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die Ausnutzung Afrikas

der Afrikanische Kontinent

 -wird systematisch ausgebeutet. Heiner Geißler äußert sich auf Twitter zu den Verhältnissen in Afrika und den Folgen der Ausbeutung durch die größten Konzerne der Welt und die falsche Politik der Europäischen Union 

 

die Entwicklung der Gesellschaft

Die Entwicklung der Gesellschaft

 

Die heutige Gesellschaft ist geprägt durch Streß und Belastungssituationen im privaten- öffentlichen- und beruflichen Bereich. Konkurrenzdenken, Besitzansprüche, Machtstreben und Diskriminierung zeichnen das Alltagsbild der Gesellschaft. Empathie ist verschwunden, Freunden und Partnern wird eher mit Mißtrauen und Neid begegnet. Intrigen und Verleumdungen stehen an der Tagesordnung, in der Politik wie im Privaten. Das Vertrauen ist verloren gegangen. Das ist eine bedrohliche Entwicklung der Gesellschaft. Wie kann man dieser Entwicklung gegensteuern? Wir müssen wieder lernen unseren Stärken zu vertrauen. Das verlorengegangene Selbstwertgefühl muß wieder aufgebaut werden. Setzen wir auf unsere Stärken, dann sind wir auch in der Lage dem  Anderen zu vertrauen, echte Freunde zu finden, bei denen man weiß, dort bin ich in schlechteren Zeiten gut aufgehoben. Hier wird geholfen. Nicht Neid über den Erfolg des Anderen, sondern das Vertrauen in ihn macht das Leben lebenswert. Vertrauen auf eine gute Zukunft bringt die Fähigkeit und das Erkennen was für die richtige Entwicklung getan werden muß um falschen Entwicklungen  zu begegnen. Gesellschaft beginnt in der Familie.  Kinder müssen als Person und nicht als Objekte unserer Wünsche behandelt werden. Sie müssen die Erfahrung machen das sie geliebt werden weil sie da sind, weil es sie gibt. So erkennen sie leicht das jeder Mensch anders ist, dass jeder Mensch ein eigenes Individium ist, dem man Vertauen entgegen bringen kann ohne auf seine Leistungen neidisch zu sein. Machtstreben und der Wille einen anderen zu beherrschen, Intrigantentum,  narzistisches Verhalten, wie es uns heute von allen Seiten vorgelebt wird, werden an Stärke verlieren. Das Bewußtsein auf eigene Stärken, ein gesundes Selbstbewußsein läßt derartige Gefühle nicht zu und bewirkt eine ausgeglichenere Gesellschaft nahezu frei von Spaltungen.

Der stumme Sommer

Die Vogeluhr steht still

05:30  Uhr , gerade wach geworden fällt mir auf das die Vögel so still gewesen sind. In den letzten Monaten hat uns der vielstimmige Gesang der Singvögel bereits eine Stunde vor Sonnenaufgang erfreut. Jetzt ist es still, eine Amsel ist entfernt zu hören. Früher habe ich mich oft gefragt was da wohl passiert ist, dass es plötzlich über Wochen keine Vögel mehr zu hören gibt.  Hat es etwas damit zu tun was Rachel Carlson in ihrem Buch „der stumme Frühling“ beschreibt? Nein, zum Glück nicht, heute weiß ich das es ein ganz normaler und logischer Vorgang ist. Im Frühjahr in der Balz, beim Wetteifern um eine Partnerin muß ein Vogel zeigen was er kann und wenn dann nach der Paarung die Brut verpflegt werden muß, gilt es auch noch das Revier abzugrenzen und die Familie zu beschützen, da muß man sich schon klar bemerkbar machen. Dann kam die Zeit wo die Kleinen flügge wurden und das Nest verlassen haben. Ruhe kehrt ein, der Streß ist vorbei und man kann sich erholen. Es muß jetzt bereits neue Kraft getankt werden um sich auf den Flug in den Süden vorzubereiten. Nun ist die Zeit wo wir Menschen ein paar Wochen Urlaub machen, um uns vom Arbeitsstreß zu erholen. Die Vögel müssen nun auch kein  Revier mehr verteidigen , also kann man auch morgens seine Stimme schonen. Für den Hobbyornithologen und Tierfotografen gibt es jetzt bedeutend weniger zu beobachten. Erst im September, wenn die ersten „Gäste“ aus dem Norden unsere Region erreichen, ändert sich die Situation wieder. Gönnen wir unseren „alten Vögeln“ die Ruhe und harren wir der Dinge die da kommen.

Essen – die grüne Stadt erleben

Essen 

– die grüne Stadt erleben

eine Führung durch Essen

Bevor wir loslegen muß der verehrte Leser wissen, dass  wir „Ruhris“ eine besondere Spezies Mensch sind. Da wir uns bei der ersten Begegnung ja noch nicht kennen, beginnen wir das Gespräch miteinander indem wir noch „Sie“ zueinander sagen. Das dauert aber in den meisten Fällen nicht lange und es geht in etwa so weiter. „ Hömma, pass ma auf, jetz sach ich dir ma wat!“ …. Und schon sind wir beim vertraulichen „Du“ angelangt. Deshalb setze ich den Text auch mit der uns so liebgewonnen Anrede in der „Du-Form“ fort.

EKZLimbeckerPlatz
EKZLimbeckerPlatz

Wenn du in Essen einem „Eingeborenen“ – also Einheimischen, begegnen möchtest, wirst du ihn in der Innenstadt auf einer der beiden Einkaufsstraßen –  Kettwiger Straße oder Limbecker Straße oder in der Rathaus Galerie oder dem Shoppingtempel  Limbecker- Platz, kaum finden. Der Essener lebt in seiner Siedlung, seinem Vorort. Hier fühlt er sich wohl geht zu seinem Gesangverein, Kegelklub, Tauben – oder Schützenverein, oder in seine Stammkneipe und da sind wir bereits an dem Ort, wo wir uns besten kennenlernen können.  Du darfst nur nicht eingeschnappt sein, wenn die Begrüßung etwas ungewohnt ausfällt, etwa so:“ Tach, wat willsse?  – Tach wat krisse?“  – das heißt nichts anderes als  – herzlich willkommen, was darf es denn für ein Getränk sein? Wenn du dann sagst : „Hallo, ich nimm dann ma en leckeret Stauder Pilsken !“ , dann hast du gewonnen und bist voll integriert und es dürfte höchst wahrscheinlich sein, dass der Tag für dich gelaufen ist und du von der Stadt nicht mehr viel siehst. Dafür wachst du am nächsten Morgen wohl mit etwas Kopfschmerzen auf und die Essener wissen wer du bist, wo du herkommst und wie deine Frau und deine Kinder heißen. Nach einer Aspirin können wir uns aber daran machen unsere schöne Stadt kennenzulernen.

