Limikolen – auf unserer Reise nach Föhr

Limikolen – in der Ornithologie gehören die Vertreter der Regenpfeiferartigen zu den Limikolen. Diese Vögel suchen ihre Nahrung im Schlamm oder im niedrigen Flachwasser. Watvögel haben ihren Namen vom “Waten” im flachen Gewässer und vom “Vogel” – also Watvögel. Das erklärt warum es Watvögel auch in den Feuchtgebieten im Inland gibt.

Limikolen

Die Nahrung besteht aus Krebsen, Weichtieren, Fischen oder Wasserinsekten. Zu den Regenpfeiferartigen aus der Familie der Schnepfenvögel gehören der Rotschenkel, Grünschenkel, Kampfläufer, die ich auf unserer Reise zur Insel Föhr fotografieren konnte. Ich hätte nicht gedacht, Anfang Juli noch so viele Arten vorzufinden. Bilder zeige ich am Ende des Artikels in der Galerie.

Der Kampfläufer, ich habe ihn auf dem Weg nach Dagebüll am “ Hauke Haien Koog ” entdeckt, sieht ziemlich verlottert aus. Das liegt daran das er gerade sein Prachtkleid verliert. Dieses besteht aus einer ausgeprägten Federhaube und einer protzenden Halskrause. Leider habe ich kein eigenes Bild um ihn im Prachtkleid zu zeigen.

Viele der Limikolen kommen aus dem Norden. Der dunkle Wasserläufer hat seine Brutgebiete in Nordeuropa, Lappland und Sibirien.

Säbelschnäbler und Austernfischer sind die typischen Bewohner der Nord- und Ostseeküsten. Der Säbelschnäbler fällt durch den stark gekrümmten langen Schnabel und den bläulichen Beinen auf. Er wirkt schlank und graziös, wenn er durch das Wasser watet.

Der Austernfischer ist ein häufiger Vogel unserer Küsten. Aber an keinem anderen Ort habe ich ihn so häufig gesehen wie auf der Nordseeinsel Föhr. Er gilt dort ja auch als der Inselvogel. Er sitzt auf den Dächern der Häuser und verhält sich wie die Tauben bei uns. Auf den Strandkörben in den Gärten und Feldern sitzt er und lässt sich durch nichts stören, außer durch seine Artgenossen. Dann ist sein Schimpfen lautstark zu vernehmen.

Der Kiebitz ist mittlerweile ein selten zu sehender Vogel in Deutschland. Ihm wird immer mehr seines Lebensraumes genommen. Auf der Insel findet er noch gute Voraussetzungen und ist an verschiedenen Stellen zu finden. Sein langer Federschopf und der schwarze Latz machen sein Aussehen zu etwas Besonderem. Im Flug ist er gut durch das schwarz – weiße Muster zu erkennen.

Es gibt viele weitere Arten auf der Insel zu beobachten, die nicht zu den Limikolen zählen und ich werde sie in der folgenden Galerie mit unterbringen, um die Reise aus “tierischer Sicht” auch vollständig zu dokumentieren. Da wären natürlich die Störche und der Wiesenpieper, der in der Godelniederung anzutreffen ist, oder die Stare und ein Bluthänfling und natürlich die Lachmöwe, die Silber– und die Sturmmöwe, die zu einer Insel dazu gehören. Die Eiderente hat bereits das Schlichtkleid an und wirkt etwas plump.
Der Rotschenkel kommt besonders häufig in der Galerie vor, dass liegt daran das er sich vorbildlich verhalten hat um abgelichtet zu werden….. und weil ich besonders von ihm fasziniert war.

Hier eine ziemlich große Galerie. Zum Vergrößern der Bilder bitte anklicken

Tiere auf der Nordseeinsel Föhr

Inselvogel – der Austernfischer von Föhr

Inselvogel – der Austernfischer gilt als der Vogel der Insel Föhr. Wo man auch hinkommt, der Austernfischer ist schon da. Er ruft vom Himmel herab, redet auf den Wiesen mit seinen Artgenossen oder flirtet mit der “Dame” seines Herzens. Auf den Feldern und den Feuchtwiesen, der Austernfischer ist überall.

Austernfischer

Wir gehen durch den Hafen, vorbei am Yachthafen mit kleineren, größeren und einer Luxusjacht. Am Deichknick liegt das Restaurant “Klein Helgoland“. Von der sonnigen Terrasse streift der Blick über die Nordsee hinüber zum Festland. Im feuchten Sand ist er wieder zu sehen, der Inselvogel. Das Wasser zieht sich immer mehr zurück, es ist Ebbe. Dennoch ist hier auch später noch Wasser zu sehen.

Weiter entfernt schaukeln Eiderenten auf den Wellen. Die Ente fällt mir immer durch den birnenartigen Kopf und der leichten Krümmung an der Schnabelspitze auf.

Die Eiderente hält sich von Juni bis Oktober gerne im Wattenmeer auf. Brutpaare gibt es im Wattenmeer etwa 6000. In der Mauserzeit kommen von der Ostsee etwa 250.000 als Besucher herüber. Die meisten Enten dieser Art leben auf Island. Der Erpel ist im Prachtkleid an der Kopfoberseite, am Schwanz und Bürzel schwarz und an Rücken und Brust weiß gefärbt. Die Weibchen sind ganzjährig gelblichbraun.

Plötzlich werden die Enten durch einen größeren Vogel aufgeschreckt. Beim herannahen erkenne ich die Silbermöwe, die sich auf den Wellen vom Flug ausruht.

Silbermöwe
Silbermöwe

Eigentlich wollen wir bis zur Vogelkoje, aber der Weg erscheint uns doch zu weit und wir wechseln die Deichseite. Den Rückweg machen wir nun auf der, dem Land zugewandten Seite.

Da ist er auch schon wieder, der Inselvogel – der Austernfischer. Ein männlicher Vogel versucht einen Annäherungsversuch bei einem Weibchen und schließlich stehen beide Vögel einträchtig beieinander.

Nonnengänse schwimmen mit ihrem Nachwuchs über das Gewässer mit dem seltsamen Namen “Achtzehnrutengraben“.

Inselvogel
Nonnengänse mit Gössel

Schließlich erhebt sich über einer Baumgruppe eine Rohrweihe, aber bevor ich sie ablichten kann ist sie auch schon wieder verschwunden.

Auf dem Deich suchen Stare nach Nahrung und auf dem Weg sitzt ein kleiner Vogel der förmlich auf uns zu warten scheint. Ruth hat ihn zunächst nicht bemerkt und als ich die Kamera auf in richte, denkt sie es wäre die Hinterlassenschaft eines Schafes. Schafe gibt es hier überall auf dem Deich.

Inselvogel
Stare am Deich

Die Hinterlassenschaft entpuppt sich als ein weiblicher Bluthänfling. Es ist der erste seiner Art, den ich vor die Kamera bekomme.

Der Inselvogel begleitet uns bis zu den Kläranlagen vor dem Hafen. Zurück in Wyk stärken wir uns mit einen Dorsch und verbringen den Rest des Nachmittags auf der Terrasse unserer Wohnung.

Nordseeinsel Föhr – Vorbericht

Nordseeinsel Föhr und die Nachbarinsel Amrum beschrieb Theodor Storm so: “Wie Träume liegen die Inseln im Nebel auf dem Meer”

Auch wenn beide Inseln oft zusammen genannt werden, sind sie doch sehr unterschiedlich.

Die Amrumer schwärmen für den einmaligen Kniepsand und die enormen Dünen. Die Föhrer lieben die blühenden Wiesen, die Friesendörfer mit den reetgedeckten Häusern und die Biotope im Inland.

