Die Erde spricht

Die Erde spricht – Die Aussage, dass die Erde zu uns spricht und darauf hinweist, dass sie den Raubbau an der Natur und die rücksichtslose Ausbeutung der Ressourcen nicht länger tolerieren kann, ist metaphorisch gemeint, aber sie verdeutlicht den Ernst der Lage, in der sich unser Planet befindet.

Die Menschheit hat in den letzten Jahrhunderten rücksichtslos natürliche Ressourcen ausgebeutet, Wälder gerodet, Ozeane verschmutzt und den Klimawandel vorangetrieben. Diese Aktivitäten haben zu einem rapiden Verlust an Biodiversität, zur Zerstörung natürlicher Lebensräume und zu weitreichenden Umweltauswirkungen geführt.

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit und eine direkte Folge des menschlichen Handels. Das heißt, dass die Erde nicht nur Schäden durch den Raubbau an der Natur erlitten hat, sondern auch aktuell weiterhin unter den Auswirkungen des Klimawandels leidet.

Die Erde spricht
KI generiert

Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Dürren und Waldbrände nehmen zu, ganze Ökosysteme sind bedroht, und viele Tier- und Pflanzenarten stehen vor dem Aussterben. Die Forelle wurde in Deutschland jetzt in der „Roten Liste der gefährdeten Arten“ als gefährdet eingestuft. In fünf Bundesländern sind die Bestabdszahlen der Forelle drastisch gesunken.

Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass wir als Menschheit umdenken und unser Verhalten ändern, um die natürlichen Ressourcen der Erde zu schützen und nachhaltig zu nutzen. Wir sollten Maßnahmen ergreifen, um den Klimawandel einzudämmen, die Biodiversität zu erhalten, Ökosysteme wiederherzustellen und umweltfreundliche Praktiken zu fördern.

Nur so können wir sicherstellen, dass die Erde auch für zukünftige Generationen ein gesunder, lebenswerter Planet bleibt. Es ist an der Zeit, dass wir auf die Warnungen der Erde hören und unser Handeln entsprechend ändern, um einen nachhaltigen Umgang mit unserer Umwelt sicherzustellen.

Auch wenn es offensichtlich vielen schwerfällt, auf alte eingesessene Dinge verzichten zu müssen, dass man sein Leben etwas neu ausrichten soll und dafür neue Rgeln geschaffen werden, sollten wir an die Zukunft denken. Der Verlust von Lebensqualität durch den Klimawandel führt zu viel größeren Einschränkungen im privaten wie im öffentlichen Leben und zum Verlust von Freiheit.

Letzte Generation

Letzte Generation – so nennen sich die Aktivisten die in letzter Zeit wegen ihrer Aktionen für Aufmerksamkeit sorgen. Leider liegt die Aufmerksamkeit in erster Linie auf ihren Taten und nicht auf dem Ziel. Ankleben auf Straßen und das Bewerfen von Bildern (die mit einer Glasscheibe geschützt sind) mit Kartoffelbrei oder Anklebeaktionen auf dem Flughafen BER. Wobei man sich fragt, wie sie eigentlich auf das Flughafengelände kommen konnten. Da kann man ja froh sein, dass es sich um Aktivisten und nicht um Terroristen handelt.

Obwohl Markus Söder und sein Kollege Merz die Leute der „Letzte Generation – Gruppe“ ja bereits als Extremisten, Terroristen und die neue, kommende RAF bezeichnen (Alexander Dobrindt). Nur sind sie nicht mit Kalaschnikows bewaffnet, sondern mit Alleskleber.

Was will die letzte Generation?

Als Fridays for Future Anfang 2019 mit Demonstrationen von sich reden machte, erwartete man eigentlich eine Reaktion der Politik. Allerdings, mehr als ein Lächeln für die Schüler und „sie sollten lieber zur Schule gehen“, kam dabei nicht herum. Die „Letzte Generation“ hat daraus gelernt und fordert nun mit drastischeren Mitteln die Regierenden zum Handeln auf, weil nach allen wissenschaftlichen Erkenntnissen sofort gehandelt werden muss, um das gesteckte Ziel von einer Erderwärmung um 1,5 Grad noch zu erreichen. Man geht bereits davon aus, dass es wohl eher um 2,5 Grad gehen wird.

