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Weihnachtsbaum, voll Gift sind deine Blätter…

Weihnachtsbaum – wer seine Schwiegermutter loswerden will, kauft ihr zu Weihnachten einen Tannenbaum – aus einem Baumarkt in Gmünden. 

Was sich wie der Beginn eines Kriminalromanes liest, lässt erahnen das mit dem Baum etwas nicht stimmt.  Von 17 getesteten Weihnachtsbäumen hat der NaBu in und auf den Nadeln von 13 Tannen Pestizide festgestellt.

In  Gmünden befand sich an einem Baum sogar das Gift Parathion-Ethyl, auch bekannt als E 605, das im Volksmund den Beinamen „Schwiegermuttergift“ erhielt. Mit dem Gift begingen viele Menschen Suizid, oder nutzten es für einen Mordanschlag. E 605 ist seit 15 Jahren innerhalb der EU verboten.

Weihnachtsbaum
Tannenbaum – pixabay-geralt

Weihnachtsbaum – 76 Prozent mit Pestiziden belastet

Die Tester entnahmen 17 Proben aus Bäumen der verschiedensten Regionen in Deutschland. Tannen aus Plantagen, Baumärkten, Gartencentern und dem Straßenverkehr wurden untersucht.

Bei 76 Prozent, 13 von 17,  der mit Pestiziden belasteten Bäume wurden neun verschiedene Gifte gefunden. Fünf der nachgewiesenen Pestizide gelten als besonders schädliche Mittel Bei der Hälfte fand man gleich zwei Wirkstoffe je Baum, bei einem sogar drei.

Das schädlichste, in der EU zugelassene Pestizid, Lambda – Cyhalothrin , wurde an neun der getesteten Bäumen gefunden. Dieses Gift wird auf Plantagen als Insektengift genutzt.

Wer sicher gehen will, einen von Herbiziden (Unkrautvernichtung), Insektiziden (Insektengift) oder Fungiziden (Pilze,Sporn)  unbelasteten Baum für den Gabentisch zu schmücken, muß etwas tiefer in die Tasche greifen und einen Bio – Tannenbaum kaufen.

Es ist bisher nicht nachgewiesen ob die  Gifte an den Bäumen in den warmen Räumen eine Gesundheitsgefährdung darstellen. Allerdings kommt es bereits durch die Behandlung der Tannen mit Pestiziden in der Forst- und Baumwirtschaft zur Verunreinigung des Bodens und des Grundwassers.

Einen unbehandelten Bio-Baum erkennt man am Siegel der Öko Anbauverbände Bioland, Naturland, oder Demeter. Auch die Bäume aus FSC- zertifizierten Wäldern sind ohne Gifte.

Weihnachtsbaum mit Ballen ?

Oft empfehlen Weihnachtsbaum Verkäufer einen Baum mit Ballen zu kaufen, weil man damit die Umwelt geschont und der Baum wieder eingepflanzt werden kann. Allerdings gelingt die Wiedereinpflanzung nur sehr selten. Der Ballen muß groß genug sein. Der Baum muß langsam an die Umgebung gewöhnt werden.

Der Übergang aus der Kälte in die warme Wohnung hat langsam zu erfolgen, Genauso ist es dann später wenn er wieder gepflanzt werden soll. Die Energie des Baumes ist vor dem Ausnehmen bereits heruntergefahren worden. Kommt er nun abrupt in einen beheizten Raum, ist es für ihn ein Schock. Umgekehrt ist es das Gleiche. 

Übrigens möchte ich mit diesem Artikel niemandem die Freude am Weihnachtsfest nehmen. Auch ich habe Spaß an einem schönen geschmückten Tannenbaum an den Weihnachtstagen und deshalb wünsche ich auch allen Lesern ein frohes Fest und ein gesundes neues Jahr 2019.

mit dem schönen Weihnachtslied :


Oh, Tannenbaum, oh Tannenbaum,     voll Gift sind deine Blätter.                du strahlst nicht nur zur Sommerzeit,  nein auch im Winter, wenn es schneit,

Oh, Tannenbaum, oh Tannenbaum,      voll Gift sind deine Blätter.                                                                                          

mein Freund der Baum

Baum – um ihn ranken sich Sagen, Mythen und Geschichten. Ein Symbol der Stärke, des Schutzes und  Teil religiöser Deutungen. Vielfach besungen, wie in dem Lied von Alexandra, dessen Titel die Überschrift trägt. Oft ist er der Begleiter eines Lebens. Gepflanzt anlässlich der Geburt eines Kindes, sieht man beide gemeinsam aufwachsen.

