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warum ist der Osten „rechts“?

obwohl in den neuen Bundesländern bedeutend weniger Migranten leben als in den alten Bundesländern ist der Rechtsextremismus im Osten besonders stark angesiedelt. Woher kommt diese offensichtliche Angst vor dem „Fremden“ ?

Osten

Zum Ende des 2. Weltkrieges wurde Deutschland bekanntermaßen in Ost und West aufgeteilt.  Im Westen beteiligen sich die Alliierten an der Vergangenheitsbewältigung. Die Nürnberger Prozesse rollen die Taten der Nazis auf, es kommt zu Verurteilungen. Die neu entstehende Bundesrepublik erhält eine demokratische Verfassung die Beispielhaft ist. Der Wiederaufbau läuft auf vollen Touren. Mit westlicher Unterstützung boomt die Wirtschaft. Das Wirtschaftswunder nimmt seinen Lauf. Konrad Adenauer , erster Kanzler der jungen Bundesrepublik,  holt aus Europa die „deutschstämmigen Bürger“ zurück in die Heimat. Auch wenn es bereits Generationen betrifft, die Deutschland nur aus Büchern kennen.
Der demokratische Gedanke setzt sich in der nächsten Generation fest.  Ein Beispiel dafür liefern die „68er“. Noch sitzen in den hohen Ämtern ehemalige Nazis. Der Springer Verlag will ein Pressemonopol errichten. Die Jugend und die Studenten gehen auf die Straße, demonstrieren mit allen Mitteln für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und für die Pressefreiheit.

Der Westen

Der Wirtschaftsaufschwung macht es nötig Arbeitskräfte aus Europa einzuladen als Gastarbeiter in Deutschland zu arbeiten. Aus allen Teilen Europas kommen Arbeiter und gemeinsam mit ihren deutschen Kollegen wird in den Stahlwerken und auf den Zechen „geschafft“. Die meisten der Gastarbeiter werden über Generationen bleiben. Längst haben sich Freundschaften gebildet und man ist zusammen gewachsen . Viele der ehemaligen Gastarbeiter sind geblieben, haben sich eine neue Existenz aufgebaut und sind heute Deutsche.

eine bunte Vielfalt

Das Leben mit den verschiedenen Kulturen bereichert das Leben. Im Ruhrgebiet entstehen diverse Restaurants. Italienische, griechische spanische und portugiesische und zuletzt türkische Küche konkurieren  mit chinesischer und thailändischer Küche. Kulturelle Veranstaltungen werden mitgestaltet, Volksfeste werden bunter. Klar verläuft nicht alles reibungslos. Dennoch, das Problem „Migration und Flüchtlinge“ hat hier längst nicht das Gewicht wie im Osten. Zahllose freiwillige Helfer unterstützen die Flüchtlinge bei der Eingliederung, im Bezug auf Behördengänge, Wohnungssuche und Schule. Allerdings ist auch hier klar das es unbedingt mehr Unterstützung von staatlicher Seite geben muß. Schulen stoßen mit ihrer Kapazität an Grenzen und es fehlen Lehrer. Sprache ist das A und O zur Integration. Es zeigen sich erste Erfolge bei der Ausbildung und der Arbeitssuche. Günstiger Wohnraum muß geschaffen werden um eine Gettorisierung in einzelnen Stadtteilen zu verhindern.  Alle wissen, es gibt noch viel zu tun, aber man sieht Fortschritte und eine positive Entwicklung.
Es entsteht kein Nährboden für Nazis und die AfD. Der Stimmenanteil der Rechten ist minimal im Vergleich zu den Bundesländern im Osten.

Der Osten…

…ist der eigentliche Verlierer des 2. Weltkrieges. Ganz anders als im Westen ändert sich das Leben dort kaum. Die Doktrin der NSDAP wird durch die linke Doktrin der SED abgelöst. Von der rechten Diktatur  geht es nahezu nahtlos in die linke Diktatur über. Der Staat übernimmt erneut die Kontrolle über seine Bürger. Stasi – FdJ – alles Organisationen die es in ähnlicher Form unter den Nazis gab. Staatliche Kontrolle und Bespitzelung, das Einmischen in die Erziehung bereits vom Kinderhort an und parteitreues Lehrpersonal an den Schulen. Organisierte Massenveranstaltungen mit Jubelarien wie zu Zeiten der NSDAP werden abgehalten. Fremdarbeiter aus den „verbrüderten Staaten“ werden ins Land geholt, untergebracht in Häuserblöcken und betreut von einem Sekretär der Partei.  Selbstbestimmung ist ein Fremdwort und nicht gewollt.

Die alten Nazis darf es offiziell nicht geben, die sind nach der SED, alle im bösen Westen, der zum ständigen Feindbild der DDR geworden ist. So wird das rechte Gedankengut nicht bekämpft, sondern bewahrt.  Unterschiede sind ja eh kaum zu erkennen. Fremdenfeindlichkeit bleibt in den Köpfen erhalten und wird weitergegeben.

Die Wende

Die Folgegeneration macht das allerdings nicht uneingeschränkt mit. Der wirtschaftliche Untergang des Osten trifft besonders hart die DDR, die vom russischen Bruder ausgebeutet wird. Alle Versuche an Devisen zu kommen scheitern, der Staat steuert auf die Pleite zu. Die Bevölkerung widersetzt sich und das Ergebnis ist schließlich Massenflucht und endlich die Wiedervereinigung.

wieder vereint….

