Vogelfotografie – Technik

– Vogelfotografie – Ausrüstung

–  Vogelfotografie – Technik

Vögel sind kleine und meist scheue Lebewesen, die sich nicht wie ein Model verhalten. Schnell, flink und man weiß nie was sie als nächstes machen. Hilfreich ist es dennoch,  wenn man sich ein bischen mit dem Leben dieser liebenswerten Geschöpfe auseinandersetzt. Neben den Informationen die das Internet bietet, gibt es zahlreiche gute Lektüren. Eines ist das „BLV Handbuch Vögel“, oder der „Kosmos Vogelführer „, ebenfalls von Kosmos „Welcher Vogel ist das? “ und diverse andere Lektüren. Oft wird man gefragt ob man zur Vogelfotografie eine „Tarnung“ benötigt. Nein, benötigt man nicht, auch wenn das Auto eine gute Tarnung darstellt, kann man es schließlich nicht überall einsetzen und wir wollen die Natur schonen und nicht mit den Autoreifen schädigen.  Übrigens ist die frühe Morgenstunde am besten geeignet um Vögel abzulichten, da sind sie noch nicht so ganz aufmerksam was ihre Umgebung betrifft. Grundsätzlich registriert der Vogel jede Bewegung. Geräusche irritieren ihn nicht besonders, da wär er ja in unserer urbanen Gesellschaft schwer beschäftigt. Wenn wir einen Vogel entdeckt haben, hat er uns mit Sicherheit längst bemerkt. Abstand ist also notwendig um ihn nicht zu verscheuchen. Das wiederum nötigt unserem Objektiv eine hohe Brennweite ab. Brennweiten um 400 – 600 mm im Kleinbildformat, oder 300 – 500 mm im APS-C Bereich sollten etwa das Minimum an Brennweite darstellen. Es können natürlich auch schon einmal Bilder mit niedriger Brennweite gelingen, allerdings gehören da Faktoren wie Glück und Zufall dazu. Wie bereits am Anfang beschrieben sind Vögel sehr schnell, zumal wenn man sie im Flug erhaschen will. Meist verharren sie auch nicht lange an derselben Stelle. Somit benötigen wir also neben der langen Brennweite auch eine entsprechend kurze Verschlußzeit. Ein Vogel im Flug zwingt uns schon zu einer Verschlußzeit ab 1/1000 Sekunde, eher 1/2000 Sekunde oder kürzer. Damit beantwortet sich auch schon die Frage des Bildstabilisators. Den braucht man bei solchen Verschlußzeiten natürlich nicht mehr.  Bei langen Zeiten bietet sich gegebenenfalls ein Stativ an. Es gibt allerdings auch Kameras die einen 5 Achsen Stabilisator mitliefern, womit dann sogar Freihandaufnahmen mit 1/30 Sekunde noch machbar sind. In der Regel gilt allerdings, um ein verwacklungsfreies Bild zu bekommen,  als Verschlusszeit in etwa der Kehrwert der Brennweite , also z.B eine Brennweite von 300 mm entspricht einer Verschlusszeit von etwa 1/300 Sekunde. Ich empfehle zunächst die Blendenautomatik zu nutzen ( TV oder S ). An der Kamera sollte die ISO Automatik eingestellt sein. Beginne mit einer Verschlusszeit von 1/1000 Sek und experimentiere, je nachdem wie aktiv der Vogel ist, den du ablichten möchtest. Für die Belichtungsmessung empfehle ich die Spotmessung um sich auf das Objekt zu konzentrieren. Der Autofokus sollte auf AI Servo , also bewegende Objekte, stehen und benutze die schnelle Reihenaufnahme, das erhöht die Chance, das eines der Reihenbilder dem entspricht, das dir richtig gut gefällt.