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Wespe – ein Sommer mit den Plagegeistern

Wespe – diesen Ruf hört man in diesem Sommer alle paar Minuten in Biergärten, Freizeitparks und Cafes. Da es aus der Welt der Vögel im Moment nicht viel an Neuheiten zu berichten gibt, haben dieses kleinen Insekten es geschafft in aller Munde zu sein.

Wespe

Nicht nur wir lieben Kuchen

In den größeren Lebensmittelgeschäften und beim Discounter befindet sich die angegliederte Backstube oder Konditorei fast immer gleich hinter der offenen Eingangstür. Hierfür zeigen sich Wespen dann besonders dankbar und umschwirren in großer Zahl die leckeren Obststückchen. Ich frage mich immer, wie es das Personal schafft ohne einen Stich an diese Teilchen zu kommen.

Der Wespensommer 2018

Das warme Frühjahr und die ausgefallenen kalten Tage zeigen Wirkung. Weder die „Eisheiligen„, die im Frühjahr für Abkühlung sorgen sollen, Ihre Zeit ist vom 11. bis 13.Mai, noch die „kalte Sophie“ am 15. Mai erledigten ihren Job. Selbst die sonst so zuverlässige „Schaftskälte“ hat uns in diesem Jahr im Stich gelassen.

Die Schaftskälte Im Juni hat ihren Namen von den geschorenen Schafen die stark gefährdet sind, wenn im Juni noch einmal ein Kälteeinbruch kommt. So waren die Wespen in diesem Jahr in der Lage sich ungehindert vermehren zu können. Das Ergebnis liegt jetzt vor. Durch die Hitze und die Trockenheit haben die Wespen die idealen Bedingungen vorgefunden

Dummerweise suchen sie offensichtlich regelrecht die Nähe der Menschen. Der Duft der Deos und anderer chemischer Erzeugnisse lockt sie ebenso an wie die Süssigkeiten die im Hochsommer gerne auf der Terrasse oder dem Balkon bereit stehen.

Ideal sind auch die Grill- und Picknickplätze an den Gewässern und in Parks. Eigentlich sollen die Wespen ja die Larven anderer Insekten verspeisen, aber in den Städten gibt da offensichtlich kein ausreichendes Angebot. So bleibt oft kein anderer Weg als das gemütliche Kaffeetrinken mit Kuchen auf „Balkonien“ in den Innenraum zu verlegen.

Wespe – wie können wir uns wehren ?

um es vorwegzunehmen, die meisten gut gemeinten Ratschläge nutzen nichts. Da heißt es einmal nicht hektisch nach ihnen schlagen, sondern lediglich langsam mit der Hand abwehren. Meistens gelingt das eh nicht weil man automatisch anders reagiert, wenn eine Wespe um die Nase oder die Augen herumschwirrt. Das Problem ist nur das dann oft auch die Wespe hektisch reagiert und sich das in Form eines Stiches auswirkt.

Auch das Töten eines Insekts bringt keine Abhilfe, das in beiden Fällen ein Alarmpheromon (Duft) ausgestossen wird, der den „Kameraden“ mitteilt, dass hier gerade ein Feind am Werke ist und ein Gegenangriff einzuleiten werden muss. Für den Menschen ist es dann angeraten frühzeitig den Rückzug anzutreten.

die „Deutsche Wespe“ und die „Gemeine Wespe“

Verständlich scheint da der Name unserer weitest verbreiteten heimischen Wespe zu sein – „Gemeine Wespe“. Ebenso verbreitet ist die ihr sehr ähnliche „Deutsche Wespe“.  Die Letztere war wohl der Anlass für die AfD sich mit einer kleinen Anfrage an den Landtag NRW zu wenden. Wieviele Verstöße es gegen die geschützten Tiere gegeben habe und wie hoch die Strafen waren.

