Seehund an unserer Küste

Der Seehund – oder Poca vitulina, wie sein lateinischer Name lautet, ist zu einer touristischen Attraktion an den deutschen Küsten geworden. Es gibt sie in allen Geschäften als Schmusetiere oder Anhänger für das Schlüsseletui zu kaufen.

Föhr

Bevor ich aber auf den Seehund eingehe, möchte ich auf die Veranstaltungen zum Erhalt des Hambacher Forst hinweisen. Auch an diesem Sonntag findet wieder ein Waldspaziergang in der Zeit von 11:00 Uhr bis 17:00  Uhr statt. Weitere Termine um den Forst gibt es auf dem Link: Hambacher Forst.org 

Auch die im Tiere um die es in diesem Beitrag geht haben es nicht überall gut angetroffen. Im zweiten Teil des Beitrages geht es um den Lebensraum OSTSEE , die mittlerweile zu den schmutzigsten Gewässern der Welt zählt.

Seehunde an der Nordsee

Auf den vorgelagerten Sandbänken der Nord- und Ostfriesischen Inseln liegen die Seehunde in der Sonne und ruhen sich aus. Auch auf den Sandbänken im Wattenmeer sind sie zu finden. Die Tiere werden gerne von den Touristen besucht, die mit Schiffen auf „Seehund Fahrt“ gehen. Seehunde scheinen sich an den Anblick der Schiffe gewöhnt zu haben. Der Sicherheitsabstand wird von den Seeleuten eingehalten und so kann man die possierlichen Tiere gut beobachten und fotografieren.  Der Schutz liegt den Inselbehörden am Herzen und so kann auch die Pferdekutsche auf der Insel Borkum, mit der man bei Ebbe bis auf die Seehundbank fahren kann, nur bis an den angebrachten Zaun fahren um die Ruhe der Tiere zu gewährleisten.

Vermehrung

Gerade in der touristischen Hauptsaison brauchen Seehunde absolute Ruhe. In der Zeit von Juni bis September findet der Fellwechsel und die Geburt sowie die Aufzucht der jungen Seehunde statt. Die Paarungszeit beginnt im Juli und die Tragezeit beträgt 11 Monate. Die jungen Seehunde können von Geburt an schwimmen, müssen aber zum Säugen auf die Sandbank kommen. Verloren gegangene oder Waisen werden „Heuler“ genannt. Die Tiere bleiben ihrem Geburtsort treu und kommen immer wieder zurück. sie können bis zu 35 Jahre alt werden, allerdings liegt die Lebenserwartung bei den männlichen Seehunden wegen der Rivalenkämpfe etwa bei 25 Jahren.

Der Seehund bringt ein Gewicht von bis zu 100 Kilogramm  auf die Waage. Er ist zierlicher und kleiner als die Kegelrobbe, die auch an den Küsten zu finden ist.

Seehund auf Nahrungssuche

Der Seehund ist ein Nahrungsopportunist. Das bedeutet, er frißt alles was er bekommen kann. Ältere Tiere bevorzugen dennoch Fisch und tauchen dafür bis zu 40 Meter tief. Im Wasser sind Seehunde mit 35 km/h unterwegs dabei sind sie sehr wendig und geschickt. Auf der Nahrungssuche entfernen sie sich in der Regel bis zu 20 Kilometer von ihren Ruheplätzen. Es wurden auch schon Entfernungen von 70 Kilometern festgestellt, aber im Normalfall sind die 20 Kilometer realistisch. Drei Tage sind die Tiere dann unterwegs und genau so lange ruhen sie sich anschließend auf ihrer Sandbank wieder aus, bevor sie sich wieder auf den Weg machen. Im Wasser können sie gut sehen und die Schnurbarthaare, die sogenannten „Vibrissen“ helfen ebenfalls bei der Futtersuche. Sie sind so etwas wie der Tastsinn und mit ihnen können sie sich auch in trübem Wasser zurechtfinden. An Land sind die Tiere sehr kurzsichtig.

Im Nordseeraum, von den holländischen bis zu den dänischen Küsten, hält sich der Bestand der Tiere . Etwa 26000 Seehunde gibt es in der Nordsee, davon ungefähr 7000 Jungtiere.  Auch der Bestand der Robben an der Insel Helgoland zeigt eine erfreuliche Entwicklung.

Gefährdet sind dagegen Bestände beider Arten an der Ostsee , wo es Vorkommen von der Wismarer Bucht bis an die Boddengebiete Rügens gibt.

