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Letzte Generation

Letzte Generation – so nennen sich die Aktivisten die in letzter Zeit wegen ihrer Aktionen für Aufmerksamkeit sorgen. Leider liegt die Aufmerksamkeit in erster Linie auf ihren Taten und nicht auf dem Ziel. Ankleben auf Straßen und das Bewerfen von Bildern (die mit einer Glasscheibe geschützt sind) mit Kartoffelbrei oder Anklebeaktionen auf dem Flughafen BER. Wobei man sich fragt, wie sie eigentlich auf das Flughafengelände kommen konnten. Da kann man ja froh sein, dass es sich um Aktivisten und nicht um Terroristen handelt.

Obwohl Markus Söder und sein Kollege Merz die Leute der „Letzte Generation – Gruppe“ ja bereits als Extremisten, Terroristen und die neue, kommende RAF bezeichnen (Alexander Dobrindt). Nur sind sie nicht mit Kalaschnikows bewaffnet, sondern mit Alleskleber.

Was will die letzte Generation?

Als Fridays for Future Anfang 2019 mit Demonstrationen von sich reden machte, erwartete man eigentlich eine Reaktion der Politik. Allerdings, mehr als ein Lächeln für die Schüler und „sie sollten lieber zur Schule gehen“, kam dabei nicht herum. Die „Letzte Generation“ hat daraus gelernt und fordert nun mit drastischeren Mitteln die Regierenden zum Handeln auf, weil nach allen wissenschaftlichen Erkenntnissen sofort gehandelt werden muss, um das gesteckte Ziel von einer Erderwärmung um 1,5 Grad noch zu erreichen. Man geht bereits davon aus, dass es wohl eher um 2,5 Grad gehen wird.

Unter diesen Umständen werden die Kipppunkte fallen. Das Tauen des Permafrostes in Sibirien wird eine Unmenge an Methan ableiten. Methan ist um das 25fache schädlicher als CO². Die Eisschilde der Antarktis schmelzen. Die Jagd auf Ressourcen wird zu Kriegen und regelrechten Völkerwanderungen führen.

Auf all diese Missstände will die „Gruppe Letzte Generation“ aufmerksam machen, will sie die Politik endlich zum Handeln bewegen, bevor es zu spät ist.

Offenbar können Söder und Merz diese Situation in der nahen Zukunft nicht erfassen, weshalb sie sich mehr Sorgen um ein beschmiertes Bild machen. Söders Haltung zeigt auch die Aussage bei Markus Lanz, die jungen Leute könnten sich ja in der Staatskanzlei an die Wand kleben, er würde ihnen dann auch noch eine Suppe bringen. Der Kollege Merz bezeichnet die Gruppe gar als „Weltuntergangssekte der Klima-Idioten“ (Morgenpost Berlin). Das sagt wohl genügend darüber aus, wie ernst es Merz im Bezug auf den Klimawandel ist.

Politik verstößt gegen das Grundgesetz

In Bayern sollen die Aktivisten gar in vorbeugende Haft genommen werden. Wann muss eigentlich ein Politiker in Haft, weil er permanent gegen das Grundgesetz verstößt? Das machen die Politiker nämlich gemäß einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2019.

Das Fehlen von Vorgaben zur Emissionsminderung ab 2031 ist mit den Grundrechten nicht vereinbar. Gefahren des Klimawandels werden damit zulasten der jüngeren Generation verschoben. Das Erreichen der Klimaerwärmung auf 1,5 Grad ist so nur mit akuten dringenden Maßnahmen machbar, die die Freiheitsrechte der Jugend einschränken. – so das Bundesverfassungsgericht.

Bis Ende 2022 verpflichten die Richter den Gesetzgeber die Minderungsziele der Treibhausgasemissionen ab 2031 besser zu regeln. Zwar sind die Treibhausminderungsziele jetzt in der Änderung des Klimagesetztes verbindlich festgelegt worden, um die Emissionen bis 2030 um mindestens 65 Prozent zu senken, aber der CO² Ausstoß ist im Jahr 2021 noch weiter angestiegen. Es fehlen also die entsprechenden Maßnahmen. Durch die Energiekrise und den Ukraine Krieg sind sogar die Laufzeiten der AKW`s verlängert und der Abbau des Braunkohletagebaus weiter fortgeschrieben worden. Bayern tut sich beim Bau von alternativen Energien wie Windrädern sehr schwer und fordert lieber von Niedersachsen das Umweltfeindliche Öl-Fracking anzuwenden. Groningen lässt grüßen. Dort sind zig Häuser durch das Fracking und die Erderschütterungen schwer beschädigt.

