Weltzugvogeltag

An diesem Wochenende ist der Weltzugvogeltag. Ins Leben gerufen wurde dieser Tag, der immer am 2. Maiwochenende stattfindet um auf die Gefahren hinzuweisen, denen unsere Zugvögel auf ihren Reisen ausgesetzt sind.

Es sollen europaweite Aktionen unterstützt werden die dem Schutz der Flugrouten und der Lebensräume, der Pausenplätze, dienen und die sich im Kampf gegen illegalen Vogelfang engagieren.

Viele unserer Zugvögel gehören zu den Langstreckenziehern. Diese legen Entfernungen von 8000 bis 12000 Kilometern zurück. Die Winterquartiere liegen hinter dem Äquator und gehen, wie bei der Mehlschwalbe, bis nach Indien. Zu den Langstreckenziehern gehören zum Beispiel der Storch, der Zilpzalp, Fitis,Kuckuck, Mauersegler und die Nachtigall.

Kurz- und Mittelstreckenzieher zieht es in den Mittelmeerraum, nach Großbritannien, Sibirien oder Nordafrika. Da wären der Kiebitz, die Singdrossel oder das Rotkehlchen und der Buchfink beispielhaft genannt.

Zugvögel belegen auch in eindrucksvoller Weise den von einigen geleugneten Klimawandel. Durch die globale Erwärmung hat sich das Zugverhalten der Tiere bereits verändert. Immer mehr Vögel kehren verfrüht aus den Winterquartieren zurück. So wurde auf der Insel Helgoland festgestellt, dass sich zwischen 1960 und 2007 die mittlere Heimziehzeit von 24 Arten um 8,6 Tage verfrüht hat. Das wird sich wohl bis heute, also 12 Jahre später noch weiter verändert haben. Einzelne Arten, wie die Mönchsgrasmücke, sind bereits 17 Tage früher wieder zurück.

Der „Falke 55,294-299“ berichtet das sich pro 1 Grad Celsius Erwärmung eine Verfrühung von 2,5 – 3,3 Tagen ergibt.

Die Abflugzeiten in die Winterquartiere finden aber nicht früher statt, sondern verschieben sich eher leicht nach Hinten. Die Erwärmung,die Trockenheit und Dürrezeiten in den Überwinterungsgebieten verändern auch dort das Nahrungsangebot. und somit das Verhalten der Zugvögel. Die steigende Erwärmung in den eurasischen Zonen bringt einige Arten dazu ganz auf den Abflug zu verzichten. Der Konkurrenzkampf um Lebensräume und Nistplätze wird größer. Vögel die sich noch nicht auf eine frühere Heimkehr eingestellt haben und erst später mit der Brut beginnen finden für den Nachwuchs weniger Insekten, weil die Frühheimkehrer bereits ihre Brut versorgt haben.

Der klimatische Wandel hat also extreme Auswirkungen auch auf die Vogelwelt, die ja auch noch unter dem Insektensterben zu leiden hat, der durch die intensive Landwirtschaft, also durch den Menschen, verursacht wird.

Mehr Daten zum Klima kann man auf dem Hamburger Bildungsserver einsehen.

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Fotohütte

Fotohütte – davon hatte ich gerade im Bezug auf die Tierfotografie schon des öfteren gehört. Durch den Kontakt mit einem anderen Fotografen erfuhr ich dann von einem Anbieter und erforschte im Internet die Einzelheiten.

In Holland bot sich eine Möglichkeit für den 06.Mai 2019 eine solche Hütte anzumieten. Meine Anfrage bei einem Kollegen aus dem Fototreff Essen, ob er eventuelle auch Interesse hätte, wurde positiv beschieden und so beschlossen wir das Ding perfekt zu machen.

Um möglichst früh in der Hütte zu sein, buchten wir für den Vortag ein Hotelzimmer in der Nähe, um nicht mitten in der Nacht aus dem Ruhrgebiet anreisen zu müssen. Allerdings ist die Fahrzeit lediglich knapp 1 1/2 Stunden von Essen aus.

Laufenten – Schneckenenten

Wir waren also schon am Vortag in Holland und machten einen kleineren Spaziergang durch die Gegend. Sofort vielen uns die langgestreckten Körper der Laufenten auf. Diese Enten können nicht fliegen und „laufen“ aufrecht über die Wiese. Dummerweise hatten wir die Kameras im Auto gelassen, die wir nun schnell noch holten. Zurück am „Laufentenpunkt“, waren diese aber schon am Wassergraben angekommen und wir konnten sie nur noch im Wasser ablichten und nicht beim typischen „Laufschritt“.