Unter diesen Umständen werden die Kipppunkte fallen. Das Tauen des Permafrostes in Sibirien wird eine Unmenge an Methan ableiten. Methan ist um das 25fache schädlicher als CO². Die Eisschilde der Antarktis schmelzen. Die Jagd auf Ressourcen wird zu Kriegen und regelrechten Völkerwanderungen führen.

Auf all diese Missstände will die „Gruppe Letzte Generation“ aufmerksam machen, will sie die Politik endlich zum Handeln bewegen, bevor es zu spät ist.

Offenbar können Söder und Merz diese Situation in der nahen Zukunft nicht erfassen, weshalb sie sich mehr Sorgen um ein beschmiertes Bild machen. Söders Haltung zeigt auch die Aussage bei Markus Lanz, die jungen Leute könnten sich ja in der Staatskanzlei an die Wand kleben, er würde ihnen dann auch noch eine Suppe bringen. Der Kollege Merz bezeichnet die Gruppe gar als „Weltuntergangssekte der Klima-Idioten“ (Morgenpost Berlin). Das sagt wohl genügend darüber aus, wie ernst es Merz im Bezug auf den Klimawandel ist.

Politik verstößt gegen das Grundgesetz

In Bayern sollen die Aktivisten gar in vorbeugende Haft genommen werden. Wann muss eigentlich ein Politiker in Haft, weil er permanent gegen das Grundgesetz verstößt? Das machen die Politiker nämlich gemäß einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2019.

Das Fehlen von Vorgaben zur Emissionsminderung ab 2031 ist mit den Grundrechten nicht vereinbar. Gefahren des Klimawandels werden damit zulasten der jüngeren Generation verschoben. Das Erreichen der Klimaerwärmung auf 1,5 Grad ist so nur mit akuten dringenden Maßnahmen machbar, die die Freiheitsrechte der Jugend einschränken. – so das Bundesverfassungsgericht.

Bis Ende 2022 verpflichten die Richter den Gesetzgeber die Minderungsziele der Treibhausgasemissionen ab 2031 besser zu regeln. Zwar sind die Treibhausminderungsziele jetzt in der Änderung des Klimagesetztes verbindlich festgelegt worden, um die Emissionen bis 2030 um mindestens 65 Prozent zu senken, aber der CO² Ausstoß ist im Jahr 2021 noch weiter angestiegen. Es fehlen also die entsprechenden Maßnahmen. Durch die Energiekrise und den Ukraine Krieg sind sogar die Laufzeiten der AKW`s verlängert und der Abbau des Braunkohletagebaus weiter fortgeschrieben worden. Bayern tut sich beim Bau von alternativen Energien wie Windrädern sehr schwer und fordert lieber von Niedersachsen das Umweltfeindliche Öl-Fracking anzuwenden. Groningen lässt grüßen. Dort sind zig Häuser durch das Fracking und die Erderschütterungen schwer beschädigt.

Wie soll da bei den jungen Menschen der Optimismus aufkommen, dass unsere Politik die Lage beim Klimawandel im Griff hat? Selbst Angela Merkel gab einmal das Versprechen die Schöpfung zu bewahren. Merz und Söder scheint das fremd zu sein, sonst würden sie sich anders verhalten. Um Stimmen aus dem rechten Lager zu fangen, eignen sie sich deren Sprachwahl an.

Der Präsident des Verfassungsschutzes Thomas Haldenweg bescheinigt den Aktivisten von „letzte Generation“ fest auf dem Boden der Demokratie zu stehen. Zwar können man mit derartigen Instrumenten der Allgemeinheit nicht seinen Willen aufzwingen…. das macht sie aber nicht zu Extremisten… stattdessen fordern die Klima-Aktivisten die Regierung zu entschiedenem Handeln auf (Frankfurter Allgemeine)

Windräder – Gefahr oder Segen?

