Archiv für den Monat: Juli 2018

Fuchsjagd verbieten?

Fuchsjagd – Im Jagdjahr 2016/2017 wurden 435.700 Füchse getötet. Alleine im Bundesland NRW 54.971, das sind 1650 mehr Tötungen als im Jahr zuvor.

Die ökonomische Rolle für die Fuchsjagd ist durch den Verzicht auf das Tragen von Fuchspelzen heute nicht mehr gegeben. Ebenfalls ist das Fleisch des Fuchses als Lebensmittel nicht geeignet. Weshalb wird der Fuchs dann so immens bejagt? Es gibt Jäger die sehen den Fuchs aufgrund seiner Jagd nach Niederwild als Kontrahenten bei der eigenen Jagd an. Der Jäger betreibt also die Fuchsjagd um den Fuchs daran zu hindern den Feldhasen zu jagen . Sie möchten sich die Jagd nicht durch den Fuchs vermiesen lassen und bekämpfen ihn dann lieber. Außerdem spielt das „Erlebnis“ Jagd eine Rolle, die Freude am Erleben der Jagd.

Reguliert die Fuchsjagd die Bestände?

Nun wird oft angegeben die Jagd wirke regulierend auf die Fuchsbestände. Andererseits  ist aber erwiesen, dass die Zahl der getöteten Jungfüchse dem entspricht , was die Natur auch selbst geregelt hätte. Fünfzig Prozent der Jungfüchse überleben das erste Jahr nach der Geburt aus natürlichen Gründen nicht. Der Jäger greift also hier nur der Natur vor. Eine Studie besagt, dass dort wo der Bestand durch Jagd reduziert wird, die Geburtenrate entsprechend steigt. Bei Nichtbejagung sei die Geburtenrate niedrig.  Dieser Effekt entsteht durch  stabile soziale Strukturen innerhalb der Fuchsfamilien, in dem nur e i n e Füchsin Welpen bekommt, während die anderen Füchsinnen für die die Nahrungsbeschaffung zuständig sind. Wird das System durch die Jagd zerstört, werden die Füchse aus dem Revier vertrieben, das soziale Band zerstört und die Fähen pflanzen sich unkontrolliert fort.

Fallenjagd – Tierquälerei

Als geradezu unmenschlich muss die Fallenjagd angesehen werden. Ein in eine Falle geratenes Tier erleidet unendliche Qualen bis zum Tod . Die Haltung von gezähmten Füchsen für die Schliefanlagen muß ebenfalls klar als Tierquälerei angesehen werden. Der gezähmte Fuchs wird in einem „Bau“  gefangen gehalten, um den Teckel beim Aufspüren des Fuchses auszubilden. Dieser verletzt dann den Fuchs oft sehr schwer. 

England – Treibjagd trotz Verbot

In England wurde die Treibjagd verboten, aber bereits 36 Stunden später machten sich 300 Jagdanhänger zu Fuß und 150 Berittene und selbst vier Reiter der Polizei auf zur fröhlichen Jagd. Später erklärte man sich bereit die Regeln bei der Jagd einzuhalten und nur zwei Hunde in den Wald zu schicken um den Fuchs aufzuspüren, den sie dann schießen wollten. Sollte ein Hund nach Beendigung der Jagd noch einen Fuchs in einem Bau aufspüren, sollte der Hund ihn töten dürfen, weil der Bauer ja schließlich sein „Federvieh schützen möchte“. 

Tollwutgefahr?

Oft wird auch das Argument der Tollwut als Grund für die Fuchsjagd ins Gespräch gebracht. Allerdings ist diese Gefahr durch ausgelegte Impfköder seit 2008 nicht mehr gegeben. Die Tollwut gilt seitdem als ausgemerzt (Robert Koch Institut , 28.02.2011, Epidologisches Bulletin Nr.8). Auch die  Räude kann nach der Universität München nicht mehr als Grund angesehen werden. Der Fuchsbandwurm zählt zu den seltensten Parasiten in Europa (Apothekenumschau 25.05.2014). 

der Fuchs schadet der Artenvielfalt?

Der Fuchs tötet in erster Linie kranke, geschwächte Tiere seines Beuteschemas . Ein Fuchs frißt jährlich bis zu 3000 Mäuse, aber der Bauer besprüht lieber Gift auf die Felder um Mäuse zu töten. Dieses Gift tötet aber nicht nur die Mäuse, sondern gefährdet weitere Wildtiere und die Gesundheit des Menschen. Den Fuchs als Verursacher des Artensterbens beim Feldhasen und Auerhahn ins Feld zu führen trifft ebenfalls nicht zu. Der Feldhase leidet wie der Auerhahn an Nahrungsmangel durch die veränderte Umwelt. Außerdem werden jährlich mehr als 200.000 Feldhasen von Jägern geschossen (Deutscher Jagdverband e.V. (2014)  Jahresstrecke Feldhase DJV-Handbuch Jagd 2015).

