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Jagd – Jäger wollen mehr

Jagd – gar lustig ist die Jägerei… scheint gut in die Politik der Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner zu passen. Jedenfalls scheinen das Jagd- und Bauernverbände so zu sehen, da sie immer neue Forderung zur Bejagung der heimischen Tiere auf den Tisch bringen.

War es zunächst die Forderung den Schutzstatus des Wolfes aufzuweichen, um nicht nur einen einzelnen Wolf, sondern womöglich gleich ein ganzes Rudel schießen zu können, geht es jetzt dem um den Waschbären.

Jagd auf die Jungwaschbären

Jagd

Nach dem Willen der hessischen Koalitionäre soll es nun dem Jungwaschbären an den noch nicht fertig ausgebildeten Kragen gehen. Ausgerechnet die „Grünen“, gehen von ihrem ursprünglichen Standpunkt ab. Vor drei Jahren wollten sie noch die Schonzeiten, mit dem Blick auf andere Tiere, weiterentwickeln.

Heute opfern sie diesen Standpunkt um die Kompromissbereitschaft in der Koalition zu bekunden und stimmen der Aufhebung der Schonzeit für Jungwaschbären zu.

2017/2018 wurden in Hessen 28.000 Waschbären erlegt, Bundesweit 130.000

Das geht dem Jagdverband allerdings noch nicht weit genug. Dieser möchte auch für den Fuchs die Schonzeit aufheben lassen. Noch 2015 rühmten sich die „Grünen“ damit, erstmals in der Jagdverordnung eine Schonzeit für Fuchs und Waschbär während der Aufzuchtzeit der Jungen durchgesetzt zu haben.

Bundesland Hessen – Vorreiterrolle?

Das Bundesland Hessen scheint auch eine Vorreiterrolle im Bezug auf die Bejagung von anderen Tieren zu haben. So gibt es im Bundesland den erlaubten „Haustierabschuß“. Dieser erlaubt das Töten oder die Entnahme, Aneignung von Haustieren im befriedeten Bereich der vom Vermieter, Besitzer oder Pächter genutzt wird.

Geduldet wird sogar Jagdhunde an gezüchteten, lebenden Fasanen, Rebhühnern oder Füchsen ausbilden und prüfen zu lassen. Ein klarer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Es ist verboten “ … ein Tier an einem lebenden Tier auf Schärfe abzurichten und zu prüfen…“

Was gilt da noch das Grundgesetz: “ Artikel 20a GG ….der Staat schützt … die Umwelt und Tiere….“

Zurück zum Waschbär. Forschungsergebnisse zeigen das der Waschbär keine Gefahr für das ökologische System darstellt. Seine Nahrung besteht aus Regenwürmern, Insekten und Obst. Wenn er dem Menschen zu nahe kommt, liegt das in der Regel an diesem selbst, weil er das niedliche Tier ja so gerne füttern möchte und ärgert sich dann, wenn er ihn nicht mehr loswird. Ordnungsgemäße Abfallentsorgung wäre da auch noch ein Tema.

Der Wildbiologe Dr. Ulf Hohmann sagt zum Waschbären

ich kenne keinen Wissenschaftler oder Jagdexperten der ernsthaft glaubt, den Tieren mit jagdlichen Mitteln Einhalt gebieten zu können. Wir müssen uns damit abfinden, dass der Waschbär sich bei uns wohlfühlt und wir ihn nicht regulieren können. Insofern müssen wir uns mit ihm arrangieren.

Dr. Ulf Hohmann

Jagd – Fallenjagd

Waschbären werden nicht einfach nur „abgeschossen“. Man nutzt auch Lebendfallen. Einmal in so eine Falle geraten, versucht das Tier natürlich wieder herauszukommen und fügt sich dadurch Verletzungen zu, bevor er dann vom Jäger mit einem Kopfschuss getötet wird. Außerdem gibt es immer noch Totschlagfallen, eigentlich für unsere Zeit unvorstellbar. In diesen Fallen wird der Waschbär regelrecht zerquetscht. und stirbt einen qualvollen Tod.

