Bayer und das Herbizid Glyphosat

Bayer wird nicht müde alle Vorwürfe gegen das Pflanzengift Glyphosat abzuweisen. Es bestehe keinerlei Gesundheitsgefahr für den Menschen.

Anders lautende Studien von unabhängigen Instituten werden mit dem Hinweis auf selbst in Auftrag gegebene Studien als falsch deklariert.

Im Jahr 2013, damals noch Monsanto und nicht Bayer, wurden in 44 % von 182 Urinproben Rückstände von Glyphosat festgestellt. Die BfR – Bundesanstalt für Risikobewertung, sah die Werte als unbedenklich und unterhalb der Grenzwerte an.

Nachdem Monsanto dann genmanipulierte Pflanzen schuf, die resistent gegen Glyphosat sind, konnten auch Mais und Sojabohnenfelder in großem Stil das Herbizid verabreicht werden. Die erhöhte Gesamtmenge ergab dann in einer Studie, dass es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen bei Mensch und Tier kommen könnte.


Bayer – Glyphosat Kennzeichnung

Einstufung von Glyphosat

Alleine die Einstufung der CLP und GHS Kennzeichnung macht es mir schwer an die Harmlosigkeit des Mittels zu glauben.

… Kennzeichnung umweltgefährliche Stoffe …… deren Produkte geeignet sind, die Beschaffenheit des Naturhaushaltes, von Wasser, Boden oder Luft, Klima, Tieren Pflanzen oder Mikroorganismen derart zu verändern, dass dadurch sofort oder später Gefahren für die Umwelt herbeigeführt werden können. ……. Umweltgifte werden oft als begünstigend für Krankheiten und Artensterben angeführt….

Insektizide – schleichende Vergiftung ?

Insektizide – der Öko – Klassiker und Roman von Rachel Carson  “der stumme Frühling”  hat mich dazu bewogen einmal nachzuforschen wieviel Insektizide eigentlich zugelassen sind. Wie sieht es denn heute mit dem Ausgeben auf die Felder aus? Hat sich die Situation in Bezug auf Kontrolle und Stärke der Gifte durch das Verbot von DDT eigentlich verändert? Glyphosat ist ja zur Zeit in aller Munde. Insofern bin ich schon erschrocken, als ich die ellenlange Liste plötzlich vor mir sehe.

Im oben erwähnten Buch steht an einer Stelle der Ausspruch eines Arztes, der  sinngemäß aussagt, dass der Mensch immer meint, die Natur müsse ihm, den Menschen, dienen. Das der Mensch selbst aber ein Teil dieser Natur ist, wird von ihm meistens vergessen. Die Natur ist mit allem was sie ausmacht eine geschlossene Kette. Zerstört nun der Mensch ein Glied in dieser Kette, zerstört er im Grunde sich selbst.


Pymetrocin

Der erste Wirkstoff der mir ins Auge fällt gilt dem Pflanzenschutz. Es ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Pyridin-Azamethine, das Pymetrocin.

Es ist enthalten in den Insektiziden PLENUM 50 und TAFARI. Beide Mittel enthalten den Hinweis “kann Krebs erzeugen”.

Insektizide:  Plenum 50

Das Mittel gilt als Spezialprodukt zur Bekämpfung von Rapsglanzkäfern

Es bewirkt Lähmungserscheinungen an den Extremitäten und sorgt dafür, dass der Käfer von der Pflanze auf den Boden abfällt und dort von Räubern gefressen wird. – So der Hersteller. Bedenkt man aber, dass das Ausbringen des Giftes nur in Schutzkleidung erfolgen soll, glaube ich kaum das  da am Boden noch Räuber zu finden sind.

Das Mittel ist als Wasser- und Umweltschädigend gekennzeichnet und wird gespritzt. Bleibt zu hoffen, dass es da nicht gerade regnet, ansonsten sehe ich den Aspekt “wassergefährdent” schon alleine als Extrem an. Außer dem Rapsfeld gibt es noch die Anwendung bei Obst, Gemüse, Kartoffeln, Ölsaate und Zierpflanzen,  im Freiland und unter Glas.

Der Hersteller gibt an, dass es auch mit anderen Insektiziden und Fungiziden vermengt werden kann.

Die Vermischung mit anderen Giften dürfte dann wohl die Gesamtmenge an Giftstoffen erheblich erhöhen. Ich frage mich was dann das Gemüse damit macht bis es den Verbraucher erreicht !!!!

Plenum50 wird, soll –  maximal 2x aufgetragen werden. Es hat die Einstufung:  Xn = Gesundheitsgefährdent – und N =Umweltgefährdent

Insektizide:  TAFARI

Ein ebenfalls Pymetrocin enthaltendes Mittel ist TAFARI. Es wird gegen Insekten und Schädlinge, wie die Blattlaus und die weiße Fliege,  an Zierpflanzenkulturen eingesetzt. Nach Angaben des Herstellers ist es Möglich, dass die Insekten noch ein paar Tage nach Aufbringung leben, sie können aber nichts mehr saugen. Sie sterben “verzögert” ab. Einsatzgebiete sind im Freiland und unter Glas. Das Mittel soll maximal 3x aufgebracht werden.

