Borkum 2015

Borkum 2015 – wieder einmal befinden wir uns auf unserer Lieblingsinsel

Nordseeinsel Borkum

Borkum 2015 – Wir fuhren am 13. September um 08:30 Uhr von Essen ab und erreichten bei trockenem und sonnigen Wetter nach angenehmer Fahrt gegen 11:30 Uhr Emden Außenhafen. Nun hatten wir noch reichlich Zeit um auf die Fähre nach Borkum zu warten.

Wir bummelten ein wenig durch den eigentlich uninteressanten Hafen, um uns die Zeit zu vertreiben. Zwischenzeitlich fuhr dann auch schon der Katamaran nach Borkum ab.  Die Abfahrt der Fähre war pünktlich um 14:00 Uhr und wir erreichten Borkum bereits fünfzehn Minuten früher als geplant um 16:00 Uhr.

Der Weg zum Quartier war leicht zu finden, da es immer nur geradeaus ging. Lediglich unseren Parkplatz mussten wir etwas suchen, da die Skizze von Frau Janssen, unserer Vermieterin nicht so ganz exakt war. Unser Zimmer konnten wir auch nicht sofort in Besitz nehmen, da die Reinigung noch in vollem Gange war. Wir sahen das aber eher locker, weil wir ja auch Hunger hatten und etwas zu uns nehmen wollten.

der erste Eindruck

Zunächst machten einen ersten kurzen Bummel durch die Stadt und kehrten dann im Teehaus ein, wo wir in dieser Woche noch des öfteren sein würden, da das Essen hier ganz hervorragend gewesen ist. Nun wurde es Zeit unsere Sachen in die Wohnung zu bringen. Uns stand ein Wohnzimmer mit Südterrasse, ein Schlafzimmer sowie Bad und Dusche zur Verfügung.  Außerdem gab es noch einen Keller mit Waschmaschine und Trockner, was wir aber nicht in Anspruch nahmen. Am folgenden Montag holte ich schon früh beim benachbarten Bäcker Brötchen und wir genossen unser erstes Frühstück auf der Insel. Da es nieselt machen wir einen Rundgang durch die Stadt und erledigen einige Einkäufe. Auch der Nachmittag besteht aus Erkundigungen der Ortschaft  und einem längeren Weg durch die „Greune Stee“.

“Greune Stee”

Das größte Inselwäldchen ist die “Greune Stee” (grüne Stelle). Es handelt sich hierbei um ein typisches Krüppelwäldchen. Durch die vielen hindurch führenden idyllischen Wege lädt es zu erholsamen Spaziergängen ein. Das Gebiet besteht aus teilweise sumpfigem und teilweise sehr trockenem (Dünensand) Boden. Neben den Laub-und Nadelbäumen findet man hier eine Vielzahl der in Niedersachsen heimischen Pflanzen. Die Greune Stee liegt im Süden der Insel und ist von der Wilhelmshöhe bequem über die Promenade bzw. deren Fortführung zu erreichen.

Am Dienstag folgt erneut ein Rundgang durch Borkum. Wir sehen uns das älteste Haus des Ortes an und besichtigen das Heimatmuseum.Dann fahren wir mit der Borkumer Kleinbahn zum Hafen um uns das dort vor Anker liegende Feuerschiff anzusehen. Gerade als wir am Hafen ankommen beginnt es zu regnen und der Himmel wird immer dunkler. Zufällig kommt gerade ein Bus, der wieder nach Borkum hineinfährt und so verzichten wir auf das Feuerschiff und freuen uns, den  nun einsetzenden Schauer im Bus zu erleben. Am Borkumer Bahnhof angelangt ist das Unwetter vorbei und wir gehen entlang dem Nord–und Südstrand zum Quartier.

Da es früh am Mittwoch zunächst regnet gehen wir zum Bahnhof um die Fähre für die Rückfahrt von 16 Uhr auf 10 Uhr am Sonntag umzubuchen. Da wir leider vergessen haben Unterhemden für mich mitzunehmen, kaufen wir in Borkum noch schnell ein Unterhemd. Wegen des schlechten Wetters essen wir im Quartier und lassen den Tag verfließen.

Ostland – Borkum 2015

Donnerstag– Nach dem Frühstück besichtigen wir einige Kirchen in Borkum und den Walfänger Friedhof und gehen dann den Küstenweg entlang Richtung Ostland. Hier begeistert eine fantastische Dünenlandschaft, die wir zu einem späteren Zeitpunkt noch besser kennenlernen werden. Dann beginnt der Regen–und er wird immer stärker. Der Schirm versagt seinen Dienst und als wir unser Quartier erreichen sind wir bis auf die Haut naß. Wir machen uns frisch und gehen zum Teehaus um wenigsten bestens zu speisen. Abends amüsieren wir uns im AIKES, einer Gaststätte in unmittelbarer Nachbarschaft. Hier waren wir auch schon am Dienstagabend.

Am Freitag bleibt es trocken und wir beginnen eine nahezu totale Inselumrundung , durch den Ort zum Flughafen und zum Ostland und durch die schon erwähnten Dünen auf den Küstenweg zurück.Knapp vier Stunden sind wir unterwegs und wieder sind wir durchnäßt, aber heute nicht vom Regen.

Im Dünenbüdchen nehmen wir ein Essen ein. Hier wäre es aber ratsamer gewesen von dem Kuchen zu essen der hier angeboten wird. Das „Abendbier“  im Aikes haben wir uns redlich verdient.Wie immer am letzten Tag besteht dieser aus kleineren Spaziergängen und restlichem Einkauf. Während Ruth zu packen beginnt mache ich mich noch einmal auf den Weg um die historische Damplok an der Borkumer Kleinbahn abzulichten. Am Sonntag sind wir dann um 10:00 Uhr am Hafen um auf die Verladung zu warten.Wir hatten trotz des wechselnden Wetters eine tolle Zeit auf Borkum und sind von dieser herrlichen Insel begeistert.

Bilder vom Urlaub auf Borkum 2018

Borkum2017

Borkum2017 . Durch den Ausfall des Katamaran konnten wir bereits eine Ersatzfähre um elf Uhr ab Emden Außenhafen benutzen.  So waren wir bereits um vierzehn Uhr in unserer Ferienwohnung bei Frau Schlant in der Neue Strasse 7. Wir bezogen die Wohnung im Erdgeschoß, während Brigitte und Hans die Wohnung in der ersten Etage nutzten.

Ein Wohnzimmer, separates Schlafzimmer, Küche und Bad, sowie eine kleine Außenterrasse sollten nun für eine Woche unseren Aufenthalt auf Borkum abrunden. Die Wohnungen liegen zentral in der Nähe des Rathauses und sind voll ausgestattet.

Nachdem das Gepäck verstaut war machten wir eine kleine Runde durch die Fußgängerzone und zum Nordstrand. Zum Essen hatte ich bereits im Vorfeld im Teehaus ab achtzehn Uhr einen Tisch für uns bestellt und es war, wie bereits bei unserem ersten Borkumaufenthalt, wieder fantastisch.

