Schießbefehl auf Dani

Schießbefehl auf den Wolf „Dani“ (GW 924m) durch den Umweltminister Albrecht – Partei die „Grünen“.

Bei einer Demonstration von Nutztierhaltern und Bauern kommt es zu häßlichen, unwürdigen Szenen. Ein überdimensionaler Stoff – Wolf hängt an einem Galgen. Offen wird vom „Lynchen der Wölfe“ gesprochen. In Kommentaren zu einem Bericht über an Ortseingangsschildern hängende Wölfe in Italien, reagiert man mit „richtig, auch Kuschler sollte man so strunzdumm wie ihr seid sterben lassen !“ (Name bekannt).

Zaunkontrollen durch den NABU und einzelner Personen haben einen unzureichenden Schutz zu Tage gebracht. Zäune zeigten Lücken, oder führten keinen Strom. Die richtige Höhe war nicht gegeben. In Kommentaren klagen die Schäfer das der Zaunbau lästig ist und zuviel Arbeit sei. Auch an einer Übernahme des Herdenschutzes durch das Land besteht kein Interesse.

Der Minister untergräbt mit seinem Handeln den Naturschutz. Es werden selbst die Zahlen ignoriert, die das Umweltministerium jüngst veröffentlichte.

Im vergangenen Jahr wurden 47 Vorfälle untersucht. Dabei starben 64 sogenannte „Nutztiere“. Ohne Zweifel wurden 21 von Hunden getötet. Lediglich 4 Risse waren vom Wolf. Alle anderen Todesfälle konnten nicht bestimmt werden.

In Schleswig Holstein gibt es lediglich vier Wölfe.

Von 2010 bis 2014 gab es 70 gerissene Tiere durch Hunde und nur 5 durch den Wolf. (SHZ 2019 – shz.de/15960831).

Über die durch Hunde getöteten „Nutztiere“ gibt es nicht einmal eine Diskussion. Dafür zeigen die Hetzkampagnen der Jagd- und Bauernverbände mit Unterstützung von Politikern (Julia Klöckner) und der „BILD Zeitung“ (hier wird der Wolf nur als reißende Bestie abgebildet) Wirkung. Mit immer mehr Erfolg werden Ängste geschürt, die völlig an den Tatsachen vorbei gehen.

Schießbefehl bringt nichts

Durch das Abschießen der Wölfe wird der Bestand nicht reguliert. Ab einer gewissen Bestandszahl reguliert sich die Menge durch andere Geburtenraten selbst. Sollte es zu Problemen mit einem bestimmten Wolf kommen, soll zunächst das „Verschrecken“ als Mittel eingesetzt werden. Das wurde in SH erst gar nicht in Betracht gezogen.

Das Zusammenleben zwischen Mensch und Wolf funktioniert in anderen Ländern, mit weit größerem Wolfsbestand, ohne Probleme.
Seit einigen Jahren vertraut in Brandenburg der Schäfer Knut Kucznik seiner Herde in den Weiden und Mooren, französischen Pyrenäenberghunden an. Kuczniks 480 Schafe und 50 Ziegen grasen mitten im Wolfsland.

Es kam zu keinem Zwischenfall, weil ein Wolf im Grunde große Angst vor einem Kampf um Beute hat . Er könnte sich verletzen, was ihn wiederum für spätere Beutezüge schwächt.

Naturschutz besteht nicht aus sinnlosem Töten einer Art. So wird der Mensch zur eigentlichen „Bestie“. Das Bestreben, den besonderen Schutz des Wolfes immer wieder auf verschiedene Arten aufzuweichen, muß ein Thema für den Europäischen Gerichtshof werden.

Nachtrag zum Artikel 23.Februar 2019

Roddy darf getötet werden

Der Wolf „Roddy“ aus dem Rodewalder Rudel in Niedersachsen darf geschossen werden. Ein Einspruch beim Gericht wurde negativ beschieden.

