Haubenenten – Landenten ist die Zucht eine “Qualzucht ?”

Haubenenten – oder Landenten, davon hatte ich bisher nichts gehört. Jetzt sah ich einige dieser Art im Kurpark von Bad Zwischenahn und wir alle fanden den Puschel auf dem Kopf sehr possierlich, erinnerte doch das Aussehen irgendwie an eine eine gekrönte Ente.

Haubenenten

Natürlich musste ich gleich Nachforschungen über diese Entenart beginnen. Haubenenten werden überwiegend als Hausenten gehalten. Die Zucht der Haubenenten oder Landenten mit Federhaube gibt es schon sehr lange. Es soll 2000 Jahre alte Gemälde geben , auf denen diese Enten bereits zu sehen sind.

Als gelungene Zucht gelten schwarze oder weiße Enten mit der Haube genau in der Schädelmitte.

Dann stieß ich auf Artikel die im Zusammenhang mit der Zucht dieser Tiere von einer “Qualzucht” ausgingen.

Qualzucht – was ist das ?

Von einer Qualzucht spricht man, wenn Äußerlichkeiten und optische Veränderungen bei der Zucht eines Tieres geduldet werden, obwohl sie dem Tier schaden und Schmerzen, Leiden, Schäden oder Verhaltensstörungen zufügen.

Nun las ich in einem Artikel der Osthessen News vom 20.01.2011 über die Aufhebung des Zuchtverbot für Landenten mit Federhaube. Zuvor hatte das Hessische Verwaltungsgericht ein Verbot der Zucht erlassen, wogegen ein Züchter Revision eingelegt hatte.

Die Zucht der Haubenenten – Landenten mit Federhaube gilt für Tierschützer und andere als “Qualzucht”.

Bei der Zucht von Haubenenten – Landenten mit Federhaube kommt es häufig zu vielen genetischen Defekten, bei denen schwere Mißbildungen bei den Nachzuchten im Gehirn auftreten. Hirndeformationen, Schädeldefekte und Hirnbrüche und offene Schädel unter der Haube werden genannt.

Landenten mit Haube neigen zu Fettkörpern im Gehirn, wodurch gestörte Bewegungskoordinationen auftreten, abhängig von der Größe der Fettkörper im Gehirn. Diese Fettkörper sind gemäß der Aussage von Züchtern beeinflußbar.

Das Tierschutzgesetz definiert die Qualzüchtung unter anderem so: ” der Tatbestand ist erfüllt wenn…. und sich in züchtungsbedingten, morphologischen und/oder physiologischen Veränderungen oder Verhaltensstörungen äußern, die mit Schmerzen, Leiden oder Schäden verbunden sind….”

Haubenenten

Vier anerkannte wissenschaftliche Arbeiten von 1910 bis 1999, darunter auch eine im Auftrag des Bundesverbandes der Rassegeflügelzüchter, kommen zu dem Ergebnis das es sich bei der vorliegenden Zucht um Qualzucht handelt.

Offenbar reicht aber das Tierschutzgesetz in seiner heutigen Form nicht aus um derartige Züchtungen zu verbieten.