Wie soll da bei den jungen Menschen der Optimismus aufkommen, dass unsere Politik die Lage beim Klimawandel im Griff hat? Selbst Angela Merkel gab einmal das Versprechen die Schöpfung zu bewahren. Merz und Söder scheint das fremd zu sein, sonst würden sie sich anders verhalten. Um Stimmen aus dem rechten Lager zu fangen, eignen sie sich deren Sprachwahl an.

Der Präsident des Verfassungsschutzes Thomas Haldenweg bescheinigt den Aktivisten von „letzte Generation“ fest auf dem Boden der Demokratie zu stehen. Zwar können man mit derartigen Instrumenten der Allgemeinheit nicht seinen Willen aufzwingen…. das macht sie aber nicht zu Extremisten… stattdessen fordern die Klima-Aktivisten die Regierung zu entschiedenem Handeln auf (Frankfurter Allgemeine)

Gänse – die ältesten Haustiere

Gänse – im Monat November sind sie in aller Munde. Bei so manchem Mitmenschen ist da durchaus auch wörtlich zu nehmen, denn ihr Fleisch ist sehr delikat und nährstoffreich.

Warum gerade im November? Da sind sich die Gelehrten nicht ganz einig, aber die wahrscheinlichste Variante ist die folgende. Vor langer Zeit mussten die Bauern immer am 11. November eines Jahres ihre Steuern bezahlen und erhielten dann auch ihren Lohn vom Lehnsherren. Viele Bauern hatten damals Gänse und sehr viele zahlten ihre Steuern in Form von Gänsen. Als Abschluss dieser Handlungen wurde dann zur Feier des Tages eine Gans geschlachtet.

Die zweite Variante ist die, dass St. Martin, nachdem die Mantelteilung bekannt wurde, zum Bischof ernannt werden sollte. Weil er aber sehr schüchtern war und den Rummel nicht haben wollte, versteckte er sich in einem Gänsestall. Nun schnatterten die Gänse so laut, dass der Bauer auf Martin aufmerksam wurde und so konnte er doch noch zum Bischof werden.

Jedenfalls sind Gänse, neben Hunden, die ältesten Haustiere der Menschen und der Spruch „du dumme Gans“, stimmt absolut nicht. Gänse sind nämlich sehr intelligent und sozial.

Graugans – der Urahn der Hausgänse

Unsere weiße Hausgans ging aus der Graugans hervor. Die Unterfamilie der Gänse, mit dem wissenschaftlichen Namen Anserinae gehören zur Klasse der Vögel und zur Familie der Entenvögel, aus dem Stamm der Wirbeltiere.

Gänse - Hausgans
Hausgans

Hausgänse haben mittlerweile das Fliegen nahezu verlernt. Graugänse sind dagegen gute Flieger, Schwimmer und Läufer. Graugänse leben in großen Gemeinschaften in denen sie ein ausgeprägtes soziales Verhalten zeigen. Ihr Lebensraum sind Seen, Flüsse, Sümpfe mit angrenzenden landwirtschaftlich genutzten Äckern und Wiesen.

Ihr Nest, in dem die Eier ausgebrütet werden, bauen sie gut getarnt und mit Daunen gefüttert am Boden. Die Gössel, wie die kleinen Entchen bezeichnet werden, brütet die Gans, weiblich, aus. Der Ganter, männlich, bewacht und verteidigt den Nachwuchs radikal. Die Gössel verlassen gleich nach der Geburt das Nest.

Das erste Lebewesen, das die Kleinen nach dem Schlüpfen erkennen, ist für sie ein Elternteil. Deshalb kann es geschehen, dass sie auch einen Menschen als Mutter oder Vater erkennen und auf Schritt und Tritt folgen.

Graugans - Familie
Graugans-Familie

Gänse sind treu

Die Vögel binden sich bereits in sehr jungen Jahren und bleiben ihrem Partner bis zum Tode treu. Das gilt auch für gleichgeschlechtliche Partner, denn bei Gänsen gibt es durchaus auch die Homo-Ehe.

