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Ornithologie und Ehefrau

Ornithologie und Ehefrau – als am 09.06.18 die Sendung zu Ehren des 70. Geburtstages von Jürgen von der Lippe gezeigt wurde, präsentierte Johannes Oerding ein Geburtstagslied  des Sängers Wolfgang Petry mit dem Titel „nichts von alledem“. 

Eine wunderbare Ballade über ein gealtertes Paar, welches sich nach  einer Jubelfeier die Liebe gesteht. Das erinnerte mich spontan an meine Frau, mit der ich nun seit 16 Jahren glücklich bin .

Wenn manche Leute behaupten ein wenig Streit gehört in jede Ehe, kann ich das nicht bestätigen. Es geht auch ohne Auseinandersetzungen. Wenn eine Meinungsverschiedenheit besteht, kann ich die meine entweder gut begründen, oder meine Frau hat wie meistens recht. Außerdem erkennt sie sofort wenn ich irgendetwas im Schilde führe,  oder geplant habe. Dann kann man alles in ihren Blicken ablesen.

Fotografie und Ornithologie

Als ich vor etwa zwei Jahren begann mich neben der Fotografie auch noch für die Ornithologie zu interessieren, wurde das bei der ersten Bestellung eines Bestimmungsbuches noch belächelt.  Aber bei der Lieferung des Futterhauses  über den Versandhandel war der Blick schon von einem leichten Zweifel geprägt. Danach kamen dann noch zwei weitere Bestimmungsbücher und zur Krönung ein Nistkasten und ein Insektenhotel. 

Da bemerkte ich in ihrem Blick einen Ausdruck der wohl nur eines bedeuten konnte:  „verrückt geworden“.  Dennoch half sie mir beim Aufbau des Nistkastens in unserem, zugegeben kleinen, Garten hinterm Haus.

Das nächste Buch welches ich mir zulegte, war von Klaus Philipp – „Vogelstimmen“.   Nachdem sie mich dabei erwischte wie ich auf der Terrasse sitzend die Vogelstimmen zu imitieren versuchte (das läßt sich anhand der im  Buch geschilderten Volksmund-Verse gut machen),  rief sie  spontan ihre Schwester an. Da war dann in den Augen  die Frage zu erkennen, ob nicht bald ein Pflegefall auf sie zukommen könnte.

Außerdem bin ich nun dazu verdammt, bei Feierlichkeiten im Verwandtschaftskreis  die Vogelstimmen „volksmundartig“ vorzutragen, was bisher stets zu den Höhepunkten des gesellschaftlichen Beisammenseins zählte.

Ornithologie und Vogelstimmen

Vogelstimmen

Freude an den Vögeln im Garten

Heute hat sich die Lage beruhigt und alles hat sich eingependelt. Mittlerweile ist auch bei ihr das Interesse gewachsen und bei unseren gemeinsamen Wanderungen macht sie mich dann auch schon einmal auf einen Vogel aufmerksam, der in meiner Bildersammlung noch fehlen könnte. 

Auch die Blicke haben sich von den zweifelnden wieder in die gewohnt liebevollen gewandelt. Die vielen Besuche der kleinen Geschöpfe in unserem Garten und am Futterhaus machen nunmehr auch meiner geliebten Frau Spaß und oft stehen wir gemeinsam an der Terrassentür und beobachten unsere gefiederten Freunde.

Nachdem die Amseln ihren Nachwuchs am Boden im Garten gefüttert haben und der bereits ausgewachsene Jungvogel täglich vorbeischaut, hat sie ihn regelrecht lieb gewonnen und sorgt sich schon, wenn man ihn einmal einen Tag nicht zu Gesicht bekommt.

Sicherlich würde der ein oder andere  Beobachter dann den belustigten Blick in  m e i n e n  Augen bemerken.

Schwebfliege

Insektenhotel – wer ist Gast?

 

Insektenhotel – was geschieht in einem solchen Haus?

Insektenhotel

 

Wer wohnt im Insektenhotel ?

Bedingt durch das Insektensterben sind wir alle gefordert. Wir können auch im „Kleinen“ etwas tun, indem wir zum Beispiel ein kleines „Hotel“ für die Insekten aufstellen. Im August 2018 bittet der Nabu um Unterstützung beim Insektensommer.

Die Zählung unserer Insekten. Durch moderne Bauweisen gibt es immer weniger Möglichkeiten, wo unsere Insekten ihre Eiablage tätigen können.  So bringt etwa die Wildbiene Nektar und Pollen an das Ende eines Bambusröhrchens um dort dort  befruchtetes Ei abzulegen . Danach füllt sie die Zelle mit Lehm,Sand, Harz oder Blattteilchen aus. Dieser Vorgang wiederholt sich immer wieder, bis die Röhre abgedichtet ist. 

Eiablage im Insektenhotel

Im hinteren Teil sind die befruchteten Eier, aus denen Bienenweibchen hervorgehen. Im vorderen Teil befinden sich unbefruchtete Eier, aus denen dann männliche Bienen hervorgehen. Für die hinteren, befruchteten Eier, wird mehr Pollen abgelegt, weil die weiblichen Bienen mehr Eiweiß benötigen als die männlichen Bienen. Ganz vorne wird dann ein Trick angewandt um neugierige Vögel abzuwehren.

Hier legt die Biene eine „Leerzelle“ an. Ein Vogel sieht dann  in eine leeres Rohr und zieht unverrichteter Dinge davon. Er kann keine Beute machen.

Larven

 Nach etwa zehn Tagen fressen die dann geschlüpften Larven die Pollen und den Nektar. Dieser Vorgang erstreckt sich auf etwa drei bis vier Wochen.  Dann verpuppt sich die Larve und wird im Laufe des Sommers zu einer erwachsenen Wildbiene. Den Winter verbringt sie geschützt schlafend als Vollinsekt innerhalb der Röhre.  Ende Februar  schlüpfen dann zunächst die männlichen Bienen und danach die weiblichen, um gleich mit der Paarung zu beginnen. Nun folgt  das gleiche Prozedere wie am Beginn des Artikels und die Eiablage im Bambusrohr beginnt erneut.

Insektenhotel

ein neuer Bewohner zieht ein

Ich habe erstmals dieses klein, oben abgebildete Insektenhotel aufgestellt und es sind bereits zehn Rohe besetzt. (Stand 05.05.18)