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prunella modularis Heckenbraunelle


prunella modularis – oder auch verständlicher Heckenbraunelle, ist der Name meines kleinen und unscheinbaren neuen Freundes. Als ich das Vögelchen erstmals bemerkte, dachte ich zunächst der Spatz wäre zurückgekehrt. Dieser ist nämlich in meiner näheren Umgebung leider nicht mehr zu finden.

Die glatt verputzten Häuser mit neuer Wärmedämmung lassen dem Sperling keine Nistmöglichkeiten. Außerdem wurden lange Zeit die Hecken und Büsche schön in Formen geschnitten. Mal sah ein Busch aus wie ein Hase und manchmal, ironischer Weise, wie ein Vogel. Da hat der Spatz dann lieber seine sieben Sachen gepackt und ist abgezogen.

Aber nun habe ich ja seinen Nachfolger entdeckt. Obwohl die Heckenbraunelle ziemlich zahlreich vorkommt, ist sie doch schwer zu entdecken, wenn sie im Unterholz und im Gesträuch nach Fressbarem sucht. Außerdem ist sie auch recht Stimmfaul. Eigentlich hört man sie nur nach der Geburt der Jungvögel häufig singen.

prunella modularis – der faule Sänger

Ansonsten sitzt sie schon einmal auf der Spitze eines kleineren Baumes oder Busches und trällert monoton vor sich hin. Ihr Gesang erinnert etwas an Seegang. Klaus Phillipp, der in seinem Buch „Vogelstimmen“ den Gesang nach Volksmund-Reimen wiedergibt, beschreibt ihn so: schnell und schwatzend gesprochen „Meine Stimme klingt ja so silberhell, silberhell“.

Ich habe mir zunächst die Stimme einmal Original im Internet zu Gemüte geführt und mich dann an den Spruch gehalten. Es funktioniert perfekt und prägt sich so hervorragend ein.

Wer so seine Stimme ertönen läßt, hat natürlich auch kein Problem mit der Familiengründung. Allerdings bietet die Heckenbraunelle, die etwas kleiner als der oben erwähnte Spatz ist, auch hier eine Besonderheit. Sowohl Männchen und Weibchen haben ihre eigenen Reviere.

Das Weibchen verteidigt ihr Revier gegen die weibliche Konkurrenz heftig. Da sich die Reviere an mehreren Stellen mit denen der Männchen überschneiden können, legt sie sich nicht unbedingt auf den EINEN männlichen Partner fest. So kommt es vor, dass in einem Gelege die daraus schlüpfenden Jungen unterschiedliche Väter haben können.

Die Nester der Braunellen befinden sich gut versteckt in Bodennähe von Büschen, Sträuchern oder niedrigen Bäumen. Beliebt sind junge Fichtenbaumbestände. Hier halten sich dann auch schon einmal mehrere Paare auf.

prunella modularis
prunella modularis
prunella modularis

An unserer Futterstelle im Garten hält die Heckenbraunelle sich gerne am Boden auf und erwartet die Reste, die die Meisen und Amseln aus dem Futterhaus auf den Boden fallen lassen. Wenn sie etwas „erobern“ konnte verschwindet sie damit schnell unter einem der nahen Büsche.

Ansonsten besteht der Speiseplan unserer prudella modularis allerdings aus Insekten, Käfern und Spinnen, also alles was so “ kreucht und fleucht.“

Ich bin froh, dass ich diesen unscheinbaren Vogel kennenlernen durfte und seine Scheu ist auch in der Saarner Aue in Mülheim stark gesunken. Spaziergänger legen dort auf den Brückengeländern reichlich Futter ab. Da kommt es sogar vor, dass unsere kleine Braunelle kurz auf das Geländer fliegt und sich seinen Anteil erobert. Aber wirklich nur ganz kurz, um sofort wieder im Unterholz zu verschwinden.

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Nistkasten – Zeit zum Saubermachen –

Nistkasten – im Garten ist er ideal zum Beobachten unserer Vögel. Das Familienleben einer Vogelfamilie, vom Nestbau bis zum Ausflug der Jungvögel live mitzuerleben begeistert immer wieder alle Naturliebhaber.

Aber es ist ja nicht nur die Freude am Beobachten. Mit einem Nistkasten leistet man auch einen Beitrag zum Erhalt der Arten. Die Nistmöglichkeiten für Vögel, die sonst in Mauerritzern oder Löchern von Gebäuden oder unter den Dachziegeln ihre Nester bauen, werden durch die moderne Architektur mit Flachdächern usw. immer geringer.

