Wolf

Wolfsland NRW

Wolfsland – bis vor kurzer Zeit war das Land Nordrhein Westfalen noch Wolfserwartungsland. Seit Oktober hat sich das nun geändert. In einem Wolfserwartungsland werden immer wieder einmal durchziehende Wölfe gesichtet. Diese lassen sich aber nicht in dem Gebiet nieder. Anhand von Wildkameras, Sichtungen oder Todfunden durch überfahrene Tiere, werden diese registriert.

Nunmehr hat sich aber eine Wölfin im Kreis Wesel sesshaft gemacht. Die Nachweise dazu werden aus Rissen per DNA Analyse festgestellt.  Das Tier hält sich nun schon längere Zeit im Raum Schermbeck auf. Durch die Wölfin, mit dem unspektakulären Namen GW 954 f , was soviel bedeutet wie „German Wolf 954 feminal (weiblich)“, ist NRW nun zum Wolfsland ernannt worden. Die Wölfin konnte eindeutig einem Rudel in  Niedersachsen zugeordnet werden.

Wolfsland

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen

Das erste durch das LANUV  ausgewiesene „Wolfsgebiet“ befindet sich jetzt am Niederrhein und liegt zwischen  Autobahnen und dem Rhein.  Vom Kreis Wesel über Kleve, Borken, Recklinghausen bis zur Stadtgrenze Oberhausen. Wölfe ziehen innerhalb ihrer Reviere täglich bis zu 70 Kilometer umher.

Ab sofort steht ein Wolfsportal zur Verfügung in dem man täglich aktualisierte Informationen zum Thema Wolf im Wolfsland NRW finden kann: www.wolf.nrw

Der Wolf ist streng geschützt und es besteht kein Anlass sich vor ihm zu fürchten, da er äußerst scheu ist. Sucht man den Wolf auf einer Liste der gefährlichsten Tiere der Welt, wird man ihn vergeblich suchen.

die gefährlichsten Tiere der Welt

Das gefährlichste Tier auf Platz 1 von 20 Plätzen ist der Mensch, der für mehr als eine halbe Millionen Tote im Jahr durch Kriege usw verantwortlich zeichnet.

Auf Platz 2 rangiert mit 725.000 Toten die Mücke, ihr folgt auf dem 3. Platz die Schlange mit 50.000 bis 100.000 Opfern.

Platz 4 , das wird viele überraschen, geht an den Haushund , ihm fallen 186 Tote zu und die Zahl steigert sich durch streunende Hunde auf insgesamt 25.000 im Jahr.

Die Tsetsefliege belegt mit 10.000 Menschen den Platz 5 und auf Platz 6 steht durch die Übertagung von Krankheiten die Raubwanze.

Platz 7 – der Skorpion 5000 Opfer, Platz 8 Bandwurm 2000 Tote, Platz 9 Krokodil 1000 Menschen und auf Platz 10 durch Tottrampeln von 500 Neugierigen , der  Elefant.

Die Plätze 11Qualle -150 , 12 – durch Auffahrunfälle mit dem Tier – der Hirsch, Platz 13, 100 Tote durch einen Tigerangriff, 14 – 53 Todesopfer durch Bienen und Platz 15 etwa 50 Opfer durch Spinnen , Platz 16 -30 Tote durch Ameisen.  Durch die Tritte einer Kuh verstarben 25 , was sie auf Platz 17 bringt und durch Rodeounfälle steht das Pferd mit 20 Verunfallten auf 18. – Platz 19 belegt der Leopard mit 15 Toten und der so gefürchtete Hai steht mit lediglich 10 Toten auf Platz 20.

Das alles sind Jahreszahlen. da findet man den Wolf nicht. Für den Wolf steht in den letzen 50 Jahren die Zahl 9, davon vielen allerdings 5 Menschen einem Wolf zum Opfer der von der heute als ausgerottet geltenden Tollwut befallen ware. Die verbleibenden 4 Toten wurden von Wölfen getötet, die der Mensch zuvor durch anfüttern usw. an sich gewöhnen wollte, die also die Scheu vor ihm verloren haben.

Wolfsland


Verhalten bei der Begegnung mit dem Wolf im Wolfsland NRW

Auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist das man im Wald einem Wolf begegnet, gibt es Verhaltensregeln die hilfreich sind. Der Wolf bemerkt den Menschen sehr früh und entfernt sich in der Regel, weil er sehr scheu ist.

Bei einer Begegnung ruhig stehen bleiben und den Wolf ansehen. So hat er die Möglichkeit sich zurückzuziehen.

Auf keinen Fall anlocken oder gar füttern wollen.

Sollte er sich nicht fortbewegen, laut sprechen oder in die Hände klatschen, dabei langsam rückwärts gehen und mehr Distanz schaffen. 

Außerdem kann man sich durch Heben der Arme größer machen und ihn anschreien. Sollte man einmal mehreren Wölfen begegnen, handelt es sich meist um neugierige Jungtiere, für die die gleichen Regeln gelten. Wie gesagt ist eine Begegnung aber äußerst unwahrscheinlich, da trifft man wohl eher einmal auf eine Rotte Wildschweine.

Freuen wir uns über den Heimkehrer

Wir können uns über den Neuankömmling freuen, der ja eigentlich ein Heimkehrer ist. Vor längerer Zeit wurde er  vom Menschen hier ausgerottet, weil er den Bauern und Viehhirten zu viel Schaden zufügte.

Heute stehen den Bauern und Schafzüchtern durch die Einordnung in „Wolfsland“ staatliche Unterstützung zur Verfügung. Zum Beispiel bei der Einzäunung  oder der Anschaffung von Schutzhunden. Außerdem gibt es Entschädigung zu 100 Prozent bei Verlust, Tierarztkosten oder Medikamenten.

Zur Zeit gibt es nur einen ansässigen Wolf in der Region. Es wäre erfreulich wenn es zu einem Treffen mit einem Partner kommen würde um ein Rudel bilden zu können. Aber bereits jetzt fordern Bauern und Jagdverbände den Wolf  in die Liste jagdbarer Arten aufzunehmen.

 

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