Für mich eindeutig ein Tatbestand der Tierquälerei.

Jagd – keine Schonzeit für den Fuchs

pixabay tommileew

Was das Tema Fuchsjagd angeht, könnte sich die Ministerin ein Beispiel an Luxemburg nehmen. Dort wurde gegen den Widerstand der Verbände ein Jagdverbot durchgesetzt. Das Resümee zeigt das es zu keinen wesentlichen Problemen gekommen ist.

Im Bayerischen Nationalpark ist die Jagd auf den Fuchs seit Jahrzehnten verboten. Die im 24.000 Hektar großen Waldgebiet lebende Population an Füchsen reguliert sich selbst. Sie gebären bedeutend weniger Junge als Füchse in bejagten Gebieten, die ihren Bestand halten wollen. Das gleiche Prinzip gilt auch für den Waschbären. Bei Bejagung vermehrt er sich entsprechend mehr.

Man sieht also das eine Jagd auf Fuchs und Waschbär keinen Sinn macht. Aber die Jagdverbände werden in letzter Zeit nicht müde nach neuen Opfern zu suchen. Kaum bin ich bis hierher mit meinem Artikel gekommen, höre ich von neuen Forderungen gegen die Nilgans.

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Wolfsland

Wolfsgebiet – Julia Klöckner, ihres Zeichen Bundes Landwirtschaftsministerin, zeigt einmal mehr wie Lobbypolitik gemacht wird.

Zunächst bestätigte sie Bedenken gegen Glyphosat, um anschließend die Zulassung um drei Jahre zu verlängern. Bayer Leverkusen und Bauernverband lassen grüßen.

Nun schreien der Bauernverband und der Jagdverband (DJV) nach Lockerung des Wolfsschutzes. Der Bauernverband spricht bereis von 1000 Wölfen in Deutschland und Klöckner sieht eine Bestandsverdoppelung in 2-3 Jahren. Hier wird mit falschen Zahlen joungliert. Ist Deutschland bereits ein Wolfsgebiet ?

Hier zeigt sich schon die Unkenntnis über die Fakten in Bezug auf den Wolf. Auch die Bundesländer mit den größten Wolfbeständen, als da sind Niedersachsen, Sachsen und Brandenburg, würden gerne den Wolfschutz aufweichen.

Wolfsgebiet – Wolfsfreie Zonen?

Einige Fraktionen denken über eine „Wolffreie Zone“ nach. Alleine der Gedanke erinnert an einen Witz. Ein Tier das am Tage bis zu 70 Kilometer zurücklegt wird sich sicherlich nicht an einer Wolfsfreien Zone bremsen lassen, oder soll diese Zone lediglich eine Begründung zum Abschuß bieten?

Die Fraktion der Union befürwortet ebenfalls den Abschuß ab einer bestimmten Bestandsgröße, ohne sich auf eine Zahl festzulegen. Die Festlegung einer Größe wäre auch total unsinnig. Es wird nicht zu einer „Übervölkerung“ durch den Wolf kommen.

Im November 2018 gibt es bei uns 73 Rudel, 30 Paare und 3 Einzeltiere. Ein Rudel hat zwischen 3 und 6 Welpen. Sechs Welpen hat momentan nur ein einziges Rudel.

25 Wölfe kamen durch den Autoverkehr zu Tode, 8 wurden illegal geschossen oder auf andere Art getötet und ein Wolf starb eines natürlichen Todes. Der Vermehrung liegt ein Faktor von 1,3 – 1,5 zu Grunde. Kurzfristige Verdoppelung und die Zahl 1000 ist dem reich der Phantasie einzuordnen.

Wolfsgebiet – Jagd nicht nötig

Eine Bestandsregulierung ist völlig Unsinnig. Das regelt die Natur selbständig. Zu Beginn einer Population ist die Vermehrungsquote durch eine steile Linie gezeichnet. Diese flacht aber mit der Bestandszunahme deutlich ab und gegen Ende der Aufnahmefähigkeit reguliert sich der Bestand 1:1 im Verhältnis der Geburt von Welpen und dem Tod älterer Welpen. Die Größe eines Rudels richtet sich immer nach dem Nahrungsangebot.

