Kurioses und Interessantes aus der Tierwelt

Kurioses und Interessantes

aus der Welt der Tiere

 

  • Bienenwölfe (eine Bienenart) bilden aus einer Mixtur von 45 Substanzen einen Antibiotikum Cocktail, der ihren Nachwuchs vor Schimmelpilzen mit symbiotischen Bakterien schützt.
  • Bevor eine Hummel sticht, wirft sie sich auf den Rücken und zeigt dem Angreifer ihren Stachel.
  • Für die Biene bedeutet der Stich den Tod, weil der Stachel stecken bleibt.
  • Eine angreifende Wespe stößt Pheromone, einen Duftstoff, aus der ihre Artgenossen ebenfalls aggressiv macht.
  • Baumziegen gibt es im Süden Marokkos. Sie klettern auf den Arganbaum um die Blätter zu fressen und an den Nüssen zu knabbern.
  • Während der Balz „laufen“ Rothalstaucher kurze Strecken über Wasser. Ihre Rufe klingen wie ein „Wiehern“, weshalb sie auch „Teichhengst“ genannt werden.
  • Die Feldlerche „steht“ mehrere Minuten während ihres Gesangs in der Luft.
  • Bartmeisenpaare werden  bereits wenige Wochen nach dem Flügge werden ein Paar und bleiben ein Leben lang zusammen.
  • Bei Gefahr wendet der Wendehals (daher der Name) seinen Hals mit vorgestrecktem Kopf hin- und her um so eine Schlange zu imitieren.
  • Der Wanderfalke erreicht im Sturzflug über 300 km/h
  • Vögel teilen ihren Artgenossen mit ,wenn ein Insekt nicht schmeckt. Sie lassen das Insekt fallen  und reiben danach ihren Schnabel durch hin und herbewegen am Boden oder einem Ast ab, so erkennen die anderen Vögel das dieses Insekt nicht schmeckt.
  • Mangroven und Grünreiher lassen gefangene Insekten an der Wasseroberfläche schwimmen um so Fische anzulocken.
  • Die älteste bekannte Blaumeise wurde nach der Beringung 11 Jahre und 7 Monate alt. Das Durchschnittsalter beträgt bei Blaumeisen 2,7 Jahre.
  • Der Spruch „sich freuen wie ein Schneekönig“ bezieht sich auf den Gesang des Zaunkönigs im Winter, wo er er trotz Schneefalls noch singt.
  • Drosseln nutzen Steine als Untergrund um Schneckengehäuse aufzubrechen. Man nennt es „Drosselschmiede“.
  • Wenn ein Rotkehlchen die Schwanzfedern auffächert, ist man ihm zu nahe gekommen. 
  • Der Name der Stockente rührt daher, das Stockenten teilweise in Bäumen ihre Nester bauen, Stock=Baum.
  • inklusive der Füße sind die Beine des Mauerseglers nur                 10-12 mm  lang. Deshalb lautet der altgriechische Name für den Mauersegler „apus“  ohne Füße.
  • An heißen Tagen bekoten Weißstörche ihre Beine als Schutz vor der Hitze. Die Feuchtigkeit im Kot bewirkt durch Verdunsten den Entzug von Wärmeenergie aus dem Körper.
  • Wisdom – heißt „Weisheit“ und ist der Name einer Albatros Dame, die im Alter von mindestens 67 Jahren (entspricht einem Menschenalter von 100 Jahren) noch ein Ei gelegt hat und wohl der älteste Vogel der Welt ist. Wisdom wurde 1957 beringt. Albatrosse brüten frühestens ab einem Alter von fünf Jahren das erste Mal, in der Regel mit acht/neun Jahren.
  • Durch spreizen ihrer Rippen bildet die Schmuckbaumnatter „Tragflächen“ womit sie als einzige Schlange von Baum zu Baum fliegen kann.
  • Mit ausgefalteten Flügeln können Tintenfische in einem Bogen 30 Meter über das Wasser fliegen, dabei sind sie schneller als Usain Bolt.
  • Der Fliegenfisch erreicht bei 20 Meter/Sekunde eine Entfernung von 300 Metern
  • Der Segelfisch hält den Rekord beim „übers Wasser fliegen“, Er erreicht mit 30 Meter/Sekunde 110km/h.