Windräder – Immer wenn die Regierung Beschlüsse zu Windrädern fasst, ruft das Befürworter und Gegner auf den Plan. Gerade beschließt die Bundesregierung das die Hindernisse für einen zügigen Ausbau der Windenergie durch Schaffung bundeseinheitliche Regularien beseitigt werden sollen.

Einige Bundesländer haben in der Vergangenheit versucht durch Mindestabstände zwischen Windrad und Wohnbebauung, die Errichtung von Windenergieanlagen zu verhindern. Nach dem Motto: „Windenergie ja, aber nicht bei mir.“ In Bayern liegt der Flächenanteil für Windenergie gerade bei 0,7 Prozent. Als Vorgabe wird von Bayern dann bis Ende 2026 nach den neuen Beschlüssen 1,1 Prozent und bis 2032 dann 1,8 Prozent gefordert.

Erst im April 2022 änderte man in dem Bundesland die Mindestabstandregelung vom 10Fachen der Höhe eines Windkraftrades in Metern. Im Schnitt sind haben Windräder eine Höhe von 160 Metern, dass wäre dann also eine Mindestabstand zur nächsten Wohnbebauung von 1,6 Kilometern. Da gibt es dann nicht viele Möglichkeiten ein Windrad zu errichten.

Windräder, Vögel und Insekten

Sogleich setzen in den sozialen Medien die Debatten ein. Da sind die Vogelschützer, die den Vogelschlag an den Windrädern anprangern. Dem widersprechen dann die Befürworter und vergleichen diese Zahlen mit der Zahl der durch Katzen getöteten Vögel, die ja bei weitem die der an Windrädern umgekommenen Tiere übertreffe. Ihnen wird dann natürlich sogleich eine Katzenfeindlichkeit vorgeworfen sie und nennen die Zahl der an Glasschlag getöteten Tiere.

So geht es weiter bis zu den Stellplätzen für Windräder, zum Beispiel im Wald oder in Naturschutzgebieten. In Naturschutzgebieten verbietet sich das Aufstellen von Windrädern, argumentieren die Naturschützer und die Waldbauern fordern Windräder auf Kahlschlagstellen oder auf Höhen die durch den Borkenkäfer oder durch Stürme zu Freiflächen geworden sind. So wollen sie ihre Verluste durch Beteiligungen minimieren.

Aber worum geht es eigentlich?

Windräder

Windräder gegen den Klimawandel

Um uns von den fossilen Energieträgern verabschieden zu können, wird ein Anteil von 2 Prozent je Fläche der einzelnen Bundesländer für die Windenergie gebraucht. Schaffen wir es nicht den Klimawandel zu bekämpfen, werden 2 Drittel der Vogelarten verschwinden. Andere Tierarten werden wegen Futtermangel in nördliche Länder ziehen. Die Folgen für die Menschheit sind bereits häufig beschrieben worden.

Die Zahlen des Vogelschlages an Windrädern liegen in den diversen Ländern Europas zwischen 0,007 und 1,5 Prozent. Erschreckender klingen da die Zahlen der toten Insekten. In Deutschland etwa fünf Milliarden Insekten. Setzt man dem aber die Zahlen der Insekten gegenüber, die durch Insektizide in der Landwirtschaft getötet werden und die Zahl der von Vögel gefressenen Insekten, dass sind 400 Mal so viele, relativiert sich diese Zahl aber auch.

Viel wichtiger ist aber, wie kann man die Zahl der durch Windräder ums Leben kommenden Vögel so gering wie möglich halten. Jeder einzelne Vogel und jede Fledermaus oder jedes Insekt ist schützenswert.

