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der Sprung ins Leben

Der Lebenssprung

bei den Nonnengänsen – oder Weißwangengänsen müssen die Küken den Sprung zu den Eltern wagen. Die Nester der Gänse liegen in der Felswand, hoch in den Klippen um Fressfeinde fern zu halten. Weil die Eltern der Weißwangenküken nicht in der Lage sind für alle fünf Küken, Futter ins Nest zu bringen, müssen die Kleinen zu ihren Eltern um mit ihnen zu ziehen. Gerade ein paar Tage alt und noch im Flaum, wagen sie den Sprung ins Leben oder in den Tod.

Sprung ins Leben – BBC Film

Bei Ansicht des Videos stockt einem der Atem. x-mal stößt das Küken an die Felsen und landet schließlich bei den wartenden

der Sprung ins Leben

Nonnengans wird von Graugänsen beobachtet

Eltern. Ich nehme es vorweg – es lebt. Dennoch kann man es kaum glauben, was da in der Natur abgeht.

 






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Gartenblume

Grundlage unserer Existenz – Insekten

Insekten sind die Grundlage der Existenz. Die Artikel der letzten Zeit über das Insektensterben haben mich dazu veranlasst, mich einmal mehr mit diesen Kreaturen zu befassen, die für unser Leben so wichtig sind. Zunächst vielen mir zum Thema  auch nur die Hummeln, Bienen und Schmetterlinge ein. An ihrem Anblick erfreuen wir uns weil wir sie auch zuerst wahrnehmen.  Aber da gibt es ja auch noch die vielen kleinen, unscheinbaren und oft „hässlichen“ Tiere, die wir nicht so oft zu Gesicht bekommen. Sie bewohnen das  Innere des Bodens, oder leben an Stellen die uns nicht so angenehm sind.  Aufgrund ihres Daseins im  Mist und auf Müllbergen oder Ähnlichem.

Klein aber nützlich

Allerdings spielen sie für unsere Umwelt und unser Überleben sogar fast eine größere Rolle als die „hübschen“ ihrer Art.  Ohne diese, den Boden bewirtschaftenden Lebewesen, hätten wir kahle Landschaften. 

Sie existieren auf allen Kontingenten und in allen Lebensräumen. Bekannt sind etwa 1,2 Millionen Insektenarten. Geschätzt dürften es aber zwischen 10 – 30 Millionen Tiere aus der Gruppe der geben. Ja, es handelt sich tatsächlich um „Tiere“, oft denkt man nämlich  es wären keine  Tiere. Insekten werden in verschiedene Gruppen gegliedert.

Insekten Gruppen

Die Gruppen haben immer ein gemeinsames Detail. Die Gruppe der Käfer, der Schmetterlinge, der Hautflügler, der Zweiflügler, haben als Gemeinsamkeit die Flügel, die aber unterschiedlich genutzt werden.

So hat der Käfer zwei feste Deckflügel, mit denen er den Körper, und die darunter befindlichen feinen Hinterflügel schützt. Die Deckflügel werden für den Flug nicht benutzt, dazu dienen die Hinterflügel. Bei den Schmetterlingen werden Vorder- und Hinterflügel für den Flug genutzt. Fliegen und Stechmücken gehören zu den Zweiflüglern, die nur die Vorderflügel für den Flug brauchen.

Die Hinterflügel dienen der Erhaltung des Gleichgewichtes während des Fluges. Zu den Hautflüglern gehören die Wespen, die beide dünnhäutigen Vorder- und Hinterflügel für den Flug benötigen.

Insektenordnungen

Andere Insektenordnungen sind Geradeflügler , Wanzen, Libellen, Flöhe und Schaben. Man unterscheidet noch zwischen nützlichen und schädlichen Tieren

Nützliche Insekten sind jene die Blumen und Pflanzen bestäuben, den Boden befruchten oder Tieren als Nahrung dienen, aber auch schädliche Insekten fressen. Die schädlichen Insekten fressen unsere Kulturpflanzen, schaden unseren Lebensmitteln oder sind Erreger von Krankheiten.

eine Erde ohne Insekten

Unsere Erde wäre ohne Insekten eine kahle, trostlose Landschaft ohne Lebensqualität.  Wir würden im Unrat und Kot verrotten. Gute Gründe uns mit den Insekten gut zu halten und nicht dafür zu sorgen das sie ausgerottet werden.

Es sind nicht nur die Bienen, von denen ja hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Insektensterben gesprochen wird, es sind die Millionen Insekten die überall zu finden sind und für uns  Überlebenswichtig sind, an die wir ebenfalls denken müssen.

Insekten
Müll

Gedanken zum Jahreswechsel

Gedanken –  das leben – Rückblick in vergangene Jahre

Gedanken über das Leben . Was machst du gerade? Facebook stellt mir diese Frage und ich habe mir gerade ein paar Gedanken zum Jahreswechsel gemacht. Die Stadt Essen will ja den Silvestermüll liegen lassen, was einige Leute mächtig aufregt. Ich denke aber mit dem Müll ist es so ein bischen wie mit unserem Leben.