Ostsee – schmutziges Meer

Wer seinen Urlaub an der Ostsee verbringt, käme kaum auf den Gedanken das dieses Meer zu den verschmutztesten Gewässern der Welt gehört.  


“ Die Ostsee ist ist das  besterforschte, aber auch das  belasteste Meer der Welt, mit der größten Todeszone.“


Dirk Scheelje, von der Heinrich Böll-Stiftung und Mitherausgeber des Meeresatlas.

25  Prozent des Meeresbodens gelten als Todeszonen. Das heißt dort gibt es keinen oder nur sehr wenig Sauerstoff. Dort sind außer Bakterien keinerlei Lebewesen mehr zu finden. Fische finden kein Futter mehr.


Der Mangel an Sauerstoff hat sich in den letzten 115 Jahren verzehnfacht. 


Prof. Thorsten B. Reusch von GEOMAR

Verantwortung – Verursacher

Giftige Organismen können  zu Badeverboten in den Todeszonen führen. Wer aber trägt die Verantwortung für die Zustände in der Ostsee? 

In der Vergangenheit wurden von Schiffen alle Möglichen Dinge in die Ostsee verbracht. Beginnend von radioaktiven Stoffen russischer Kriegsschiffe bis zum Hausmüll, gab es eigentlich nichts was nicht in der Ostsee zu finden ist. Ganze Container Schiffsladungen verschwanden im Wasser und wurden nicht geborgen.

Heute ist das größte Problem neben der Schifffahrt zu den Anrainerstaaten, die auch noch für einen unerträglichen Lärm Unterwasser sorgen, der den Orientierungssinn, zum Beispiel von Schweinswalen zerstört, die Landwirtschaft. Unsägliche Mengen Gülle und Dünger geraten durch die Flüsse und Bäche in die Ostsee und zerstören das ökologische System. Hinzu kommt die Klimaveränderung mit extrem heißen Sommern, wie in diesem Jahr. In Grömitz betrug die Wassertemperatur im Sommer 26 Grad. Behörden haben in diesem Jahr wegen der Bakteriengefahr durch das warme Wasser mehrfach vor dem Baden in der Ostsee gewarnt. „Die Welt“ berichtete über Blaualgen in der Ostsee, entstanden durch die Zuflüsse.

Fazit: Die Anrainerstaaten der Ostsee haben sich zusammengesetzt um nach gemeinsamen Lösungen zu suchen wie das Problem gelöst werden kann. Bisher ohne nennenswerte Resultate. aus den  25 Prozent toten Meeresboden kann sehr schnell das Doppelte entstehen, wenn nicht unverzüglich Maßnahmen zum Schutz der Ostsee getroffen werden.

Darß

Halbinsel Darß –  22. Mai bis 05. Juni 2016

Darß  – ist der Name der Halbinsel die ein Teil der Halbinselkette Fischland – Darß – Zingst ist.

Wieck

Wieck liegt an der südlichen Seite,  am Bodstedter Bodden zwischen Born und Prerow, etwa fünf Kilometer südlich von Prerow und ca. 35km nord – östlich von Rostock. Im Osten grenzt die Gemeinde an den Prerower Strom. Wieck hat 709 Einwohner (2014)

Die Anreise verlief ohne Probleme und wir erreichten um 14:30 Uhr unser Ziel. Wir haben die Ferienwohnung „Adlerhorst“ im Cavelhorst in Wieck gemietet.

Die Wohnung liegt im Souterrain am rückwärtigen Teil des Hauses und besteht aus einem großen Wohnraum mit Küche, separatem Badezimmer mit Dusche / WC und einem Schlafzimmer mit Doppelbett.

Vor dem Wohnraum befindet sich eine Terrasse mit Sonnenschirm, Tisch für vier Personen,Grill und einem Strandkorb. Seitlich begrenzt wird die Terrasse von schöner Bepflanzung, angrenzend befindet sich noch ein größeres Wiesenstück, wo auch unser Auto abgestellt ist.

Nachdem die Koffer ausgepackt sind bummeln wir ein wenig durch den Ort und entdecken das Gasthaus Josten mit Außengastronomie. Wir nehmen hier unser Essen ein und werden während unseres Urlaubs das Haus noch oft besuchen.

Born am Darß

Am nächsten Tag machen wir eine Wanderung durch den Nationalpark nach Born am Darß .Uns erwartet ein urtümlich gewachsener Mischwald mit natürlich sehr vielen Mücken, die sich offensichtlich über unseren Besuch freuen, was wir an den zahlreichen Stichen merken. Born a. Darß (Born auf dem Darß) ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist staatlich anerkannter Erholungsort und zählt 1123 Einwohner (2014).