Es hat in der Vergangenheit bereits Gespräche zwischen den Energieträgern, dem NABU und BUND gegeben, bei denen man sich auf Maßnahmen verständigen konnte. So sollen Windräder nicht in unmittelbarer Nähe der Forste von Greifvögeln errichtet werden. Heute kennt man die Flugwege und Flugzeiten der Vögel in die Winterquartiere. Durch besenderte Vögel und durch Beobachtungen der Ornithologen sind auch Brutgebiete und Brutzeiten bekannt. Zu entsprechenden Zeiten können die Anlagen abgeschaltet werden oder entsprechend an alternativen Standplätzen errichtet werden. Kamerasysteme können vorausschauend nahende Vogelschwärme erkennen und die Anlagen können reagieren.

In einem norwegischen Institut fand man heraus, dass schwarze Rotorblätter den Vogelschlag um 72 Prozent reduzieren. Ein Workshop des Kompetenzzentrums Naturschutz und Energiewende bezeichnet die Maßnahme zwar als vielversprechend, meint aber es müsse erst erforscht werden ob unsere Vögel sich bei den bei uns typischen rot-weißen Blattspitzen, anders verhalten als bei den norwegischen schwarzen Blättern.  

Bundesamt für Naturschutz: „Ein zeitnaher Nachweis einer Wirksamkeit der Maßnahme ‚schwarzes Rotorblatt‘ in Deutschland ist angesichts zahlreicher offener Fragen zum Beispiel zum Artenspektrum, zu möglichen Untersuchungsmethoden, zur Anzahl an Standorten usw. nicht zu erwarten. Denkbar wäre die Konkretisierung möglicher Untersuchungen über eine Machbarkeitsstudie.“ – Eine typisch deutsche Reaktion. Wieso kann man eine Studie der Nachbarn nicht einfach akzeptieren?

Britische Studien stellten fest, dass die hellgraue Farbe der Windräder Insekten regelrecht anzieht und das Fledermäuse auf das rote Warnlicht reagieren. Man kann also alleine durch Farbänderungen bereits ohne viel Aufwand etwas verbessern. Wir müssen nur dazu bereit sein und manchmal lohnt auch der Blick über den Tellerrand.

Ökosystem und die Rolle der Insekten

Ökosystem und die Rolle der Insekten – Insekten sind nicht nur für viele Vogelarten Überlebenswichtig, auch der Mensch ist davon abhängig, dass die Insekten für ein intaktes Ökosystem sorgen.

Die Insektenwelt bildet 70 Prozent aller Tierarten. Bienen, Fliegen, Ameisen Libellen, Heuschrecken und eine Armee von diversen Käfern gehören zur Welt der Insekten, um nur einige zu nennen. Sie sorgen für die Bestäubung der Pflanzen und halten so die Flora aufrecht. Sie sorgen dafür, dass wir sauberes Trinkwasser genießen können und kämpfen für uns gegen Viren und Bakterien, auch wenn manche selbige übertragen können. Die überwiegende Masse der Insekten sind nützliche Tiere, von denen wir alle profitieren.

Viele sehen nicht gerade schön aus und vor manchen Insekten ekeln sich einige Menschen auch. Eines der wichtigsten Tiere für uns Menschen, ohne das eine Existenz quasi unmöglich würde, ist der Mistkäfer.

Ökosystem und Insekten - Mistkäfer
Mistkäfer – ohne ihn würden wir durch Kot waten

Insekten im Ökosystem – Kämpfer gegen den Kot

Ohne den Mistkäfer würde der ganze Kot der Tierwelt liegen bleiben. Wir könnten es vor Gestank kaum aushalten und würden durch eine Schicht von Mist laufen müssen, würde der kleine Waldmistkäfer nicht dafür sorgen, dass der Kot verarbeitet würde. Viele weitere am Boden lebende Insekten kümmern sich um verendete Tierarten, um Aas. Sie schaffen damit neue Lebensräume für Bakterien und Pilze. Aus Totholz entsteht mit Hilfe von Kleinstlebewesen neues Leben.

