Borkum 2017

               14. Mai bis 21. Mai 2017

Durch den Ausfall des Katamaran konnten wir bereits eine Ersatzfähre um elf Uhr ab Emden Außenhafen benutzen und waren so bereits um vierzehn Uhr in unserer Ferienwohnung bei Frau Schlant in der Neue Strasse 7. Wir bezogen die Wohnung im Erdgeschoß, während Brigitte und Hans die Wohnung in der ersten Etage nutzten.

Ein Wohnzimmer, separates Schlafzimmer, Küche und Bad, sowie eine kleine Außenterrasse sollten nun für eine Woche unseren Aufenthalt auf Borkum abrunden. Die Wohnungen liegen zentral in der Nähe des Rathauses und sind voll ausgestattet.

Nachdem das Gepäck verstaut war machten wir eine kleine Runde durch die Fußgängerzone und zum Nordstrand. Zum Essen hatte ich bereits im Vorfeld im Teehaus ab achtzehn Uhr einen Tisch für uns bestellt und es war, wie bereits bei unserem ersten Borkumaufenthalt, wieder fantastisch.

Mai – Nach dem Frühstück gehen wir zum Südstrand. Hinter der „heimlichen Liebe“ finden wir eine freie Bank und genießen den Sonnenschein, das Strandleben und die vorbeifahrenden Schiffe. Die Eternal Ace aus dem Baujahr 2011 hat eine Tragfähigkeit von 18.418 Tonnen, ist 199,5 Meter lang und 32,2 Meter breit.

Sie gehört zu der Gattung der Cargo Schiffe. Unter der Flagge Panamas wird sie wohl in Emden die VW`s aus dem dortigen VW Werk abholen..Die Carten Maria Scan Shipping stammt aus dem Jahr 1985, ist 85 Meter lang und 16 Meter breit. Tragfähigkeit ca 3176 Tonnen, bei einer Geschwindigkeit von 13 Knoten und fährt unter der Flagge von Barbados . Nach einiger Zeit machen wir uns auf den Weg gen Nordstrand und schließlich nehmen wir eine Mahlzeit in der Fußgängerzone ein. Die Frauen haben danach noch ein wenig einzukaufen und am Abend genießen wir den Rest des Tages auf der Terrasse des Hauses Donn, wie unser Domizil auch heißt.      

Mai –Ruth und ich unternehmen eine ausgedehnte Wanderung durch die „Greune Stee“. Wie entdecken eine neues Gebiet um die Kugelbake – Heute steht hier leider nur noch ein Model und ein Gedenkstein mit der Inschrift:

Dieses Modell markiert die Stelle, an der über sieben Jahrzehnte die 18,4 m hohe Kugelbake als Tagessichtzeichen für die Schifffahrt stand. Der Abbau der Bake im Jahre 2000 symbolisiert das Ende der großen Bedeutung künstlicher Landmarken als  Orientierungspunkte für die terrestrische Navigation.

Die Greune Stee ist ein Naturschutzgebiet mit vielen Tierarten. Hier kann man mit etwas Glück die Nachtigall sehen und hören. 

Für den Nachmittag haben wir uns mit Brigitte und Hans am Fischimbiss in der Füßgängerzone verabredet. Auch hier ist das Essen schmackhaft, natürlich fehlt es an der Gemütlichkeit. Den Tag lassen wir dann wieder auf der Terrasse ausklingen.

18. Mai – Da wir bei unserem ersten Besuch nicht auf dem Upholmhof waren, gehen wir an diesem Tag zu viert dort hin. Da es von unserer Wohnung aus nur knapp ein Kilometer bis dorthin ist, können wir den Weg gemeinsam zurücklegen. Leider war Brigitte wegen eines Fersensprons unter dem Fuß stark beeinträchtigt, aber die Strecke konnte sie noch einigermaßen bewältigen. Sie hat sich während des gesamten Urlaubs tapfer geschlagen. Der Upholmhof ist ein altes Scheunenlokal. Draußen ein großer überdachter Biergarten in dem an den Wochenenden Live Musik präsentiert wird. Im Restaurant hängen alte Kutschen an der Decke und es werden Fleisch und Fischgerichte angeboten. Ich hatte am darauffolgenden Tag eine sehr leckere Kohlroulade und auch meine Begleiter waren mit ihren Speisen äußerst zufrieden. Den Rückweg unternahmen Ruth und ich entlang der Hoppweide mit dem Hoppbach. Auch hierbei handelt es sich um ein Naturschutzgebiet. Schon auf dem Weg zum Upholmhof konnte ich den Kibitz und Austernfischer fotografieren. Ganz in der Nähe unserer Wohnungen befindet sich das Restaurant „Valentin“. Wir hatten Glück das dort noch geöffnet war und nahmen dort unser Mittagsmahl en. Der Nachmittag war dann noch einmal dem Einkauf bestimmt. Am späten Abend wollten Ruth und ich uns dann einmal Borkum im Neonlicht betrachten. Es war bereits nach 22 Uhr  und die Lokale leerten sich so nach und nach.

