Erpellocke

Stockentenerpel

Erpellocke im Prachtkleid

Zwei bis vier kleine aufgebogene Schwanzfedern am Bürzel des Stockentenerpels sieht man jetzt beim Prachtkleid. Die „Erpellocke“

Erpellocke – Stockente

Die Erpellocke ist auch unter anderen Namen wie Draller, Hakeln, Entenringel oder Erpelhaken …. bekannt. Jäger tragen sie oft an ihren Hüten.  Allerdings verschwinden die Erpellocken bei der Mauser zum Schlichtkleid ( Juli – August ). Ab Herbst sind sie dann für sechs bis neun Monate wieder zu sehen. Wenn der Erpel sein Schlichtkleid trägt, ähnelt er dem Weibchen sehr stark.

Erpel im Schlichtkleid (vorne)

Der Bayerische „Recht(s)staat“ und psychisch kranke Menschen

Psychisch – Kranken – Hilfe – Gesetz

Die Bayerische Staatsregierung unter Söder behandelt künftig psychisch kranke Menschen wie Straftäter. Nach der Verschärfung des Polizeirechtes wurde nun auch das „Psychisch – Kranken – Hilfe – Gesetz“ verabschiedet. Künftig sollen depressive Menschen nach den gleichen Regeln wie Straftäter behandelt werden, das heißt, in Krankenhäusern festgesetzt werden zu können, ohne das eine Straftat vorliegt. Das Gesetz, das nach einem Gesetzentwurf des bayerischen Kabinetts Söder verabschiedet wurde, enthält gerade einmal vier Paragraphen über „Hilfe“ für erkrankte, aber über 35 Paragraphen über ihre „Unterbringung“ zu Zwecken der Gefahrenabwehr. Die meisten davon orientieren sich am Strafrecht und am Maßregelvollzug für Straftäter. Unbescholtene, oder kranke Menschen in Krisensituationen, werden nach den neuen Vorschriften im Strafrecht per Zwangsunterbringung in Krankenhäusern behandelt, Besuche stark eingeschränkt, Telefonate überwacht. Dazu gehört auch die Kontrolle der intimen Körperöffnungen.

Nach dieser Gesetzgebung werden künftig sicherlich weniger Betroffene in Bayern den Mut haben Hilfe zu suchen. Menschen mit Depressionen benötigen Hilfe und Fürsorge,  aber keine Behandlung wie Straftäter, wo der erste Kontakt für psychisch auffällige Menschen die Polizeibehörde ist, die zwar mit Handschellen umgehen kann, aber nicht therapieren kann. Die nachfolgende Registrierung in eine Datenbank kommt einer Registrierung von terroristischen Gefährdern gleich. Psychisch kranken Menschen Rechte abzusprechen erinnert verdächtig an eine dunkle Zeit der deutschen Geschichte. Erstaunlich ist, dass der große Aufschrei der Opposition ausgeblieben ist. Nun heißt es darauf zu achten, dass aus einem Bayerischen Landesgesetz nicht irgendwann ein Bundesgesetz wird.

 

Die Vogeluhr

Vogeluhr

Der Helligkeitsgrad bestimmt den Beginn des Gesangs unserer Singvögel. Die Zeiten sind so genau, dass man sich im Frühjahr zu einer bestimmten Zeit von einem bestimmten Vogel wecken lassen könnte. Hierbei muß lediglich beachtet werden, dass die angegebenen Zeiten dem Sonnenaufgang angepasst werden müssen. Zunächst singt immer erst das Männchen – der Lockruf, gefolgt vom Revierabgrenzungsgesang.

ulikloes.de

Der Gesundheitstipp

Vogelbeobachtung –

Wissenschaftler der Universität Exeter, das britische Institut für Ornithologie, sowie die Universität Queensland in Kanada haben mit mehr als 270 Probanden verschiedener Alters- und Einkommensklassen eine Studie erstellt, die die gesundheitlichen Auswirkungen bei der Vogelbeobachtung feststellen sollte. Die Fähigkeit Vögel zu beobachten, egal ob im alltäglichen Umfeld  oder außerhalb des Wohngebietes baut Ängste und Stress ab. Es spielt dabei auch keine Rolle ob die Beobachtungen in der Großstadt oder auf dem Land durchgeführt werden. Das Ergebnis bleibt gleich. Festgestellt würde, dass der Stress- und Ängsteabbau nachmittags am effektivsten ist. 