Nordseeinsel Borkum2017 im Mai – Nach dem Frühstück gehen wir zum Südstrand. Hinter der heimlichen Liebefinden wir eine freie Bank und genießen den Sonnenschein, das Strandleben und die vorbeifahrenden Schiffe. Die Eternal Ace aus dem Baujahr 2011 hat eine Tragfähigkeit von 18.418 Tonnen, ist 199,5 Meter lang und 32,2 Meter breit.

Sie gehört zu der Gattung der Cargo Schiffe. Unter der Flagge Panamas wird sie wohl in Emden die VW`s aus dem dortigen VW Werk abholen..Die Carten Maria Scan Shipping stammt aus dem Jahr 1985, ist 85 Meter lang und 16 Meter breit. Tragfähigkeit ca 3176 Tonnen, bei einer Geschwindigkeit von 13 Knoten und fährt unter der Flagge von Barbados . Nach einiger Zeit machen wir uns auf den Weg gen Nordstrand und schließlich nehmen wir eine Mahlzeit in der Fußgängerzone ein.

Die Frauen haben danach noch ein wenig einzukaufen und am Abend genießen wir den Rest des Tages auf der Terrasse des Hauses Donn, wie unser Domizil auch heißt.      

Borkum2017 die Greune Stee

Ruth und ich unternehmen eine ausgedehnte Wanderung durch die „Greune Stee“. Wie entdecken eine neues Gebiet um die Kugelbake – Heute steht hier leider nur noch ein Model und ein Gedenkstein mit der Inschrift:

Dieses Modell markiert die Stelle, an der über sieben Jahrzehnte die 18,4 m hohe Kugelbake als Tagessichtzeichen für die Schifffahrt stand. Der Abbau der Bake im Jahre 2000 symbolisiert das Ende der großen Bedeutung künstlicher Landmarken als  Orientierungspunkte für die terrestrische Navigation.

Die Greune Stee ist ein Naturschutzgebiet mit vielen Tierarten. Hier kann man mit etwas Glück die Nachtigall sehen und hören. 

Für den Nachmittag haben wir uns mit Brigitte und Hans am Fischimbiss in der Füßgängerzone verabredet. Auch hier ist das Essen schmackhaft, natürlich fehlt es an der Gemütlichkeit. Den Tag lassen wir dann wieder auf der Terrasse ausklingen.

Da wir bei unserem ersten Besuch nicht auf dem Upholmhof waren, gehen wir an diesem Tag zu viert dort hin. Da es von unserer Wohnung aus nur knapp ein Kilometer bis dorthin ist, können wir den Weg gemeinsam zurücklegen. Leider war Brigitte wegen eines Fersensporns unter dem Fuß stark beeinträchtigt, aber die Strecke konnte sie noch einigermaßen bewältigen. Sie hat sich während des gesamten Urlaubs tapfer geschlagen.

Borkum2017 – Der Upholmhof ist ein altes Scheunenlokal. Draußen ein großer überdachter Biergarten in dem an den Wochenenden Live Musik präsentiert wird. Im Restaurant hängen alte Kutschen an der Decke und es werden Fleisch und Fischgerichte angeboten. Ich hatte am darauffolgenden Tag eine sehr leckere Kohlroulade und auch meine Begleiter waren mit ihren Speisen äußerst zufrieden.

Den Rückweg unternahmen Ruth und ich entlang der Hoppweide mit dem Hoppbach. Auch hierbei handelt es sich um ein Naturschutzgebiet. Schon auf dem Weg zum Upholmhof konnte ich den Kibitz und Austernfischer fotografieren.

Ganz in der Nähe unserer Wohnungen befindet sich das Restaurant „Valentin“. Wir hatten Glück das dort noch geöffnet war und nahmen dort unser Mittagsmahl en. Der Nachmittag war dann noch einmal dem Einkauf bestimmt. Am späten Abend wollten Ruth und ich uns dann einmal Borkum im Neonlicht betrachten. Es war bereits nach 22 Uhr  und die Lokale leerten sich so nach und nach.

Borkum2017 – Erstmals haben wir von dem Tüskendörsee gehört und beschließen eine Wanderung dort hin. Um den Tüskendörsee befinden sich die Binnenweiden. Das Gebiet auf der Nordseeinsel Borkum steht unter Naturschutz und ist Wiesevogelland. Die Rinderhaltung auf den Weiden trägt zum Schutz der Wiesenvögel bei. Hier findet man neben dem Kibitz, den Austernfischern und der Feldlerche mit etwas Glück auch Rotschenkel, Wiesenpieper und die Uferschnepfe. Leider war mir das Glück nicht bei allen Arten hold.

Die Vorkommen begrenzen sich auf der Insel nicht nur auf die Weiden am Tüskendörsee (der Name bdeutet „Zwischendurch“ und damit ist gemeint, dass die Insel einst zwischen Ostland und dem Rest durch Wasser getrennt war), es gibt sie auch auf der Hoppweide, benannt nach dem Hoppbach, auf den Ostweiden und im Ostland. Der Bestand der Uferschnepfe ist leider durch Beutegreifer, die es früher auf der Insel nicht gab, aber durch die Schifffahrt „importieert“  wurden, gefährdet. 

Der Rückweg führte uns dann am Ostland und Flugplatz vorbei wieder zum Upholmhof, wo wir dann im Restaurant speisten. Während des Weges konnten wir die Rohrweihe im Flug beobachten. Leider war sie für ein Foto zu weit entfernt. Umso glücklicher war ich dann einen Sperber ablichten zu können, der sich lange Zeit nicht an uns störte, oder auf etwas anderes konzentriert war. Die Wanderung ging über knapp dreizehn Kilometer und so genossen wir den Abend im Quartier bei einem Glas Wein.


Borkum2017 – Ostland

20. Mai – Wir hatten beschlossen mit dem Bus zum Ostland zu fahren, um Brigitte und Hans einmal die gewaltigen Dünen dort zeigen zu können. Die Haltestelle Ostland befindet sich gleich an der Gaststätte und dem Restaurant Ostland. Die Gaststätte trägt auch den Beinamen „ letzte Gaststätte vor Juist“- Dem Ostland vorgelagert befindet sich die unbewohnte Sandbank „Kachelotplate“ und die Vogelinsel Memmert, hier wohnt lediglich eine Person, nämlich der Vogelwart. Daran schließt sich dann die Insel Juist an.

Auf Juist leben rund 1700 Personen und auf Borkum 5200 Einwohner, womit wir wieder auf unserer Urlaubsinsel angekommen sind. Tiefer , feiner Sand führt hinauf auf die Dünen mit einem herrlichen Blick aufs Meer. Wie machten noch eine kleinere Runde durch das Ostland und trafen uns dann mit unseren beiden Reisebegleitern in der Gaststätte Ostland, wo ich dann eine Scholle zu mir nahm. Auch die Speisen der Anderen wurden gut angenommen.                                           

Mai – Noch einmal geht es an den Nordstrand – den Hauptstrand der Insel. Ein Stück gehen wir die Strandpromenade in Richtung Ostland. Hier trennen wir uns. Ruth und ich gehen auf den Strand und ein Stück ins Watt. Hier sind wir den Seehundbänken dann in etwa so nah, dass ich einige Fotos versuchen kann. Das Weter will heute nicht so richtig mitspielen und wir kehren noch einmal im „Valentin“ ein.