Deutschland verfehlt Umweltziele

Umweltziele werden verfehlt

Nitrat Richtwerte nicht eingehalten

Urteil des EuGh

20.06.2018

Nur halbherzig ging offensichtlich die Politik im letzten Jahrzehnt mit wichtigen Beschlüssen zum Natur- und Umweltschutz um. In allen Bereichen werden die gesteckten Ziele nicht erreicht. Von einer führenden Rolle in Sachen Natur- und Umweltschutz entfernt Deutschland sich immer mehr.

Der Europäische Gerichtshof hat jetzt Deutschland verurteilt wegen Nichteinhaltung der Nitrat Richtwerte im Grundwasser von 50 Milligramm pro Liter Wasser. An über 28 % der Messstationen wurden die Richtwerte weit überschritten. Hohe Nitratwerte im Wasser begünstigen das Algenwachstum. Der Abbau der abgestorbenen Pflanzen verbraucht den Sauerstoff im Wasser und kann zu einem Fischsterben und zum „Kippen“ des Ökosysthems führen. Um Messergebnisse zu verbessern bedient man sich auch schon einmal an ein paar Tricks, so wird nitrathaltigem Wasser reines Wasser zugefügt um eine besseres Ergebnis zu erhalten, oder an Brunnen wird tiefer gebohrt um n o c h reines Grundwasser zu erreichen. 

Die selbst gesetzten Ziele zum Klimaschutz für 2020 werden deutlich verfehlt und zwar um 8 Prozentpunkte. Das Ziel die Treibhausemmission bis 2020 um 40 % gegenüber 1990 zu senken ist nicht erreichbar. Man rechnet jetzt allenfalls mit 32 %.

Der Kohleausstieg bis 2030 ist nach Meinung einiger Regierungspoitiker nicht machbar, auch wenn Umweltverbände das ganz anders sehen. Im Gespräch ist in der Politik ein Ausstieg frühestens um 2050.

Anlässlich der Nähe der Lobbyisten der fossilen Industrie zu allen europäischen Politikern verwundert das wenig. Natürlich ist es im Interesse der Industrie den Ausstieg so weit wie möglich zu verschieben, was durch die vielen lukrativen Jobs in der fossilen Industrie nach der politischen Karriere ermöglicht wird.

Grundwasservergiftung durch den Menschen

Wissenschaftler  fordern  Überprüfung  der  Pestizid  Zulassung

Wissenschaftler der Leopoldina, Nationale Akademie der Wissenschaften – Halle, fordern eine Überprüfung bei der Zulassung von Pestiziden. Die bisherigen Laborüberprüfungen halten der Realität bei der tatsächlichen Anwendung nicht stand.

Neonicotinoide, Glyphosat, Fipromil und andere Pflanzenschutzmittel gefährden das Ökosystem und die Lebensgrundlagen ernsthaft.

Bisher beriefen sich die Prüfungen lediglich auf ein einzelnes Mittel. Die Nutzer besprühen ihre Obstbäume und andere Kulturen allerdings nicht nur einmal, sondern 20-30 mal und mit verschiedenen Giften. Noch bevor ein zuvor genutztes Pestizid abgebaut werden kann, kommt schon das nächste Gift zur Anwendung und es entsteht eine Vervielfachung der Wirkungen. In der Wissenschaft mehren sich nun die Hinweise darauf, dass sich diese verschiedenen Wirkstoffe auf den Organismus auswirken. Ebenfalls wurde festgestellt, dass der Abbauzeitraum von Pestiziden in Land und Wasser den bisherigen Angaben nicht entsprechen.

Atrazin, ein Gift das 1991 verboten wurde, galt als das erfolgreichste Pflanzenschutzmittel aller Zeiten. 85 % der landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland wurden damit behandelt. In den 80er Jahren stellte man fest, dass die Brunnen eine hohe Konzentration Atrazin enthielten. Die Akademie für Technikfolgenabschätzungen Baden-Württemberg zählte 2001  Atrazin und die Triazine Simazin und Terbuthylazin zu den besonders kritischen Wirkstoffen. In den USA kam es durch diese Gifte zu einem großen Amphibiensterben.