Die Enten waren wohl schon auf dem Weg zum Stall. Laufenten müssen in Stallungen zum Schlafen untergebracht werden, weil sie in der Nacht keine Möglichkeit haben einem Marder oder Fuchs zu entkommen, da sie ja nicht fliegen können. Laufenten werden auch „Schneckenenten“ genannt. Sie leben immer in einem Verband aus mehreren Tieren und sorgen dafür, dass es im weiteren Umkreis keine Schnecken gibt, die werden alle von ihnen gefressen. Die Ente stammt ursprünglich aus Indien und ist mit den Stockenten verwandt.

Fotohütte
Laufente oder Schneckenente
Fotohütte

Feldhase

Auf unserem weiteren Rundgang stießen wir dann noch auf den Feldhasen. Diese sind durch die intensive Landwirtschaft mittlerweile zur bedrohten Art geworden, schienen sich aber hier im Park sehr wohl zu fühlen.


Die Fotohütte

Am nächsten Tag machen wir uns also bereits um 6:00 Uhr auf den Weg um unseren Schlüssel für die Hütte zu holen. Die Organisation hat prima funktioniert. Die Abholung des Schlüssel aus einem „Schließfach“ mit den weiteren Unterlagen zur Hütte inklusive der Wegbeschreibung verlief reibungslos. Schließlich treffen wir an dem beschriebenen Abstellplatz für das Auto ein und gehen noch ein Stück zu Fuß zur Hütte. Der Innenraum entspricht auch voll und ganz der Beschreibung. Bequeme Sessel für drei Personen, bereits installiertes Benro Slider System mit Benro Gimbal Stativköpfen und selbst „Bohnensäcke“ sind vorhanden. Das Spiegelglas sorgt dafür das es nicht windet.

Der Maitag ist recht kühl und wir sind froh uns warm angezogen zu haben, trotzdem kriecht die Kälte später langsam zum Knie hoch und das legt sich erst gegen Mittag, da haben wir die Hütte wohl mit der Körperwärme etwas „aufgeheizt“. Es ist zwar ein kleiner Gasofen vorhanden, aber ihn zu zünden misslingt. Offenbar ist die Gasflasche leer.

Hinter der Hütte befindet sich ein Waldstück und rechts und links von uns ist Buschwerk mit blühenden Pflanzen und etwas Schilfröhricht. Wir blicken auf eine angelegte größere Wasserstelle mit auslagernden Ästen und Stämmen um den Vögeln Sitzgelegenheiten anzubieten. An den Seiten befindet sich eine Insel, die linke ist eine kleine „Halbinsel“ die in das Wasser hineingeht. Baumstümpfe sind ebenfalls vorhanden und wir bringen etwas Fettfutter an. Auf der „Insel“ liegt etwas Vogelfutter.

Kaum sind wir in der Hütte sehen wir einen Graureiher, der aber sofort wieder weiterfliegt. Die Kameras im Anschlag warten wir nun auf die „Vögel des Tages“. Leider ist das Wetter nicht ganz wie wir es erhofft haben, aber der erste Buntspecht macht sich am Baumstumpf zu schaffen.

Fotohütte
Fotohütte

Dann geht es etwas schleppend weiter. Dem ausliegenden Heft, wo man seine Beobachtungen eintragen soll, um etwas für die Statistik zu tun, entnehmen wir, dass in den letzten Tagen häufiger ein Eisvogel gekommen ist. Heute ist er uns allerdings nicht gewogen. Irgendwann hat sich unsere Hoffnung zerschlagen ihn auch zu sehen.

Es kommen eine Amsel, ein Grünspecht, Sumpfmeise, Kohlmeise, Mönchsgrasmücke und eine kleine Maus. Nebenan ruft mehrmals am Vormittag ein Kuckuck. Aber auch die stille Hoffnung er könnte ja einmal zum Trinken kommen, erfüllt sich nicht. Man hört zwischendurch das Hupen eines Schiffes, weil der Kanal ganz in der Näher ist und auch die Geräusche der nahegelegenen Baustofffirma sind zu hören.

Zu den Gästen gesellen sich dann noch das Rotkehlchen, eine Ringeltaube , und ein Fitis.

Alles in Allem hatten wir uns etwas mehr „Leben“ gewünscht, aber das Wetter spielte wohl eine gewisse Rolle und die Vögel sind ja auch nicht immer „gleich gut drauf“. Dennoch war es interessant, weil die Vögel, wie der Buntspecht, sonst aus der Nähe nur schwer zu fotografieren sind. Der Preis war dadurch das e i n Fotograf die Hütte anmietet und selbst entscheidet ob er noch ein oder zwei Personen mitnimmt recht günstig. Der Anbieter HBN hat noch weitere Fotohütten im Angebot, wobei diese jeweils anders gelegen sind und wo auch andere Arten zu finden sind.