Auf ihren Zügen in die Winterquartiere kann man ihre Formationen am Himmel gut verfolgen, denn ihr Geschnatter während des Fluges ist nicht zu überhören. Die V-Form im Flug ermöglicht es den nachfolgenden Gänsen im Windschatten der vorderen zu fliegen und so Kräfte zu sparen. Deshalb wechseln sie sich in der Führung auch regelmäßig ab. Sollte ein Tier während der Reise erkranken, bringen zwei „Begleitgänse“ das erkrankte Tier zum Boden und sie bleiben zusammen, bis die erkrankte Gans genesen ist, oder stirbt. Erst dann setzen sie ihren Flug fort.

Gänse – warum sie so laut schnattern

Gänsefreunde haben herausgefunden, warum die Vögel während des Fluges so lau schnattern. Man konnte etwa ein Dutzend Laute differenzieren. So teilen sie ihren Angehörigen mit, dass es ihnen gut geht, oder die Jungvögel nicht mithalten können. Die führende Gans ruft energisch wenn sie in der Führungsrolle abgelöst werden will. Andere Rufe deuten an, dass man eine Pause einlegen soll, oder der Hunger zu stark wird.

In den Herbstmonaten rasten tausende Gänse aus dem Norden am Niederrhein, verbleiben dort oder fliegen später weiter in den Süden. Ziele sind Südeuropa und Afrika.

fliegende Graugänse

Telgte – eine Wanderung im Wallfahrtsort

Telgte ist eine Stadt im Landkreis Warendorf im Münsterland. Etwa 12 Kilometer im Osten von Münster gelegen, bietet die Stadt mit rund 19500 Einwohnern eine der schönsten Altstädte in Westfalen.

Wir starten unsere Wanderung unterhalb der „Günter Grass Brücke„, wo wir unser Fahrzeug geparkt haben. Günter Grass hatte mit seinem Buch „Das Treffen in Telgte“ den Namen der Stadt überregional bekannt gemacht. Im Buch geht es um ein fiktives Treffen deutscher Dichter und Schriftsteller kurz vor dem dreißigjährigen Krieg. In Anlehnung an das Treffen der Gruppe 47 nach dem zweiten Weltkrieg.

Telgte – Kraniche am Himmel

Nachdem wir das Rathaus passiert haben, gelangen wir in den Emsauenpark. Es geht an der Ems vorbei, die im Sonnenlicht blau schimmert. Überhaupt haben wir wieder „Steinhuder-Wetter„. Das heißt, mitten im November wieder Sonne, blauer Himmel und Temperaturen um 18 Grad. Auf den noch immer grünen Wiesen sehe ich einen Graureiher und am Baum klopft ein Specht. Möwen umkreisen uns und am Himmel ziehen, wie bereits am Vortag in Velbert zu sehen, hunderte Kraniche mit ihren Rufen über uns hinweg. Als wollten sie allen hier unten am Boden auf Wiedersehen sagen.

Telgte
Kraniche über Telgte

In der Nähe des Tennisclub Grün-Weiß überqueren wir eine der Emsbrücken und befinden uns in einem Erlenbruchwald. Diese Wälder sind Sumpfwälder in denen die Schwarzerle wächst. Schwarzerle machen zum Beispiel nasse Füsse nichts aus. Die Wanderer werden über einen Holzsteg durch den Auenwald geführt.

Der Dirtbike-Park liegt zu linker Hand. Er wurde neu errichtet und ist eine Trendsportanlage für BMXer und Mountainbike-Fahrer

Wir nähern uns der Einener Straße und befinden uns auf einem Teilstück des alten Kreuzweges. Vierzehn Stationen dieses Weges zeigen in kleinen Kapellen den Leidensweg Jesu. Kreuzwege wurden nach dem Geschehen in der „Villa Dolorosa“ – der „Schmerzreichen Straße“ nachempfunden, um dem Pilgerer den Leidensweg Christi bildhaft nahe zu bringen. Auf unserer Wegstrecke liegen vier dieser Stationen.