Obwohl Atrazin nun schon seit 27 Jahren verboten ist, wird es noch heute im Grundwasser nachgewiesen. Glyphosat tötet zwar nur die Kräuter und nicht die Insekten, aber durch die Vernichtung der Pflanzen werden indirekt durch Glyphosat auch die Insekten getötet, da sie ihrer Nahrungsgrundlage beraubt werden. Eine Untersuchung der Wirkung von Unkrautvernichtungsmitteln ergab das über die Verbreitung im Regenwasser Ufersäume, Feldraine und Wildpflanzen in ihrer natürlichen Umgebung ebenfalls zerstört werden. Das Argument, diese Pflanzen würden sich nach einiger Zeit wieder regenerieren, ist offensichtlich falsch. Noch bevor es überhaupt zu einer Erholung kommen kann,  haben sich bereits fremde Pflanzenarten an den Stellen eingerichtet und es ist kein Platz mehr für die ursprüngliche Art vorhanden.

Neue Studien haben ergeben das Landwirte auf einen großen Teil Pestizide verzichten könnten. Die bisherige intensive Landwirtschaft nötigt ihnen aber die Nutzung dieser Gifte ab. Eine politische Korrektur die durch Ausgleichszahlungen ein Umdenken unterstützt wäre daher dringend nötig. Man muß davon Abkommen die Effizienz der intensiven Nutzung zu fördern, sondern die nachhaltige  Landwirtschaft zu unterstützen. Hier ist ein Handeln Europas und der Länder einzufordern.

Bisher wurden die Grundwasserschäden geschildert, die durch Pestizide entstehen. Ein Tema das in letzter Zeit immer häufiger die Öffentlichkeit beschäftigt ist der Gehalt von Nitrat im Grundwasser, in Seen, Badegewässern und Teichen.

Die Grundwerte für Nitrat liegen bei 50 mg pro Liter in NRW werden diese Grundwerte bei mehr als 40 % der Vorkommen überschritten, in Niedersachsen bei über 60 % ,was an der stärkeren Landwirtschaft in Niedersachsen liegt.

Nitrat ist in natürlicher Bestandteil im Boden, ein Nährstoff für Pflanzen und fördert die Eiweißbildung im Körper. Landwirte bringen Nitrat durch Düngung auf die Felder. Im Kuhdung ist Nitrat ebenfalls enthalten. Durch Überdüngung können die Pflanzen das Nitrat nicht aufnehmen und es gerät über den Boden und durch Regenwasser ins Grundwasser und über Brunnen wieder ins Trinkwasser. Vorab sei gesagt, dass im Allgemeinen das Leitungswasser ungefährlicher ist als das Mineralwasser, weil das Leitungswasser ständigen Kontrollen unterliegt.

Ein zu hoher Nitratgehalt im Körper ist gesundheitsgefährdent. Eine besondere Gefahr besteht hier bei Säuglingen unter sechs Monaten. Durch eine chemische Veränderung in den Darmbakterien wird aus Nitrat das den roten Blutfarbstoff verändernde Nitrit, welches im Zusammenspiel mit eiweißhaltigen Lebensmitteln krebsverdächtige Nitrosamine erzeugt.

Das Überdüngen von landwirtschaftlichen Flächen gefährdet also in großem Maße die Gesundheit der Menschen.

Das waren zunächst die möglichen Belastungen des Grundwassers durch Pestizide und Nitrat. Eine weiter Belastung stellen die Mikroschadstoffe dar, die durch Medikamente, Reinigungsmittel und Kosmetika ins Grundwasser gelangen. Am 18.06.18 forderte die NRW Umweltministerin Ursula Heinen Esser die Bundesregierung auf ,dieses Problem Ernst zu nehmen.

Man muss sich langsam fragen, wie unsere Erde die vom Menschen geschaffenen Schäden noch bewältigen kann – es muß dringend gehandelt werden, oder wollen wir weiter daran arbeiten die Menschheit zu vernichten?