Der Deutsche Jagdverband fordert bereits jetzt, wo die Population des Wolfes gerade erst begonnen hat, die Wolfsjagd frei zu geben. Vor der Wiederansiedlung des Wildtieres sahen sich die Jäger als „Raubtierersatz“ um den Bestand des Rot- und Schwarzwildes zu regulieren. Nunmehr sehen sie Luchs und Wolf als Konkurrenten an. Das alles obwohl sie selbst nie Herr der Lage bei der Bestandsregulierung geworden sind.

Ein Beschuß von Wölfen ist auch heute möglich, wenn es sich um einen „Problemwolf“ handelt. Wobei auch in diesem Fall zunächst die „Vergraulung“ vorgesehen ist und nicht gleich die Tötung des Tieres.

Es ist also Zeit mehr Informationen über dieses herrliche Raubtier zu vermitteln.

Yellowstone Nationalpark

Im Yellowstone Nationalpark wurden vor 100 Jahren die Raubtiere ausgelöscht. Die Folge war eine rasante Vermehrung der Wapiti Hirsche und der Bison Herden. Der Nationalpark wurde geradezu leergefressen. Die Vegetation ging drastisch zurück. Uferbewachsungen der Flüsse wurden von den Bisonherden zerstört. Das Leben im und am Wasser erlosch. Die Jagd auf die Herden brachte nicht den gewünschten Erfolg.

Deshalb siedelte man auf Grund der Erkenntnisse wieder vier Wölfe an. Mittlerweile gibt es wieder 100 Wölfe im Nationalpark. Die Vegetation erholt sich nach und nach und an den Flüssen gibt es den Otter und den Biber. Die Wapiti Herden werden vom Wolf bejagt. Durch die Angst vor dem Jäger halten sich die Herden nicht mehr so lange an einer Stelle auf, bis alles abgefressen ist, sondern ziehen ständig weiter. So kann die Vegetation sich erholen.

Über die Entwicklung im Yellowstone Nationalpark gibt es einen Bericht auf ARTE.

Wolfsgebiet


Wolfsgebiet – der soziale Wolf

Das Märchen vom bösen Wolf, von der Bestie, ist noch immer weit verbreitet, dabei ist der Wolf eines der vorbildlichsten „Familientiere.“ Das Rudel bildet die Familie, die aus dem Alphatier, dem Leitwolf und den 1-2 jährigen Jungwölfen sowie den Welpen besteht.

Der Leitwolf muß nicht der stärkste Wolf sein. Es ist der erfahrenste, klügste Wolf des Rudels, der für das Wohlergehen des Rudel verantwortlich ist. Jeden Morgen begrüßen sich die Tiere des Rudels liebevoll und sollte eines der jüngeren Tiere sich einmal nicht an die „Gesetze“ halten wird es vom Leitwolf zurechtgewiesen. Das so getadelte Familienmitglied zeigt durch Rückenlage und eingezogenen Schwanz seine Unterwerfung und das es verstanden hat.

Ein Wurf besteht aus 2 – 8 Welpen, je nach Größe des Nahrungsangebotes. Die ein bis 2 Jahre alten Jungwölfe helfen bei der Erziehung der Welpen. Etwa im Alter von drei Jahren verlassen einige den Familienclan um eine neues Rudel zu begründen.

Die Kommunikation unter Wölfen besteht aus dem „Jaulen“ . Hiermit zeigt eine einzelner oder eine Gruppe Wölfe an :“ hier ist unser Revier.“

Ein kurzes „Wuff“, wie wir es von unseren Hunden kennen, oder das „Knurren“ sind Warnlaute. Eine Weitere Verständigungsart geht über den Geruch. Harn und Kot sowie hormonelle Ausscheidungen gehören dazu.