Auch Tafari kann mit anderen Herbiziden und Insektiziden vermischt werden !!!! Der Hinweis “kann Krebs erzeugen”, fehlt ebenfalls nicht.

Ergebnis

Es gibt natürliche Möglichkeiten für die Bekämpfung der Blattlaus. Marienkäfer, von ihnen frißt jeder einzelne Käfer am Tag 200 Blattläuse, oder die Flor- und Hainschwebfliege, deren Larve bis zu 500 Blattläuse täglich verputzt. Die Hainschwebfliege sogar 800.

Im Falle des Rapsglanzkäfer helfen Schlupfwespen. Nach einer Studie der Uni Göttingen haben diese in einem befallenen Garten 54 % dieser Käfer vernichtet.

Es ist mir unverständlich wie Mittel die als “kann Krebs erzeugen” gekennzeichnet sind, überhaupt auf den Markt kommen können. Wer garantiert denn, das die Gifte nicht auch in die Nahrungskette geraten, wenn sie noch dazu als “wassergefährdend” und “umweltgefährdent” deklariert sind?  Wer kontrolliert ob sie überhaupt Weisungsgemäß aufgebracht werden?

Monsanto wegen Glyphosat verurteilt

Monsanto ist von einem amerikanischen Gericht auf Zahlung eines Schmerzensgeldes von 250 Millionen Euro verurteilt worden. Weil nicht auf die schädliche Wirkung des Mittels hingewiesen wird, ist das Urteil aus “Heimtücke” gefällt.

Geklagt hat ein amerikanischer Hausmeister der über Jahre die Schulwiese mit Glyphosat gedüngt hat. Daher leidet  der Mann an unheilbarem Lymphdrüsenkrebs. In den Staaten sind weitere 5000 Klagen und in Kanada weitere 400 Klagen anhängig. Da kommt einiges auf Bayer Leverkusen zu, der den Konzern erst kürzlich übernahm.

Konzern streitet Rechtmäßigkeit ab

Bayer spricht dem amerikanischen Gericht zum Thema Glyphosat die Urteilsfähigkeit ab. Über 800 Studien haben ergeben das Glyphosat unbedenklich ist. Außerdem hat die EPA 2017 die Lizenz zum Verkauf erneut erteilt – so Bayer.

Verschwiegen wird das gegen den damaligen Chef der Behörde, Scott Pruitt Strafverfahren anhängig sind. Der Behördenchef ist 2018 wegen einer Skandalserie zurückgetreten. Ethnische und juristische Verfehlungen werden ihm angelastet. Er gilt als Energie – Lobbyist der den Klimawandel bestreitet. Zu seinem Rücktritt schreibt er an den ihm vertauten Präsidenten Donald Trump:

Ich glaube, dass Sie heute wegen Gottes Vorsehung als Präsident dienen. Ich glaube, dass mich die gleiche Vorsehung in ihren Dienst gebracht hat. 

Bluewin – Newsportal v. Swisscom

Studien zu Glyphosat

Die WHO – Krebsagentur IARC stufte bereits 2015 Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend ein. Allerdings teilen andere Studien diese Einschätzung nicht. BfR, EFSA und ECHA sind einige davon und kommen zu einem anderen Ergebnis.

Allerdings ist auch die Art der Studien unterschiedlich. Die IARC untersucht den Stoff an sich als möglichen Krebsauslöser. Dagegen untersuchen die Anderen  lediglich auf sachgemäße Anwendung und stellen so keine Gefährdung fest.

Vorwürfe an Monsanto Studien

Der Efsa ist eine Lebensmittelbehörde aus der Befürwortergruppe von Monsanto.  Ihr wird vorgeworfen  für positive  Berichte ihrer Forscher Geld bekommen zu haben.

Global 2000 berichtet zu den Studien der  Befürworter , dass diese lediglich  solche Untersuchungen aus der Tumorforschung nutzen, die Glyphosat als nicht krebserregend einstufen. Alle anderen Studien die einen Zusammenhang mit dem Pflanzengift herstellen werden einfach ignoriert.

Außerdem sind  Studien mit schwerwiegenden Mängeln und unklaren Methoden bei der BfR, EFSA und ECHA Studie zurate gezogen worden.

Schädigungen durch Gifte

Bereits in den 80er Jahren bestätigen alle unabhängigen Studien das Roundup und Glyphosat nicht nur krebserregend sind, sondern auch zahlreiche massive gesundheitliche Schäden auslösen. Hierdurch werden Zell – DNA – Hormone- Leber – Darmbakterien und das Antiimmunsystem  geschädigt. Darüber berichtet auch das Aerzteblatt

Alle unabhängigen Studien belegen die Gefährlichkeit von Glyphosat. Zweifelhafte Studien zum Thema gibt es  bereits seit 1992. Sie wurden bereits bei den ersten Roundup –  Saatgut – Einsätzen eingesetzt. Das belegt die National Society in einem Bericht.

Bleibt zu hoffen das durch das Gerichtsurteil  nun eine erneute Offensive zustande kommt um das Pflanzengift Glyphosat endgültig zu verbieten.