Bekassinen und Felsenkuckuckshummel

Bekassinen und Felsenkuckuckshummel – sind zwei Arten die wir bei unserem Besuch am De Wittsee an diesem letzten Tag im August 2022 zu sehen bekommen. Der De Wittsee liegt im Naturpark Schwalm-Nette und besteht mit seinen natürlichen Ufern und der reichen Vogelwelt aus zwei Teilen.

Im nördlichen Teil wird Freizeit groß geschrieben. Baden, Segeln und Kanufahren sind nur einige der Möglichkeiten. Der südliche Teil des Sees steht unter Naturschutz. Er ist vom nördlichen Teil durch eine ehemalige Bahntrasse, dem heutigen Radweg, getrennt.

Im Naturschutzgebiet brüten Wasservögel. Es gibt ein Rohrdommel-Projekt, das sich von hier aus über ein 10 Hektar großes Röhrichtbiotop in Richtung des Krickenbecker See hinzieht.

Hier, am Rohrdommel-Projekt, steht ein Beobachtungsturm von dem aus man die Vögel auf den Wasserflächen und im Biotop gut und ungestört beobachten kann.

Gänse und Blässhühner

Es sind viele Gänse zu sehen. Hauptsächlich Grau- und Kanadagänse, Enten, Blässhühner und Teichhühner kann ich erkennen und natürlich mehrere Graureiher, die mit stoischer Ruhe auf eine vorbeikommende Beute warten. Manchmal könnte man glauben sie seien in Stein gemeißelt.

Die Überraschung beim späteren Entwickeln und der Durchsicht der gemachten Aufnahmen, sind die Bekassinen die zwischen den Gänsen im Flachwasser nach Nahrung suchen. Vom Beobachtungsturm aus habe ich sie nicht erkannt. Nun kann ich aber beim genaueren Hinsehen bereits elf dieser schönen Vögel zählen.

Natürlich befasse ich mich nun mehr mit den Bekassinen, denn was man persönlich gesehen hat, wird natürlich noch Interessanter. Die „Himmelsziege“ , wie die Bekassine im Volksmund auch genannt wird, fällt durch den extrem langen Schnabel im Verhältnis zum Körper auf.

Den Namen Himmelsziege bekam sie, weil sie im Balzflug durch das Vibrieren der Schwanzfedern ein Meckerndes Geräusch erzeugt.

Bekassinen und Felsenkuckuckshummel
zwischen den Gänsen- die kleinen Bekassinen

Bekassinen sind nur wenig größer als eine Drossel und suchen mit ihrem langen Schnabel im feuchten Untergrund nach Kleintieren. Im Norden brüten die Vögel in Waldmooren. Vereinzelte Bruten hat man auch schon in den Rieselfeldern bei Münster registriert.

Bei uns sind Bekassinen Durchzügler und als solche sieht man sie dann in Gruppen von bis zu zwanzig Tieren an Seichtgewässern, wie etwa hier am De Wittsee. Bekassinen sind Kurzstreckenzieher und überwintern auf der iberischen Halbinsel und in West-Nord-Afrika. Die durchziehenden Vögel bei uns kommen aus Skandinavien.

Bekassinen und Felsenkuckuckshummel – Giftige Pflanze im Naturschutzhof

Auf unserem Rundweg überqueren wir die Nette, die in den De Wittsee fließt und kommen zum NABU Naturschutzhof Nettetal. Das Cafe am Eingang zum Naturschutzhof hat nur Feiertags und am Wochenende geöffnet. Wir haben hier aber schon leckeren Kuchen oder eine gute Suppe gegessen.

Der NABU – Hof ist sehr interessant und gut gestaltet. Gleich am Beginn der „Gartenrunde“ sehen wir eine Pflanze mit saftigen glänzenden Trauben. Man würde am liebsten gleich davon essen.

Da wir diese Art aber nicht kennen, sind wir natürlich vorsichtig und erkundigen uns bei einem Mitarbeiter des NABU um was für eine Pflanze es sich denn hier handelt.

Kermesbeere

Bekassinen und Felsenkuckuckshummel - Kermesbeere
Kermesbeere

Es handelt sich um die Kermesbeere, die aus Amerika stammt und bei uns in einigen Gärten als Zierpflanze gehalten wird. Dadurch hat sie sich auch im Bienwald in Rheinland Pfalz angesiedelt.