Das „Markieren“ bestimmter Stellen zeigt an :“das ist mein Platz.“ Die Berührung mit der Nase, das Tasten mit den Pfoten und die Haltung der „Rute“ gehören ebenso zur Kommunukation.

Forscher fanden heraus, dass sich Wölfe sozialer gegenüber ihren Artgenossen verhalten, als der so geliebte Hund. Ein erfahrener Wolf duldet es, wenn ein Jungwolf sich an dem Futter des „Alten“ heranmacht. Selbst auf ein Knurren des Jüngren läßt er sich nicht ein. Bei einem derartigen Verhalten unter Hunden kommt es dagegen zu Streitereien. Diese sind deutlich aggressiver.

Wolfsland NRW : 20. Dezember 2018 :Ministerin Ursula Heinen-Esser: Ab heute können Maßnahmen zum Herdenschutz auch in Ostwestfalen gefördert werden.

Ein zweites ausgewiesenes Schutzgebiet ist jetzt in der Senne ausgewiesen worden. Ein weiterer Standorttreuer Wolf konnte jetzt nachgewiesen werden. Er hat die Kennung GW1044f und wird seit Juli 2018 beobachtet.

Das Wolfsgebiet Senne ist 922 km2 groß und umfasst Teile der Kreise Gütersloh, Lippe und Paderborn sowie der Stadt Bielefeld.

Quellen:Gesellschaft zum Schutz der Wölfe/NaBu/Mythos Wolf.de

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Erlebnisse aus zwei Jahren

Erlebnisse aus zwei Jahren – ich zeige hier Tiere die mich in den letzten zwei Jahren ganz besonders fasziniert haben. Es gab natürlich noch viele andere, wunderbare und faszinierende Wesen die ich fotografieren und beobachten durfte. Zu sehen sind diese in der Galerie. Die nachfolgenden waren aber besondere Erlebnisse.

Das Taubenschwänzchen

Erlebnisse
Taubenschwänzchen

 besondere Erlebnisse – dazu zählte die Entdeckung eines Taubenschwänzchen . Zunächst glaubte ich einen Kolibri zu sehen, was ja in unseren Breitengraden unmöglich ist, als ich dieses schwirrende Wesen an unseren Balkonblumen bemerkte. Meine Nachforschungen haben dann ergeben,  dass es sich um einen Schmetterling handelt. Unter den Namen Taubenschwänzchen, Karpfenschwanz oder Kolibrischwärmer ist er in Südeuropa verbreitet. Erst durch die warmen Sommer 2003 und 2006 kam der Schmetterling nach Bayern und wird seit wenigen Jahren auch nördlich des Freistaates gesichtet. Nun hat er es wohl auch bis ins Ruhrgebiet und nach Essen geschafft.

Erlebnisse
Taubenschwänzchen – deulich zu sehen der lange Saugrüssel

Rostgänse

Erlebnisse
Rostgänse

Diese beiden„Rostgänse“ landeten auf dem Dach der Winkelsmühle im Neandertal, als wir eine Wanderung durch diese herrliche Natur- und Kulturlandschaft unternahmen. Eigentlich stammt die Rostgans aus der innerasischen Steppe und ist durch Gefangenschaftsflucht nach Europa gekommen. Auch als Kasarkas oder Tadorna in Deutschland bekannt, gehört sie zur Gattung der Halbgänse.  Das Vorkommen der Rostgans in Europa ist problematisch, da die Exotin einheimische Vögel verdrängt. Zur Brutzeit verhält sie sich äußerst aggressiv und vertreibt die heimischen Enten. Außerdem nutzt sie die Brutstätten der Schleiereule und des Turmfalken. In den 80er Jahren kam es zu Bruten in Baden-Württemberg und NRW. Im Jahr 2000 schätzte man den Brutbestand auf fünf bis zwanzig Paare.