…ist die Hoffnung auf bessere Zeiten groß. Helmut Kohl, damals Bundeskanzler der BRD spricht von entstehenden „blühenden Landschaften“ und die D-Mark bringt die Augen zum Leuchten. Leider läßt der Westen dann aber die „Neubürger“ mit ihren Sorgen und entstehenden Problemen im Umgang mit der neuen Staatsform, der Demokratie und dem Kapital als Gesellschaftsform, alleine. Einzig die Nachfolgeorganisation der SED , die PDS, versucht den Bürgern vor Ort Hilfestellung zukommen zu lassen.  Nach dem Zusammenschluß zur Partei „Linke“ ist auch diese Episode Vergangenheit. Viele kommen mit der neuen Lebensweise nicht zurecht und stürzen sozial ab. Unzufriedenheit wächst, Angst vor Fremden steigt und obwohl nur ein minimaler Prozentsatz Migranten in den östlichen Bundesländern untergebracht werden, finden die Nazis der Pegida Bewegung und der AfD hier fruchtbaren Boden und streuen fleißig neue Saat auf den verseuchten Boden……   und wieder schaut der Westen zu.

Mir ist durchaus bewußt das auch in den neuen Bundesländern die überwiegende Mehrheit auf dem Boden des Grundgesetzes steht. Dieser Bericht ist lediglich der Versuch einer Erklärung, warum rechtes Gedankengut sich in weiten Teilen der Bevölkerung in den neuen Bundesländern so leicht verbreiten läßt.

Emsvertiefung

Emsvertiefung – das Thema kommt immer wieder auf die Tagesordnung, wenn in Papenburg auf der Meyer Werft eines der Riesenschiffe vom Stapel läuft. Voraussichtlich am 6./7.  Oktober 18 ist es wieder soweit.

Emsvertiefung
Meyer Werft

Die AIDAnova mit einer Länge von 337 Metern wird dann vom Stapel laufen. Der Termin ist abhängig vom Wetter und von der Tide.  Die Ems wird dazu vom Sperrwerk bis Papenburg für 52 Stunden auf 2,70 m  NHN aufgestaut.

Emsvertiefung
Emssperrwerk

Die neue AIDA ist das erste Kreuzfahrtschiff das mit Flüssigerdgas betrieben wird und somit die Umwelt nicht derart gefährdet wie alle anderen Kreuzfahrtschiffe.

Folgen der Emsvertiefung

Die Vertiefung der Ems wird von der Reederei immer wieder ins Gespräch gebracht um noch größere Schiffe bauen zu können. Allerdings würde eine weitere Vertiefung der Ems gravierende Folgen in Bezug auf die Umwelt haben.

Der niedersächsische Umwelt- und Wirtschaftsminister Lies ist zwar der Meinung mit einer ökologischen Strategie zum Sediment-Management, die Außenems ohne Umweltschäden zu verursachen, vertiefen zu können, das sehen allerdings Umweltverbände völlig anders.

Meeresschutz und Vogelschutzrichtlinien sind gemäß der EU Wasserrahmenrichtlinien durch das Land Niedersachsen verpflichtend einzuhalten. Ebenso besteht die Pflicht den ökologischen Zustand der Ems nachhaltig zu verbessern. 

Tatsache ist das  alleine durch die Unterhaltungsbaggerung auf niederländischen und deutschen Bereichen zehn Millionen Kubikmeter Baggermassen bewegt werden. Eine weitere Vertiefung der Ems führt zur Schädigung der Organismen durch das Eindringen von mehr salzhaltigem Flutwasser. Schlick, der mitgeführt wird, setzt sich ab und weniger Flutwasser fließt zurück. Somit gelangt mehr Salzwasser flußaufwärts und schädigt die vom Süßwasser abhängigen Organismen. Das bewirkt wiederum mehr Schlick. In den heißen Sommern, wie gerade in diesem Jahr wird dem Wasser noch mehr Sauerstoff entzogen und es entstehen tote Zonen.  

Borkum – betroffen 

Die dadurch entstehende Eintrübung und Verschlickung der Emsmündung hat auch Folgen für die vorgelagerten Inseln. Zum Beispiel kann die Badequalität des Wassers vor Borkum Schaden nehmen. Die Salzwiesen der Insel ,die Muschelbänke und die Fischerei  können beeinträchtigt werden.

Umweltverbände, Kreise aus der Muschelfischerei, des Wassersports und der Tourismusbranche setzen sich gemeinsam mit dem WWF gegen eine weitere Vertiefung der Ems ein.

Ästuar

Bei den Recherschen zum Thema stieß ich auf das Wort „Ästuar“.  Das ist die Bezeichnung einer trichterförmigen Flußmündung, die unter dem Einfluß von Gezeitenströmungen steht. Die Mündungen der Ems und der Weser haben eine derartige Mündung. Im Gegensatz zur Deltamündung (Rhein) werden die Ästuare weitgehend von Gesteinssedimenten (Ablagerungen) freigehalten. In ihnen befinden sich tiefe Erosionsrinnen.

Die Schichtung wird vom einströmenden Salzwasser und ausströmenden Süßwasser bestimmt. Die Ablagerungen werden meist bei einsetzender Tide erodiert, die unteren Lagen bleiben aber beständig und bauen sich weiter auf. Dadurch werden Ausbaggerungen nötig , um die Schifffahrt zu gewährleisten. Das Wasser trübt sich ein. Die Ablagerungen zerstören das sogenannte Phytoplankton.

Phytoplankton – der Sauerstoffproduzent

Phytoplankton besteht aus Kieselalgen, Grünalgen, Goldalgen und Blaualgen. Es produziert mit Hilfe der Synthese aus Kohlenstoffdioxid und Nährstoffen Biomasse und bildet somit die Basis der Nahrungskette im Gewässer. Das Phytoplankton dient im Boden lebenden Tieren und Zooplankton als Nahrung. Bekannt ist das Krill (garnelenförmige Krebstiere) .

