Der Feldhase

Lepus europaeus

Der Osterhase

– kurz vor den nahenden Ostertagen ist es an der Zeit dem „Osterhasen“ einige Worte zu widmen. Es gibt nur einen, der es schaffen kann in kurzer Zeit so viele Eier zu den Kindern zu bringen. Nur der Feldhase, der im Dreisprung locker 20 Meter schafft und im Hochsprung auch 2 Meter hohe Zäune überwindet und mit 80 km/h jeden Feind hinter sich lässt, ist dazu in der Lage. Mancher Angreifer wird auch gerne zum Narren gehalten. Der Feldhase lässt ihn nah herankommen um dann abrupte Haken zu schlagen. Das macht er so lange, bis Fuchs oder Hund genervt die Segel streichen. All das schafft er durch eine besonders gesunde Ernährung. Die Kräuter, Kamille, Spitzwegerich, Boxhornklee, Ringelblume, würde ihm jeder Apotheker abkaufen. Selbstverständlich gehört auch das „Möhrchen“ auf seinen Speiseplan. Diese gesunde Ernährung lässt den Feldhasen auch harte Wintertage überstehen, die er in seiner Erdmulde verbringt. Hier werden auch die Jungen aufgezogen, die ihre Mutter nur zweimal am Tag zu sehen bekommen. Der starke Eigengeruch der Mutter würde Beutetiere zu leicht das Nest ausfindig machen lassen und die Jungen hätten nicht lange zu leben. So lässt die Mutter die Kleinen lieber alleine und entfernt sich weit vom Nest. Bereits nach zwei Wochen sind die Jungen dann auf sich alleine gestellt. 

Die Bestände des Feldhasen haben sich leicht erholt. 2011 gab es im Schnitt etwa 12 Feldhasen auf dem Quadratkilometer.  In NRW sind es zur Zeit etwa 26.  Um die empfängnisbereiten Häsinnen für sich zu gewinnen, führen die Männchen wilde „Boxkämpfe“ aus. Hierbei reissen sie sich Haarbüschel aus, die der Jäger als „Rammelwolle“ bezeichnet. Durch diese wilden Kämpfe werden im Feld brütende Vögel gestört, die dann auf der Flucht das Nest mit dem Gelege zurück lassen. Diese verlassenen Nester mit ihren Eiern in der Nähe von Feldhasen brachten ihm dann den Namen „Osterhase“ ein.

Ich danke dem Fotofreund Jochen Mohr für die Überlassung des Feldhasen-Bildes