Baum

Auch wenn er stoisch, ruhig an seinem Platze steht und nur der Wind die Baumwipfel bewegt, ist der Baum im Inneren sehr aktiv. Jetzt, zu der kalten Jahreszeit ist er dabei seinen Lebenssaft zu verdicken. Er fährt seine Energie stark herunter. Das Wachstum wird gestoppt, um sich vor der zu erwartenden Kälte zu schützen. 

Die Rinde , die er jährlich erneuert schützt ihn vor Fressfeinden und anderen äußeren Einflüssen.  Gleich unter der Rinde befindet sich eine Schicht aus feinsten Fasern, der Bast. Dieser führt im Wasser enthaltene Nährstoffe, die er vom Wipfel aus bis in die Wurzel an den Baum abgibt.

Aus dem Bast wurden in früheren Zeiten Seile und Körbe angefertigt. Unter dem Bast folgt eine Schicht die man „Kambium“ nennt. Dies ist die Ebene welche die Stärke, die Dicke des Stammes ausmacht. Jeder kennt die Jahresringe eines Baumes. Das ist die Schicht Kambium.

Auf das Kambium folgt dann das Splintholz, das junge Holz eines Baumes. Es führt dem Baum von der Wurzel bis in die Baumkrone  Wasser, Salz und Zucker zu.. Erst danach folgt der eigentliche Stamm, der ihn statisch fest hält. Er ist der harte Kern des Baumes, das eigentliche „Holz“.

Das Kernholz stärkt den Baum und besteht aus besonders festem Stoff. Die schützende Rinde mit den darunter liegenden „Versorgungsteilen“ bilden also die Grundlage für einen gesunden, kräftigen Baum.

Der Baum – die große Pflanze

Einen kranken Baum erkennt man an austretendem Harz, Wasser oder Saft. Auch extreme Risse oder Wunden in der Rinde und starker Pilzbewuchs sind Anzeichen für eine Erkrankung. 

Der Baum ist eine Pflanze mit einem hölzernen Stamm . Der größte seiner Art ist der Mammutbaum. In Kalifornien wurde der größte mit einer Höhe von 120 Metern gemessen. Die maximale Größe die ein Baum erreichen kann errechneten Wissenschaftler mit 150 Metern, darüber hinaus kann er sich nicht mehr selbst versorgen.

Bei den Blüten unterscheidet man zwischen männlichen und weiblichen Bäumen. Sitzen die Blüten beider Geschlechter auf einem Baum, spricht man von „einhäusigen“ Blüten. Das ist zum Beispiel bei der Eiche, der Birke, der Erle der Rot-Buche und dem Nussbaum der Fall.

Befinden sich die Blüten auf verschiedenen Bäumen, reden wir von „zweihäusigen“ Blüten. Die Weide, die Pappel und der Gingko fallen in  diese Kategorie.

Schonen wir unser Bäume in den Wintermonaten. Streusalz das die Bäume erreicht  werden durch Chloride im Spritzwasser an ihren Wurzeln stark geschädigt. Zellen des Baumes sterben ab. Nährstoffe im Boden die für den Baum wichtig sind werden durch die Salze zerstört.

Achten wir darauf in der Nähe von Bäumen möglichst kein Salz zu streuen. Alternativen gibt es ja . Die große Pflanze sollte es uns wert sein.

Es ist immer wieder erstaunlich auf welche Wunder der Natur man trifft, wenn man sich näher mit ihr befasst.

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Kohlenstoffspeicher

Kohlenstoffspeicher – Kohlenstoff ist in fossilen Brennstoffen gebunden, verbrennt man diese wird  CO2 freigegeben und gelangt in die Atmösphäre. Es entsteht ein Ungleichgewicht an CO2 , welches schließlich zur Erderwärmung führt.