Futterstelle – Der Dieb

Futterstelle – in unserem kleinen Garten habe ich seit zwei Jahren ein Futterhaus stehen. Ich freue mich immer wieder darüber wie gut es von den Vögeln angenommen wird. Sechzehn verschiedene Arten habe ich mittlerweile registrieren können. Hinzu kommt das Eichhörnchen, das auch schon einmal darin saß.

Futterstelle
Futterstelle

Am Stamm habe ich jetzt im frühen Frühjahr ein Glas Fettfutter angebracht. Das wird einmal vom Dach des Vogelhauses und einmal vom eigenen kleinen Dach geschützt.

Seit einer Woche gibt es allerdings Probleme. Zunächst verschwand der große „Energiekuchen für Stare und Drosseln“ spurlos und am nächsten Tag war sogar das Glas mit dem Fettfutter verschwunden.

Daraufhin habe ich dann den nächsten Energiekuchen mit Kabelbinder fixiert. Was soll ich sagen, wiederum war er am Tag darauf verschwunden. Nur der Kabelbinder war noch da.

Futterstelle
weg ist der „Kuchen“ – Handyfoto

Auch das neu angebrachte Fettfutter, diesesmal kein Glas, sondern Kunststoffgefäß war nicht mehr zu finden.

Neuer Versuch, wiederum mit Kabelbinderbefestigung und der Halterung vom NABU für den Fettkuchen und ein neues Glas, ebenfalls fixiert.

Zusätzlich habe ich dann am Balkongeländer eine Wildkamera aufgehängt, die ich einmal günstig erworben hatte. Ich wollte doch unbedingt wissen, wer mir da dauernd das Futter wegholt.

Ich bin dann heute in der Frühe bereits auf und schaue nach. Potzblitz, der Futterkuchen ist schon wieder weg. Nur noch das Gestell ist vorhanden. Das fixierte Glas ist noch da, das hängt auch ziemlich fest am Gestell.

Futterstelle
hier ist der „Kuchen bereits gegessen“ – Aufnahmen mit einer einfachen Wildkamera -Infrarot

Natürlich muß ich sofort die Wildkamera reinholen und nachsehen ob etwas zu sehen ist. Die Qualität ist natürlich nicht gut, aber der Fuchs ist deutlich zu erkennen. Mitten in dem Essener Vorort Bredeney haben wir hier also einen Fuchs, der sich des nachts hier rumtreibt. Mit dem Fettkuchen muß ich mir also etwas einfallen lassen. Der muß also entsprechen höher aufgehängt werden. Ich hoffe das das Glas stabil besfestigt ist und die Vögel weiterhin Spaß daran haben.

Futterstelle
da ist der „Dieb“- noch hängt der „Kuchen“- Aufnahmen mit einer einfachen Wildkamera -Infrarot

Die Fotofalle werde ich jedenfalls noch einmal aufhängen, etwas näher vielleicht, damit ich den „Dieb“ etwas deutlicher aufs Bild bekomme.

Verstöße und Mißachtung von Vorschriften und Vereinbarungen

Der Verstoß gegen Gesetze, Verordnungen und Vorschriften zieht sich durch alle Schichten der Gesellschaft. Behörden und Ministerien gehen da mit gutem Beispiel voran. Die Minister Lies und Albrecht mit der Landwirtschaftsministerin Klöckner und Co. verstoßen seit längerer Zeit gegen EU Vorschriften beim Thema „Wolf“ oder beim Umwelt und Naturschutz. Nach dem Motto „was stört mich mein Geschwätz von gestern“ – da wollte man zum Beispiel alles für die Bienen tun und verlängerte dann die Erlaubnis und Zulassung weiterer Pestizide.

An anderer Stelle wird die Leinenpflicht für Hunde in Wäldern und Schutzgebieten nur von den wenigsten eingehalten. Wen stört da schon ein Schild „bitte auf den Wegen bleiben“ und so weiter, wer denkt da schon an die in den Wiesen brütenden Lebewesen.