Wir machen einen Stopp am Hafen, wo wir uns eine Flasche Wasser holen und gehen dann am Bodden entlang wieder in Richtung Wieck. Die erste Etappe führt parallel einer Straße in Born, wo man die vielen hübschen Häuser bewundern kann, die alle liebevoll gepflegt und mit schönen kleineren und größeren Bepflanzungen versehen sind. Schließlich zweigt der Weg ab durch ein Waldstück und danach durch die wundervolle Boddenlandschaft.

ein paar Einkäufe

Den folgenden Tag lassen wir etwas ruhiger angehen und schauen uns Wieck genauer an. Begonnen hat der Tag mit dem Brötchen Einkauf beim einzigen Bäcker des Ortes. Wie unsere Vermieterin später erklärt, hatte ich wohl Glück sofort bedient zu werden, weil ich bereits vor acht Uhr dort war.  Später stehen die Leute dort Schlange. Einen Lebensmittelladen gibt es im Ort nicht. Lediglich am Mittwoch und samstags gibt es einen kleinen Bio Markt vor der Darßer Arche, einer Art Boddenmuseum mit Ausstellungen und dem Fremdenverkehrsamt, welches wir bereits im Vorjahr bei unserem Aufenthalt in Wustrow besichtigt haben.

Enttäuschend ist der kleine Hafen in Wieck, hier könnte man einiges verbessern um den Aufenthalt angenehmer zu machen. Es könnte sogar ein kleiner Strand zum Beispiel für Kinder hergerichtet werden. Den gibt es zwar, er verdient allerdings kaum die Bezeichnung Kinder -Badestrand. Momentan erinnert dieser eher an einen Tümpel.

Der einzige Kiosk mit Getränken und Würstchen wirkt nicht gerade einladend, zumal vor der einzigen Bank die nicht auf der kleinen Terrasse steht und nicht besetzt war eine Wäschespindel steht. Wahrlich, es gibt schönere Aussichten. Ansonsten ist Wieck ein wunderschöner Ort mit vielem alten Bestand und neuen Gebäuden die sich sehr schön anpassen. Reetgedeckte Häuser, gepflegte Grundstücke und Straßen laden förmlich zum Bummeln ein. Auch die Gastronomie im Ort lässt keine Wünsche offen.

Prerow

Prerow ist ein Seebad an der Ostsee zwischen den Städten Rostock und Stralsund. Das Ostseebad Prerow wird umgeben vom Nationalpark Vorpommersche  Boddenlandschaft. Der Name Prerow bedeutet so viel wie „Graben“ oder „Durchbruch“, ist vom slawischen Wort prerova abgeleitet und galt zunächst dem Prerow-Strom, der bereits im 14. Jahrhundert eine wichtige Rolle als Wasserstraße zwischen Barth und der Ostsee spielte. 2014 betrug die Einwohnerzahl–1489. 

Zunächst wollten wir uns Fahrräder leihen, stellten dann aber fest, dass man mit dem öffentlichen Busverkehr stündlich überall gut hinkommt und so nutzen wir auch den Bus 210 um nach Prerow zu fahren.

Prerow wurde 1880 das erste von der königlich hohen Regierung in Stralsund anerkannte Ostseebad. Von der Haltestelle geht es geradewegs zum Prerower Strand. Über eine Brücke gelangt man,  entlang vieler kleinerer und größerer Strandläden,  promenadenmäßig zum Strand mit der Seebrücke, die 1902 errichtet wurde.

Durch die Eröffnung des alten Bahnhofs 1910, war dann der Anschluß an Städte wie Stettin, Berlin und Hamburg geschafft.

Viele Bänke laden zum Verweilen ein und wir machen davon gerne Gebrauch um uns in der Sonne zu aalen und das lebhafte Treiben zu beobachten. Nach einiger Zeit machen wir uns auf den Weg zum Boddenhafen. Um dort hin zu gelangen geht man durch den Ort mit den vielen kleinen Geschäften und erreicht etwa eine halbe Stunde später den Hafen von Prerow.