Nordseeinsel Föhr
Amrum – Kniepsand und Dünen – Bild vom Urlaub 2011

Am kommenden Sonntag brechen wir zu unserem ersten Urlaub nach Corona auf. Unser Ziel ist die Nordseeinsel Föhr, die in ihrer heutigen Form vor 500 Jahren entstanden ist.

Die Inseln Nordstrand, Pellworm und die Hamburger Hallig waren bis 1362 noch Festland. Am 16. Januar 1362 veränderte die Marcellusflut die gesamte Region. Das heute noch sagenhafte Rungholt verschwand im Meer. 100.000 Menschen verloren ihr Leben. Durch die Burchardiflut 1634 entstanden aus der Insel Strand die Inseln Nordstrand, Pellworm und die Halligen. Dieser Flut fielen 6000 Menschen zum Opfer. Über dem versunkenen Land entstand das Watt.

Nordseeinsel Föhr – Ackerbau, Viehzucht und der Walfang

Zunächst betrieben die Inselbewohner Ackerbau und Viehzucht. Im 17.Jahrhundert begann dann durch den Walfang die Blütezeit, das goldene Zeitalter.

Ackerbau und Viehzucht blieben aber bis heute Teil des Lebensunterhalts. Schafe bevölkern die Salzwiesen und Deiche. Heute haben die meisten Höfe auch Unterkünfte für Feriengäste. Das erste Badehaus entstand auf Föhr im Jahr 1819.

Nordseeinsel Föhr
Föhr – Bild aus unserem Urlaub 2009

Die Nordseeinseln und die Halligen sind ein Paradies für Vögel. Die Artenvielfalt in Fauna und Flora ist groß. Watvögel wie die Uferschnepfe oder der Rotschenkel, Eiderenten, Säbelschnäbler und Austernfischer sind hier zu Hause und ich hoffe natürlich einige von ihnen zu Gesicht zu bekommen.

Neulich erfuhr ich in einer Dokumentation über Föhr von dem besonderen Getränk mit dem biblischen Namen Pharisäer und dem Trank tote Tante. Logisch das wir auch das erkunden müssen.

Ab dem 27. Juni werde ich also meine Berichte über die Insel Föhr und unsere Erlebnisse dort starten. Voraussichtlich soll das Wetter ja mitspielen.

Bis dann

Uli

Fauna – Flora – Habitat Naturschutzrichtlinie der EU

Fauna – Flora – Habitat Naturschutzrichtlinie der EU von 1992, regelt mit der Vogelschutzrichtlinie als Umweltrecht, dass die Mitgliedsstaaten der EU die Umsetzung der Berner Konvention gewährleisten sollen.

Ein wesentlicher Punkt ist ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten für bedrohte Arten und Habitate. Diese Gebiete, kurz FHH genannt, werden unter besonderen Schutz gestellt.

Die FHH Richtlinien hat der Europäische Rat 1988 unter deutschem Vorsitz beschlossen. Darin verpflichten sich die Mitgliedsstaaten wildlebende Arten und deren Lebensräume zu sichern und zu schützen. Enthalten ist die Förderung natürlicher Ausbreitungs- und Wiederbesiedlungsprozesse.

Kernpunkt sind, die Schaffung des Schutzgebietes NATURA 2000 und die Erhaltung und Wiederherstellung von Lebensräumen und Habitaten. Zielsetzung der Richtlinien ab 1992.

Obwohl Deutschland maßgeblich bei der Schaffung der Richtlinien war, hält die Bundesregierung die Richtlinien selbst bis heute nicht ein. 2015 und 2019 und 2020 erfolgten Abmahnungen der EU und schließlich, im Februar 2021 die Anklage Deutschlands durch die EU Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof, weil Deutschland seinen Verpflichtungen zur Umsetzung der EU Richtlinien in den letzten zehn Jahren nicht nachgekommen ist.

Das Bundesumweltministerium bestätigt, dass noch nicht alle FFH Gebiete rechtlich abgesichert sind und für 15 Prozent der Gebiete keine Erhaltungsmaßnahmen erfolgten. Auch konkrete Schutzziele wurden nicht festgelegt. Das Ministerium begründet das mit hohem finanziellen und verwaltungstechnischem Aufwand.

Die Festlegung konkreter Schutzziele würde jedoch „einen immensen finanziellen und verwaltungstechnischen Aufwand bedeuten“ und sich „vermutlich über viele Jahre hinziehen.“ Deshalb lehnen das BMU und die Bundesländer diese Forderung der EU-Kommission als „rechtlich zu weitgehend“ ab. Der Nabu forderte die Bundesländer auf, die Vorgaben umzusetzen. Zudem sei eine ausreichende Finanzierung für Naturschutzmaßnahmen notwendig.

Seit 1992 war man nicht in der Lage etwas zu unternehmen? Da ist es eher anzunehmen, dass man sich mit der Agrarindustrie nicht anlegen wollte. Anstatt Besserungen zu erreichen wurde die Lage sogar verschlechtert. Ein Drittel des Grünlandlebensraumes droht völlig zu verschwinden, weil eigentlich geschütztes Gebiet ungestraft unterpflügt wird. Andere Flächen werden durch Düngung und Pestizide oder Entwässerung intensiviert und für das Ökosystem unbrauchbar gemacht. Die Folge ist das Artensterben, das heute bereits schlimme Dimensionen angenommen hat.

Da aber 50 Prozent der Fläche Deutschlands in den Händen der Agrarwirtschaft sind, scheint der Kampf um die Natur und den Artenschutz fast wie ein Kampf gegen Windmühlen.

Fauna - Flora - Habitat Richtlinien der EU

Die meisten Nutzflächen stehen für den Ackerbau. Darauf folgen Grünlandflächen fpr die Weidenwirtschaft und Dauerkulturen.

Jährlich landen laut statistischem Bundesamt 204 Milliarden Liter Gülle auf deutschen Ackerflächen. Hinzu kommen 20 Millionen Tonnen Feinmist.

Die Tiere der intensiven Landwirtschaft stehen auf Betonspaltböden und so gelangen Bakterien und Antibiotika in die Gülle. Bei deren Ausbringung und Lagerung entstehen Methan, Ammoniak, Schwefelsäure und Lachgas.

Durch Überdüngung gerät die Gülle in die Fließgewässer und in die Nord- und Ostsee. Große Bereiche der Ostsee sind bereits heute Totgebiete.

Deutsche Fließgewässer sind in einem schlechten Zustand. Dafür zeichnen Pestizideinflüsse, Mikroplastik, Nährstoffe und Polymeren (chemische Verbindungen). Hinzu kommen Uferbefestigungen und Begradigungen.

90 Prozent der deutschen Oberflächengewässer sind in keinem guten ökologischen Zustand. Nur 8,2 Prozent erreichen das Bewirtschaftungsziel der Wasserrahmenrichtlinie und befinden sich in einem “sehr guten” oder “guten ökologischen Zustand/Potenzial.” (2015 – Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz)

Der beschlossene “Green Deal”, ein Fahrplan für eine nachhaltige EU-​Wirtschaft, wird bereits von den Bauernverbänden torpediert. Die angestrebte Strategie, die helfen soll die europäische Agrarindustrie nachhaltiger zu machen musste auf Druck des Dachverbandes der Bauernverbände verschoben werden. Dadurch verzögern sich Reformen und es werden Investitionen in zukunftsfähige Technologien im Agrarbereich blockiert.

In Deutschland protestierten Landwirte gegen Regelungen, die die anhaltende Verunreinigung durch Überdüngung stoppen sollten. Dabei war ihnen jedes Mittel recht, sogar die Drohung einer Verknappung der Lebensmittelproduktion.

Zum Glück erreichten sie lediglich eine Verschiebung des Inkrafttretens von drei Monaten.