Nistkasten
Nistkasten

Es gibt also gute Gründe mit einem Kasten zu helfen. Wer es sich nun überlegt hat und einen Kasten in seinem Garten oder Vorgarten anbringen möchte, sollte ein paar Dinge wissen. Der Nistkasten soll in einer Höhe von etwa zwei bis drei Metern so angebracht werden, dass eine Katze oder ein Marder nicht gut an das Gelege kommen kann.  Außerdem ist zu bedenken, dass das Einflugloch nicht der Wetterseite ausgesetzt ist. Die Aufhängung in  Süd/Ost – Richtung verhindert den direkten  Einfluß von Regen und Sturm und  unmittelbarer Sonneneinstrahlung.  Zu beachten ist auch das es entweder gerade hängt, oder mit einer leichten Neigung nach vorne, damit kein Regenwasser eindringen kann.

Empfehlenswert ist es einen Nistkasten bereits zum Herbst aufzuhängen, um Vögeln und Insekten eine Möglichkeit zum Überwintern zu geben.

Nistkasten reinigen

Wer bereits einen Nistkasten stehen hat, sollte Ende September mit der Reinigung beginnen. Es genügt völlig mit einer Bürste für die Grundreinigung zu sorgen. Empfehlenswert ist das Tragen eines Einmalhandschuhs, da Flöhe oder Milben im Inneren sein können. Wer bereits früher mit der Reinigung beginnt dem wäre zu raten vor dem Öffnen kurz zu klopfen, ob sich kein Wespennest im Inneren angesiedelt hat.

Es ist natürlich nicht garantiert, dass gleich im ersten Frühjahr eine Familie einzieht. Oft beobachtet man das Meisen sich das „Häuschen“ ansehen, aber es sich dann doch noch einmal überlegen. Es klappt dann aber fast immer in der 2. Saison.

Watt – und Vogeljagd

Watt –  der Gezeitenrhytmus verändert die Grenzen von Meer und Küste ständig. Während bei Ebbe ein breites Stück Land wieder begehbar wird, ist das Gebiet zur Zeit der Flut ein Meeresboden. Der Raum der Gezeiten ist eine Welt im Wechsel von Land und Meer.

Die Region zwischen der Hochwasserlinie und der Niedrigwasserlinie bildet das Watt. Dieses besteht an unserer Küste aus einer Ablagerung von Sand und Schlick, dem Weichbodenwatt.

Vom  Flachwasserbereich bis zur offenen Nordsee, das ist die Grenze des Wassers mit einer 10-Meter Tiefenlinie, bezeichnet man als Wattenmeer.  Unterhalb der 10-Meter Tiefenlinie ist die Wellenaktion des Meeres kaum noch bemerkbar.

Das Wattenmeer belegt eine Fläche von etwa 7.500 km² – Das Watt belegt etwa 3.500 km² . 

Watt

Die Vogelwelt im Watt 

Das Watt bietet Wat-  und Wasservögeln einen enorm wichtigen Lebensraum. Besonders Gänse, Enten, Möwen und Seeschwalben sind hier vertreten. Natürlich auch die Limikolen wie Stelzenläufer, Strandläufer, Regenpfeifer und  der Austernfischer,  finden hier ideale Bedingungen.

Die Landschaft Wattenmeer bietet den Vögeln diverse Biotope als Brutgebiet, Rastgebiet oder Überwinterungsgebiet.

Vogeljagd im Nationalpark Wattenmeer

Das Land Niedersachsen ist mit der Eintragung des Wattenmeeres in die Liste des Welterbes im Jahr 2009 die Verpflichtung eingegangen sich für den Schutz der Zugvögel einzusetzen. Mehr als 10 Millionen Vögel halten sich zur Zeit der Zugvogelrast im Wattenmeer auf.

Dennoch gibt es bis heute die 10 – Tage Jagd im Nationalpark. Diese erlaubt das Schießen und Jagen an 10 Tagen im Jahr.  Vom Bundesland Niedersachsen und Schleswig Holstein wurden und werden Jagdparzellen verpachtet, zu denen hunderte Jäger und Falkner auftauchen um tausende Vögel zu töten.

Früher gab es die Jagd auf Vögel weil sie gegessen wurden, oder in Vogelkojen gefangen und auf Märkten verkauft wurden. Heute ist es die reine Lust an der Jagd. Eigentlich sollten sich Jäger den Nationalparkzielen verpflichtet fühlen und sich für den Schutz der dort Lebenden Tiere einsetzen.

