Aufrüstung und Welthunger

Der Rüstungsirrsinn

Weltweites Aufrüsten-

Die Aufrüstung der Welt ist im Boom begriffen.  Zum Ende des „kalten Krieges“ 1990 lagen die Rüstungsausgaben bei 1450 Milliarden US Dollar. Nach dem Fall des „eisernen Vorhangs“ sah man keine Notwendigkeit zum weiteren Rüstungswettbewerb. Aufgrund dessen stoppten die Militärausgaben. 1992 lagen diese bei noch 992 Milliarden US Dollar. Unverständlicherweise setzte dann  doch wieder ein weltweites Aufrüsten ein.  Die Ausgaben übertrafen sogar noch die von 1990 . Entsprechen wurden Im Jahre 2016  bereits wieder 1625 Milliarden Dollar für die Rüstung ausgegeben.

Aufrüstung
weltweites Rüsten – Pixabay
Deutsche Militär Ausgaben

In Deutschland erhöhten sich die Militär-Ausgaben um 6,8 Prozent, in Italien sogar um 11 Prozent. Russland steigerte seine Militär Ausgaben um 87 Prozent, was aber nur 27 Prozent der von der Nato aufgebrachten Mittel entspricht. Lagen die Ausgaben für das Militär in Deutschland 2014 noch bei 38.7 Mrd. Dollar und 2017 bei 44,33 Mrd. Dollar, soll sich dieser Betrag nach dem Wunsch des Verteidigungsministerium bis 2021 noch einmal um 12,5 Mrd. erhöhen. Der wirre amerikanische Präsident Donald Trump fordert das Deutschland für seinen Rüstungsbeitrag  bis 2021 das Ziel von 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufwendet. Jetzt   spricht die Regierung nur noch von diesen 2 Prozent, derweil sich das für die Bevölkerung besser anhört, als wenn man die jährlichen 25 Milliarden erklären müsste.

Desolater Zustand der Bundeswehr 

Befürworter begründen die Ausgabenspirale mit dem desolaten Zustand der Bundeswehr. Als die Ausgaben für das Militär noch bedeutend niedriger waren und die Bundeswehr noch viel mehr Soldaten hatte, war die Armee voll einsetzbar. Dieser kam Zustande obwohl mehr Mittel zur Verfügung standen. Es lag an der  nicht funktionierenden Verwaltung und Bürokratie. Diese investierte  in unsägliche Projekte  bei denen sie gelinde gesagt schlecht beraten wurde, um nicht betrogen sagen zu müssen.

Warum die Aufrüstung weltweit ?

Weltweit stellt sich die Frage wozu diese derartige Aufrüstung. Bereitet man sich im Stillen auf den Gau vor? Die Begründung „Terrorabwehr“ kann hier wohl nicht wirklich glaubwürdig angebracht werden. Eher scheint mir die brisante Lage im nahen Osten, in der arabischen Welt einleuchtend zu sein. Die Hardliner für diese Region werden immer mächtiger Assad mit seinen Verbündeten Russland und Iran auf der einen Seite und auf der anderen Amerika,  Saudi Arabien und Israel, dessen Ministerpräsident immer schärfere Töne anbringt und bereits Bomben in Syrien einsetzt. Hinzu kommt dann noch der türkische Präsident Erdogan, der gerne der starke Mann im Nahen Osten werden möchte. Donald Trumps Ankündigung das Atomabkommen mit dem Iran auszusetzen passt da noch genau in den Konflikt.

EU als Schlichter ?

Die Bemühungen der EU als schlichtender Pol zu wirken, kann man nur noch belächeln. Der russische Präsident hat mit seinem Engagement in Syrien erfolgreich das Thema Krim und die voranschreitende Stabilisierung Russlands in der Süd Ukraine aus dem Scheinwerferlicht gebracht. Man kann also durchaus Angst vor einem Flächenbrand haben, der vom nahen Osten ausgehen könnte.

Viel Geld gegen den Hunger in der Welt

Mit dem zunächst begonnenen Weg  der Entmilitarisierung hätte man einen Betrag von 1,686 Billionen US Dollar gespart.  Mit dieser Summe leiden  815 Millionen Menschen  in der Welt weniger an Hunger. Alle 6 Sekunden stirbt ein Kind an Mangelerscheinungen oder Unterernährung. Um den Hunger erfolgreich zu bekämpfen bräuchte man von 2016 bis 2030 jährlich 286,5 Milliarden US Dollar.  Hält man dem die Militärausgaben in Billionen Höhe gegenüber wäre dieses Elend durch Hunger und Tod bereits Vergangenheit.  Damit gäbe es wieder einen Grund weniger für Krieg.

Ergänzung:

am 05.05.18 vermeldet der Spiegel die Stationierung russischer  „Iskander-M“ Raketen mit einer Reichweite von 500 Kilometern in der Enklave Kaliningrad. Somit können diese Warschau und Berlin erreichen. Die auf LKW stationierten Raketen sollen an der Ostsee stationiert werden und  als Schutz der Region gelten.  Die Aktion ist Teil eines umfassenden atomaren Aufrüstungsprojekts Russlands.