Flora - Fauna - Habitat Richtlinien der EU
Fauna – Flora – Habitat Naturschutzrichtlinien der EU könnte umgesetzt werden

Eine Studie des NABU zeigt, das die Fauna – Flora – Habitat Naturschutzrichtlinie umgesetzt werden kann. Mehr als 20 Prozent der Bundesfläche können wieder aufgewertet werden. Renaturierungen sind in den Auen der großen Flüsse möglich. Moorböden können wieder bewässert werden, siehe Dümmer Meer in Niedersachsen mit den Diepholzer Mooren. Grünland und Wälder können renaturiert werden.

Die Maßnahmen beinhalten ein riesiges Potential zur Bewältigung der Klimakrise und zum Stopp des massiven Artensterbens. Diese Maßnahmen wären seit Jahren möglich gewesen. Deshalb sehe ich auch die neuesten Aussagen zum Klimaschutz der regierenden Parteien pessimistisch. Erst durch Gerichtsurteile wird gehandelt. Das Gerichtsurteil des Verfassungsgerichtes zur Umsetzung der Klimaziele und die Klage Des Europäischen Gerichtshof hätte vermieden werden können, wenn da nicht die Abhängigkeit von Verbänden wäre.

Die ehemalige Weinkönigin und heutige Landwirtschaftsministerin wird aber wohl erst dann ihren Wiederstand gegen nachhaltige Landwirtschaft aufgeben, wenn der Riesling Anbau wegen der gestiegenen Temperaturen nicht mehr möglich ist.

Quellen: sven-giegold.de , nabu.de, DNR Deutscher Naturschutzring

Parasiten – die Qual der Vögel

Parasiten – die Qual der Vögel. Die warmen Sommermonate sind angebrochen und die Zahl der Parasiten steigt. Viele Vögel leiden nun unter den Quälgeistern. Die verschiedensten Arten verfangen sich im Federkleid und zerstören die Struktur der Federn oder beißen sich in die Haut der Vögel um das Blut zu saugen. Nicht selten geht das tödlich für den Vogel aus.

Federlinge setzen sich im Federkleid fest. Die sogenannten Federläuse fressen Hautschuppen und erzeugen so einen starken Juckreiz. Dieser ist so stark , dass der Vogel unter Schlafmangel leidet, was wiederum sein Immunsystem so stark schwächt, dass er anfällig für Krankheiten wird.

Federmilben setzen sich unter die Federn, andere Milbenarten beschädigen den Federkiel und die Federspulen und erzeugen Entzündungen. Die Federn fallen aus.

Hautparasiten saugen Blut aus der Haut und ernähren sich von lebendem Gewebe. Juckreiz und starke Schmerzen sind die Folge. Manche Vögel sterben an Blutarmut.

In der warmen Jahreszeit kann man mit bloßem Auge die Lausfliegen an den Vögeln beobachten und die Vogel- und Taubenzecken kriechen in das Gefieder, um von dort aus an die Haut zu gelangen.

Parasiten
Bild von Nicooografie auf Pixabay

Parasiten – die Qual der Vögel – Sandbad hilft gegen die Peiniger

Häufig sieht man Vögel die ein Bad im Sand nehmen. Vor allem die Sperlinge machen das sehr häufig. Auch andere Vögel nutzen dieses Bad um die lästigen Parasiten los zu werden.

Die Singdrossel auf den folgenden Bildern hat ein Sandbad genutzt und ruht anschließend mit geöffnetem Schnabel, um sich etwas abzukühlen.

Wer den Vögeln im Kampf gegen die Parasiten helfen will, kann eine größere Schüssel Sand im Garten aufstellen.

Manchmal kann man Vögel beobachten die den Schnabel längere Zeit wiederholt durch die Federn ziehen. Sie streichen auf diese Weise Ameisen durch die Federn. Die Ameisen geben dabei Ameisensäure ab, die gegen Bakterien und Pilze wirken.

Parasiten - die Qual der Vögel
Sandbad

Parasiten - die Qual der Vögel
Kühlung erreicht der Vogel durch den geöffneten Schnabel

Krankheiten durch Parasiten

Weit bekannt ist das USUTUS Virus, dem Jahr für Jahr viele Amseln zum Opfer fallen. Vom Usutu Virus befallene Amseln wirken apathisch und orientierungslos. Das Virus wird durch Stechmücken übertragen.

Erst vor kurzer Zeit kam es zu einem rätselhaften Sterben der Blaumeisen, dieses wurde durch “Sutonella ornithocola” hervorgerufen.

Das Blaumeisen-Bakterium erzeugt schwere Lungenentzündungen. Kennzeichen ist der verkrustete Schnabel und stark aufgedunsene Körper , sowie Atemnot.

Trichomaden, Geißeltierchen, breiten sich durch den Kontakt zwischen Vögeln aus. Es handelt sich hierbei um den Erreger “Trichomonas gallinae”. 2009 führte der Erreger zu einem Massensterben von Grünfinken.

Zugenommen haben in den letzten Jahren die Vogelpocken. Häufig werden Meisen damit befallen. Zu erkennen an haselnussgroßen Wucherungen.

Wer kranke Vögel findet sollte sie mit Handschuhen anfassen, um nicht vom Schnabel verletzt zu werden und das Tier in der Mitte anfassen. Man lagert den Vogel in einem Karton mit Löchern. Danach kann man Hilfe über eine NABU Wildpflegestation oder auch über die Facebook-Gruppe “Wildvogel Rettung” bekommen

Quellen: plantura.garden/gruenes-leben/voegel/vogel-krankheiten , wp.wildvogelhilfe.org/de

Die Stadt – Habitat für Flora und Fauna

Die Stadt – Immer mehr Vögel und andere Tiere zieht es in den urbanen Bereich. Vögel, die früher nur in Waldgebieten lebten, sind heute mehrheitlich in der Stadt zu finden.

Amsel – vom Wald in die Stadt

Die Amsel ist eigentlich ein Vogel des Waldes. Erst im 19. Jahrhundert begann sie ihr Verhalten zu verändern. Seit dem 2. Weltkrieg wird sie immer mehr ein Bewohner der Stadt. Waren es zunächst die Bereiche am Stadtrand, mit Gärten und großen Gartenanlagen, zieht es sie immer weiter hinein zu den den Parks und Grünanlagen. Das Futterangebot in Gärten und den städtischen Grünflächen ist deutlich größer als im ursprünglichen Habitat – dem Wald. Abgase und Stäube der Stadt beinhalten Nährstoffe und der Beton und der Asphalt speichern Wärme, wodurch die Winter milder sind als im ländlichen Bereich.

Die Stadt

Tiere fliehen aus der Agrarlandschaft, die mit Pestiziden , Insektiziden, besprüht werden, die die Insekten sterben lassen. Die Nahrungskette wird zerstört. Die Stadt hat dagegen noch genügend Vorkommen an Insekten. Auch die Jagd hat einen großen Anteil an der Landflucht der Tiere. Im urbanen Raum dürfen sie nicht gejagt werden. Das Nahrungsangebot in der Stadt zieht selbst den Falken und den Bussard an. Auch der Eisvogel ist an städtischen Gewässern zu finden.

Die Amsel des Waldes ist deutlich scheuer als die Stadt-Amsel. Auch andere Vogelarten haben einen großen Teil ihrer Scheu vor dem Menschen verloren.

Je größer die Stadt um so größer die Biodiversität

Berlin glänzt durch eine außerordentliche Biodiversität von 20.000 Tier und Pflanzenarten Darunter sind 180 Brutvogelarten und 17.000 Insektenarten. Es sieht so aus, als wenn mit der Größe einer Stadt auch die Biodiversität wächst.