Verbindet man nun eine Wanderung mit der Vogelbeobachtung verdoppelt sich die Zunahme des Glückshormon „Serotonin“ und entsprechend vermindert sich das Stresshormon. 

Hat man erst einmal mit der Vogelbeobachtung begonnen, wird man verwundert feststelle, dass man die Stimmen auseinanderhalten und erkennen kann. Was benötigt man zur Vogelbeobachtung? Im Prinzip lediglich Augen und Ohren. Nützlich ist natürlich ein Bestimmungsbuch. Natürlich gibt es in unserer digitalen Zeit auch Apps, diese konnten aber bisher nicht wirklich überzeugen. Ein Spectiv, ein Fernglas oder eine Kamera mit gutem Teleobjektiv ist zu empfehlen. Die Vögel findet man in einer größeren Artenvielfalt  in Parks, an Seen, Friedhöfen und Schutzgebieten. Ein guter Start in die Vogelbeobachtung wäre der eigene Garten mit einem Futterhaus oder / und Nistkasten. Hier läßt sich das Verhalten der diversen Spezies am Futterhaus sehr gut beobachten. Macht man sich dann noch Vermerke in einem kleinen Notizbuch mit Art , Uhrzeit, Datum und Verhalten hat der Einstieg schon begonnen und auch die Gesundheit wird es danken.

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Stadt Essen schützt Insekten

Die Stadt Essen will Insekten besser schützen.

– Aktionsplan für Insekten- und Artenschutz-

 Mit einem Aktionsplan will die Stadt Essen sich für den Insekten- und Vogel – Artenschutz einsetzen. Ins Boot geholt werden sollen dazu Kleingärtner, Landwirte und Naturschützer, aber auch die Bürger der Stadt. Als erste Maßnahme will die Stadt auf Grünstreifen, Schulhöfen und Kindergärten nektar- und pollenhaltige Pflanzen einsäen. Die Stadt verbietet außerdem den Einsatz von Pestiziden in Naturschutzgebieten. Aus Brachflächen sollen bunte, reichhaltige Wiesen werden. Der Verband der  Kleingärtner will gemeinsam mit dem NABU ein „Wildblumenprogramm“ auflegen Die Landwirte haben sich bereit erklärt den Einsatz von glyphosathaltigen Mitteln zurückzufahren. Die Stadt will landwirtschaftliche Flächen nur dann noch verpachten, wenn der Pächter auf derartige Mittel verzichtet, zumal sie selbst , nach Angaben des Umweltamtes, bereits seit Jahren kein Glyphosat mehr einsetzt. Aus Brachflächen sollen bunte, reichhaltige Wiesen werden. Auf Antrag von SPD, CDU und Grünen soll der Aktionsplan noch ausgeweitet werden. So sollen Nesthabitate für Wildbienen und Hummeln angelegt werden.

Frühblüher

Krokus und Narzisse

– noch ist es frostig und der Boden nicht ganz aufgetaut, da sprießen bereits die ersten zarten Pflänzchen aus dem Boden. Krokus und Narzisse erblicken die ersten Sonnenstrahlen.  Aber woher wissen sie eigentlich wann sie sprießen müssen, wo es doch noch recht ungemütlich ist ? Die  Moleküle der Pflanzen erkennen am Licht das die Tage länger werden, ein Zeichen für den nahenden Frühling. Im Winter haben die Blumen alle Pflanzenteile abgestoßen und sämtliche Energie ist in der Zwiebel gespeichert. Es ist für die Frühblüher an der Zeit sich blicken zu lassen, zu blühen und Samen zu entwickeln, bevor die Bäume beginnen mit ihren Wurzeln dem Boden Wasser zu entziehen, um so Stickstoff und Mineralien aufzunehmen. Das Laub der Bäume würde dann den Pflanzen das Licht nehmen und sie könnten keinen Samen mehr für die kommenden Blumen entwickeln. So können wir uns bereits früh an den schönen Farben von Krokus und Narzisse erfreuen und wissen, es kann nicht mehr lange dauern bis der Frühling auch alles andere zu neuem Leben erweckt.

Stadt Essen – im Wandel der Zeit

Stadt Essen –

eine Stadt im Wandel

Zunächst muss einmal gesagt werden das ich längst nicht mit allen politischen Entscheidungen der Kommunalpolitik einverstanden bin, es gibt noch weiterhin viel zu tun. Aber auf die jüngere Geschichte meiner Stadt, mit einer rasanten Geschwindigkeit, kann man durchaus stolz sein.