Kettwig
Kettwig

Wegen des gestrigen Tages ist heute frische Luft angesagt und das Auto bleibt vor der Tür, wer weiß schon ob der „Pegel“ seinen niedrigsten Stand bereits wieder erreicht hat. Mit der Ruhrbahn erreichen wir auch so locker die Altstadt von Essen-Kettwig und bummeln durch die Gassen mit den schönen Fachwerkhäusern, die uns glaubhaft machen wir wären im tiefsten Bergischen Land, oder im Sauerland, dennoch befinden wir uns mitten im Ruhrgebiet was wir ja auch bald sehen können, denn wir wandern durch das Ruhrtal in Richtung Essen-Werden. Am Restaurant Kattenturm mit dem Minigolfplatz erfrischen wir uns mit einem kühlen Glas kaltem – natürlich, Wasser – vom Bier hatten wir ja gestern genug. Nach knapp sieben Kilometern erreichen wir dann Essen Werden, mit der Abteikirche und der schönen kleinen Altstadt. Wir gehen am Wasser entlang, genießen die frische Luft , lassen die Brehm Insel hinter uns und gelangen ans Stauwehr und somit zum Baldeneysee. Der Baldeneysee ist der größte der sechs Ruhrstauseen. Umgeben von den Ruhrhöhen sehen wir oberhalb der Regattastrecke die Villa Hügel, auf der anderen Seite liegt etwas entfernt  Haus Scheppen, das ehemalige Lehnsgut der Äbtissinnen und der Abtei Werden und wenn wir nun zur Erholung der müden Füße mit einem der Ausflugsschiffe derweißen Flotte eine Rundfahrt über den See machen, kommen wir am „Seaside Beach vorbei, der einzigen Badestelle im See, gegenüber sehen wir den Rauch der Museumsbahn „Hespertal Bahn“ , das Vogelschutzgebiet Heisinger Aue und das Schloß Baldeney sehen wir ebenfalls während der Fahrt. Zurück am Ausgangsort lässt es sich nicht vermeiden der „Villa Hügel“ einen Besuch abzustatten. 1870 bis 1875 wurde dieses „Einfamilienhaus“ der Familie Krupp erbaut und war Gastgeber für sämtliche Repräsentanten der damaligen Welt.  Hier jetzt alle Eindrücke des imposanten Gebäudes und des umgebenen Parks wiederzugeben würde den Rahmen sprengen, schließlich soll der Artikel ja kein Buch werden.  Ich denke das die Socken langsam qualmen und deshalb nutzen wir auch wieder die öffentlichen Verkehrsmittel für die Rückfahrt.

Baldeneysee
Baldeneysee
Villa Hügel
Villa Hügel

Ich hoffe die Nachtruhe hat gut getan und wir machen uns auf den Weg in die Innenstadt. Hier nehmen wir uns als erstes Ziel den Dom, die Essener Münsterkirche vor. Der Sitz des Bischofs und des „Ruhrbistums“ beherbergt einen wertvollen Kirchenschatz. In der Schatzkammer finden wir die „goldene Madonna“, die älteste vollplastische Marienfigur nördlich der Alpen. Desweiteren befindet sich hier der  2,26 Meter hohe, aus Bronze gefertigte sechsarmige Leuchter und das Schwert der Schutzpatrone Cosmos und Damian, sowie die Kinderkrone Karl des Großen.  Wenn wir dann durch die Rathaus Galerie weiter gehen, befinden wir uns unmittelbar am Fuße des mit 106 Metern ehemals größten Rathauses Europas, von dessen Panoramafenster,  in einer der oberen Etage, man einen herrlichen Blick über das Ruhrgebiet hat. Durch die U-Bahn Passage gelangen wir dann auf die andere Seite der Hauptstraße und befinden uns an dem beeindrucken gotischen Bau der ehemaligen Synagoge, die wie so viele andere Synagogen auch, in der Reichsprogromnacht  in Flammen stand. Der robuste Bau hat die Bombenjahre gut überstanden und wurde komplett saniert. Heute befindet sich in den Räumen eine ständige Ausstellung über jüdische Kultur.