Städte setzen immer mehr auf Umwelt – und Naturschutz. Zur Verbesserung werden Grünflächen angelegt und Staubfilter eingesetzt. Die Lärmemission wird gesenkt. Diese ökologischen Maßnahmen mit dem Ausbau von Sport- Freizeit- und Parkanlagen für die Erholung der Stadtbewohner kommt auch den Tieren zu Gute.

Die neue Artenvielfalt wird von den Bewohnern gerne angenommen und immer mehr Menschen setzen sich für den Schutz der Arten ein.

Immer mehr Gartenbesitzer legen ihre Gärten Tier- und Insektenfreundlich an. Da darf dann auch das Laub vom Herbst einmal liegen bleiben um dem Igel etwas für den Winterschlaf zu bieten. Hoffen wir das die Zahl derer immer größer wird, die sich mit der Natur und ihren Bewohnern verbunden fühlen und die unschönen Steingärten nicht weiter auf dem Vormarsch sind.

Waldwirtschaft – Geld vom Staat für Misswirtschaft?

Waldwirtschaft – wieder fordern die Betriebe der Waldwirtschaft Geld vom Staat, vom Steuerzahler für die Folgen des Klimawandels. Dabei ist es nicht der Klimawandel der ihre Verluste erbracht hat, sondern eine über mehrere Generationen falsche Bewirtschaftung.

Nur weil das schnelle Geld mit schnell wachsendem Holz erbracht werden muß, werden Bäume gepflanzt die für die Landschaftsform völlig ungeeignet sind. Das ist seit Jahren bekannt und wird immer weiter fortgesetzt. Wenn das dann “in die Hose geht”, kommt sofort der Ruf nach dem Staat. Andere Betriebe aus anderen Wirtschaftszweigen wären längst in Konkurs, wenn sie ihre Betriebe so führen.

Waldwirtschaft

Waldwirtschaft fordert Geld für Leistungen im Artenschutz und Klimawandel

Viele Hausbesitzer oder Mieter legen hinter oder vor dem Haus kleine oder größere Gärten an, um damit auch den Vögeln und den Insekten zu helfen. Da bleibt dann auch im Herbst schon einmal Laub liegen um bei der Überwinterung Hilfen zu stellen. Man lässt Altholz liegen und pflanzt Insektenfreundlich. Man fördert die Biodiversität, ohne dafür vom Staat etwas zu fordern, sondern aus Liebe zur Natur.

Bei der Waldwirtschaft stellt man Forderungen, weil durch den Wald ein Beitrag zum Klimaschutz und zur Erhaltung der Biodiversität erbracht wird. Man tut eigentlich nichts und will noch Geld dafür.

Das was hier als Wald bezeichnet wird, sind Plantagen die zusätzlich per Hubschrauber mit Insektiziden bestäubt werden und somit die Nahrung der Waldvögel vernichtet. Von Erhalt der Biodiversität kann da wohl keine Rede sein. Durch die schweren Geräte mit denen die gefällten Bäume geräumt werden, wird der Boden verdichtet und die kahlen Nadelgehölze lassen die Sonne den Boden ungehindert austrocknen. Da den Klimaschutz ins Spiel zu bringen ist schon ein Unding.

Waldwirtschaft

In einem Fernsehbeitrag werden zwei Herren der Forstwirtschaft begleitet, die “edles Holz” – Premiumholz für die Verarbeitung zu Furnierholz suchen. Sie werden natürlich fündig. Eine herrliche alte Buche, schön gerade gewachsen, mit einem dicken Stamm, also auch schon ziemlich alt, bringt ihre Augen zum Leuchten. “Man könnte weinen, wenn man einen so schönen Baum sieht.” So äußert sich einer von ihnen und ich denke schon der Baum täte ihm leid. Die Erklärung folgt aber sofort. “Der bringt sicher über 1000 Euro auf dem Festmeter”. Ja, nun kommen allerdings mir die Tränen in die Augen.

Meisenknödel und Buntspecht

Meisenknödel und Buntspecht – wie passt das zusammen? Seit drei Tagen beobachte ich am Morgen, stets um die gleiche Zeit, einen schönen großen Buntspecht an meiner Futterstelle. Ich bin natürlich begeistert, so einen schönen Vogel inmitten eines Essener Vorortes in meinem Garten sehen zu können. Es erstaunt mich allerdings, dass er mit dem Rücken nach unten an einem Meisenknödel hängt.

Meisenknödel – Fettfutter für den Frühling

Ist es normal das ein Specht sich über einen Meisenknödel hermacht? Meine Nachforschungen ergeben, dass es gar nicht so selten ist das ein Buntspecht zur Futterstelle in die Gärten kommt und dann besonders gerne den Meisenknödel annimmt. Der große Fettgehalt des Knödels zieht ihn an. Alle anderen Vögel bevorzugen ja jetzt, am Beginn des Frühlings, ebenfalls Fettfutter. Sie stärken sich für die bevorstehende, anstrengende Zeit der Nachwuchsfürsorge.

Meisenknödel

Unser Buntspecht, übrigens ein Männchen, sitzt zunächst auf den Ästen eines noch verhältnismäßig kleinen Ginkobaumes und erkundet die Umgebung. Das Männchen hat den, für den männlichen Buntspecht üblichen, roten Nackenfleck, der bei den Weibchen schwarz ist.

Amsel

So lange die Amsel noch an der Futterstelle ist, hält der Specht sich zurück. Gerade will er sich auf den Anflug machen, da erscheint das Rotkehlchen und so wartet er lieber noch ab. Das kleine Rotkehlchen, der Vogel des Jahres, meint eh das Hausrecht zu haben. Es verscheucht alle anderen Vögel, die sich der Futterstelle nähern wollen, egal welche Größe. Nur die Kohlmeise lässt sich nicht so leicht verdrängen und vor ihr hat auch das Rotkehlchen Respekt.

Rotkehlchen

Schließlich ist die Luft rein und der Buntspecht fliegt heran. Wie schon erwähnt hängt er rücklings unter dem Meisenknödel und es schmeckt ihm offenbar sehr gut. Ich muß sehr vorsichtig sein um ihn fotografieren zu können, deshalb knipse ich durch die Fensterscheibe. Das ist natürlich der Fotoqualität abträglich, aber für diesen besonderen Moment hinnehmbar. Bei der geringsten Störung fliegt der Specht sofort davon.

Buntspecht

Auch wenn die Besuche nur von kurzer Dauer sind, sind sie doch etwas Besonderes und Morgen werde ich sicher wieder gespannt warten, ob der Buntspecht wiederkommt.

Riesenvogel – auf der Süd- und Nordhalbkugel

Riesenvogel – 450 bis 600 Kilogramm Gewicht und ein Kopf mit einem riesigen Schnabel. Die Rede ist vom “Donnervogel” oder auch Riesenemu. In seiner ehemaligen Heimat, Australien und Tasmanien, hieß er “Mihirungs”. Sein lateinischer Name ist “Dromornis stirtoni.

Kopf des “Donnervogels”

Um den Kopf des Riesenvogel zu halten und den riesigen Schnabel nutzen zu können, waren starke Muskelstränge erforderlich, wodurch das Gehirn gestreckt und gedrückt wurde. Der Riesenkopf beherbergte also ein kleines Gehirn. Dennoch konnte der Pflanzenfresser sehr gut sehen und hatte eine gute Tiefensicht.

Der Riesenvogel lebte cor 24 Millionen Jahren und gilt seit 11.000 Jahren als ausgestorben. Er gehörte zu den Gänsevögeln und wurde die Beute der Menschen, die sein Fleisch und die Eier zur Nahrung nutzten.

Ähnlich ging es dem auf der Nordhalbkugel lebenden Riesenvogel, dem “Pachystruthio dmanisensis”. Dieser war ein Laufvogel und es ist noch nicht bekannt ob er mit dem auf der Südhalbkugel lebenden Elefantenvogel verwandt ist.