30 Millionnen Tote – China und der Feldsperling –

Katastrophe wegen Ausrottung der Vögel

die vier „Plagen“

Mao Zedong wollte mit seiner Politik „der große Sprung“ den Anschluß an die großen Wirtschaftsnationen schaffen. Er ließ im ganzen Land kleine Stahlwerke erbauen und wollte mit Großbritannien, das damals der führende Stahlhersteller war, gleichziehen. Die Landwirtschaft sollte mehr produzieren und für große Gewinne sorgen. Um das zu erreichen wollte er die vier „Plagen“ der Landwirtschaft beseitigen lassen. Das waren Mücken, Ratten, Fliegen und der Feldsperling, die er als Gegner einer guten Produktion ansah. In einer gewaltigen Aktion rief er 1958 die Chinesen zur „Großen Spatzenkampagne“ auf um für eine landwirtschaftliche Produktionssteigerung zu kommen. 

Kinder kletterten auf Bäume um die Nester der Spatzen zu zerstören. Millionen Chinesen standen auf Straßen und in Dörfern und nutzten Tröten und Trommeln um die Vögel daran zu hindern sich zu setzen. Das ging über Stunden und die erschöpften Vögel fielen tot vom Himmel, Tiere die nicht gleichder Erschöpfung erlagen wurden erschlagen. So erging es natürlich nicht nur dem „Erzfeind Feldspatz“. China war binnen weniger Tage Vogelfrei. Zwei Millionen Vögel, 100.000 Tonnen Fliegen und 11.000 Tonnen Mücken wurden vernichtet. Die Folgen der Populations Zerstörung wurden bald deutlich. Die natürliche Vernichtung von Insekten war nicht mehr gegeben, bereits 1960 mussten anstelle der Sperlinge Bettwanzen vernichtet werden.  Heuschrecken vielen über die Ernte her. Felder erbrachten keine Ernte und eine der größten Hungersnöte der Geschichte begann. 30 Millionen Chinesen verhungerten infolge der Vernichtung der Vögel. Andere Schätzungen gehen sogar von einer weit größeren Todesrate aus. Erst nach dem Tode Maos gaben die Regierenden zu das der Sperling ein nützlicher Vogel ist und man begann aus der ganzen Welt Vögel zu importieren. Noch Heute sind die Folgen der Vernichtung in China wahrzunehmen. Der Sperlingsbestand hat sich noch nicht wieder erholt.

 

das Überleben von Mensch und Tier

Es geht nicht n u r  um Vögel und Insekten

es geht auch um den Menschen

Unsere Vögel – wie können wir sie schützen ?

 – in einem Beitrag der Werkstatt Zukunft spricht Barthel Pester mit Prof.  Dr. Peter Berthold über „Unsere Vögel – wie können wir sie schützen“. Dieses Interview ist das Beste was ich in der letzten Zeit gesehen habe und gehört eigentlich in jedes Klassenzimmer. Hier wird schonungslos über die Gedankenlosigkeit des Menschen im Umgang mit der  Natur und der Umwelt gesprochen, ebenso über die Skrupellosigkeit der Industrie und über die Abhängigkeit von Politikern im Bezug auf das Wählerverhalten und Interessen von Lobbyisten. Es wird aber auch gesagt, was man machen kann um eine große Katastrophe zu verhindern, mittlere Katastrophen sind kaum noch zu verhindern, werden aber auch als Chance für die Menschheit angesehen. 

 