Da es kurz darauf wieder aufhellt beschließen Ruth und ich noch einmla eine Runde entlang den Hoppweiden – ich bin ja noch auf der Suche nach der Uferschnepfe. Aber auch heute will mir dieser Schnappschuß nicht gelingen, Dafür sehen wir auf der Weide am Bach dann zwei Fasanenhähne die  wohl einen Machtkampf um das beste Revier ausfechten wollen.

Borkum2017 – Noch während der ersten Aufnahmen wird es wieder dunkel und bald darauf kommen die ersten Tropfen. Zunächst scheint es recht harmlos zu sein, bis dann das Donnern einsezt und der Regen dichter und dichter wird. Natürlich haben wir ausnahmsweise weder Schirm dabei, noch hat Ruth einen Knirps in ihrer Tasche und so schaffen wir es einmal wieder richtig naß zu werden, dass muss wohl einmal in jedem Urlaub so sein.… so geht wieder ein Urlaub auf unserer Lieblingsinsel Borkum vorbei. Es gilt jetzt die Koffer zu packen und die Heimreise anzutreten.

Borkum Besuch 2018

Borkum Besuch 2015

Usedom

Usedom ist unser Ziel in diesem Jahr.  Das Seeheilbad Bansin, eines der drei Kaiserbäder auf Usedom wird unser ständiger Sitz. Nach Ankunft beziehen wir unser Quartier in einer der Ferienwohnungen des Gastgebers „Wald am Meer“.

Die Wohnungen bieten einen recht großen Wohnraum, mit einer gut ausgestatteten Küche im Erdgeschoß. Im Obergeschoß, zu erreichen über eine nicht zu steile Treppe, kommt man dann zum Schlafraum in welchem sich ein Doppelbett sowie eine zusätzliche Liege befindet. Ebenfalls auf gleicher Etage das Duschbad mit WC. Vor dem Wohnraum befindet sich eine kleine Terrasse mit Tisch und Stühlen.

Usedom  – Strand und Promenade

Der Strand ist in weniger als fünf Minuten Fußweg zu erreichen, daher befindet  sich  auch der Wald  unmittelbar am Haus. Leider war die angeschlossene Gastronomie zu unserer Zeit geschlossen, da der Pächter zwei Wochen zuvor das Geschäft aufgegeben hatte. Wer wollte, konnte aber morgens im Restaurant frühstücken und es wurde auch ein Brötchenservice angeboten.

Fahrräder können an mehreren Stellen im Ort ausgeliehen werden. Wir erhielten sehr gute Räder am Buchenpark bei dem dort ansässigen Sportverein und zahlten  für acht Tage siebzig Euro. Usedom per Rad ist eine gute Möglichkeit um auch das Innere der Insel zu erkunden

Seebrücken

Kennzeichnend für diese Seebäder sind die sehr schönen Promenadenwege entlang des Strandes, unzählige Strandkörbe, die den feinen Sand belegen, außerdem mondäne Villen entlang der Hauptverbindungswege und Seebrücken der verschiedensten Größe. Während die Seebrücke in Bansin nur zum Schiffsanleger führt, findet man in Heringsdorf Geschäfte und in Ahlbeck Restauration auf den Brücken . An manchen Tagen werden die unterschiedlichsten musikalischen Darbietungen in den Konzertmuscheln an der Promenade aufgeführt.

Ückeritz

Eine der Radtouren die wir unternehmen führt uns durch dichtes Waldgebiet und über kleine Anhöhen von bis zu 54 Metern. Schließlich erreichen wir einen Natur -Campingplatzes am kleinen Seebad Ückeritz , nördlich von Bansin gelegen. Ein üppiges Strandleben findet an dem Küstenstreifen des Ortes statt. Kioske, Restaurants, kleine Läden der verschiedensten Art und erfreulicherweise einige kostenlos nutzbare Toilettenanlagen.  Außerdem gibt es ein kleines Odeon für Veranstaltungen.

Stagnieß

Folgt man dem Radweg in Richtung Achterwasser , das ist das Gewässer im inneren Teil der Insel, mit Zugang zur Ostsee, kommt man zu dem winzigen Örtchen Stagnieß . Hier finden wir  einen Campingplatz und einen kleinen, aber schönen Yachthafen, an welchem sich ebenfalls Restauration befindet. Der Ort scheint ziemlich im Wachstum zu sein, da überall neue schöne, reetgedecke Häuser entstehen. 

Die Fahrt führt dann weiter über flaches Geestgebiet. Hier weiden Kühe und leider gibt es bereits eine Erdölerprobungsstätte. Sieht so aus als wenn hier bald nach Öl gebohrt würde. Entlang einer Allee erreichen wir dann Pudagla. Hier kann eine Bockwindmühle besichtigt werden. Ein Stück schieben wir das Rad, da die Wegstrecke über einen gemähten Acker führt und radeln dann bergab durch Waldgebiet hinunter zum Schmollensee.

Benz

An diesem Abschnitt, der zum Ort Benz gehört, ist ein Haus schöner als das andere. Hier würde man gerne sein Domizil errichten. Wir machen eine kleine Pause an einer Raststelle am See und beneiden die Anwohner um die wunderbare Lage, in welcher sie ihren Wohnsitz anlegen konnten. In Benz kann die St. Petrikirche und die Hollandmühle besichtigt werden.

Nun beginnt eine Strecke wo wir des öfteren absteigen müssen, weil die Steigungen zwar kurz, aber anstrengend zu radeln sind. So geht es bis zum letzten, längeren Anstieg zum Ort Sellenthin , der für uns der Zugang nach Bansin zum kleinen Einkaufszentrum bedeutet, wo wir uns mit Wasser und Brot sowie einer Flasche Wein für den Abend eindecken.

Naturschutzgebiet

Von Bansin Dorf führt der Radweg direkt hinein in das Naturschutzgebiet „kleiner Krebssee“. Sehr schöne Reethäuser und Gehöfte säumen den Weg hinunter zu den beiden Seen, die nur durch einen schmalen Landstreifen getrennt sind. Hinauf geht es von dort zur Victoriahöhe, das angeblich Ziel eines Ausfluges der Königin Auguste Victoria mit ihrem Gefolge war.

Aussichtspunkt auf Usedom

Der Aussichtspunkt liegt auf einer Höhe von 55 Metern und ist bei Temperaturen um dreißig Grad nicht zu verachten. Dann geht es natürlich bergab zum Schmollensee, der bereits auf der Pudagla -Tour eine Etappe war. Hier erreichen wir aber die gegenüberliegende Seite des Sees mit dem Ort Sellin und einem schönen Rastplatz gleich am See. Auch hier findet man noch das Ursprüngliche, das man andererorts bereits vermißt.