Es ist also wichtig Kohlenstoffspeicher  zu haben. Diese werden aber leider sehr oft, um nicht zu sagen zu oft, vom Menschen zerstört. Moore, die zu den besten Speichern gehören werden trocken gelegt und Wälder vernichtet.

Die Bundeswehr läßt Raketenübungen im ausgetrockneten Moor stattfinden und setzt so das Moor in Brand. In einer Zeit wo überall vor der Brandgefahr in diesem heissen Sommer gewarnt wurde. Ein immenser Schaden entsteht durch Gedankenlosigkeit.

Kohlenstoffspeicher
Diepholzer Moor
Kohlenstoffspeicher
Garzweiler (pixabay-firstmillion)

Zur Zeit findet mit der vorgesehenen Rodung des Restbestandes vom Hambacher Forst gerade ein Paradoxum statt. Der Wald mit seinen uralten Bäumen ein idealer Kohlenstoffspeicher, wird vernichtet, um dem schlimmsten Klimagefährder, dem Braunkohlekraftwerk zur Rohstoffgewinnung Platz zu bereiten.

Ich bin davon überzeugt, dass mit etwas guten Willen seitens des RWE Konzerns die 200 Hektar Wald bestehen bleiben könnten. Das Gebiet des Braunkohle-Tageabbaus ist so groß, dass der Wald umgangen werden könnte. Zumal die Zeit für den Kohleabbau abläuft und ein hoffentlich baldiges Ende abzusehen ist. 

Kohlenstoffspeicher

Der Baum – Klimaschützer

Der Baum speichert Kohlenstoff aus der Atmosphäre. Alte Wälder speichern mehr CO2 als junge Wälder. Die Speicherkapazität eines Baumes hängt von der Holzdichte ab. Eine 35 Meter hohe Buche mit dem gleichen Umfang und der gleichen Höhe wie eine Fichte, speichert knapp 1 Tonne CO2 im Jahr mehr als die Fichte.

1 Hektar Wald (1 Hektar = 0,01 km² ) speichert im Jahr etwa 13 Tonnen Kohlenstoff. Bei den geplanten Rodungen von 100 Hektar Hambacher Forst gehen also etwa 1300  Tonnen Speicherplatz verloren.

Der Klimawandel – Folgen für den Kohlenstoffspeicher 

Bäume und Moore sind für den Erhalt des Klimas überaus wichtig. Der Klimawandel ist in vollem Gange, wie wir es in diesem Sommer deutlich vor Augen geführt bekommen haben.  Die Folgen des Klimawandels belasten auch die Bäume in besonderem Maße. Schädigungen entstehen durch Trockenheit, Dürreperioden, Waldbrände und durch invasive Käfer, die durch die Erwärmung neue Gebiete erobern und Krankheiten einführen, auf die die heimischen Bäume nicht vorbereitet sind.

Hohe, alte Bäume haben die höchste Speicherkapazität für CO2 , sind aber der aufkommenden großen Sonneneinwirkung schutzlos ausgeliefert. Die Laubkronen überragen alle anderen Bäume und die Trockenheit zwingt den Baum dazu mehr Energie für das Pumpen von Nässe in die Blätter aufzubringen. Heftigere Stürme, durch den Klimawandel entstanden, belasten ihn zusätzlich. Sein Speicher wird geringer. Das Laub fällt ab und die kleineren Bäume, die vorher von seinem Schatten profitierten, werden ebenfalls der direkten Sonneneinwirkung ausgesetzt. 

Wir müssen endlich aufhören, die von der Natur gegebenen Ressourcen zu vernichten und nach wirksamen Alternativen suchen, beziehungsweise diese zu nutzen. Es muß auch darüber nachgedacht sich den neuen Klimaverhältnissen anzupassen. Dazu gehört auch die Anpflanzung neuer Baumarten in Erwägung zu ziehen. Jeder Einzelne kann dazu beitragen weniger Energie zu verbrauchen um so noch schneller von dem schmutzigsten aller Energieträger Abschied nehmen zu können. Noch ist die Braunkohle mit einem Drittel an der Energieversorgung beteiligt.