Rinderhaltung

Mißhandlungen weiterhin erlaubt

– Mißhandlungen auch 2018 noch nicht verboten

– Anbindehaltung ist noch immer nicht verboten

Insbesondere bei Rindern ist Anbindehaltung noch gebräuchlich. Früher gab es sie auch bei Pferden und Sauen. Bei Pferden ist die Anbindehaltung in den meisten Ländern verboten. Bei Sauen, Schafen und Ziegen ist sie nur noch mit Ausnahmeregelungen möglich Bis 2020 soll die Haltungsart ins Österreich, auch bei Rindern, verboten werden. Hierzulande ist noch kein Verbot in Sicht. Rinder werden mit Hilfe von Grabenkette, Selbstfanggitter und Zentralgelenkhalsrahmen fixiert. Ein Laufen durch den Stand wird unmöglich gemacht. Metallketten bewirken, durch den entstehenden Lärm bei Bewegung, Verhaltensstörungen bei den Tieren. Die Standflächen, die eigentlich den Größen der Rinder angepasst werden sollen, bewirken beim Kurzstand Druckstellen und Hautabschürfungen. Der Langstand erzeugt Verschmutzung durch Kot und Harn.

Enthornung bei Rindern wird durchgeführt um mehr Platz um Stall zu schaffen. Das Horn nötigt dem Nachbarn einen gewissen Abstand ab, um Verletzungen zu vermeiden. Deshalb wird das Horn kurzerhand entfernt. Betäubungslose Entfernung ist mitlerweile verboten, allerdings nur bei erwachsenen Tieren. Kälbern dürfen ohne Betäubung das wachsende Horn entfernt werden. Der Ökolandbau Verband verurteilt die Enthornungen auch weil es der Verdauung und dem Stoffwechsel entgegenwirkt. Außerdem hat dadurch die Milch weniger Allergene. Ebenfalls schadet die Entfernung dem Wärmehaushalt der Tiere.

Um Kannibalismus bei Legehennen zu vermeiden werden in der Massentierhaltung den Tieren die Schnäbel gekürzt. Mit Hilfe heißer Klingen oder Laser erfolgt das Kupieren der Schnäbel. In Österreich verboten, gibt es bisher in Deutschland lediglich in Niedersachsen ein Verbot und man wartet vergeblich auf eine einheitliche Regelung der Länder. Die Notwendigkeit Kannibalismus und Federpicken durch  das Kupieren der Schnäbel zu verhindern, entsteht allerdings erst durch die schlechten Haltungsbedingungen der Massentierhaltung. Ebenfalls eine Folge dieser Haltung ist die Millionenfache Tötung der Küken, die das Pech hatten mit dem falschen Geschlecht zur Welt gekommen zu sein. Diese werden gleich geschreddert.

 

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