Erlebnisse
Rostgans


Der Kiebitz – Erlebnisse auf Borkum

Erlebnisse
Kiebitz

Der Kiebitz gehört zu den gefährdeten Arten und wurde 2015 auf die rote Liste gesetzt. Ursprünglich stammt der Wattvogel aus Eurasien und brütet in Marschwiesen und Weidelandschaften. Nachdem zunächst die Anzahl in Europa stark gestiegen ist, ging der Bestand durch die Zerstörung des Lebensraumes drastisch zurück. 1996 wurde er deshalb zum Vogel des Jahres ernannt. Im Jahr 2000 war der Bestand nur noch die Hälfte des Bestandes von 1996. Er ist in Deutschland nun streng geschützt und ich konnte ihn auf den Hoppweiden und am Tüskendoorsee auf der Insel Borkum beobachten. Hier gibt es wider mehrere Brutpaare.

Erlebnisse
Kiebitz

Der Grünspecht

Erlebnisse
Grünspecht

Der Grünspecht , auch als  Grasspecht bekannt , wird wegen seines  lachenden  Rufes, auch „der lachende Hans“ genannt. Bevorzugter Lebensraum sind Streuobstwiesen, da seine Lieblingsspeise aus Ameisen besteht. Der sehr scheue Vogel ist stark Kälte empfindlich und lebt überwiegend in Höhenlagen bis zu 150 Metern. Der Bestand ist europaweit um ca.50 % gesunken, ebenfalls durch Pestizide und veränderte Landwirtschaften. Er wird in der Vorwarnstufe der gefährdeten Arten geführt und wurde Vogel des Jahres 2014

Grünspecht – Jungvogel

Der Sperber

Erlebnisse
Sperber


besonderen Erlebnisse – Auch dieser abgebildete Sperber gehörte dazu. . Der Sperber gehört zur Familie der Habichte und ist ein Greifvogel. Das Sperberweibchen ist fast doppelt so groß wie das Männchen, das auch „Sprinz“ genannt wird. Der Bestand war eine Zeit lang (nach 1955) durch Pestizide und Gifte wie DDT gefährdet. DDT kam in der Nahrungskette bei Insekten und Singvögeln vor und wirkte sich auf die Fortpflanzung des Greifvogels aus. Der Sperber ernährt sich von Vögeln bis zur Größe einer Taube. Nach dem Verbot verschiedener Gifte in der Landwirtschaft hat sich der Bestand erholt und gehört nicht mehr zu den gefährdeten Arten. Bei unserer Wanderung durch die Naturlandschaften nahe des Flughafens auf Borkum konnten wir ihn aus nächster Nähe beobachten. Unsere Anwesenheit hat ihn nicht weiter gestört.

Flamingos in Deutschland

Erlebnisse
Flamingo im Zwillbrocker Venn

Aus einem Hochmoor entstand im Münsterland westlich von Vreden das Zwillbrocker Venn, benannt nach dem gleichnamigen Ort Zwillbrock. Durch das Ende des Moorabbaus entstand ein See mit  einer vielfältigen Pflanzen und Tierwelt. 1970 wurden erstmals im Venn zwei Flamingos gesichtet. 1983 waren es bereits 12 Chileflamingos und erstmals schlüpften zwei Junge. Da eines der Jungen nicht überlebte brachte man das andere in einen Zoo. 1983 bis 1989 wurden dreizehn Junge in Zoos verbracht. 1986 erschien erstmals ein Rosaflamingo und auch dessen Junge wurden flügge. 1994 tauchte der Kubaflamingo auf und 2006 erstmals der Zwergflamingo.  Bis 2006 wurden pro Jahr bis zu 17 Brutpaare registriert. Im Winter ziehen die Tiere auf die holländischen Seen und kommen im März zurück.

