Russland – Profiteur des Klimawandels

Russland – profitiert von den Auswirkungen des Klimawandels. Heute liegt die Wirtschaft Russlands weit hinter Amerika und China. Der Klimawandel wird unweigerlich dazu führen, dass Ende des 21.Jahrhunderts Russland die führende Wirtschaftskraft wird und eine Weltmachtstellung erreicht.

Das ist auch der Grund warum Russland sich nicht am Kampf um die Erderwärmung beteiligt. Warum ist das so?

In Folge des Klimawandels erleidet die Weltwirtschaft einen Verlust von 100 Milliarden Dollar. Inselstaaten bereiten sich auf den steigenden Meeresspiegel vor. So plant Indonesien die Verlegung der Hauptstadt.

Der IPCC (Weltklimarat) kündigt erhebliche Schäden in den gemäßigten tropischen Regionen durch steigende Temperaturen an. Zonen, die bisher von extremer Kälte gezeichnet waren, profitieren vom Klimawandel. Hier kommt dann auch Russland ins Spiel. Durch das Auftauen des Permafrostes in Sibirien werden riesige Flächen für die Landwirtschaft nutzbar. Russland ist bereits jetzt der größte Produzent von Hefe, Weizen und Gerste.

Während sich andere Staaten bemühen Landschaftsteile zu renaturieren, um dem Klimawandel zu trotzen. legt Russland schon jetzt Grünflächen und Feuchtgebiete trocken, um Soja und Weizenfelder anzulegen. In Amerika wird die Agrarindustrie wegen steigender Meeresspiegel und extremer Hitze bis 2040 einen Rückgang um 90 % erleiden. Länder der Polarregion, Skandinavien und Russland rechnen bis Ende des 21. Jahrhunderts mit einem Wirtschaftswachstum von 5 %, während das Wirtschaftswachstum in Amerika um 33 % sinkt. (Universität Stanford)

Das Verteidigungsministerium Amerikas schätzt das 1700 Militäranlagen verlegt werden müssen, Zwischen 2005 und 2015 stieg der durchschnittliche Meeresspiegel um 3,6 mm. Die Meerestemperaturen steigen, Permafrost schmilzt und das führt künftig zu Ernährungskrisen in verschiedenen Regionen.

Ein starker Anstieg von Krankheiten, wie das Denguefieber und Malaria ist die Folge des Klimawandels. Auch der Verlust biologischer Artenvielfalt ist zu verzeichnen und es kommt zu Migrantenströmen.

Russland – größter Produzent von Lebensmitteln

Russland wird der größte Ernährer der Menschheit und wer für Nahrung sorgt, hat auch die wirtschaftliche und politische Macht. Russland wird zur führenden Weltmacht aufsteigen.

Laut WMO (Weltorganisation für Meteorologie) wird die globale Temperatur am Ende des 21. Jahrhunderts um 3-5 Grad steigen, wenn nicht umgehend gegengesteuert wird. Das bedeutet das Cuxhaven dann alle 10 Jahre eine Sturmflut erleben wird. Bisher ist das etwa alle 116 Jahre der Fall. Die Pegel werden um 15-20 cm steigen.

weitere Quellen: Medium Daily Digest, Popy Pandey – Biologin

Tippelsberg – ein schönes Stück Natur in Bochum

Tippelsberg – ein schönes Stück Natur in Bochum, an der Stadtgrenze zu Herne. Die Biologische Station Östliches Ruhrgebiet hatte im Rahmen des Ferienspatzes einen Programmpunkt für Eltern/Großeltern und Kind/Enkelkind aufgelegt. Über mehrere Stationen galt es Fragen zu beantworten, die mit dem Naturschutzgebiet Tippelsberg-Berger Mühle zusammen hängen. Klar, dass Oma und Opa da nicht nein gesagt haben und mit dem Enkel dort hin fahren.

Das Naturschutzgebiet Tippelsberg ist mit 53 Hektar das größte Schutzgebiet der Stadt Bochum. Vom höchst gelegenen Teil hat man einen schönen Blick über das Ruhrgebiet. Unser Rundweg verbleibt allerdings im unteren Bereich und die erste Frage lässt auch nicht lange auf sich warten.

Am Donneberger See werden wir nach den Tieren gefragt, die wir auf dem See erkennen. Teichhuhn, Blässhuhn, Kanadagänse und eine Hausgans sehen wir. Libellen tanzen über das Wasser, auf dem die Wasserläufer umher huschen.

Tippelsberg

Da stellt sich mit gleich die Frage wofür die Wasserläufer eigentlich nützlich sind. Man sieht sie ja häufig an Teichen und stillen Gewässern. Diese kleinen Insekten befreien uns von der Mückenplage am See. Mücken gehören zum Nahrungshaushalt der Wasserläufer und sie halten das Gewässer sauber, indem sie totes Getier verzehren.

Tippelsberg - Wasserläufer

Die vielen Brennnesseln am See fordern geradezu zur nächsten Frage auf. Welche Tiere fressen Brennnesseln? Mit unseren Antworten bringen wir in einem Punkt die Mitarbeiterin der Biologischen Station zum Staunen, als sie am Ende der Tour die Fragebögen durchschaut.

Ich habe nämlich Schweine mit aufgeschrieben. Das weiß ich, weil ich als Kind mit meinem Opa und seinem Schäferhund “Wolf”, der eine Karre zog, in die Brennnesseln fuhr. Die mit einer Handsichel geschnittenen Brennnesseln wurden dann mit einem Mix aus Milch und Brotresten gehäckselt in den Schweinetrog gegeben und die Tiere waren gierig nach dieser Delikatesse.

Aber auch wir haben im Bezug auf die Brennnessel etwas Neues erfahren. Wenn man nämlich die Brennnessel mit der Hand von unten nach oben streicht, verbrennt man sich nicht an den Nesseln.

Tippelsberg - Autobahnbrücke

Kurz bevor wir die Autobahn erreichen, deren Geräusch uns ständig begleitet, lesen wir die nächste Frage. Was fällt auf, wenn man mit dem Rücken zur Autobahn steht? Der Weg teilt quasi zwei Gebiete. In unserem Rücken sehen wir junge Pflanzungen, vielleicht vier bis sechs Jahre alt, während vor uns prächtige, alte Bäume stehen. Einige sicher deutlich über hundert Jahre alt.

Wir erfahren später das dieses Stück Natur gefährdet ist, weil die Autobahn auf sechs Spuren erweitert werden soll. Da fragt man sich, wie das mit einer guten Klima und Umweltpolitik zu vereinbaren ist. Man müsste ja Wert auf weniger Autoverkehr legen, da bräuchte man sicher keinen weiteren Ausbau von Autobahnen.

Vor der Autobahnbrücke, die hier das Tal zerschneidet, biegen wir ab und der nächste Fragepunkt verweist uns auf den Riesenschachtelhalm. Hier am Feuchtgebiet befindet sich eines der größten Vorkommen dieser Pflanze im Ruhrgebiet. Man kennt sie auch als Zinnkraut.

Über dem Weg liegt ein alter Baumstamm und ein weiterer Baumstumpf bringt die Frage nach dem Wert von Totholz. Über die Wichtigkeit von Totholz als Lebensraum vieler Insekten und Pilze und als Erneuerer des Waldes, habe ich ja an anderer Stelle schon einmal berichtet.

An einer Wegegabelung wird uns die Frage nach der Baumhöhe einer Eiche gestellt. Nicht so einfach die Höhe eines Baumes zu schätzen. Ich erinnere mich an einen Hilfe. Man entfernt sich so weit vom Baum, bis man den Wipfel in einem Winkel von 45 Grad sieht. Von diesem Punkt bis zum Stamm zählt man die Schritte, jeder Schritt etwa ein Meter und erhält so die ungefähre Höhe des Baumes.

Leider macht der Weg einen Bogen und ich kann den Winkel zum Gipfel so nicht richtig finden. Also schätzen wir und kommen auf etwa 18 Meter. Richtig wären dann allerdings wohl eher 25 Meter gewesen.

Der nächste Punkt verweist uns auf den großflächigen Schilfgürtel am See, wir befinden uns bereits auf dem Rückweg und hören das Zirpen der Grillen. Als letzte Station gilt es vier markierte Bäume auf einer Fläche mit Buchen und Eichen zu entdecken, zu deren Füßen jeweils ein Buchstabe versteckt ist.

Tippelsberg - Erdkröte
kaum zu erkennen – die kleine Erdkröte

Der Boden ist mit altem Laub und Bucheckern bedeckt und jetzt sehen wir auch die winzigen Erdkröten, kaum größer als mein kleiner Finger. Sie kommen wohl vom See, ihrem Laichgewässer, um den angestammten Lebensraum in Parks, Obstwiesen oder sogar Gärten aufzusuchen.

Klar hat unser Enkel die vier Buchstaben am Stamm der Bäume gefunden. Nun müssen wir nur noch das Wort zusammensetzen und unsere Erforschung des Naturschutzgebiet Tippelsberg ist beendet. Eigentlich logisch, dass das Lösungswort “Grün” ist.

Limikolen – auf unserer Reise nach Föhr

Limikolen – in der Ornithologie gehören die Vertreter der Regenpfeiferartigen zu den Limikolen. Diese Vögel suchen ihre Nahrung im Schlamm oder im niedrigen Flachwasser. Watvögel haben ihren Namen vom “Waten” im flachen Gewässer und vom “Vogel” – also Watvögel. Das erklärt warum es Watvögel auch in den Feuchtgebieten im Inland gibt.

Limikolen

Die Nahrung besteht aus Krebsen, Weichtieren, Fischen oder Wasserinsekten. Zu den Regenpfeiferartigen aus der Familie der Schnepfenvögel gehören der Rotschenkel, Grünschenkel, Kampfläufer, die ich auf unserer Reise zur Insel Föhr fotografieren konnte. Ich hätte nicht gedacht, Anfang Juli noch so viele Arten vorzufinden. Bilder zeige ich am Ende des Artikels in der Galerie.

Der Kampfläufer, ich habe ihn auf dem Weg nach Dagebüll am “ Hauke Haien Koog ” entdeckt, sieht ziemlich verlottert aus. Das liegt daran das er gerade sein Prachtkleid verliert. Dieses besteht aus einer ausgeprägten Federhaube und einer protzenden Halskrause. Leider habe ich kein eigenes Bild um ihn im Prachtkleid zu zeigen.

Viele der Limikolen kommen aus dem Norden. Der dunkle Wasserläufer hat seine Brutgebiete in Nordeuropa, Lappland und Sibirien.

Säbelschnäbler und Austernfischer sind die typischen Bewohner der Nord- und Ostseeküsten. Der Säbelschnäbler fällt durch den stark gekrümmten langen Schnabel und den bläulichen Beinen auf. Er wirkt schlank und graziös, wenn er durch das Wasser watet.

Der Austernfischer ist ein häufiger Vogel unserer Küsten. Aber an keinem anderen Ort habe ich ihn so häufig gesehen wie auf der Nordseeinsel Föhr. Er gilt dort ja auch als der Inselvogel. Er sitzt auf den Dächern der Häuser und verhält sich wie die Tauben bei uns. Auf den Strandkörben in den Gärten und Feldern sitzt er und lässt sich durch nichts stören, außer durch seine Artgenossen. Dann ist sein Schimpfen lautstark zu vernehmen.

Der Kiebitz ist mittlerweile ein selten zu sehender Vogel in Deutschland. Ihm wird immer mehr seines Lebensraumes genommen. Auf der Insel findet er noch gute Voraussetzungen und ist an verschiedenen Stellen zu finden. Sein langer Federschopf und der schwarze Latz machen sein Aussehen zu etwas Besonderem. Im Flug ist er gut durch das schwarz – weiße Muster zu erkennen.

Es gibt viele weitere Arten auf der Insel zu beobachten, die nicht zu den Limikolen zählen und ich werde sie in der folgenden Galerie mit unterbringen, um die Reise aus “tierischer Sicht” auch vollständig zu dokumentieren. Da wären natürlich die Störche und der Wiesenpieper, der in der Godelniederung anzutreffen ist, oder die Stare und ein Bluthänfling und natürlich die Lachmöwe, die Silber– und die Sturmmöwe, die zu einer Insel dazu gehören. Die Eiderente hat bereits das Schlichtkleid an und wirkt etwas plump.
Der Rotschenkel kommt besonders häufig in der Galerie vor, dass liegt daran das er sich vorbildlich verhalten hat um abgelichtet zu werden….. und weil ich besonders von ihm fasziniert war.

Hier eine ziemlich große Galerie. Zum Vergrößern der Bilder bitte anklicken

Tiere auf der Nordseeinsel Föhr

Inselort – Föhr und die Dörfer

Inselort – eines haben sie alle gemeinsam, die Schönheit. Man könnte glauben jeder Ort würde mit dem folgenden Inselort um die schönsten Häuser und Höfe im Wettkampf liegen.

Auf der Liste der größten Deutschen Inseln liegt Föhr auf Platz fünf. Wenn man aber unter einer Insel ein völlig vom Wasser umgebenes Land versteht, also ohne Zugang zum Festland, ist Föhr sogar die größte Insel.

Inselort

Rügen verbindet eine Brücke mit dem Festland. Auch Usedom ist mit dem Festland verbunden. Nach Fehmarn geht es auch direkt mit dem Auto und Sylt ist sogar mit dem Hindenburg-Damm ans Festland angeschlossen. Schließlich folgt Föhr, als erste Insel. die nur mit dem Schiff erreichbar ist. Für die tierischen Bewohner wie die Vögel hat das den großen Vorteil, dass sie sich nicht vor dem Fuchs fürchten müssen. Diesen Prädator gibt es auf der Insel nicht.

Wyk, den größten der Inselorte, habe ich ja bereits an anderer Stelle vorgestellt. Zu Wyk eingemeindet wurde Boldixum. Die im romanischen Stil erbaute Kirche St. Nicolai stammt aus dem Jahr 1240 und war auch Tagungsstätte des Gerichtes. Über die Ortsgrenzen hinweg bekannt ist die Orgel der Kirche.

Inselort

Angrenzend an Boldixum kommt man in den Inselort Wrixum. Das Langdorf an der Marsch hat zahlreiche malerische Friesenhäuser zu bieten und die weithin sichtbare Mühle vom Typ “Großer Holländer“. Nach einem Brand wurde die Mühle 1950 wieder aufgebaut und bis 1960 wurde dort auch noch gemahlen. Später wurde der Boden entfernt und man errichtete im Inneren ein Restaurant.

Wrixum

Seit dem Ankauf der Mühle durch die Gemeinde kümmert sich ein Verein darum, die Mühle wieder zu restaurieren. Später soll hier eine Erlebnisbäckerei Platz finden.

Oevenum – ein Inselort mit Schafschur

Wir kommen nun nach Oevenum. Das ist wohl der Inselort mit den meisten Pferden. Wunderschöne reetgedeckte Häuser und Höfe sind hier zu sehen.. Donnerstags wird um die Friedenseiche ein Wochenmarkt abgehalten und mit etwas Glück kann man an einem Dienstag bei der Schafschur zusehen. Der Landwirt Sönke Roerden betreibt außerdem einen Hofladen, wo man sich mit Produkten aus der Schafhaltung eindecken kann.

Inselort

Im Museum Kunst der Westküste in Alkersum kann man eine hochwertige Gemäldesammlung bestaunen. Das Hauptaugenmerk liegt allerdings auf Fotografien.

Auf dem Dorfplatz mit einem alten Brunnen blühen wunderschöne Rosen und Hortensien. Auch in Alkersum scheinen Pferde besonders beliebt zu sein.

Midlum liegt als Inselort zwar nicht genau in der Inselmitte, wie man aus dem Namen ableiten könnte, ist aber der Ort mit dem schönsten Blick auf die grüne Marsch. Die Marsch besteht hauptsächlich aus Weideland. Von Midlum aus, auch dieser Inselort glänzt mit tollen Friesenhäusern, erreicht man alle anderen Inselorte in kurzer Zeit.

Sylt
Tele – Blick nach Sylt

Die drei Inselorte Oldsum, Dursum und Utersum waren Teil einer Wanderung. Die drei Orte liegen an der Westküste der Insel. Oldsum strahlt Ruhe und Schönheit aus. Es gibt Ateliers und Werkstätten die man besuchen kann.

Inselort

Von Dunsum aus starten Wattwanderungen zu den Seehundbänken. Vom Deich aus hat man einen tollen Blick auf den Sonnenuntergang und gegenüber liegen die Inseln Sylt und Amrum. Über den Deich gelangen wir zum Inselort Utersum. Im Süden liegt eine Reha Klinik. Utersum ist neben Wyk ebenfalls ein Seebad.

Am Strand ist man nahezu unabhängig von Ebbe und Flut, weil ein Priel unmittelbar vor der Küste immer genug Wasser führt. Der flach abfallende Strand ist der ideale Platz für Familien. Auch von diesem Strandabschnitt hat man einen freien Blick auf Amrum und Sylt.

Über Witsum haben wir bereits im Zusammenhang mit der Godelniederung berichtet. Bleiben noch die Inselorte Borgsum und Nieblum.

Borgsum hat seinen Namen durch die Lembecksburg. Heute steht nur noch ein etwa zehn Meter hoher Ringwall an der Stelle der Burg, die ehemals eine Schutzburg vor den Wickingern war. Zu Borgsum gehört auch eine weit sichtbare Mühle.

Nieblum ist über die Grenzen der Insel hinaus bekannt. Nahezu regelmäßig wird der Inselort als schönstes Dorf gekürt. Auf dem Friedhof der sehenswerten Johanniskirche findet man die “sprechenden” Grabsteine. Auf den Steinen stehen die Lebensgeschichten der Föhringer Seefahrer.

Gut bekannt ist auch das Goting Kliff als Ausflugsziel, auch wenn durch die Abspülungen des Meeres kaum noch ein Kliff zu sehen ist. Das Kliff ist nur wenige Meter hoch. Es gibt aber das Kliff Café und einen breiten Sandstrand.

Strand - Südstrand
Wyk – Südstrand

Schließlich landet man bei der Rundreise wieder am Südstrand von Wyk. Nun kann man die Runde kaum zu Fuß bewältigen. Mit dem Fahrrad verläuft die Inselrundfahrt über knapp 40 Kilometer. Man kann aber gut mit dem Linienbus 1 oder 2 über die Insel fahren und hat alle Orte einmal gesehen. Es gibt sogar ein Ticket für die Rundfahrt zu einem Sonderpreis. Man darf allerdings nicht unterwegs aussteigen.

Mini Hotel
Mini – Hotel am Strand von Wyk

Godelniederung – das Schutzgebiet auf Föhr

Godelniederung – ist die Bezeichnung des Mündungsgebietes des einzigen Süßwasserflusses der Insel Föhr. Der Fluss bildet hier ein Gebiet, das durch den Übergang vom Brackwasser und Wattenmeer geprägt ist. Der “Sandhaken” gennannte Abschnitt ragt weit ins Watt hinein und wird nicht geflutet. Die Landzunge gilt als besonderes Schutzgebiet und darf nicht betreten werden.

Wir wandern über einen festen Weg durch das Vogelschutzgebiet und werden durch tolle Sichtungen belohnt.

Godelniederung
Austernfischer

Im Watt beobachten wir Austernfischer die entweder um einen Partner balzen oder im Watt nach Futter suchen. In der Nachbarschaft sehe ich eine Uferschnepfe. Auf den Salzwiesen und den Feldern sind Scharen von Staren zu sehen und auf zwei etwas größeren Felsen sitzt ein Wiesenpieper.

Godelniederung
Wiesenpieper

Die Radfahrer die den Weg ebenfalls benutzen sehen den Rotschenkel auf dem Pfahl neben dem Weg nicht und der Vogel scheint sich auch nicht an ihnen zu stören. Bei uns ist er da schon eher skeptisch und wir bewegen uns langsam und vorsichtig. Dennoch fliegt er plötzlich aufgeregt umher. Der Grund ist wohl eines seiner Küken, welches ich in der Rinne zwischen Salzwiese und Weg beobachte. Es rennt ängstlich durch die Rinne.

