Rückkehr

Rückkehr – Eis und Schnee bedecken große Teile der Bundesrepublik. Selbst im sonst eher schneearmen Ruhrgebiet bleibt der Schnee bei minus 10 Grad liegen. Mein Auto ist mit einer dicken Eisschicht umhüllt und verwehrt mir so den Zutritt. Gut das ich nicht mehr zur Arbeit fahren muß, weil auch die öffentlichen Verkehrsmittel ihren Dienst eingestellt haben.

Trotzdem befinden sich die Störche bereits auf den Flug in ihre Brutgebiete.

Die ersten haben die Rückkehr bereits hinter sich. Einige Tage können Störche ohne Futter auskommen. Viele Helfer legen jetzt Futter für die Vögel aus, damit sie bleiben können. So wie sie bei großer Hitze der Wärme widerstehen, können sie auch Frostperioden durchhalten. Das Problem ist das fehlende Futter.

Es kann sein das einige wieder so weit in Richtung Süden fliegen, bis sie wieder bessere Bedingungen vorfinden. Das kann durchaus auch über 1000 Kilometer gehen. Sobald die Lage sich im Brutgebiet wieder entspannt hat, kommen sie dann wieder zurück.

Rückkehr

Die Rückkehr ist mittlerweile für viele Störche nicht mehr ganz so lang wie es früher war. Viele Störche überwintern bereits in Deutschland, oder im südlichen Frankreich und Spanien.

Eine Mülldeponie bei Madrid ist bei Störchen wegen des großen Futterangebots sehr beliebt.

Einige ziehen aber noch immer bis in den Tschad oder die südliche Sahel Zone, oder Richtung Ost- und Süd Afrika.

Wer sich für die Flugrouten der Störche interessiert sollte einmal unter “Störche auf Reisen” nachsehen. Dort werden gesenderte Störche bei ihrem gefährlichen Flug in die Winterquartiere bis zur Rückkehr verfolgt. Auf einer animierten Karte, im Blog von Kai-Michael Thomsen, kann man die Wege der Störche über die östliche oder westliche Route verfolgen. Eine Newsletter berichtet regelmäßig wo welcher Storch sich gerade befindet. Jeder Vogel hat einen Namen und es gibt bereits so etwas wie eine Fan Gemeinde für die einzelnen Störche.

Leider wird man so auch Zeuge, wenn ein Storch den abenteuerlichen Flug nicht überlebt.

Hoffen wir, dass alle anderen Störche bald wieder gesund und zu unserer aller Freude auf den Dächern und Ständen bei der Aufzucht der Jungstörche beobachtet werden können.

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Endemische Arten

Endemische Arten – zu diesen gehören Arten aus Flora und Fauna, die nur in ganz bestimmten Gebieten zu finden sind. Arten die in vielen Gebieten der Erde vorkommen, zählen zu den Kosmopoliten.

Endemische Arten sind unter anderem die Rallen. Rallen gehören zu den Kranichvögeln. Ihr Lebensraum ist das Wasser. Im endemischen Bereich gehört sie zum Lebensraum Inseln.

Blässhuhn

Allen gut bekannt, weil sie auch häufig zu sehen ist und wenig Scheu zeigt, ist das Blässhuhn ( Fulica atraoder). Häufig auch als auch Blässralle bezeichnet.

Neben dem Blässhuhn gibt es noch sechs weitere, in Deutschland zu findende, Rallenarten. Das Blässhuhn fällt durch die weiße Stirn und den weißen Schnabel auf. Beim ebenfalls zur endemischen Art zählenden Teichhuhn (Gallinula chloropus), ist die Stirn rot und der Schnabel ebenfalls rot, mit einer gelben Spitze.

Teichhuhn
Teichhuhn

Beide Arten kann man auch von hinten gut unterscheiden, weil der Unterschwanz beim Blässhuhn komplett weiß ist und der weiße Unterschwanz beim Teichhuhn durch einen schwarzen Balken unterbrochen wird.

Tüpfelsumpfhuhn
Tüpfelsumpfhuhn

Das Tüpfelsumpfhuhn (Porzana porzana) liebt die sehr flachen Gewässer und hat seinen Namen von den vielen weißen Tüpfeln am Hals und auf der Brust. Diese endemische Art ist etwa so groß wie eine Drossel. Ich hatte das Glück sie in den Rieselfeldern bei Münster zu entdecken.

Wasserralle
Wasserralle

Selten zu beobachten, dafür aber häufiger zu hören, ist die Wasserralle (Rallus aquaticus). Diese ist etwa taubengroß und ihr Ruf klingt wie das Quieken eines Schweines. Sie beobachtete ich in der Saarner Aue, in Mülheim an der Ruhr.

Die restlichen Rallenarten habe ich leider noch nie in der freien Natur beobachten können, weil sie sehr selten sind. So der Wachtelkönig (Crex crex), den man mit viel Glück von Mai bis September beobachten kann. Die Überschwemmungsgebiete im Frühjahr mit Seggenwiesen gehören zum bevorzugten Lebensraum. Er ist sehr selten, hat etwa die Größe eines Stares und ist eventuell noch im Osten zu finden

Auch das kleine Sumpfhuhn (Porzana parva) ist äußerst selten zu sehen. Im Nordosten gab es Nachweise und im Süden. Gleiches gilt für das flache Gewässer liebende Zwergsumpfhuhn (Porzana pusilla) .

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Kasarkas

Kasarkas – diesen Begriff aus der Ornithologie las ich gestern zum ersten Mal in einem Bericht über die Vögel am Wattenmeer. Natürlich mußte ich mich gleich informieren, was es mit diesem Begriff auf sich hat und gebe das Gelesene gerne weiter.

Der Name kommt aus dem russischen Sprachgebrauch und bezeichnet wird damit innerhalb der Gattung der Gänse eine Unterfamilie die der Halbgänse zugehörig ist.

Zu dieser Familie gehört die Rostgans, die Brandgans und die Nilgans, die bei uns zu finden sind.

Kasarkas
Rostgans

Rostgänse sind etwas größer als Stockenten und zeigen im Flug ein großes weißes Flügelfeld. Der schwarze Halsring ist besonders im Prachtkleid beim Männchen gut zu erkennen.

Markante Merkmale hat auch die Nilgans mit dem “Fletschauge”, dem dunklen Fleck rund um das Auge.

Rostgans hat sich gut angepasst und ist mittlerweile auch häufiger an den Binnengewässern in NRW anzutreffen. Die Nilgans findet man an nahezu allen Gewässern und Feldern und steht im Ruf andere heimische Gänse zu vergrälen, was allerdings noch nicht wirklich nachgewiesen ist. In der Brutzeit werden allerdings die Männchen der Kasarkas oft aggressiv wenn sich jemand dem Brutrevier nähert. Dazu werden sie aber auch von den Weibchen lauthals animiert.

Kasarkas
Nilgans

Die Brandgans ist allerdings hauptsächlich an den Küsten zu sehen, obwohl ich sie auch schon an der Ruhr in Mülheim gesehen habe. Dort in einem Schwarm von Kandagänsen. Ihre Brutgebiete liegen an der europäischen Atlantikküste und dem schwarzen Meer und der Mongolei. Brutplätze gibt es aber auch an der Ost- und Nordseeküste.

Kasarkas
Brandgänse – den Namen haben sie wegen des roten Bruststreifens

Alle Kasarkas fallen durch farbenfrohes Gefieder auf. Männchen und Weibchen sind sehr ähnlich.

Bei den Gänsen ist der Unterschied der Geschlechter häufig in der Größe zu sehen, die Männchen sind größer und kräftiger als die Weibchen.

Bei den Enten ist das Männchen im Prachtkleid den Kasarkas schon eher ähnlich, währen die Enten Weibchen wohl keinen großen Wert auf Farbigkeit legen.

