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Stunde der Gartenvögel

Zur Stunde der Gartenvögel hatte der NABU am 05. Januar 2018 aufgerufen. Selbstverständlich nahm ich mir die eine Stunde und beobachtet die Umgebung unseres kleinen Gartens, der sich im Essener Vorort Bredeney befindet. Bereits an den Tagen zuvor fragte ich mich ob es an der verhältnismäßig warmen Witterung liegt, dass nur wenige Vögel die Futterstelle nutzten, oder war es das trübe , regnerische Wetter der letzten zwei Wochen? Wie an jedem Tag erschien als erstes „unser“ Rotkehlchen“, der kleine Dicke und das Dünne.

Rotkehlchen
Rotkehlchen

Auch das Amselmännchen, streitet sich meist mit einem Kollegen um das beste Futter, sowie Frau Amsel ließen sich bald blicken. Außerdem erschien ein Eichhörnchen und kletterte flugs ins Futterhaus.

Eichhörnchen
Eichhörnchen im Futterhaus

Nachdem es verschwunden war, verging eine kurze Zeit und zwei Kohlmeisen machten es sich gemütlich. Weinig später erschien dann auch noch die Blaumeise, während auf dem Dach gegenüber eine Elster Ausschau hielt. Auf dem benachbarten Baum gurrte eine Ringeltaube und auf dem Kamin, zwei Häuser weiter saß eine Krähe. Die Stunde neigte sich dem Ende zu und leider hatten sich die Haubenmeise und der Zaunkönig nicht blicken lassen, die zählen ansonsten eigentlich zu den „Stammkunden“. Zu meiner Freude erschien aber noch das Kleiberpärchen und pickte sich rasch einige Körner aus der Futterstelle.

Kleiber
Kohlmeise

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Taubenschwänzchen im „Pott“

– Taubenschwänzchen

–  der besondere Schmetterling

Es war einer dieser lauschigen, sonnigen Nachmittage im Juni 2017, mitten im „Pott“, wie wir unser Ruhrgebiet ja gerne nennen, meine Frau und ich ließen den Tag genießerisch auf dem Balkon sitzend, ein Gläschen Weißwein in der Hand ausklingen, als wir auf einer üppig blühenden Balkonpflanze eine Tier entdeckten welches uns sehr seltsam vorkam. Im ersten Augenblick dachte ich spontan an einen Kolibri, was natürlich in unseren Längen- und Breitengraden völlig unsinnig war. Aber es stand schwirrend in der Luft und saugte mit einem langen „Rüssel“ den Saft aus den Blüten. Es war gut das meine Kamera neben mir auf dem Balkontisch lag und so gelang es mir einige Aufnahmen zu erhaschen und kam dadurch in die Lage im Internet nachzuforschen um was es sich handelt. Ein Insekt, eine neue Hummelart?. Schnell konnte ich eruieren das es sich um ein „Taubenschwänzchen“ handelte. Hierbei dreht es sich um einen Schmetterling aus  südlichen Gefilden, der seinen Namen dem Schwanz verdankt, der an einem Taubenschwanz erinnert. Außerordentlich ist auch das Schwirren an der Blüte, wobei er quasi in der Luft steht und sich der Blüte bedient. Es kamen noch einige weitere Tage an denen ich in den Genuß kam dieses wunderbare Tier auf unserem Balkon beobachten zu können. Möglich wurde dieses erst durch die warmen Winter der vergangenen Jahre, in denen es der Schmetterling vom Süden über die Alpen schaffte und heute in Süddeutschland schon häufiger vorkommt. Nun verbreitet er sich offensichtlich auch weiter gen Norden, da er ja bereits im „Ruhrgebiet“ angekommen zu sein scheint.

Taubenschwanz
Taubenschwanz

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