Rotschenkel
Rotschenkel

Wir wollen die Familie nicht stören und gehen zügig weiter, damit sie Ruhe finden.

In den Wiesen brütet eine Sturmmöwe. Graugänse sind zu sehen und immer wieder der Inselvogel – der Austernfischer.

Sturmmöwe
Sturmmöwe
Godelniederung – große Artenvielfalt

Lautes Gegacker der Gänse macht uns auf die in die Luft steigende Rohrweihe aufmerksam und wieder sitzt ein Rotschenkel auf einem Pfahl in der Wiese. Wir sind später überrascht fünf dieser schönen Vögel auf den Ansitzen gesehen zu haben. Über uns fliegt ein Schwarm Kiebitze, die sich auf einem Feld niederlassen.

Die Feldlerche steigt in die Luft, mir gelingt aber leider kein Foto der Lerche. Beim Blick über die Godelniederung sehen wir Amrum. Der Leuchtturm der Insel ist im Dunst deutlich zu erkennen.

Godelniederung
Blick über die Godelniederung nach Amrum

Eigentlich wollen wir bis Utersum laufen, beenden unsere Wanderung aber in Hedehusum, einem Vorort von Utersum und warten dort auf den Bus der uns nach Wyk zurückbringt.

Die Fahrt mit dem Linienbus ist durchaus zu empfehlen, weil sie einer Inselrundfahrt gleich kommt. Er fährt durch die Inseldörfer, am Goting Kliff vorbei, durch Nieblum, Midlum, Oevenum, Wrixum und Boldixum. Wir sehen sogar die Weinfelder des Weingut Waalem, eine Besonderheit der Insel.

Zur “Rundfahrt” gehört auch eine Stadtrundfahrt durch Wyk. Er fährt nämlich erst einen richtigen Rundkurs durch die Stadt, bevor unsere Zielhaltestelle erreichen.

Rotschenkel auf Föhr

Himmelsbäume – in Wyk auf Föhr

Himmelsbäume – entdecken wir auf einem unserer Rundgänge durch Wyk. Wir folgen den Hinweisschildern zu diesem Ort und ahnen nicht, dass wir etwas ganz Besonderes dort finden werden.

Die Bäume sind noch nicht sehr alt, etwa sechs Jahre und in den Zweigen hängen vereinzelt bunte Papierschmetterlinge. Bänke sind aufgestellt, ein Ort zum Verweilen.

Ein Kunstwerk aus einer Dalbe hergestellt, zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich. Der Flensburger Künstler Heinrich Oettinger hat das Kunstwerk erstellt. Am oberen Teil der Darbe geht der Runde Stamm in Schmetterlinge über. Man meint die Schmetterlinge starten von dem Pfahl, der sonst in den Häfen steht und an dem Schiffe festmachen, oder die Fahrrinne markieren.

Himmelsbäume – ein Schmetterling erklärt worum es geht

An einer Stelle sehen wir einen großen Schmetterling auf dem sich eine entwickelte Schriftrolle zeigt. Jetzt wird uns auch klar, weshalb dieser Ort hier im kleinen Wald etwas Besonderes ist. Der Waldabschnitt wird Lowenhöhle genannt.

Himmelsbäume

Die Himmelsbäume erinnern und ehren das Leben verstorbener Kinder. Verwaiste Eltern und Geschwister aus ganz Deutschland haben die Bäume im Gedenken an das verstorbene Kind gepflanzt.

Buchen, Birken, Kirschbäume und andere Arten wachsen jetzt langsam und zart in den Himmel. Sie stellen so eine Verbindung von der Erde zum Himmel und zu den verstorbenen Kindern her.

Himmelsbäume kann ein Sturm nicht zerstören

Im Jahr 2013 zerstörte ein verheerender Sturm den Wald an dieser Stelle. Ein furchtbarer Kahlschlag war entstanden. Der Verein “Verwaiste Eltern und Geschwister Schleswig Holstein” begann daraufhin im Jahr 2015 die Himmelsbäume zu pflanzen. So wie die Naturgewalten alles zerstörten was über Jahre gewachsen ist, war durch den Tod eines Kindes auch ein Orkan durch ihr Leben gezogen.

Nun wächst etwas Neues heran, das Erde und Himmel mit dem verstorbenen Kind verbindet. Wer oder was kann diese Bäume jemals zerstören!

Inselvogel – der Austernfischer von Föhr

Inselvogel – der Austernfischer gilt als der Vogel der Insel Föhr. Wo man auch hinkommt, der Austernfischer ist schon da. Er ruft vom Himmel herab, redet auf den Wiesen mit seinen Artgenossen oder flirtet mit der “Dame” seines Herzens. Auf den Feldern und den Feuchtwiesen, der Austernfischer ist überall.

Austernfischer

Wir gehen durch den Hafen, vorbei am Yachthafen mit kleineren, größeren und einer Luxusjacht. Am Deichknick liegt das Restaurant “Klein Helgoland“. Von der sonnigen Terrasse streift der Blick über die Nordsee hinüber zum Festland. Im feuchten Sand ist er wieder zu sehen, der Inselvogel. Das Wasser zieht sich immer mehr zurück, es ist Ebbe. Dennoch ist hier auch später noch Wasser zu sehen.

Weiter entfernt schaukeln Eiderenten auf den Wellen. Die Ente fällt mir immer durch den birnenartigen Kopf und der leichten Krümmung an der Schnabelspitze auf.

Die Eiderente hält sich von Juni bis Oktober gerne im Wattenmeer auf. Brutpaare gibt es im Wattenmeer etwa 6000. In der Mauserzeit kommen von der Ostsee etwa 250.000 als Besucher herüber. Die meisten Enten dieser Art leben auf Island. Der Erpel ist im Prachtkleid an der Kopfoberseite, am Schwanz und Bürzel schwarz und an Rücken und Brust weiß gefärbt. Die Weibchen sind ganzjährig gelblichbraun.

Plötzlich werden die Enten durch einen größeren Vogel aufgeschreckt. Beim herannahen erkenne ich die Silbermöwe, die sich auf den Wellen vom Flug ausruht.

Silbermöwe
Silbermöwe

Eigentlich wollen wir bis zur Vogelkoje, aber der Weg erscheint uns doch zu weit und wir wechseln die Deichseite. Den Rückweg machen wir nun auf der, dem Land zugewandten Seite.

Da ist er auch schon wieder, der Inselvogel – der Austernfischer. Ein männlicher Vogel versucht einen Annäherungsversuch bei einem Weibchen und schließlich stehen beide Vögel einträchtig beieinander.

Nonnengänse schwimmen mit ihrem Nachwuchs über das Gewässer mit dem seltsamen Namen “Achtzehnrutengraben“.

Inselvogel
Nonnengänse mit Gössel

Schließlich erhebt sich über einer Baumgruppe eine Rohrweihe, aber bevor ich sie ablichten kann ist sie auch schon wieder verschwunden.

Auf dem Deich suchen Stare nach Nahrung und auf dem Weg sitzt ein kleiner Vogel der förmlich auf uns zu warten scheint. Ruth hat ihn zunächst nicht bemerkt und als ich die Kamera auf in richte, denkt sie es wäre die Hinterlassenschaft eines Schafes. Schafe gibt es hier überall auf dem Deich.

Inselvogel
Stare am Deich

Die Hinterlassenschaft entpuppt sich als ein weiblicher Bluthänfling. Es ist der erste seiner Art, den ich vor die Kamera bekomme.

Der Inselvogel begleitet uns bis zu den Kläranlagen vor dem Hafen. Zurück in Wyk stärken wir uns mit einen Dorsch und verbringen den Rest des Nachmittags auf der Terrasse unserer Wohnung.

Nordseeinsel Föhr – Vorbericht

Nordseeinsel Föhr und die Nachbarinsel Amrum beschrieb Theodor Storm so: “Wie Träume liegen die Inseln im Nebel auf dem Meer”

Auch wenn beide Inseln oft zusammen genannt werden, sind sie doch sehr unterschiedlich.

Die Amrumer schwärmen für den einmaligen Kniepsand und die enormen Dünen. Die Föhrer lieben die blühenden Wiesen, die Friesendörfer mit den reetgedeckten Häusern und die Biotope im Inland.

Nordseeinsel Föhr
Amrum – Kniepsand und Dünen – Bild vom Urlaub 2011

Am kommenden Sonntag brechen wir zu unserem ersten Urlaub nach Corona auf. Unser Ziel ist die Nordseeinsel Föhr, die in ihrer heutigen Form vor 500 Jahren entstanden ist.

Die Inseln Nordstrand, Pellworm und die Hamburger Hallig waren bis 1362 noch Festland. Am 16. Januar 1362 veränderte die Marcellusflut die gesamte Region. Das heute noch sagenhafte Rungholt verschwand im Meer. 100.000 Menschen verloren ihr Leben. Durch die Burchardiflut 1634 entstanden aus der Insel Strand die Inseln Nordstrand, Pellworm und die Halligen. Dieser Flut fielen 6000 Menschen zum Opfer. Über dem versunkenen Land entstand das Watt.

Nordseeinsel Föhr – Ackerbau, Viehzucht und der Walfang

Zunächst betrieben die Inselbewohner Ackerbau und Viehzucht. Im 17.Jahrhundert begann dann durch den Walfang die Blütezeit, das goldene Zeitalter.

Ackerbau und Viehzucht blieben aber bis heute Teil des Lebensunterhalts. Schafe bevölkern die Salzwiesen und Deiche. Heute haben die meisten Höfe auch Unterkünfte für Feriengäste. Das erste Badehaus entstand auf Föhr im Jahr 1819.

Nordseeinsel Föhr
Föhr – Bild aus unserem Urlaub 2009

Die Nordseeinseln und die Halligen sind ein Paradies für Vögel. Die Artenvielfalt in Fauna und Flora ist groß. Watvögel wie die Uferschnepfe oder der Rotschenkel, Eiderenten, Säbelschnäbler und Austernfischer sind hier zu Hause und ich hoffe natürlich einige von ihnen zu Gesicht zu bekommen.