Wer die Pflanze irgendwo sichtet, sollte diese Beobachtung melden, weil das Gewächs giftig ist. Die Beere wird in der Medizin genutzt. Sie hilft auch gegen Schnecken. Ihr Genuss in größerer Anzahl verursacht Magen-Darmbeschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Krämpfe. Weil die Kermesbeere bei Vögeln beliebt ist, verbreitet sich so auch ihr Samen.

Bekassinen und Felsenkuckuckshummel – Frösche und Obst

Der Weg durch die Anlage führt uns zu einem kleinen Gewässer mit Teichfröschen, die sich auf den Blättern der Seerosen wohlfühlen. Ein stolzer Hahn mit seinen Hennen begleitet uns ein Stück weit bis zu einer größeren Wasserfläche, an deren Rändern man ab und zu auch einmal einen Eisvogel sehen könnte.

Auf einer Obstwiese sind Bäume mit diversen Apfelsorten, Birnbäume und andere Obstbaumgewächse. Ein Gartenteil ist Pflanzen gewidmet, die zum Färben von Wolle genutzt wurden. Hier entdecke ich an einer Blüte eine tiefschwarze, wunderschöne und große Hummel.

So eine Art habe ich bisher noch nicht gesehen und als zu Hause nachschlage um welche Art es sich handelt, erfahre ich mehr über die Felsenkuckuckshummel und die Steinhummel.

Felsenkuckuckshummel – tiefschwarz und rotes Hinterteil

Die Steinhummel ist wohl die friedfertigste unter den Hummeln. Ich habe gelesen, dass sie nicht einmal etwas dagegen hat, wenn man sich ganz nah ihrem Nest und ihrem Volk nähert.

Ein langes Leben ist dieser Hummel nicht beschieden. Eine Generation lebt nur ein Jahr mit einer Königin und etwa 300 Arbeiterinnen und Drohnen. Nur die Königin überwintert, um im Frühling ein neues Volk zu begründen. Alle anderen Steinhummeln sterben bereits nach wenigen Wochen.

Bekassinen und Felsenkuckuckshummel
Steinhummel
Bekassinen und Felsenkuckuckshummel
Felsenkuckuckshummel

Die Felsenkuckuckshummel, die ich im Nettetal auf einer Blüte gefunden habe, ist deutlich größer als die Steinhummel, diese misst etwa 12 – 16 mm, während die Felsenkuckuckshummel 18 – 22 mm groß ist. Die Felsenkuckuckshummel lebt parasitär im Volk der Steinhummeln. Während die Arbeiterinnen beschäftigt ist nistet sich die Kuckuckshummel, die der Königin der Steinhummeln ähnelt ein und versucht so lange nicht aufzufallen, bis sie den Geruch der Gastgeber angenommen hat. Dann kämpft sie, in den allermeisten Fällen erfolgreich, gegen die Königin.

Aus ihren Eiern schlüpfen nur Drohnen und Königinnen. Diese werden von den Arbeiterinnen versorgt. Daher auch der Name „Kuckuckshummel“.

Erdhummel – Zuckerwasser kann ein Volk retten

Erdhummel – es ist wieder kalt geworden. In der Nacht stellenweise sogar Frost und viel Nektar ist noch nicht zu holen für die geschwächte Erdhummel. Hummeln sind im jetzt nahenden Frühling die ersten Boten und manchmal auch zu früh wieder da. In einigen Fällen benötigen sie nun unsere Hilfe. Außer der befruchteten Jungkönigin sind alle anderen Hummeln gestorben. Nun muß die Königin schnell einen Nistplatz finden um ein neues Volk zu begründen.

Erdhummel im Sommer

Die Nahrungsvorräte aus dem Winter sind aufgebraucht und sie muß sich dringend stärken. Da sind dann auch die Blumen auf dem Balkon gern gesehen und Plätze zum Nisten müssen erst gefunden werden.

Meine Erdhummel, die ich gerade auf dem Balkon sehe, ist schon sehr schwach. Sie benötigt dringend Hilfe. Ich mache etwas lauwarmes Wasser auf einen kleinen Löffel und gebe Zucker hinzu. Dieses Zuckerwasser halte ich ihr vorsichtig hin.