Boddenrundfahrt

Wir nutzen das moderne Fahrgastschiff und nehmen an der großen Boddenrundfahrt teil. Außer dem modernen Schiff gibt es auch noch einen Raddampfer nach amerikanischem Vorbild der diese Rundfahrt macht. Zunächst geht die Fahrt über den Prerowstrom durch das Naturschutzgebiet Boddenlandschaft. Es soll nach den Ansagen des Kapitäns hier sogar ein Pärchen Kegelrobben zu sehen geben, uns haben sie sich allerdings nicht gezeigt. Auf den nährreichen Flächen des Schutzgebietes sieht man allerdings mehrere Kranichkolonien, die hier ganzjährig zu finden sind.

Seit einiger Zeit gibt es auch den Seeadler in der Region. Zur Pflege der Gräser hat man vor einigen Jahren kurz vor der Einmündung desPrerowstroms in den Bodden Wasserbüffel angesiedelt, die zur Zeit unseres Aufenthaltes gerade einige Kälber haben. Die Fahrt über den Bodden führt bis zur Meininger Brücke die das Festland mit Zingst verbindet. Nach zwei Stunden endet dann die Fahrt wieder im Hafen von Prerow.

Seenebel

Vom Hafen aus machen wir uns auf den Weg in die Stadt um den Bus für die Rückfahrt zu nutzen. Bereits am Hafen sagte ich zu Ruth das über dem Meer dunkle Wolken auf das Festland zukommen . Im Ort sehen wir dann plötzlich Rauchschwaden durchziehen und wir vermuten als Grund hierfür Räuchereien, allerdings werden es immer mehr und sie werden auch immer dichter, zudem wird es merklich kühler.

Bevor es noch weiter zunimmt kommt unser Bus. Wir sprechen den Fahrer auf das Phänomen an und er erklärt uns, dass es sich um Seenebel handelt, der für den Straßenverkehr sehr gefährlich werden kann, weil er extrem dicht ist.

Aus dem Internet erfahren wir dann später das Seenebel sich bildet, wenn die Wassertemperatur und die Lufttemperatur extrem unterschiedlich sind . Dieser Nebel enthält 100 % Luftfeuchtigkeit und tritt zumeist im Spätfrühjahr an der Nord-und Ostseeküste auf. Da haben wir glatt etwas Neues kennengelernt.

Wir machen auf dem Rückweg noch einen kurzen Halt zum Einkauf in Born, um dann den Tag im Quartier ausklingen zu lassen. Plötzlich geht es Ruth sehr schlecht. Schüttelfrost und Zittern–da scheint sich etwas anzubahnen.

Am nächsten Morgen geht es gottlob wieder etwas besser und während ich hier die Niederschrift beginne und ausführe,kann sie sich noch weiter erholen und in Ruhe den Tag angehen lassen. Warten wir einmal ab wie es weitergeht. Heftiges Schwitzen in der Nacht sorgte wohl für deutliche Besserung.

Wir fahren daher mit dem Auto nach Wustrow um Erinnerungen aus dem Vorjahr aufzufrischen. Außerdem gibt es hier eine Apotheke wo wir uns mit einem Grippemittel eindecken wollen. Der Apotheker rät uns aber davon ab, weil der Höhepunkt durch das starke Nachtschwitzen wohl bereits vorbei sei. Er schlägt stattdessen etwas Ruhe und Vitamintabletten vor. Wir nehmen seinen Rat gerne an und bummeln noch einmal zum Hafen von Wustrow.

Hier hat sich in dem einen Jahr einiges getan und es ist lebhafter als im Vorjahr. Auch rund um die Kirche tut sich etwas. Die Wege werden aufgehübscht und wir erinnern uns gerne an den Aufstieg zum Kirchturm.  Von dort hat man einen tollen Blick auf Ostsee und Bodden .

Heute, Samstag gehen wir eine Weile am Bodden entlang und bleiben auf dem Rad-Wanderweg in Richtung Prerow.Wir kommen nach Nordkaten. Unterwegs entschließen wir uns zum Mittagessen im Restaurant Nordkate. Ein schönes Lokal mit gutem Essen und Außengastronomie. Den Rest des Tages verbringen wir auf der Terrasse unserer Wohnung.

Heute machen wir uns auf den Weg nach Zingst. Die Spuren des dort stattfindenden Fotofestivals zeigen sich im ganzen Ort. Wir haben etwas außerhalb geparkt und gehen am Deich entlang in Richtung Seebrücke. Hier brummt der Bär.

Reger Betrieb an vielen Ständen, z.B.von  Sunbounce, Hama, Canon usw. überall können, wie auch im Max Hünting Haus, Objektive und Kameras ausgeliehen werden. Es gibt verschiedene Standorte mit Referenten die ihre Aufnahmen präsentieren und Workshops von früh bis spät in den Tag. Im Max Hünting Haus bedauern wir die dort tätigen Mitarbeiter, es ist unheimlich warm und stickig im Gebäude.