Ökosystem – ohne die Bestäuber gäbe es keine Pflanzen

Ohne die Insektenbestäubung wäre unsere Nahrungsgrundlage vernichtet. Dort wo man die natürlichen Bestäuber bereits vernichtet hat, muss der Mensch mühsam von Hand jede Blüte bestäuben. So wird es bereits in China gemacht, weil man durch industrielle Landwirtschaft, mit einer Unmenge an Pestiziden, die natürlichen Bestäuber vernichtet hat. 88 Prozent aller Pflanzen vermehren sich durch die Bestäubung von Nektar und Pollen suchenden Tieren. Die Bestäuber halten das Ökosystem der Pflanzenwelt am Leben und sorgen für die Ausbreitung der Pflanzen.

Die Ernährung der Menschen mit Proteinen, Eisen oder Vitaminen wäre ohne die fleißigen Arten kaum möglich. Viele Vogelarten gäbe es ohne die Insekten schon lange nicht mehr. Das allseits bekannte Phänomen des Insektensterbens der letzten Jahre hat bereits zur Vernichtung vieler Arten geführt. In Deutschland sind über 50 Prozent der 560 Wildbienenarten im Bestand gefährdet und 5 Prozent sind bereits vom Aussterben bedroht.

Ökosystem und Insekten -Goldglänzender Rosenkäfer
goldglänzender Rosenkäfer
Ökosystem und Insekten - Wildbiene
Wildbiene

Der goldglänzende Rosenkäfer ist einer der wichtigsten Bestäuber in der Insektenwelt. Seine Larven bilden fruchtbaren Humus. Die kleine dicke Larve bewegt sich auf dem Rücken robbend vorwärts und ist daran gut zu erkennen. Sie ernährt sich von den verrottenden Pflanzenteilen und bildet so Dauerhumus. Man tut also gut daran den Engerling von gefährdeten Stellen in das Laub zu legen. Regenwürmer lockern den Boden und sorgen dafür das der Boden Wasser aufnehmen kann. Sie verhindern die Verdichtung der Erde.

Die in unseren Häusern und Gärten so unbeliebten Ameisen, sind überaus nützliche Lebewesen. Über 180 ihrer Art gibt es in Europa, weltweit mehr als 12000 Arten. Die fleißigen Tiere, die obwohl in riesiger Anzahl unterwegs, nie einen Zusammenstoß verursachen, sind Abfallbeseitiger. Sie fressen eine Menge an Schädlingen, wie Blattläuse, entfernen Aas und tote Insekten und sorgen beim Nestbau für Biomasse.

Seit 1989 ging die Biomasse der Fluginsekten ständig zurück. Man konnte das gut an der Frontscheibe am Auto, auf der Reise in den Urlaub, erkennen. In den letzten Jahren war die Scheibe nur wenig beschmutzt, obwohl ich meine, dass es in den letzten zwei Jahren wieder etwas mehr geworden wäre.

Man könnte sich ja freuen, wenn das Insektensterben gestoppt werden könnte.

Wasser – die Quelle allen Lebens

Wasser – die Quelle allen Lebens. In der Ferne sehen die Wellen recht groß aus. Langsam rollen sie der Küste entgegen und hohe Schaumkronen bilden sich auf ihrem Kamm, bevor sie in sich zusammenbrechen.

Wo ich stehe, umspielen nur noch kleine Miniwellen den Unterschenkel. Die Schaumkrone, die hier nur noch ein “Krönchen” ist, bricht sofort bei Auftreffen auf das Bein auseinander.

Hinter mir läuft die Welle ganz flach im Sand aus und fast schüchtern zieht sie sich wieder zurück. Aber schon an meinem Bein, verspüre ich auf ihrem Rückweg in das offene Meer einen leichten Sog, der mir zu sagen scheint: “geh` tiefer hinein, komm mit !” Tatsächlich stellt sich diese Verlockung ein und ich gehe noch weiter hinein in das Wasser, bis die Wellen meine Knie erreichen. Die hochgekrempelten Hosenbeine sind bereits nass. Sie werden in der strahlenden Sonne schnell trocknen.