Neulich erfuhr ich in einer Dokumentation über Föhr von dem besonderen Getränk mit dem biblischen Namen Pharisäer und dem Trank tote Tante. Logisch das wir auch das erkunden müssen.

Ab dem 27. Juni werde ich also meine Berichte über die Insel Föhr und unsere Erlebnisse dort starten. Voraussichtlich soll das Wetter ja mitspielen.

Bis dann

Uli

Fauna – Flora – Habitat Naturschutzrichtlinie der EU

Fauna – Flora – Habitat Naturschutzrichtlinie der EU von 1992, regelt mit der Vogelschutzrichtlinie als Umweltrecht, dass die Mitgliedsstaaten der EU die Umsetzung der Berner Konvention gewährleisten sollen.

Ein wesentlicher Punkt ist ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten für bedrohte Arten und Habitate. Diese Gebiete, kurz FHH genannt, werden unter besonderen Schutz gestellt.

Die FHH Richtlinien hat der Europäische Rat 1988 unter deutschem Vorsitz beschlossen. Darin verpflichten sich die Mitgliedsstaaten wildlebende Arten und deren Lebensräume zu sichern und zu schützen. Enthalten ist die Förderung natürlicher Ausbreitungs- und Wiederbesiedlungsprozesse.

Kernpunkt sind, die Schaffung des Schutzgebietes NATURA 2000 und die Erhaltung und Wiederherstellung von Lebensräumen und Habitaten. Zielsetzung der Richtlinien ab 1992.

Obwohl Deutschland maßgeblich bei der Schaffung der Richtlinien war, hält die Bundesregierung die Richtlinien selbst bis heute nicht ein. 2015 und 2019 und 2020 erfolgten Abmahnungen der EU und schließlich, im Februar 2021 die Anklage Deutschlands durch die EU Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof, weil Deutschland seinen Verpflichtungen zur Umsetzung der EU Richtlinien in den letzten zehn Jahren nicht nachgekommen ist.

Das Bundesumweltministerium bestätigt, dass noch nicht alle FFH Gebiete rechtlich abgesichert sind und für 15 Prozent der Gebiete keine Erhaltungsmaßnahmen erfolgten. Auch konkrete Schutzziele wurden nicht festgelegt. Das Ministerium begründet das mit hohem finanziellen und verwaltungstechnischem Aufwand.

Die Festlegung konkreter Schutzziele würde jedoch „einen immensen finanziellen und verwaltungstechnischen Aufwand bedeuten“ und sich „vermutlich über viele Jahre hinziehen.“ Deshalb lehnen das BMU und die Bundesländer diese Forderung der EU-Kommission als „rechtlich zu weitgehend“ ab. Der Nabu forderte die Bundesländer auf, die Vorgaben umzusetzen. Zudem sei eine ausreichende Finanzierung für Naturschutzmaßnahmen notwendig.

Seit 1992 war man nicht in der Lage etwas zu unternehmen? Da ist es eher anzunehmen, dass man sich mit der Agrarindustrie nicht anlegen wollte. Anstatt Besserungen zu erreichen wurde die Lage sogar verschlechtert. Ein Drittel des Grünlandlebensraumes droht völlig zu verschwinden, weil eigentlich geschütztes Gebiet ungestraft unterpflügt wird. Andere Flächen werden durch Düngung und Pestizide oder Entwässerung intensiviert und für das Ökosystem unbrauchbar gemacht. Die Folge ist das Artensterben, das heute bereits schlimme Dimensionen angenommen hat.

Da aber 50 Prozent der Fläche Deutschlands in den Händen der Agrarwirtschaft sind, scheint der Kampf um die Natur und den Artenschutz fast wie ein Kampf gegen Windmühlen.

Fauna - Flora - Habitat Richtlinien der EU

Die meisten Nutzflächen stehen für den Ackerbau. Darauf folgen Grünlandflächen fpr die Weidenwirtschaft und Dauerkulturen.

Jährlich landen laut statistischem Bundesamt 204 Milliarden Liter Gülle auf deutschen Ackerflächen. Hinzu kommen 20 Millionen Tonnen Feinmist.

Die Tiere der intensiven Landwirtschaft stehen auf Betonspaltböden und so gelangen Bakterien und Antibiotika in die Gülle. Bei deren Ausbringung und Lagerung entstehen Methan, Ammoniak, Schwefelsäure und Lachgas.

Durch Überdüngung gerät die Gülle in die Fließgewässer und in die Nord- und Ostsee. Große Bereiche der Ostsee sind bereits heute Totgebiete.

Deutsche Fließgewässer sind in einem schlechten Zustand. Dafür zeichnen Pestizideinflüsse, Mikroplastik, Nährstoffe und Polymeren (chemische Verbindungen). Hinzu kommen Uferbefestigungen und Begradigungen.

90 Prozent der deutschen Oberflächengewässer sind in keinem guten ökologischen Zustand. Nur 8,2 Prozent erreichen das Bewirtschaftungsziel der Wasserrahmenrichtlinie und befinden sich in einem “sehr guten” oder “guten ökologischen Zustand/Potenzial.” (2015 – Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz)

Der beschlossene “Green Deal”, ein Fahrplan für eine nachhaltige EU-​Wirtschaft, wird bereits von den Bauernverbänden torpediert. Die angestrebte Strategie, die helfen soll die europäische Agrarindustrie nachhaltiger zu machen musste auf Druck des Dachverbandes der Bauernverbände verschoben werden. Dadurch verzögern sich Reformen und es werden Investitionen in zukunftsfähige Technologien im Agrarbereich blockiert.

In Deutschland protestierten Landwirte gegen Regelungen, die die anhaltende Verunreinigung durch Überdüngung stoppen sollten. Dabei war ihnen jedes Mittel recht, sogar die Drohung einer Verknappung der Lebensmittelproduktion.

Zum Glück erreichten sie lediglich eine Verschiebung des Inkrafttretens von drei Monaten.

Flora - Fauna - Habitat Richtlinien der EU
Fauna – Flora – Habitat Naturschutzrichtlinien der EU könnte umgesetzt werden

Eine Studie des NABU zeigt, das die Fauna – Flora – Habitat Naturschutzrichtlinie umgesetzt werden kann. Mehr als 20 Prozent der Bundesfläche können wieder aufgewertet werden. Renaturierungen sind in den Auen der großen Flüsse möglich. Moorböden können wieder bewässert werden, siehe Dümmer Meer in Niedersachsen mit den Diepholzer Mooren. Grünland und Wälder können renaturiert werden.

Die Maßnahmen beinhalten ein riesiges Potential zur Bewältigung der Klimakrise und zum Stopp des massiven Artensterbens. Diese Maßnahmen wären seit Jahren möglich gewesen. Deshalb sehe ich auch die neuesten Aussagen zum Klimaschutz der regierenden Parteien pessimistisch. Erst durch Gerichtsurteile wird gehandelt. Das Gerichtsurteil des Verfassungsgerichtes zur Umsetzung der Klimaziele und die Klage Des Europäischen Gerichtshof hätte vermieden werden können, wenn da nicht die Abhängigkeit von Verbänden wäre.

Die ehemalige Weinkönigin und heutige Landwirtschaftsministerin wird aber wohl erst dann ihren Wiederstand gegen nachhaltige Landwirtschaft aufgeben, wenn der Riesling Anbau wegen der gestiegenen Temperaturen nicht mehr möglich ist.

Quellen: sven-giegold.de , nabu.de, DNR Deutscher Naturschutzring

Parasiten – die Qual der Vögel

Parasiten – die Qual der Vögel. Die warmen Sommermonate sind angebrochen und die Zahl der Parasiten steigt. Viele Vögel leiden nun unter den Quälgeistern. Die verschiedensten Arten verfangen sich im Federkleid und zerstören die Struktur der Federn oder beißen sich in die Haut der Vögel um das Blut zu saugen. Nicht selten geht das tödlich für den Vogel aus.

Federlinge setzen sich im Federkleid fest. Die sogenannten Federläuse fressen Hautschuppen und erzeugen so einen starken Juckreiz. Dieser ist so stark , dass der Vogel unter Schlafmangel leidet, was wiederum sein Immunsystem so stark schwächt, dass er anfällig für Krankheiten wird.

Federmilben setzen sich unter die Federn, andere Milbenarten beschädigen den Federkiel und die Federspulen und erzeugen Entzündungen. Die Federn fallen aus.

Hautparasiten saugen Blut aus der Haut und ernähren sich von lebendem Gewebe. Juckreiz und starke Schmerzen sind die Folge. Manche Vögel sterben an Blutarmut.

In der warmen Jahreszeit kann man mit bloßem Auge die Lausfliegen an den Vögeln beobachten und die Vogel- und Taubenzecken kriechen in das Gefieder, um von dort aus an die Haut zu gelangen.

Parasiten
Bild von Nicooografie auf Pixabay

Parasiten – die Qual der Vögel – Sandbad hilft gegen die Peiniger

Häufig sieht man Vögel die ein Bad im Sand nehmen. Vor allem die Sperlinge machen das sehr häufig. Auch andere Vögel nutzen dieses Bad um die lästigen Parasiten los zu werden.

Die Singdrossel auf den folgenden Bildern hat ein Sandbad genutzt und ruht anschließend mit geöffnetem Schnabel, um sich etwas abzukühlen.

Wer den Vögeln im Kampf gegen die Parasiten helfen will, kann eine größere Schüssel Sand im Garten aufstellen.

Manchmal kann man Vögel beobachten die den Schnabel längere Zeit wiederholt durch die Federn ziehen. Sie streichen auf diese Weise Ameisen durch die Federn. Die Ameisen geben dabei Ameisensäure ab, die gegen Bakterien und Pilze wirken.

Parasiten - die Qual der Vögel
Sandbad

Parasiten - die Qual der Vögel
Kühlung erreicht der Vogel durch den geöffneten Schnabel

Krankheiten durch Parasiten

Weit bekannt ist das USUTUS Virus, dem Jahr für Jahr viele Amseln zum Opfer fallen. Vom Usutu Virus befallene Amseln wirken apathisch und orientierungslos. Das Virus wird durch Stechmücken übertragen.