Weihgesang – Rotkehlchens Winterlied

Weihgesang – soll der Titel meines Gedichtes über den treuesten Vogel in unserem Land sein. Das Rotkehlchen erfreut uns das ganze Jahr über mit seinem Gesang.

Kälte und ein wenig Schnee liegt auf Fluren, Wald und Feld.

Nur ein kleiner roter Vogel singt ein Lied wie`s ihm gefällt.

Sitzt trillierend auf dem Ast. Kein Komponist hat das Lied verfasst.

Die anderen Vögel sind verreist, er singt sein Lied im kalten Eis.

Amsel, Finken und die Meisen,

bevorzugen jetzt das Schweigen .

Der Wind fegt eisig durch die Kiefer,

der kleine Vogel spreizt jetzt sein Gefieder.

Aufgeplustert schützt er sich,  

doch das Singen das vergisst er nicht.

Die Wildsau gräbt den Boden um,

unser Vogel freut sich drum.

Findet in der losen Erde

viele schöne frische Kerne.

Kommt auch gern in uns`re Gärten,

um dort etwas abzuernten.

Singend dann aus voller Brust ,

vertreibt er jeglichen Verdruß.

Wie in Lied aus tönernd Erz

Bringt er Frieden in das Herz.

In der Ferne tönt der Glockenklang

Ganz nah erklingt Rotkehlchens Weihgesang

Weihgesang

Weihnachten 2020

Weihnachten 2020 wird durch das Corona Virus ein anderes Fest. Viele Menschen hatten in diesem Jahr innerhalb der Familie mit der weltweiten Pandemie in irgendeiner Weise zu tun. Fast jeder kennt mittlerweile Betroffene, die im schlimmsten Fall einen Angehörigen verloren haben.

Während unseres Urlaubes in Bad Zwischenahn, Ende September, erleidet unser Schwager einen Schlaganfall und liegt einen Tag vor dem Heiligabend noch in einer Klinik. Irgendwann hat er sich jetzt auch noch mit Corona infiziert. Die Lage ist sehr ernst.

Eine weitere Person innerhalb der Verwandtschaft wurde positiv getestet, ist aber mittlerweile wieder negativ. Ein Enkelkind musste für 10 Tage in Quarantäne, weil ein Mitschüler mit Corona infiziert war. Zum Glück blieb es ohne Folgen für die weiteren Mitschüler. Mehrere Personen arbeiten in Krankenhäuser , im Pflegedienst und als Lehrer.

Sie alle könnten den sogenannten “Aluhüten” und Corona Leugnern erzählen, wie schlimm dieses Virus ist, obwohl das wahrscheinlich bei diesen Leuten auch nichts nutzen würde.

Leider ist es im Leben so, dass die meisten Menschen aus Fehlern in der Vergangenheit nichts lernen. Wie sonst könnte es möglich sein, dass Nazis wieder in Deutschland ihr Unwesen treiben können.

Zum diesjährigen Weihnachtsfest möchte ich eine Geschichte weitergeben, die uns allen Hoffnung geben soll.

Ein Mensch steht neben Gott und beide schauen gemeinsam hinunter auf die Erde wo Spuren im Schnee zu sehen sind.
Der Mensch fragt Gott was das für Spuren sind und Gott antwortet:
„Das sind die Spuren deines Lebens!“ – „und wem gehört die zweite Spur, die da neben meiner herläuft?“ – „ Das sind meine Spuren,“ sagt Gott, „ da habe ich dich begleitet.“ – „ Aber dort,“ sagt der Mensch, da ist nur noch eine Spur, da ging es mir doch so schlecht. Gott, wo bist du da gewesen?“ – „Dort siehst du meine Spur,“ sagt Gott „ da habe ich dich getragen.“


Auch wenn ich nicht in die Kirche gehe, weil ich die Institution „Kirche“ nicht im Zusammenhang mit meinem Glauben sehe, ist mir klar, dass es irgendeine Macht gibt , die mich ein Leben lang begleitet. Das kommt in der Geschichte gut zur Geltung. Ich wünsche allen ein erfülltes, glückliches Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes neues Jahr.

In meinem neuen Buch “Zeit-Geschicht(e)” schreibe ich über Geschichten die ich in den 70 Jahren meines erlebt habe. Jede Geschichte habe ich mit einer kleinen Zeichnung versehen. Zu erwerben ist das Buch über Amazon.

Bis bald, alles Gute

Uli




Aktionsprogramm Insektenschutz

Aktionsprogramm Insektenschutz – so kündeten Umweltmisisterin Svenja Schulze und Agrarministerin Julia Klöckner im Sommer stolz ihren Einsatz zur Rettung der Insekten an.

Im ersten Teil hat Frau Schulze ihre Arbeit getan um Schutzzonen für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten einzurichten.

Im November forderte die Umweltministerin Frau Klöckner auf ihre Arbeit zu machen. Schließlich ist das Aus für das Pestizid Glyphosat innerhalb der nächsten drei Jahre einer der wichtigsten Punkte für das Aktionsprogramm.

Das Vorgehen zu den Totalherbiziden gehört in die Zuständigkeit des Agrarministeriums, wird aber von Frau Klöckner trotz der vollmündigen Ankündigungen rigoros ausgebremst.

Frau Schulze bezeichnet das Verhalten gar als “Totalblockade”, weil Frau Klöckner sogar den Kabinettsbeschluß zu den Vorschlägen des Umweltmisnisteriums verhindern will.

Wieder einmal tritt die Starke Verbindung zur Agrarlobby der Ministerin ans Tageslicht. Die riesigen Flächen der konventionellen, industriellen Landwirtschaft benötigen den massiven Einsatz von Pestiziden und zu Veränderungen ist man nicht bereit.

Campact ruft dazu auf die Ministerin zum Handeln zu bewegen. Ich unterstütze deshalb das Aktionsprogramm von Campact und bitte Euch das mit Eurer Unterstützerunterschrift ebenfalls zu tun.

Hier der Link zum Aktionsprogramm: Campact

Reise ohne Rückkehr – der Flug in die Winterquartiere

Reise ohne Rückkehr – das hört sich dramatisch an und das ist es auch. BirdLife veröffentlichte vor zwei Jahren (2018) Zahlen zur Vogeljagd in den Anrainerstaaten des Mittelmeeres.

36 Millionen Zugvögel kommen jährlich auf der Reise in die Winterquartiere auf dem afrikanischen Kontinent ums Leben. Die Vogeljagd ist illegal und äußerst brutal. Bei der Leimrutenjagd bleiben die angelockten Vögel an den Ruten kleben und verenden jämmerlich, wenn sie nicht frühzeitig durch Vogelschützer gerettet werden.

Wie gleichgültig mit dem Thema umgegangen wird, um nicht zu sagen gewissenlos, zeigt die Aussage von Juliane Kokott, Generalanwältin am Europäischen Gerichtshof, die die Jagd, mit Leimruten für zulässig erklärt. Die Begründung: es handle sich um eine Tradition, deren Erhalt “erhebliches kulturelles Gewicht” zukomme.

Man muß aber nicht nur mit dem Finger auf die Anrainerstaaten des Mittelmeeres zeigen ohne die Europäische Union im Gesamten zu sehen.

Völlig legal findet in der EU ein Massentöten auf 82 Vogelarten statt. In Zahlen bedeutet das 53 Millionen Vögel, darunter sogar stark bedrohte Arten, deren Schutz in der Vogelschutzrichtlinie festgeschrieben ist.

Zu diesen bedrohten Arten gehören der Star, der auf der Roten Liste in Deutschland als gefährdet eingestuft ist. Dennoch liegt die Zahl der getöteten Stare bei 650.000. Die Bekassine, vom Aussterben massiv bedroht, erleidet 205.000 Verluste ihrer Art. Bei der Feldlerche, ebenfalls stark gefährdet, liegt die Zahl gar bei 1,7 Millionen Vögeln.

Alle werden durch legale Jagd getötet, trotz der vielen Bemühungen um den Schutz der Tiere und im Widerspruch zur Vogelschutzrichtlinie.

