder müssen wir für unsere Nachkommen erhalten, das sollte unser wichtigstes Ziel sein.

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Wasserralle

Wasserralle oder Rallus aquaticus –sie wird der Höhepunkt meines heutigen Ausflugs in die Aue, die schon so etwas wie mein zweites zu Hause geworden ist. Ich stehe auf der kleinen Brücke in der Saarner Aue in Mülheim. Die Enten lauern schon auf Futter, aber damit kann ich heute nicht dienen. Es dauert nicht lange und sie bekommen ihr Frühstück von einem Rentner Ehepaar zugeworfen. Eine junge Frau hat Vogelfutter auf der ausgestreckten Hand und lockt das Rotkehlchen, das auf dem Pflock eines Zaunes sitzt. Tatsächlich ist die Verlockung groß genug und das Vögelchen frißt ihr aus der Hand.

Wasserralle in der Saarner Aue

Ein Fotofreund aus unserem Fotoclub, dem Essener Fototreff, war am gestrigen Tag hier und zeigte mir ein Bild vom Wintergoldhähnchen, den er hier gesehen hätte. Deshalb bin ich eigentlich hier, ich habe noch kein einziges gutes Foto vom dem kleinsten Vogel Deutschlands. Heute soll es etwas werden obwohl, eigentlich kann ich ihn mir an dieser Stelle überhaupt nicht vorstellen. Hier steht kein einziger Nadelbaum und das ist ja nun einmal das bevorzugte Gebiet vom „Goldie“. Aber ich habe ja nicht nur Geduld, sondern auch eine lange Unterhose und dicke Socken an, denn es sind gerade einmal 2 Grad plus.

Plötzlich erscheint sie, völlig unerwartet, aus dem Dickicht an der kleinen Uferböschung. Urplötzlich ist sie da und schreitet gemächlich, gut sichtbar über die Steine und das Laub und sucht nach Fressbarem. Die Wasserralle, nur zwischen 200 und 600 Paare soll es in NRW von diesem wunderbaren Tier geben. Er oder sie ist nicht viel größer als eine Drossel. Wie ich später nachlese gibt es sie in den Rieselfeldern Münster, im Zwillbrocker Venn (dort gibt es sogar Flamingos) und im Lippeland und dem Emscherland. Aber eben auch hier, in der Saarner Aue, was ich natürlich bei ornitho.de melden werde.

Man kann nicht unterscheiden, ob es sich um ein Weibchen oder ein Männchen handelt, sie sind gleich gefärbt. Ins Auge fallen der lange, rötliche Schnabel und die extrem langen Zehen. Der Unterkörper ist gräulich un die Oberseite olivbraun gesprenkelt. Die Querbänder am hellen Bauch grenzen sich deutlich ab, man könnte meinen der Vogel hätte eine Jacke, oder Weste an. Beim Laufen denke ich sofort, er hätte die „Hände in den Taschen“. Natürlich ist das Quatsch, aber es wirkt so. Vielleicht liegt dieser Anschein auch an dem kurzen Schwanz.

Die Wasserralle und die Baustelle

In Essen hat die Wasserralle eine große Presse bekommen. Seit 2013 soll auf einem Gelände am Borbecker Mühlenbach, im Rahmen der Renaturisierung der Emscher und ihrer Zuläufe, ein Regenrückhaltebecken gebaut werden. Irgendwann hat aber jemand einen Ruf der Wasserralle gehört und weil diese unter besonderem Schutz steht, konnten die Baumaßnahmen nicht durchgeführt werden, obwohl niemand bis dahin die Ralle gesehen hat. Ein Schwein konnte es aber auch nicht gewesen sein. Wieso ein Schwein? Ja tatsächlich klingt der Ruf der Ralle wie das Grunzen oder Quieken eines kleinen Ferkels.

Die Emscher Lippe Genossenschaft baute dem Vogel sogar ein „Ausweichquartier“. Da man aber keinen Bruterfolg im neuen „Revier“ feststellen konnte, blieb es zunächst beim Baustopp. Selbst ein Fernsehsender nahm sich des Thema an und die Anmoderation lautete nach Auskunft der Emscher Lippe Genossenschaft : „Wasserralle will nicht vögeln….“ jetzt, 2019 im Januar, hat die Bezirksregierung allerdings eine Baugenehmigung für das Frühjahr erlaubt, unter der Auflage der Ralle ein zweites Umzugsgebiet zu gestalten und anzubieten.

