Rabenkrähe

Rabenkrähe – wegen der Ähnlichkeit mit den Raben erhielt die Krähe ihren Namen. Die zu den Rabenvögeln gehörende Art hat die griechische Bezeichnung “ Corvus corone „. Von der Größe her ist die Rabenkrähe vergleichbar mit der Saatkrähe. Die Saatkrähe hat als bestes Unterscheidungsmerkmal einen fast weißen Schnabelansatz. Der Schnabel ist schlank und spitz, während der Schnabel der Rabenkrähe dick und schwarz ist.

Die Rabenkrähe ist in Mittel- West- und Südeuropa verbreitet. In Osteuropa wird sie von der Nebelkrähe abgelöst. Bei beiden Arten sind die Geschlechter nicht zu unterscheiden. Der Unterschied von der Nebelkrähe zur Rabenkrähe ist die hellgraue Ober- und Unterseite der Nebelkrähe. Die Rabenkrähe ist dagegen komplett schwarz gefärbt.

Der Vogel lebt in der offenen Kulturlandschaft mit hohen Bäumen. Gerne hält er sich an Waldrändern und Parks auf. Im ländlichen Raum sind die Vögel deutlich scheuer als in den städtischen Zonen. Das liegt wohl daran, dass sie im ländlichen Raum stark bejagt werden. In der Stadt ist die Krähe sogar in Gärten zu finden.

In den Wintermonaten frißt sie Sämereien, Nüsse und Obst. Interessant ist zu sehen wie sie die Walnuss aus größerer Höhe auf den Asphalt fallen läßt, damit sie aufplatzt. Oft wartet sie auch einfach ab bis ein Auto über die Nuss fährt. Desweiteren stehen wirbellose Tiere, Jungvögel, Vogeleier, kleine Säugetiere und Aas auf dem Speiseplan.

Nicht brütende Vögel leben in Scharen zusammen. Als Begleiter sieht man häufig Dohlen und Saatkrähen. Am Dümmer See , Dümmer Moor, sahen wir sie im letzten Jahr zu Hunderten auf den Bäumen am Rande des Waldes. Es sah so aus, als wüssten sie das sie dort wegen des Schutzgebietes nicht bejagt werden dürfen. Den ganzen Tag war das dumpfe „Krah“ der vielen Vögel zu hören.

Das brütende Paar lebt dagegen meist etwas zurückgezogen. Die Rabenkrähe ist monogam und ist ein Meister im Nestbau. Weil diese „Nestburgen“ hoch oben im Baum sind müssen sie auch den stärksten Wind überstehen. Das Innere der Nestburg wird mit Erde und Lehm ausgestattet. Drei bis sechs Eier legt das Weibchen und bebrütet diese. Das Männchen hält derweil Wache. Noch fünf Wochen nachdem die Jungvögel flügge wurden, werden sie von den Eltern gefüttert.

Das Nest wird vehement von der Rabenkrähe verteidigt. Elstern oder Turmfalken würden gerne das stabile Nest in Besitz nehmen.

Äußerst unangenehm für die Krähe kann ein Konflikt mit einer Schar Wacholderdrosseln werden. Die deutlich kleineren Vögel greifen die Krähe an und bekoten sie so lange bis sie flugunfähig wird. Das macht die Wacholderdrossel übrigens auch wenn Menschen ihren Nestern näher als 15 Meter kommen. Da kann dann schnell die Kleidung „versaut“ sein.

Das auffälligste Merkmal des Rabenkrähe ist das glänzende schwarze Gefieder und der fast schwarze Schnabel. Auch die kräftigen schwarzen Beine ziehen den Blick auf sich.

In der Geschichte galten die Rabenvögel oft als „Galgenvögel“ weil sie sich im Mittelalter als Asfresser auch in der Nähe der Galgen aufhielten.

Rabenkrähe
Rabenkrähe
Rabenkrähe
Saatkrähe

Wilderei und Massenaussterben

WILDEREI verhindert die Wiederansiedlung gefährdeter Arten. 2017 wurden durch die Polizei 1020 Fälle von Wilderei erfaßt. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein. Die höchst Fallzahl lag 1996 bei 1502 Straftaten und hat sich bis heute bei im Schnitt 1000 Fälle im Jahr eingependelt. Viele Wilderer haben sich wie beim Wolf an das Motto der „drei S“ gehalten: Schießen, Schaufeln,Schweigen.

Im Bayerischen Wald ist die Ansiedlung des Luchses noch nicht wirklich gelungen, weil immer wieder Tiere illegal getötet werden. 2010 wurden mindestens zehn Luchse umgebracht.

Die illegalen Tötungen geschützter Arten wie Luchs, Biber, Uhu und Wolf gefährden den Nachwuchs und somit den Bestand der gefährdeten Arten.

Im Jahr 2018 befanden sich auf der „Roten Liste gefährdeter Tierarten“ 26.840 Tierarten und Organismen. Damit hat sich die Zahl der gefährdeten Tierarten und Organsimen seit dem Jahr 2000 weltweit mehr als verdoppelt.

Massenaussterben

Der IPBES – Intergovernmental Science Poilicy Platform on Biodiversity an Ecosystem Services – berichtet über das Ergebnis von 15.000 Studien und Berichten, erstellt durch 150 Wissenschaftlern und 310 Experten aus 50 Ländern zum Tema Massenaussterben.

Bis zu 1 Millionen Tiere und Pflanzenarten werden durch menschliche Einflüsse an den Rand der Ausrottung gebracht.

Gründe sind Lebensraumverluste und geänderte Landnutzung, die Jagd, die Wilderei, der Klimawandel, Umweltgifte und invasive Arten. Von den Folgen sind besonders indigene Völker und arme Bevölkerungsteile weltweit betroffen.

Viele Wissenschaftler sprechen bereits vom 6. Massenaussterben und einige sind davon überzeugt, dass wir bereits inmitten dieses Massenaussterbens sind.

das sechste Massenasussterben

Fünfmal wurde das Leben auf der Erde in den letzten 500 Millionen Jahren fast ausgeslöscht. Ursachen waren Klimawandel, extreme Eiszeit, Vulkanausbrüche und ein Meteorit.

Das Wissenschaftsmagazin „Science Advances“ berichtet von einer Studie wonach das aktuelle Aussterben mehr als hundert Mal höher als normal ist. Man geht davon aus das in einigen Menschengenerationen drei Viertel aller Tierarten ausgestorben sein werden.

Der Anteil des Menschen beruht auf Überfischung der Meere, die Intensivierung der Landwirtschaft, der nicht zu stoppende Klimawandel und die überproportionelle Aussnutzung natürlicher Ressourcen.

Deutschland verlor alleine seit den 1990er Jahren 14 Millionen Vögel, also 7 Millionen Brutpaare.

Mittlerweile muß man sich fragen welche Folgen ein Massenartenaussterben auf das Überleben der Menschheit hat. Bisher ist darauf noch keine Antwort gefunden worden.

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