Die Jagd an sich ist gedacht überschüssige Vorkommen zu reduzieren und Nachhaltigkeit herzustellen. Das Vorgehen bei der Vogeljagd entspricht ganz und gar nicht dem selbst gesteckten Ziel der Jagd.

So werden 107.000 Kiebitze getötet, obwohl der Vogel zu den gefährdeten und bedrohten Arten gehört. 1,6 Millionen Wachteln und 980.000 Waldschnepfen gehören dazu. Die Turteltaube, erst vor kurzer Zeit durch die internationale Naturschutzunion als weltweit vom Aussterben bedroht deklariert, wird mit 1,5 Millionen getöteter Tiere registriert.

Reise ohne Rückkehr – wofür die Tötungen?

Warum werden überhaupt Vögel durch die Jagd getötet? Bereits die Römer hielten gerne besonders schöne und farbige Vögel in Gefangenschaft um sie als Zierde in Käfigen zu halten. Im Bergbau wurden Vögel zum Nachweis von Grubengas eingesetzt. Käfighaltung von Singvögeln gibt es leider auch heute noch und in vielen südlichen Ländern gelten Vögel noch immer als Delikatesse in der Küche. Vögel werden als Lockvögel gefangen, um mit ihrer Hilfe andere Vögel zu fangen und zu töten.

Der NABU berichtet alleine in Deutschland von 53.000 bis 146.000 illegal getötet Vögel jährlich. Besonders dramatisch ist dabei die Zahl der getöteten Greifvögel und Eulen. mit jährlich etwa 12000 getöteten Tieren.

Jeder 17. europäische Zugvogel, der in Afrika sein Winterquartier sucht, wird in ägyptischen Fangnetzen getötet. Entlang der Mittelmeerküste werden über eine Strecke von 700 Kilometern Fangnetze aufgebaut werden.

So endet für viele Vögel die Reise in die Winterquartiere, weil einige Menschen meinen nicht ohne diese Arten auf dem Speiseplan leben zu können oder ihre Zimmer mit ausgestopften Vögeln ausstatten zu müssen.

Es wird Zeit auf Gesamteuropäischer Ebene für ein Verbot der Vogeljagd einzutreten.

Bewegung hält Körper, Geist und Seele zusammen

Bewegung hält Körper, Geist und Seele zusammen – viele Leute zieht es in der Zeit der Pandemie in die Natur und die Wälder und das ist gut so.

Die Luft in der freien Natur ist reich an Sauerstoff und reinigt die Lungen. Die Atemwege werden desinfiziert. Die Luft gerät über die Lungenbläschen in den Blutstrom und über das Körpergewebe bis in die Gehirnzellen. Der Sauerstoffwechsel wird angefacht. So wird Bewegung zur Frischzellenkur.

Im Schnitt atmet ein erwachsener Mensch stündlich etwa 200 Liter Kohlensäure aus, die sich dann in der Umgebungsluft befindet. Das macht ein häufiges Lüften notwendig, um den Verdünnungsgrad zu erhalten. Je mehr Menschen in einem Raum sind, je mehr steigt die Verdichtung durch die Kohlensäure. Die Folge ist Müdigkeit. Es muss also für Verdünnung gesorgt werden.

Bewegung im Wald

Bewegung in der Waldluft

Die Waldluft gilt als besonders rein und heilkräftig. Bereits in einem vorherigen Artikel habe ich über die positive Wirkung der Duftstoffe und Terpene aus den ätherischen Ölen, die die Bäume in die Luft abgeben geschrieben. Terpene stützen das Immunsystem. Die Öle wirken heilsam auf Katarrhe der Atemwege.

Eine Blattfläche von 25 Quadratmetern, gibt bei gutem Licht soviel Sauerstoff ab, wie ein Mensch verbraucht. Um eine alte, etwa 100 Jahre alte Buche, mit einem Baumkronendurchmesser von 15 Metern zu ersetzen, müsste man 2700 junge Bäume anpflanzen um die gleiche Funktionalität zu erreichen.

Man sollte sich also gut überlegen, bevor man einen alten Baum voreilig fällt.

Dem Menschen stehen Beine zur Verfügung, die perfekt ausgestattet sind. Die Beinmuskulatur macht 56 Prozent der gesamten Muskulatur aus.

Diese kann durch Bewegung angeregt und erhalten werden. Sie kann aber auch durch zu wenig Bewegung geschwächt werden. Eine gesunde Muskulatur sorgt für einen guten Stoffwechsel, für eine gesunde Tätigkeit der Haut, der Drüsen und der Kreislauforgane.

Bewegung an der frischen Luft hält Körper Geist und Seele zusammen.

Wer den Spaziergang gleichzeitig nutzt um die Atmung zu trainieren, wird schnell merken das er tatenfreudiger, unternehmungslustiger wird. Der Körper fühlt sich merkbar wohler.

Dazu muss man fünf Schritte lang einatmen und bei den nächsten fünf Schritten langsam ausatmen. Man atmet automatisch tiefer aus dem Bauch heraus. Nach einiger Zeit werden sich die gewünschten Effekte einstellen.

Subventionen der BRD in den Naturschutz

Subventionen leistet die Bundesregierung in enormer Höhe. Das Subventionsvolumen stieg im Jahr 2020 auf 31,4 Milliarden Euro.

Die Kosten für die Umsetzung von Natura 2000 im terrestrischen Bereich Deutschlands belaufen sich nach einer aktuellen Schätzung auf jährlich 1,416 Mrd. Euro (2017).  Das entspricht pro Einwohner und Jahr einem Betrag von etwa 17 Euro.

Für die Umsetzung der EU Richtlinien zur staatlichen Finanzierung von Naturschutzgebieten, gibt es nach Auskunft der Bundesregierung eine Finanzlücke von mehreren Millionen Euro.

Um die notwendigen Beträge aufzuwenden beläuft sich die Differenz auf etwa 760 bis 980 Millionen Euro jährlich.

Förderung mit umweltschädlicher Wirkung

Die Subventionen für die Lufthansa haben ein Volumen von 9 Milliarden Euro. Hinzu kommen der Mehrwertsteuerlass und der Erlass der Flugbenzinsteuer für das Unternehmen.

Die RAG erhielt für den Steinkohlenbergbau 2008 Förderungen von 2 Milliarden Euro.

Im Jahr 2012 beliefen sich umweltschädliche Subventionen auf eine Höhe von 57 Milliarden Euro. Dazu gehören Subventionen für die Freistellung des Braunkohletagebaus, staatliche Bürgschaften für Güter die nicht den Marktpreisen entsprechen usw.

Subventionen durch Agrarzahlungen – Landwirtschaft und Fischerei in Höhe von 6,7 Milliarden in 2019

Laut Umweltbundesamt beliefen sich die umweltschädlichen Subventionen im Jahr 2017 unter anderem für:

Dieselprivilegien auf 7,4 Milliarden

Flugverkehr auf 11,8 Milliarden

Land und Forstwirtschaft 5,8 Milliarden

Verkehr Gesamt 28,6 Milliarden

Dienstwagen 3,1 Milliarden

Energiebereitstellung 20,3 Milliarden

Wenn man diese Subventionen der Finanzierungslücke im Bereich Natura 2000 – Naturschutzgebiete FFH entgegensetzt, muss man den Eindruck haben, dass es mit den Aussagen der Bundesregierung, sich mehr um Natur und Umwelt kümmern zu wollen, nicht so weit her ist.

Quellen: Umweltbundesamt / BMEL.de / SRU- Sachverständigenrat für Umweltfragen / Deutschlandfunk

Meine Neuerscheinungen auf 1Buch.de:

mein Buch “Das letzte Drittel – oder keine Zeit im Rentenalter”. Das Letzte Drittel beginnt kurz vor dem Renteneintritt und besteht aus Reisen, neuen Erfahrungen und Beobachtungen in der Natur – 94 Seiten DIN A 4

mein Buch “Der Vogelgucker” – Beobachtungen und Beschreibungen. 90 Seiten DIN 4 bebildert.