Außerdem ist das Phytoplankton für die Produktion eines Großteils des Sauerstoffs in der Atmosphäre verantwortlich. Der Anteil liegt zwischen 50 und 80 Prozent. 

Durch die Erderwärmung und dem damit verbundenen Anstieg der Meerestemperaturen ist die Menge des marinen Phytoplankton bis heute um 40 Prozent zurückgegangen. Die Sauerstoffproduktion durch Phytoplankton wird dadurch also drastisch geschädigt.

Es ist im Interesse der Menschheit mehr Gewicht auf die Wahrung des Gleichgewichtes in unseren Gewässern zu achten.

Nordsee Insel Borkum –

Nordsee Insel Borkum war einmal mehr das Ziel unserer acht Tage Tour. Die Nordsee – Insel mit Hochseeklima und einer Fläche von 36 km²  ist  die größte und westlichste der ostfriesischen Inseln.

Nordsee

Sie liegt zum holländischen Festland fünf Kilometer und zum deutschen Festland zehn Kilometer entfernt. Hier leben 5500 Einwohner, die 300.000  Touristen  jährlich beherbergen.

Nordsee
alter und neuer Leuchtturm

Erstmals erzählt im 13. Jahrhundert eine Geschichte von einer Kreuzfahrerflotte die vor „BORKNA“ ankerte. Zu dieser Zeit waren die heutigen Inseln Borkum, Juist und Norderney noch eine zusammenhängende Marschinsel. Eine große Sturmflut sorgte erst für das Auseinanderdriften der drei Inseln.

Nordsee

Erstmals urkundlich erwähnt wird die von Seeräubern bewohnte Insel 1398. Wohlstand und Reichtum brachte im 17.Jahrhundert der Walfang. Nahezu jeder der heutigen „Ureinwohner“ hat im Stammbaum etwas mit dem Walfang zu tun.

Der Niedergang entstand durch den englisch-niederländischen Krieg, der den Walfang zum Erliegen brachte. Von den ursprünglich 852 Inselbewohnern aus dem Jahr 1776 blieben im Jahr 1811 gerade einmal 406 der Insel treu. Ein Borkumer Arzt richtete dann 1844 die erste Badestelle ein, da seit 1834 die ersten Erholungssuchenden auf die Insel kamen.

Bereits im Jahr 1865 zählte man 1024 Badegäste und die Zahl wuchs von Jahr zu Jahr. 1900 waren es bereits 1674 Feriengäste. 

Nordsee

Außer den vielen Feizeitangeboten wie das Gezeitenland mit Wellness Zentrum und Panorama Sauna, dem Erlebnisbad, einer Indoor Surf-Anlage, gibt es Kurhäuser und eine gute Gastronomie. Der Trumpf aber ist die herrliche Naturlandschaft, mit gewaltigen Dünen und dem Krüppelwald „Greune Stee“, sowie den Naturschutzgebieten wie dem Tüskendörsee und den Klopwiesen. Das Ostland mit den Salzwiesen zieht jeden Naturliebhaber in seinen Bann. Mehr zu den einzelnen Bereichen erzähle ich in den folgenden Artikeln

Nordsee Insel Borkum – vom Südstrand zur „Greunen Stee“

Von unserem Ferienhaus „Heidi“ in der Süderstraße zum Südstrand ist es nur ein kurzes Stück. Sieben Ferienwohnungen werden im Haus „Heidi“ angeboten und wir waren außerordentlich zufrieden. Unser Zimmer im Erdgeschoß ist liebevoll eingerichtet. Es fehlt an nichts. Sehr sauber und gepflegt und die Gastgeber sind sehr freundlich und hilfsbereit. Die Sterne sind überaus verdient.

Vom Südstrand mit dem Restaurant „Heimliche Liebe“ ist es nicht weit in die „Greune Stee“.

Nordsee
„Greune Stee“

Der Name bedeutet  die „Grüne Stelle“. Im 19. Jahrhundert hatte ein Lehrer die Idee mit seinen Schülern Bäume zu pflanzen, um einen Lebensraum für Vögel und für Wild zu schaffen. Durch die Anpflanzungen gelangten diverse Vogelarten nach Borkum, wie Amsel, Finken und Meisen. Es kamen aber auch der Buntspecht, die Eule und Schnepfen um sich hier anzusiedeln.

Nordsee
„Greune Stee“

ein neues Biotop

In der „Grünen Stelle“ gibt es keine Forstwirtschaft und so kann die Natur sich frei entfalten. Es entsteht Totholz für Insekten und somit viel Nahrung für die Vögel. Das Gebiet enthält einen Mix aus Salzwasser, welches von der Nordsee hereingespült wird und aus Süßwasser. Dadurch entsteht eine außerordentliche Kulturlandschaft mit einem Krüppelwald und den unterschiedlichsten Pflanzen. Teilweise erinnert die Landschaft an einen Dschungel, dann wieder an eine Heidelandschaft. Die „Greune Stee“ ist heute Naturschutzgebiet mit Sumpfvögeln und Löffelenten.

Nordsee Insel Borkum –  „Tüskendörsee“

Bei unserem Besuch im letzten Jahr haben wir ein großes Stück der Tour zu Fuß gemacht und waren ziemlich geschafft. Deshalb fahren wir heute mit dem Bus bis zur Haltestelle „Neuer Deich“ und gehen von dort aus zum Tüskendörsee. Der größte Binnensee der Insel ist Vogelbeobachtern bestens bekannt. Allerdings muß man schon gute Teleobjektive oder ein Spektiv mitführen, da die Entfernung vom Deich zu den Watvögeln sehr groß ist.