Auf den Außenflächen werden Großbildaufnahmen gezeigt und es ist ein begehbares Monument aus x-Spiegeln aufgebaut in das man hinein fotografieren kann. Selbstverständlich ist Zingst auch ohne Festival ein lohnendes Ziel, mit Badestrand, Seebrücke und überhaupt ist Zingst schon ein richtiger Touristenort mit viel Leben.

Montag, wir entschließen uns mit dem Bus bis „Prerow alter Bahnhof“ zu fahren und erklimmen die„hohe Düne.“ Dies ist die höchstgelegene Stelle an der Enge zwischen Ostsee und dem Bodden mit dem Prerowstrom. Die Höhe beträgt 13 Meter–das hört sich nicht nach „hoch“ an,  aber mit dem kleinen Aussichtsturm reicht der Blick bei klarer Sicht über Zingst bis Hiddensee vor Rügen und zum Daßer Ort.

Vormals war der damals noch schiffbare Prerowstrom –heute finden noch Boddenrundfahrten statt– die Verbindung zwischen Bodden und Ostsee wodurch Zingst eine eigenständige Insel war.

Ein schöner Rad-Wanderweg führt durch den Wald an der Ostseeküste entlang zur Seebrücke von Prerow. Unterwegs gibt es immer wieder Zugänge zum herrlichen Sandstrand. Einmal zweigen wir auf der entgegengesetzten Seite ab , um die Seemannskirche zu besuchen. Es handelt sich hier um das älteste Gotteshaus auf dem Darß. Erbaut wurde sie 1726/28. Weil sie den Seeleuten den Weg von der Ostsee in die Prerowstrom- Mündung wies, erhielt sie den Namen „Seemannskirche“.

Wir können heute wegen einer Trauerfeier allerdings die Kirche nicht von innen besichtigen. Hier entdecken wir besonders schöne Häuser und Feriendomizile, die mit viel Liebe gestaltet wurden.

Nach etwa drei Kilometern erreichen wir dann die Seebrücke und gehen zur Bushaltestelle in Prerow- Mitte um die Rückfahrt nach Wieck anzutreten. Während es überall Meldungen von Unwettern gibt, haben wir weiterhin das herrlichste Wetter. Heute Nacht muß es wohl ein wenig geregnet haben, denn eine winzige Wasserlache befindet sich auf dem Terrassentisch.

Wir beschließen den Tag langsam angehen zulassen um dann gegen Mittag Carls Erdbeerhof in Rövershagen zu besuchen.Carls Erdbeerhof nennt man zu Recht auch Erlebnishof/Erlebnisdorf. Es gibt außer den vielen Einkaufsmöglichkeiten vom Trödel über Kleidung, Spielwaren bis zur Erdbeere eigentlich alles. Für Kinder ein richtiges Paradies , sei es das Streicheln der Hoftiere oder kleine und große Rutschen, Treckerfahren, Ponyreiten, Planschbecken, also Abenteuer pur.

Für das leibliche Wohl ist ausreichend gesorgt und verdursten muß hier natürlich auch niemand, im Endeffekt dreht sich aber alles um das Thema Erdbeere.

Noch vier Tage haben wir um uns auf dem Darß umzusehen. Heute machen wir noch einmal eine Tour nach Zingst. Wir gehen jetzt etwas mehr durch die kleinen Straßen abseits vom innerstädtischen Betrieb. Auch hier sehen wir viele gepflegte und hübsch gezierte Häuser, sehr viele Ferienwohnungen und Ferienhäuser.

Blumenschmuck überall wo man hinsieht. Am Aufgang zur Seebrücke empfängt uns das fröhliche Pfeifen des Waffelbäckers, der wegen seiner guten Laune hier bereits bei vielen Gästen bekannt ist. Wir gönnen uns zwei Zimt/Zuckerwaffeln. Ein kräftiger Wind weht über die Seebrücke mit der Taucherglocke am Ende. Am Strand sind noch einige Utensilien des Fotofestivals zu finden und wir machen einige Aufnahmen.

Die Halbinsel Zingst liegt am östlichen Ende der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst an der Ostsee. Sie gehört zum Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern, Landesteil Vorpommern. Schon 1992 erhielt Zingst als einer von wenigen Badeorten in den neuen Bundesländern die „Blaue Europaflagge“ für seine hervorragende Badewasserqualität.