Vogelschnabel

Vogelschnabel – Man könnte auch sagen das der Vogelschnabel die Greifhand ersetzt. Die Hinterbeine benutzt der Vogel ja für das Fliegen. Der Vogelschnabel ist aber nicht nur zur Aufnahme des Fressen vorgesehen.

Vogelschnabel – Wärme bestimmt die Größe

Der Schnabel dient auch zur Thermoregulierung. Zum Schutz vor Unterkühlung und Überhitzung. Nach der “Allenschen Regel” ist die relative Länge der Körperanhänge (Schnabel) einer Art in einer kalten Region geringer als in einer wärmeren Region.

Bei Untersuchungen der Spitzschwanzammer in den Salzwiesen im Osten, Westen und an der Golfküste Nordamerikas stellte man fest, dass die Variationsbreite der Schnabelgröße abhängig von der durchschnittlichen Sommertemperatur ist. Je höher die Sommertemperatur im Schnitt war, umso größer ist der Schnabel.

Vogelschnabel – erstaunlich beweglich

Über das Nasenbein ist der Schnabel mit dem Gehirnschädel verbunden. Die Muskel am Quadratbein und am Gelenk des Unterkiefers schaffen die Möglichkeit das Kiefergelenk vorwärts zu bewegen. So wird auch das Oberkieferbein nach vorne gedrückt und der Oberschnabel hebt sich, während der Unterschnabel sich senkt.

Je nach Art der Nahrungsaufnahme ändert sich auch die Beweglichkeit. Bei den Schnepfen, mit den sehr langen Schnäbeln, sind die beweglichen Teile versteift. Sonst würde sich der Schnabel beim Einstechen in den Boden verbiegen, oder gar brechen. Bei der Bekassine verschiebt sich das Kiefergelenk unter die Augen, wodurch die Ohröffnungen dann vorne unter den Augen liegen. Die Schnabelspitze bleibt beweglich um die Nahrung zu “fassen”.

Der Vogelschnabel besteht aus Keratin oder Schnabelhorn, weshalb er nur ein geringes Gewicht hat. Durch diese Materialien kann er auch die verschiedensten Formen annehmen und mit Hilfe der Schnabelform auch die, für den Vogel wichtige Nahrung problemlos aufnehmen.

So wird aus dem Schnabel ein hochspezialisiertes Werkzeug. Anhand der Schnabelform kann der Beobachter bereits erkennen wovon sich der entsprechende Vogel ernährt. Durch die Nahrungsart wiederum, wird es auch leicht zu bestimmen wo der Vogel zu finden ist.

Vogelschnabel

Der Schnabel und die Farbe

Wenn die Vögel sich beobachten, können sie beim Konkurrenzkampf, anhand der Schnabelfarbe des Konkurrenten erkennen, in welchem Zustand dieser ist. Eine kräftige Farbe kann bewirken das der Konkurrent lieber gleich den Rückzug antritt.

Da es eine Beziehung (Korrelation) zwischen der Schnabelfarbe und dem Immunsystem gibt, können Partner ausser am Gesang auch an der Schnabelfarbe Rückschlüsse auf das Paarungsverhalten ziehen.

Bei einigen Arten ändert sich sogar bei der Balz die Farbe des Schnabels, so beim Papageientaucher.

Quellen: der Falke 2013/01 -2011/10 – 2010/08

Buteo buteo – unser häufigster Greifvogel

buteo buteo – ist als Mäusebussard besser bekannt. Er ist unser häufigster Greifvogel in Mitteleuropa. Meistens hört man zuerst seinen Ruf, der an das Miauen einer Katze erinnert. Dann sieht man ihn am Himmel, langsam kreisend immer höher steigen. Oft auch mit dem ein oder anderen Artgenossen.

Mäusebussard

Landwirte stellen auf ihren Äckern gerne Ansitzwarten auf. Von hier aus hat er gute Sicht auf die Felder um die Mäuse zu fangen, die für den Bauer ein Ärgernis darstellen. Ansonsten begnügt sich der Mäusebussard auch mit den Zaunpfosten.

Im Flug erkennt man ihn an den nach außen gebogenen dunklen Handschwingenspitzen, während der Flügel ein flaches V darstellt.

Weiler er seinen Kopf eng an den Körper anzieht, sieht er im Flug etwas klobig aus. Der Schwanz ist breit gefächert und abgerundet und durchgehend schwarz gebändert.

Alle Mäusebussarde haben ein weißes Brustband. Die Färbung kann ansonsten sehr unterschiedlich sein. Im Harz sah ich einen fast weißen buteo buteo, während die, die ich hier in unserer Region sehe fast alle dunkelbraunes Gefieder haben.

Mäusebussard

Anhand des weißen Brustbandes kann man gut erkennen ob es sich um einen jungen oder alten Vogel handelt. Der junge Mäusebussard hat auf dem Brustband längs gebänderte und der alte hat quer gebänderte Zeichnungen.

Buteo buteo, den Mäusebussard, gibt es in ganz Europa, außer im Norden. Dort herrscht der sogenannte “Falkenbussard.” Man kann beide Arten nur dadurch auseinanderhalten, das der Falkenbussard kein weißes Brustband hat. In den kalten Wintermonaten kann man dieser Art auch schon einmal bei uns begegnen.

buteo buteo – woher kommt sein Name ?

Woher der Name “Mäusebussard” kommt ist nicht endgültig geklärt. Es kann mit dem im 13. Jahrhundert bekannten Wort für die Maus zusammenhängen, dass ist das Wort “musari”. Möglich ist auch eine Ableitung aus dem mitteldeutschen Wort “Buse”, welches für das Wort – Katze – steht und eventuell auf den katzenartigen Ruf zurück geht.

Auf dem Speiseplan stehen neben den Mäusen auch Reptilien, Amphibien, Aas und Kaninchen. Beim Bearbeiten der Felder mit Pflugscharen läuft er auch tippelnd hinter einem Trecker her, um an frisches Futter zu kommen.

buteo buteo

Der Mäusebussard wohnt und nistet in Bäumen, weshalb auch immer ein Waldbestand in der Nähe zu finden ist. In seinem Nest, das aus Ästen und Reisig gebaut wird und mit Tierhaaren gepolstert wird, legt das Weibchen bis zu vier Eier, die auch von ihr alleine bebrütet werden. In dieser Zeit wird sie vom Männchen gefüttert.

Die Jungen schlüpfen nach etwa 35 Tagen und werden noch einige Tage vom Weibchen gehudert, das heißt warmgehalten.

Der Bestand von buteo buteo , unserem prachtvollen, imposanten Mäusebussard ist zum Glück nicht gefährdet. Einige Tiere fallen dem Straßenverkehr zum Opfer oder verenden durch Windräder und manche überleben auch einen kalten Winter nicht.

Veränderung – ändert sich unser Leben im Alter noch?

Veränderung – ich dachte eigentlich das sich das Leben nach fünfzig Jahren nicht mehr groß wandeln würde. Als ich dann mit zweiundfünfzig Jahren noch das Glück meines Lebens fand und diese herrliche Frau ein paar Jahre später auch noch geheiratet habe, gab es keinen Grund anzunehmen das noch vieles geschehen könnte, was das Dasein verändern könnte.

Das ich mich in dieser Hinsicht irrte, bemerkten wir knapp zehn Jahre nach unserem Kennenlernen. Da wurden wir innerhalb eines Jahres gleich zweimal mit Enkelkindern beschenkt.

Als wir dann das erste Mal so ein kleines Wesen in den Armen hielten, war schnell klar, dass sich etwas ändern würde.

Zunächst ein Mädchen, das uns am Tag unserer Fahrt zu einer Hochzeit im Harz mit ihrem Erscheinen überraschte und uns mit viel Freude im Herzen zu dieser Hochzeit fahren ließ.