Wasserralle , der Speiseplan

Insekten, Würmer, kleiner Amphibien, aber auch Pflanzen und Früchte stehen auf dem Speiseplan der Wasserralle. Häufig ist sie in den Morgen und Abendstunden zur Futtersuche unterwegs. Ich konnte erfahren, dass sie häufig die gleichen Nahrungsquellen aufsucht und so regelrechte „Rallenstraßen“ im Schilfgürtel entstehen. Die jungen Rallen verlassen bereits nach fünf Tagen das Nest und laufen hinter den „Alten“ hinterher, wobei sie bereits selbständig nach Futter picken. Wegen des Flaums werden die jungen Küken „Pullis“ genannt.

Weil die Sichtung der Wasserralle für mich so etwas Besonderes war, hänge ich noch zwei Bilder an.

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Zwillingsarten

Zwillingsarten – den Begriff hatte ich bisher noch nicht gehört. Er erklärt aber weshalb man manchmal so große Probleme bei der Bestimmung hat. Es sind Arten die sich so ähnlich sehen, dass man sie nur an Kleinigkeiten unterscheiden kann, wenn da nicht der Gesang wäre. Anhand der unterschiedlichen Gesänge sind sie dann doch gut zu unterscheiden, wenn sie denn gerade ihre Stimmer erschallen lassen.

Ganz große Probleme habe ich persönlich bei der Identifizierung der Baumläufer und bei der Sumpf- oder Weidenmeise. Auch bei Zilpzalp und Fitis kommt es immer wieder zu Verwechslungen.

Beim Gesang ist der Zilpzalp mit seinem „zilp-zalp-zelp“ gut zu erkennen. Der Fitis hat da bedeutend mehr zu bieten und bringt eine Melodie hervor die dem Ruf des Buchfinks ähnelt. „Will wissen wie weit es noch ist“, beschreibt Klaus Philipp in seinem Buch „Vogelstimmen“ den Gesang des Fitis mit Volksmundversen.

Die Weidenmeise ist ähnlich einfallslos wie der Zilpzalp und singt ein eintöniges „dääh dääh dääh“. Die Sumpfmeise trillert dagegen hell und schnell, eine Reihe scharf klingender Laute, denen ein weiches Flöten vorangeht.

Äußerlich sind sie kaum zu unterscheiden. Beide haben einen schwarzen Kinnbart. Bei der Sumpfmeise ist dieser Bart deutlich kleiner als bei der Weidenmeise, die auch eine helleres Feld auf den Flügeln hat.

Meist reicht die Zeit aber nicht um die feinen Unterschiede zu erkennen, noch dazu wenn die Vögel in Bewegung sind und man noch keine jahrelangen Erfahrungen hat, so wie ich. Da ist dann tatsächlich die Stimme hilfreich.

Beim Garten- oder Waldbaumläufer sind ebenfalls nur minimale Unterschiede auszumachen. Da wäre die kürzere Hinterzehe beim Gartenbaumläufer. Der längere Schnabel des Waldbaumläufer und eine kleine Differenz in der Musterung am Flügelfeld.

Zwillingsarten – an der Stimme erkennen

Auch bei diesen beiden Arten macht die Stimme die Bestimmung einfacher. Der Waldbaumläufer hat ebenfalls eine, dem Buchfinken- oder Fitisgesang ähnelnde Melodie. Er fängt mit einem hohen Triller an und geht dann abfallend weiter. An manchen Stellen meint man ein hohes Flüstern zu hören. Der Gartenbaumläufer belässt es bei einem einfachen “ ti – ti“.

Es gibt noch einige dieser Zwillingsarten, bei denen Unterscheidungen schwer fallen. Oft werden die Heckenbraunelle und der Haussperling verwechselt, oder Mistel- und Singdrossel, Nachtigall und Sprosser und Sumpfrohrsänger und Teichrohrsänger.

Als ich gestern in der Saarner Aue unterwegs war, konnte ich die Weidenmeise ais nächster Nähe ablichten und obwohl die Bilder gut wurden, habe ich lange überlegt, ist es nun die Weiden oder die Sumpfmeise? Sie hat nämlichen keinen Pieps von sich gegeben. Jetzt kommt aber bald der Frühling, da werden sie ja wieder etwas Sangesfreudiger.