der chaotische Innenminister

Unmögliche Handlungen des Innenministers

des Innenministers politisches Versagen

Die rüde Vorgehensweise des Innenministers #Seehofer in der Grenzfrage / #Flüchtlingspolitik veranlassen mich dazu einige Gedanken zum Tema hier zu verfassen.Beginnen wir mit den Flüchtlingsströmen 2015. Heute wird ja immer wieder gerne gesagt „#Merkel hätte sie nicht rein lassen dürfen“. Ja wie bitte sollte sie das denn aufgehalten gaben? Wir alle waren stolz in Europa endlich offene Grenzen zu haben und ich bin es noch heute. Ohne  die offenen Grenzen wäre die europäische Wirtschaft noch weit zurück und wie sollte denn die Grenze für die Flüchtenden geschlossen werden ? Dafür gab es weder Personal, noch die materiellen Voraussetzungen. Insofern hat die Kanzlerin eigentlich nichts getan was man ihr heute vorwerfen könnte. Es sei denn, man hätte den auch damals schon absurden Vorschlag der AfD aufgenommen, Waffen an der Grenze einzusetzen. Ebenso wenig kann man heute dem Bundesamt für Immigration Fehler anrechnen. Eine total überforderte Bundesbehörde mit ebenso überfordertem Personal konnte nicht sofort alles in den Griff bekommen. Es ist schon eine Leistung das nach knapp drei Jahren die Verhältnisse einigermaßen geordnet auf den Weg gebracht werden können. Damals war man abhängig von den, erfreulicher Weise in großer Zahl vorhandenen, Ehrenamtlichen Hilfen zu bekommen. Die gesten- und wortreiche Polemik der AfD ändert daran nichts. Hat jemals Jemand auch nur einen einzigen vernünftigen Vorschlag aus den Reihen dieser Partei gehört, wie das Problem (eigentlich wehre ich mich dagegen im Zusammenhang mit Flüchtlingen von einem „Problem“ zu sprechen) gelöst werden könnte? Einzig der, um die Macht der CSU in Bayern bangende, Innenminister Seehofer macht sich jetzt für die Gedankengänge der AfD stark und fordert die  Schließung der Grenze. Selbst das Polizeigesetz in Bayern wurde geändert. Der Innenminister fordert „Lager“ (auch wenn er sie nicht so nennt) zur Unterbringung von Flüchtlingen und Asylsuchenden. Das alles ohne zu bedenken, dass der bayerische Wähler ja dann gleich das „Original“ wählen könnte. Wie es richtig funktioniert,  hat die Wahl in Schleswig Holstein gezeigt, wo der Wahlsieger sich klar von der AfD-Poilitik distanzierte und die AfD auf gerade einmal kanpp 5 % kam. In Bayern liegt sie derzeit in Umfragen etwa bei 13 %. Außerdem sollte es selbstverständlich sein, das der Innenminister der BRD sich dem ganzen Land verpflichtet fühlt und nicht lediglich dem „Freistaat Bayern“. Ich bin wahrlich kein Anhänger der Kanzlerinnenpartei, bin aber froh das sie in der Grenzfrage auf eine europäische Lösung pocht und ich hoffe das sie sich gegen diesen Innenminister durchsetzt und ihn entläßt. Auf der einen Seite über den amerikanischen Präsidenten schimpfen das er seine Partner im Stich läßt und dann die europäischen Mittelmeer – Anrainerstaaten mit den Flüchtlingen genau so alleine zu lassen ist eine Unverfrorenheit die Seinesgleichen sucht.

Ornithologie und Ehefrau

Ornithologie und Ehefrau

als am 09.06.18 die Sendung zu Ehren des 70. Geburtstages von Jürgen von der Lippe gezeigt wurde, präsentierte Johannes Oerding ein Geburtstagslied  des Sängers Wolfgang Petry mit dem Titel „nichts von alledem“. Eine wunderbare Ballade über ein gealtertes Paar, das sich nach  einer Jubelfeier die Liebe gesteht. Das erinnerte mich spontan an meine Frau, mit der ich nun seit 16 Jahren glücklich bin und wenn manche Leute behaupten ein bischen Streit gehört in jede Ehe, kann ich das nicht bestätigen. Es geht auch ohne. Wenn eine Meinungsverschiedenheit besteht, kann ich die meine entweder gut begründen, oder meine Frau hat wie meistens recht. Außerdem erkennt sie sofort wenn ich irgendetwas im Schilde führe  oder geplant habe. Da kann man dann alles in ihren Blicken ablesen. Als ich vor etwa zwei Jahren begann mich neben der Fotografie auch noch für die Ornithologie zu interessieren, wurde das bei der ersten Bestellung eines Bestimmungsbuches noch belächelt. Als dann über den Versandhandel ein Futterhaus geliefert wurde , war der Blick schon von einem leichten Zweifel geprägt. Danach kamen dann noch zwei weitere Bestimmungsbücher und zur Krönung ein Nistkasten und ein Insektenhotel für die Gartenmauer. Da bemerkte ich in ihrem Blick einen Ausdruck der wohl nur eines bedeuten konnte:  „verrückt geworden“. Dennoch half sie mir beim Aufbau des Nistkastens in unserem zugegeben kleinen Garten hinterm Haus. Das nächste Buch welches ich mir zulegte, war von Klaus Philipp – „Vogelstimmen“.  Das sorgte dann dafür das meine Frau spontan ihre Schwester anrief, nachdem sie mich dabei erwischte wie ich auf der Terrasse sitzend die Vogelstimmen zu imitieren versuchte, die im Buch an Volksmundversen zu erkennen sind.  Da war dann in den Augen  die Frage zu erkennen, ob da nicht bald ein Pflegefall auf sie zukommen könnte. Außerdem bin ich nun dazu verdammt, bei Feierlichkeiten im Verwandtschaftskreis  die Vogelstimmen „Volksmundartig“ vorzutragen, was bisher stets zu den Höhepunkten des gesellschaftlichen Beisammenseins zählte.