Nur ein paar Monate später dann ein Junge, der im Arm der strahlenden jungen Mutter im Bett liegt und diese glückselige Frau ist die Tochter, bei der man sich in der Vergangenheit noch nach jedem Großdiskobesuch gefragt hat, was die Zukunft bringt.

Meine Frau dieses wundersame Wesen, die nie eigene Kinder hatte, hält in beiden Fällen so ein zerbrechliches Wesen im Arm, als hätte sie nie etwas anderes gemacht.

VERÄNDERUNG – OMA UND OPA

Das ein Kind in den Armen einer Frau diese völlig verändert, werde ich noch öfter feststellen. Da brechen wohl uralte Instinkte durch. Anders ist es nicht zu erklären, das aus einem Satz wie :”ein Kind wickeln, wenn die Windel bis oben hin voll ist, könnte ich nicht !” An diese Worte erinnere ich mich, als sie mich ruft und bittet einen Fuß des Babys hochzuhalten um die, bis zum Bersten gefüllte Windel, unter dem Popo hervor zu ziehen. Da ist kein Wort wie “Igitt” zu hören, da gibt es nur ein Strahlen, nachdem das Kind sauber und gepudert in der frischen Windel liegt.

Ein paar Jahre später wird sie laut lachen, wenn der kleine Junge ihr voller Stolz die “dicke Wurst” in der Kloschüssel präsentiert.

Das Leben als Oma und Opa hat uns noch einmal völlig verändert. Jetzt sitzen wir plötzlich wieder mit Bauklötzchen auf dem Boden und ich dichte Lieder um. Aus der “Schwäbschen Eisenbahne” wird dann eine Ruhrgebietsbahn die mit “umtscha, umtscha , über viele Haltstationen von Essen West nach Wattenscheid fährt und vor lauter “umtscha” schläft das Kind auf meinen Armen ein.

Veränderung – Spiel und Spaß als Mittelpunkt

Nichts kann noch viel wichtiger sein, als der Spaß der Enkelkinder wenn sie bei uns sind und die beste Frau der Welt erzählt bei Treffen mit ihren Freundinnen und Bekannten zunächst die Neuheiten aus dem Treiben der Kinder, da rücken H&M und C&A erst einmal in den Hintergrund.

Und die Töchter? Aus den jungen Frauen wurden umsorgende Mütter und Ehefrauen. Selbst die, die ständig “auf Achse” war und immer nach Neuem suchte, denkt jetzt nur noch an ihre Familie, den Mittelpunkt ihres Lebens und belohnt so ihren Mann, der doch lange um ihre Gunst gekämpft hat, bevor sie schließlich “ja” sagte.

Bei Allen sieht man das pure Glück in den Augen, die wie die Sterne am Nachthimmel leuchten.

VERÄNDERUNG DURCH ENTWICKLUNG

Jede neue Entwicklung bei den Kindern wird begeistert aufgenommen. Der erste erfolgreiche Versuch den Löffel mit Essbarem in den Mund zu führen, das erste Krabbeln und das spannende Warten auf das erste Wort. Wir warten auch gespannt ob “Oma” oder “Opa” zuerst dran sind.

Bei uns ist die Aufregung groß, als es um die erste Übernachtung geht. In der Mitte das Kind, an den Außenseiten, am äußersten Rand, Oma und Opa die Angst haben sich zu bewegen, aus Furcht sich zu drehen und in der Mitte der “Kleine” der mittlerweile “quer” liegt und den Platz genießt.

Glücklich haben wir “Alten” dann die erste Nacht überstanden und der neue Tag beginnt mit “…und was machen wir jetzt ? “

Einige Jahre sind vergangen, in denen der erste Tag bei der Tagesmutter und der erste Kindergartentag lag. Die ersten Geburtstage wurden mit der entsprechenden Anzahl an Kerzen gefeiert und der Tag der Einschulung erinnerte trotz der Einschränkungen durch den Corona Virus an ein südländisches Clan-Treffen.

Mit dem ersten Schultag hat nun wieder ein neuer Lebensabschnitt für uns alle begonnen. Sechs Jahre voller Erlebnisse sind vergangen und wir fragen uns nicht mehr, ob sich unser Leben noch verändert. Wir wissen das es so ist und sind dankbar für all diese Momente die wir miterleben dürfen.

Manchmal bedauere ich, nicht früher daran gedacht zu haben, wie wir mit unserer Erde umgegangen sind. Vieles haben wir Menschen in der Vergangenheit angerichtet um in immer mehr Luxus und Komfort zu leben und haben dabei die Ressourcen der Welt über ihre Möglichkeiten hinaus ausgenutzt.

Viel zu spät denken wir und leider auch nicht alle, daran wie wir die Schäden aufhalten und vielleicht auch noch beheben können, die wir der Natur, dem Klima und unserer Umwelt zugefügt haben. Dabei ist es doch so wichtig die Natur zu erhalten, damit auch der kleine Junge, das kleine Mädchen in einer nicht all zu weiten Zukunft noch zu ihren Kindern sagen können :” gehen wir in Opas Wald ?”

Eulen – Hören, Sehen, Fliegen in Perfektion

Eulen können extrem gut hören und völlig lautlos fliegen. Im letzten Beitrag haben wir uns bereits mit dem Gehör und den Augen der Vögel befasst. Bei den Eulen sieht das allerdings anders als bei den Vögeln aus.

das Ohr – das Superorgan

Auch die Eulen besitzen kein Außenohr und somit keine Ohrmuschel. Nun werden sicher gut beobachtende Leser sagen das die Eulen, wie der Uhu, doch auf dem Kopf Ohren haben. Das sind aber leider nur Federbüschel die mit dem Gehör nichts zu tun haben. Noch ist nicht genau bekannt, wozu diese “Puschel” eigentlich vorhanden sind. Man vermutet das es etwas mit der Balz zu tun haben könnte.

Bild : Schleiereule

Eulen

Am hinteren Rand des Gesichtsschleiers, der den Vorderkopf kranzmäßig umrahmt und mit Federn bedeckt, liegen die schlitzförmigen Ohren. Es gibt einen inneren und einen äußeren Gesichtsschleier. Der äußere Gesichtsschleier kann seine Form verändern. So werden die Schallwellen auf die, in unterschiedlicher Höhe gelagerten Ohren, gelenkt.

Die unterschiedliche Lage der Ohren ermöglicht es den Eulen genauesten zu eruieren woher ein Geräusch kommt. Sie sind in der Lage anhand des Geräuschs zu erkennen ob dieses von oben-unten, links oder rechts kommt und nehmen selbst Töne im Hochfrequenzbereich wahr.

die Augen der Eule

Die Augen der Eulen sind gut, aber nicht gut genug um damit in der Nacht die Beute zu erhaschen. Auch wenn die Netzhaut mit vielen “Stäbchen” ausgestattet ist, die für das Hell-Dunkel-Sehen zuständig sind und jeden kleisten Lichtstrahl auffangen, sehen Eulen in der Nacht nur etwa drei Mal besser als der Mensch. Die geringe Anzahl an “Zapfen” in der Netzhaut bewirkt das Eulen in der Nacht lediglich die Grundfarben Gelb, Rot und Blau sehen können.

Der wichtigste und unübertroffene Aspekt für die Jagd ist also das extrem gute Gehör der Eulen. Hinzu kommt der lautlose Flug der Tiere. Ein Flug mit Geräuschbildung würde die Artgenossen nur stören.

Wer schon einmal eine Taube beim “Abflug” gehört hat, weiß wie deutlich ein Flug zu hören sein kann. Die Eulen haben aber an ihren Schwungfedern feinste zusätzliche Härchen mit einer ganz feinen Zahnung. Diese verhindern das Aufwirbeln der Luft.