Rathaus - Synagoge
Rathaus – Synagoge

Ich denke so langsam knurrt der Magen und wir nutzen die nahegelegene U-Bahn Station um mit der Linie 107 bis zur Haltestelle  Nikolausstraße zu fahren. Von hier aus sind es noch knapp fünf Minuten Gehweg zum Fünf – Mädel – Haus im Hugenkamp. Hier wollen wir uns schon einmal auf den bevorstehenden Nachmittag einstimmen und womit kann man das besser als mit einem typischen „Ruhrpott – Kohle – Essen“. Die Speisekarte grüßt mit dem Text „ wat gibbet denn Leckeres?“ Wenn man weiterliest stehen da Dinge wie „Bergmannsbuffet“, „Ruhrpott Tappas aus `m Pott“, …. Dann gibbet noch „Kumpel Anton“, „Schachlik im Strukturmantel“, „Ruhrpott Lasagne“ und… und… und…ja, am Schluß dann noch „Omas hausgemachte „kalte Schnauze“ .Das waren natürlich nur Ausschnitte aus den Möglichkeiten, jedenfalls können wir dann gestärkt zur Zeche Zollverein kommen, dem UNESCO Welterbe und der ehemals modernsten Zeche Europas die 1986 dicht gemacht wurde. Heute beinhaltet die Zeche das Ruhrmuseum, Das Design Zentrum, Erlebnis und Event Stätten und vieles mehr. Zollverein zählt heute zu den imposantesten Industriedenkmälern der Welt. Der Besuchstag endet dann auch hier und die müden Beine können sich bei der Rückfahrt mit der Ruhrbahn wieder etwas entspannen.

Wir wollen den nächsten Tag ruhiger beginnen und machen zunächst eine Stadtrundfahrt mit dem englischen Doppeldeckerbus. Danach besuchen wir Essens größten Park. Der Gruga Park entstand 1929 anläßlich der großen Ruhrländischen Garten- Bauausstellung und hat eine Größe von 65 Hektar. Botanischer Garten, Dahlienarena, Gruga Bahn, Gruga – Bad , Musikpavillon, Rollschuhbahn, Kinderspielplätze, Orangerie und Modellbahnanlage, es gibt eigentlich für jeden etwas zu finden, selbst Kur vor Ort  und die Messe integrieren sich in die Anlage. Wir verlassen den Park am Ausgang Mustergärten an der Lührmannstraße und schauen uns noch die erste deutsche Gartenstadt, die Siedlung Margarethenhöhe  an, die 1910 fertiggestellt wurde. Margarethe Krupp stiftete die Siedlung, mit einer Fläche von 115 Hektar, 935 Wohneinheiten und 50 HektarSiedlungsfläche, anläßlich der Trauung ihrer Tochter Bertha.Du siehst, lieber Leser, es gibt eine Menge zu sehen in unsere „Grünen Hauptstadt Europas“ und das war nur ein kleiner Ausschnitt der Möglichkeiten in Essen und der Umgebung.

Margarethenhähe
Grugapark
Grugapark

Auch die Nachbarstädte haben ihre besonderen Reize wie Mülheim mit dem, Wasserbahnhof der Camera Obscura oder Duisburg mit dem Binnenhafen, Oberhausen mit dem CentrO und dem Gasometer, Bochum mit dem Planetarium, dem Starlight Express, Hattingen mit seiner Altstadt und alles in unmittelbarer Nachbarschaft, denn eigentlich sind wir ja alle eine Stadt – die Metropole Ruhr.

unsere Libellen

Blauflügel Prachtlibelle

Großer Blaupfeil – Libelle

Blutrote Heidelibelle

gefleckte Heidelibelle

nordische Azurjungfer

 

Wir standen auf einer Brücke in der wunderschönen Urdenbacher Kämpe und schauten auf das Treiben an der Wasseroberfläche. Eigentlich waren wir hier um den Eisvogel zu beobachten, der sich aber nicht blicken ließ. So bemerkten wir die hin- und herschwirrenden „Schmetterlinge“ über dem Wasser. Beim genaueren Hinsehen wurde uns schnell klar das es sich hier nicht um Schmetterlinge handelte, sondern um eine Libellenart mit relativ großen, blauen Flügeln. Was wir hier sahen entpuppte sich als „Blauflügel Prachtlibelle“

Blauflügel Prachtlibelle
Blauflügel Prachtlibelle
Blauflügel Prachtlibelle
Blauflügel Prachtlibelle