Skurrile Urtreilsbegründung – Zaun unzumutbar

Die Genehmigung gilt bis zum 28. Februar. Dem Leitwolf des Rudels sind angeblich nachweisbar zwei Risse von Rindern zuzuordnen. Das Gericht begründet den Entschluss damit, dass der Wolf in einer Herde mit erwachsenen, wehrfähigen Rindern sein Opfer gerissen hat.

Außerdem sei eine Behirtung und eine Unterbringung der Tiere in einem Nachtpferch nicht zumutbar. Auch die Anschaffung eines Elektrozauns zum Schutz der Herde sei dem Halter nicht zuzumuten.

Fazit . Das Gericht hat sich offensichtlich nicht mit den Gegebenheiten in der Natur vertraut gemacht. Eine Rinderherde, die es noch nie mit einem Wildtier zu un hat, ist überhaupt nicht in der Lage zu reagieren. Dinge wie Fluchtinstikt oder Abwehr- beziehungsweise Schutzhaltungen als geschlossene Herde, müssen erst wieder gelernt werden.

Im Yellowstone Nationalpark hatte der wiedereingegliederte Wolf zunächst ebenfalls leichte Beute weil seine Opfer ihn nicht kannten. Heute gelingt dem Wolf längst nicht jede Attacke gegen seine Beutetiere, weil diese ihn mittlerweile früh wittern und früher die Flucht ergreifen. Das mußten sie aber erst durch Erfahrung lernen.

Gericht in Österreich sieht den Zaun als zumutbar an

Im Falle einer von Rindern getöteten Wanderin, die in Österreich mit ihrem Hund an einer Rinderherde mit Kälbern vorbeikam und von diesen angegriffen wurde, entschied das Gericht auf Schmerzensgeld für die Familie. In der Urteilsbegründung hielt das Gericht dem Herdenhalter vor , keinen Zaun errichtet zu haben. Das sei aufgrund des geringen Aufwandes zumutbar. Offensichtlich sind in Deutschland Zäune nicht zumutbar, weil sie ein paar Euro kosten ?

Nicht die Natur muß sich auf den Menschen einstellen. Der Mensch muß sich auf die Natur einstellen und zu dieser gehört auch der Wolf.

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Pestizid Bericht

Pestizid Bericht des NaBu in Baden Württemberg  wurde erstmals für das Bundesland vom Verband vorgestellt. Hintergrund ist eine Diskussion im Landtag zu einer Strategie um die Reduzierung von Pestiziden. Der NaBu fordert eine Senkung des Gifteinsatzes um 50 Prozent bis 2025. Die Naturschützer fordern deshalb eine Offenlegung der ausgegebenen Pflanzengift Mengen.

Minister verärgert

Landwirtschaftsminister Peter Hauk (Baden-Württemberg) reagiert auf den Pestizid Bericht ungehalten mit der Äußerung, es gehe die Bevölkerung nichts an wieviele Herbizide, Fungicide oder Insektengifte ausgegeben werden. Er bezeichnet den Bericht als „Mobbing gegen die Landwirte, die auf ihrem Land tun und lassen können was sie wollen, im gesetzlichen Rahmen“. Außerdem sei es nicht erwiesen, dass Glyphosat für das Insektensterben verantwortlich ist.

Julius Kühn Institut zum Pestizid Bericht

Der Minister hat zwar auf Grund der harschen Kritik an seiner Äußerung zurück gerudert und von  „emotional überzogen reagiert“ gesprochen. Dennoch dürfte dieser Fehltritt genügend Anlass für einen Rücktritt geben. Es wurde schließlich sehr deutlich wessen Interessen der Minister vertritt. Das wird auch noch verstärkt indem er eine Überprüfung durch das Julius Kühn Institutes zum Thema abwarten will. Dieses Institut ist aber keinesfalls ein unabhängiges Organ.

Es entstand aus der Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft und der Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen, sowie aus Teilen der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft. Aufsichtsführend ist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Die Leitung obliegt Georg Backhaus, der zuvor Leiter der Biologischen Bundesanstalt in Berlin und Braunschweig war.