Die Bundesländer Mecklenburg Vorpommern und Brandenburg halten sich in schöner Regelmäßigkeit nicht an die selbst festgelegten Mindestabstände von Windkraftanlagen bei Brutstätten des Schreiadlers. Die Vorgabe lautet mindestens drei Kilometer Abstand. In Brandenburg befinden sich mindestens 33 Windkraftanlagen innerhalb der 3-Kilometer Zone. In Mecklenburg Vorpommern sind 136 Windkraftanlagen innerhalb des Tabu – Bereichs. (Deutsche Wildtier Stiftung)

So wird aus erneuerbarer Energie, die zum Erhalt der Artenvielfalt und zum Schutz des Klimas gebaut wurden, die Todesfalle für einen der seltensten Adler.

Bioenergieträger wie Mais und Raps werden mit Chemikalien „gepflegt“. Die Flächen zur Herstellung von Biogas nehmen mittlerweile ein landschaftliche Nutzfläche von 20 Prozent ein. Flächen, die ökologisch völlig wertlos sind. Energie aus erneuerbarer Energie hat zur Zeit einen Anteil von 35 Prozent und soll bis 2050 auf 80 Prozent Anteil steigen.

Neue Konflikte zwischen den erneuerbaren Energien und den daraus resultierenden Folgen sind absehbar. Forderte man zunächst von den überirdischen Stromleitungen in den Süden abzukommen und die Leitungen unterirdisch zu verlegen, wird das nach Erfüllung der Forderungen in großen Teilen bereits wieder abgelehnt.

Die Auseinandersetzungen zwischen neuen Energien im Bezug auf Artenschutz und Klimawandel, erfordern es dringend gemeinsam daran zu Arbeiten Konflikte um Vorfeld zu vermeiden. Das alle Seiten Kompromisse eingehen müssen, wird sich nicht vermeiden lassen.

Umweltbewußtsein steigt

Umweltbewußtsein steigt – so lautet die Überschrift zu einem Artikel in der WAZ vom 30.04.2019. Schön, die Demos von Friday for future verstärken den Eindruck das die Jugend erkannt hat, welche Probleme der Klimawandel für ein Leben in der Zukunft bedeutet, wenn nichts getan wird. Auch nehmen immer mehr Menschen an Aktionen im Naturschutz teil. Die Mitgliederzahlen bei BUND und NABU steigen rasant an und die Grüne Partei hat auch enormen Zulauf.

Rücksicht auf die Umwelt nehmen

Der Unrat auf den Straßen und Wegen nach Feiern, Grillabenden in der Natur und warmen Sommertagen nimmt aber genauso drastisch zu. Da wird sämtliches Grillgut mitgeschleppt um gemeinsam zu feiern. Der Abfall bleibt aber anschließend vor Ort liegen. Da denkt kaum jemand daran den wieder mitzunehmen, obwohl der Ballast auf dem Heimweg sicherlich bedeutend weniger wäre als auf dem Hinweg. Aus fahrenden Autos wird überflüssiges Papier oder sonstiger Unrat einfach aus dem Fenster geworfen. An Papier – oder Flaschencontainern werden Farbeimer von der Hausrenovierung abgestellt, oder der ausgediente Fernseher, alte Möbel und wie neulich bei uns passiert, ganze Säcke mit Pferdemist neben die Container gelegt. Dabei bräuchte es nur einen Anruf beim Entsorger um die Sachen abholen zu lassen. Oder man fährt ein paar Meter weiter zum Recyclinghof.

Die Natur wird begrüßt, wie zuletzt die Rückkehr des Wolfes und demnächst wohl auch des Goldschakals als neuer Mitbewohner unserer Wälder. Aber alles nur solange es für den Einzelnen keine Umstände macht. Etwas mehr Arbeitsaufwand für den Herdenschutz im Falle des Wolfes, Zaunaufbau, Anschaffung von Herden Schutzhunden etc. obwohl das alles mittlerweile zu 100 Prozent bezahlt wird. Da ist es einfacher ein paar Schafe zu opfern und den Abschuß der Wölfe zu verlangen.

Wer eine bessere Umwelt haben will, wer ein gesundes Klima haben will und wer die Natur mit all ihren Facetten genießen will, muss auch die Folgen in Kauf nehmen. Wer gegen Massentierhaltung ist und wer Essen aus nachhaltigem ökologischen Anbau genießen will, muss auch damit leben, dass es etwas kostet, das man etwas aufgeben muss. Es liegt an uns selbst, unser Umfeld zu verbessern. Immer darauf warten das Andere etwas tun, hilft kein Stück weiter.