Nordsee
Brandenten Kolonie
Nordsee
Löffler

Rotschenkel, Austernfischer, Kiebitz Löffelenten und der Löffler sind zu beobachten. Das Brutgebiet des Löfflers liegt allerdings nicht einsehbar irgendwo am See und so konnte ich ihn lediglich im Vorbeiflug „erwischen“. Etwas einfacher machtes mir der Kiebitz und die Rohrammer, die mich völlig ignorieren. Das Wetterschutzhaus am See ist „blockiert“. Rauchschwalben haben sich hier eingerichtet. Obwohl die Jungvögel bereits fliegen können betteln sie die „Alten“ noch um Futter an.                    

Nordsee
Rauchschwalben
Nordsee
Kiebitz
Nordsee
Wiesenpieper

Aussichtsdüne und Salzwiesen – Hooge Hörn

Die Tour die wir uns heute vorgenommen haben können wir nicht zu Fuß bewältigen. Wir leihen uns Fahrräder und fahren ins „Ostland“. Erstes Ziel ist die Aussichtsdüne „DUALA DÜNE“  Diese befindet sich am Ende des neuen Deichs. Man hat einen wunderbaren Blick über die Insel und auf das Welt – Kulturerbe – Wattenmeer.  Die Düne ist die höchste der „Steerenklippen“. Ursprünglich waren das Ostland und Borkum die meiste Zeit durch den Tüskendörsee getrennt. Er bildete quasi einen Priel zwischen Borkum und dem Ostland. Erst durch den Deichbau wurde das Ostland dauerhaft zugänglich. Der Name DUALA rührt aus einer Zeit als Borkum eine Festung war. Auf der Düne war eine Flakbatterie mit dem Namen Duala stationiert. Bei guter Sicht erkennt man Norderney und Juist, die benachbarten ostfriesischen Inseln.

Nordsee
Blick von der Duala Düne

Die Räder bleiben an der Aussichtsdüne stehen, weil der Weg durch die folgenden Salzwiesen zu sandig ist. Ziel ist die Hooge Hoern, der äußerste östlich Teil der Insel. Es versteht sich, das wir auf den gekennzeichneten Wegen bleiben, denn wir befinden uns inmitten des Vogelschutzgbiets. Naturschutz hat schließlich Vorrang. Im Frühjahr und Herbst sind hier tausende Vögel zu beobachten. Wir sind allerdings etwa einen Monat zu früh hier. Dennoch sind wir beeindruckt von der wunderbaren Landschaft.

Nordsee
Salzwiesen

Salz

Das Salz welches durch das Meerwasser der Nordsee bei Hochwasser einfließt ist für normale Pflanzen tödlich. Das erklärt übrigens auch weshalb das Streuen von Wintersalz in den Städten so schädlich für die Bäume und Pflanzen ist.  Die Landpflanzen sind nicht auf den Umweltfaktor Salz eingerichtet. Salzpflanzen, sogenannte Halophyten, haben sich auf das Salz eingestellt. Diese haben auffallend kleine Blätter. Je weiter man in die Salzwiesen voranschreitet um so kleiner, unauffälliger sind die Blüten der Pflanzen.

Nordsee

Queller und andere „Salzpflanzen“

Bei einem Essen im „Teehaus“ hatten wir einmal als Beilage ein „Kraut“ das wir noch nicht kannten, welches aber sehr schmackhaft war. Man erklärte uns das es sich um ein Gewächs aus den Salzwiesen handelt. Es war der   „Queller“, ein Gewächs der Niedrigwassermarke, das überhaupt keine Blätter mehr entwickelt. Während die Salzpflanzen versuchen das aufgenommene Salz mit den Blättern abzustoßen, speichern der Queller und die „Sand – Sode“ das Salz völlig und sterben im Herbst ab. Es handelt sich um Einjahrespflanzen.

Nordsee

Die Salzwiesen bestehen es mehreren Teilen. Zum Einen die Gebiete die ständig vom Hoch- und Niedrigwasser betroffen sind und zum Anderen von Regionen die nur bei Sturmfluten bewässert werden. Zum Deich hin nimmt der Pflanzenreichtum ständig zu, weil nur selten Salzwasser hierherkommt.

Nordsee
ein Zilp Zalp in der „Salzwüste“

So sehen wir auf unserem Weg die Strandnelke, den Halligflieder, die Strand –  Salzmelde und den Queller. Dann das Schlickgras, Zwerg – Seegras und Tang. Der Boden wird ständig sandiger und schließlich erreichen wir den weitflächigen Sandstreifen zur offenen See. Gegenüber sehen wir die Insel Sylt und weiter entfernt Norderney

Nordsee

Den Rückweg stampfen wir durch den tiefen Sand, was schon ziemlich anstrengend ist. Dafür finden wir diverse Muscheln und angespülte Krabben im Sand. Als wir unseren Ausgangspunkt erreichen sind wir total geschafft, aber auch erfreut über das Gesehene.

Nordsee
amerikanische Schwertmuschel

Diese Muschel wird bis zu 16 cm lang und ist mit einer glänzenden Haut überzogen. Sie wurde ab 1978 im Wattenmeer entdeckt und hat sich, aus Amerika „eingewandert“, rasend schnell vermehrt. Bei Gefahr verschwindet sie im sandigen Meeresboden. Weil sie sehr schnell schwimmt entkommt sie oft ihrem Erzfeind, dem Seestern.

Nordsee
Wellhornschnecke

Die Wellhornschnecke findet man im tieferen Watt. Das Gehäuse läuft spindelförmig zu. Aus dem Schlund fährt sie einen langen Rüssel mit einer scharfen Raspelzunge an der Spitze aus und kann so auch im Krebspanzer versteckte Nahrung aufnehmen.