Die Flügel schimmerten leuchtend blau und der metallisch blaue Körper glänzte in der Sonne.  Lediglich die letzten drei Segmente der Blauflügel Prachtlibelle sind leuchtend rot gezeichnet. Im Gegensatz zum „blauen“ Männchen haben die geschlechtsreifen Weibchen einen bronzefarbenen Körper mit braunen Flügeln. Das Männchen verteidigt sein im schattigen Uferbereich gelegenes Revier gegen Artgenossen. Die Eiablage der Weibchen erfolgt unter Wasser und kann 1 1/2 Stunden dauern, wobei sie vom männlichen Partner oberhalb der Wasseroberfläche streng bewacht wird. Das Männchen passt aber nicht nur auf seine Partnerin auf, sondern bewacht auch die anderen weiblichen Libellen bei der Eiablage.

Großer Blaupfeil

Diese Libelle entdeckten wir ebenfalls in der Urdenbacher Kämpe. Sie lag auf dem trockenen Boden und wir glaubten schon sie wäre tot. Allerdings liebt der Große Blaupfeil die vegetationsarmen Bereiche der Gewässer. Mit einer Flügelspannweite von 8 cm und einer Körperlänge von 5 cm gehört er zu den großen Libellenarten, Der Oberkörper ist hellbraun und der hintere Teil ist blau . Lediglich die letzten zwei Segmente sind gelb-schwarz gefärbt. Die Libellenart ist in unserer Region häufig anzutreffen und zählt zu den Segellibellen.

Großer Blaupfeil
Großer Blaupfeil

die Blutrote Heidelibelle

Diese Libelle ist sehr anspruchslos und lebt an stehenden als auch an fließenden Gewässer, Die Eiablage der Blutroten Heidelibelle findet im Trockenen am Boden statt. Die Spannweite der Flügel beläuft sich auf 4 – 6 cm bei einer Körperlänge von etwa 4 cm. Ein Erkennungsmal für diese Libelle sind die schwarzen Beine, die bei den verwandten Arten wie der Großen Heidelibelle oder der Gemeinen Heidelibelle von gelben Längsstreifen gezeichnet sind.

Blutrote Heidelibelle
7 Blutrote Heidelibelle

Gefleckte Heidelibelle

sie gehört zu den Segellibellen und ist überall in Europa zu finden. Gerne lebt sie an ausgetrockneten Teilen von Biotopen. Die Flügelspannweite beträgt 5 – 6 cm und die Körperlänge etwa 4 cm. Sie lebt in der Nähe von vegetationsreichen Gewässern. Die Gefleckte Heidelibelle steht auf der roten Liste der gefährdeten Arten. Ihr Bestand ist in Deutschland rückläufig, in Österreich ist sie bereits vom Aussterben bedroht. Sie wurde 2015 auf Grund dieser Tatsachen zur Libelle des Jahres gewählt. Ich konnte sie im Juni 2013 auf der Insel Rügen fotografieren.

Gefleckte Heidelibelle
Gefleckte Heidelibelle

Nordische Azurjungfer

die Nordische Azurjungfer gehört zu den kleinsten Libellen ihrer Gattung. Sie liebt Moore und den Schwingrasen an Seen und Teichen. Die weiblichen Libellen sind eigentlich nur während der Paarungszeit zu sehen, ansonsten sind sie versteckt in der Vegetation, über der die männliche Libelle flink hin- und herfliegt. Am hinteren Teil befindet sich eine u-förmige Zeichnung und ein pflugförmiger Zacken. Man sieht diese kleine Libelle von Mitte Juni bis August.