Gelebt hat er vor 1,5 bis 2 Millionen Jahren. Er wog stolze 450 Kilogramm und war 3,5 Meter hoch.

In der Taurida-Höhle, die bei Bauarbeiten für eine Fernstraße auf der Halbinsel Krim entdeckt wurde, fanden die Forscher viele paläontologische Funde. So Überreste einer großen Gepardenart, riesige Hyänen und Säbelzahnkatzen. Hier fanden sie auch den einen Oberschenkelknochen des Riesenvogel Pachystruthio dmanisensis. Er ist der erste Nachweis, dass es auch auf der Nordhalbkugel riesige Laufvögel gegeben hat.

Der größte bisher gefundene Vogel ist der Elefantenvogel, dessen Überreste auf der Insel Madagaskar. vor der Ostküste Afrikas, gefunden wurden.

Dieser Riesenvogel hatte ein Gewicht von 800 Kilogramm und die “Riesenmoa” hatte eine Scheitelhöhe von 3,60 Metern.

Elefantenvogel

diebische Elster – verdient sie diese Bezeichnung?

diebische Elster – spricht von dem schwarz weißen Rabenvogel ist das die erste Beschreibung für die Elster. Ist die Elster denn wirklich der Dieb unter den Vögeln? Stimmen die Berichte über den Diebstahl von Schmuckstücken, oder gehört das in den Bereich der Fabeln?

Britische Forscher widersprechen und belegen das die Elster sehr klug und umsichtig ist. Bei fremden Gegenständen verhält sie sich genau so wie andere Tiere auch. Alles Fremde und Neue wird zunächst vorsichtig beobachtet.

Neophobie gilt auch für die intelligente Elster. Unter Neophobie versteht man die Angst vor dem Neuen. Auch das ein Zeichen für die Intelligenz der Vögel. Anstatt sich auf die silbern glänzenden Gegenstände zu stürzen, halten sie sich in sicherer Entfernung und entscheiden sich lieber für das Futter. Bei einem Versuch von Wissenschaftlern wurden neben ausgelegtem Fressen in gewissem Abstand silbrig, metallen glänzende Gegenstände ausgelegt, mit dem obnen genannten Ergebnis.

diebische Elster – der Vogel ist besser als sein Ruf

Elstern sind aber wie alle Krähenvögel nicht nur sehr schlau, sondern auch sehr neugierig und deshalb wurde es wohl dann und wann beobachtet, dass sich eine Elster mit einem glänzenden Gegenstand befasst hat, was dem Vogel den Ruf des Diebes eingebracht hat. Ebenso ist sein Image beschädigt weil er als Nesträuber gilt. Obwohl die Elster durchaus auch Eier oder junge Singvögel erobert, besteht seine Hauptnahrung aus Insekten und Wirbellosen.

diebische Elster

Im Mittelalter galt die Elster als Hexen- oder Galgenvogel und die Germanen sahen in ihm den Begleitvogel der Todesgöttin “Hel“.

Im asiatischen Raum war die Elster als Glücksbote bekannt und in Nordamerika hatten die Ureinwohner mit der Hudsonelster ein freundschaftliches Verhältnis.

Wie klug der Vogel ist zeigt ein wissenschaftliches Experiment, bei dem der Elster ein farbiger Fleck auf das Vogelkleid getupft wurde, den der Vogel nur in einem Spiegel sehen konnte. Als sie den Fleck im Spiegel bemerkt, beginnt sie sogleich den Flecken an ihrem eigenen Federkleid zu bearbeiten. Sie konnte also erkennen das es sich bei dem Bild im Spiegel nur um ein Spiegelbild handelte.

In früheren Zeiten war die Elster mehr im ländlichen Bereich mit vielen Feldern zu finden. Die Intensivierung der Landwirtschaft mit den chemischen Giften und gebeiztem Mais führten dazu, dass der Vogel sich immer mehr in den Städten aufhielt und heute zum Stadtbild gehört.

Diebische Elster , so sollten wir den schönen und klugen Vogel künftig nicht mehr bezeichnen, auch wenn sogar Rossini seine Oper mit dem Namen “diebische Elster” benannte.

Quellen: wissenschaft.de/NABU

Neuigkeiten – aus der Welt der Vögel

Neuigkeiten – die Wiederentdeckung des “Schwarzbrauen-Mausdrossling“(Malacocincla perspicillata).

Letzmals gesehen zu Zeiten von Charles Darwin wurde der Vogel jetzt von zwei indonesischen Dorfbewohnern wiederentdeckt und fotografiert.

Im indonesischen Archipel wurden 2020 mehrere neue Arten entdeckt. Das Gebiet gilt als noch wenig erforscht.

Neuigkeiten – durch den Klimawandel

Der Klimawandel treibt die Pflanzen und Tierwelt stetig weiter in nördliche Richtung. In den letzten 30 Jahren im Mittel um 28 Kilometer. Das ist das Ergebnis des neuen europäischen Brutvogelatlas.

Die Wachtel wurde erstmals in Schottland und Skandinavien entdeckt. Dafür ist sie in Teilen Griechenlands, Sizilien und Süd-Spanien nicht mehr zu finden. Rekordhalter ist der Rohrschwirl, der jährlich um mehr als 6 Kilometer gen Norden zieht.

In der arktischen Region gibt es 29 neue Vogelarten, die seit 1980 als Brutvögel registriert wurden

In Europa gibt es mittlerweile 57 Vogelarten, die ursprünglich hier nicht beheimatet waren. Einige davon sind aber auch Gefangenschafts-Flüchtlinge.

Viele Arten kommen aus Osteuropa, weil sich dort die Landwirtschaft der westlichen, intensiven Landwirtschaft angepasst hat. Sie suchen deshalb neue Lebensräume.

Vögel aus Skandinavien verlassen die Wälder, weil diese immer mehr zu Holzfabriken verkommen.

Neuigkeiten der Evolution

Im Himalaya Gebirge scheint es bei der “grünen Grasmücke” eine Spaltung der Art zu geben. Davon berichten Wissenschaftler der University of California und der Lund Univerity. Am äußeren Rand ihres Habitats singt die Grasmücke andere Lieder als im Inneren. Das verhindert die Paarung der beiden Formen, die der gleichen Art angehören. So scheint ein Prozess der Artenbildung seinen Anfang zu nehmen.

Neuigkeiten – der stinkende Kuckuck

Unser Kuckuck ist wegen seiner rüden Art das Gelege des Wirtes aus dem Nest zu werfen nicht sehr beliebt.

Der Häherkuckuck macht es anders. Dieser Kuckuck kommt im Süden Europas und in Afrika vor. Er verschont das Gelege, frißt aber so viel, dass meistens nicht das gesamte Gelege überlebt. Einige der Küken kommen aber so doch weiter. Außerdem macht der Häherkuckuck sich beliebt, weil er extrem stinkt. Der Gestank erzeugt er durch mehrere Säuren und dieser vergrault Freßfeinde wie Katzen und Marder. Dadurch überleben sogar im mit dem Häherkuckuck belegten Nest mehr Junge als in Nestern ohne den Kuckuck.

Neuigkeiten – drei verschiedene Männchen

Das Männchen der Kampfläufer ist im Prachtkleid besonders schön anzusehen. Sein Auftritt in der Balzarena imponiert durch einen fantastischen Federkragen. Auf den “Rängen werden sie dabei von anderen Männchen beobachtet, die einen schlichteren weißen Kragen haben, dem so genannten “Faeder”. Außerdem sitzt da noch ein Männchen das von den schlichten Weibchen kaum zu unterscheiden ist. Das “Satellitenmännchen”, dieses profitiert vom Balz-Gehabe des residenten Männchen in der Arena. Unbeobachtet macht er sich nämlich über die empfangsbereiten Weibchen her.