Specht – Buntspecht und andere

Dendrocopos major

Specht  – der Buntspecht

Specht – Während der Buntspecht im Winter Samen und Körner bevorzugt, frißt er in den warmen Monaten Insekten die er aus den Bäumen hämmert, aber auch Singvogeleier und Jungvögel aus den Bruthöhlen der Vögel stehen auf seinem Speiseplan. Außerdem mag er Nüsse und Bucheckern. Er kommt in Wäldern und Parks sowie in Gärten vor. Die Zapfen von Nadelbäumen klemmt er zum Bearbeiten in Astgabeln, den  sogenannten „Spechtschmieden“.

Specht
Buntspecht
Aussehen

Das Gefieder des Buntspechtes ist oberhalb schwarz mit zwei weißen Flecken. Die Unterseite ist rot gefärbt. Neben dem roten Fleck am Genick (nur beim männlichen Vogel) hat er weiß gefärbte Wangen und am Hals findet man schwarze Barststreifen. Auffallend dick ist die Haut, die sie vor Insektenstichen schützen soll. Das heftige Pochen am Baum beim Zimmern wird durch eine federnde Verbindung zwischen Schnabel und Schädel abgefedert.

Unterschiede

Optisch ähnlich und daher in Mitteleuropa leicht mit dem Buntspecht zu verwechseln sind der Mittelspecht, der Kleinspecht, der Weißrückenspecht und der Blutspecht, die aber alle in Deutschland deutlich seltener vorkommen.

Picus viridis

Specht
Grünspecht
Specht  – der Grünspecht

wegen seines an Lachen erinnernden Gesangs wird er bei uns auch der „lachende Hans“ genannt.  Seine Bruthöhle baut er in morschen Baumrinden. Nur selten hört man den Grünspecht am Baum hämmern um Nahrung zu suchen, da er sich meist am Boden aufhält. Sein Lieblingsgericht sind Ameisen.

Zorro

Im Winter gräbt er mit seinem Schnabel Löcher in den Schnee und den Boden um an seine Nahrung zu kommen.  Der auffallenden Augenmaske verdankt er auch den Beinamen “ fliegender Zorro“. Während die Oberseite dunkelgrün ist, ist die Unterseite hell- bis graugrün. Oberkopf und Nacken sind rot, der Bürzel grüngelb. von den Wangen bis zur Kehle ist er weißlich gefärbt , Flügel braunschwarz, gelblich gefleckt.

weit mehr über den Grünspecht auf diesem Link

Schwarzspecht

Der Schwarzspecht ist der größte europäische Specht. Er ist der perfekte Höhlenbauer und ein Langschläfer. Außerdem ist er lieber Alleine. Ein richtiger Einzelgänger. Sein Revier verteidigt er wehrhaft und galt deshalb auch in der Antike als Glücksbringer des Kriegsgott Mars.

Wenn ein Specht eine Höhle baut, schlägt er zunächst ein einige Zentimeter tiefes Loch durch die Baumrinde. Dann ist der erste „Bauabschnitt“ beendet. Nun überläßt er den Pilzen das Feld. Diese nehmen das Loch dankbar an, weil sie sich nicht erst durch die Rinde durcharbeiten müssen. Die Pilze machen die Fasern mürbe und nachdem sie diese Vorarbeit geleistet haben, übernimmt irgendwann der Specht den weiteren Ausbau. Nun hat er es nicht mehr so schwer sich durchzuarbeiten. Diese Arbeit wiederholt sich immer wieder. Irgendwann ist eine Bruthöhle dann so tief, dass sie für die Jungen nicht mehr nutzbar ist. Die Höhle wird verlassen und andere Arten übernehmen sie. So zum Beispiel der Kleiber, der die Höhle dann für seine Ansprüche umbaut.

Der Specht legt mehrere Höhlen an. Eine Bruthöhle, eine Lagerhöhle und eine Ersatzhöhle. So ist er auf alle Eventualitäten vorbereitet.

Höhlen baut der kluge Specht, die er später anderen überläßt.

Das macht ihm auch nichts weiter aus, er baut mit Freuden ein neues Haus.

Das Hämmern tönt durch Flur und Wald, im Winter wird´s darin nicht kalt.

Im Sommer schützt es vor der Sonne, ja, Specht sein, dass ist eine Wonne.

von mir 😉

Gimpel

Gimpel, oder wissenschaftlicher Name Pyrrhula pyrrhula. Während die Jungvögel mit Insekten gefüttert werden, ernährt sich der Gimpel vegetarisch. Körner und Samen, die Knospen an Bäumen und Büschen, auch Beeren stehen auf seinem Speiseplan. Sein Aufenthaltsgebiet sind die Mischwälder, Parks und Gärten.

