Halde

Halde – ein Begriff den der „Ruhri“ natürlich kennt. Die Steinkohleförderung schaffte großen Abraum. Die Neue „Berglandschaft“ erreichte Höhen von bis zu 140 Metern.

Nach dem Ende der Kohle kümmerte sich der Regionalverband Ruhr um die Halden. Es entstanden und entstehen weiterhin Halden mit kulturellen Aspekten. Heute ist die Halde der Grüne Berg inmitten einer ansonsten eher flachen Landschaft. Die natürlichen Berge gibt es natürlich auch, allerdings im südlichen Ruhrgebiet.

Es gibt 240 dieser „Berge“ und Halde für Halde wird  renaturisiert ,bewaldet und begrünt, mit Kunstwerken gestaltet, werden sie so zum Naherholungsgebiet der Stadtbewohner. Panoramablicke eröffnen völlig neue Ansichten auf die Skylines und das Grün  des Ruhrgebiets.

Oft finden sich nach einiger Zeit seltene und neue Pflanzen, wie auf der Zeche Zollverein, wo man exotische Pflanzen entdeckte. Es entsteht eine neue Flora und Fauna.

Halde

Künstler haben die Halden für sich entdeckt und nutzen die Gipfel und Aufstiege zur Präsentation. Auf die Halde Haniel führt ein Kreuzweg mit 15 Stationen, die alle mit dem Bergbau in Verbindung stehen.

Zur Halde Hoheward mit dem  „Observatorium“ auf der Höhe, geht es über eine „Drachenbrücke“

Das Haldenereignis Emscherblick stellt eine dreiseitige Pyramide auf der Halde an der Beckstraße in Bottrop dar. Hier kennt sie Jedermann als den „Tetreader“. Dieser besteht aus einer  begehbaren Stahlkonstruktion auf einem 9 Meter hohen Sockel.  Die Haldenhöhe beträgt 120 Meter und es geht recht steil bergauf. Erbaut und eröffnet wurde der Tetreader zum Tag Deutschen Einheit 1995 vom Architekten Wolfgang Christ. 

Halde

Die Künstler Heike Mutter und Ulrich Genth erschufen 2011 ein Objekt aus Stahl und Edelstahl auf der Hildebrand-Höhe im Angerpark Duisburg.  Das „Tiger und Turtle“ benannte Werk stell ein Kunstwerk aus Loopings und Schleifen dar. „Magic Mountain“  erinnert an eine begehbare Achterbahn. Aus 80 Meter Höhe blickt man hinunter auf die Hüttenwerke Krupp Mannesmann.

Halde

In Essen – Altenessen liegt die Schurenbachhalde. Auch diese Halde entstand durch den Abraum der Steinkohle. Sie hat eine Höhe von 50 Metern. Man kann über einen Serpentinenweg hinauf . Zur entsprechenden Jahreszeit ist hier die Kreuzkrötenwanderung und eine große Zahl Libellen zu sehen.  Auf dem Weg und auf dem Gipfel kann man den Flussregenpfeifer beobachten. Zur Durchzugszeit hält sich auch der Steinschmätzer hier auf. Wer nicht den Wanderweg nach oben nutzen will kann auch auf direktem Weg über eine Steintreppe den Weg nach oben antreten.

Auf dem Gipfel findet man eine Gipfelgestaltung des Künstlers und Bildhauers Richard Serra mit einer wuchtigen, in den Himmel ragenden, Stahlbramme.  Diese hat eine Höhe von 15 Metern, ist 4 Meter breit und 13 cm dick. Ihr Gewicht beträgt 67 Tonnen.

In etwa 100 Meter Höhe befindet sich auf der Halde Rheinelbe eine Himmelstreppe in deren Umgebung 1990 ein Skulpturenwald entstand. Dieser stammt aus der Hand des Künstlers Hermann Prigann. 

Die Kunstwerke bestehen aus Abfallprodukten der Industrie und alten Stahlteilen, die mit Eichenstämmen und Kies neue Skulpturen bilden. Auf dem Weg zur Himmelsleiter findet man Tafeln mit der Geschichte des Bergbaus.

Die Halde Rheinelbe gehört zu den brennenden Halden. Kohlereste im Abraum reagieren mit Luftsauerstoff, der ins Innere der Halde vordringt und es kommt zur Selbstentzündung. Es wurden Temperaturen bis zu 400 Grad Celsius gemessen.

Weitere Haldenbeschreibungen folgen ( Ich muß da noch einige hochkraxeln ).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert