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Oekosystem Meer

Wie gesund das Oekosystem Meer ist, lässt sich leicht anhand der im System lebenden Seevögel beobachten. Deren Entwicklung  gilt hierbei als maßgebend.

In den letzten 60 Jahren ist ein dramatischer Rückgang der Gesamtpopulation zu verzeichnen.

Michelle Paleczny, Studentin und Forscherin des UBC – Masters sammelte Informationen zu mehr als 500 Seevogelbeständen weltweit.

Sie stellte fest, dass die Population um 69,6 Prozent zurückgegangen ist. Das entspricht 230 Millionen Vögel.  Diese Entwicklung zeigt eindeutig, das mit dem Ökosystem Meer etwas nicht stimmt.

Das  kranke Oekosystem

Oekosystem

Die Überfischung der Meere raubt den Vögeln die Nahrungsgrundlage. Hinzu kommen Ölverschmutzung, Plastik und Fangnetze in denen sich die Seevögel verheddern und ertrinken. Weitere Faktoren sind die Veränderung des Lebensraumes und die Folgen des Klimawandels.

Vor allem der Albatros verfängt sich häufig in Fangnetzen und stirbt. Seevögel sind aber durch den abgebenden Dung wichtiger Bestandteil der Küstenregionen. Sie bringen mit ihren Ausscheidungen Nährstoffe in die Regionen.

Die Studie von Paleczny und weiteren Forschern der University of Technology in Sydney, Australien, ist die erste ihrer Art und wurde im PLOS ONE publiziert.

Durch die industrielle Fischerei verhungern Pinguine, da ihr Beuteschema dem der Fischer entspricht. Forscher des französischen National Zentrums für wissenschaftliche Forschung in Montpellier und der Sea Around US Initiative der Univerity of British Columbia haben herausgefunden das der jährliche Konsum von Seevögeln von 70 auf 57 Millionen Tonnen zurück ging. In der gleichen Zeit erhöhte sich die Fangquote von 59 Millionen Tonnen auf 65 Millionen Tonnen jährlich,

Das verminderte Nahrungsangebot ist Ursache für den Verlust eines Viertels der Pinguine und der Hälfte der Seeschwalben und Fregattenvögel.

Die Forscher beobachteten etwa 60 Prozent der weltweiten Seevögelpopulationen. Am stärksten gefährdet sind die Arten die vom Arktischen Krill, vom Tintenfisch und von Heringen und Sardinen leben.

Das Oekosystem Meer ist chronisch Krank und es wird Zeit gegenzusteuern.

Stadthafen

Vogel vs. Oelpumpen

Vogel kontra Oelpumpen. Wie verhalten sich Vögel die in der Nähe von industriellen Anlagen leben?  Wissenschaftler haben eine besondere Entwicklung bei der Grasammer beobachtet. diese  lebt und brütet in der Nähe von Ölpumpen in Alberta / Kanada.

Durch die extreme Lautstärke der Pumpen, konnten die kleinen Vögel sich gegenüber ihren Angebeteten kein Gehör verschaffen.  Er wurde einfach nicht gehört. Es blieb ihm also nichts anderes übrig als seine Stimmer zu verändern.

Die Ammer passt ihre Stimme an – 
Vogel gegen Oelpumpen

Man beobachtete das er seine Melodie in differenzierten Stufen in der Tonhöhe variiert. Lautet sein Ruf : “ Hallo, hallo, du süßes Weibchen. H allo, ich bin der Sven, der Grasammer.  Ich  bin sexy,sexy,“ wird  sein Gesang im ersten Teil von den Ölpumpen überlappt. Hier veränderte er dann die Tonhöhe nach unten und  je nach Lautstärken Änderung der Pumpen verändert er auch die Tonhöhe. So wird er vom Weibchen verstanden. Diese Technik hat er über Jahre perfektioniert.