Der Rückweg führt dann eine gute Strecke den See entlang, mit einem Abzweig  am Cafe Fangel vorbei, wieder zum Radweg parallel der B111 nach Bansin. Eine Tour mit dem Auto führte uns zu dem kleinen Ort Rankwitz. Kaum hat man das Ortseingangsschild passiert, ist man auch schon wieder am Ausgangsschild. Nun wurde uns Rankwitz allerdings empfohlen und so nutzten wir den Abzweig zum Hafen Rankwitz.

Sehr schöne und durchaus auch größere Yachten liegen hier vor Anker. Ein großes Fischrestaurant mit eigener Räucherei, sehr schöne Ferienhäuser und ein kleiner gepflegter Park säumen den niedlichen Hafen.  Außerdem finden wir ein wunderschönes bewaldetes Hinterland vor, wo sich romantische, alte Ortschaften wie Morgenitz finden lassen. Dem Wanderer dürfte hier in dieser Region das Herz höher schlagen.

Knapp sieben Kilometer von Rankwitz mit seinen Fischerhäusern kommt man nach Mellenthin. Eine Brücke führt zum Wasserschloß Mellenthin. In der Nachbarschaft wurde eine Scheune in ein Waffelrestaurant umgebaut, wo man sämtliche Arten an Waffeln bekommt. Am Ortsausgang befindet sich ein größeres Restaurant und eine Töpferei.  An einem regnerischen Tag machen wir uns auf den Weg zum Forsthaus Langenberg , welches oberhalb der Steilküste an der höchsten Stelle von Bansin liegt, um dort eines der angepriesenen Wildgerichte zu probieren.

Der etwas mühselige Anstieg hinauf zum Restaurant wurde aber durch den köstlichen Hubertus -Teller zu einem Glücksfall. Eine längere Treppe führt ca 50 Meter vom Hotel hinunter zum Strand und wir bummeln gemütlich entlang der Küste zurück nach Bansin. Wer übrigens einmal leckeren Fisch in besonderer Atmosphäre genießen möchte, sollte das Restaurant „Fischkopp“ in Betracht ziehen. Eine rustikale, mit Details aus dem Fischfang dekorierte Ausstattung und wirklich leckerer Fisch laden hierzu ein.  Reservierung ratsam.

Sehr gut bewirtet wurden wir auch im Restaurant „zur Post“, wo es ebenfalls sehr leckere Fischgerichte gibt. Die Abende kann man dann gut im  „Bierkutscher“ verbringen, wo neben kleineren Gerichten wie Currywurst-Pommes, ebenso Fleisch-und Fischgerichte angeboten werden und es gibt Livemusik.  Rustikaler, aber gemütlich geht es an den kleinen Räucherbuden an der Promenade zu, wo es neben Fischbrötchen auch Eintopf und gezapftes Bier gibt.

Alle Lokalitäten befinden sich auf der Seestraße. Einkaufsmöglichkeiten für den Selbstverpfleger bieten das kleine Einkaufszentrum an der Seestraße mit dem Discounter „Sky“ oder ein paar Meter weiter „Lidl“.

Ziel einer weiteren Radtour war der Wolgastsee. Durch die Seebäder Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck führt der Radweg bis zur deutsch-polnischen Grenze. Entlang der ehemaligen Grenzbesfestigung müssen wir die Räder eine kurze Strecke schieben, da der Weg völlig versandet ist.

Wenn unser Kartenmaterial besser gewesen wäre, hätten wir einen Weg vorher abbiegen können und uns wäre das Schieben erspart geblieben. Überhaupt muß ich leider feststellen, dass die Beschilderungen für Radler und Wanderer sehr dürftig ausfallen, hier könnte mehr getan werden. Dann überqueren wir die Bundesstraße und fahren durch einen dichten Mischwald vorbei an der alten Markleineiche, über hügeliges Gelände hinunter nach Korswandt am Wolgastsee.

In wunderschöner Landschaft liegt dieser kleine Badesee und wir werden von einer kleinen, gemütlichen Kiosk ähnlichen Restauration überrascht.  Wir genießen eine ausgiebige Pause auf der sonnigen Terrasse. Weiter führt dieFahrt durch Ackerland und Waldungen über Gothen nach Heringsdorf und zurück nach Bansin.

Swinemünde, etwa 15 Kilometer von Bansin entfernt, erreichen wir nach einer Fahrt entlang der Promenade mit den drei Seebädern Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck. Am Übergang zwischen Polen und der BRD erinnert nur noch eine mittlerweile bewachsene und versandete Furt an die ehemaligen Befestigungen. Zwei metallene Stelen mit den Fahnen der beiden Republiken markieren heute den Grenzübergang. Zwischen dem Radweg und dem Strand befindet sich bereits seit Ahlbeck eine schöne bewachsene Dünenlandschaft.

Swinemünde ist ebenfalls geprägt durch alte Villen im Seebäderstil. Entlang des Küstenabschnittes wechseln sich Verkaufsstände, Imbisse, und Lokalitäten ab. Fast hat man schon den Eindruck es könnte jeden Moment eine Kirmes auftauchen.

Wir machen einen kurzen Abstecher zu einem wunderbaren breiten Sandstrand und es fällt sofort auf, dass es hier keine Strandkörbe gibt. Die Strandnutzer haben hier alle Windschutztücher gespannt. Der Weg führt von Bansin Dorf über, zunächst befestigte Strecken, zu einem Rad-und Wanderweg, der durch sandige Verwehungen für Fahrräder nur schwer zubefahren ist. Die Waldungen auf der rechten Seite des Weges lassen zwischendurch immer einen Blick auf den Gothensee zu.

Leider erfüllt sich unser Wunsch am See eine Rast zu machen nicht, da eingezäunte Weideflächen und Privatgrund den Zugang zum See verhindern. Linkerhand erstrecken sich ausgiebigeFelder, auf denen der Mais noch in Blüte steht. Pferde und Ponys grasen auf den Weiden und sehr schön ist der Anblick der Pony-Fohlen auf einer Weidefläche.

An der Wegegabelung, die einerseits nach Gothen und zum Wolgastsee führt,  wenden wir uns der zweiten Möglichkeit zu und erreichen schließlich die Bahnunterführung durch welche wir das Klinikgelände des Seebades Heringsdorf erreichen. Von hier geht es dann zurück nach Bansin, aber nicht ohne nochmals im Biergarten des Hotel Coralle eine Mahlzeit zu uns zu nehmen. Hier waren wir bereits zuvor während eines Spaziergangs nach Heringsdorf gelandet. Wie wir jetzt erfahren haben heißt das Haus heute „Strandhaus Heringsdorf“.

Sturm auf Usedom

Eine heimliche Hoffnung sollte an diesem Tag in Erfüllung gehen. Bereits die Geräusche die nach dem Erwachen unser Ohr erreichen machen es klar ,es stürmt mächtig über der Insel. Schon immer wollte ich einmal die Gelegenheit haben eine stürmische See zu fotografieren. Warm eingepackt die Mütze aufgesetzt und selbst Ruth benutzt heute die Kapuze ihrer Wetterjacke, geht es rüber an den Strand. Man muss sich schon richtig gegen den Wind stemmen und das ruhige Halten der Kamera ist doch nicht so einfach wie gedacht.