Im Jahr 1993 wurde die neue Seebrücke Zingst am Hauptübergang neben dem Kurhaus eröffnet. Das alte Kurhaus wurde 1998 abgerissen und im Jahr 2000 durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. Im Jahr 2001 wurden erstmals über eine halbe Million Gästeübernachtungen registriert.

Dem Ostseebad Zingst wurde im Jahr 2002 der staatlich anerkannte Titel „Ostseeheilbad“ verliehen. Im Jahr 2015 gab es bereits 1.7 Mio Übernachtungen bei 3049 Einwohnern (2014) Zurück aus Zingst ruhen wir uns noch etwas aus und gehen dann um siebzehn Uhr zum Restaurant Eichenstübchen. Wären wir später gegangen hätten wir keinen Platz mehr bekommen. Es war alles reserviert und den Grund erfahren wir nach dem Essen, es war fantastisch und wir reservieren gleich wieder für den kommenden Freitag.

Das Essen ist absolute Spitze und die Wirtsleute im Eichenstübchen sehr zuvorkommend und nett. Wir können dieses Lokal wärmstens empfehlen. Reservierung dringend angesagt, denn wer einmal dort war, kommt immer wieder.

Und wieder strahlt die Sonne aus einem wolkenlosen Himmel. Wir beschließen unsere geliebte Boddenrunde aus dem letzten Jahr in Wustrow zu wiederholen. In Wustrow angekommen sticht die Sonne so sehr, dass wir uns entschließen auf die Boddenrunde zu verzichten, da der Weg ständig in der Sonne liegt und kaum einmal Schatten bietet. So gehen wir am Hafen entlang zum Strand, essen dort ein Fischbrötchen und wandern ein Stück längs der Steilküste.

An der Grenze zu Ahrenshoop wenden wir uns dann wieder Wustrow zu, wo wir nach zwei Stunden schwitzen wieder den Parkplatz erreichen. Den Rest des Tages verbringen wir im Quartier und auf der Terrasse. Unser Darß-Urlaub neigt sich langsam dem Ende zu und am vorletzten Tag strahlt wieder die Sonne bei angesagten 27 Grad.

Letzter Tag. Noch einmal bummeln wir durch Wieck und verweilen ein wenig am Hafen. Zuvor haben wir den kleinen Wochenmarkt an der „Arche“ besucht. Zum Mittagessen gehen wir dann noch einmal ins Gasthaus Josten, verabschieden uns und suchen unser Quartier auf um zu packen.

Es war eine einmalig schöne Zeit auf dem Darß, das Wetter hätte nicht besser sein können und wir fahren mit schönen Erinnerungen morgen wieder in unser geliebtes Ruhrgebiet

Fischland

– Lübeck Wochenende

Fischland  –  war unser eigentliches Ziel. Wir hatten aber beschlossen zwei Übernachtungen  in Lübeck einzuschieben. Wir  hatten  das „Hotelchen“ in der Schönböckener Straße gebucht. schön das wir schon vor der angegebenen Zeit (14:00) im Hotel einchecken konnten. So  hatten wir noch den gesamten Nachmittag in Lübeck zur Verfügung.

15. – 17.05.2015 Lübeck 

Der Fußweg in die Innenstadt währte knapp zwanzig Minuten. Auf dem ersten Weg dorthin begegneten wir einem netten jungen Mann mit Migrationshintergrund der uns auf dem Weg zur Stadtmitte und auf seinem Weg zum Freitagsgebet noch eine Abkürzung zeigte, indem wir ein Stück des Weges gemeinsam gingen. Vom Anleger an den schönen Altstadthäusern machten wir dann zunächst die uns so empfohlene Traverundfahrt. 

Traverundfahrt

Entlang der alten Speicherhäuser führt die Fahrt unter niedrigen Brücken bis in das Hafengebiet. Am Ufer liegen mehrere alte Segelschiffe. Mit dem Blick auf das Panorama der Altstadt mit seinen vielen historischen Kirchen wird der Hafen verlassen und das Boot biegt auf den Lübeck-Ems–Kanal.

An einem Abschnitt haben die Bewohner ihre Wäsche auf den am Uferrand stehenden Wäschestangen aufgehängt. Die niedlichen kleinen Häuser sind teilweise liebevoll mit Blumenkästen und frischer Farbe aufgehübscht. Schließlich, wir befinden uns wieder auf der Trave, kommt dann auch wieder unser Ausgangspunkt in Sicht.