Erst vor kurzer Zeit kam es zu einem rätselhaften Sterben der Blaumeisen, dieses wurde durch “Sutonella ornithocola” hervorgerufen.

Das Blaumeisen-Bakterium erzeugt schwere Lungenentzündungen. Kennzeichen ist der verkrustete Schnabel und stark aufgedunsene Körper , sowie Atemnot.

Trichomaden, Geißeltierchen, breiten sich durch den Kontakt zwischen Vögeln aus. Es handelt sich hierbei um den Erreger “Trichomonas gallinae”. 2009 führte der Erreger zu einem Massensterben von Grünfinken.

Zugenommen haben in den letzten Jahren die Vogelpocken. Häufig werden Meisen damit befallen. Zu erkennen an haselnussgroßen Wucherungen.

Wer kranke Vögel findet sollte sie mit Handschuhen anfassen, um nicht vom Schnabel verletzt zu werden und das Tier in der Mitte anfassen. Man lagert den Vogel in einem Karton mit Löchern. Danach kann man Hilfe über eine NABU Wildpflegestation oder auch über die Facebook-Gruppe “Wildvogel Rettung” bekommen

Quellen: plantura.garden/gruenes-leben/voegel/vogel-krankheiten , wp.wildvogelhilfe.org/de

Muttental – dem Bergbau auf der Spur

Muttental – dem Bergbau auf der Spur – man sollte allerdings aufpassen, wenn es um den richtigen Parkplatz geht. Wir wählten den “Parkplatz Rauendahlstraße”. Allerdings ahnten wir nicht, dass es zwei Parkplätze gleichen Namens gibt. Gegen Ende unserer Rundwanderung durch das Muttental richteten wir uns nach Hinweisschildern zum Parkplatz Rauendahlstraße und landeten natürlich am falschen Platz.

Muttental
nein, es ist nicht Goldemar

Der Blick auf die Karte verrät uns, dass es noch 1,2 Kilometer bis zum richtigen Parkplatz sind und dieser Weg führt die gesamte Zeit durch die pralle Sonne und stets bergauf an der Straße entlang. Da waren die schattigen Wege im Muttental deutlich angenehmer.

Kein Wunder also, dass meine Ruth völlig erschöpft ist und wir uns an einem Haus in den Schatten stellen, während die Tochter und Enkelin alleine zum Parkplatz laufen um das Auto zu holen.

die rote Linie wäre der richtige Weg gewesen

Kurz darauf öffnet sich die Haustür und man erkundigt sich nach unserem Befinden und bietet etwas zum Trinken an. Wir bedanken uns und erklären die Situation. Wieder etwas später hält sogar die Fahrerin eines Autos an und bietet an uns mit zu nehmen.
Die Wittener haben nun natürlich bei uns ein Stein im Brett. Das Muttental beherbergt offensichtlich nur nette Leute. Augenscheinlich sind wir auch nicht die Ersten, denen dieses Missgeschick passiert.

Muttental
der Muttenbach

Aber nun zur Wanderung durch das Muttental. Es lohnt sich wirklich diese herrliche Gegend zu erkunden. Bis auf das Stück in der Nähe von “Dicke Berg“, finden wir einen schönen Wald und herrliche Täler mit saftigem Grün vor. Lediglich an dieser einen Stelle ist eine größere Fläche Kiefernwaldes dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen und massiver Kahlschlag als Folge zu sehen.

Muttental
Natur – Vorgarten

Wir starten unseren Weg in Richtung Burgruine . Eine Schar Kinder nutzt den Wald als Abenteuerspielplatz. Das Wild wird es freuen. Bei Kinderstimmen fühlt es sich vor dem Jäger sicher. Ein Teil des Wanderweges führt entlang der Straße “Hardensteiner Weg“. Der Vorgarten eines Hauses begeistert uns durch die wunderschön naturbelassenen Gestaltung.

Eine wahre Farbenpracht zieht den Blick auf sich und wir loben die Dame des Hauses, die oben auf dem Balkon steht und uns zusieht, für diesen herrlichen Garten.

Stolleneingang

An einer Wegekreuzung haben wir die Wahl für den richtigen Weg und wir entscheiden uns wieder für die Burg. Bald darauf sehen wir den ersten Stolleneingang, Stollen Reiger. 1695 erstmals erwähnt und 1783 bereits mit einer Länge von 400 Metern und einem zusätzlichen Schacht zur Frischluftzufuhr.

Bald darauf erreichen wir “Burg Hardenstein“. Zum Teil ist die Burg eingerüstet, man hat aber doch noch einen schönen Blick auf das alte Gemäuer, das 1354 entstand und als Wohnsitz der Besitzer erbaut wurde.

Der Sage nach beherbergte die Burg auch den unsichtbaren Zwergen-König Goldemar, der im Einvernehmen mit den anderen Bewohnern lebte. Bis, ja bis ein neugieriger Küchenjunge Erbsen und Mehl ausstreute um den Zwerg sehen zu können. Voller Wut tötete der Zwergen-König den Küchenjungen und fraß ihn auf. Nun musste Goldemar aber aus der Burg fliehen, aber nicht ohne zuvor einen Fluch auf die Familie zu legen.

Burg  Hardenstein - Muttental

Wir befinden uns nun unmittelbar an der Ruhr. Wer möchte, kann nun eine Schiffsfahrt auf der Ruhr unternehmen oder mit der Museumsbahn bis zur Zeche Nachtigall fahren, sofern der Zug fährt.

Wir machen uns weiter auf den Weg und bewundern den “Steinbruch Dünkelberg” mit Schichten aus Sandstein, Kohle und Schieferton. Teile des Steinbruch werden als Kletterwand genutzt und schließlich sehen wir den “Vereinigungsstollen“. Dieser wird auch “Compagniestollen” genannt und hat eine Länge von 375 Metern. und eine Höhe von 1,8 Metern. Hier wurde das Grubenwasser abgeleitet und die abgebaute Kohle gefördert.

Blindschleiche
Blindschleiche


Wir entdecken am Boden eine Blindschleiche. Diese gehört zu den Echsen, obwohl sie eine Länge von einem halben Meter erreichen, wie etwa auch das Exemplar vor uns. Das die Blindschleiche nicht zu den Schlangen, sondern zu den Echsen zählt, kommt aus dem Grunde, dass sie bewegliche Augenlider hat und ihren Schwanz abtrennen kann.

Muttental - Blindschleiche

Auf der, dem Steinbruch gegenüber liegenden Seite, liegt die “Zeche Nachtigall“, die auch ein Besucherbergwerk hat. Vor 300 Jahren begann hier der waagrechte Stollenabbau. Wir ziehen aber weiter unseres Weges in Richtung Bethaus.

Muttental - Zeche Nachtigall

An den felsigen Wegesrändern huschen immer wieder Mauereidechsen durch das am Boden liegende Laub.

Mauereidechse
Mauereidechse

Das “Bethaus” der Bergleute wurde 1830 errichtet. Es ist ein Betriebsgebäude, mit einem Glockentürmchen und einem Posaunenengel auf dem Dach. Heute ist das Haus ein Museum und im Tagungsraum können Veranstaltungen abgehalten werden. Erfrischungen gibt es auf der Terrasse. Früher galt das Haus als Stempelplatz und Aufbewahrungsort und im Sockelgeschoß befand sich eine Schmiede für die Stollenbetriebe. Ein Andachtsraum stand den Bergleuten zur Verfügung.

Muttental - Bethaus

Der Weg führt uns weiter entlang einige Waggons der “Muttentalbahn” und an grasenden schottischen Hochlandrindern vorbei. Weitere Stollen, wie Stollen Turteltaube, Stollen Stettin, Stollen Fortuna Zeche Renate oder Stollenzeche Maximus säumen den Weg. Es gibt immer etwas zu sehn und zu bestaunen. Nach etwas widrigen Umständen erreichten wir dann ja auch wieder glücklich unseren Ausgangspunkt und können uns nun wahrlich über das Gesehene freuen.

Der Gemeine Widderbock – Käfer oder Wespe ?

Der Gemeine Widderbock ist ein Insekt aus der Ordnung der Käfer und gehört zur Familie der Bockkäfer.

Als ich ihn auf dem Balkonboden entdecke, ist mein erster Gedanke ob es eine kleine Schwebfliege sein könnte. Nur die langen Beine passen da nicht und die Musterung entspricht eher einer Wespe. Allerdings spricht die Größe von etwa 7 mm nicht der Größe einer Wespe oder Schwebfliege.

Also schlage ich im Internet nach und auf der Seite natur-in-nrw.de werde ich fündig. Dort erfahre ich, dass es sich um einen Käfer handelt und die wespenartige Musterung wohl als Abschreckung dienen soll.

Das er auf dem Balkon zu sehen ist, er ist nur sehr kurz zu sehen, weil er gleich davon fliegt, ist eher als selten zu bezeichnen. Das verdanke ich wohl den vielen blühenden Pflanzen und somit meiner Ruth, die sich liebevoll um diese kümmert.

Es gibt weiter Arten des Widderbock. Der Eichenzierbock ist darunter mit 20 mm wohl der kräftigste. Die Erkennungsmerkmale liegen meistens an den Fühlern. Der Eichenzierbock, oder auch Wespenbock, hat eckige Fühlerglieder und der Schmalfühlerige Widderbock hat dünne Fühlerenden, im Gegensatz zu unserem Gimeinen Widderbock, dessen Fühlerenden am Ende verdickt sind. Der Echte Widderbock hat zwar auch die Fühler am Ende leicht verdickt, diese sind aber sehr hell.

der Gemeine Widderbock
seine Musterung erinnert an eine Wespe

Der Gemeine Widderbock liebt Totoholz

Der Gemeine Widderbock liebt nämlich auch die Pollen. Sein Habitat ist aber das Totholz und Laubholz. Er frisst sich bis zur Verpuppung unter die Rinde und benötigt zwei Jahre zur Entwicklung.

Ich habe diese Käferart bisher noch nie gesehen und stelle bei den Nachforschungen fest, dass der Gemeine Widderbock eine sehr häufige Art ist. Dennoch steht er in der Bundesartenschutzverordnung, wie die meisten Bockkäfer, als besonders geschützt.

