Der Botanische Garten

Der Botanische Garten der Ruhr Universität Bochum zählt zu den schönsten ihrer Art weltweit.

Der Botanische Garten

Er liegt in herrlichen Landschaft, begrenzt von den Gebäuden der Universität, dem Lottental und dem Kemader See. Gegründet wurde der Botanische Garten 1962 zu Studien und Forschungszwecken der Biologischen Fakultät. Anlässlich des 25jährigen Jubiläum schenkte die Universität Shanghai den Bochumern den heute überall bekannten Chinesischen Garten. Dieser erhielt den Namen “Quian”, nach dem chinesischen Dichter mit gleichem Namen, der von 365 – 427 nach Christus lebte.

Chinesischer Garten
der chinesische Garten

Der Bericht vom Pfirsichblütenquell des Poeten ist den Chinesen allgemein bekannt und handelt von der Sehnsucht des Dichters nach einer Idealgesellschaft und dem idyllischen Leben im Einklang mit der Natur.

Der Botanische Garten
Felsenlandschaft im Chinesischen Garten

Die Felsenlandschaft im Chinesischen Garten besteht aus 600 Tonnen Gestein. Der Garten belegt innerhalb des Botanischen Garten eine Fläche von 1000 qm. Der Botanische Garten hat eine Größe von 13 Hektar.

Dazu gehören vier Schauhäuser. Das Tropenhaus, das Wüstenhaus und zwei Savannenhäuser. Wegen der Corvid 19 Pandemie dürfen die Häuser aus Sicherheitsgründen zur Zeit nicht besucht werden. Außerdem ist nur der Eingang am Betriebshof geöffnet, um die Gartenbesucher nicht zu gefährden.

Der Botanische Garten

Durch eine “Einbahnstraßenrgelung” für den Fußgänger können die Corona – Regeln gut eingehalten werden.

Dennoch hat der Botanische Garten dem Besucher viel zu bieten. So findet man in der Außenanlage eine europäische Biotoplandschaft, Heidevegetation, Küstenvegetation, Pflanzen aus Europa, Nord-Amerika und Asien. Ein Alpinum und eine Bachlandschaft gehören ebenso dazu, wie auch die Schauhäusern die Wüsten- und Savannenlandschaften vor den Schauhäusern

Man kommt an den verschiedensten Baumarten aus aller Welt vorbei, wie dem Ginko und den knapp 60 Jahre alten Mammutbäumen. Der Duft tausender Blüten schmeichelt dem Geruchssinn.

Der Botanische Garten ist nicht nur für die Studenten der Ruhr Universität ein Ort der Ruhe und der Entspannung. Übrigens, womit man eigentlich nicht rechnet, der Eintritt in den Botanischen Garten der Ruhr Universität Bochum ist frei und wenn man die Adresse ins Navi eingibt, unbedingt daran denken das dem Straßennamen ” Südstrasse” noch ein Buchstabe vorangesetzt ist. I-N-G-M – der Eingang “Betriebshof” befindet sich auf der N-Südstraße 160.

Hier noch ein paar Impressionen:

Lottental

Lottental ist der Name eines Tales am Kemnader See. Unsere Wanderung beginnt im südlichen Teil des Lottental, welches zum Bochumer Ortsteil Querenburg zählt. Im späteren Verlauf gehört das Tal zum Ortsteil Stiepel.

Lottental

Lottental und Zeche Klosterbusch

Gegenüber des Parkplatzes befindet sich noch das ehemalige Maschinenhaus der Zeche Klosterbusch. Von 1918 bis 1962 wurde hier Steinkohle abgebaut.

Gegenüber stehen in rotem Anstrich die Beamtenwohnhäuser der Zeche. Diese sind auch heute noch bewohnt.

Lottental
ehemaliges Maschinenhaus der Zeche Klosterbusch
Lottental
Steinbruch mit dem Stockumer Sattel, im ersten, rechten unteren Drittel

Unter Naturdenkmalschutz steht der Steinbruch der Zeche, auf dem Berg “Kalwes”. Die Flächen am Steinbruch werden heute als Versuchsfläche für den Botanischen Garten der Ruhr Universität genutzt. Der Kalwes ist eine 159 Meter hohe Erhebung.

Auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen sieht man noch die Reste der Fundamente von der einstigen Seilbahn der Zeche Klosterbusch.