Eulen

Wem es vergönnt war eine Eule zu streicheln, stellt fest das sich das Gefieder wie Samt anfühlt. Jeder Luftstrom wird dadurch in derart kleine Luftwirbel zerlegt, das selbst Geräusche im Ultraschallbereich nicht zu bemerken sind. Ein Opfer wird die nahende Eule niemals hören können.

Hören und riechen – haben Vögel Nase und Ohren ?

Hören und riechen – sieht man sich einen Vögel an, fragt man sich wo er eigentlich die Ohren hat. Kann er etwa trotz seiner herrlichen Gesänge die Melodien anderer Vögel gar nicht hören und wie verständigen sich dann die Vögel ?

Ich nehme es einmal vorweg, er kann durchaus hören und er kann auch riechen, aber wie, das ist hier die Frage.

Hören – es fehlt das Aussenohr

Seine Ohren sind von Federn bedeckt und es fehlt das Aussenohr. Das Aussenohr  ist Bestandteil des Ohres und umfasst die Ohrmuschel und den äußeren Gehörgang.

Andere Tiere hören mit Hilfe des Aussenohres. So nehmen Sie verschiedene Laute und Höhen wahr.

Bei den Vögeln stellte die Forschung fest, dass der gesamte Kopf die Funktion der Ohrmuschel übernimmt. So wird durch die ovale Kopfform der Schall aus verschiedenen Höhenwinkeln identifiziert und verarbeitet.

Anhand der unterschiedlichen Lautstärken an den beiden Ohren erkennt der Vogel aus welcher Richtung der Schall kommt, ähnlich wie die Ohrmuschel.

Weil Vögel zudem seitlich sitzende Augen haben, erreichen Sie ein Sehfeld von 360 Grad. Diese Eigenschaft und die Spezialisierung, Geräusche aus unterschiedlichen Höhen zu verarbeiten, ergänzen den Hör- und Sehsinn auf idealer Weise.

Riechen – wo ist die Nase ?

Beim Riechen sieht es ähnlich aus. Eine Nase ist nicht zu erkennen. Auch die Nase des Vogels liegt unter Federn versteckt. Auch ihre Nase hat zwei Löcher. Diese haben aber nichts mit den beiden Löcher zu tun , die manche Vögel auf dem Schnabel haben, sie sind Teil der Atmung.

Vögel können verschiedene Düfte erkennen. In Versuchen wurde festgestellt, dass das Herz eines Vogels auf die verschiedenen Duftvarianten, je nach Geruchsart, unterschiedlich schnell oder langsam reagierte und schnell oder langsam schlug.

Verschiedene Vogelarten erkennen sich am Geruch und der Duft des eigenen Nestes, kann von dem des fremden Nestes unterschieden werden.

Bei Brieftauben hat man erforscht das das rechte Nasenloch stark an der Navigation beteiligt ist. Ist das rechte Nasenloch verstopft, dauert der Heimflug in den heimischen Schlag deutlich länger.

Nur weil der Mensch Nase und Ohren nicht erkennen kann, heisst das also nicht, dass ein Tier die Fähigkeiten des Hören und Riechen nicht besitzt.

hören
hören und riechen
hören
hören und riechen

Heidesee – Erholung in der Kirchhellener Heide

Heidesee – ein Gewässer in der Kirchhellener Heide, die Teil des “Naturpark Hohe Mark” ist. Die Region ist geprägt von Grün und Heidelandschaften, sowie noch gesundem Mischwald und Äckern, die sich an die Bewaldung anschmiegen.

Heidesee

Der Heidesee ist durch einen Damm und eine Holzbrücke in einen südlichen und einen nördlichen Teil geteilt.

Die Wander App “Komoot” will uns unmittelbar am See entlang führen. Das ist aber mittlerweile verboten, weil das Ufergebiet als Biotop besonders geschützt werden soll. Leider müssen wir feststellen, dass die Einzäunung am App – Weg bereits zerstört wurde. Wenn man auf dem normalen Weg bleibt, ist einem später auch der Blick auf den Weg gegönnt. Es gibt am See zwei gekennzeichnete Liegeplätze an denen man sich am Wasser entspannen kann.

Als Teil des Naherholungskonzept Ruhrgebiet spielt der See und die Umgebung eine große Rolle beim Artenschutz und Bioptopschutz. Es haben sich einige schützenswerte Arten aus dem Pflanzen- und Tierbereich hier angesiedelt.

Im Heidesee befinden sich in der Unterwasservegetation fünf Arten der Armleuchteralgen. Die Armleuchteralgen sind eine phylogenetisch urtümliche Organismengruppe von Wasser-„Pflanzen“.

Entstanden sind die Seen in der Kirchhellener Heide durch Kiesausgrabungen

Heidesee

Der Heidesee ist mit 54 Hektar deutlich grösser als der etwas weiter nördlich gelegenen Heidhofsee mit 4,8 Hektar Fläche. Dort befindet sich auch der Heidhof, ein Waldkompetenzzentrum, das bei Familien sehr beliebt ist. Kinder können hier, wie auch Erwachsene, viel über den Wald und die Natur lernen. Es gibt auch einen großen Waldspielplatz und einen Kiosk.

?Das Gebiet wurde 1973 in das Naherholungskonzept des Ruhrgebiets aufgenommen und in Teilflächen im Sinne des Biotop- und Artenschutzes gestaltet. Es hat sich zu einem bedeutsamen Lebensraum für schützenwerte Pflanzen und Tiere entwickelt. Der Heidesee beherbergt eine landesweit bedeutsame Unterwasserpflanzenvegetation (unter anderem 5 Armleuchteralgenarten).

Wenn man dem Weg folgt überquert man den Schwarzbach der, wie auch der Rotbach, noch unbegradigt durch die Heide fließt. Zu einer Heide gehört natürlich auch der Gedenkstein an den Heidedichter Hermann Löns.

Heidesee

Lebensraum Totholz – der Beginn neuen Lebens

Lebensraum Totholz – wie kann es sein das totes Holz neues Leben schafft ? Da liegt ein alter Stamm auf dem Boden. Sicher hat er viele Jahre gelebt, aber nun ist es zu Ende mit ihm, schließlich zerfällt er ja langsam. Aber der Schein trügt, es scheint nur so als ob er nun keinen Nutzen mehr bringt.

In seinem Inneren hat er über Jahrhunderte wichtige Nährstoffe und Wasser aufgenommen, was nun für die Nachkommen wichtig wird.

Lebensraum Totholz
Totholz im Hexbachtal in Essen

Das Problem ist aber das diese Nährstoffe unter der Rinde im Holz liegen. Hier kommen jetzt tausende andere Organismen ins Spiel. Das Holz, das durch den langsamen Zerfall mürbe geworden ist, macht es Insekten und Pilzen leicht an Nahrung zu kommen. Auf diese Weise werden die Nährstoffe freigegeben.

Über 6000 Insekten– Pilze- Wirbeltier- und Pflanzenarten nutzen den Lebensraum Totholz.

Lebensraum für tausende Arten

Das bedeutet, dass wir mit der Entfernung von Totholz aus dem Wald das Leben tausender Arten gefährden, die auf den Lebensraum Totholz angewiesen sind. Häufig wird das alte Holz entfernt, im Glauben die besagten Insekten könnten die gesunden Bäume gefährden. Das Holz dieser Bäume ist aber viel zu hart für die Insekten. Ein gesunder Baum kann sich durchaus seiner Feinde erwehren.

Lebensraum Totholz

Der abgestorbene Baumstamm auf dem Boden wird so aber der Ursprung für neues Leben, für einen neuen Baum.

Auf dem liegenden Stamm sieht man die wachsenden Keimlinge, die nun die Nährstoffe, die durch die Pilze und Insekten freigesetzt wurden, für sich nutzen. Da der Stamm aber ständig weiter verwest und zerfällt, verlieren die Wurzeln der Keimlinge den Halt. Der Vorgang der Zersetzung, bis hin zum Humus, ist aber ein sehr langer Vorgang. So haben die Wurzeln genügend Zeit dem abgebauten Holz in den Boden zu folgen.