Nordsee
Gemeine Herzmuschel

Diese Muschel gehört zu den Weichtieren und zeichnet sich durch 25 Radiärstreifen aus. Sie lebt in 1- 2 cm Tiefe im Sandboden. Weil das wogende Wasser sie immer wider an die Oberfläche spült ist sie ein gefundenes Fressen für Möwen, andere Vogelarten  und Krebse. Nur wenige der Tiere werden so groß das sie nichts mehr zu befürchten haben. Außerdem gilt sie in einigen Ländern als Delikatesse.

Nordsee
Miesmuschel (Moos Muschel)

Miesmuschel bedeutet nicht anderes als – Moos Muschel. Sie ist die einzige Art im Watt die an der Oberfläche lebt. Sie haftet sich zunächst an eine leere Schale an, die sie als Untergrund benutzt. Mit klebrigen Eiweißfädchen heftet sich dann die nächste an und es entsteht eine Muschelkette die sich irgendwann schließt. Danach geht es oberhalb weiter und es entsteht eine „Muschelbank“ mit bis zu 2000 Muschel auf einem Quadratmeter. Durch das leichte Öffnen der Schale nehmen sie Plankton auf. Dieser ist zu bestimmten Zeiten für den Menschen giftig. Das ist auch der Grund, warum man Muscheln nur in den Monaten mit einem „r“ am Ende essen sollte. In den anderen Monaten wirkt das Planktongift und es kann zu einer Muschelvergiftung kommen.

Nordsee
Strandkrabbe 

Die ersten der fünf Laufbeinpaare des „Dwarslöper“ sind mit kräftigen Scheren ausgestattet. Große Krabben erreichen eine Breite von 10 cm. Ihre Scheren sind in der Lage Miesmuscheln und Strandschnecken mühelos zu knacken. Sie fressen Garnelen, Würmer und kleine Fische. Austernfischer und die Möwen sind ihre Feinde.

Borkum – Im Watt

Auch wenn wir nicht so die eingefleischten Wattwanderer sind, so müssen wir doch wenigstens einpaar Schritte in den Schlick machen. Natürlich machen wir auch sofort Bekanntschaft mit dem berühmtesten Bewohner des Watts, den  Wattwurm.

Nordsee

Während der junge Wurm gelbrosa gefärbt ist, ist der ältere rotbraun bis schwarz. In der Regel sieht man vom Wattwurm nur dessen Ausscheidungen, die wie ein Häufchen Regenwürmer übereinander gestapelt aussehen. Neben diesem „Haufen“ befindet sich irgendwo ein kleines trichterförmiges Loch. Dieses Loch und der „Sandkothaufen“ sind unterirdisch verbunden. Unter dem Loch wartet der Wurm in etwa 25 cm Tiefe auf auf nährstoffeichen Sand der in den Trichter fällt. Hat er genug davon aufgenommen, kriecht er rückwarts zum „Ausscheidungsloch“ um den überflüssigen Sand loszuwerden.

In den kleinen Wasserlöchern im Watt entdecke ich dann noch einen Bäumchenröhrenwurm, Dieser ist gelbrosa bis braun gefärbt, mit einer Länge bis zu 30 cm. Auffallend ist der wie eine Baumkrone aussehende Kopfteil. An der Wassergrenze sehen wir dann auch noch eine Nordsee Krabbe im Wasser.

Nordsee
Nordseekrabbe im Wasser
Nordsee
Wattwurm „Kot“
Nordsee
Bäumchenröhrenwurm

Wieder einmal hatten wir eine herrliche Zeit auf unserer Trauminsel Borkum.

Weiter Urlaubsberichte gibt es im Menüpunkt Urlaube in Deutschland.

Watt – und Vogeljagd

Watt –  der Gezeitenrhytmus verändert die Grenzen von Meer und Küste ständig. Während bei Ebbe ein breites Stück Land wieder begehbar wird, ist das Gebiet zur Zeit der Flut ein Meeresboden. Der Raum der Gezeiten ist eine Welt im Wechsel von Land und Meer.

Die Region zwischen der Hochwasserlinie und der Niedrigwasserlinie bildet das Watt. Dieses besteht an unserer Küste aus einer Ablagerung von Sand und Schlick, dem Weichbodenwatt.

Vom  Flachwasserbereich bis zur offenen Nordsee, das ist die Grenze des Wassers mit einer 10-Meter Tiefenlinie, bezeichnet man als Wattenmeer.  Unterhalb der 10-Meter Tiefenlinie ist die Wellenaktion des Meeres kaum noch bemerkbar.

Das Wattenmeer belegt eine Fläche von etwa 7.500 km² – Das Watt belegt etwa 3.500 km² . 

Watt

Die Vogelwelt im Watt 

Das Watt bietet Wat-  und Wasservögeln einen enorm wichtigen Lebensraum. Besonders Gänse, Enten, Möwen und Seeschwalben sind hier vertreten. Natürlich auch die Limikolen wie Stelzenläufer, Strandläufer, Regenpfeifer und  der Austernfischer,  finden hier ideale Bedingungen.

Die Landschaft Wattenmeer bietet den Vögeln diverse Biotope als Brutgebiet, Rastgebiet oder Überwinterungsgebiet.

Vogeljagd im Nationalpark Wattenmeer

Das Land Niedersachsen ist mit der Eintragung des Wattenmeeres in die Liste des Welterbes im Jahr 2009 die Verpflichtung eingegangen sich für den Schutz der Zugvögel einzusetzen. Mehr als 10 Millionen Vögel halten sich zur Zeit der Zugvogelrast im Wattenmeer auf.

