ein Plädoyer für die Hecke

– die Hecke

– die natürliche Mauer für Flora und Fauna

“ Heck“ – in der Bedeutung der Silbe stecken die Worte „schützen“ – „behüten“. Diese Werte der Hecke waren in früheren Zeiten den Menschen bewußter, als es heute der Fall ist. Die Hecke war Lieferant für Holz, Beeren und Laub, ganze Dorfgemeinschaften profitierten von der Hecke. Sie war der natürliche Zaun für das Vieh und diente und dient auch noch heute unzähligen Arten der Flora und Fauna als Heimstätte. Etwa 600 Pflanzenarten und mehr als 1000 Tierarten vom Säuger über Insekten und Amphibien bis zu den Singvögeln beherbergen die Hecken. Sie sind Sammelpunkt der verschiedensten Tierarten auf dem Weg von einem Biotop zum anderen, wenn man die Hecken als Verbindungen zwischen Waldrändern , Feldern , Moorgebieten bestehen läßt. Fuchs und Reh nutzen den Schutz der Hecke. Im Sommer bietet sie im Inneren Abkühlung, im Winter gibt sie Wärme ab. Die Artenvielfalt kann durch die Hecken auch in den Orten und Städten unterstützt werden. Leider aber ist man immer mehr davon abgekommen in den Vorgärten Hecken als natürliche Abgrenzungen wachsen zu lassen. Heute bilden vielfach Steinwüsten und Steinmauern, mit möglichst vielen Bewachungskameras, das optische Bild der Vorgärten. Die Hecke sucht man deshalb meist vergeblich und mit ihr auch den Sperling, der früher überall zu sehen war. Wer jemals bewußt durch einen Laubengang geht und die vielfachen Geräusche und Düfte auf sich wirken läßt wird eine Vielfalt erleben, die er zwar hört aber kaum zu sehen vermag.

Ein Gedanke zu „ein Plädoyer für die Hecke“

  1. Hallo Uli,
    schön, dass du das Thema Hecke ansprichst. Wenn man zum Beispiel durch Sachsen-Anhalt fährt, sieht man neben vielen anderen Agrar-Schrecklichkeiten, dass sie dort weitgehend fehlen.
    Viele Grüße Elke

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