Schloon Idyll

Es ist schon ein phänomenaler Anblick wenn man das Meer einmal so wüten sieht, auch wenn der Sand unangenehm ins Gesicht weht. Eine Zeit bewundern wir diesen Anblick während wir weiter die Promenade entlang in Richtung Heringsdorf laufen. Schließlich biegen wir ab und wenden uns dem Schloonsee zu.

Hier kehren wir im „Schloon Idyll“ ein. Das Hotel und Restaurant bietet Speisen und Getränke zu normalen Preisen und bietet dazu noch eine sehr schöne Außengastronomie, die natürlich heute bei dem Wetter nicht genutzt werden kann. Ebenso schön ist die Inneneinrichtung, so besteht die Theke aus einem Schiff.  Zander und Lachs schmecken uns hervorragend.

Andere Gäste empfehlen uns den Kuchen, der hier vom Chef selbst gebacken wird. Dazu sind wir allerdings jetzt nicht mehr in der Lage, aber der Kuchen in der Vitrine verspricht so einiges, riesige Stücke vom Allerfeinsten sind hier angeboten. 

Es wird kühl

Auf dem Weg zurück gehen wir noch einmal an der Promenade vorbei, wo der Sturm bereits für einen Einsatz der Feuerwehr gesorgt hat. Auch der heutige Tag beginnt stürmisch und kalt. Da wir die Leihräder bereits abgegeben haben und es auch zum Radeln und Wandern zu stürmisch und frisch ist, fahren wir mit dem Auto einige interessante Orte auf der Insel an.

Usedom – Schloß Stolpe

Das sehr schön wieder restaurierte Schloß  Stolpe können wir leider nicht von Innen besichtigen, da wegen einer Familienfeier das Schloß fürBesucher geschlossen ist.Vom Turm aus hätte man einen Blick auf das Stettiner Haff genießen können. Der kleine Ort Stolpe ist ebenfalls schön anzusehen, mit schicken alten und neuen Häusern. In kurzer Entfernung kann auch ein Wisentgehege besichtigt werden.

Stadt Usedom

Weiter führt uns die Fahrt in das Städtchen Usedom, welches der Insel den Namen gibt. Einstmals eine angesehen Industrie und Handelsmetropole verlor die Stadt nach einem Großbrand diesen Ruf und beginnt jetzt mit dem Aufbau für den Tourismus interessant zu werden. Den Eingang zu der schön wiederhergestellten Altstadt bildet das Anklamer Tor.

Hubeisenbrücke

Die sehenswerte St. Marienkirche bildet mit dem restaurierten Rathaus den Kern der Altstadt. Die Fahrt führt uns in den äußersten Süd-Westen der Insel Usedom. In Höhe des Ortes Kanin findet sich der Rest einer ehemaligen Hubeisenbahnbrücke. Es steht heute lediglich noch das Teil mit welchem die Eisenbahnschienen bei Bedarf über Motoren hochgezogen wurden, um den Schiffen eine Durchfahrt zu ermöglichen. 

Einst zählte diese Eisenbahnverbindung zu einer sehr stark befahrenen Strecke, da zur Zeit der Hitler Ära Züge die die V1 und andere Raketen, die mit Hilfe des Ingenieurs Werner von Braun in Peenemünde hergestellt wurden, diese Strecke zum Transport in Anspruch nahmen.

Mönchow

Wir fahren nun weiter über Mönchow mit einer der ältesten Kirchen der Insel und einem außerordentlichen Mausoleum auf dem dortigen Friedhof. Der Bauer Carl Dennenfeldt, ließ sich 1891 auf dem Mönchower Friedhof dieses Mausoleum durch den Maurermeister Pistorius  aus Swindemünde errichten. Damals betrugen dieKosten für dieses, heute unter Denkmalschutz stehenden  Neobarockbaus 25.000Mark. Die Kuppel wird von 4 Obelisken umrahmt .

Bevor wir unsere Rückfahrt antreten, machen wir noch einen Abstecher zu dem kleinen Ort Warthe. Die Fahrt führt über Liepe, ebenfalls ein schöner kleiner Ort, mit altem Fachwerk und herrlichen reetgedeckten Häusern. Auf dem weiteren Weg haben wir noch ein besonderes Erlebnis. Kurz hinter einer Kurve steht plötzlich ein Bulle vor uns auf der Straße.  Zu gleicher Zeit biegt aber auch schon der Bauer auf einem Moped vom Acker um den verirrten Bullen zu seinem Stall zu lotsen und so können wir kurz darauf unsere Fahrt fortsetzen.

Usedom – die blauen Häuser

Besonders in Erinnerung bleiben die blauen Häuser von Warthe, weshalb sie auch auf der gesamten Insel bekannt wurden. Die Rückfahrt nach Bansin unterbrechen wir mit einem Aufenthalt in Rankwitz um indem kleinen Hafen im Fischrestaurant einzukehren. Langsam sind die Tage unseres Insel  Urlaubes gezählt. Einmal noch spazieren wir von Bansin über die Promenade nach Heringsdorf.

Heute ist Himmelfahrtstag und daher ist auch auf Usedom besonders viel los auf den Wegen der Kaiserbäder. Besonders in Heringsdorf brummt der Bär. Den Rückweg nehmen wir dann nicht den Küstenweg, sondern die Wege durch die Ortschaften und wir sehen nochmals sehr schöne Baudenkmäler. Wieder in Bansin angekommen setzen wir uns auf die Außenterrasse des Restaurants „Schloon Idyll“. Das Stück Kuchen, das uns hier serviert wird hat eine enorme Größe. Andere Lokalitäten würden hier sicherlich 2 Stücke daraus machen.

Gegen Abend sind wir dann bei Frank und Heidrun eingeladen und es wird ein sehr gemütlicher Abend bei Essen und Trinken.

Fischland

Fischland und ein Wochenende in Lübeck

– Lübeck Wochenende

Fischland k –  war unser eigentliches Ziel. Wir hatten aber beschlossen zwei Übernachtungen  in Lübeck einzuschieben. Wir  hatten  das „Hotelchen“ in der Schönböckener Straße gebucht. schön das wir schon vor der angegebenen Zeit (14:00) im Hotel einchecken konnten. So  hatten wir noch den gesamten Nachmittag in Lübeck zur Verfügung.

15. – 17.05.2015 Lübeck 

Der Fußweg in die Innenstadt währte knapp zwanzig Minuten. Auf dem ersten Weg dorthin begegneten wir einem netten jungen Mann mit Migrationshintergrund der uns auf dem Weg zur Stadtmitte und auf seinem Weg zum Freitagsgebet noch eine Abkürzung zeigte, indem wir ein Stück des Weges gemeinsam gingen. Vom Anleger an den schönen Altstadthäusern machten wir dann zunächst die uns so empfohlene Traverundfahrt. 