 19.  Mai – Erstmals haben wir von dem Tüskendörsee gehört und beschließen eine Wanderung dort hin. Um den Tüskendörsee befinden sich die Binnenweiden. Das Gebiet steht unter Naturschutz und ist Wiesevogelland. Die Rinderhaltung auf den Weiden trägt zum Schutz der Wiesenvögel bei. Hier findet man neben dem Kibitz, den Austernfischern und der Feldlerche mit etwas Glück auch Rotschenkel, Wiesenpieper und die Uferschnepfe. Leider war mir das Glück nicht bei allen Arten hold. Die Vorkommen begrenzen sich auf der Insel nicht nur auf die Weiden am Tüskendörsee (der Name bdeutet „Zwischendurch“ und damit ist gemeint, dass die Insel einst zwischen Ostland und dem Rest durch Wasser getrennt war), es gibt sie auch auf der Hoppweide, benannt nach dem Hoppbach, auf den Ostweiden und im Ostland. Der Bestand der Uferschnepfe ist leider durch Beutegreifer, die es früher auf der Insel nicht gab, aber durch die Schifffahrt „importieert“  wurden, gefährdet.  Der Rückweg führte uns dann am Ostland und Flugplatz vorbei wieder zum Upholmhof, wo wir dann im Restaurant speisten. Während des Weges konnten wir die Rohrweihe im Flug beobachten. Leider war sie für ein Foto zu weit entfernt. Umso glücklicher war ich dann einen Sperber ablichten zu können, der sich lange Zeit nicht an uns störte, oder auf etwas anderes konzentriert war. Die Wanderung ging über knapp dreizehn Kilometer und so genossen wir den Abend im Quartier bei einem Glas Wein.

20. Mai – Wir hatten beschlossen mit dem Bus zum Ostland zu fahren, um Brigitte und Hans einmal die gewaltigen Dünen dort zeigen zu können. Die Haltestelle Ostland befindet sich gleich an der Gaststätte und dem Restaurant Ostland. Die Gaststätte trägt auch den Beinamen „ letzte Gaststätte vor Juist“- Dem Ostland vorgelagert befindet sich die unbewohnte Sandbank „Kachelotplate“ und die Vogelinsel Memmert, hier wohnt lediglich eine Person, nämlich der Vogelwart. Daran schließt sich dann die Insel Juist an. Auf Juist leben rund 1700 Personen und auf Borkum 5200 Einwohner, womit wir wieder auf unserer Urlaubsinsel angekommen sind. Tiefer , feiner Sand führt hinauf auf die Dünen mit einem herrlichen Blick aufs Meer. Wie machten noch eine kleinere Runde durch das Ostland unf trafen uns dann mit unseren beiden Reisebegleitern in der Gaststätte Ostland, wo ich dann eine Scholle zu mir nahm. Auch die Speisen der Anderen wurden gut angenommen.                                           

Mai – Noch einmal geht es an den Nordstrand – den Hauptstrand der Insel. Ein Stück gehen wir die Strandpromenade in Richtung Ostland. Hier trennen wir uns. Ruth und ich gehen auf den Strand und ein Stück ins Watt. Hier sind wir den Seehundbänken dann in etwa so nah, dass ich einige Fotos versuchen kann. Das Weter will heute nicht so richtig mitspielen und wir kehren noch einmal im „Valentin“ ein. Da es kurz darauf wieder aufhellt beschließen Ruth und ich noch einmla eine Runde entlang den Hoppweiden – ich bin ja noch auf der Suche nach der Uferschnepfe. Aber auch heute will mir dieser Schnappschuß nicht gelingen, Dafür sehen wir auf der Weide am Bach dann zwei Fasanenhähne die  wohl einen Machtkampf um das beste Revier ausfechten wollen. Noch während der ersten Aufnahmen wird es wieder dunkel und bald darauf kommen die ersten Tropfen. Zunächst scheint es recht harmlos zu sein, bis dann das Donnern einsezt und der Regen dichter und dichter wird. Natürlich haben wir ausnahmsweise weder Schirm dabei, noch hat Ruth einen Knirps in ihrer Tasche und so schaffen wir es einmal wieder richtig naß zu werden, dass muss wohl einmal in jedem Urlaub so sein.… so geht wieder ein Urlaub auf unserer Lieblingsinsel Borkum vorbei. Es gilt jetzt die Koffer zu packen und die Heimreise anzutreten.

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