Gimpel

Die Bilder auf dieser Seite entstanden am Ostersonntag 2019 in unserem kleinen Garten hinter dem Haus. Weil die kleine Terrasse etwas tiefer gelegen ist, war ich sozusagen „Auge in Auge“ mit dem Dompfaff. Das Paar ließ sich durch meine Anwesenheit auch nicht stören und ich versuchte mich nicht zu bewegen, lediglich die Kamera mußte ab und an leicht und vorsichtig bewegt werden, denn es trennten uns kaum drei bis vier Meter.

Während Frau Dompfaff damit beschäftigt war das Nistmaterial zu sammeln, ließ Herr Dompfaff sein wachsames Auge umherschweifen um eventuelle Gefahren sofort zu signalisieren. Ich gehörte offensichtlich nicht dazu.

Der leuchtend rote Rumpf und die schwarze Kappe gaben dem Gimpel auch den volkstümlichen Namen „Dompfaff“, da er an das kirchliche Ornat eines Domherrn erinnert. Das Weibchen läßt sich gut vom Männchen unterscheiden. Im Gegensatz zu den leuchtenden Farben des Männchen, ist das Weibchen eher graubraun. Auffallend ist auch der weiße Bürzel.

Häufig hört man den lauteren Pfeifton der Gimpel. Er klingt traurig und erinnert an Wehmut. Dabei kann er auch anders singen. Jungen Gimpeln kann man sogar Lieder beibringen. Ein Grund, weshalb sie früher auch gerne gefangen und in Käfigen gehalten wurden. Als Fangmethode nutzte man die „Leimrute“. Der Gimpel gerät öfter in diese Falle als andere Singvögel. Eine Vogelfalle die auch heute noch in Südeuropa, Frankreich, Italien, Zypern und Spanien angewandt wird. Eine Rute, mit einer klebrigen, zähen Masse Vogelleim bestrichen, wird an Lock- oder Ködereinrichtungen angebracht. Der Vogel klebt dann daran fest und erleidet, wenn er nicht sofort befreit wird , einen grausamen Tod. Aber selbst wenn er noch lebend befreit wird, ist sein Schicksal zumeist besiegelt. Es sei denn sie werden von Mitgliedern des Kommitees gegen den Vogelmord befreit.

Der Dompfaff gilt auch als Vorgabe des Schimpfwortes „du Gimpel“. So nennt man einen Menschen der Jemandem leicht auf den Leim geht (Leimrute), oder als einfältig gilt.

Der zu den Finken gehörende Vogel baut sein Nest in Bäumen und Sträuchern. Das Gelege von bis zu sechs Jungen wird vom Weibchen alleine bebrütet. Sie wird in der Zeit vom Männchen mit Futter versorgt. Nach dem Schlupf werden die Jungen noch knapp drei Wochen im Nest von beiden Elternteilen gefüttert.

Leider werden Dompfaffe oder Gimpel noch immer lebend zum Verkauf angeboten, weil man ihnen Lieder beibringen will. Aber wer singt schon gerne hinter Gittern?

Ich habe leider kein Gedicht über diesen hübschen Vogel gefunden, deshalb habe ich mir selbst etwas einfallen lassen.

Wird wie ein Domherr gern benannt, wegen seines leuchtenden Gewand.

Auch die schwarze Kappe auf dem Kopf, erinnert an den Kirchenboß.

Das Männchen strahlt im Himmelsblau, Das Weibchen ist da eher grau.

Doch unzertrennlich ziehen Beide, am Himmel ihre Kreise

„Dompfaff“ ist ihm viel zu simpel, drum nennen wir ihn lieber „Gimpel“.

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Vogeluhren – circadiane Uhr

Vogeluhren – ursprünglich dachte man das der Beginn des Vogelgesang im Zusammenhang mit dem Tageslicht beginnt.

Versuche in abgedunkelten Räumen haben jedoch ergeben das Vögel einen 24 Stunden Rhythmus nutzen. Eine Art innere Uhr. Diese Uhr ist allerdings nicht beständig. Bei manchen Vögeln schlägt sie schneller und die Aktivitäten beginnen früher. Bei manchen schlägt sie langsamer und die Aktivitäten verspäten sich. Man bezeichnet das als „circadiane Uhr“ = ungefähr – Tag .

Durch dies innere Uhr sind Vögel bereits auf den kommenden Tag vorbereitet. Der Hormonhaushalt und die Körpertemperatur sowie die Stimmung sind bereits „voreingestellt“ und der Vogel kann den Tagesablauf sofort aktiv beginnen.

