Eiderente – Somateria mollissima

Eiderente –

Die Eiderente, ist eine Wasservogelart, die in den Küstengewässern der Nordsee beheimatet ist. Sie ist die größte
Meeresente Europas und zeichnet sich durch ihr auffälliges Aussehen und ihr interessantes Verhalten aus. Die größeren Vorkommen befinden sich in Skandinavien. Vor Borkum konnten wir jetzt im Vergleich zu den Vorjahren sehr viele Eiderenten beobachten.

Die Ente ist vor allem für ihr wertvolles Daunenkleid bekannt, das sie während der Brutzeit abwirft, um ihr Nest auszupolstern. Diese Daunen werden von den Weibchen liebevoll aus ihrem Bauchgefieder gezupft und sorgfältig in das Nest gelegt, um den Nachwuchs warm zu halten. Aufgrund dieser besonderen Eigenschaft wurde die Eiderente in der Vergangenheit stark gejagt, was zu einem starken Rückgang der Population führte.
Heutzutage steht die Eiderente unter Naturschutz, um ihr Überleben zu sichern.

Eiderenten
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Eiderenten sind ausgezeichnete Taucher und können bis zu 30 Meter tief tauchen, um nach Nahrung zu suchen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Muscheln, Schnecken, Krebstieren und kleinen Fischen, die sie unter Wasser jagt. Die kräftigen Beine und die
paddelförmigen Füße der Eiderenten ermöglichen es ihnen, schnell und geschickt durch das Wasser zu schwimmen.

Während der Brutzeit baut die Eiderente ihr Nest meist auf abgelegenen Inseln oder in geschützten Buchten. Das Weibchen legt dabei bis zu acht Eier, die sie alleine über einen Zeitraum von etwa einem Monat ausbrütet. Die Männchen beteiligen sich nicht an der Brut,
sondern patrouillieren lediglich in der Nähe des Nestes, um potenzielle Gefahren abzuwehren.

Die Eiderente ist ein Vogel, der nicht nur durch sein schönes Gefieder und sein interessantes Brutverhalten besticht, sondern spielt auch eine wichtige Rolle im Ökosystem der Nordseeküsten.

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Das Balzverhalten der Eiderenten

Das Balzverhalten der Eiderenten ist komplex und spielt sich meist im späten Winter bis zum frühen Frühling ab. Männliche Eiderenten (Erpel) nutzen eine Kombination aus auffälligen visuellen und akustischen Signalen, um Weibchen anzulocken. Sie haben ein prächtiges Gefieder mit kontrastreichen Farben, das sie während der Balz zur Schau stellen. Dabei strecken sie ihren Hals und Kopf nach oben und erzeugen charakteristische rufende Laute, die als „Huh-huh-huh“ beschrieben werden.

Die Erpel zeigen Imponiergehabe, wie das Hochwerfen von Wasser mit dem Schnabel, das Herausstrecken des Halses und das Zurücklegen des Kopfes. Diese Gesten sollen die Aufmerksamkeit der Weibchen erregen und deren Interesse wecken. Während der Balz versammeln sich oft mehrere Männchen um ein Weibchen und führen synchronisierte Bewegungen und Lautäußerungen aus. Diese Choreographien verstärken den Effekt der Balz und zeigen die Fitness der Männchen.

Die Weibchen wählen ihre Partner nach den Leistungen der Balzvorführungen aus. Faktoren wie die Intensität und Häufigkeit der Rufe, die Qualität und Sauberkeit des Gefieders sowie die Synchronität der Bewegungen können bei der Partnerwahl eine Rolle spielen.

Eiderenten sind saisonal monogam, was bedeutet, dass sie sich für eine Brutzeit paaren, aber in der nächsten Brutzeit möglicherweise neue Partner wählen. Nach der Paarung und Eiablage übernimmt das Weibchen allein die Brutpflege und die Aufzucht der Küken, während die Männchen zunächst Wache halten und dann zu den Mauserplätzen abwandern.

Die Wahl des Brutplatzes spielt ebenfalls eine wichtige Rolle im Balz- und Fortpflanzungsverhalten. Weibliche Eiderenten bevorzugen geschützte Orte, oft auf Inseln oder in Küstennähe, um ihre Nester zu bauen. Der Zugang zu guten Brutplätzen kann ebenfalls ein Kriterium bei der Partnerwahl sein.

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