Das unterschiedliche Aussehen der Männchen ist Gen bedingt. Der residente Vogel hat ein “Supergen”. Dieses 125 Gene lange Supergen wird nur im Ganzen vererbt. Im Laufe der Jahrmillionen haben sich kleinere Mutationen des Supergen entwickelt, die die “Faeder” innehaben. Tiere mit einem halben Supergen sind dann die schlichteren “Satellitenmännchen”.

Quellen: Spektrum der Wissenschaft, wissenschaft.de

Verwandter – seltsame Verwandtschaft der Vögel

Verwandter – das Krokodil ist ein naher Verwandter des Vogels. Als ich das las, konnte ich zunächst nur ungläubig mit dem Kopf schütteln.

Tatsächlich hatte aber der “frühe Vogel” vor 60 Millionen Jahren Zähne. Von den sogenannten Zahnvögeln wurden in der Antarktis versteinerte Kiefern gefunden. Die Pelagornithiden, Riesenvögel, hatten Pseudoteeth, die mit Kreatin überzogen waren.

Als Pseudoteeth werden knöcherne Vorsprünge an den Kiefern bezeichnet, die UÄhnlichkeit mit Zähnen haben. Keratin ähnelt unseren Fingernägeln.

Verwandter mit Zähnen

Die Pseudoteeth in den Kiefern bestanden aus einer Reihe langer hohler Spitzen. Vor und hinter jedem großen langen “Zahn” – Spitze, waren jeweils eine kurze und eine halblange “Spitze”. Diese Art Zähne ermöglichte es den Seevögeln, die man mit dem heutigen Albatros vergleichen könnte, Tintenfische und Fische aus dem Meer zu fangen.

Der Schädel des Vogels war etwa 60 cm groß und die Flügelspannweite betrug zwischen 6 und 8 Metern.

Verwandter
so könnte er ausgesehen haben

Es ist erstaunlich das so ein großer und schwerer Vogel überhaupt fliegen konnte, immerhin soll er etwa 40 Kilogramm gewogen haben. Die großen Flügel lassen darauf schließen, dass er in erster Linie gegleitet ist. Die Schwimmhäute an den Füßen deuten darauf das er zum Start über das Wasser gerannt ist, ähnlich dem heute lebenden Albatross.

Die Evolution der Vögel hatte ein rasantes Tempo. Es war und ist für die Forschung nicht leicht bei der schnellen Entwicklung der Arten Schritt zu halten. Riesige Datenmengen an DNA Bereichen und Sequenzen müssen untersucht werden. Pro Spezies beziehen die Forscher etwa 14.000 Gene in ihre Analyse ein.

Deshalb wurden die “modernen Vogel” – die Neovaes – in zwei Untergruppen eingeteilt. Die Columbea – Nichtsingvögel und die Passerea – echte Singvögel.

Dadurch bedingt zählt der Falke nicht zu den Greifvögeln, obwohl er seine Beute wie die Greifvögel in der Luft jagt, sondern steht den Singvögel und Papageien nah.

Zu den Neovaes zählen heute 95 Prozent der lebenden Vögel. Diese Gruppe besetzte nach dem Aussterben der Dinosaurier sehr schnell die ökologische Nische, die entstanden war.

Verwandter verschläft die Evolution

Während also die modernen Vögel eine rasante Evolution in riesigem Tempo abspulten, blieben die Krokodile in der Entwicklung fast auf dem Stand vor 60 Millionen Jahren und haben sich kaum verändert.

Die schnelle Mutationsrate der Vögel gibt Forschern die Hoffnung auf den Erhalt von Arten, die stark bedroht sind. Forscher der Xi` an Jiatong Universität haben analysiert, dass Gene künstliche Umweltgifte zerlegen können. Das führt dazu das sich Bestände erholen können. Zu sehen ist das momentan beim Weißkopfseeadler und bei dem ostasiatischen Schopfibis.

auch ein Urvogel – der Archaeopteryx

Quellen: Spektrum der Wissenschaft – Kompakt – Der Falke

Insektenschutz – ist das neue Gesetz der große Wurf?

Insektenschutz – mit dem neuen Insektenschutzgesetzt der Bundesregierung ist es den ungleichen Ministerien, dem Umweltschutzministerium unter Svenja Schulze und dem Landwirtschaftsministerium unter Julia Klöckner, erstmals gelungen einen gemeinsamen Beschluss zu fassen, der den richtigen Weg weist.

Das Landwirtschaftsministerium von Julia Klöckner konnte fast nicht mehr anders als sich auf einen Kompromiss einzulassen. Hatte sich doch die Ministerin in der Öffentlichkeit schon als Retterin der Bienen profiliert.

Aber auch Svenja Schulze, die Umweltministerin, hatte Schwierigkeiten mit Politikern aus den eigenen Reihen. So gingen ihre Pläne dem niedersächsischen Umweltminister Lies, nach seiner Ansicht zu weit. Wobei ja bekannt ist, dass dieser Umweltminister zuweilen skurrile Ansichten über seine Aufgaben hat. Obwohl der Wolf unter besonderem Schutz steht fordert er wiederholt und stetig den Abschuss der Tiere. Zuletzt feierte er den Abschuss einer Wölfin im Februar diesen Jahres und fordert weiter Entnahmen. Er begründet das mit den Rissen der Wölfe bei Nutztieren, ohne den notwendigen Herdenschutz zu hinterfragen, sondern bezieht sich auf “Ausnahmegenehmigungen vom strengen Schutz.”

Insektenschutz – was im neuen Gesetz geschrieben steht.

Die Liste geschützter Biotope wird um artenreiches Grünland, Streuobstwiesen, Steinriegel und Trockenmauern erweitert.

Bei den Streuobstwiesen mußte die Umweltministerin hinnehmen, dass das Gesetz erst ab Streuobstwiesen mit mindestens 25 Bäumen und einer Größe von 1500 Quadratmetern gilt.

Steinriegel sind die Aufschichtungen von Lesesteinen, wie man sie in den Weinbauregionen vorfindet. Trockenmauern dienen der Hangbefestigung.

Beim Umgang mit Glyphosat einigte man sich auf den Ausstieg Ende 2023. Dieser Termin fiel der Landwirtschaftsministerin Klöckner auch nicht schwer, weil die EU Zulassung für Glyphosat Ende 2023 ausläuft.

Der Einsatz von Herbiziden ist in Naturschutzgebieten und Nationalparken verboten. in Vogelschutzgebieten aber weiterhin erlaubt. Das wird die Vögel nicht sehr erfreuen und den Tierschützern ebenso wenig. Außerdem wurde es versäumt, die Gifte in einem gewissen Umkreis der Schutzgebiete und Naturparken ebenso zu verbieten. So hat der Wind leichtes Spiel, weiterhin die Gifte in die geschützten Gebiete zu treiben.

Betrachtet man nun noch die Klage der EU gegen die Bundesrepublik, weil die Umsetzung der Flora und Fauna – Habitat – Richtlinien zum Schutz der natürlichen Lebensräume von Tieren und Pflanzen nicht eingehalten wurden, kann man das Insektenschutzgesetz nur als ersten, begrüßenswerten Schritt einstufen.

Die EU Klage beruft sich darauf, dass in allen 4606 Gebieten nicht genügend Ziele für die Erhaltung und Umsetzung als Schutzgebiete festgelegt wurden.

Es wurden keine Gebiete geschaffen, die für den europäischen Naturschutz besonders wichtig sind. Lebensräume für wildlebende Tiere und Pflanzen wurden nicht so unterhalten, dass man sie als “in gutem ökologischen Zustand gehalten” – bezeichnen kann.