Zunächst sieht sie die Löffelspitze noch als ein Hindernis an. Nun hebe ich den Löffel hinten noch etwas an. Das Zuckerwasser befindet sich jetzt ganz am Rand des Löffels und sie beginnt zu saugen.

Wenn ein Löffel ein zu großes Hindenis darstellt, kann man auch mit einer Pipette oder einer Spritze etwas Zuckerwasser neben sie träufeln, so das sie mit dem Saugrüssel dran kommt.

Nach dem Zuckerwasser kommt langsam wieder Leben auf

Erstaunlich wie schnell es weniger wird auf dem Löffel. Ruth faltet eine Lage von der Küchenrolle und tränkt diese in Zuckerwasser. Die Hummel geht bis zur Mitte und genießt den süßen Stoff. Schließlich macht sie eine Pause. Ihr weißes Hinterteil hebt und senkt sich bei jedem Atemzug und sie wird immer ruhiger. Vorsichtig setze ich das Tuch auf die Blumen.

Kurze Zeit später, die ganze Zeit höre ich sie schon wieder brummen, spreizt sie die Flügelchen und fliegt davon.

Ich hoffe du findest schnell den richtigen Platz zum nisten, damit wir uns schon bald an den schönen bunten Hummeln deiner Nachfahren erfreuen können.

dunkle Erdhummel

dunkle Erdhummel lautet die Bezeichnung für das Gartentier des Jahres 2018. Wer ist dieses Insekt? Ein ein Millimeter breiter braungelber  Querstreifen auf schwarzem Rumpf, mit einem grauweißen Hinterteil, ist das typischen Merkmal für die dunkle Erdhummel. Die fleißige Hummel bedient sich an mehr als 220 Wildpflanzenarten, wobei sie durch verlangsamtes Flügelschlagen in der Blüte die Pollen aufwirbelt, die dann den ganzen Körper bedecken. Auf diese Weise bestäubt sie über den gesamten Tag  2000 – 4000  Himbeer,- Kirsch,- Apfel,- Stachelbeer- und Johannisbeerblüten.  Sie ist also für alle Obstbauern und Gärtner ein wichtiger Partner.

dunkle Erdhummel – müde Hummel

oft kann man im Sommer beobachten das eine Hummel am Boden liegt. Vielfach wird fälschlicher Weise angenommen, dass das Tier stirbt, oder es sei bereits tot. Allerdings ist die Hummel dann lediglich erschöpft und muss sich erholen. Der Flug mit dem voller Pollen bepackten Körper ist beschwerlich, entsprechend abgekämpft ist sie dann. Wer kann und möchte gibt ihr etwas aufgelösten Zucker auf einem kleinen Löffel und sie erholt sich schnell wieder. Auch der Mensch ruht sich nach einem arbeitsreichen Tag erst einmal aus.

Ernennung

Der geschäftsführende Vorstand der Heinz Sielmann – Stiftung , Michael Beier, erklärte in seine Rede zur Ernennung der dunklen Erdhummel, die Wahl als stellvertretend für alle Wildbienen, ohne die den Menschen die Lebensgrundlage genommen würde. Die Heinz Sielmann Stiftung forder mehr Einsatz für eine mutige und zukunftsträchtige Agrarpolitik in Deutschland und der EU für eine nachhaltige Entwicklung im Natur- und Umweltschutz um das Insektensterben zu stoppen.

Heinz Sielmann Stiftung

Die Heinz Sielmann Stiftung setzt sich für den Schutz der Natur ein. Die Sielmann Stiftung hilft beim Erhalt der Artenvielfalt im Tier,- und Pflanzenreich. Das Ziel ist die Natur zu erhalten und allen Menschen zugänglich zu machen.

dunkle Erdhummel

Kurioses und Interessantes aus der Tierwelt

Kurioses
Fischadler an der Ruhr im Ruhrgebiet

Kurioses  bei Hummel, Biene, Wespe:

Bienenwölfe (eine Bienenart) bilden aus einer Mixtur von 45 Substanzen einen Antibiotikum Cocktail, der ihren Nachwuchs vor Schimmelpilzen mit symbiotischen Bakterien schützt.