Dennoch gibt es bis heute die 10 – Tage Jagd im Nationalpark. Diese erlaubt das Schießen und Jagen an 10 Tagen im Jahr.  Vom Bundesland Niedersachsen und Schleswig Holstein wurden und werden Jagdparzellen verpachtet, zu denen hunderte Jäger und Falkner auftauchen um tausende Vögel zu töten.

Früher gab es die Jagd auf Vögel weil sie gegessen wurden, oder in Vogelkojen gefangen und auf Märkten verkauft wurden. Heute ist es die reine Lust an der Jagd. Eigentlich sollten sich Jäger den Nationalparkzielen verpflichtet fühlen und sich für den Schutz der dort Lebenden Tiere einsetzen.

Die Reviere im Watt

Begründet wird die Jagd damit, das die Jagdreviere nicht unmittelbar zum Nationalpark Wattenmeer gehören würden. Die Reviere liegen an den ostfriesischen Inseln und den Halligen,  die ja wohl mitten im Nationalpark liegen. Außerdem an den Deichen der Küstenregionen. Bereits 2016 forderte der BUND und andere Naturschutzverbände die auf neun Jahre laufenden Verträge nicht zu verlängern um das sinnlose und VERBOTENE Abschlachten der Wat- und Wasservögel zu stoppen.

Seltsame Pachtverlängerung…

Offensichtlich ist der Naturschutz im Wattenmeer bei der Politik und bei den Wirtschaftsverbänden nicht hoch im Kurs und Verpflichtungen und Vorschriften aus dem UNESCO Welterbe spielen nur eine untergeordnete Rolle. Wie sonst ist es zu Verstehen, dass das niedersächsische Agrarministerium jetzt im Alleingang die Jagd-Pachtverträge um weitere neun Jahre verlängerte. Das noch dazu ohne Absprache mit dem Umweltministerium. 

Man kann nur hoffen, dass dieser Schritt noch reguliert werden kann, um tausende schützenswerter Vögel zu retten. Mit einem  Einsehen der Jagenden kann wohl eher nicht gerechnet werden.

wespe

Wespe – ein Sommer mit den Plagegeistern

Wespe – diesen Ruf hört man in diesem Sommer alle paar Minuten in Biergärten, Freizeitparks und Cafes. Da es aus der Welt der Vögel im Moment nicht viel an Neuheiten zu berichten gibt, haben dieses kleinen Insekten es geschafft in aller Munde zu sein.

Wespe

Nicht nur wir lieben Kuchen

In den größeren Lebensmittelgeschäften und beim Discounter befindet sich die angegliederte Backstube oder Konditorei fast immer gleich hinter der offenen Eingangstür. Hierfür zeigen sich Wespen dann besonders dankbar und umschwirren in großer Zahl die leckeren Obststückchen. Ich frage mich immer, wie es das Personal schafft ohne einen Stich an diese Teilchen zu kommen.

Der Wespensommer 2018

Das warme Frühjahr und die ausgefallenen kalten Tage zeigen Wirkung. Weder die „Eisheiligen„, die im Frühjahr für Abkühlung sorgen sollen, Ihre Zeit ist vom 11. bis 13.Mai, noch die „kalte Sophie“ am 15. Mai erledigten ihren Job. Selbst die sonst so zuverlässige „Schaftskälte“ hat uns in diesem Jahr im Stich gelassen.

Die Schaftskälte Im Juni hat ihren Namen von den geschorenen Schafen die stark gefährdet sind, wenn im Juni noch einmal ein Kälteeinbruch kommt. So waren die Wespen in diesem Jahr in der Lage sich ungehindert vermehren zu können. Das Ergebnis liegt jetzt vor. Durch die Hitze und die Trockenheit haben die Wespen die idealen Bedingungen vorgefunden

Dummerweise suchen sie offensichtlich regelrecht die Nähe der Menschen. Der Duft der Deos und anderer chemischer Erzeugnisse lockt sie ebenso an wie die Süssigkeiten die im Hochsommer gerne auf der Terrasse oder dem Balkon bereit stehen.

Ideal sind auch die Grill- und Picknickplätze an den Gewässern und in Parks. Eigentlich sollen die Wespen ja die Larven anderer Insekten verspeisen, aber in den Städten gibt da offensichtlich kein ausreichendes Angebot. So bleibt oft kein anderer Weg als das gemütliche Kaffeetrinken mit Kuchen auf „Balkonien“ in den Innenraum zu verlegen.

Wespe – wie können wir uns wehren ?

um es vorwegzunehmen, die meisten gut gemeinten Ratschläge nutzen nichts. Da heißt es einmal nicht hektisch nach ihnen schlagen, sondern lediglich langsam mit der Hand abwehren. Meistens gelingt das eh nicht weil man automatisch anders reagiert, wenn eine Wespe um die Nase oder die Augen herumschwirrt. Das Problem ist nur das dann oft auch die Wespe hektisch reagiert und sich das in Form eines Stiches auswirkt.

Auch das Töten eines Insekts bringt keine Abhilfe, das in beiden Fällen ein Alarmpheromon (Duft) ausgestossen wird, der den „Kameraden“ mitteilt, dass hier gerade ein Feind am Werke ist und ein Gegenangriff einzuleiten werden muss. Für den Menschen ist es dann angeraten frühzeitig den Rückzug anzutreten.

die „Deutsche Wespe“ und die „Gemeine Wespe“

Verständlich scheint da der Name unserer weitest verbreiteten heimischen Wespe zu sein – „Gemeine Wespe“. Ebenso verbreitet ist die ihr sehr ähnliche „Deutsche Wespe“.  Die Letztere war wohl der Anlass für die AfD sich mit einer kleinen Anfrage an den Landtag NRW zu wenden. Wieviele Verstöße es gegen die geschützten Tiere gegeben habe und wie hoch die Strafen waren.