Es ist daher durchaus vertretbar das mehrere Petitionen zum Verbot der Fuchsjagd auf den Weg gebracht wurden

Fuchsjagd
Schwebefliege

Schwebfliegen – nützliche Winzlinge

Schwebfliegen sind weit weit verbreitet. Ebenfalls  die „große Schwebfliege“. Sie gehört zu den häufigsten der Schwebfliegenarten. Zu finden ist sie an allen Blütenarten, vom Doldenblütler über Hahnenfußgewächse bis zur blühenden Hecke und den Balkon oder Terrassenblumen. Auch wenn sie den Namen „groß“ führt, bringt es die große Schwebefliege nur auf 9 – 13 Millimeter . Vom Aussehen ähnelt sie einer Wespe. Drei gelbe, unterbrochene Querstreifen mustern ihren Hinterleib.  So ahmt sie der wehrhafteren Wespe nach. Ebenfalls weit verbreitet ist die kleine Schwebefliege und die behaarte Schwebefliege.

 

Schwebfliege

Schwebfliege

die Schwebfliege – der Flugkünstler

Schwebefliegen sind großartige Flugkünstler. Wie der Kolibri „stehen“ sie in der Luft und haben dabei einen Flügelschlag von 300 in der Sekunde. Sie sind in der Lage blitzartig nach Vorne oder nach Hinten zu fliegen. Da sie sich ausschließlich von Pollen und Nektar ernähren, zählen Schwebfliegen, von denen es in Deutschland über 450 Arten gibt, zu den wichtigsten Bestäubern in der Natur und sie haben einen noch weiteren nützlichen Vorzug.

die  Schwebfliegen – Schädlingsbekämpfer

Die Made der Schwebfliegen verzehrt in den zehn Tagen ihres Daseins, danach wird sie zur Schwebfliege,  mehrere hundert Blattläuse. Die Eier werden im Versandhandel mit Einheiten von 500 Stück zur Schädlingsbekämpfung verkauft. Schwebfliegen liefern also wichtige Argumente  uns für den Schutz und den Erhalt von Insekten einzusetzen.

Schwebfliege

Schwebfliege

Schwebfliegen

Schwebfliege

 

archaeopteryx

unsere kleinen Dinosaurier

Vögel und Dinosaurier

Dinosaurier gab es vor langer Zeit und ebenso lange wurde über die Abstammung der Vögel in der Wissenschaft gezweifelt. Dennoch ist es heute  erwiesen, dass unsere gefiederten Freunde von den  Dinosauriern abstammen.

Es waren Saurier aus der Gruppe der Theropoden, das waren zweibeinige, rennende und fleischfressende Dinosaurier, sogenannte Echsenbeckendinosaurier. 

Über einen Zeitraum von 50 Millionen Jahren erfolgte die Evolution zum Vogel.  Funde weisen darauf hin, dass der Urvogel vor etwa 150 Millionen Jahren in Erscheinung trat. Zunächst bildeten sich aus den Theoropoden immer kleiner werdende Arten mit Krallen, Schwanz und Federn.

Fossiler Fund in China – Archaeopteryx

Zhenyuanlong  ist der Name eines Fossils das in China gefunden wurde. Der Saurier hatte kurze Arme, breite Flügel und der Körper war  mit Federn bedeckt. 

Seine Größe war zwei Meter und sein Gewicht betrug 10 Kilogramm. Allerdings galt er aufgrund seiner Größe als nicht flugfähig. Sein Alter wurde auf einen Zeitraum vor 125 Millionen Jahren festgelegt.

Der wichtigste Fund wurde in Bayern im Jahr 1861 das Skelett des Urvogels „Archaeopteryx“.Seine Lebenszeit war  vor 150 Millionen Jahren.

Dinosaurier

Archaeopteryx – so etwa sah er aus

Sinosauopteryx

Endgültige Klarheit über die Abstammung der Vögel brachten dann Funde in der Provinz Liaoning in China. Dort fanden Bauern mehrere Fossile wie den Sinosauopteryx, der vor 125 Millionen Jahren lebte. 

Seine Größe wurde mit 1,25 Metern angegeben und sein Gewicht mit 2,5 Kilo. Er lief auf zwei Beinen aufrecht und hatte scharfe Zähne. Kleine Tiere und Insekten waren seine Beute.

Man fand Fossilien mit Fußabdrücken, Federn und Mageninhalt, sogar mit noch nicht abgelegten Eiern und inneren Organen. Somit war die  Nähe der Vögel zu fleischfressenden Dinosauriern als gegeben anzusehen.