Die Reviere im Watt

Begründet wird die Jagd damit, das die Jagdreviere nicht unmittelbar zum Nationalpark Wattenmeer gehören würden. Die Reviere liegen an den ostfriesischen Inseln und den Halligen,  die ja wohl mitten im Nationalpark liegen. Außerdem an den Deichen der Küstenregionen. Bereits 2016 forderte der BUND und andere Naturschutzverbände die auf neun Jahre laufenden Verträge nicht zu verlängern um das sinnlose und VERBOTENE Abschlachten der Wat- und Wasservögel zu stoppen.

Seltsame Pachtverlängerung…

Offensichtlich ist der Naturschutz im Wattenmeer bei der Politik und bei den Wirtschaftsverbänden nicht hoch im Kurs und Verpflichtungen und Vorschriften aus dem UNESCO Welterbe spielen nur eine untergeordnete Rolle. Wie sonst ist es zu Verstehen, dass das niedersächsische Agrarministerium jetzt im Alleingang die Jagd-Pachtverträge um weitere neun Jahre verlängerte. Das noch dazu ohne Absprache mit dem Umweltministerium. 

Man kann nur hoffen, dass dieser Schritt noch reguliert werden kann, um tausende schützenswerter Vögel zu retten. Mit einem  Einsehen der Jagenden kann wohl eher nicht gerechnet werden.

Bestimmungshilfe

Bestimmungshilfe – wenn ich Dir  bei der Vogelbestimmung behilflich sein kann, sende mir einfach ein Bild zu und ich versuche mein Bestes um zu klären mit wem wir es zu tun haben. Ansonsten hilft eventuell die Seite Beschreibung der Vogelarten weiter

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Bestimmungshilfe

Vogelfutter auch im Sommer

Vogelfutter auch im Sommer?

Vogelfutter in das Futterhaus obwohl es draußen warm ist und grün? Diese Frage wurde bereits häufig gestellt und es gab immer ein Pro und ein Kontra zum Thema. Professor Berthold, der führende Ornithologe hat sich immer für die Fütterung im Sommer eingesetzt. Die Begründung lag in dem gesunkenen natürlichen Angebot durch die konventionelle Landwirtschaft und dem Sterben der Insekten.

Vogelfutter

Vogeltränke

was geschieht an meinem Futterhaus ?

Ich habe durchgehend gefüttert und konnte mich schon im Frühjahr über die gute Annahme der Vögel freuen. 14 Arten habe ich am Futterhaus registriert. Nach meinen Informationen sollte man jetzt im Sommer allerdings anders füttern als im Frühjahr. So machte ich mich auch noch einmal in einem Fachgeschäft kundig. Kraft- und Aufbaufutter war die Empfehlung. Gedacht war, dass  die Jungvögel jetzt selbst auf der Suche nach Fressbarem sind und die jungen wie die alten Vögel bereits Kräfte für den Flug in die Winterquartiere sammeln. Zudem ist seit einiger Zeit extreme Hitze und entsprechende Trockenheit zu verzeichnen. Der Boden ist ausgetrocknet und hart. Regenwürmer sind da für unserer Vögel keine zu finden.

reger Betrieb – alle wollen ans Vogelfutter

Ich bin wirklich überrascht wie intensiv das Futter angenommen wird. Alle zwei,  maximal drei Tage ist  Auffüllen angesagt.  Auch wenn am Tage weniger Vögel zu sehen sind, in den Morgen – und Abendstunden stehen sie quasi „Schlange“ . Selbst die Meisen sind jetzt wieder anwesend, die längere Zeit nicht mehr zu sehen waren.

Es ist also offensichtlich, dass auch im Sommer das Angebot angenommen wird. Hinzu kommt die Vogeltränke, die täglich mit frischem Wasser gefüllt wird. Dort sehe ich auch ständig Wespen und Schwebfliegen die ihren Durst stillen.

Mäuse

Da ich heute sehr früh wach war, unser Enkelkind schlief bei uns, bemerkte ich die kleine Waldmaus die vom Rosenstock auf das Futterhaus sprang. Sie machte sich genüsslich über das Futtern her. Nun muss ich sehen das ich das Futterhaus absichere. Ich werde es vom Rosenbusch entfernter aufstellen und einen Blechschutz am Stamm anbringen, damit die Maus nicht daran emporklettern kann. Sollte noch jemand einen Tipp für andere „Kampfmassnahmen“ kennen, wäre ich dankbar für einen Kommentar. Töten kommt allerdings nicht infrage.

archaeopteryx

unsere kleinen Dinosaurier

Vögel und Dinosaurier

Dinosaurier gab es vor langer Zeit und ebenso lange wurde über die Abstammung der Vögel in der Wissenschaft gezweifelt. Dennoch ist es heute  erwiesen, dass unsere gefiederten Freunde von den  Dinosauriern abstammen.

