Gefleckte Heidelibelle

unsere Libelle

Libelle – Wir standen auf einer Brücke in der wunderschönen Urdenbacher Kämpe und schauten auf das Treiben an der Wasseroberfläche. Eigentlich waren wir hier um den Eisvogel zu beobachten, der sich aber nicht blicken ließ.  Daher bemerkten wir die hin- und herschwirrenden „Schmetterlinge“ über dem Wasser erst spät. Beim genaueren Hinsehen wurde uns schnell klar, dass es sich hier nicht um Schmetterlinge handelte, sondern um eine Libellen Art mit relativ großen, blauen Flügeln. Was wir hier sahen entpuppte sich als „Blauflügel Prachtlibelle“

 

Libelle

Blauflügel Prachtlibelle

 

Libelle

Blauflügel Prachtlibelle

Prachtlibelle – die Königin der Libelle

Die Flügel schimmerten leuchtend blau und der metallisch blaue Körper glänzte in der Sonne.  Lediglich die letzten drei Segmente der Blauflügel Prachtlibelle sind leuchtend rot gezeichnet. Im Gegensatz zum „blauen“ Männchen haben die geschlechtsreifen Weibchen einen bronzefarbenen Körper mit braunen Flügeln.

Das Männchen verteidigt sein, im schattigen Uferbereich gelegenes Revier,  gegen Artgenossen. Die Eiablage der Weibchen erfolgt unter Wasser und kann 1 1/2 Stunden dauern, wobei sie vom männlichen Partner oberhalb der Wasseroberfläche streng bewacht wird. Das Männchen passt aber nicht nur auf seine Partnerin auf, sondern bewacht auch die anderen weiblichen Libellen bei der Eiablage.

Großer Blaupfeil – Libelle

Diese Libelle entdeckten wir ebenfalls in der Urdenbacher Kämpe. Sie lag auf dem trockenen Boden und wir glaubten schon sie wäre tot. Allerdings liebt der Große Blaupfeil die vegetationsarmen Bereiche der Gewässer.

Mit einer Flügelspannweite von 8 cm und einer Körperlänge von 5 cm gehört er zu den großen Libellenarten.  Der Oberkörper ist hellbraun und der hintere Teil ist blau . Lediglich die letzten zwei Segmente sind gelb-schwarz gefärbt. Die Libellenart ist in unserer Region häufig anzutreffen und zählt zu den Segellibellen.

 

Libelle

Großer Blaupfeil

die Blutrote Heidelibelle – Libelle

Diese Libelle ist sehr anspruchslos und lebt an stehenden als auch an fließenden Gewässer, Die Eiablage der Blutroten Heidelibelle findet im Trockenen am Boden statt.

Die Spannweite der Flügel beläuft sich auf 4 – 6 cm bei einer Körperlänge von etwa 4 cm. Ein Erkennungsmal für diese Libelle sind die schwarzen Beine, die bei den verwandten Arten wie der Großen Heidelibelle oder der Gemeinen Heidelibelle von gelben Längsstreifen gezeichnet sind.

 

Libelle

7 Blutrote Heidelibelle

Gefleckte Heidelibelle – Libelle

sie gehört zu den Segellibellen und ist überall in Europa zu finden. Gerne lebt sie an ausgetrockneten Teilen von Biotopen. Die Flügelspannweite beträgt 5 – 6 cm und die Körperlänge etwa 4 cm. Sie lebt in der Nähe von vegetationsreichen Gewässern. Die Gefleckte Heidelibelle steht auf der roten Liste der gefährdeten Arten.

Ihr Bestand ist in Deutschland rückläufig, in Österreich ist sie bereits vom Aussterben bedroht. Sie wurde 2015 auf Grund dieser Tatsachen zur Libelle des Jahres gewählt. Ich konnte sie im Juni 2013 auf der Insel Rügen fotografieren.

 

Libelle

Gefleckte Heidelibelle

Nordische Azurjungfer – Libelle

die Nordische Azurjungfer gehört zu den kleinsten Libellen ihrer Gattung. Sie liebt Moore und den Schwingrasen an Seen und Teichen.

Die weiblichen Libellen sind eigentlich nur während der Paarungszeit zu sehen, ansonsten sind sie versteckt in der Vegetation, über der die männliche Libelle flink hin- und herfliegt. Am hinteren Teil befindet sich eine u-förmige Zeichnung und ein pflugförmiger Zacken. Man sieht diese kleine Libelle von Mitte Juni bis August.

 

Libelle

Nordische Azurjungfer

Libelle

Nordische Azurjungfer

das verkannte Insekt
die Libelle – der Flugkünstler – 

man nennt sie „Teufelsnadeln“ oder „Pferdestecher“. Der Glaube das Libellen stechen würden, hat für diese Bezeichnungen gesorgt. Die zu den Fluginsekten zählenden Tiere ernähren sich  von Insekten. Mücken und Bremsen zum Beispiel, werden im Flug gefangen. Selbst Kannibalismus kommt bei ihnen  vor. In Mitteleuropa zählt man 85 Arten.  Einige stehen auf der roten Liste . So  die nordische Moosjungfer , die in Hochmooren und an Moorseen heimisch ist, als gefährdete Art . Die gemeine Keiljungfer steht bereits auf der  Vorwarnliste.    

Lebensweise der Libelle

Die Flügelspannweite der Libellen mißt zwischen 20 und 110 mm. Der Lebensraum sind Gewässer und Gewässer nahe Regionen.  Sie kommt aber auch in bewohnten Gegenden vor. Die weiblichen Libellen halten sich gerne weiter entfernt von Gewässern auf. So haben sie Ruhe vor den männlichen Artgenossen, die sofort zur Fortpflanzung  attakieren würden.  Eine Besonderheit ist die Fähigkeit, ihre Flügelpaare unabhängig voneinander bewegen zu können. Das versetzt sie in die Lage, abrupt die Richtung zu wechseln zu können, oder in der Luft zu „stehen“.