Heute hat sich die Lage beruhigt und alles hat sich eingependelt. Mittlerweile ist auch bei ihr das Interesse gewachsen und bei unseren gemeinsamen Wanderungen macht sie mich dann auch schon einmal auf einen Vogel aufmerksam, der in meiner Bildersammlung noch fehlen könnte.  Auch die Blicke haben sich von den zweifelnden wieder in die gewohnt liebevollen gewandelt. Die vielen Besuche der kleinen Geschöpfe in unserem Garten und am Futterhaus machen nunmehr auch meiner geliebten Frau Spaß und oft stehen wir gemeinsam an der Terrassentür und beobachten unsere gefiederten Freunde. Nachdem die Amseln ihren Nachwuchs am Boden im Garten gefüttert haben und der bereits ausgewachsene Jungvogel täglich vorbeischaut, hat sie ihn regelrecht lieb gewonnen und sorgt sich schon, wenn man ihn einmal einen Tag nicht zu Gesicht bekommt. Sicherlich würde der ein oder andere  Beobachter dann den belustigten Blick in  m e i n e n  Augen bemerken.

Fremdenfeindlichkeit

was geschieht in Deutschland ?

– Die widerliche Tat eines irakischen Jugendlichen, der ein 14jähriges Mädchen ermordete und mit seiner gesamten Familie in den Irak geflohen ist, spornt die Debatten und Diskussionen um Flüchtlinge,Asylsuchende und Fremdenfeindlichkeit erneut an. Ich hoffe das die internationale Fahndung auch im Irak dafür sorgt, dass der Täter gefasst  und bestraft wird.

Auch die weniger schweren Delikte ausländischer Jugendlicher, von denen Presse und rechte Organisationen natürlich sofort und teilweise auch gerne berichten, sorgen dafür das tausende Schutz suchende Kriegsflüchtlinge immer mehr in Verruf geraten, den Helfern ihre Arbeit immer schwerer wird. Immer öfter fallen offen fremdenfeindliche Ausdrücke, steigt sogar die Anhängerschaft der AfD, obwohl diese sich immer offener als Nazi Partei outet.  Fußball Nationalspieler , denen man vor Monaten noch Beifall geklatscht hat, werden jetzt als „Volksverräter“ bezeichnet, weil sie sich wegen ihrer  türkischen Familiengeschichte mit Präsident Erdogan ablichten ließen. Zugegeben keine geschickte, überlegte Aktion. Dennoch sollte man ein wenig sensibler damit umgehen. Die jetzigen Profis der #Bundesliga in ihrem Alter kennen nichts vom Leben. Sie werden bereits als Kinder auf Disziplin gedrillt, wo nur eines gilt, der Fußball. Soziales Verhalten kennen sie nur aus Sicht der Betreuer und anderer Fußballer ihrer Altersklassen. Kein Freundeskreis mit denen sie über „die Dörfer“ ziehen, keine Flirts und Freundinnen usw. So lange aber die Leistung stimmt, sie nicht unangenehm auffallen, wird ihnen zugejubelt und sie gelten soar als Vorbilder und Ideale. Ein Fehler aber und plötzlich fällt den „Fans“ auf, dass der Spieler ja die Nationalhymne nicht mitsingt (was andere auch nicht tun) und da wünschen sich manche schon, so wie ich es erst gestern hörte, das die Erkrankung von Özil doch anhalten sollte, damit der Bundestrainer ihn wieder nach Hause schickt und von der WM Teilnahme ausschließt. Da wird mir dann schon Angst und Bange um unsere Gesellschaft und ich frage mich wo das noch hinführen soll, zumal auch Politiker der etablierten Parteien immer öfter die „rechte Keule“ benutzen um an der rechten „Flanke“  zu fischen. Fernsehsendungen werden immer öfter zum Podium für die AfD, das Thema „Flüchtlinge und Asylanten“ beherrscht nunmehr seit Jahren die Diskussion in den Talk Sendungen, als wenn es nichts anderes mehr im politischen Alltag gibt. Länder in denen Ultra Konservative die Macht übernahmen, in denen Grundrechte beschnitten werden , die Justiz reglementiert wird und Pressefreiheit offen angegangen wird, wie in Polen und Ungarn erhaschen steigendes Verständnis, selbst der verwirrte amerikanischen Präsident erhält immer häufiger Zuspruch. Es wird allerhöchste Zeit gegenzusteuern, wenn wir nicht wieder in Verhältnisse vergangener Zeiten zurück fallen wollen. War die Friedenszeit durch Europa etwa schon zu lang?