Es waren Saurier aus der Gruppe der Theropoden, das waren zweibeinige, rennende und fleischfressende Dinosaurier, sogenannte Echsenbeckendinosaurier. 

Über einen Zeitraum von 50 Millionen Jahren erfolgte die Evolution zum Vogel.  Funde weisen darauf hin, dass der Urvogel vor etwa 150 Millionen Jahren in Erscheinung trat. Zunächst bildeten sich aus den Theoropoden immer kleiner werdende Arten mit Krallen, Schwanz und Federn.

Fossiler Fund in China – Archaeopteryx

Zhenyuanlong  ist der Name eines Fossils das in China gefunden wurde. Der Saurier hatte kurze Arme, breite Flügel und der Körper war  mit Federn bedeckt. 

Seine Größe war zwei Meter und sein Gewicht betrug 10 Kilogramm. Allerdings galt er aufgrund seiner Größe als nicht flugfähig. Sein Alter wurde auf einen Zeitraum vor 125 Millionen Jahren festgelegt.

Der wichtigste Fund wurde in Bayern im Jahr 1861 das Skelett des Urvogels „Archaeopteryx“.Seine Lebenszeit war  vor 150 Millionen Jahren.

Dinosaurier

Archaeopteryx – so etwa sah er aus

Sinosauopteryx

Endgültige Klarheit über die Abstammung der Vögel brachten dann Funde in der Provinz Liaoning in China. Dort fanden Bauern mehrere Fossile wie den Sinosauopteryx, der vor 125 Millionen Jahren lebte. 

Seine Größe wurde mit 1,25 Metern angegeben und sein Gewicht mit 2,5 Kilo. Er lief auf zwei Beinen aufrecht und hatte scharfe Zähne. Kleine Tiere und Insekten waren seine Beute.

Man fand Fossilien mit Fußabdrücken, Federn und Mageninhalt, sogar mit noch nicht abgelegten Eiern und inneren Organen. Somit war die  Nähe der Vögel zu fleischfressenden Dinosauriern als gegeben anzusehen.

 

 
 

 

 

Stieglitz

Der Stieglitz – farbenprächtig – schön

Der Stieglitz – Carduelis carduelis – ist auch als Distelfink bekannt. Den Namen „Stieglitz“ erhielt der schöne Singvogel wegen des prägnanten „stiglitt“ und „dudidelit“ Rufes zu Beginn seines Gesangs. Dem  folgt ein Trillern und Schnurren in schneller Folge. Ich habe mich sehr gefreut heute ein Pärchen im Garten beobachten zu können. Offensichtlich haben sie in einer benachbarten Esche ein Nest.

Immer wieder fliegen beide Vögel gemeinsam in den Garten um Samen zu picken und gleich wieder zurück zur Esche zu eilen. Bei meinen Erkundungen über den Stieglitz las ich das er nur in den Wintermonaten ans Futterhaus kommt. Dem ist allerdings nicht so. Soeben saß das Männchen am Boden und wartete bis die Kohlmeise sich entfernte, die gerade im Futterhaus war, um dann kurz Nahrung zu fassen.

Aussehen des Stieglitz

Männchen und Weibchen dieser farbenprächtigen Finken sind nur schwer zu unterscheiden. Beim männlichen Stieglitz reicht die rote Gesichtsmaske bis zum hinteren Augenrand und darüber hinaus. Wogegen sie beim  weiblichen Vogel  nicht bis an den Augenrand geht.

Wie bei allen Körnerfressern ist der Schnabel keilförmig, allerdings beim Kiebitz spitz, wodurch er gut an den Samen der Distel kommt. Hierher rührt auch der Zweitname „Distelfink“.

Stieglitze brüten in kleinen Gruppen von etwa zehn Paaren und schlafen auch in kleinen Gruppen. Bei unserem Paar kann ich allerdings keine weiteren Tiere entdecken.