Linksseitig der Ems befindet sich ein neuer, moderner Kreuzweg, von Gerhard Bücker erschaffen. Auf einer Strecke von rund einem Kilometer liegen zwölf Stationen mit überlebensgroßen Figuren aus der Passion Jesu Christi.

Wir konnten am heutigen Tag nur den „Judaskuss“ ansehen.

Telgte  - Judaskuss

Telgte – Dümmert-Park und Altstadt

Wir erreichen nun den Dümmert-Park am Rande der Altstadt. Hier begegnen wir der Figur des küssenden Judas. Wir blicken auf größere Grünflächen, Spiel- und Ruheplätze und später auf das historische Mühlengebäude. Wasserwege durchziehen den Park mit seinen gepflegten Wegen und zu Beginn bestaunen wir die Fischtreppe am kleinen Wehr.

Diese Anlage wurde 2000 fertiggestellt und ermöglicht es Fischen und Kleinstlebewesen den Oberlauf der Ems zu erreichen. Dadurch findet man in der Ems Döbel, Stichlinge, den Gründling, das Rotauge und die seltene Schmerle sowie die Bachforelle.

Telgte - Fischtreppe
Fischtreppe

Über eine Brücke erreichen wir die schöne Altstadt. Am Marktplatz befinden sich mehrere Restaurant, Café, Eisdiele und Gasthäuser. Überall sitzen die Menschen und genießen den fantastischen Herbsttag. Sämtliche Außenplätze sind belegt, aber wir finden einen Platz im „alter Gasthof Seiling„. Wir hatten jeder ein anderes Gericht. Lachs, Putenbrust und Leber, so können wir sagen, dass alle Gerichte vorzüglich geschmeckt haben und der Service hervorragend war.

mythologischer Brunnen

In der Altstadt treffen wir auf den „Mythologischen Brunnen“ von Prof. Jörg Heydemann. Ein gesichtsloses Mädchen ist umringt von skurrilen Figuren, von denen eines dem Mädchen einen Spielgel vorhält. Im Spiegel sieht das Mädchen einen Querschnitt des Lebens, der sich gleichzeitig im Wasser spiegelt. Die Figuren sind den fantastischen Wesen am Notre Dame oder am Freiburger Münster angelehnt.

Telgte - mystischer Brunnen
mythologischer Brunnen

An der St. Clemens Kirche (1526) befindet sich auch die Wallfahrtskapelle – Marienkapelle, die 1654 entstand. In der Kirche findet man eine steinerne Madonna mit Apfel (1450) , eine Mondsichelmadonna aus Holz (1700) und ein Prunkkelch (1710).

Durch den Dümmert-Park gelangen wir schließlich wieder zu unserem Auto und ein wunderschöner Tag liegt hinter uns. Wir planen einen erneuten Besuch im Frühjahr in die Emsauen bei Telgte.

Altstadt
Telgte
Wallfahrtskapelle

Tiergehege – Kaisergarten Oberhausen

Tiergehege im Kaisergarten Oberhausen – ein sehr schöner und gepflegter Tiergarten im Kaisergarten – Park am Schloß Oberhausen. Gelegen zwischen Hauptverkehrsadern, Autobahnen und Kanal, befindet man sich hier in einer Oase voller Grün.

Schloß Oberhausen wurde in den Jahren 1804 – 1821 auf Veranlassung von Maximilian Friedrich von Westerholt-Gysenberg errichtet und beherbergt heute die Ludwigsgalerie mit einer zeitgenössischen und antiken Kunstsammlung.

Tiergehege
Zwergotter

Das Tiergehege mit einer Größe von etwa 15 Hektar, die gesamte Parkanlage hat eine Größe von 28 Hektar, ist kostenlos zu besuchen. Die Wege sind barrierefrei zu bewältigen. Futter für die Tiere kann an Automaten gezogen werden.

Wollschwein

Ziegen, Schafe, Wild- und Wollschweine, Rot- und Damwild, sowie Goldschakal, Pakas, Zwergotter und Luchs, aber auch viele Hautierarten sind zu bestaunen. Auch Vögel vom Pfau über Gänsearten und Entenarten, bis zu den kleinen Wellensittichen sind zu finden.