Nordische Azurjungfer
Nordische Azurjungfer
Nordische Azurjungfer
Nordische Azurjungfer

Bienenstrom

Strom aus  Wildpflanzen

Da bahnt sich eine tolle Entwicklung an : „Bienenstrom“ ist das Schlagwort eines Projekts in Nürtingen. Stromerzeugung aus Biogasanlagen, die mit Wildpflanzen vom Feld gespeist werden. Vor der Ernte können sich Insekten und Bienen auf dem bunten Feld, mit einer Vielzahl an Wildpflanzen, bedienen. Im Gegensatz zum eintönigen Mais- Getreide- oder Rapsfeld, ist hier der Tisch reichlich gedeckt. Der so erzeugte Ökostrom kommt also völlig ohne Pestizide und ohne Überdüngung aus. Die Folge sind jede Menge Insekten, eine gesunde Umwelt, Felder ohne Blütenränder und gesundes Grundwasser. Das Projekt wurde von den Stadtwerken Nürtingen in der Schwäbischen Alb ins Leben gerufen. Landwirte die daran teilnehmen erhalten zum finanziellen Ausgleich einen „Blütenhilfe Beitrag“. Für jede verkaufte Kilowattstunde erhält der Landwirt einen Cent direkt vom Verbraucher. Bisher beteiligen sich 11 Bauern mit einer Fläche von 14 Hektar Wildpflanzen an dem Projekt „Bienenstrom“, von dem 300 Haushalte versorgt werden können. Ein weiterer Ausbau ist vorgesehen. Die beteiligten Personen sind vom Projekt begeistert. Quelle Stadtwerke Nürtingen

 

 

Fuchsjagd verbieten?

Fuchsjagd

sollte die Fuchsjagd verboten werden ?

Im Jagdjahr 2016/2017 wurden 435.700 Füchse getötet. Alleine im Bundesland NRW 54.971, das sind 1650 mehr Tötungen als im Jahr zuvor.

Die ökonomische Rolle für die Fuchsjagd ist durch den Verzicht auf das Tragen von Fuchspelzen heute nicht mehr gegeben. Als Lebensmittel ist das Fleisch des Fuchses ebenfalls nicht geeignet. Warum wird der Fuchs dann so immens bejagt? Es gibt Jäger die sehen den Fuchs als Kontrahenten bei der Jagd auf Niederwild, wie den Feldhasen an. Sie möchten sich die Jagd nicht durch den Fuchs vermiesen lassen und bekämpfen ihn dann lieber. Außerdem spielt das „Erlebnis“ Jagd eine Rolle, die Freude am Erleben der Jagd. Nun wird oft angegeben die Jagd wirke Regulierend auf die Fuchsbestände. Erwiesen ist aber, das die Zahl der getöteten Jungfüchse dem entspricht , was die Natur auch selbst geregelt hätte. Fünfzig Prozent der Jungfüchse überleben das erste Jahr nach der Geburt aus natürlichen Gründen nicht. Der Jäger greift also hier nur der Natur vor. Eine Studie besagt, dass dort wo der Bestand durch Jagd reduziert wird, die Geburtenrate entsprechend steigt. Bei Nichtbejagung sei die Geburtenrate niedrig.  Dieser Effekt entsteht durch  stabile soziale Strukturen innerhalb der Fuchsfamilien, in dem nur e i n e Füchsin Welpen bekommt, während die anderen Füchsinnen für die die Nahrungsbeschaffung zuständig sind. Wird das System durch die Jagd zerstört, werden die Füchse aus dem Revier vertrieben, das soziale Band zerstört und die Fähen pflanzen sich unkontrolliert fort. Als geradezu unmenschlich muß die Fallenjagd angesehen werden, wodurch ein in eine Falle geratenes Tier unendliche Qualen bis zum Tod erleiden muß. Die Haltung von gezähmten Füchsen für die Schliefanlagen muß ebenfalls klar als Tierquälerei angesehen werden. Der gezähmte Fuchs wird in einem „Bau“  gefangen gehalten, um den Teckel beim Aufspüren des Fuchses auszubilden. Dieser verletzt dann den Fuchs oft sehr schwer. 