Erlebnisse
Flamingos im Zwillbrocker Venn

Gelbbauch Schmuckschildkröte

Erlebnisse
Gelbwangen Schmuckschildkröte am Essener Baldeneysee

… wird auch Gelbwangen – Schmuckschildkröte genannt und gilt als typische Wasserschildkröte. Sie stammt aus Gewässern der USA zwischen Virginia und Florida. Da sie eine beliebte Art in Zoohandlungen ist, wurde sie durch falsche Tierliebhaber in deutschen Seen ausgesetzt. Im Vogelschutzgebiet der Heisinger Aue, am Baldeneysee Essen, habe ich sie nun bereits im dritten Jahr beobachten können, wenn sie sich in der Sonne ausruhten. Offiziell ist nicht bekannt ob sie sich halten kann. Da aber die Winter immer milder werde hat sie sich offensichtlich im Ruhrgebiet eingelebt. Sie erreichen eine Größe von über 30 cm.

Erlebnisse
Gelbwangen Schmuckschildkröten am Abtsküchensee in Velbert

Nutria

Erlebnisse
Nutria mit Jungtier

Die/das Nutria wir auch Biberrate oder Sumpfbiber genannt. Die Nagetierart ist eine aus Südamerika in Europa eingebürgerte Art. Sie gehört zu den bodenlebenden Stachelratten und ist die einzige wasserlebende Gattung ihrer Art. Oft wird sie mit der Bisamratte aus Nordamerika verwechselt. Die allerdings kleiner ist und einen abgeplatteten Schwanz hat. Nutria erreichen eine Körperlänge von bis zu 65 cm und wiegen erwachsen zwischen acht und zehn Kilogramm.
Einst war das Fell sehr begehrt und in Südamerika wurden sie zur Plage,weshalb man das Fleisch als Köstlichkeit anbietet. In allen Bundesländern  in Deutschland kann man in verschiedenen Gewässern die/das Nutria beobachten.

Erlebnisse
Nutria

Ringelnatter

Erlebnisse
Ringelnatter

Ringelnattern überwintern an frostfreien Stellen im Erdboden oder in hohlen Baumstubben. Je nach Witterung kommen sie im März oder April wieder zum Vorschein. Nach einer Häutung paaren sie sich. Ende Juli bis August legen die Weibchen an geeigneten Plätzen bis zu 50 Eier ab. Die Brutplätze müssen feucht und möglichst warm sein. Ringelnattern sind sehr scheue Schlangen, die bei Gefahr schnell in einem Schlupfwinkel verschwinden. Bei Gefahr kommt es kaum zu Abwehrbissen. Die Schlangen sondern aus ihrer Analdrüse eine sehr stark stinkende gelbe Flüssigkeit ab, um damit abzuschrecken oder sie stellen sich tot. Bedroht wird der Fortbestand der Ringelnatter durch die zunehmende  Zerstörung ihres Lebensraumes durch den Menschen. Trockenlegungen von Feuchtgebieten, Ausbau von Uferzonen der Binnengewässer, Straßenbau und Landschaftszersiedlung, aber auch Umweltgifte sind Faktoren, die das Vorkommen dieser heimischen Reptilien gefährden. Im Müritz Nationalpark lagen sie auf einem Steg in der Sonne.

Erlebnisse
Ringelnattern

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Waren Müritz

Müritz Nationalpark

– Reisebericht 

– Müritz Nationalpark Mai 2013

Waren an der Müritz

Waren – gegen 16:00 Uhr erreichen wir bei herrlichem Sonnenschein Waren. Wir haben ein Ferienhaus mit Terrasse. Esszimmer, Küche und Bad befinden sich im Erdgeschoss, während Wohnzimmer und Schlafzimmer über eine Steintreppe in der oberen Etage zu finden sind.

Hafen

Wir machen uns zu Fuß auf den Weg zum Warener Hafen und Innenstadt. Der Weg führt uns vorbei an einem Campingplatz und einem Klettergarten. Gegenüber vom Klettergarten befindet sich die Gaststätte Klönpott wo wir uns mit einem Glas Bier erfrischen. Wir gehen den Wanderweg weiter nach Waren, das wir nach einer Stunde erreichen. Aus Sorge noch einmal eine Stunde Rückweg laufen zu müssen, leihen wir uns sofort Fahrräder. Der Warener Hafen ist wunderschön und lädt zum Verweilen ein. Restaurationen mit Außenbetrieb sind da und überall gibt es Möglichkeiten zum Sitzen. Da wir auch noch ein wenig von der langen Fahrt erschöpft sind, schlafen wir am Abend sehr schnell ein.