Jedoch ist die Antwort dann der Ernüchterung gewichen. In den letzten fünf Jahren wurde lediglich nur in einem Fall ein „Vergehen“ gegen ein Nest der „Deutschen Wespe“ mit einem Verwarnungsgeld von 45 Euro geahndet. Die Wespe bleibt euch also erhalten und bei der vorhergesagten weiteren Erwärmung und Trockenheit wohl auch noch bis in den November hinein. Genug Zeit um sich durch einen Besuch zu revangieren.

Flug der Störche

Flug der Störche in die Winterquartiere bereits begonnen, liegt es an der Trockenheit? So lautete die Überschrift eines Artikels den ich neulich las und tatsächlich habe ich am 18. August 2018 über Essen im Ruhrgebiet zwanzig Störche auf dem Weg in den Süden beobachten können. Auch mir kam es so vor als wären die Vögel noch nie so früh in ihre Winterquartiere abgeflogen.

Flug

Jungstörche

Meine Nachforschungen brachten dann zu Tage das die Jungstörche meistens eine ganze Zeit vor den Alt-Vögeln starten. In der letzten Zeit hat es ja auch wieder etwas Regen gegeben und es ist wohl dadurch auch genug Fressbares zu finden. Es sind sich allerdings  nicht alle Storchenkenner einig, ob es da dennoch einen Zusammenhang mit der Dürreperiode gibt. 

Für die Vögel selbst zählt aber offensichtlich die richtige Wetterlage mehr um sich für den Zeitpunkt des Abfluges zu entscheiden. Störche benötigen die richtigen Aufwinde für ihre Reise. Aufgrund der großen Flügelspannweite nutzen sie die Thermik und haben durch den Gleitflug lediglich einen Energieverbrauch von 15 – 30 Prozent. Auf ihrem Flug erreichen sie Geschwindigkeiten von 50 – 100 km/h und können am Tag 120  bis 350 Kilometer hinter sich bringen.

Flug ueber zwei Routen

Das veränderte Klima in Europa hat bereits dazu geführt das einige Störche ganz auf den strapaziösen Flug in die Winterquartiere verzichten und hier überwintern. Die anderen Vögel entscheiden zwischen der Ostroute und der Westroute.

Während die Ostroute über den Bosporus führt, müssen die Störche der Westroute den Weg über Gibraltar benutzen um in den Senegal oder den Tschad zu gelangen. Die „Bosporus-Flieger“ nutzen Quartiere in Israel, im Sinai, Sudan oder Ost- und Südafrika.

Für beide Routen gilt aber das die Überquerung des Meeres für viele der großen Vögel den Tod bedeutet. Sie sammeln sich tagelang auf dem Festland um den Moment abzuwarten, der ihnen die günstigsten Winde beschert. Nach dem Abflug bleibt nur die Hoffnung das die Thermik ausreicht um den Afrikanischen Kontinent zu erreichen. Ohne den nötigen Aufwind stürzen viele  entkräftet ins Meer. 

Pestizid

Pestizid Bericht

Pestizid Bericht des NaBu in Baden Württemberg  wurde erstmals für das Bundesland vom Verband vorgestellt. Hintergrund ist eine Diskussion im Landtag zu einer Strategie um die Reduzierung von Pestiziden. Der NaBu fordert eine Senkung des Gifteinsatzes um 50 Prozent bis 2025. Die Naturschützer fordern deshalb eine Offenlegung der ausgegebenen Pflanzengift Mengen.

Minister verärgert

Landwirtschaftsminister Peter Hauk (Baden-Württemberg) reagiert auf den Pestizid Bericht ungehalten mit der Äußerung, es gehe die Bevölkerung nichts an wieviele Herbizide, Fungicide oder Insektengifte ausgegeben werden. Er bezeichnet den Bericht als „Mobbing gegen die Landwirte, die auf ihrem Land tun und lassen können was sie wollen, im gesetzlichen Rahmen“. Außerdem sei es nicht erwiesen, dass Glyphosat für das Insektensterben verantwortlich ist.

Julius Kühn Institut zum Pestizid Bericht

Der Minister hat zwar auf Grund der harschen Kritik an seiner Äußerung zurück gerudert und von  „emotional überzogen reagiert“ gesprochen. Dennoch dürfte dieser Fehltritt genügend Anlass für einen Rücktritt geben. Es wurde schließlich sehr deutlich wessen Interessen der Minister vertritt. Das wird auch noch verstärkt indem er eine Überprüfung durch das Julius Kühn Institutes zum Thema abwarten will. Dieses Institut ist aber keinesfalls ein unabhängiges Organ.

Es entstand aus der Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft und der Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen, sowie aus Teilen der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft. Aufsichtsführend ist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Die Leitung obliegt Georg Backhaus, der zuvor Leiter der Biologischen Bundesanstalt in Berlin und Braunschweig war.

Glyphosat – Nähe 

Im Dezember 2015 veröffentlichte das JKI einen Beitrag mit dem Ergebnis „ohne Glyphosat geht`s nicht“. Das JKI Braunschweig ist eine wichtige Behörde für die Zulassung von genetisch veränderten Pflanzen. Mitglied und Befürworter der Agro Gentechnik ist Joachim Schiemann, ehemals EFSA – GMO – Panel Mitglied. Die EFSA ist bekannt als Monsanto  – freundliches Institut (Hersteller von Glyphosat – heute Bayer Leverkusen).