Vogel des Jahres

2016 wurde der Stieglitz zum Vogel des Jahres gewählt. Wegen seiner Farbenpracht wollte man so auf  die Verbindung zu einer farbenfrohen Landschaft mit Gräsern und Blumen verweisen.

Der Bestand des Stieglitz ist seit einigen Jahren rückläufig, was wohl auch im Zusammenhang mit der veränderten Landschaft steht.

Der Deutsche Verband der Avifaunisten ermittelte bis 2013 einen Bestandsrückgang um 48 Prozent, das bedeutet das es noch zwischen 305.000 und 520.000 Brutpaare gibt.

Wohngebiete

Der Stieglitz lebt sowohl in der Stadt- als auch in der Agrarlandschaft. Die Brutgebiete erstrecken sich vom Atlantik bis in die Mongolei und Westchina und vom südlichen Skandinavien bis Vorderasien.

Unsere Stieglitze zählen zu den Standvögeln und den Kurzziehern. Seine Überwinterungsgebiete sind Westeuropa un Südeuropa. Allerdings zieht es ihn im Winter überwiegend von NRW nach Italien.

Paarung

Bei der Nahrungsaufnahme zeigt er sich sehr geschickt. Er hängt mit dem Rücken senkrecht, nach Art der Meisen, um an den Samen zu kommen, aber er kann es ebenso von der Seite.

Die Paare finden sich bereits auf dem Winterflug und bleiben eine Brutsaison, die aus zwei Bruten besteht, monogam. Nach der Balz ist das Männchen für die Nestsuche zuständig. Danach übernimmt dann das Weibchen die Dominanz, das auch alleine fürs Brüten zuständig ist.

Ich bin gespannt ob ich unser Pärchen noch über einen längeren Zeitraum beobachten kann.

Stieglitz
Stieglitz
Saatkrähe

Rabenvögel

Rabenvögel leben  gerne in größeren Kolonien nahe menschlicher Ansiedlungen.

Saatkrähe

Man findet sie von den skandinavischen Nadelwäldern bis zum Iran und von der iberischen Halbinsel bis China. Die nördlichen Vorkommen verlassen im Winter ihre Region und ziehen nach Mitteleuropa.

Saatkrähen bevorzugen flache Gebiete, oberhalb con sechshundert Metern kommen sie nicht vor. Daher sind sie auch in den alpinen Zonen nicht zu finden.

Nestbau der Rabenvögel

Etwas größer als eine Taube, baut sie  Reisignester in Baumkronen. Ältere Saatkrähen fallen durch den grauen Schnabelansatz auf, dieser entsteht durch das Stechen in den Erdboden auf der Suche nach Kleintieren oder Pflanzensamen, wobei  die  Gesichtsfedern an der Schnabelwurzel abgenutzt werden.

 

Rabenvoegel

Saatkrähe

 

Rabenvögel

Saatkrähe

Die Rabenkrähe –

ist etwa gleich groß wie die Saatkrähe und beider Arten werden oft verwechselt. der Kopf und die Stirn sind bei der Rabenkrähe abgerundeter und sie hat einen längeren Hals.

Der Schnabel ist kräftiger und dunkel.  Die Rabenkrähe ist ein Allesfresser und profitiert in den Städten vom Aas der Straßen.  Oft sieht man sie im Müll wühlen. Ihre Nester baut sie an Masten und Bäumen, meidet aber den Wald. 

Vorkommen der Rabenvögel

Ihr Vorkommen reicht von der iberischen Halbinsel bis Mecklenburg. Weiter zum Osten hin findet man dann den Verwandten, die Nebelkrähe, bei der Rücken und Bauch, im Gegensatz zur schwarzen Rabenkrähe, hellgrau sind. Die Rabenkrähe bewacht ihr Revier das ganze Jahr über.

Rabenvoegel

Rabenkrähe

Rabenvögel
Die Dohle –

Die Dohle sucht ihre Nahrung auf Rasenflächen in Parks und den Städten, sowie in den Wäldern. In den Städten brütet sie in Mauernischen. Im Wald besetzt sie die Nisthöhlen des Schwarzspechtes. Sie hält sich gerne in Schwärmen der Saatkrähe auf und dreht mit ihnen ihre Kreise.

Die Dohle ist dunkelgrau – fast schwarz – gefärbt mit einem hellgrauen Hals und Nacken. Sie kann sehr zutraulich werden und nimmt als Brutplatz auch größere Nistkästen an. 

soziale Ordnung

Innerhalb der Dohlen Kolonie herrscht eine soziale Ordnung mit bestimmten Rangfolgen und sie kommunizieren ständig miteinander. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom nördlichen Europa bis Marokko und von der iberischen Halbinsel bis West China.