1950 geboren, wuchs ich die ersten zwölf Lebensjahre im beschaulichen, dörflichen Vorort Essen-Schönebeck auf. In dieser Zeit waren die Strassen dort noch uns Kindern vorbehalten. Autos fuhren dort nur wenige, das änderte sich erst Ende der 50er Jahre. Der Schnee, der im Winter noch häufiger fiel als heute, wurde aber schnell schmutzig grau. Dafür sorgte die Schwerindustrie der Stadt und die Kohle. Die Zeche Wolfsbank,  im nahen Essen Borbeck, produzierte noch bis 1966. Im Jahre 1962 zogen wir dann mit der Familie aus dem „Dorf“ nach Borbeck, in eine komfortablere Wohnung, mit Toilette (bisher war das ein „Plumpsklo“ hinter dem Haus).  Hier waren wir dann sehr nahe an der Zinkhütte. Die Rohzink erzeugende Hütte verbreitete außerdem auch noch einen unangenehmen Geruch und wenn der Wind aus Nordost kam, konnten die Fenster nicht geöffnet werden und ein Film aus dunklem Staub legte sich auf die Fensterbänke. Die Zustände verbesserten sich als 1981 zunächst die Hütte und 1986 auch noch die letzte produzierende Zeche ihre Pforten schlossen. In der Zeit vom ersten Kohleabbau 1317 bis zur Schließung der letzten Zeche 1986, hatte es in Essen 1000 Zechen und Kleinbergwerke gegeben. Mit den Altlasten der industriellen Geschichte hatte die Stadt allerdings noch lange zu kämpfen. Zumal auch die Stahlproduktion mit  den Kruppwerken Ende der 50er Jahre auslief. So kam es zum Beispiel 1986 zu einem grossen Umweltskandal  auf dem ehemaligen Gelände der oben bereits erwähnten Zinkhütte. Ohne zuvor den Boden auf Belastungen zu testen hatte die Stadt das Gelände als Bauland ausgegeben. Es entstand eine neue Siedlung die, wie sich dann herausstellte, auf einem mit Schwermetallen belasteten Boden errichtet wurde. Die komplette Erde musste abgetragen und erneuert werden. Häuser, gerade fertiggestellt, mussten abgerissen und die Besitzer entschädigt werden. Davon betroffen war auch mein Bruder , der mit seinem Neubau gerade Richtfest gefeiert hatte. In diesen Jahren gingen aber auch tausende Arbeitsplätze verloren und noch heute staunt die Welt wie gut der Wandel von der industriellen Produktion hin zur Dienstleistungsgesellschaft gelungen ist.  Der Gedanke, die ehemaligen Produktionsstätten als Kulturdenkmäler zu erhalten und die Rückeroberung der Natur zuzulassen, waren ein voller Erfolg. Die ehemalige Emscherkloake wird und wurde renaturisiert, heute schwimmen wieder Fische im Wasser. In der Ruhr, einst Transportweg der Kohleschifffahrt, wird wieder gebadet und der Himmel ist so blau wie am Meer. 2017 wurde Essen die “ grüne Hauptstadt Europas“. Die Stadt zählt heute zu den grünsten Städten Deutschlands.

Maßnahmen zum Umweltschutz

Wiesenpflanzen vom Landwirt

Initiative von Landwirten

Deutschland blüht auf

Etwas für den Ruf der Landwirte machten jetzt Bauern aus Essen -Kettwig und Mülheim – Mintard. In einer gemeinsamen Aktion, im Rahmen von „Deutschland blüht auf“, verteilten sie jetzt an einem Infostand am Markt in Kettwig Samentüten mit Wiesenpflanzen an die Besucher. Landwirte müssen für den Erhalt von EU Geldern fünf Prozent ihrer Fläche als ökologische Vorrangfläche bereitstellen. Das funktioniert auch im privaten Bereich. Selbst kleinere Gebiete mit Wiesenpflanzen helfen den Insekten.

Da sich nun auch die Bundesumweltminister Schulz gegen Glyphosat und Neonicotinoide ausgesprochen hat, wächst die Hoffnung auf ein Umdenken im Umwelt und Naturschutz. Das Insektensterben ist in vollem Gang und man kann nur wünschen, dass die zu treffenden Maßnahmen nicht zu spät greifen.  Auch das recht schweigsame Landwirtschaftsministerium unter Julia Klöckner muß handeln.

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Uli`s Vogelwelt – Das Buch mit Bildern unserer Singvögel