Traverundfahrt

Entlang der alten Speicherhäuser führt die Fahrt unter niedrigen Brücken bis in das Hafengebiet. Am Ufer liegen mehrere alte Segelschiffe. Mit dem Blick auf das Panorama der Altstadt mit seinen vielen historischen Kirchen wird der Hafen verlassen und das Boot biegt auf den Lübeck-Ems–Kanal.

An einem Abschnitt haben die Bewohner ihre Wäsche auf den am Uferrand stehenden Wäschestangen aufgehängt. Die niedlichen kleinen Häuser sind teilweise liebevoll mit Blumenkästen und frischer Farbe aufgehübscht. Schließlich, wir befinden uns wieder auf der Trave, kommt dann auch wieder unser Ausgangspunkt in Sicht.

Marzipan

Der zweite Tag in Lübeck ist naß und frisch. Wir besuchen das Marzipanmuseum und spazieren durch die Lübecker Altstadt, wo wir doch tatsächlich Bekannte aus Essen treffen. Auf dem Marktplatz findet gerade ein historischer Markt statt. Dort stärken wir uns mit einem Stück Fleisch im Brötchen. Als wir die Marienkirche betreten findet dort gerade ein Chorauftritt mit sakralen Titeln statt. Beeindruckenist die Akustik in dieser Kirche


17. – 31.05.2015  Wustrow auf Fischland

Am 17.05.2015 fahren wir dann gleich nach dem Frühstück weiter in Richtung unseres nächsten Urlaubsziels. Nach ruhiger Fahrt erreichen wir nach zwei Stunden Wustrow auf der Halbinsel Fischland – Darß – Zingst.

In früherer Zeit waren das einmal drei Inseln, die im Verlaufe der Jahre durch Versandung zusammen wuchsen. Während an der Südseite, am Fischland, die Ostsee dem Land immer mehr raubt, wird im Norden, Zingst, immer mehr Land angespült. In der fernen Zukunft wird wohl die Insel Hiddensee auf diese Weise durch den angespülten Sand andocken.

Wir haben eine überraschend große Wohnung mit zwei Duschen, einer Sauna, Außengarten und Schwimmbad im Garten. Was fehlt ist allerdings ein Waschbecken mit Warmwasser, z. B. um einmal etwas zu spülen. Aber im Laufe der zwei Wochen arrangieren wir uns mit dem Problem. Wie zu erwarten erkunden wir zunächst einmal unseren Ort Wustrow.

Wir finden einen wunderschönen Ort vor, der bestückt ist mit vielen kleinen und größeren reetgedeckten Häusern. Am Abend nehmen wir im Restaurant des Landhauses Schlunt, hier wohnen wir auch, unser Abendessen ein. Um es vorweg zu nehmen ist die Küche hier ganz hervorragend und wir wurden an keinem Tag enttäuscht.

Strand

Am nächsten Tag gehen wir bis zum Strand von Wustrow und wandern über den Dünenweg bis zur Steilküste bei Ahrenshoop, das durch eine Künstlerkolonie enstanden Dorf am Übergang von Fischland zum Darß. An den Hängen der Steilküste nisten eine Unmenge an Uferschwalben. Mit viel Geduld und x -Aufnahmen gelingen mir einige Aufnahmen dieser pfeilschnellen Vögel.

Der dritte Tag beginnt mit dem Ausleihen von Fahrrädern. Zunächst beginnen wir mit der etwa zehn Kilometer langen Boddentour bei Wustrow. Die Weiterfahrt nach Ahrenshoop wird durch einsetzenden Regen unterbrochen. Da gerade Lidl in der Nähe ist beschließen wir einige Sachen einzukaufen.

Ahrenshoop und Born – von Fischland zum Darß

Am Mittwoch folgt dann die ausgiebige Radtourüber Ahrenshoop nach Born am Darß. Wieder verlassen wir Fischland und gelangen auf den Darß. Die Gesamtstrecke beläuft sich auf ca. zwanzig Kilometer, was aber bei ständigem, zwar leichten Wind, schon eine gewisse Anstrengung bedeutet. Born ist ein kleiner Ort mit einem schönen kleinen Boddenhafen. Unser Mittagagessen nehmen wir dann in einer der Fischstände in Wustrow ein. Um dem Hochbetrieb am Wochenende zu entgehen fahren wir am nächsten Tag nach Zingst.

Zingst

Hier bemerkt man den höheren Bekanntheitsgrad auch an möndäneren Hotels und am Rummel in Strandnähe. Am Strand und im Ort sieht man bereits einiges vom bevorstehenden Fotofestival Zingst am Ende des Monats. Am Ende der Seebrücke befindet sich eine Tauchglocke.

Durch die Geschäftsstraße kommen wir dann schließlich zurück zu unserem Parkplatz und fahren wieder zurück nach Wustrow um noch eine Boddenrunde mit dem Fahrrad zu machen.

Zunächst erfolgen ein paar nötige Einkäufe bei Lidl. Dann wird die Fototasche gepackt. Ich möchte heute einige Aufnhamen mit Langzeitbelichtung und ND Filter ausprobieren. Es wird ein erfreuliches Ergebnis, wie wir dann am Abend feststellen. Vorher fahren wir aber noch mit dem Rad ins Ostseebad Dierhagen.

Dierhagen

Auf dem Weg zum kleinen Hafen entdecken wir ein Restaurant wo wir ein ganz fantastisches Mittagessen bekommen. Der Dierhagener Hafen ist zwar klein, aber einer der schönsten die wir auf der Halbinsel gesehen haben. Auf der Rückfahrt unterbrechen wir des Öfteren unsere Fahrt um in den Dünen mit Blick aufs Meer zu pausieren.

Am späten Abend machen wir uns dann noch einmal auf den Weg zum Wustrower Strand um den Sonnenuntergang zu fotografieren.

Bernstein – das Gold des Nordens

Am Pfingstsamstag hängt noch dichter Nebel über dem Bodden. So schnell scheint sich das Wetter heute nicht zu ändern und wir beschließen mit dem Schiff nach Ribnitz Damgarten zu fahren. Nach einstündiger Fahrt über den Bodden erreichen wir den Ort und besuchen das Bernsteinmuseum, das in einem ehemaligen Kloster untergebracht ist. Zu gleicher Zeit findet im Museum auch eine Ausstellung des Malers Wenneberg statt, der in der Zeit 1866 –1950 lebte.

Der Bodden

Während der Schiffsfahrt erklärt der Kapitän den Bodden. Die tiefste Stelle hat eine Wassertiefe von 2 Metern. Da der Bodden an der Ostseite mit der Ostsee verbunden ist, gerät wenig Salzwasser in das Boddengewässer, weshalb man das Gewässer auch Brackwasser nennt. Die Boddenland schaft zieht sich bis in die Rügener Bodden.

Wir befahren zur Zeit den Saaler Bodden, mit einer Wasserfläche von 50 km². Wir bummeln nach der Rückkehr noch etwas durch Wustrow und beenden dann den Tag. Pfingstsonntag und Pfingstmontag sind geprägt von aus giebigen Zahnschmerzen. Irgendetwas scharfgratiges kommt aus dem Zahnfleisch und verursacht grobe Schmerzen an Zunge und Gaumen.