Die circadiane Uhr ist der Wecker. Sonne, Temperatur und das Wetter stellen die Uhr ein. Sie sind die „Zeitgeber“ der Uhr. So können die Tiere sich perfekt auf den Tagesablauf mit seinen wechselnden Bedingungen einstimmen.

Umweltfaktoren und Lichtverhältnisse wirken sich auf die Vogeluhr aus. Es gibt Vögel die bereits vor der ersten Dämmerung singen, wie das Rotkehlchen, während andere erst viel später mit dem Gesang beginnen. Man vermutet, dass das mit den Tagesaktivitäten zusammenhängt. Außerdem stellte man fest das die Vögel der Dämmerung einen größeren Augendurchmesser haben. Zudem gibt es auch bei Vögeln den „Frühaufsteher“ und den „Langschläfer“.

Eine innere Uhr gibt es auch im Bezug auf das Jahr. Die Jahresuhr der Vögel. Der Verhaltensforscher Eberhard Gewinner stellte bei Versuchen mit mehreren Arten fest, dass bei stets gleich bleibenden Licht- und Temperaturverhältnissen , präzise Rhythmen für den Ablauf der Mauser und der „Zugunruhe“ eintreten. Es existiert also ein „circannualer Kalender“. Die Jahresuhr läuft allerdings schneller als das Kalenderjahr. Die Regulierung scheint durch die Länge des Tageslichts zu erfolgen. Weitere Faktoren können die Nahrungs- und Wetterbedingungen sein.

Globale Veränderungen der Umwelt und Klimabedingungen wirken sich auf die Zeitpläne der Vögel beim Zugverhalten aus. Sie bringen die Uhren durcheinander. Ein immer früher eintretender Frühling oder Herbst verändert die Reaktionen der Vögel unterschiedlich. Einige Arten ändern ihr Verhalten, andere tun das nicht. „Wettervögel“ können sich schneller an neue Bedingungen anpassen, als die Arten mit festen Zug- und Zeitprogrammen. Der Kuckuck kommt oft später als andere Zugvögel zurück. Diese wiederum sind heute bereits ein bis zwei Wochen früher zurück. So kommt es vor das er sein Kuckucksei in Nester ablegt, in denen die eigene Brut bereits soweit voraus ist, dass das Kuckucksei von der geschlüpften Brut aus dem Nest geworfen wird. Eigentlich hat der Kuckuck sich das genau andersherum vorgestellt.

Ein weiteres Problem ist die „Lichtverschmutzung“ der Städte. Diese verändert möglicherweise auch die Tages- und die Jahresuhr der Vögel. Man hat festgestellt, dass die Stadtamseln früher Brutbereit sind als ihre Artgenossen im Wald. Die Tiere sind also gezwungen ihre Zeitpläne so umzustellen, dass sie mit den vom Menschen geschaffenen Veränderungen leben könne. Hoffen wir das sie es schaffen.

Informationen aus „Schattenblick“ -Der Falke – Journal f. Vogelbeobachter. Dr. Barbara Helm – Ornithologin Max Planck Institut für Ornithologie

Eisvogel

Eisvogel – mit neunzig Stundenkilometer stürzt sich der etwa siebzehn Zentimeter große Vogel vom überhängenden Ast ins Wasser um kleine Fische, Krabben, Insekten und Kaulquappen zu erbeuten. Etwas in sich gekehrt hockt er am Fließgewässer oder am stehenden Wasser auf dem Stamm, fast könnte man meinen er hätte einen Buckel und lauert auf einen Fisch. Erst wenn er leicht mit dem Kopf nickt, wird es spannend. Dann hat er im Wasser eine Beute ausgemacht. Ist der Fang erfolgreich gewesen, schlägt er den Fisch auf dem Ast auf dem er sitzt bewußtlos. In der Saarner Aue, wo man ihn gut beobachten kann, hat er einen eigenen „Schlagast“, den er nur für diesen Zweck benutzt. Manchmal verspeist er ihn aber auch sofort.

Kaum ein anderer Vogel fasziniert die Menschen so wie der Eisvogel. Ein Objekt der Begierde für jeden Fotografen. Die auffallende, türkis bis dunkelblau schillernde Oberseite glitzert regelrecht in der Sonne, zumal wenn das Gefieder noch feucht ist. Die Unterseite ist orange braun. Beide Farben tarnen ihn sehr gut, einmal zum Wasser und einmal zum Baum hin.

Eisvogel
Eisvogel – Weibchen
Eisvogel
Eisvogel Männchen

Männchen und Weibchen sind kaum zu unterscheiden. Man muß schon einen guten Blickwinkel haben, um zu erkennen, dass der Unterschnabel des Weibchen rot gefärbt ist. Beim Männchen ist der gesamte Schnabel schwarz.