Marzipan

Der zweite Tag in Lübeck ist naß und frisch. Wir besuchen das Marzipanmuseum und spazieren durch die Lübecker Altstadt, wo wir doch tatsächlich Bekannte aus Essen treffen. Auf dem Marktplatz findet gerade ein historischer Markt statt. Dort stärken wir uns mit einem Stück Fleisch im Brötchen. Als wir die Marienkirche betreten findet dort gerade ein Chorauftritt mit sakralen Titeln statt. Beeindruckenist die Akustik in dieser Kirche


17. – 31.05.2015  Wustrow auf Fischland

Am 17.05.2015 fahren wir dann gleich nach dem Frühstück weiter in Richtung unseres nächsten Urlaubsziels. Nach ruhiger Fahrt erreichen wir nach zwei Stunden Wustrow auf der Halbinsel Fischland – Darß – Zingst.

In früherer Zeit waren das einmal drei Inseln, die im Verlaufe der Jahre durch Versandung zusammen wuchsen. Während an der Südseite, am Fischland, die Ostsee dem Land immer mehr raubt, wird im Norden, Zingst, immer mehr Land angespült. In der fernen Zukunft wird wohl die Insel Hiddensee auf diese Weise durch den angespülten Sand andocken.

Wir haben eine überraschend große Wohnung mit zwei Duschen, einer Sauna, Außengarten und Schwimmbad im Garten. Was fehlt ist allerdings ein Waschbecken mit Warmwasser, z. B. um einmal etwas zu spülen. Aber im Laufe der zwei Wochen arrangieren wir uns mit dem Problem. Wie zu erwarten erkunden wir zunächst einmal unseren Ort Wustrow.

Wir finden einen wunderschönen Ort vor, der bestückt ist mit vielen kleinen und größeren reetgedeckten Häusern. Am Abend nehmen wir im Restaurant des Landhauses Schlunt, hier wohnen wir auch, unser Abendessen ein. Um es vorweg zu nehmen ist die Küche hier ganz hervorragend und wir wurden an keinem Tag enttäuscht.

Strand

Am nächsten Tag gehen wir bis zum Strand von Wustrow und wandern über den Dünenweg bis zur Steilküste bei Ahrenshoop, das durch eine Künstlerkolonie enstanden Dorf am Übergang von Fischland zum Darß. An den Hängen der Steilküste nisten eine Unmenge an Uferschwalben. Mit viel Geduld und x -Aufnahmen gelingen mir einige Aufnahmen dieser pfeilschnellen Vögel.

Der dritte Tag beginnt mit dem Ausleihen von Fahrrädern. Zunächst beginnen wir mit der etwa zehn Kilometer langen Boddentour bei Wustrow. Die Weiterfahrt nach Ahrenshoop wird durch einsetzenden Regen unterbrochen. Da gerade Lidl in der Nähe ist beschließen wir einige Sachen einzukaufen.

Ahrenshoop und Born – von Fischland zum Darß

Am Mittwoch folgt dann die ausgiebige Radtourüber Ahrenshoop nach Born am Darß. Wieder verlassen wir Fischland und gelangen auf den Darß. Die Gesamtstrecke beläuft sich auf ca. zwanzig Kilometer, was aber bei ständigem, zwar leichten Wind, schon eine gewisse Anstrengung bedeutet. Born ist ein kleiner Ort mit einem schönen kleinen Boddenhafen. Unser Mittagagessen nehmen wir dann in einer der Fischstände in Wustrow ein. Um dem Hochbetrieb am Wochenende zu entgehen fahren wir am nächsten Tag nach Zingst.

Zingst

Hier bemerkt man den höheren Bekanntheitsgrad auch an möndäneren Hotels und am Rummel in Strandnähe. Am Strand und im Ort sieht man bereits einiges vom bevorstehenden Fotofestival Zingst am Ende des Monats. Am Ende der Seebrücke befindet sich eine Tauchglocke.

Durch die Geschäftsstraße kommen wir dann schließlich zurück zu unserem Parkplatz und fahren wieder zurück nach Wustrow um noch eine Boddenrunde mit dem Fahrrad zu machen.

Zunächst erfolgen ein paar nötige Einkäufe bei Lidl. Dann wird die Fototasche gepackt. Ich möchte heute einige Aufnhamen mit Langzeitbelichtung und ND Filter ausprobieren. Es wird ein erfreuliches Ergebnis, wie wir dann am Abend feststellen. Vorher fahren wir aber noch mit dem Rad ins Ostseebad Dierhagen.