Am Sonntag wandern wir noch einmal zur Steilküste und am Montag besichtigen wir Prerow, wo wir fünf Kilometer durch den Nationalpark zum Darßer Ort wandern. Die Rückfahrt vom einzigen noch funktionierenden Leuchtturm machen wir mit dem Pferdegespann.

Zahnweh

Dienstag führt unser erster Weg zum einzigen Zahnarzt in Wustrow, der natürlich prompt in dieser Woche keine Sprechstunde hat. Der Hinweis auf dem Schild leitet uns zu einem Zahnarzt in Dierhagen. „ So etwas habe ich noch nicht gesehen“ –ist dessen erste Reaktion und er versucht dem „Unding“ mit einer Pipette zu Leibe zu gehen.

Tatsächlich hält er kurz darauf ein Stück Knochen in der Pipette und es geht mit augenblicklich besser. Mit den Worten „ Ich bin ein Held „ verabschiedet sich der nette Zahnarzt von uns und wir fahren glücklich zurück.

Wieck

Wir fahren zu dem kleinsten der Boddenorte nach Wieck. Auch dort gibt es einen kleinen Boddenhafen, während der Zugang zur Ostsee nur durch den Nationalpark möglich ist Wir fahren durch das schöne Regnitztal nach Marlow zum größten und schönsten Vogelpark den ich je gesehen habe. Gute zwei Stunden dauert alleine der Rundweg durch die Anlage.

Großzügig gehalten und sehr gepflegt, mit vielen Spielplätzen für die Kinder, findet man außer Vögel auch Känguruhs, Präriehunde und Pinguine. Die Rückfahrt machen wir über Barth, auf der entgegengesetzten Seite des Boddens. Hier gefällt vor allem der Hafen.

Hafen

Am Donnerstag machen wir unsere längste Wanderung entlang der Ostsee und des Bodden. Wir sind ganztägig unterwegs. Das hat uns so angestrengt, dass wir am nächsten Tag nicht wie geplant nach Stettin fahren, sondern vor Ort bleiben. Lange sitzen wir in der Sonne die großzügig auf den Wustrower Hafen scheint.

Nun endlich besteigen wir auch den Kirchturm um Aufnahmen von oben zu machen. Danach gehen wir noch einmal zum Strand und essen im „Mobby Dick“. Auf dem Rückweg noch einige Kleinigkeiten käuflich erwerben und der vorletzte Tag neigt sich dem Ende entgegen. Da am Samstag das Wetter schlecht wir, beschließen wir zu packen und treten einen Tag früher die Heimreise an.

Bernkastel Kues

Bernkastel Kues – Pünktlich um 11:00 Uhr kamen wir nach angenehmer, störungsfreier Fahrt bei Familie Mehrfeld in  Kues an und wurden gleich freundlich begrüßt. Sofort erhielten wir viele Informationen zu Veranstaltungen und Festen in der Umgebung.


Bernkastel  Kues 21.-28.09.2013

Zunächst machten wir aber einen Spaziergang hinüber nach Bernkastel, da wir auf der Kuser Seite wohnten. Gleich unten an der Promenade und neben dem Geburtshaus des ehemaligen Bischofs und Philosophen Cosanus, dem wichtigsten Bürger der Gemeinde, befand sich das Hotel Restaurant „Alt Kues“, wo wir unser Mittagessen einnahmen. Leider waren wir nicht gerade begeistert von den präsentierten Gerichten.

Nachmittags packte Ruth zunächst die Koffer aus und wir machten eine kleine Siesta, bevor wir uns noch einmal auf den Weg nach Bernkastel machten. Wir sahen wunderschöne Gassen und Fachwerkhäuser, eine stattliche Zahl großer und kleiner Restaurants , Gaststätten und Weinstuben und das bei herrlichem Wetter.

Brauneberg und der Nußbaum

Am zweiten Tag hebt sich beim Blick aus dem Fenster langsam der Nebel aus dem Moseltal und gibt den Blick frei auf die Burg Landshut. Über dem Nebel wird deutlich, dass auch dieser Tag sonnig und warm werden wird. Wir diskutieren ob wir uns Fahrräder leihen oder wandern.

Unser Ziel ist Brauneberg. Da man beim Wandern aber mehr von den Schönheiten der Natur zu sehen bekommt, entschließen wir uns zum Laufen. In Brauneberg findet heute der dritte Tag des dortigen Weinfestes in der  bekannten Nußbaumallee statt. Diese Allee hat eine Länge von 1600 Metern. Die Geschichte besagt, dass ursprünglich e i n Walnussbaum zum Schutz vor dem Eiswasser der Mosel angepflanzt wurde. In späteren Jahren verhinderte dieser, mittlerweile alte Baum, die Zerstörung des Ortes durch die mächtigen Eisschollen der Mosel. Aus Dankbarkeit wurde deshalb eine ganze Allee mit Nußbäumen angepflanzt. 

Weinfest

Auf dem Weinfest gab es natürlich an jeder Ecke Wein und Speisestände. Kapellen aus Deutschland, Holland und Belgien präsentierten ihr Können. Auf dem Weg nach Brauneberg wandern wir über die Höhen der Weinberge entlang der Kueser Seite die Mosel hinab. Vorbei am kleinen Ort Lieser geht es hinunter nach Mülheim. Dem „Zeppelin“ Ort.

Bei der ersten Weltfahrt des Luftschiffs Graf Zeppelin führte man an Bord Mülheimer Wein aus der Lage „Sonnenlay“ mit. So wurde dieser Wein bald zum „König der Lüfte“ unter den Weinen. Bei Mülheim überqueren wir die Mosel und erreichen nach knapp sieben Kilometern Brauneberg. Wir genießen auf dem Weinfest Scampis und natürlich Wein.

Die eingeplante Rückfahrt mit dem Schiff fällt leider aus, da es an diesem Tag keine Fahrten gibt. Der Rückweg über den beschilderten Wanderweg führt uns an der Brücke die wir eigentlich nehmen müßten vorbei, hin zu dem Moselort Brandel und schließlich wieder nach Bernkastel. Trotz der  brennenden Füße und Oberschenkel müssen wir nun natürlich noch die restlichen zwei Kilometer auf die Kuser Seite meistern. Total erschöpft und naß geschwitzt erreichen wir unser Ziel.

Brunnenhof

Nach zweistündiger Pause und der ersten Hochrechnung der Bundestagswahlen machen uns auf zum Weingut Brunnenhof um in der dortigen Straußenwirtschaft unseren Abendtisch einzunehmen. Während Ruth einen trockenen Grauburgunder erwählt, entscheide ich mich für einen süffigen lieblichen Riesling. Dazu bestelle ich eine Winzerplatte mit herrlich frischer Wurst und Schinken, indes Ruth eine Knoblauchstange bevorzugt (Passend zu den mit Knoblauch servierten Scampis von Brauneberg). Drei Schoppen Wein sorgen bei uns für eine prächtige Stimmung.