Die Renaturisierung vieler Bäche und Flußläufe hilft den Bestand mindestens zu erhalten, oder leicht zu verbessern. Dennoch ist die Art noch zu schützen. Schwer wird es für den Eisvogel wenn die Winter starken Frost bringen und die Gewässer zufrieren.

Viele Tiere schaffen dann die Wintermonate nicht und verhungern. Seine Nisttunnel baut er im lehmigen Steilufer seines Reviers. Am Ende des Tunnels befindet sich die Brutkammer. In der Regel lebt der Vogel monogam. Es kann aber vorkommen, dass ein Männchen mehrere Nisttunnel versorgt. Sobald die Jungen, meistens sechs bis sieben Tiere, das Nest verlassen haben, wird die Höhle auch von den Altvögeln verlassen. Weil ihm die Reinigung nicht liegt, bleiben die Fischreste in der alten Röhre und verwittern. Das veranlaßt ihn dazu, immer wieder neue Tunnel zu bauen.

Die Steillage am Wasserlauf schützt den Eisvogel vor dem Zugriff von Marder oder Fuchs.

Eisvogel
links Weibchen (roter Unterschnabel) – rechts Männchen (schwarzer Unterschnabel)

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Der Eisvogel auf dem Aste sitzt, das Vogelkleid in der Sonne blitzt . Nichts ahnend im Wasser der Stichling schwimmt, der blaue Vogel sich vom Ansitz schwingt.

Stürzt sich hinein ins kühle Naß, der Stichling hat nicht aufgepasst. Dem Eisvogel ist die Jagd gelungen, der Stichling wird ganz schnell verschlungen.

von mir…..

Zilpzalp

Zilpzalp – so lautet auch der Ruf dieses etwa elf Zentimeter großen Vögelchens. Das ist auch der volkstümlichen Name, der sich gegenüber dem Namen Weidenlaubsänger durchgesetzt hat. Es gibt auch noch andere Namen wie Erdzeisig, Weidenzweisig, Wüstling oder Finderling.

Zilpzalp

Seine bevorzugten Wohngebiete sind waldreiche Regionen mit viel Unterwuchs und Auenwälder. Die Vorkommen gehen bis in die Berge, solange noch Baumbewuchs besteht. Es ist ein emsiger Vogel, der ständig unterwegs ist. Ein auffallendes Merkmal sind die zuckenden Bewegungen mit dem Schwanz und den Flügeln.

Die Nahrung besteht aus Insekten und Spinnen und Schnecken. Er sucht gerne ab der Baummitte bis in den Baumwipfel nach Nahrung.

Das Weibchen wählt das Nest aus. Dieses, in der Regel unordentliche Nest, befindet sich in 10 – 40 Zentimeter Höhe und ist kugelförmig, mit einem Seiteneingang gebaut.

Zilpzalpe leben monogam. Häufig ist aber auch die Lebensform Bigynie – bedeutet ein Männchen mit zwei Weibchen. Die Brut beginnt Mitte bis Ende April. Häufig folgt eine Zweitbrut im Jahr. Er gehört zu den 10 häufigst vorkommenden Arten.

Der Zilpzalp ist ein Kurz- oder Langstreckenzieher. Die Vögel Mitteleuropas ziehen in die Mittelmeerregion, aber auch bis zur Sahara.

Oft wir der Zilpzalp mit dem Fitis verwechselt. Deshalb gehört er auch zu den Zwillingsarten .Unterschiede sind in der Beinfarbe zu erkennen. Beim Zilpzalp sind die Beine dunkelbraun bis schwarz, beim Fitis hellbraun bis graugelb. Auch der Überaugenstreif ist beim Fitis deutlich gelber. Das Federkleid des Zilpzalp ist bis auf die schmutzig weiße Kehle und die ebenso gefärbte Körperunterseite, graubraun bis graugrün.

Der deutlichste Unterschied ist aber der Gesang. Dem eintönigen „Zilpzalp“ steht der Gesang des Fitis gegenüber, der an den des Buchfinks erinnert.

Josef Guggenmoos schrieb ein Gedicht darüber:

Zilpzalp

Wer im Wald spazieren geht, hört, wie es lustig klingt, wenn der Vogel Zilpzalp „zilpzalp zilpzalp zilpzalp“ singt.

Der Zilpzalp kann kein „zizidä“ doch „zilpzalp“ kann er gut. Darum singt der Zilpzalp „zilpzalp“ in seinem Übermut.