Häufig sieht man Bäume deren Wurzeln weit aus dem Boden ragen, als stünden sie auf Stelzen und man fragt sich, wie der Baum überhaupt so standhaft sein kann. Die Wurzeln gehen aber weiter in den Boden hinein und der “außerirdische” Teil zeigt lediglich den Durchmesser des alten, mittlerweile nicht mehr existierenden, Mutterstamms an.

Lebensraum Totholz

Quellen: Internet, eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL, Peter Wohlleben, das geheime Leben der Bäume

Haubenenten – Landenten ist die Zucht eine “Qualzucht ?”

Haubenenten – oder Landenten, davon hatte ich bisher nichts gehört. Jetzt sah ich einige dieser Art im Kurpark von Bad Zwischenahn und wir alle fanden den Puschel auf dem Kopf sehr possierlich, erinnerte doch das Aussehen irgendwie an eine eine gekrönte Ente.

Haubenenten

Natürlich musste ich gleich Nachforschungen über diese Entenart beginnen. Haubenenten werden überwiegend als Hausenten gehalten. Die Zucht der Haubenenten oder Landenten mit Federhaube gibt es schon sehr lange. Es soll 2000 Jahre alte Gemälde geben , auf denen diese Enten bereits zu sehen sind.

Als gelungene Zucht gelten schwarze oder weiße Enten mit der Haube genau in der Schädelmitte.

Dann stieß ich auf Artikel die im Zusammenhang mit der Zucht dieser Tiere von einer “Qualzucht” ausgingen.

Qualzucht – was ist das ?

Von einer Qualzucht spricht man, wenn Äußerlichkeiten und optische Veränderungen bei der Zucht eines Tieres geduldet werden, obwohl sie dem Tier schaden und Schmerzen, Leiden, Schäden oder Verhaltensstörungen zufügen.

Nun las ich in einem Artikel der Osthessen News vom 20.01.2011 über die Aufhebung des Zuchtverbot für Landenten mit Federhaube. Zuvor hatte das Hessische Verwaltungsgericht ein Verbot der Zucht erlassen, wogegen ein Züchter Revision eingelegt hatte.

Die Zucht der Haubenenten – Landenten mit Federhaube gilt für Tierschützer und andere als “Qualzucht”.

Bei der Zucht von Haubenenten – Landenten mit Federhaube kommt es häufig zu vielen genetischen Defekten, bei denen schwere Mißbildungen bei den Nachzuchten im Gehirn auftreten. Hirndeformationen, Schädeldefekte und Hirnbrüche und offene Schädel unter der Haube werden genannt.

Landenten mit Haube neigen zu Fettkörpern im Gehirn, wodurch gestörte Bewegungskoordinationen auftreten, abhängig von der Größe der Fettkörper im Gehirn. Diese Fettkörper sind gemäß der Aussage von Züchtern beeinflußbar.

Das Tierschutzgesetz definiert die Qualzüchtung unter anderem so: ” der Tatbestand ist erfüllt wenn…. und sich in züchtungsbedingten, morphologischen und/oder physiologischen Veränderungen oder Verhaltensstörungen äußern, die mit Schmerzen, Leiden oder Schäden verbunden sind….”

Haubenenten

Vier anerkannte wissenschaftliche Arbeiten von 1910 bis 1999, darunter auch eine im Auftrag des Bundesverbandes der Rassegeflügelzüchter, kommen zu dem Ergebnis das es sich bei der vorliegenden Zucht um Qualzucht handelt.

Offenbar reicht aber das Tierschutzgesetz in seiner heutigen Form nicht aus um derartige Züchtungen zu verbieten.

Nationalparks und Naturschutzgebiete was ist der Unterschied ?

Nationalparks – sind Gebiete, die vor dem Eingriff des Menschen geschützt werden sollen. Der erste seiner Art war der Yellowstone Nationalpark. Die Natur soll in Nationalparks auch Natur sein dürfen. Der Mensch hat keinen Zugriff auf die natürliche Entwicklung in Nationalparks.

Deutsche Nationalparks

Zu den deutschen Nationalparks gehören der Bayerische Wald, Teile des Berchtesgadener Landes, der Nationalpark Schwarzwald, das untere Donautal, der Nationalpark Kellerwald – Edersee, Hunsrück Hochwald, der Harz, die sächsische Schweiz, Hunsrück Hochwald im Saarland, Müritz Nationalpark und in Rheinland Pfalz, der Nationalpark Hainich und das Niedersächsische Wattenmeer.

Menschen müssen sich in Nationalparks an genaue Regeln halten, wie zum Beispiel im Müritz Natioanalpark

Nationalparks
Nationalpark Harz

Das niedersächsische Wattenmeer

Das Niedersächsische Wattenmeer erfüllt auch noch die Kriterien anderer Schutzorganisationen. So gilt es als Biosphärenreservat der Vereinten Nationen, gehört zu den RAMSA Feuchtgebieten und zum FFH Schutzgebiet für Vogelschutz, Flora und Fauna Gebiet der EU.

Auf den Weg in die skandinavischen, kanadischen und sibirischen Brutgebiete machen 25 Zugvogelarten in den Wattflächen ihre Rast und weitere 30 Küstenvogelarten nutzen das Watt mit 100.000 Paaren als Brutgebiet.

Das Nationalparkgesetz von 1999 reguliert das Leben in den Nationalparks. Es gibt 2 Schutzzonen, die Zone 1 ist mit Ausnahmen, wie der Krabbenfischerei, der Natur belassen. Eine weitere Ausnahme existiert in dem Gebiet zwischen Sylt und Föhr.

Die Schutzzone 2, zu der auch das westlich von Sylt und Amrum gelegene Walschutzgebiet liegt, darf eingeschränkt vom Menschen genutzt werden.

Naturschutzgebiete

Natutschutzgebiete sollen bestimmte Tier- und Pflanzenarten erhalten, oder wieder herstellen. Die Flächen befinden sich häufig in privatem Besitz. Der Eigentümer muss nachdem das Gebiet zum Schutzgebiet ausgewiesen worden ist, Nutzungsbeschränkungen akzeptieren. Das ist häufig ein Streitpunkt bei der Holzwirtschaft.

In der Regel dürfen Spaziergänger in Naturschutzgebieten nur die ausgewiesenen Wege benutzen und dürfen diese nicht verlassen.

Das erste deutsche Naturschutzgebiet wurde 1935 das Neandertal bei Düsseldorf.

2008 existierten in Deutschland 8413 Naturschutzgebiete mit einer Fläche von 1.271.582 Hektar. Für den Erhalt der Arten ist diese Fläche nach Meinung von Experten noch deutlich zu klein.

Bad Zwischenahn – Urlaub am Zwischenahner Meer

Bad Zwischenahn ist mit rund 27.000 Einwohnern die größte Gemeinde im Ammerland. Bekannt durch das Zwischenahner Meer, dem drittgrößten See Niedersachsens, bietet die Region dem Wanderer und Naturfreund viele Möglichkeiten für Aktivitäten. Der Smoortaal und der Ammerländer Schinken sind dem Freund des Kulinarischen ein Begriff.

Bad Zwischenahn

Bad zwischenahn -eine Ortsrunde

Bei unserer Ankunft sind wir etwas früh dran und machen deshalb erst einmal einen kleinen Spaziergang zum See, bevor wir unser Gepäck aus dem Fahrzeug holen und uns einrichten.

Ein Stück gehen wir durch einen Wald und erreichen den See am Yachthafen des Segelclub ZSK. Auf dem Rückweg kommen wir am Restaurant “Ahrenshof” vorbei. Hier gibt es eine Scheune und die Delfter Stuben für Gruppen und Familienfeiern, dass Restaurant und die Ahrenshof Hütte. Viele Möglichkeiten, aber auch zu entsprechenden Preisen.