Bevor eine Hummel sticht, wirft sie sich auf den Rücken und zeigt dem Angreifer ihren Stachel.

Für die Biene bedeutet der Stich den Tod, weil der Stachel stecken bleibt.

Eine angreifende Wespe stößt Pheromone, einen Duftstoff, aus der ihre Artgenossen ebenfalls aggressiv macht.

Baumziegen gibt es im Süden Marokkos. Sie klettern auf den Arganbaum um die Blätter zu fressen und an den Nüssen zu knabbern.

Kurioses bei Vögeln:

Eine junge Pfuhlschnepfe hat den Rekord im Non-Stopp-Flug für Zugvögel aufgestellt. Der fünf Monate alte gesenderte Vogel flog 13.500 Kilometer von Alaska ins australische Tasmanien.

Während der Balz „laufen“ Rothalstaucher kurze Strecken über Wasser. Ihre Rufe klingen wie ein „Wiehern“, weshalb sie auch „Teichhengst“ genannt werden.

Die Feldlerche „steht“ mehrere Minuten während ihres Gesangs in der Luft.

Bartmeisenpaare werden  bereits wenige Wochen nach dem Flügge werden ein Paar und bleiben ein Leben lang zusammen.

Bei Gefahr wendet der Wendehals (daher der Name) seinen Hals mit vorgestrecktem Kopf hin- und her um so eine Schlange zu imitieren.

Der Wanderfalke erreicht im Sturzflug über 300 km/h – und der Turmfalke  ist eigentlich ein Papagei

Vögel teilen ihren Artgenossen mit ,wenn ein Insekt nicht schmeckt. Sie lassen das Insekt fallen  und reiben danach ihren Schnabel durch hin und herbewegen am Boden oder einem Ast ab, so erkennen die anderen Vögel das dieses Insekt nicht schmeckt.

Mangroven und Grünreiher lassen gefangene Insekten an der Wasseroberfläche schwimmen um so Fische anzulocken.

Die älteste bekannte Blaumeise wurde nach der Beringung 11 Jahre und 7 Monate alt. Das Durchschnittsalter beträgt bei Blaumeisen 2,7 Jahre.

Der Spruch „sich freuen wie ein Schneekönig“ bezieht sich auf den Gesang des Zaunkönigs im Winter, wo er er trotz Schneefalls noch singt.

Drosseln nutzen Steine als Untergrund um Schneckengehäuse aufzubrechen. Man nennt es „Drosselschmiede“.

Wenn ein Rotkehlchen die Schwanzfedern auffächert, ist man ihm zu nahe gekommen.

Der Name der Stockente rührt daher, das Stockenten teilweise in Bäumen ihre Nester bauen, Stock=Baum.

inklusive der Füße sind die Beine des Mauerseglers nur  10-12 mm  lang. Deshalb lautet der altgriechische Name für den Mauersegler „apus“  ohne Füße.

An heißen Tagen bekoten Weißstörche ihre Beine als Schutz vor der Hitze. Die Feuchtigkeit im Kot bewirkt durch Verdunsten den Entzug von Wärmeenergie aus dem Körper.

Wisdom – heißt „Weisheit“ und ist der Name einer Albatros Dame, die im Alter von mindestens 67 Jahren (entspricht einem Menschenalter von 100 Jahren) noch ein Ei gelegt hat und wohl der älteste Vogel der Welt ist. Wisdom wurde 1957 beringt. Albatrosse brüten frühestens ab einem Alter von fünf Jahren das erste Mal, in der Regel mit acht/neun Jahren.

Im Oktober 2022 hält sich seit vier Wochen ein Fischadler in Mülheim an der Ruhr in den Ruhrauen auf.

Durch spreizen ihrer Rippen bildet die Schmuckbaumnatter „Tragflächen“ womit sie als einzige Schlange von Baum zu Baum fliegen kann.

Der schnellste Flug in der Tierwelt wird nicht von einem Vogel, dem Mauersegler mit 110 km/h gehalten, sondern von einem Säugetier – der brasilianischen Freischwanz – Fledermaus, diese fliegt  160km/h im horizontalen Flug.