Wasser

Bei etwas höheren Wellen, muss ich bereits etwas in die Höhe hüpfen und ich gehe langsam wieder zum Strand zurück. Der Schlick unter den Füßen wirkt beruhigend auf die Fußsohle. Jetzt ist sie ja auch von einengenden Socken und Schuhen befreit.

Wasser hat eine enorme Anziehungskraft auf uns Menschen. Selbst wenn es als Urgewalt bei Sturm auf die Küste prallt und ganze Küstenabschnitte überflutet oder absprengt, sind immer Menschen da um das Schauspiel zu erleben.

Die überwiegende Mehrheit verbringt den Urlaub an den Küsten der Meere oder auf den vorgelagerten Inseln, in aller Welt.

Ist es eine Sehnsucht nach dem Ursprung allen Lebens, das unsere Nähe zum Wasser erklärt? Zunächst waren es nur die Einzeller, die das Meer belebten. Die Kambrische Explosion vor 540 Millionen Jahren bewirkte in der Evolution biphasiches Leben. Ein Leben sowohl an Land als auch im Wasser.

Amphibien lebten zu Land und zu Wasser. Wirbeltiere und Säugetiere übernahmen Lebensräume an Land und weitere Millionen Jahre später erschien der Mensch auf der Bildfläche. Das Gesicht der Erde hatte sich schon lange verändert. Aus den einst zusammenhängenden Landmassen, dem Kontinent Pangäa, wurden nach Entstehung des Atlantiks die Kontinente wie wir sie heute kennen.

Wasser

Wasser beeinflusst unser Leben

Die Abhängigkeit alles irdischen Lebens vom Wasser, hat sich seit Beginn der Evolution nie verändert. Das Klima wird vom Wasser beeinflusst. Unser Nahrungsquellen sind auf das Wasser angewiesen. Man kann sagen, dass der Kreislauf des Lebens mit der Nahrungskette beim Wasser beginnt.

Der Embryo schwimmt im Fruchtwasser. Das Fruchtwasser besteht zu 99 Prozent aus Wasser.

H²O – überall taucht der Begriff auf, weil wir ohne ihn nicht existieren können. Ein Atom Sauerstoff und 2 Atome Wasserstoff – das wichtigste Gut dieser Erde.

Die Körperzellen des Menschen brauchen Wasser. Ohne Wasser würden keine Blutkörperchen transportiert werden und schließlich bestehen wir körperlichen Menschen zu über die Hälfte aus Wasser.

Warum gehen wir so sorglos mit dem wichtigsten Gut um ?

Obwohl die meisten Organismen zu großen Teilen aus Wasser bestehen, es trinken und darin leben, scheinen wir das wertvolle Gut noch immer nicht zu würdigen.

Wir belasten unser Trinkwasser und Grundwasser mit Schwermetallen und Pestiziden, mit unzähligen chemischen Mitteln und in immer größerem Ausmaß mit Plastik und Plastikpartikeln. Die Quelle allen Lebens, der Ozean wird mit Plastik immer weiter zugemüllt. Bis zu 13 Millionen Tonnen Müll geraten jährlich in die Ozeane.

Wir vernichten unsere eigene Existenz, indem wir seit der industriellen Revolution das Klima verändern, die Meere erwärmen, Pole verändern, das ewige Eis zum Tauen bringen. Wir vernichten mit unserem Leben das Leben tausender Arten und scheuen nicht davor zurück, dass ganze Kontinente irgendwann unbewohnbar werden.

Wenn wir weiter auf unserem Planeten Erde leben wollen, gemeinsam mit allen anderen Arten, den Tieren und Pflanzen, müssen wir endlich seine Lebensgrundlage, dass Wasser ernst nehmen.

Homo sapiens – das bedeutet übersetzt – Homo = Mensch, sapiens = vernünftig – , es fällt allerdings manchmal schwer dieses Lebewesen – den Homo sapiens – wirklich als vernünftig anzusehen.

Social Share Buttons and Icons powered by Ultimatelysocial