Altkötzschenbroda und Dresden

Reisebericht Altkötzschenbroda – Radebeul – Dresden

20.05. –02.06.2012

Nach gut sieben Stunden Fahrt erreichten wir unser Ziel. Altkötzschenbroda ist ein Ortsteil von Radebeul.  Zur Zeit der  DDR  sollte dieser Ortsteil, der die Altstadt von Radebeul  ausmachte, wegen Baufälligkeit der Häuser abgerissen werden. Durch die Wende wurde das glücklicherweise verhindert und der gesamte Ortsteil historisch restauriert. Heute ist er ein beliebtes Ziel von Einheimischen und Touristen, da rund um den Dorfanger viele kleine Restaurationsbetriebe, Cafes, Gaststätten, Bistro und Geschäfte sind. Wir wohnten in der Pension „alte Schule“ und auch wenn wir mehrere Treppen erklimmen mußten um in unser Zimmer zu gelangen, hat es uns hier sehr gut gefallen. Nette Leute und ein tolles Frühstück. Nur wenige Minuten Fußweg vom Dorfanger fließt die Elbe vorbei und man kann am Ufer bequem relaxen und den vorbeiziehenden Schiffen und den Ausflugsraddampfern zusehen. Auf der Radebeuler Seite erheben sich steile Weinberge, hier wird der berühmte sächsische Wein angebaut. Viele Wanderungen unternahmen wir hier. Die Berge hinauf auf das Hochplateau, wo man herrliche Aussichten auf die Stadt, die Elbe und das naheliegende Dresden genießen kann, danach weiter zum Weingut Wackerbarth,  wo  wir viele unterhaltsame Stunden bei Dixie Musik und Oldtimerschau verbrachten. Anwesend waren dabei einige  DDR Prominente aus Funk und Fernsehen.  Eine Tour führt uns mit dem Raddampfer nach Meissen. Schon bei der Anfahrt zur Stadt, mit der herrlichen Altstadt und vielem Fachwerk, sehen wir die Albrechtsburg und den Dom, den wir selbstverständlich auch besichtigen.

Von Radebeul aus machen wir eine Fahrt mit dem Lößnitzdackel, einer Schmalspurbahn mit Dampflok, die seit 1969 als Lößnitzbahn von Radebeul über Moritzburg nach Radeberg fährt. Eine angenehme Reise durch das schöne Lößnitztal führt uns  nach Moritzburg mit seinem schönen Schloß und dem Landesgestüt. Das Schloß erhielt auch durch die Verfilmung des Aschenbrödel Märchens eine große Bekanntheit. Hier residierte einst August der Starke, der auch das Fasanenschlößchen bauen ließ. Da er stets Sehnsucht nach dem Meer hatte, wurde am See ein Miniaturhafen mit Leuchtturm angelegt, der einzige Leuchtturm Sachsens. In naher Umgebung befindet sich ein großer Park mit Wildgehege.

In Dresden konnten wir eine Aufführung von Verdis „La Traviata“ bewundern und wir waren begeistert, zumal es unser erster Opernbesuch überhaupt war. Die Semperoper ist ein fantastisch restauriertes Bauwerk mit pompösem Glanz der früheren Jahre. Wie auch die Altstadt Dresdens mit dem Zwinger, der Hof – und der Frauenkirche, dem Ständehaus und dem Stadtschloß ein Zeunis  von gelungener Restauration abgeben. Eine wunderschöne Stadt, die immer einen Besuch wert ist.

Da Karl May ein Bürger der Stadt Radebeul war, wurde ihm hier auch ein Museum errichtet. Selbstverständlich nutzen wir die Gelegenheit um das Karl May Museum und den Friedhof mit der Grabstätte des berühmten Schriftstellers zu besuchen.

An einem der nächsten Tage fahren wir mit der S-Bahn von Radebeul nach Königstein und wandern über den Malerweg steil bergauf zur Festung Königstein. Ein gewaltiges Bauwerk aus der Zeit von August dem Starken. Die Festung galt als uneinnehmbar. Von den Festungsmauern bietet sich ein herrlicher Blick auf das Elbsandsteingebirge und die Sächsische Schweiz.  Für den Rückweg nutzen wir bis kurz vor Dresden wieder den Raddampfer, da er uns unmittelbar durch die Sächsische Schweiz mit der „Bastei“ führt.

Unsere Reise nach Sachsen war ein ganz besonderes Erlebnis mit unendlich vielen Eindrücken , die sicher lange in Erinnerung bleiben.

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