Wenn man sich etwas mehr auf Insekten einlässt, stellt man immer wieder erstaunt fest, wie bunt und teilweise bizarr diese Wesen sind. Ich denke künftig noch mehr auf Insekten zu achten. Es ist spannend zu erkunden um welche Arten es sich handelt.

Klima und Klimaschutz – wird das teuer ?

Klima und Klimaschutz – ist momentan in aller Munde und schon wird gestöhnt wer das denn alles bezahlen soll. Das wird doch bestimmt unheimlich teuer.

Klima und Klimaschutz gibt es natürlich nicht zum Nulltarif. Was aber viel viel teurer wird, ist das Nichtstun für das Klima. Die nächsten Generationen und die Betonung liegt auf Generationen, müssen enorm viel bezahlen für die Folgeschäden die durch die konventionelle Stromerzeugung entstehen. Die Schäden an der Umwelt und am Klima sind durch den enormen CO² Ausstoß beim Braunkohletageabbau und den fossilen Brennstoffen riesig und belasten nachfolgende Generationen. Vom nicht zu entsorgenden Atommüll ganz zu Schweigen.

Wenn es nicht gelingt die Klimaerwärmung aufzuhalten sind die Folgen für die Fridays for Future Generation unerträglich. Weil die Schüler das erkannt haben, opfern sie einen Teil ihrer Bildung, indem sie Freitags demonstrieren, um auf die gewaltigen Probleme aufmerksam zu machen. Ein Leben in einer nicht lebenswerten Zukunft wird auch durch noch so viel Bildung nicht besser.

Es wird Zeit zu Handeln, wie es ja selbst die Gerichte entschieden haben. Plötzlich kommt auch Bewegung in die Politik. Nur darf jetzt nicht mehr lange geredet werden, jetzt muss man etwas tun.

Innovationen in erneuerbare, umweltfreundliche Energien zahlen sich im Endeffekt aus. Das haben auch die großen Konzerne bereits bemerkt und sind plötzlich schneller als die Politik.

Klima und Klimaschutz – die Wirtschaft ist bereits weiter als die Politik

Industrieunternehmen, wie die der Stahlindustrie, wollen weg von der Kohle und hin zum Wasserstoff. Jetzt wird investiert, auch im Wissen jetzt etwas tun zu müssen, um auch in Zukunft gut am Klimaschutz verdienen zu können.

Durch den Emissionshandel, mit der Bepreisung je Tonne CO², sind die Firmen daran interessiert ihre CO² Emissionen zu reduzieren. Deshalb wird investiert und Investitionen schaffen Arbeitsplätze, die von den frei werdenden Stellen durch das Ende der Kohle besetzt werden können. Die riesigen Flächen des Braunkohletagebaus müssen renaturiert oder anders wirtschaftlich genutzt werden. Auch hier entstehen neue Arbeitsplätze.

Wichtig ist jetzt der schnelle Ausbau der erneuerbaren Energien. Es kann nicht weiterhin sechs und mehr Jahre dauern, bis die Genehmigung für derartige Anlagen geprüft und beschlossen werden. Wind- Wasser- und Sonnenenergie stehen im Vordergrund. Um so unverständlicher ist es, wenn ein Land, das Vorreiter bei der Photovoltaik – der Solartechnik war, diese Energieform so vernachlässigt, dass heute China damit weltweiten Handel betreibt.

Wasserstoff als umweltfreundliche Energie ist noch zu teuer, aber die Forschung ist auf einem guten Weg. Das viel gelobte E-Auto sorgt zwar in Deutschland für weniger Emission, aber durch die umweltschädliche Batterieherstellung mit Lithium wird an anderer Stelle zu viel CO² ausgestoßen.

Noch kommt der Strom für die E-Autos aus einem Strom-Mix. Wenn der Strom allerdings völlig aus erneuerbarer Energie kommt, machen die E-Autos dennoch einen deutlich größeren Vorteil gegenüber den Verbrennern aus. Zudem haben Wissenschaftler bereits Möglichkeiten entwickelt die Batterien wiederverwerten zu können.

Weitere Kosten, die durch Klima und Klimaschutz entstehen, müssen von den größten Verursachern bezahlt werden. Eine CO² Steuer muss deshalb auch diejenigen stärker belasten, die für mehr Emission sorgen. Der Besitzer der Villa, zu der zwei SUV gehören, hat nun einmal eine viel höhere Emissions – Fußspur, als der sogenannte kleine Mann. Wenn die Einnahmen aus der CO² Umlage als Klimaprämie an die ausgegeben werden, die wenig verbrauchen, ist die Schieflage reguliert.

Der Staat subventioniert jährlich 57 Milliarden Euro in klimaschädliche Objekte, dass sind 60 Euro pro Kopf und pro Monat. Auch dieses Geld sollte besser zur Finanzierung von Klima und Klimaschutz investiert werden.

Erste Erfolge zeichnen sich ja bereits ab. Im Jahr 2020 konnten durch Wind und Sonne im ersten Halbjahr so viel Ökostrom erzeugt werden, dass damit die Haushalte in Deutschland und den Niederlanden hätten versorgt werden können.

Nach eigenen Angaben speiste EON 126 Milliarden Kilowattstunden “Grünen Strom” ins Netz ein. Das sind 7 Prozent mehr als im Vorjahr.

73 Milliarden Kilowattstunden erzeugten Windkraftanlagen.

25 Milliarden Kilowattstunden kamen aus Solaranlagen.

20 Milliarden Kilowattstunden aus Biomasseanlagen und

7 Milliarden Kilowattstunden aus Wasserstoff.

81 Prozent der Deutschen befürworten Maßnahmen zum Klima und Klimaschutz.

Die konventionellen Energieerzeuger haben sich längst auf den Umbruch eingestellt. Das fiel ihnen auch besonders leicht, weil der Staat einen gewaltigen Geldregen von 4,3 Milliarden Euro für Schließungsabsichten auf sie niederließ um die, ja selbst verursachten, Schäden abzumildern. Das Gros dieser Gelder setzen sie nun sicher ein um in erneuerbare Energien zu investieren und so die ganz hohen Zahlungen des Emissionshandels abzufedern.

Quellen: Heise online , Lech kosmos, ARTE, Claudia Kemfert, Handelsblatt,

Grüner See und Silbersee in Ratingen

Grüner See und Silbersee sind die Namen zweier Seen in Ratingen, die durch Sand- und Kiesabbau entstanden sind. 1952 begann man mit dem Abbau. Aus zunächst zwei Seen, die man schließlich zusammenführte, entstand der Grüne See.

Ratingen
Ratingen

Das Gewässer ist umgeben vom 110 Hektar großen Landschaftspark und Erholungspark “Volkardey”. Das Gut Volkardey ist eine große Reitsportanlage in Ratingen. Der Name entstammt einem ehemaligen Rittergut aus dem Jahr 1458.

Grüner See – viele Freiezeitmöglichkeiten

Wir parken am Wanderparkplatz “Nösenberg”. Am Zugang zum See-Rundweg befindet sich ein Kiosk und eine öffentliche Toilette. Es gibt viele Freizeitmöglichkeiten am Grünen See. Eine Hundelaufwiese , Fahrradwege, Trimmpfade und mehrere Kinderspielplätze.

Grüner See

Das Baden im See ist nicht erlaubt. Wie an den meisten Baggerseen besteht eine Gefahr durch Unterströmung und Strudel. Es gibt aber einen Windsurfing Club.

Viele Kanadagänse mit einer großen Schar Küken sind zu sehen. Weil diese Gänse keine natürlichen Feinde haben, könnte ihr großes Aufkommen bald zu Problemen führen.

Grüner See – Kanadagans

Wir haben uns entschlossen einer Wanderung zu folgen die in der WanderApp “Komoot” zu finden war. Ein sehr gut beschilderter Wanderweg ist vor Ort aber der etwa 4,5 Kilometer lange Wanderweg mit der Nummer 10. Der erste Teil unserer Wanderung, die mit dem Silbersee etwa 7,5 Kilometer beträgt, folgt der ausgeschilderten Route. Wir passieren ebenfalls den Schwarzbach, der in Mettmann entspringt und nach 36 Kilometern bei Kaiserswerth in den Rhein mündet. Der Bach ist von einem Laubmischwald umgeben.

Auf dem beschilderten Ökopfad kommen wir zum Abschnitt “Baum”. Hier steht eine sehr schöne Schwarzkiefer. Außerdem findet man die Taubeneiche, die den sandigen und lehmigen Boden liebt. Eiche, Weide und Sandbirke sind zu sehen.

An anderer Stelle finden wir mitten auf einer Wiese einen schwarzer Anker. Dieser steht in Verbindung mit dem Schnellboot “S 79 Wiesel” der Deutschen Marine. Die Stadt Ratingen hielt die Patenschaft über dieses Boot. Nachdem wir den Grünen See umrundet haben, folgt der Silbersee.

Anker

Grüner See – Silbersee zum Schutz der Natur

Der Weg führt zunächst durch eine Alle. Zur Rechten liegt der Reiterhof Volkardey. Komoot führt uns schließlich vom Allee Weg ab auf einen unbefestigten, angeblichen Wanderweg, der aber nicht anderes als ein Reitweg ist, der noch dazu durch den Regen der vergangenen Tage sehr matschig ist. Es ist kein Vergnügen diesen Weg zu gehen, auch wenn er uns unmittelbar am Vogelschutzgebiet entlang führt. Vögel sind kaum zu sehen, weil wir uns ganz auf den Weg konzentrieren müssen.

Irgendwann kommen wir schließlich auf einen wieder befestigten Weg. Von hier aus hat man an einer Stelle einen Zugang der uns den Blick über den Silbersee gönnt.

Dieser ist zwischen 1979 und 1993 entstanden und hat eine Größe von 27 Hektar. “Grüner See” hat eine Größe von 18 Hektar.

Grüner See - Silbersee

Der Silbersee ist ein Vogelschutzareal und ansonsten nur aus der Ferne zu sehen. Durch einen Biotopbereich kommen wir wieder zum Schwarzbach und auf den öffentlichen Rundweg.