vergiftet – verdrängt – verschollen

vergiftet – verdrängt – verschollen –

…. lautet die Überschrift zu einem Artikel in der WAZ , Ausgabe vom 05.06.2018. Viel zu spät kommt meiner Meinung nach die Erkenntnis der Bundesregierung,  Frau Bundesumweltministerin Svenja Schulze, die nunmehr einen dringenden Handlungsbedarf sieht, um Folgen für das Ökosystem und den Menschen durch das Insektensterben zu verhindern.  42 Prozent der 8000 Insektenarten gelten als Bestandsgefährdet, extrem selten oder bereits ausgestorben. Die Gründe liegen auf der Hand. Seit Jahren predigen Umweltverbände- Natur- und Tierschützer über die Vernichtung von Lebensräumen durch Vergiftung mit Pflanzengiften und, durch dem Boden zugeführte, Schadstoffe. Ein weiterer Grund ist die immer stärker zunehmende Lichtverschmutzung, welche die Insekten anzieht und tötet (siehe auch im hier verlinkten Artikel) . Aus „Rücksicht“ auf die Lobby von Bauernverbänden und chemische Industrie wurden die Warnungen in den Wind geschlagen. Während der Zeit wurden immer mehr Obstwiesen und Grünflächen in Ackerland umgebaut, riesige Maisanbauten geschaffen und  Feuchtgebiete trockengelegt. Nicht umsonst ist das Insektensterben in ländlichen Gebieten stärker zu beobachten, als in den Ballungsgebieten, wie im Ruhrgebiet. Hier wurden aus Industrieflächen Grünanlagen, wurden aus Halden Naturgebiete und  Revierparks geschaffen. Einen großen Anteil haben die vielen kleinen und großen Gärten und Gartenanlagen, wobei ich hoffe, dass sich der Trend zu den immer öfter zu beobachtenden Stein – Vorgärten nicht weiter fortsetzt. Immer mehr Gemeinden begrünen Straßenränder und Mittelstreifen, eine erfreuliche Entwicklung. 

Bundesumweltministerin Svenja Schulze sieht die Gründe für den Insektenschwund ebenfalls „direkt vor unserer Haustür“. Es wäre schön wenn dann das Abholzen des Hambacher Waldes zu Gunsten des RWE Braunkohletageabbaus vor unserer Haustür, mit uraltem Baumbestand, noch gestoppt werden könnte. Außerdem muß es dringend zu einem Europaweiten Verbot des Insektizides Cyantraniliprol kommen, das durch EU Recht über den Import polnischen Saatgutes nach Deutschland gelangen kann, obwohl es hier nicht zugelassen ist. Dieses Gift lähmt die Muskulatur der Insekten und tötet sie.