Deutschland verfehlt Umweltziele

Umweltziele werden verfehlt

Nitrat Richtwerte nicht eingehalten

Urteil des EuGh

20.06.2018

Nur halbherzig ging offensichtlich die Politik im letzten Jahrzehnt mit wichtigen Beschlüssen zum Natur- und Umweltschutz um. In allen Bereichen werden die gesteckten Ziele nicht erreicht. Von einer führenden Rolle in Sachen Natur- und Umweltschutz entfernt Deutschland sich immer mehr.

Der Europäische Gerichtshof hat jetzt Deutschland verurteilt wegen Nichteinhaltung der Nitrat Richtwerte im Grundwasser von 50 Milligramm pro Liter Wasser. An über 28 % der Messstationen wurden die Richtwerte weit überschritten. Hohe Nitratwerte im Wasser begünstigen das Algenwachstum. Der Abbau der abgestorbenen Pflanzen verbraucht den Sauerstoff im Wasser und kann zu einem Fischsterben und zum „Kippen“ des Ökosysthems führen. Um Messergebnisse zu verbessern bedient man sich auch schon einmal an ein paar Tricks, so wird nitrathaltigem Wasser reines Wasser zugefügt um eine besseres Ergebnis zu erhalten, oder an Brunnen wird tiefer gebohrt um n o c h reines Grundwasser zu erreichen. 

Die selbst gesetzten Ziele zum Klimaschutz für 2020 werden deutlich verfehlt und zwar um 8 Prozentpunkte. Das Ziel die Treibhausemmission bis 2020 um 40 % gegenüber 1990 zu senken ist nicht erreichbar. Man rechnet jetzt allenfalls mit 32 %.

Der Kohleausstieg bis 2030 ist nach Meinung einiger Regierungspoitiker nicht machbar, auch wenn Umweltverbände das ganz anders sehen. Im Gespräch ist in der Politik ein Ausstieg frühestens um 2050.

Anlässlich der Nähe der Lobbyisten der fossilen Industrie zu allen europäischen Politikern verwundert das wenig. Natürlich ist es im Interesse der Industrie den Ausstieg so weit wie möglich zu verschieben, was durch die vielen lukrativen Jobs in der fossilen Industrie nach der politischen Karriere ermöglicht wird.