Es ist ratsam diesem öffentlichen Weg zu folgen. Dieser führt auch noch an einem alten eiszeitlichen Gehöft vorbei und bietet noch ein paar andere sehenswerte Dinge. Außerdem sollte man sich auf die Wochentage konzentrieren, da das Erholungsgebiet Grüner See an den Wochenenden stark frequentiert ist.

Frühling 2021

Frühling 2021 – in Zeiten von Corona verbringen immer mehr Menschen ihre freie Zeit in der Natur.

Wenn man durch die Wälder streift, oder sich in den Naturschutzgebieten umsieht, trifft man häufiger, ganz wie in früheren Zeiten auf Leute die sich eine Decke mitgenommen haben und ein Picknick an der frischen Luft genießen.

Restaurationen in den Ausflugszielen sind ja geschlossen, da nimmt man sich seine Verpflegung eben mit.

Das Jahr 2021 bringt die Lust an der Natur mit. Die Pandemie Corvid-19, bewirkt den Aufenthalt an der frischen Luft. Die Ansteckungsgefahr ist in der Natur gering und der ständige Aufenthalt in der Wohnung beginnt zu nerven. Da nutzt man gerne die Gelegenheit und geht hinaus.

Da macht man sich auf Dinge aufmerksam, die man sonst nie richtig bemerkt hat. Den Vogel mit den schönen Farben und die fantastischen Blüten an den Bäumen. Einige versuchen sogar die Namen der Bäume und Tiere zu erkennen. Immer wieder werde ich angesprochen welcher Vogel das ist, den ich da gerade fotografiere.

Eines hat dieses verdammte Virus bewirkt. Die Sinne für die Natur und die Umwelt sind geschärft worden.

Frühling 2021

Die Stadt – Habitat für Flora und Fauna

Die Stadt – Immer mehr Vögel und andere Tiere zieht es in den urbanen Bereich. Vögel, die früher nur in Waldgebieten lebten, sind heute mehrheitlich in der Stadt zu finden.

Amsel – vom Wald in die Stadt

Die Amsel ist eigentlich ein Vogel des Waldes. Erst im 19. Jahrhundert begann sie ihr Verhalten zu verändern. Seit dem 2. Weltkrieg wird sie immer mehr ein Bewohner der Stadt. Waren es zunächst die Bereiche am Stadtrand, mit Gärten und großen Gartenanlagen, zieht es sie immer weiter hinein zu den den Parks und Grünanlagen. Das Futterangebot in Gärten und den städtischen Grünflächen ist deutlich größer als im ursprünglichen Habitat – dem Wald. Abgase und Stäube der Stadt beinhalten Nährstoffe und der Beton und der Asphalt speichern Wärme, wodurch die Winter milder sind als im ländlichen Bereich.

Die Stadt

Tiere fliehen aus der Agrarlandschaft, die mit Pestiziden , Insektiziden, besprüht werden, die die Insekten sterben lassen. Die Nahrungskette wird zerstört. Die Stadt hat dagegen noch genügend Vorkommen an Insekten. Auch die Jagd hat einen großen Anteil an der Landflucht der Tiere. Im urbanen Raum dürfen sie nicht gejagt werden. Das Nahrungsangebot in der Stadt zieht selbst den Falken und den Bussard an. Auch der Eisvogel ist an städtischen Gewässern zu finden.

Die Amsel des Waldes ist deutlich scheuer als die Stadt-Amsel. Auch andere Vogelarten haben einen großen Teil ihrer Scheu vor dem Menschen verloren.

Je größer die Stadt um so größer die Biodiversität

Berlin glänzt durch eine außerordentliche Biodiversität von 20.000 Tier und Pflanzenarten Darunter sind 180 Brutvogelarten und 17.000 Insektenarten. Es sieht so aus, als wenn mit der Größe einer Stadt auch die Biodiversität wächst.

Städte setzen immer mehr auf Umwelt – und Naturschutz. Zur Verbesserung werden Grünflächen angelegt und Staubfilter eingesetzt. Die Lärmemission wird gesenkt. Diese ökologischen Maßnahmen mit dem Ausbau von Sport- Freizeit- und Parkanlagen für die Erholung der Stadtbewohner kommt auch den Tieren zu Gute.

Die neue Artenvielfalt wird von den Bewohnern gerne angenommen und immer mehr Menschen setzen sich für den Schutz der Arten ein.

Immer mehr Gartenbesitzer legen ihre Gärten Tier- und Insektenfreundlich an. Da darf dann auch das Laub vom Herbst einmal liegen bleiben um dem Igel etwas für den Winterschlaf zu bieten. Hoffen wir das die Zahl derer immer größer wird, die sich mit der Natur und ihren Bewohnern verbunden fühlen und die unschönen Steingärten nicht weiter auf dem Vormarsch sind.

Waldwirtschaft – Geld vom Staat für Misswirtschaft?

Waldwirtschaft – wieder fordern die Betriebe der Waldwirtschaft Geld vom Staat, vom Steuerzahler für die Folgen des Klimawandels. Dabei ist es nicht der Klimawandel der ihre Verluste erbracht hat, sondern eine über mehrere Generationen falsche Bewirtschaftung.

Nur weil das schnelle Geld mit schnell wachsendem Holz erbracht werden muß, werden Bäume gepflanzt die für die Landschaftsform völlig ungeeignet sind. Das ist seit Jahren bekannt und wird immer weiter fortgesetzt. Wenn das dann “in die Hose geht”, kommt sofort der Ruf nach dem Staat. Andere Betriebe aus anderen Wirtschaftszweigen wären längst in Konkurs, wenn sie ihre Betriebe so führen.

Waldwirtschaft

Waldwirtschaft fordert Geld für Leistungen im Artenschutz und Klimawandel

Viele Hausbesitzer oder Mieter legen hinter oder vor dem Haus kleine oder größere Gärten an, um damit auch den Vögeln und den Insekten zu helfen. Da bleibt dann auch im Herbst schon einmal Laub liegen um bei der Überwinterung Hilfen zu stellen. Man lässt Altholz liegen und pflanzt Insektenfreundlich. Man fördert die Biodiversität, ohne dafür vom Staat etwas zu fordern, sondern aus Liebe zur Natur.

Bei der Waldwirtschaft stellt man Forderungen, weil durch den Wald ein Beitrag zum Klimaschutz und zur Erhaltung der Biodiversität erbracht wird. Man tut eigentlich nichts und will noch Geld dafür.

Das was hier als Wald bezeichnet wird, sind Plantagen die zusätzlich per Hubschrauber mit Insektiziden bestäubt werden und somit die Nahrung der Waldvögel vernichtet. Von Erhalt der Biodiversität kann da wohl keine Rede sein. Durch die schweren Geräte mit denen die gefällten Bäume geräumt werden, wird der Boden verdichtet und die kahlen Nadelgehölze lassen die Sonne den Boden ungehindert austrocknen. Da den Klimaschutz ins Spiel zu bringen ist schon ein Unding.

Waldwirtschaft

In einem Fernsehbeitrag werden zwei Herren der Forstwirtschaft begleitet, die “edles Holz” – Premiumholz für die Verarbeitung zu Furnierholz suchen. Sie werden natürlich fündig. Eine herrliche alte Buche, schön gerade gewachsen, mit einem dicken Stamm, also auch schon ziemlich alt, bringt ihre Augen zum Leuchten. “Man könnte weinen, wenn man einen so schönen Baum sieht.” So äußert sich einer von ihnen und ich denke schon der Baum täte ihm leid. Die Erklärung folgt aber sofort. “Der bringt sicher über 1000 Euro auf dem Festmeter”. Ja, nun kommen allerdings mir die Tränen in die Augen.

Meisenknödel und Buntspecht

Meisenknödel und Buntspecht – wie passt das zusammen? Seit drei Tagen beobachte ich am Morgen, stets um die gleiche Zeit, einen schönen großen Buntspecht an meiner Futterstelle. Ich bin natürlich begeistert, so einen schönen Vogel inmitten eines Essener Vorortes in meinem Garten sehen zu können. Es erstaunt mich allerdings, dass er mit dem Rücken nach unten an einem Meisenknödel hängt.

Meisenknödel – Fettfutter für den Frühling

Ist es normal das ein Specht sich über einen Meisenknödel hermacht? Meine Nachforschungen ergeben, dass es gar nicht so selten ist das ein Buntspecht zur Futterstelle in die Gärten kommt und dann besonders gerne den Meisenknödel annimmt. Der große Fettgehalt des Knödels zieht ihn an. Alle anderen Vögel bevorzugen ja jetzt, am Beginn des Frühlings, ebenfalls Fettfutter. Sie stärken sich für die bevorstehende, anstrengende Zeit der Nachwuchsfürsorge.

Meisenknödel

Unser Buntspecht, übrigens ein Männchen, sitzt zunächst auf den Ästen eines noch verhältnismäßig kleinen Ginkobaumes und erkundet die Umgebung. Das Männchen hat den, für den männlichen Buntspecht üblichen, roten Nackenfleck, der bei den Weibchen schwarz ist.

Amsel

So lange die Amsel noch an der Futterstelle ist, hält der Specht sich zurück. Gerade will er sich auf den Anflug machen, da erscheint das Rotkehlchen und so wartet er lieber noch ab. Das kleine Rotkehlchen, der Vogel des Jahres, meint eh das Hausrecht zu haben. Es verscheucht alle anderen Vögel, die sich der Futterstelle nähern wollen, egal welche Größe. Nur die Kohlmeise lässt sich nicht so leicht verdrängen und vor ihr hat auch das Rotkehlchen Respekt.

Rotkehlchen

Schließlich ist die Luft rein und der Buntspecht fliegt heran. Wie schon erwähnt hängt er rücklings unter dem Meisenknödel und es schmeckt ihm offenbar sehr gut. Ich muß sehr vorsichtig sein um ihn fotografieren zu können, deshalb knipse ich durch die Fensterscheibe. Das ist natürlich der Fotoqualität abträglich, aber für diesen besonderen Moment hinnehmbar. Bei der geringsten Störung fliegt der Specht sofort davon.