Jugendzeit

1950  wurde ich geboren, da lag noch viel Müll der jüngsten deutschen Geschichte herum und viele waren damit beschäftigt die Reste aufzuräumen. Ich wohnte damals die ersten zwölf Jahre meines Lebens in Essen Schönebeck . Das war wie Dorfleben, nicht wie das heutige Leben in der Großstadt. Es gab kaum Autos und wir konnten auf der Strasse bolzen, Fußball spielen.  Im Winter gab es noch jährlich Schnee und wir waren den ganzen Tag an der frischen, aber nicht so sauberen Luft. Es gab noch  Zechen in der Stadt. Abends waren wir die „Schmuddelkinder“.  Allergien kannten wir aber keine.

Gedanken

Hinter dem Haus stand ein „Plumpsklo“, das war eine Holzhütte mit Guckloch und einem Sitz aus Holz mit einem Loch. dort hinein wurde dann das “ Geschäft“ verrichtet und das war im Winter schon oft sehr kalt. die Eltern hatten dahinter einen Garten angelegt, nein, keinen Steingarten mit designten Büschen und Hecken. die Hecken trugen Beeren und die Erdbeeren, das Gemüse und Stachelbeeren wurden mit unserem „Mist“ gedüngt. Im Boden befanden sich Würmer, Bienen flogen durch die Luft und auf den Blüten der Pflanzen, Mutter hatte immer gerne Blumen im Garten, schwirrten Schmetterlinge. Der Abfall kam auf einen Komposthaufen. Müll wurde entsorgt.

Taschengeld

Unser Taschengeld verdienten wir uns durch “ Kohlescheppen“ beim Nachbarn, oder beim Einkellern von Kartoffeln, bei Manchem konnten wir für den Schneedienst noch was locker machen. Ab und zu kam der „Klüngelskerl“ mit seinem Pferdekarren und für den aufgesammelten Müll gab es dann schon einmal den ein oder anderen Groschen. Also, Bares für Müll, sozusagen. Klar, dadurch das wir viel unterwegs waren,  haben wir auch einigen Blödsinn angestellt und Müll produziert. Die Belohnung gab es dann als „häuslichen Segen“ am Abend vom Vater, da brannte dann der „Allerwerteste“, hat aber nicht wirklich geschadet , wir haben unseren Müll dann wieder in Ordnung gebracht und es war soweit erledigt. Ebenso wenig zimperlich gingen die Lehrer in den Sechzigern mit uns um. „Ohrzwicken“, “ Ohrdrehen“ ein kräftiger „Händedruck“ gehörten schon dazu.

Gedanken zu den 68ern

Rebellisch blieben wir trotzdem. Tariferhöhungen der Bahn versuchten wir durch Sitzblockaden auf den Schienen zu verhindern, bis man uns wegtrug. Die Proteste gegen den Vietnamkrieg , den Springerverlag, gegen das „Kapital“ prägten die Jugend mit. Der Müll auf der Erde wurde in unseren Augen immer größer.

Dann aber kam die Zeit, die ich als die Schönste in Erinnerung habe, die Flowerpowerzeit. Make Love , not war. stell dir vor es gibt Krieg und keiner geht hin. Wir saßen mit Blümchen im Haar vor dem Schauburg Kino in Borbeck, mit Gitarre singend am Bredeneyer Kreuz und hatten uns einfach alle lieb. Wir wollten keinen Müll mehr sehen, wir trugen ihn. Neues war Out, Jeans wurden erst einmal mit Kies gewaschen. Bundeswehr war verpönt, wer konnte verweigerte den Kriegsdienst.

„Der Ernst des Lebens“

Aber es war auch nicht mehr weit bis zum Beginn des Berufslebens und auch wir trugen dann bald das weiße Hemd , den Anzug und Krawatte. Wir wurden mehr und mehr Teil dieser „Gesellschaft, auch wenn wir immer noch alles anders machen wollten als unsere Eltern. So kam die Generation der antiautoritären Erziehung und der Müll wuchs wieder, blieb aber jetzt liegen, weil keiner was damit im Sinn hatte.

Der Beruf des Müllmanns wurde immer beliebter. Anfang der neunziger Jahre wurden unsere Kinder von „Nazis“ in den Straßenbahnen verprügelt und wir gingen mit den Schulen und Eltern und Kindern gemeinsam erstmals wieder auf die Straße. Die Müllmänner schaffen den ganzen Unrat nicht alleine. Wir sind heute Rentner , alt und eigentlich wollen wir nicht mehr auf die Straße, hoffen das Jüngere es tun und es wieder Menschen gibt die sich um den Müll kümmern.