Cosanus

Am dritten Tag wollten wir eigentlich lediglich einen Besuch auf Burg Landshut unternehmen. Nach dem Frühstück entscheiden wir uns aber zu dem Cosanus Wanderweg. Dieser soll verhältnismäßig leicht zu gehen sein und lediglich 75 Höhenmeter betragen. Mit knapp vier Kilometern erscheint es uns auch nach den gestrigen fünfzehn Kilometern als angemessen. Vorbei an den Wirkungsstätten des großen Sohnes der Stadt führt der Weg der mit einem Krebs, dem Wappentier des Cosanus,
gekennzeichnet ist durch die Kuser Seite.

Cosanus begann seine berufliche Laufbahn als Kirchenjurist und studierte in Köln Theologie. Er wurde Fürstenbischof und Kardinal. Seine Kinder übergaben das Geburtshaus des Theologen dem St. Nikolaus Hospital, worin sich heute ein Museum und eine ständige Ausstellung über das Leben des Cosanus befindet.  Der Weg führt an Fachwerkhäusern vorbei zur St. Brixus Kirche, erstmals 1258 erwähnt. Die Kirche war der Taufort des Cosanus und seiner Geschwister. Vorbei am Cosanus Krankenhaus, indem sich eine beachtliche Bibliothek des Cosanus befindet, geht es hinauf auf den Weinberg, von wo man einen herrlichen Blick auf die Moselschleife genießen kann.

Wein Erlebniwselt

Das nächste Ziel ist die Vonothek und Wein- Erlebniswelt in der Akademie Kues. Hier befindet sich ebenfalls das im spätgotischen Stil erbaute St. Nikolaus Hospital. Die Stiftung des Cosanus stellte die Auflage, dass hier im Hospital dreiunddreißig abgearbeitete , arme Männer über fünfzig bis zu ihrem Lebensende ein sorgenfreies Leben führen könnten. Diese Regelung gilt bis heute. Als Fazit bleibt zu bemerken das außer der Brixius Kirche und der Vonothek dieser Wanderweg kein MUß ist, zumal er auch noch schlecht beschildert und der freie Blick auf die Mosel mittlerweile verbaut ist.

Wir machen dann noch einen Bummel durch Bernkastel und entdecken so den urigen, historischen Weinkeller in einer winzigen Gasse des Städtchens. Hier gibt es sehr leckeren Wein des Weingutes Bernd Kilburg aus Brauneberg.

von Bernkastel nach Traben Trabach

Tag 4 beginnt erneut mit dichtem Nebel über der Mosel Wir besteigen auf Bernkasteler Seite den Weinberg und erreichen die Höhe noch bevor der Nebel ganz aus demTal abgezogen ist. Wie über Wolken blicken wir hinunter auf die durchschimmernde Mosel. Ein herrlicher Anblick. Auf dem Hochplateau grasen Kühe in der Sonne und schließlich beginnt der Abstieg der uns hinunterführt nach Traben Trabach.

Schiffstour

Erschöpft, aber voller Eindrücke fahren wir dann um 16:20 Uhr mit dem Schiff zurück nach Bernkastel. Die Fahrt geht vorbei an bekannten Weinorten, wie Ürzig, Wolf, Kröv mit dem berühmten Kröver Nacktarsch und schließlich durch die Stellingen Schleuse mit einem Höhenunterschied von 6 Metern. 

Lieser

Tag 5 Heute ist etwas Entspannung angesagt. Wir laufen über den benachbarten Weinberg nach Lieser. Hier gibt es ein Schloß zu sehen, welches allerdings zu unserer Zeit gerade voll eingerüstet ist und wegen der Umbauarbeiten nicht zu besichtigen ist. Leider sind auch die Lokalitäten gerade alle geschlossen und öffnen erst ab 18:00 Uhr und so beschließen wir den Rückweg nach Kues, wo wir das „Uferstübchen“ entdecken.

Hier bestellen wir beide das „Uferstübchensteak“ mit Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch umd mit Käse überbacken. Dazu wird Pommes und ein frischer Salat serviert. Das Ganze mit 0,4 Liter herrlich kühlem Bitburger Pils und der Tag war wieder perfekt. Obwohl wir heute nur knspp sechs Kilometer unterwegs waren sind die Beine schwer und wir gehen  gegen Abend nur noch einmal zum Einkauf nach Kues. Bei einem Fläschchen Wein sehen wir uns dann das Pokalspiel des S04 an.

Burg Landshut

Tag 6. Wir beschließen den Aufstieg zur Burg Landshut um uns die im 7. Jahrhundert  erstmals erwähnte Burg anzusehen. Nach 1238 und dem Verkauf an Boermund von Wasberg wurde das Schloß mit prächtigen Säulen und Kammern sowie Mauern und Befestigungsanlagen versehen. 1692 wurde es durch ein Feuer völlig zerstört. Bis zu dieser Zeit war es Residenz der Erzbischöfe von Trier. Seit 1920 ist die Burg wieder im Besitz von Bernkastel Kues. Bei Ausgrabungen der neueren Zeit fand man Reste eines römischen Kastells von enormer Größe.

Die Kastelle waren als „Picastellum“ bekannt, wodurch sich evtl auch die Namensgebung der Stadt erklären läßt. Durch diese Entdeckung wurde die ursprünglich 700 jährige Stadtgeschichte um 1000 Jahre älter. Der Weg zur Burg führt über Serpentinen den Berg hinauf, über den 555 Meter langen Bergtunnel in den Wald. Anfängs läßt sich der Blick auf die Stadt genießen. Dann bleibt die Sicht durch den Wald versperrt.

Kreuzweg

Wir folgen dem Kreuzweg und erreichen die erste von dreizehn Kreuzwegstationen. Wir sind an der Anne Kappelle angelangt, die die Grablegung Christie zeigt. 1650 wurde die Kapelle errichtet und 1890 erweitert. Sie war der Grund für den Annenfeiertag im Ort. Von der Anne Kappelle gelangen wir dann zur Burg Landshut. Von der Annekapelle führt auch ein Weg über den „Olymp“ zur Burg, das hätte aber einen Aufstieg auf 415 Meter und einige Kilometer mehr Weg bedeutet. Leider war auch die Restauration auf der Burg geschlossen und ein Aufstieg auf den Turm nicht möglich. Sehr schön war es dann allerdings im einige Meter unterhalb der Burg gelegenen Schützenhof. Sehr gutes Essen und Trinken verbunden mit einer herrlichen Sicht von der Außenterrasse auf die Mosel und den Ort machten den Aufstieg dann doch noch lohnenswert.

Den Abend verbrachten wir dann in der Straußenwirtschaft Denzer in Kues.

Auch am 7. Tag weckt uns die Sonne. Der letzte Tag unserer Moseltour verspricht wieder sehr schön zu werden. Heute bummeln wir noch einmal in aller Ruhe durch beide Ortsteile, tätigen letzte Einkäufe und lassen den Nachmittag auf der Terrasse des Schützenhauses ausklingen.

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