Hat man das Tiergehege durchschritten, befindet man sich in der Parkanlage des Kaisergarten, dem früheren Jagdrevier der Schloßherren. Seinen Namen erhielt der Kaisergarten anlässlich des 100. Geburtstages von Kaiser Wilhelm I. Weit sichtbar ist die Fontäne des Springbrunnens inmitten des Sees. Zu Zeiten der Schloßbesitzer floss hier noch auf natürliche Art die Emscher hindurch.

Heute kann man über die „Rehberger Brücke“ die „Emscherinsel“ auf der anderen Seite des „Rhein-Herne-Kanals“ erreichen. Die Brücke wurde nach den Entwürfen des Frankfurter Künstlers Tobias Rehberger errichtet. Die „Slinky-Springs-to-Fame“ genannte Brücke entwarf der Künstler nachdem er als Vorlage ein Spiralspielzeug betrachtet hatte.

Rehbergbrücke

Der Besucher bewegt sich durch eine Spirale aus 496 Aluminiumbögen über eine Länge von 406 Metern über den Rhein-Herne-Kanal auf die Emscherinsel. Beeindruckend ist die Brücke auch bei einbrechender Dunkelheit. Der Laufsteg leuchtet in 16 wechselnden Farbtönen.

Das Tiergehege – Kaisergarten Oberhausen hat sich die Erhaltung der Haustierarten und anderer Tierarten auf die Fahne geschrieben. Es soll ein Zu Hause für die Arten und ein Erholungs und Beschauungsort für die Besucher sein. Kindergeburtstage können hier stattfinden und sogar Picknickhütten gemietet werden.

Selten sieht man eine so gepflegte Anlage – ein Besuch lohnt sich auch mit einer weiteren Anfahrt.

Tiergehege
Kaisergarten

Gänsesäger, der Entenvogel

Gänsesäger leben in Nordamerika und im nördlichen Eurasien. Der Entenvogel bevorzugt Regionen mit großem Fischreichtum. Deshalb kann man ihn auch im Norden Deutschlands und an der Ostseeküste beobachten. Auch an den Flüssen im Alpenvorland ist der Säger zu finden.

Selbst in den Ruhrauen im Ruhrgebiet bei Mülheim konnte ich ihn schon beobachten. Diese Tiere gehören dann wahrscheinlich zu den Vögeln aus der nördlichen Region. Als Kurzstreckenzieher kommen sie als Wintergäste auch in Mitteleuropa vor. Zumeist gilt der Gänsesäger als Standvogel.

Die Bilder in diesem Beitrag entstanden zum Monatswechsel Oktober / November am Steinhuder Meer.

Gänsesäger
Gänsesäger – Prachtkleid

Gänsesäger – ein guter Taucher

Gänsesäger können auf der Suche nach Fischen bis zu 10 Meter tief und eine Minute lang tauchen. Vor dem Tauchgang beugen sie den Kopf unter die Wasseroberfläche um zu erkunden wo Fische zu finden sind. Erst bei erfolgreicher Sichtung tauchen sie ab.

Den Säger erkennt man gut am nach unten gebogenen Haken an der Spitze des roten Schnabels. Den Schnabelrand zieren kleine gezackte scharfe Zähne, daher auch der Name „Säger“, die dafür sorgen, dass er seine Beute gut halten kann.

Das Gefieder des Gänsesägers ist schwarz weiß. Der Kopf des Männchen ist im Prachtkleid grün- schwarz. Im Schlichtkleid wird die Farbe heller zum grün. Den Hinterkopf ziert bei den weiblichen Tieren eine kleine Mähne, die nach hinten absteht. Das ist das besondere Merkmal der ansonsten schlichten weiblichen Tiere. Deshalb scheint es, als hätten sie eine Beule am Hinterkopf. Der Kopf des Weibchen ist rotbraun.

Der gefährlich Fall ins Leben

Die Jungen erblicke in Bruthöhlen das Licht der Welt. Diese Höhlen liegen in den Wipfeln der Bäume oder gar an Hauswänden. Selbst auf Dachböden wurden schon gut gepolsterte Nester der Gänsesäger gefunden.

Wenn die Kleinen das Nest verlassen stürzen sie sich aus der Höhe einfach hinunter auf den Boden. Zumeist überleben sie das auch wegen der weichen Knochen unbeschadet. Die erste Begegnung mit dem Wasser erfolgt auf dem Rücken der Mutter.

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