Damerower Werder


Der zweite Tag beginnt mit leichtem Nieselregen. Wir fahren mit den Rädern nach Damerow, wo sich auf der Halbinsel Damerower Werder ein Wisentreservat befindet. Es gibt im gibt im linken Teil der Insel auf 5 ha ein Schaugehege mit fünf Tieren und im rechten Teil ein 2,5 ha großes Gehege mit drei erwachsenen Wisenten. Im 287 ha großen Freigehege lebt eine Herde mit ca. fünfzehn Tieren. Bei bedecktem Himmel fahren wir dann am Nachmittag noch in die Altstadt von Waren. Ab siebzehn Uhr setzt sich dann die Sonne doch noch durch und wir nehmen unser Essen im Fischerhaus ein. Weil das Essen hier sehr gut ist, werden wir noch des öfteren hier speisen.

Tiefwarener See

Am dritten Tag ist wieder Nieselregen angesagt, aber es ist trocken und wir beschließen eine Wanderung um den Tiefwarener See. Die Wanderung erstreckt sich über acht Kilometer durch eine herrliche Natur am See entlang und wir haben uns das leckere Essen im Reusenhaus danach redlich verdient. Auf dem Rückweg zum Quartier, das wir gegen 16:30 Uhr erreichen, werden wir vom plötzlich eintretenden Regen überrascht und kommen völlig durchnäßt an.

Müritzeum

Regen am vierten Tag. Wir besuchen das Müritzeum, mit Deutschlands größtem Seewasseraquarium für heimische Süßwasserfische. Man lernt hier vieles über die Region und die Seenplatte kennen. Nach dem Museumsbesuch fahren wir weiter zur Scheune nach Bollewick bei Röbel. Hier gibt es ein Bauerncafe, Dorfschänke, Drechselstube, Kürschnerei, Tischlerei und eine Glasstuben zu sehen. Da wir wegen des anhaltenden Regens beschließen im Quartier zu kochen fahren wir dann noch einige Sachen hierfür einzukaufen.

Nationalpark

Tag fünf ist bewölkt, aber überwiegend sonnig. Wir sind mit den Rädern vorbei an der Pension zur Fledermaus in den Müritz Nationalpark getadelt. Vorbei am Kesseler Moor bis zum Wienpietschsee, wo wir die Räder abstellen und etwas zu Fuß ins Moor gehen. Tatsächlich sonnen sich hier auf einem Steg mehrere Ringelnattern. Wir wollen zum Beobachtungspunkt  Schnakenburg und stellen bald fest das wir uns verfahren haben, da wir unseren Ausgangspunkt plötzlich wieder erreicht haben. Wir machen uns nochmals auf die Fahrt in den Nationalpark, da wir ja auch die Waldschänke suchen wollen und am Seebad vorbei wollen. Obwohl mein Orientierungssinn eigentlich immer ganz gut funktioniert, geraten wir immer weiter in den Wald hinein.

Ich erinnere mich an das GPS im Handy und habe Glück das wir sogar Empfang haben. Eine Abbiegung nach links und wir sind auf dem richtigen Weg zur Waldschänke. An einer Badestelle vorbei gelangen wir schließlich auch zum Seebad. Wir genießen Kohlroulade wie von Muttern.

Auf der Rückfahrt machen wir noch eine Pause im Warener Hafen. Im
Quartier angekommen genießen wir noch eine Tasse Kaffee und lassen einen wunderschönen Tag ausklingen.
Freitag der sechste Tag unseres Aufenthaltes wird zum Warentag .Wir wollen uns die schöne Stadt Waren heute genauer ansehen und besichtigen die Marienkirche und besteigen den Glockenturm von wo man einen tollen Blick über die Stadt und die Umgebung hat. In der Apotheke holen wir noch ein Mittel um gegen den Juckreiz der unzähligen Mückenstiche zu behandeln, die ich mir im Nationalpark zugelegt habe. Gegenüber dem Marine-Museum nehmen wir eine Mahlzeit im Reusenhaus ein. Der Warener Friedhof liegt oberhalb der Stadt und auch von hier hat man wunderbare Aussicht auf die Seen.