Jedoch ist die Antwort dann der Ernüchterung gewichen. In den letzten fünf Jahren wurde lediglich nur in einem Fall ein „Vergehen“ gegen ein Nest der „Deutschen Wespe“ mit einem Verwarnungsgeld von 45 Euro geahndet. Die Wespe bleibt euch also erhalten und bei der vorhergesagten weiteren Erwärmung und Trockenheit wohl auch noch bis in den November hinein. Genug Zeit um sich durch einen Besuch zu revangieren.

Kurioses und Interessantes aus der Tierwelt

Kurioses  bei Hummel, Biene, Wespe

Bienenwölfe (eine Bienenart) bilden aus einer Mixtur von 45 Substanzen einen Antibiotikum Cocktail, der ihren Nachwuchs vor Schimmelpilzen mit symbiotischen Bakterien schützt.

Bevor eine Hummel sticht, wirft sie sich auf den Rücken und zeigt dem Angreifer ihren Stachel.

Für die Biene bedeutet der Stich den Tod, weil der Stachel stecken bleibt.

Eine angreifende Wespe stößt Pheromone, einen Duftstoff, aus der ihre Artgenossen ebenfalls aggressiv macht.

Baumziegen gibt es im Süden Marokkos. Sie klettern auf den Arganbaum um die Blätter zu fressen und an den Nüssen zu knabbern.

Während der Balz „laufen“ Rothalstaucher kurze Strecken über Wasser. Ihre Rufe klingen wie ein „Wiehern“, weshalb sie auch „Teichhengst“ genannt werden.

Die Feldlerche „steht“ mehrere Minuten während ihres Gesangs in der Luft.

Bartmeisenpaare werden  bereits wenige Wochen nach dem Flügge werden ein Paar und bleiben ein Leben lang zusammen.

Bei Gefahr wendet der Wendehals (daher der Name) seinen Hals mit vorgestrecktem Kopf hin- und her um so eine Schlange zu imitieren.

Der Wanderfalke erreicht im Sturzflug über 300 km/h

Vögel teilen ihren Artgenossen mit ,wenn ein Insekt nicht schmeckt. Sie lassen das Insekt fallen  und reiben danach ihren Schnabel durch hin und herbewegen am Boden oder einem Ast ab, so erkennen die anderen Vögel das dieses Insekt nicht schmeckt.

Mangroven und Grünreiher lassen gefangene Insekten an der Wasseroberfläche schwimmen um so Fische anzulocken.

Die älteste bekannte Blaumeise wurde nach der Beringung 11 Jahre und 7 Monate alt. Das Durchschnittsalter beträgt bei Blaumeisen 2,7 Jahre.

Der Spruch „sich freuen wie ein Schneekönig“ bezieht sich auf den Gesang des Zaunkönigs im Winter, wo er er trotz Schneefalls noch singt.

Drosseln nutzen Steine als Untergrund um Schneckengehäuse aufzubrechen. Man nennt es „Drosselschmiede“.

Wenn ein Rotkehlchen die Schwanzfedern auffächert, ist man ihm zu nahe gekommen. 

Der Name der Stockente rührt daher, das Stockenten teilweise in Bäumen ihre Nester bauen, Stock=Baum.

inklusive der Füße sind die Beine des Mauerseglers nur  10-12 mm  lang. Deshalb lautet der altgriechische Name für den Mauersegler „apus“  ohne Füße.

An heißen Tagen bekoten Weißstörche ihre Beine als Schutz vor der Hitze. Die Feuchtigkeit im Kot bewirkt durch Verdunsten den Entzug von Wärmeenergie aus dem Körper.

Wisdom – heißt „Weisheit“ und ist der Name einer Albatros Dame, die im Alter von mindestens 67 Jahren (entspricht einem Menschenalter von 100 Jahren) noch ein Ei gelegt hat und wohl der älteste Vogel der Welt ist. Wisdom wurde 1957 beringt. Albatrosse brüten frühestens ab einem Alter von fünf Jahren das erste Mal, in der Regel mit acht/neun Jahren.

Durch spreizen ihrer Rippen bildet die Schmuckbaumnatter „Tragflächen“ womit sie als einzige Schlange von Baum zu Baum fliegen kann.