Vogelei – das kleine Wunder der Natur

Vogelei – vor uns liegt ein Ei und wir denken uns nichts Besonderes dabei. Ein ovales, rundes, weißes, kalkhaltiges Ding eben. Schauen wir uns einmal so ein Vogelei genauer an und wir erkennen das auch das Ei ein kleines Wunder der Natur ist.

Vogelei

Das Vogelei zählt zu den Eiern mit sehr viel Dotter. Der Dotter, oder auch als Eigelb bezeichnet ist an der Keimscheibe angelagert und von Eiklar umgeben. Die Keimscheibe enthält die genetischen Informationen, den Zellkern der weiblichen Eizelle. Die Keimscheibe ist so angeordnet, dass sie immer dem brütenden Vogel zugerichtet ist, damit die Körperwärme den Embryo entwickeln kann.

die Hagelschnüre zwischen den Membranen und der Dotter sorgen dafür, dass keine Schäden durch Bewegung oder Erschütterung, an der Dotter entstehen und halten den Dotter in der Mitte.

Wenn die Brutzeit beginnt, verliert der brütende Vogel einige Federn und dieser bloße Körperteil bedeckt die Eier. So kann mehr Körperwärme auf das Ei abgegeben werden. Benötigt wird eine ständige Temperatur von etwa 37 Grad, was etwa der Körperwärme des Vogels entspricht.

Die Schale des Ei ist porös. Hunderte hauchdünne Porenkanäle durchziehen die kalziumhaltige Schale. Auf diese Weise kann der Sauerstoff und Kohlendioxid – Austausch erfolgen. Auch ein, durch die Nahrungsaufnahme aus der Dotter entstehender, Wasserdampf kann so entweichen.

Das Ei wird umschlossen von der inneren und der äußeren Eimembran. Zwischen der äußeren und der inneren Membran befindet sich am runden Teil des Ei die Luftkammer.

In der Zeit vor Beginn der Brut, stellt der brütende Vogel seine Nahrung etwas um. Da kann man dann beobachten, dass die Blaumeise in den Abendstunden an der Schale von Schneckengehäusen knabbert. So nimmt der Vogel Kalzium auf, das beim nächtlichen Ei – Aufbau benötigt wird. Das Ei wird immer bei Anbruch des Tages gelegt, um es nicht noch den ganzen Tag tragen zu müssen.

Unmittelbar vor dem Ausbruch zieht das Küken aus der Luftkammer die ersten Lungenzüge und erhält so die Energie das Ei aufzubrechen.

Forscher haben festgestellt, dass der brütende Vogel mit dem Embryo kommuniziert. Sieben Tage vor dem Schlupf beginnt das Weibchen, oder ein brütendes Männchen, auf dem Gelege zu singen.

Es ist also nicht so das Vögel nur zum Schutz ihres Revieres und bei der Suche nach einem Partner singen. Der “Brutgesang” wird vom Embryo bereits wahrgenommen und wenn die geschlüpfte Brut nach Futter ruft, enthalten diese Rufe Elemente aus dem Gesang des Elternteils der gebrütet hat. So wissen die Eltern auch das es sich um das eigene Gelege handelt, was sie da versorgen.

Wenn die Rufe nicht dem Gesang der Eltern entsprechen, wurden bereits ganze Bruten nicht weiter versorgt. Durch die Kommunikation bei der Brut entsteht bereits eine feste Bindung zwischen Eltern und Brut.

Die kleinsten Eier legt in Deutschland das Wintergoldhähnchen und die größten Eier der Höckerschwan. Die Anzahl der Eier richtet sich nach dem Lebenszeitalter und dem Nahrungsangebot. Die Blaumeise, die keine hohe Lebenserwartung hat, beginnt mit einem Jahr bereits mit der Eiablage und brütet bis zu fünfzehn Eier aus. Ein Seevogel, mit einer Überlebenschance von vierzig Jahren beginnt erst nach sieben Jahren mit dem ersten, einzelnen Ei.

Noch nicht genau nachgewiesen ist es warum Vogeleier unterschiedliche Formen haben. Elliptisch, oval oder kugelförmig usw. Es wird vermutet das es mit der Sauerstoffversorgung im Nest zusammenhängt. Die Bauweise der Nester ist auch darauf ausgelegt, dass die Brut immer die benötigte Wärme bekommt. Deshalb sind Nester meist gut gepolstert und isoliert.

Die Forschung, die sich mit dem Ei befasst heiß Oologie. Die Forschung die sich mit dem Ei Inneren befasst nennt man Embryologie und die Sammlungen von Vogeleiern in Museen oder zur Erforschung sind die Ootheken. Viele dieser Informationen habe ich bei diesen Quellen gesammelt und hier nieder geschrieben.

Schlaf – warum der Vogel nicht vom Ast fällt

Schlaf – wenn wir uns im Schlaf drehen, kann es vorkommen das wir aus dem Bett fallen. Meistens geschieht dabei nichts Schwerwiegendes, außer vielleicht ein blauer Fleck. Wenn aber ein Vogel aus größerer Höhe im Schlaf vom Ast fallen würde, wäre das für ihn schon ziemlich dramatisch.

Wie macht er es dann, dass er nicht vom Ast fällt? Wenn der Vogel auf einem Ast landet um sich zu setzen, knickt er die Beine ein. Dadurch werden Sehnen in den Klauen gespannt, die wie eine Wäscheklammer den Ast umschließen. Um wieder aus der sitzenden Position abzufliegen, muss er mit den Flügeln schlagen um die Beine zu entlasten und wieder strecken zu können. So löst sich auch die Umklammerung durch die Sehne.

Nun fragt der Beobachter aber, warum kippt der Vogel im Schlaf nicht nach vorne, zur Seite oder nach hinten um? Wenn wir im Sessel einschlafen, kippen wir auch schon einmal zur Seite weg.

Vögel haben im Innenohr ein Gleichgewichtsorgan. Dieses alleine würde aber nicht ausreichen um im Gleichgewicht zu bleiben und so stellte man fest, dass Im Beckenbereich, dem “Lumboskalbereich” ein aus Bogengängen bestehender Flüssigkeitsraum besteht. Bei einer Bewegung entsteht durch diese Flüssigkeit ein Reiz auf einen Teil des Nervensystems, das mit den Beinen verbunden ist. Das Kleinhirn korrigiert daraufhin die Bewegung.

Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Ruhr Universität Bochum. Zudem stellte man fest, dass Vögel in der Lage sind eine Hälfte des Gehirns in die Ruhephase zu versetzen, während der andere Teil in der Wachphase ist.

Durch diese Technik sind die Langstreckenflieger und der Mauersegler in der Lage, während des Fluges zu schlafen.

Im sogenannten “unihemisphärischen Schlaf”, wechseln sich die Gehirnhälften ab. Das wurde vom Max Planck Institut für Ornithologie in Seewiesen vor allem bei Enten festgestellt, die diese Technik bei Gefahren einsetzen.

Man geht aber davon aus das alle Vögel dazu in der Lage sind.

Schlaf

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Rückkehr

Rückkehr – Eis und Schnee bedecken große Teile der Bundesrepublik. Selbst im sonst eher schneearmen Ruhrgebiet bleibt der Schnee bei minus 10 Grad liegen. Mein Auto ist mit einer dicken Eisschicht umhüllt und verwehrt mir so den Zutritt. Gut das ich nicht mehr zur Arbeit fahren muß, weil auch die öffentlichen Verkehrsmittel ihren Dienst eingestellt haben.

Trotzdem befinden sich die Störche bereits auf den Flug in ihre Brutgebiete.