Erkenntnis

die Nähe des Julius Kühn Institus zur chemischen Industrie lässt kaum Zweifel daran wir ein Bericht für den BW – Landwirtschaftsminister ausfallen dürfte. 

Nordseeinsel Borkum

Eignerbach Velbert

Rund um den Eignerbach in Velbert Tönisheide :

Eignerbach ist der Name des kleinen Wasserlaufs der die Wanderung begleitet. Der Weg führt durch ein Gelände der Firma Rheinkalk, die hier Kalk abgebaut hat.  Der ehemalige Klär- und Schlammteich hat sich im Laufe der Jahre zu einem wunderbaren idyllischen Feuchtbiotop gewandelt. Start der Wanderung ist am Restaurant „kleine Schweiz“.

Eignerbach
Steinbruch

Sehr schön gelegen mit Biergarten und hervorragender Küche. An der Parkplatzseite gibt es einen schönen Blick ins Tal mit saftigen Wiesen, auf denen Rehe grasen. 

Eignerbach
Wasserlauf

Wasserfall

Der Eignerbach kommt nun von der Anhöhe als kleiner Wasserfall herunter . Wenn man dem Bachverlauf hinterherschaut sieht man den Grund des Kalkabbaus.  Auch auf dieser Fläche wird irgendwann eine neue Landschaft erntstehen.  Rechts den Hang hoch führt der Rundweg über Serpentinen auf das Plateau.

Ein kurzes Stück geht es durch Wohnbebauung, aber dann geht es stetig am Wasser entlang. Auf einem Teil des Schutzgebietes wurden Auerorchsen angesiedelt und am Westrand des Weges hat man einen imponierenden Blick auf das Kalkabbaugebiet Rohdenhaus.

Eignerbach
Nachzucht Auerochsen

Auf der Hochebene sind verschiedene Aussichtspunkte zu finden. Zum Schutz der Tiere vor den Besuchern und für die Schonung der Landschaft. Das beeinträchtigt aber keineswegs den Betrachter.

Eignerbach
Odeon

Der  Rückweg führt leicht bergab über neu angelegte Wanderwege durch die neu gestaltete Landschaft. Immer begleitet von dem im neuen Bachbett verlaufenden Gewässer.

Eignerbach
Aussichtspunkt
Eignerbach

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Stiepel

Stiepel – Wanderung

Stiepel – Wanderung 

Stiepel ist ein vornehmer Ortsteil im Süden der Stadt Bochum . Mit einer Fläche von  12,46 km², ist er der  größte Stadtteil Bochums. Die Wanderung beginnt am Parkplatz  Friedhof und evangelische Dorfkirche Stiepel. Ein Abstecher auf das Kirchengelände ist dringend zu empfehlen. Alte Grabplatten erzählen Geschichte.

Stiepel

Wir durchqueren den gegenüberliegenden Friedhof und gelangen nach einem kurzen Abstieg das Ufer der Ruhr. Über den Leinpfad wenden wir uns nach rechts.  Gegenüber liegt auf der Höhe die Burg Blankenstein. 

Stiepel

an der Ruhr

Stiepel

Burg Blankenstein

 

Hattingen Burg Blankenstein

Die Burg aus dem 13. Jahrhundert diente der Kontrolle und der Überwachung des Handelsweg an der Ruhr. Im Laufe der folgenden 200 Jahre verfiel die Burg zur Ruine und wurde 1860 umfunktioniert zu einer Fabrik die Garn herstellte. Die Stadt Bochum erwarb 1922 die Burg und sanierte sie wieder. Heute befindet  sich ein Burgrestaurant in den Gemäuern.

Stiepel

Schleuse

 

Schleuse

Nach knapp zwei Kilometern erreichen wir  das Schleusenhaus. 1777 wurde die Schleuse in Holzbauweise errichtet. Der Bergbau erforderte die Schiffbarmachung der Ruhr und so wurden 16 Schleusenanlagen errichtet. Die Anlage steht seit 1988 unter Denkmalschutz. 

Vor der Brücke wenden wir uns nach rechts und  über die Brockhauser Straße wenden wir uns wieder in Richtung Dorfkirche. Es geht an einem eleganten Reiterhof vorbei, wo man auch einkehren kann.

Stiepel

Zeche vereinigte Pfingstblume

Zeche

 

 „Vereinigte Pfingstblume“

An der Hausnummer 126 entdecken wir eine alte Zechen Lore  und ein altes Gemaäuer. Im Hintergrund ein Eingang zu einem Stollen. Wie sind an der Zeche „vereinigte Pfingsblume“. Hier residiert der Stiepeler Verein für Heimatforschung.  Ein kleines Cafe lädt zum Besuch ein.  Die Einnahmen kommen  dem Betrieb und der Unterhaltung des denkmalgeschützten Ensembles zu Gute. Es existiert ein  Betriebsgebäude und das Stollenmundloch der im Jahre 1884 stillgelegten Steinkohlenzeche. 

Gräber

Stiepel

Innenraum

Stiepel

evangelische Dorfkirche

 

evangelische Stiepeler Dorfkirche

die Kirche zählt mit seiner mehr als tausendjährigen Geschichte zu den ältesten Bauwerken der Stadt Bochum. Eine Besonderheit sind die mittelalterlichen Wandmalereien. Das Bauwerk steht seit 1988 unter Denkmalschutz.

 

Der Bochumer Künstler Christoph Werdelmann installierte anlässlich des Kultursommer 2012 seine Arbeit „Kopf-Stein-Pflaster“ in einer Ecke des alten Friedhofes an der Dorfkirche.
Stiepel

Wanderkarte auf Komoot

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