Buntspecht

Auch wenn die Besuche nur von kurzer Dauer sind, sind sie doch etwas Besonderes und Morgen werde ich sicher wieder gespannt warten, ob der Buntspecht wiederkommt.

Ostern 2021 – wieder ein besonderes Fest

Ostern 2021 ist wie auch im Jahr 2020 anders. Wieder bestimmt das Virus die Gestaltung der Ostertage. Eigentlich ist sogar noch mehr notwendig als vor einem Jahr. Das Virus hat seine Angriffe durch Mutationen noch einmal erhöht. Das britische Virus hat mit 90 Prozent Anteil Deutschland und Europa im Griff. Es ist bedeutend aggressiver und gefährlicher als noch vor einem Jahr.

Ostern 2020 rühmte sich die deutsche Politik noch damit wie toll sie alles im Griff hat. Man fühlte sich schon fast wie ein Weltmeister im Umgang mit der Pandemie. Aus Deutschland wird der erste Hersteller gemeldet, der einen Impfstoff entwickelt hat und man glaubt schon die Pandemie besiegt zu haben, bevor überhaupt eine einzige Impfung erfolgt ist.

Dann kommt Europa ins Spiel. Um allen Mitgliedsstaaten die gleichen Chancen beim Impfen zu garantieren soll die Bestellung der Dosen von der EU geregelt werden. Zu dieser Zeit hat Deutschland den Vorsitz in der EU. Schon beginnt der Streit über den Preis für den Impfstoff. Kommt da bald noch ein günstigerer Impfstoff? Andere wollen eigenen Impfstoff nutzen, der eventuell irgendwann im eigenen Land produziert wird.

Die östlichen Mitgliedsstaaten wollen weniger zahlen und so geht es lustig weiter. Später werden sich Länder wie Ungarn nicht an die Abmachungen handeln und Impfstoff aus Rußland und China bestellen der in Europa noch nicht zugelassen ist.

Außerhalb Europas werden indessen bereits feste Verträge ausgehandelt und Liefermengen bestellt und höher bezahlt. Als Europa soweit ist, so etwas wie eine Einigkeit herzustellen, ist längst nicht mehr genug Impfstoff verfügbar und man schaut betrübt in die Röhre. Als in Amerika, Großbritannien und Israel längst schon geimpft wird, wartet Europa noch immer auf die Zulassung der Impfstoffe, mit denen woanders schon Tausende geimpft werden. Als Israel bereits fast die Bevölkerung durch geimpft hat, liegt die Impfquote in Deutschland noch bei 10 Prozent und dennoch betont man hier wie erfolgreich man beim Impfen ist.

In Deutschland gibt es mittlerweile ein Geschachere zwischen Bund und Ländern um die vernünftigsten Maßnahmen bei der Bekämpfung der Pandemie.

Einen richtigen, Erfolg bringenden bundesweiten Lockdown bekommt man einfach nicht auf die Reihe. Dabei bräuchte man nur auf Portugal zu sehen, um zu erkennen wie man erfolgreich sein kann.

Portugal galt als das am schlimmsten betroffene Land. Die Bundeswehr wurde zur Hilfe gerufen, weil die Situation in den Krankenstation unmenschlich wurde. Acht Wochen wurde alles heruntergefahren. Ausgangssperren verhängt. Sehr schnell gingen die Inzidenzen herunter. Die Inzidenzzahl lag bei 878. Nach den acht Wochen liegt die Zahl unter 30. Portugal gilt Ostern 2021 als quasi Corona frei, obwohl auch dort erst etwa 10 Prozent der Bevölkerung geimpft ist.

Der Gesundheitsminister verhaspelt sich in großen Ankündigungen was alles demnächst wunderbar läuft und gibt bereits Termine an, die allesamt nicht eingehalten werden können. Die Ministerpräsidenten fühlen sich offenbar in ihrer Macht begrenzt, wenn die Kanzlerin sagt was geschehen muß. Stimmen ihr voll zu und handeln danach völlig eigensinnig und entgegen der gemachten Vereinbarungen.

Das Virus hat seine große Freude über die Uneinigkeit der Bundesländer. Die Bevölkerung fragt sich was eigentlich nun richtig ist. Die einst so hoch gelobte “Deutsche Gründlichkeit” versagt auf allen Ebenen, von denen es eh schon viel zu viele gibt. Alle wollen irgendwo und irgendwie etwas zu sagen haben und so läuft nichts richtig. Der Bund legt fest, dass überall getestet und geimpft werden soll und gibt Termine vor. Als es dann darum geht, wer denn eigentlich die Tests bestellt und verteilt sagt der Bund es sind die Länder, diese schieben es auf die Kommunen und wieder klappt nichts richtig.

Kinder in den Schulen, die ja unbedingt geöffnet sein müssen, sollen regelmäßig getestet werden. Das Problem ist aber, dass die Schulen gar keine Tests bekommen haben. Ohne das Engagement der Schulleitungen und Lehrer wäre ein Schulbetrieb überhaupt nicht möglich. Kultusminister haben monatelang nichts getan um digitalen Unterricht zu ermöglichen. Von Lüftungssystemen ganz zu schweigen.

Was ist das für ein Trauerspiel, wenn mitten im Winter die Schüler mit Jacken, Schal und Mütze im Unterricht sitzen müssen, weil alle paar Minuten die Fenster, wegen fehlender Belüftungsanlagen, geöffnet werden müssen?

Bereits an den Weihnachtstagen 2020 sind Impfzentren aus dem Boden gestampft worden, Personal steht bereit und es kann sofort nach den Feiertagen los gehen. Los gehen ja – aber womit? Es gibt gar keinen Impfstoff und so stehen die Hallen und Zentren noch wochen- monatelang leer.

Beschlüsse, Ostern 2021 alles noch ein letztes Mal herunterzufahren um die Inzidenzzahlen zu senken, werden durch neue “Ideen” der Ministerpräsidenten einzelner Bundesländer umgangen. Man kann weiter schoppen wenn man vorher negativ getestet wurde. Plötzlich ist der so verschmähte Grünen- Politiker Palmer ein Vorbild. In Tübingen hat er ein Modell geschaffen bei dem durch Testungen Geschäfte und Außengastronomie wieder öffnen dürfen.

Die Inzidenzzahlen waren um 30 und so fühlte man sich in der Lage so ein Experiment durchzuführen. Nur 6 Wochen später schießen aber auch dort die Zahlen wieder in die Höhe und man ist bereits wieder über 100. Das Experiment wird beendet, mit der Begründung es kämen zu viele von auswärts nach Tübingen um zu schoppen. Dabei werden ja auch diese Kunden vorher in Testzentren auf Corona getestet.

Durch Probleme mit einem bestimmten Impfstoff gerät wieder alles aus den Fugen. Die vorher festgelegte Impfpriorität gerät durcheinander. Hieß es zunächst das nun die 78 und 79 jährigen geimpft werden, sollen jetzt plötzlich alle ab 60 Termine machen können und die Hausärzte sollen kompakt in die Impfungen integriert werden. Durch das Impfen in den Praxen soll die Durchimpfung an Tempo aufnehmen. Dann liest man das jede Praxis für eine Woche 20 Dosen Impfstoff bekommt. Ja , so kann wahrlich “Tempo aufgenommen werden”.

Ostern 2021

Ostern 2021 soll eigentlich an den Leidensweg Christi erinnern. Es ist aber mehr ein Fest an das man sich später an das große Versagen der Politiker erinnern wird. Ostern 2021 ist eben ein besonderes Osterfest.

Dennoch wünsche ich allen meinen Lesern ein schönes Fest. Hoffentlich können wir unsere Erregung und die Ängste im Bezug auf Corona etwas herunter fahren. Versuchen wir einfach ein paar Stunden an das eigentliche Osterfest zu denken, in der Hoffnung auf besserer Zeiten.

Riesenvogel – auf der Süd- und Nordhalbkugel

Riesenvogel – 450 bis 600 Kilogramm Gewicht und ein Kopf mit einem riesigen Schnabel. Die Rede ist vom “Donnervogel” oder auch Riesenemu. In seiner ehemaligen Heimat, Australien und Tasmanien, hieß er “Mihirungs”. Sein lateinischer Name ist “Dromornis stirtoni.

Kopf des “Donnervogels”

Um den Kopf des Riesenvogel zu halten und den riesigen Schnabel nutzen zu können, waren starke Muskelstränge erforderlich, wodurch das Gehirn gestreckt und gedrückt wurde. Der Riesenkopf beherbergte also ein kleines Gehirn. Dennoch konnte der Pflanzenfresser sehr gut sehen und hatte eine gute Tiefensicht.

Der Riesenvogel lebte cor 24 Millionen Jahren und gilt seit 11.000 Jahren als ausgestorben. Er gehörte zu den Gänsevögeln und wurde die Beute der Menschen, die sein Fleisch und die Eier zur Nahrung nutzten.

Ähnlich ging es dem auf der Nordhalbkugel lebenden Riesenvogel, dem “Pachystruthio dmanisensis”. Dieser war ein Laufvogel und es ist noch nicht bekannt ob er mit dem auf der Südhalbkugel lebenden Elefantenvogel verwandt ist.

Gelebt hat er vor 1,5 bis 2 Millionen Jahren. Er wog stolze 450 Kilogramm und war 3,5 Meter hoch.

In der Taurida-Höhle, die bei Bauarbeiten für eine Fernstraße auf der Halbinsel Krim entdeckt wurde, fanden die Forscher viele paläontologische Funde. So Überreste einer großen Gepardenart, riesige Hyänen und Säbelzahnkatzen. Hier fanden sie auch den einen Oberschenkelknochen des Riesenvogel Pachystruthio dmanisensis. Er ist der erste Nachweis, dass es auch auf der Nordhalbkugel riesige Laufvögel gegeben hat.

Der größte bisher gefundene Vogel ist der Elefantenvogel, dessen Überreste auf der Insel Madagaskar. vor der Ostküste Afrikas, gefunden wurden.

Dieser Riesenvogel hatte ein Gewicht von 800 Kilogramm und die “Riesenmoa” hatte eine Scheitelhöhe von 3,60 Metern.

Elefantenvogel