Protest – Protestwähler

Protest Wähler – 80 Prozent der Wählerstimmen für extreme Parteien wie die AfD kommen von sogenannten Proteswählern. Im Beispiel der Hessenwahl, wo die AfD 13,1 Prozent der Stimmen erhielt, bedeutet der wirkliche Anteil lediglich knapp 3 Prozent, wenn die 80 Prozent Protestwähler abgezogen sind.

Was wollen die Protestwähler eigentlich damit erreichen ? Das Einzige was sie erreichen, ist durch so eine Wahl noch mehr Unzufriedenheit zu entfachen. Genau das ist es ja was eine Partei wie die AfD erreichen will. Der „Protest“ geht also in die falsche Richtung wenn ich diese Partei wähle.

Protest

Was soll ein Protest bewirken, der lediglich aus Anlass einer Wahl abgegeben wird ? Protest muss da abgegeben werden, wo er etwas ausrichten kann. Sagt eure Meinung dem Abgeordneten, den Gemeindevertretern und den Parteien vor Ort. Nutzt doch die Sprechstunden der gewählten im Land, Bund und Gemeinden. Parteibüros sind keine Tabuzonen. Da kann man hin, Gemeindeversammlungen kann man besuchen. Viele Abgeordnete haben ein Wahlkreisbüro, wo man seine Anliegen vorbringen kann.

Protest wo er hingehört

Indem man eine Partei wie die AfD wählt, nehmt ihr euch selbst die Möglichkeit Kritik anzubringen. Wenn diese Partei einmal stark wird, ist Kritik nicht mehr gewünscht, schon gar nicht etwaiger Protest. Dann wählt lieber eine der kleinen Parteien, die eure Interessen vertritt und sei es in einzelnen Bereichen. So kann ein Tierfreund ja durchaus überlegen ob er nicht die Tierschutzpartei wählt. Das wäre jedenfalls logischer als eine polarisierende, extreme Partei zu wählen.

Außerdem frage ich mich manchmal ob es uns denn wirklich plötzlich so viel schlechter geht, oder sind wir einfach zu satt ? Es gibt Felder die weiter bestellt werden müssen und es gibt Bereiche, wo einiges renoviert werden muss. Baustellen sind auch vorhanden , man muss aber den Arbeitern auch etwas Zeit für ihre Arbeit geben. Motivationsanschübe sind dabei durchaus erlaubt.