In Neuseeland wurde die Lappenfledermaus zum Vogel des Jahres 2021. Das Säugetier schaffte aus die Auswahlliste und gewann.

Estmals hat ein Kuhreiherpaar im Altmühltal gberütet und Nachwuchs bekommen. Somit gibt es einen neuen Brutvogel in Deutschland.

In Schleswig Holstein ist die Schellente Dank vieler Bruthilfen angekommen und breitet sich weiter aus.

Wiederentdeckt

Nach 170 Jahren wiederentdeckt wurde der Schwarzbraun-Mausdrossling. In Indonesiens Regenwälder entdeckten, fingen und fotografierten die Einwohner eines Dorfes in der Provinz Südkalmantan den Vogel, der seit 170 Jahren nicht mehr gesehen wurde.

Die Schwarznacken-Fasanentaube wurde seit 1882 nicht mehr gesehen. Ein Forscherteam der Cornell University hat nach 140 Jahren jetzt den Nachweis dieses Vogels erbracht. Ihnen gelang auf Fergusson Island auf Papa Neuguinea ein fotografischer Nachweis.

Auf der afrikanischen Inselkette Sao Tomé und Principe haben Wissenschaftler eine neue Eulenart entdeckt. Ihr Name lautet „Otus bikeglia“ und sie wird den Zwergeulen als Art zugeordnet. Auf einem Lebensraum von 15 Quadratkilometern existieren etwa 1000-1500 Tiere

Nordamerika hat in den letzten 10 Jahren ein Viertel der Vögel verloren.

Wenn du wissen möchtest, wann welche Zugögel im Wattenmeer zu finden sind, hier ein An- und Abflugplan aus dem Wattenmeer Besucherzentrum in Cuxhaven

Kurioses bei Fischen

Mit ausgefalteten Flügeln können Tintenfische in einem Bogen 30 Meter über das Wasser fliegen, dabei sind sie schneller als Usain Bolt.

Der Fliegenfisch erreicht bei 20 Meter/Sekunde eine Entfernung von 300 Metern

Der Segelfisch hält den Rekord beim „übers Wasser fliegen“, Er erreicht mit 30 Meter/Sekunde 110km/h.

Die Emscher-Mündung wurde erfolgreich renaturiert. Pflanzen,Amphibin, Fische, Vögel und Fledermäuse wurden an der Mündung ermittelt

Hummel

Hummel – der „Akkordmalocher“ –

wenn der letzte Frost noch im Boden ist, starten die ersten Hummeln bereits mit den  Flügen. In  Erwartung des nahenden Frühlings drehen sie ihre ersten Runden. 

Die Natur erwacht langsam aus dem Winterschlaf und die Hummelkönigin startet ihre Suche nach einem verlassenen Mauseloch oder nach kleinen Erdgruben. Diese füllt sie  mit Moos und Gras aus, um mit der Eiablage zur Gründung eines  neuen Staates zu beginnen.

Der neue Staat

Der Staat wird  einmal bis zu 600 Tiere zählen. Sie wird dann über neun Monate lang täglich mehr als 1000 Blüten anfliegen um mit ihrem flauschigen Fell für die Bestäubung der Obstbäume  und Bodenpflanzen zu sorgen. 

der fleißigste Bestäuber der Welt – die Hummel

Zu solchen Leistungen sind selbst die Bienen nicht in der Lage.  Obwohl der schwergewichtige Körper mit einem Gewicht von etwa 1,2 Gramm und den relativ winzigen Flügeln eigentlich gar nicht in der Lage sein dürfte zu fliegen.

Durch die kreisförmige Bewegung beider Flügelpaare bis zu 200mal in der Sekunde, erzeugt die Hummel  einen  großen Luftwirbel.  Dadurch ist es ihr möglich sogar die höchsten Berge der Welt zu erreichen.

Mit Hilfe der Vibration ihres Körpers, inklusive  der Flügel, erreicht sie nur durch Muskelkraft , eine Körperwärme die sie selbst bei eisigen Temperaturen warm hält. Immer mehr Imker erkennen die Höchstleistungen dieser „Akkordmalocher“  an und nutzen die Hummel zum Bestäuben von Blüten. Es gibt 36 Hummel Arten. 

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