In England wurde die Treibjagd verboten, aber bereits 36 Stunden später machten sich 300 Jagdanhänger zu Fuß und 150 Berittene und selbst vier Reiter der Polizei auf zur fröhlichen Jagd. Später erklärte man sich bereit die Regeln bei der Jagd einzuhalten und nur zwei Hunde in den Wald zu schicken um den Fuchs aufzuspüren, den sie dann schießen wollten. Sollte ein Hund nach Beendigung der Jagd noch einen Fuchs in einem Bau aufspüren, sollte der Hund ihn töten dürfen, weil der Bauer ja schließlich sein „Federvieh schützen möchte“. 

Oft wird auch das Argument der Tollwut als Grund für die Fuchsjagd ins Gespräch gebracht. Allerdings ist diese Gefahr durch ausgelegte Impfköder seit 2008 nicht mehr gegeben. Die Tollwut gilt seitdem als ausgemerzt (Robert Koch Institut , 28.02.2011, Epidologisches Bulletin Nr.8). Auch die  Räude kann nach der Universität München nicht mehr als Grund angesehen werden. Der Fuchsbandwurm zählt zu den seltensten Parasiten in Europa (Apothekenumschau 25.05.2014). 

Der Fuchs tötet in erster Linie kranke, geschwächte Tiere seines Beuteschemas . Ein Fuchs frißt jährlich bis zu 3000 Mäuse, aber der Bauer besprüht lieber Gift auf die Felder um Mäuse zu töten. Dieses Gift tötet aber nicht nur die Mäuse, sondern gefährdet weitere Wildtiere und die Gesundheit des Menschen. Den Fuchs als Verursacher des Artensterbens beim Feldhasen und Auerhahn ins Feld zu führen trifft ebenfalls nicht zu. Der Feldhase leidet wie der Auerhahn an Nahrungsmangel durch die veränderte Umwelt. Außerdem werden jährlich mehr als 200.000 Feldhasen von Jägern geschossen (Deutscher Jagdverband e.V. (2014)  Jahresstrecke Feldhase DJV-Handbuch Jagd 2015).

Es ist daher durchaus vertretbar das mehrere Petitionen zum Verbot der Fuchsjagd auf den Weg gebracht wurden

Schwebfliegen – nützliche Winzlinge

Schwebfliegen

Die nützlichen Winzlinge

– weit verbreitet ist die „große Schwebfliege“. Sie gehört zu den häufigsten der Schwebfliegenarten. Zu finden ist sie an allen Blütenarten, vom Doldenblütler über Hahnenfußgewächse bis zur blühenden Hecke und den Balkon oder Terrassenblumen. Auch wenn sie den Namen „groß“ führt, bringt es die große Schwebefliege nur auf 9 – 13 Millimeter . Vom Aussehen ähnelt sie einer Wespe. Drei gelbe, unterbrochene Querstreifen mustern ihren Hinterleib.  So ahmt sie der wehrhafteren Wespe nach. Ebenfalls weit verbreitet ist die kleine Schwebefliege und die behaarte Schwebefliege.

Schwebefliegen sind großartige Flugkünstler. Wie der Kolibri „stehen“ sie in der Luft und haben dabei einen Flügelschlag von 300 in der Sekunde. Sie sind in der Lage blitzartig nach Vorne oder nach Hinten zu fliegen. Da sie sich ausschließlich von Pollen und Nektar ernähren, zählen Schwebfliegen, von denen es in Deutschland über 450 Arten gibt, zu den wichtigsten Bestäubern in der Natur und sie haben einen noch weiteren nützlichen Vorzug. Die Made der Schwebfliege verzehrt in den zehn Tagen ihres Daseins, danach wird sie zur Schwebfliege,  mehrere hundert Blattläuse. Die Eier werden im Versandhandel mit Einheiten von 500 Stück zur Schädlingsbekämpfung verkauft. Schwebfliegen liefern also wichtige Argumente  uns für den Schutz und den Erhalt von Insekten einzusetzen.