Mit ausgefalteten Flügeln können Tintenfische in einem Bogen 30 Meter über das Wasser fliegen, dabei sind sie schneller als Usain Bolt.

Der Fliegenfisch erreicht bei 20 Meter/Sekunde eine Entfernung von 300 Metern

Der Segelfisch hält den Rekord beim „übers Wasser fliegen“, Er erreicht mit 30 Meter/Sekunde 110km/h.

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Hornisse

Hornisse – verkannt und nützlich

 Hornisse – Vespa crabro – sie gehört zu den echten Wespen aus der Familie der FaltenwespenWegen ihrer  Größe wurde sie lange Zeit gefürchtet und man sagte:  „sieben Stiche und der Mensch ist tot.“ Sie hat zwar einen längeren Stachel als die Biene oder die Wespe und dringt somit tiefer in die Hautschicht ein, aber sie gibt viel weniger Gift ab als zum Beispiel die Biene.

Das Gift der Hornisse

Hornisse

Das Gift der Biene ist 1,5 bis 15 mal wirksamer als das Gift von vespa crabo. Für alle gilt aber das sie einen Menschen kaum töten können.

Eine Biene muss  40 Stiche pro Kilogramm Körpergewicht aufbringen und die Hornisse gar 150 – 180 Stiche pro Kilogramm Körpergewicht um einen Menschen zu töten.  Außerdem ist die Hornisse, deren Arbeiter 20 mm Größe  und deren Königin bis zu 40 mm Größe  erreicht,  ein scheues Wesen.  

Sie meidet die  Nähe des Menschen. Lediglich wenn das Volk, das aus etwa 200 Tieren besteht, oder die Königin angegriffen werden, verteidigt sie diese. Ein Wespenvolk besteht aus bis zu 7000 Exemplaren.

Aussehen der Hornisse

Die europäische Insekt ist schwarz-gelbe mit einer V-förmigen Zeichnung auf der Brust. Im Gegensatz zum nordischen Insekt, der diese fehlt . Auch die rötliche Färbung im vorderen Körperbereich ist bei der nördlichen Hornisse weniger ausgeprägt.

Aus dem Süden Frankreichs ist die asiatische Hornisse eingewandert und tritt als Konkurrent zur europäischen  auf. Ob dadurch ökologische Veränderungen eintreten ist noch nicht bekannt. Sie gilt als Schädlings-Vernichter. Auch wenn sie zu neunzig Prozent Fliegen fängt, besteht ihre Nahrung  aus Raupen, Eichenwickler und Frostspanner.

Nestbau

Die Anfang Mai aus dem Winterschlaf erwachte Königin errichtet den Nistplatz der offen und frei hängt, an morschen Bäumen und vermehrt auch an Dachböden oder Nistkästen.

An einer Art Stiel werden sechseckige Waben angebracht in die die Eiablage erfolgt.  Freunde der Tiere berichten von Hornissennestern auf Balkonen. Sie konnten ohne weiteres mit ihnen leben, da diese nicht aggressiv sind und auch nicht auf Kuchen oder süße Getränke reagieren. 

Wird die Nähe einmal unangenehm, reicht schon der Geruch eines heißen Kaffees oder einer Zitrone um sie auf Abstand zu halten. 

Was tun?

In der Nähe eines Hornissennestes sollte man sich langsam bewegen um keine Abwehrreaktion auszulösen. Dann kann man sich auch nahe an das Nest herantrauen. 

Bei einem Stich hilft ein zerkautes Spitzwegerichblatt das man mit Hilfe eines Verbandes oder Pflasters auf den Stich aufbringt. Keine Schwellung – kein Schmerz.

Man kann auch eine Tinktur aus 96% igem Alkohol und eingeschnipseltem Spitzwegerich erstellen. Die Mischung 2-3 Wochen warm stehen lassen, abseien und abfüllen. Fertig ist die Tinktur gegen Stiche.