Die ersten haben die Rückkehr bereits hinter sich. Einige Tage können Störche ohne Futter auskommen. Viele Helfer legen jetzt Futter für die Vögel aus, damit sie bleiben können. So wie sie bei großer Hitze der Wärme widerstehen, können sie auch Frostperioden durchhalten. Das Problem ist das fehlende Futter.

Es kann sein das einige wieder so weit in Richtung Süden fliegen, bis sie wieder bessere Bedingungen vorfinden. Das kann durchaus auch über 1000 Kilometer gehen. Sobald die Lage sich im Brutgebiet wieder entspannt hat, kommen sie dann wieder zurück.

Rückkehr

Die Rückkehr ist mittlerweile für viele Störche nicht mehr ganz so lang wie es früher war. Viele Störche überwintern bereits in Deutschland, oder im südlichen Frankreich und Spanien.

Eine Mülldeponie bei Madrid ist bei Störchen wegen des großen Futterangebots sehr beliebt.

Einige ziehen aber noch immer bis in den Tschad oder die südliche Sahel Zone, oder Richtung Ost- und Süd Afrika.

Wer sich für die Flugrouten der Störche interessiert sollte einmal unter “Störche auf Reisen” nachsehen. Dort werden gesenderte Störche bei ihrem gefährlichen Flug in die Winterquartiere bis zur Rückkehr verfolgt. Auf einer animierten Karte, im Blog von Kai-Michael Thomsen, kann man die Wege der Störche über die östliche oder westliche Route verfolgen. Eine Newsletter berichtet regelmäßig wo welcher Storch sich gerade befindet. Jeder Vogel hat einen Namen und es gibt bereits so etwas wie eine Fan Gemeinde für die einzelnen Störche.

Leider wird man so auch Zeuge, wenn ein Storch den abenteuerlichen Flug nicht überlebt.

Hoffen wir, dass alle anderen Störche bald wieder gesund und zu unserer aller Freude auf den Dächern und Ständen bei der Aufzucht der Jungstörche beobachtet werden können.

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Endemische Arten

Endemische Arten – zu diesen gehören Arten aus Flora und Fauna, die nur in ganz bestimmten Gebieten zu finden sind. Arten die in vielen Gebieten der Erde vorkommen, zählen zu den Kosmopoliten.

Endemische Arten sind unter anderem die Rallen. Rallen gehören zu den Kranichvögeln. Ihr Lebensraum ist das Wasser. Im endemischen Bereich gehört sie zum Lebensraum Inseln.

Blässhuhn

Allen gut bekannt, weil sie auch häufig zu sehen ist und wenig Scheu zeigt, ist das Blässhuhn ( Fulica atraoder). Häufig auch als auch Blässralle bezeichnet.

Neben dem Blässhuhn gibt es noch sechs weitere, in Deutschland zu findende, Rallenarten. Das Blässhuhn fällt durch die weiße Stirn und den weißen Schnabel auf. Beim ebenfalls zur endemischen Art zählenden Teichhuhn (Gallinula chloropus), ist die Stirn rot und der Schnabel ebenfalls rot, mit einer gelben Spitze.

Teichhuhn
Teichhuhn

Beide Arten kann man auch von hinten gut unterscheiden, weil der Unterschwanz beim Blässhuhn komplett weiß ist und der weiße Unterschwanz beim Teichhuhn durch einen schwarzen Balken unterbrochen wird.

Tüpfelsumpfhuhn
Tüpfelsumpfhuhn

Das Tüpfelsumpfhuhn (Porzana porzana) liebt die sehr flachen Gewässer und hat seinen Namen von den vielen weißen Tüpfeln am Hals und auf der Brust. Diese endemische Art ist etwa so groß wie eine Drossel. Ich hatte das Glück sie in den Rieselfeldern bei Münster zu entdecken.

Wasserralle
Wasserralle

Selten zu beobachten, dafür aber häufiger zu hören, ist die Wasserralle (Rallus aquaticus). Diese ist etwa taubengroß und ihr Ruf klingt wie das Quieken eines Schweines. Sie beobachtete ich in der Saarner Aue, in Mülheim an der Ruhr.

Die restlichen Rallenarten habe ich leider noch nie in der freien Natur beobachten können, weil sie sehr selten sind. So der Wachtelkönig (Crex crex), den man mit viel Glück von Mai bis September beobachten kann. Die Überschwemmungsgebiete im Frühjahr mit Seggenwiesen gehören zum bevorzugten Lebensraum. Er ist sehr selten, hat etwa die Größe eines Stares und ist eventuell noch im Osten zu finden

Auch das kleine Sumpfhuhn (Porzana parva) ist äußerst selten zu sehen. Im Nordosten gab es Nachweise und im Süden. Gleiches gilt für das flache Gewässer liebende Zwergsumpfhuhn (Porzana pusilla) .

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Weihgesang – Rotkehlchens Winterlied

Weihgesang – soll der Titel meines Gedichtes über den treuesten Vogel in unserem Land sein. Das Rotkehlchen erfreut uns das ganze Jahr über mit seinem Gesang.

Kälte und ein wenig Schnee liegt auf Fluren, Wald und Feld.

Nur ein kleiner roter Vogel singt ein Lied wie`s ihm gefällt.

Sitzt trillierend auf dem Ast. Kein Komponist hat das Lied verfasst.

Die anderen Vögel sind verreist, er singt sein Lied im kalten Eis.

Amsel, Finken und die Meisen,

bevorzugen jetzt das Schweigen .

Der Wind fegt eisig durch die Kiefer,

der kleine Vogel spreizt jetzt sein Gefieder.

Aufgeplustert schützt er sich,  

doch das Singen das vergisst er nicht.

Die Wildsau gräbt den Boden um,

unser Vogel freut sich drum.

Findet in der losen Erde

viele schöne frische Kerne.

Kommt auch gern in uns`re Gärten,

um dort etwas abzuernten.

Singend dann aus voller Brust ,

vertreibt er jeglichen Verdruß.

Wie in Lied aus tönernd Erz

Bringt er Frieden in das Herz.

In der Ferne tönt der Glockenklang

Ganz nah erklingt Rotkehlchens Weihgesang

Weihgesang

Aktionsprogramm Insektenschutz

Aktionsprogramm Insektenschutz – so kündeten Umweltmisisterin Svenja Schulze und Agrarministerin Julia Klöckner im Sommer stolz ihren Einsatz zur Rettung der Insekten an.

Im ersten Teil hat Frau Schulze ihre Arbeit getan um Schutzzonen für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten einzurichten.

Im November forderte die Umweltministerin Frau Klöckner auf ihre Arbeit zu machen. Schließlich ist das Aus für das Pestizid Glyphosat innerhalb der nächsten drei Jahre einer der wichtigsten Punkte für das Aktionsprogramm.

Das Vorgehen zu den Totalherbiziden gehört in die Zuständigkeit des Agrarministeriums, wird aber von Frau Klöckner trotz der vollmündigen Ankündigungen rigoros ausgebremst.

Frau Schulze bezeichnet das Verhalten gar als “Totalblockade”, weil Frau Klöckner sogar den Kabinettsbeschluß zu den Vorschlägen des Umweltmisnisteriums verhindern will.

Wieder einmal tritt die Starke Verbindung zur Agrarlobby der Ministerin ans Tageslicht. Die riesigen Flächen der konventionellen, industriellen Landwirtschaft benötigen den massiven Einsatz von Pestiziden und zu Veränderungen ist man nicht bereit.

Campact ruft dazu auf die Ministerin zum Handeln zu bewegen. Ich unterstütze deshalb das Aktionsprogramm von Campact und bitte Euch das mit Eurer Unterstützerunterschrift ebenfalls zu tun.

Hier der Link zum Aktionsprogramm: Campact