Mit unserer Ferienwohnung bei Herrn Kugelmeier “Ferienwohnungen am Kurpark” sind wir sehr zufrieden. Wir werden mit frischen Blumen auf dem Tisch und einem “Piccolo” begrüßt und unser Gastgeber erklärt ausführlich die elektrischen Geräte. Nachdem wir ausgepackt haben machen wir uns auf den Weg zum Ort.

Am Reha Zentrum vorbei erreichen wir die Seepromenade. Rechter Hand liegt das Strandcafe, ein Spielplatz, saftige Wiesen und blühende Pflanzen, der Schiffsanleger und das Ensemble des Freilichtmuseum vervollständigen den ersten Eindruck.

Bad Zwischenahn

FrEilichtmuseum mit historischen gebäuden

Siebzehn Gebäude um das Ammerländer Bauernhaus bilden das Freilichtmuseum. Der Hof wurde im Jahr 1700 erbaut. 1909 hatte sich der Verein “Verschönerung in und bei Zwischenahn” sich die Aufgabe gestellt zwei gekaufte Bauernhäuser zu einem Freilichtmuseum zu restaurieren. Heute findet man eine Scheune, Schuppen, Speicher, Schafstall, Schmiede und andere Hofgebäude. Die Fachwerkhäuser wurden aus Eichenholz und Granit Findlingen erstellt. Imposant auch die zweigeschössige Galeriekappenmühle aus dem Jahr 1811. Die Flügel der Windmühle sind 11,20 Meter lang. Früher stand die Mühle in Westerstede.

Bad Zwischenaahn
Galeriekappenmühle

SPIEKER – Speisen im Speicher

“Spieker” – das ist der Name für einen Speicher. Früher wurde hier Getreide gespeichert und gebacken. Heute ist es das Restaurant ” Spieker “. Im früheren Backofen sitzen jetzt Leute an ihren Speisen und Getränken.

Im unteren Gebäude befinden sich die ehemaligen “Backspieker” – hier wurde der Teig für das Brot zubereitet und der “Brospieker” , wo Bier gebraut wurde.

Bad Zwischenahn

wie auf einer kleinen Insel liegt nebenan der “Notspeicher”, der ursprünglich in Hots, Aschhausen stand und hier wieder aufgestellt wurde. Von unserem Tisch im Biergarten blicken wir auf die Scheune, hinter der sich auch die Toiletten befinden. Der Blick fällt auf ein altes “Plumpsklo” mit Herzchen als Sichtfenster. Wir benutzen natürlich die sauberen, modernen Anlagen.

Bad Zwischenahn
alter Speicher

Bad ZWISCHENahn – die einkaufsmeile

Auch der zweite Tag verspricht viel Sonnenschein. Gleich nach dem Frühstück beginnen wir mit der “Ortserkundung”.

Wir beginnen am alten Kurhaus aus dem Jahr 1874. Auf der Strasse ” In der Horst ” sind bereits viele Geschäfte, Restaurants und Cafes zu finden. Weiter geht es über die “Peterstrasse”, wo auch “Aal Bruns” zu finden ist. Das Geschäft wurde uns bereits von einigen Bekannten wärmstens empfohlen. Einen Einkauf dort verschieben wir auf den Freitag.

Der Park der gärten

Der Park der Gärten ist das Ziel unserer heutigen Wanderung. 45 Themengärten und Pflanzensammlungen, Liegestühle, Bänke, Gastronomie und eine Ausstellung über den Lebensraum unserer Vögel mit 650 Exponaten werden gezeigt. Wie sich später herausstellt, ist dieser Teil wegen Corona nicht zugänglich.

Ursprung für den Park der Gärten, mit einer Fläche von 14 ha, ist die Niedersächsische Landesgartenschau von 2002.

Park der Gärten

Der Wels Von Bad Zwischenahn

Der Weg zu unserem Ziel geht am Bootsanleger der weißen Flotte vorbei, wo wir auf einer extra angebrachten Vorrichtungen ein Selfie machen. So ein Bild wird wohl jeder Zwischenahn-Besucher mit nach Hause nehmen.

Gleiches gilt für die Bronzefigur auf dem Marktplatz in der Nachbarschaft der Johanniskirche. Zu sehen ist ein 3,50 Meter langer Wels. Die Figur geht zurück auf einen Geschehen, von dem der Zwischenahner Peter Grünke erzählte, als er auf einer Testfahrt in seiner Eigenschaft als Wasserschutzpolizist auf dem Zwischenahner Meer unterwegs war.

Zunächst bemerkte er ungewöhnliche Wellen und dann eine Rückenflosse. Beim Herannahen des Bootes verursachte das Abtauchen des Tisches einen großen Sog. Grünke sprach von einem Fisch mit 3,50 Meter Länge, worauf man gleich auf einen Wels schloß.

Die Geschichte, eigentlich nur als Notiz festgehalten, gelangte in die Boulevardpresse und die Geschichte wurde immer mehr ausgearbeitet.

Als es dann noch hieß, der Fisch hätte einen Dackel gefressen, ging es auch an die Weltpresse und der Zwischenahner Wels wurde berühmt, wie das Ungeheuer von Loch Ness. Gesehen hat den Wels aber bis heute niemand.

Bad Zwischenahn

diese kleine 30 cm große Bronzefigur eines Mainzelmännchen ist dem Erfinder der ZDF Mainzelmännchen Wolf Gerlach gewidmet. Sie steht im Kurpark von Bad Zwischenahn. Hier wurde sie mit dem aktuellen “Corona – Zeichen” dekoriert.

Bad Zwischenahn

Bad Zwischenahn – Weiter zum Park der Gärten

Ein Holzstegweg führt uns über die “Aue “, einem kleinen Fluß der in Westerstede entspringt und nach 44 Kilometern ins Zwischenahner Meer mündet. Vorbei geht es am Yachthafen Bünting und einem Erlenbruchwald zum Hafen Rostrup. Dem Hafen mit dem Schiffsanleger der weißen Flotte vorgelagert, liegt eine Stelle der DLRG. Weil es hier auch eine öffentliche Toilette gibt, machen wir auch eine Rast.

Nun ist es nur noch ein Kilometer bis zum Park. Viele Kunstwerke sind in den diversen Gärten integriert.

Park der Gärten

Wir erleben eine Blütenfülle wie man sie selten sieht.

Als wir am Abend ein Fazit ziehen,stellen wir fest, dass wir bestimmt fünf Kilometer alleine im Park gelaufen sind, weil wir eine Gesamtstrecke von 17 Kilometern zu verzeichnen haben.

Bad Zwischenahn - Aue Niederung

Im Wiesengrund und AUEniederung

Der Landschaftspark Wiesengrund und die Aue Niederung sind das Ziel der nächsten Wanderung.

Am renaturisierten Altarm der Aue kommen wir zum 1977 erbauten Wehr. Eine offene Landschaft präsentiert sich unseren Blicken. Die Obstwiese lockt die Vögel und auf den saftigen Wiesen grasen schwarz, weiße Rinder.

Nachdem wir die Hochwasserschutzanlage Leda-Jümme passiert haben, erreichen wir den Wiesengrund. Hier hat wohl einmal die Burg Specken aus dem 14. Jahrhundert gestanden. Außer dem Hinweisschild ist allerdings von einer Burg nichts mehr zu sehen.

Bad Zwischenahn

Um uns befindet sich ein schöner Baumbestand. Mit der Wiesen Freifläche meint man sich in einer Oase zu befinden und wir machen eine kleine Pause.

Durch den Bäkentunnel erreichen wir schließlich wieder die Gebäude des Freilichtmuseums und nach neun Kilometern endet unsere Tour hier.

Gerne hätte ich noch über weitere Wanderungen berichtet, aber ein tragischer Zwischenfall mit unserem mitreisenden Schwager läßt das nicht zu.

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Ferienwohnung Thyratal in Stolberg – Harz