Dierhagen

Auf dem Weg zum kleinen Hafen entdecken wir ein Restaurant wo wir ein ganz fantastisches Mittagessen bekommen. Der Dierhagener Hafen ist zwar klein, aber einer der schönsten die wir auf der Halbinsel gesehen haben. Auf der Rückfahrt unterbrechen wir des Öfteren unsere Fahrt um in den Dünen mit Blick aufs Meer zu pausieren.

Am späten Abend machen wir uns dann noch einmal auf den Weg zum Wustrower Strand um den Sonnenuntergang zu fotografieren.

Bernstein – das Gold des Nordens

Am Pfingstsamstag hängt noch dichter Nebel über dem Bodden. So schnell scheint sich das Wetter heute nicht zu ändern und wir beschließen mit dem Schiff nach Ribnitz Damgarten zu fahren. Nach einstündiger Fahrt über den Bodden erreichen wir den Ort und besuchen das Bernsteinmuseum, das in einem ehemaligen Kloster untergebracht ist. Zu gleicher Zeit findet im Museum auch eine Ausstellung des Malers Wenneberg statt, der in der Zeit 1866 –1950 lebte.

Der Bodden

Während der Schiffsfahrt erklärt der Kapitän den Bodden. Die tiefste Stelle hat eine Wassertiefe von 2 Metern. Da der Bodden an der Ostseite mit der Ostsee verbunden ist, gerät wenig Salzwasser in das Boddengewässer, weshalb man das Gewässer auch Brackwasser nennt. Die Boddenland schaft zieht sich bis in die Rügener Bodden.

Wir befahren zur Zeit den Saaler Bodden, mit einer Wasserfläche von 50 km². Wir bummeln nach der Rückkehr noch etwas durch Wustrow und beenden dann den Tag. Pfingstsonntag und Pfingstmontag sind geprägt von aus giebigen Zahnschmerzen. Irgendetwas scharfgratiges kommt aus dem Zahnfleisch und verursacht grobe Schmerzen an Zunge und Gaumen.

Am Sonntag wandern wir noch einmal zur Steilküste und am Montag besichtigen wir Prerow, wo wir fünf Kilometer durch den Nationalpark zum Darßer Ort wandern. Die Rückfahrt vom einzigen noch funktionierenden Leuchtturm machen wir mit dem Pferdegespann.

Zahnweh

Dienstag führt unser erster Weg zum einzigen Zahnarzt in Wustrow, der natürlich prompt in dieser Woche keine Sprechstunde hat. Der Hinweis auf dem Schild leitet uns zu einem Zahnarzt in Dierhagen. „ So etwas habe ich noch nicht gesehen“ –ist dessen erste Reaktion und er versucht dem „Unding“ mit einer Pipette zu Leibe zu gehen.

Tatsächlich hält er kurz darauf ein Stück Knochen in der Pipette und es geht mit augenblicklich besser. Mit den Worten „ Ich bin ein Held „ verabschiedet sich der nette Zahnarzt von uns und wir fahren glücklich zurück.

Wieck

Wir fahren zu dem kleinsten der Boddenorte nach Wieck. Auch dort gibt es einen kleinen Boddenhafen, während der Zugang zur Ostsee nur durch den Nationalpark möglich ist Wir fahren durch das schöne Regnitztal nach Marlow zum größten und schönsten Vogelpark den ich je gesehen habe. Gute zwei Stunden dauert alleine der Rundweg durch die Anlage.

Großzügig gehalten und sehr gepflegt, mit vielen Spielplätzen für die Kinder, findet man außer Vögel auch Känguruhs, Präriehunde und Pinguine. Die Rückfahrt machen wir über Barth, auf der entgegengesetzten Seite des Boddens. Hier gefällt vor allem der Hafen.

Hafen

Am Donnerstag machen wir unsere längste Wanderung entlang der Ostsee und des Bodden. Wir sind ganztägig unterwegs. Das hat uns so angestrengt, dass wir am nächsten Tag nicht wie geplant nach Stettin fahren, sondern vor Ort bleiben. Lange sitzen wir in der Sonne die großzügig auf den Wustrower Hafen scheint.

Nun endlich besteigen wir auch den Kirchturm um Aufnahmen von oben zu machen. Danach gehen wir noch einmal zum Strand und essen im „Mobby Dick“. Auf dem Rückweg noch einige Kleinigkeiten käuflich erwerben und der vorletzte Tag neigt sich dem Ende entgegen. Da am Samstag das Wetter schlecht wir, beschließen wir zu packen und treten einen Tag früher die Heimreise an.