Der Bestand der Dohle ist stabil, auch wenn sie in den Höhenlagen der Mittelgebirge und in der Alpenregion nicht vorkommt.

Rabenvoegel

Dohle

Rabenvögel

Dohle

 

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Hausrotschwanz

Hausrotschwanz – Gartenrotschwanz

Hausrotschwanz und Gartenrotschwanz sind nahe Verwandte.

Hausrotschwanz – phoenicurus ochruros – ist in Europa einheitlich  grauschwarz, während er weiter in den nahen Osten und bis China immer mehr dem Gartenrotschwanz ähnelt. Je weiter im Osten desto  rostroter der Bauch.

Die Heimat beider Arten liegt in Mittelasien, woher wohl auch die Ähnlichkeiten der beiden Rotschwänze kommt. Es gibt in Europa sogar Mischungen aus beiden Arten.

Überwinterungsgebiete des Hausrotschwanz

Die Überwinterungsgebiete liegen zwischen Spaniens Mittelmeerküste Über Kleinasien , Nordafrika, Griechenland und nördlich der Sahara. Der Hausrotschwanz war ursprünglich ein Gebirgsvogel und ist erst vor 450 Jahren in tiefere Gebiete gekommen. Hier ersetzen die Häuser dann die Felsen .

Kein Singvogel außer ihm brütet bis in die Höhenlagen der alpinen Schneefelder. Auch wenn die Art im Bestand zugenommen hat, wird es durch die moderne Hausbauweise immer schwieriger den geeigneten Brutplatz zu finden. Da er zweimal brütet, ist die Brutzeit von April bis September.

Es werden bis zu sechs Eier gelegt und die Jungen sind  nachdem sie das Nest verlassen haben, bereits nach knapp einer Woche selbständig. 

Hausrotschwanz

Hausrotschwanz

Hausrotschwanz

Hausrotschwanz – weiblich

Gartenrotschwanz

Der Gartenrotschwanz – phoenicurus phoenicurus – brütet bis in den hohen Norden und im Osten bis Sibirien. Nach Westen ist die iberische Halbinsel die Abgrenzung  dann folgt Anatolien, Griechenland und Asien. Während er in Europa den Nadelwald bevorzugt ist der asiatische Gartenrotschwanz ein Gebirgsvogel.

Überwinterungsgebiet des Gartenrotschwanz

Überwinterungsgebiete sind die östliche Sahara, sowie Zentral- und Westafrika. Seine Nester legt er in Baumhöhlen alter Bäume an. Leider ist der Bestand der Gartenrotschwänze rückläufig.

Zum Teil liegt das wohl an den Umständen in den Überwinterungsgebieten mit langen Trockenzeiten, aber auch  die Nutzlandschaften in Mitteleuropa zählen zu den Verursachern.

Das Männchen lebt meist mit zwei Weibchen zusammen. Er sucht die Höhlen aus und diese werden vom Weibchen inspiziert und evtl. für gut befunden. 

Brutplatz

Da sie ihrem Brutplatz treu sind, kann es vorkommen das im nächsten Jahr nach der Rückkehr die gleichen Paare wieder zusammen sind. Oft wechselt er aber schon bei der zweiten Jahresbrut den Partner.

Während der Brutzeit füttert das Männchen das Weibchen. Nach der Brut werden die Jungvögel, die bereits nach dem Verlassen des Nestes fliegen können, von beiden Partnern gefüttert.

Gartenrotschwanz

Gartenrotschwanz

 

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Die Vogeluhr

Die Vogeluhr

Vogeluhr – Der Helligkeitsgrad bestimmt den Beginn des Gesangs unserer Singvögel.

Die Zeiten sind so genau, dass man sich im Frühjahr zu einer bestimmten Zeit von einem bestimmten Vogel wecken lassen könnte.

Hierbei muß lediglich beachtet werden, dass die angegebenen Zeiten dem Sonnenaufgang angepasst werden müssen.

Zunächst singt immer  das Männchen – der Lockruf, gefolgt vom Revierabgrenzungsgesang.

Vogeluhr

die Vogeluhr funktioniert nicht das ganze Jahr  – die stumme Zeit

ist die Zeit nachdem die Jungen flügge wurden und das Nest verlassen haben. Es gibt dann keinen Anlaß mehr das Nest zu verteidigen oder auf Brautschau zu gehen.