Lottental
auf dem Feld sind die Fundamente der Seilbahn zu erkennen

Unser Weg verläuft zunächst parallel des Lottenbach. Er entspringt im Bochumer Stadtteil Wiemelhausen und mündet hier ganz in der Nähe nach 3,8 Kilometern in den Kemnader See. Begrenzt wird das Lottental von einem schönen Mischwald aus Buchen, Eichen, Weiden und Ahorn.

Artenvielfalt im Lottental

Der Bach durchfließt einen Teich, der Teil des Teichkomplexes des Botanischen Gartens der Ruhr-Universität Bochum ist. Eigentlich ist dieser Teich schon ein Seerosenteich, wir haben Glück das die Rosen geöffnet sind, denn sie blühen ja nur 4- 5 Tage. Bekannt ist das Lottental auch für die große Artenvielfalt bei Amphibien. Uns sind bereits die Abgrenzungen am Feldrain zur Straße aufgefallen, die zum Schutz der Kröten und Salamander angebracht wurden. Wasserfrösche, Erdkröten und Molche sind hier zu finden.

Seerose

Neben an befindet sich ein Hinweisschild auf den Botanischen Garten. Außerdem gibt es auf dem Unigelände am Kalwes auch noch einen chinesischen Garten. Zur Zeit hat man man wegen Baumarbeiten keinen Zugang zum Gelände.

Ganz in der Nähe hören wir einen Grünspecht, können ihn aber leider nicht entdecken. Auch den Falken der kurze Zeit später über unsere Köpfe hinweg fliegt bekomme ich nicht aufs Bild.

Katze

Der Weg führt nun Weg von der Straße, den Hang hinauf. Wir kommen am Hofladen Grünendiek vorbei und sehen ein paar schöne Hühner und einen prachtvollen Hahn. Die Katze die wir wenig später in der Wiese entdecken, gehört sicherlich auch zum Hof.

Distel
Distel

Achtung Lebensgefahr

Nun geht es durch den herrlichen Mischwald hinauf auf die Höhe. Das Sonnenlicht bricht sich im Laub der Bäume und trifft auf große Farnflächen, ein wunderschönes Farbenspiel. Wir werden nun darauf hingewiesen das Lebensgefahr besteht. Lebensgefahr wegen eventuell vorbeifliegender Golfbälle. Der Weg führt nämlich jetzt ein Stück über das Gelände eines Golfplatzes. Eigentlich lädt der Rasen zum Verweilen ein. Er sieht aus wie ein Teppich, aber da gibt es ja die fliegenden Golfbälle….

Nachdem wir unbeschadet das Gelände passiert haben werden wir mit einem Fernblick auf Herbede und Witten belohnt.

Lottental

Lottental und Kemnader See

Nun geht es durch eine Eichen-Allee weiter und schließlich befinden wir uns wieder auf unbefestigtem Weg, parallel zum Kemnader See. Ab und zu können wir einen Blick auf den unten im Tal liegenden See erhaschen. Zur anderen Seite geben die Bäume den Blick auf die im Hintergrund liegenden Gebäude der Uni Bochum frei.

Lottental
Ruhr Universität Bochum

Dann haben wir eine Stelle erreicht wo man einen guten Blick auf den 1979 fertiggestellten Kemnader Stausee hat.

Auf dem weiteren Weg hinunter ins Tal entdecke ich einen Grauschnäpper der auf einem frei schwebenden Ast auf vorbeifliegende Insekten wartet. Schließlich erreichen wir den See. Rechter Hand befindet sich ein “Strand” und ein Restaurant, weiter eine Imbissbude und Toiletten-Anlagen. Kein Wunder also, dass hier schon recht viel Betrieb ist.

Grauschnäpper
Grauschnäpper
Kemnader See
Kemnader See

Wir gehen nur ein kurzes Stück am Uferweg entlang, bevor wir in Richtung unseres Parkplatzes abbiegen. Die Rasenflächen zeigen deutlich Spuren der Verunreinigung durch die vielen Kanada- und Nilgänse. Leider gibt es noch immer Leute, die hier munter die Gänse füttern. Damit hilft man den Tieren nicht.

Der Rest des Weges geht es wieder durch einen Grünzug zurück zu unserem Ausgangspunkt. Es war eine abwechslungsreiche und interessante Wanderung in unserer Nachbarstadt Bochum.

Lottental