 

unsere kleinen Dinosaurier

Vögel und Dinosaurier

Lange Zeit wurde über die Abstammung der Vögel in der Wissenschaft gezweifelt. Heute ist es aber erwiesen das unser gefiederten Freunde von Dinosauriern abstammen. Es waren Saurier aus der Gruppe der Theropoden, das waren zweibeinige, rennende und fleischfressende Dinosaurier, sogenannte Echsenbeckendinosaurier.  Über einen Zeitraum von 50 Millionen Jahren erfolgte die Evolution zum Vogel.  Funde weisen darauf hin, dass der Urvogel vor etwa 150 Millionen Jahren in Erscheinung trat. Zunächst bildeten sich aus den Theoropoden immer kleiner werdende Arten mit Krallen, Schwanz und Federn.

Zhenyuanlong  ist der Name eines Fossils das in China gefunden wurde. Der Saurier hatte kurze Arme, breite Flügel und der Körper war  mit Federn bedeckt.  Seine Größe war zwei Meter und sein Gewicht betrug 10 Kilogramm. Allerdings galt er wegen seiner Größe als nicht flugfähig. Sein Alter wurde auf einen Zeitraum vor 125 Millionen Jahren festgelegt. Der wichtigste Fund wurde in Bayern im Jahr 1861 das Skelett des Urvogels „Archaeopteryx“.Seine Lebenszeit war  vor 150 Millionen Jahren.

Endgültige Klarheit über die Abstammung der Vögel brachten dann Funde in der Provinz Liaoning in China. Dort fanden Bauern mehrere Fossile wie den Sinosauopteryx, der vor 125 Millionen Jahren lebte.  Seine Größe wurde mit 1,25 Metern angegeben und sein Gewicht mit 2,5 Kilo. Er lief auf zwei Beinen aufrecht und hatte scharfe Zähne. Kleine Tiere und Insekten waren seine Beute. Man fand Fossilien mit Fußabdrücken, Federn und Mageninhalt, sogar mit noch nicht abgelegten Eiern und inneren Organen. Somit war die  Nähe der Vögel zu fleischfressenden Dinosauriern als gegeben anzusehen.

 

 
 

 

 

dunkle Erdhummel ist Gartentier des Jahres 2018

die dunkle Erdhummel wurde gewählt

Gartentier 2018

Erdhummel
Erdhummel
  • die dunkle Erdhummel ist das Gartentier des Jahres 2018. Der ein Millimeter breite braungelbe  Querstreifen auf schwarzem Rumpf, mit einem grauweißen Hinterteil, sind die typischen Merkmale für die dunkle Erdhummel. Die fleißige Hummel bedient sich an mehr als 220 Wildpflanzenarten, wobei sie durch verlangsamtes Flügelschlagen in der Blüte die Pollen aufwirbelt, die dann den ganzen Körper bedecken. Auf diese Weise bestäubt sie über den gesamten Tag  2000 – 4000  Himbeer,- Kirsch,- Apfel,- Stachelbeer- und Johannisbeerblüten.  Der geschäftsführende Vorstand der Heinz Sielmann – Stiftung , Michael Beier, erklärte in seine Rede zur Ernennung der dunklen Erdhummel, die Wahl als stellvertretend für alle Wildbienen, ohne die den Menschen die Lebensgrundlage genommen würde. Die Heinz Sielmann Stiftung forder mehr Einsatz für eine mutige und zukunftsträchtige Agrarpolitik in Deutschland und der EU für eine nachhaltige Entwicklung im Natur- und Umweltschutz um das Insektensterben zu stoppen.
  • Die Heinz Sielmann Stiftung setzt sich für den Schutz der Natur ein, hilft beim Erhalt der Artenvielfalt im Tier,- und Pflanzenreich. Das Ziel ist Natur zu erhalten und allen Menschen zugänglich zu machen.