Glyphosat – Nähe 

Im Dezember 2015 veröffentlichte das JKI einen Beitrag mit dem Ergebnis „ohne Glyphosat geht`s nicht“. Das JKI Braunschweig ist eine wichtige Behörde für die Zulassung von genetisch veränderten Pflanzen. Mitglied und Befürworter der Agro Gentechnik ist Joachim Schiemann, ehemals EFSA – GMO – Panel Mitglied. Die EFSA ist bekannt als Monsanto  – freundliches Institut (Hersteller von Glyphosat – heute Bayer Leverkusen).

Erkenntnis

die Nähe des Julius Kühn Institus zur chemischen Industrie lässt kaum Zweifel daran wir ein Bericht für den BW – Landwirtschaftsminister ausfallen dürfte. 

Insektenzählung

Insektenzählung

 

Insektenzählung  – der Nabu ruft für die Zeit vom 03. August bis zum 12. August dazu auf die Insekten in ihrem Lebensraum zu registrieren. Deshalb  wird gebeten in dieser Zeit Insekten zu zählen, um einen Überblick zu erhalten wo sich noch Insekten aufhalten und wo nicht.

Was wird gesucht?

Im besonderen Fokus stehen dabei zwei Schmetterlinge, der Schwalbenschwanz und der kleine Fuchs.

Ebenfalls zwei Hummelarten werden gesucht, die Ackerhummel, mit dem schwarzen Körper und dem farbigen Hinterteil und die Blaue Holzbiene.  Außerdem aus  der Gattung der Käfer gilt das Augenmerk dem Sieben-Punkt-Marienkäfer und der Streifenwanze. Außerdem werden die Libelle Blaugrüne Mosaikjungfer und das grüne Heupferd gesucht. Letzteres ist eine Heuschrecke. Natürlich werden auch alle anderen vorhandenen Insekten registriert. Ein Formular für die Online Meldung und Beschreibung von Insekten gibt es auf den Nabu Seiten. Ein PDF zum Downloaden gibt es hier.

Lebensräume – Hilfe zur Insektentählung

Zu den Lebensräumen für die Zählung gehören 

  1.  Garten
  2.  Balkon
  3.  Park
  4.  Wiese
  5.  Wald 
  6.  Feld
  7. Teich
  8.  Fluss

sowie andere Lebensräume wie Heide, Moore oder Hecken, aber keine Wohnräume.

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Stunde der Gartenvögel

Gartenvoegel

Gartenvoegel  – zur Stunde der Gartenvoegel hatte der NABU am 05. Januar 2018 aufgerufen. Selbstverständlich nahm ich mir die eine Stunde und beobachtet die Umgebung unseres kleinen Gartens, der sich im Essener Vorort Bredeney befindet.

Stammgäste

Gartenvoegel – Bereits an den Tagen zuvor fragte ich mich ob es an der verhältnismäßig warmen Witterung liegt, dass nur wenige Vögel die Futterstelle nutzten, oder war es das trübe , regnerische Wetter der letzten zwei Wochen? Wie an jedem Tag erschien als erstes „unser“ Rotkehlchen“, der kleine Dicke und das Dünne.

Auch das Amselmännchen, streitet sich meist mit einem Kollegen um das beste Futter, sowie Frau Amsel ließen sich bald blicken. Außerdem erschien ein Eichhörnchen und kletterte flugs ins Futterhaus.

Gartenvoegel

Eichhörnchen im Futterhaus

Nachdem es verschwunden war, verging eine kurze Zeit und zwei Kohlmeisen machten es sich gemütlich. Weinig später erschien dann auch noch die Blaumeise, während auf dem Dach gegenüber eine Elster Ausschau hielt. Auf dem benachbarten Baum gurrte eine Ringeltaube und auf dem Kamin, zwei Häuser weiter saß eine Krähe.

Die Stunde neigte sich dem Ende zu und leider hatten sich die Haubenmeise und der Zaunkönig nicht blicken lassen, die zählen ansonsten eigentlich zu den „Stammkunden“. Zu meiner Freude erschien aber noch das Kleiberpärchen und pickte sich rasch einige Körner aus der Futterstelle.

Gartenvoegel

Kleiber

Gartenvoegel

Kohlmeise