Prenzlin

Am siebten Tag regnet es leider wieder. Wir fahren zur Burg Penzlin. Um 1300 mit frühzeitlichen Verliesen und Kräutergarten erbaut, beherbergt die Burg seit 1994 das kulturgeschichtliche Museum für Magie und Hexenverfolgung in Mecklenburg. Nach unserer Rückkehr speisen wir wieder im Fischerhaus und holen uns für den Nachmittag ein Stück Kuchen.

Am folgenden Tag geht es in den Nationalpark bei Federow. Wir wandern 10 Kilometer über Wald, Wiese und Weiden. Ein toter Fuchs, ein Hirsch und ein Wildschwein, das erfreulicherweise Reißaus nimmt, begegnen uns auf dieser Wanderung. Menschen begegnen wir keine. Am Ausgangspunkt essen wir im Jägerhof. Wir sind die einzigen Gäste und eigentlich will der Wirt gerade schließen um zur Jagd zu gehen, aber er bedrängt uns zu bleiben und macht uns ein leckeres Essen. Der neunte Tag besteht aus einer Schiffsfahrt nach Röbel. Es gibt eine Uferpromenade und im Ort viele kleine Fachwerkhäuser.

Müritzfischer

Am nächsten Tag erledigen wir ein paar Einkäufe, machen einen Abstecher nach Kabel und sehen uns die 300jährige Eibe mit ihrem mächtigen Stamm an. Später fahren wir dann zu den Müritzfischern nach Damerow und zu der Badestelle am Kölplinsee. Von hier aus verrät uns ein netter Herr den Weg zur Kanalverbindung zwischen Müritz und Kölplinsee.

Am elften Tag fahren wir mit dem Rad nach Federow, machen aber einen Bogen um den Tiefwarener See. Wir treffen auf bewaldete Höhen und saftige Wiesen sowie heideähnliche Gebiete und der See mit seinen Feuchtgebieten. In Federow entdecken wir dann den  Adlerhorst und sehen bald darauf ein Adlerpaar das sich bei der Versorgung der Brut abwechselt.

Adler

Am Aussichtspunkt Herrensee können wir einen Adler beim Fischfang beobachten. Nachdem wir dem Vermieter am Nachmittag die Fahrräder wieder zurück gebracht haben kehren wir im Klönpott ein.

Tag zwölf beginnt mit einer Wanderung nach Klink. Hin und zurück knapp zwanzig Kilometer. Am Eldekanal, der Verbindung zwischen Kölplin und Müritzsee machen wir eine Rast und beobachten die vorbeifahrenden Schiffe. Im Wald mit ausgedehnten Feuchtgebieten treffen wir auf einen Waschbär und Rehe, sowie eine Blindschleiche. Nach einem Kurzbesuch im Klönpott schlafen wir bereits auf der Couch ein.

Scheune Bollewick

Der dreizehnte Tag führt uns noch einmal zur Scheune nach Bollewik. Von dort nach Malchow entlang des Fleesensees. Ein schönes kleines Städtchen dessen Altstadt auf einer Insel zu finden ist, die über eine Schiebebrücke zu erreichen ist. Für den Abend haben wir im Klönpott eine Vorbestellung gemacht. Es gibt eine 600 gr. Lachsforelle. Ein schöner Abschluss für eine wunderschöne Reise an die Müritz.

Waren
unser Quartier
Waren
Waren
Waren
Waren
Adler
Waren
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Rehbock
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Waren
Damerow
Waren
Damerow
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Eldekanal
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Eldekanal
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Federow
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Federow
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Federow
Klink Schloss
Klink
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Klink
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Kraniche
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Heidelibelle
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Malchow
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Malchow
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Müritz Museum
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Ringelnattern
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