deutsch deutsche Grenzerlebnisse

Bundesrepublik Deutschland

Deutsche Demokratische Republik

Grenzerlebnisse

– viele wissen heute schon nicht mehr das es eine Zeit gab wo das Reisen gen Osten durch eine innerdeutschen Grenze schwierig wurde.

1961 fuhren wir, wie in jedem Jahr, zu unseren Verwandten in die DDR.  Ich war damals elf Jahre alt und freute mich wie immer Oma, Opa, Onkel und Tanten, Cousins und Cousinen wieder zu sehen.  1961 fuhren wir noch mit dem Interzonenzug in die DDR. In den vorherigen Jahren hatte ich auch die Ferienspiele der FDJ (Freie Deutsche Jugend) mitgemacht. Uns interessierten ja die politischen Dinge nicht, wir waren froh den ganzen lieben langen Tag an der Luft zu sein, Schnitzeljagden zu machen und Spaß zu haben, da störte mich auch das blaue Halstuch mit dem FDJ Symbol nicht. In diesem Jahr waren wir zu spät dran und ich ging mit Bernd zur Thyra, einem Bach der in Stolberg im Harz entspringt, um dort Forellen zu fangen. Wir hatten da schon Routine drin und fingen die Fische mit der Hand. Im Waschhaus, auf dem Hof meiner Großeltern, kamen sie dann noch für eine Zeit in die Holzbadewanne, bevor Oma sie dann zum Essen vorbereitete. Die Großeltern hatten nach der Zwangskollektivierung der Felder, diese wurden in die LPG ( Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft ) integriert, noch etwas Land das mit Kartoffeln bewirtschaftet wurde und eine Obstwiese. In der Scheune war noch eine Stallung mit zwei Schweinen und Ziegen, es gab ein paar Kaninchenställe und auf dem Hof liefe eine Schar Hühner herum.

Der nächste Tag begann mit hohem Fieber und eitrigen Entzündungen an den Augen und Mund und  heftigen Schmerzen beim Wasserlassen.  Der herbeigerufene Arzt stellte fest das ein Transport nicht möglich sei, unbedingte Bettruhe.  Nachdem ich bereits  zwei Tage sehr krank gelegen hatte, es war der 13. August 1961, vermeldete der Rundfunk den Bau der Mauer in Berlin, die  Grenze wurde noch dichter als sie bereits war. Die Eltern machten sich große Sorgen, da durch meine Krankheit an eine Abreise nicht zu denken war. Allerdings lief unsere  Aufenthaltsgenehmigung auch ab und sie beschlossen das mein Vater mit meinem Bruder nach Essen zurück fahren. Mutter und ich blieben. Mein Onkel und Mutter bemühten sich um eine Aufenthaltsverlängerung für uns beide, erhielten aber nur eine Bescheinigung des Arztes über die Transportunfähigkeit. Alle machten sich Gedanken wie es weiter ginge, würde es ein Problem bei der Ausreise geben? Zwei Wochen später, kurz zuvor war der Berliner Günter Litfin an der Mauer ums Leben gekommen, brachten die Verwandten uns zum Interzonenzug nach Sangerhausen. Der Zug war sehr voll und es blieb nur ein Platz auf den Notsitzen im Gang. Die Zugkontrolle wurde von Beamten der DDR und Russischen Soldaten durchgeführt. Der Soldat der unsere Unterlagen kontrollieren sollte erkannte sofort das hier eine Mutter mit einem ziemlich kranken Kind unterwegs war und sagte zu ihr : „Kind krank, mitkommen !“ Er schnappte sich den Koffer und führte uns zum Wagen mit den erste – Klasse –  Abteilen, die fast alle leer standen. “ Hier setzen und Kind hinlegen, muß schlafen !“ – Ja, es gab auch zu den Zeiten des kalten Krieges noch menschliches  und meine Mutter war glücklich so wieder gut ins Ruhrgebiet zu kommen. Einen Tag später war ich dann in der Uni Klinik in Essen. Eine schwere Lungenentzündung sorgte dafür, dass mit der anschließenden Erholungskur in Bad Reichenhall, das Schuljahr für mich gelaufen war.

Kontrollen

Die Fahrten mit dem Zug in die DDR waren für uns schon zur Gewohnheit geworden. Wir kannten ja das Prozedere. Dennoch war es zu spüren wie die zuvor ausgelassene Stimmung, die lauten Gespräche, immer leiser wurden je näher man dem Grenzgebiet kam. Je nachdem welchen Ausgangsbahnhof wir in Essen hatten fuhr der Zug über die Grenzübergänge WolfsburgOebisfelde, oder HelmstedtMarienborn. Wenn der Interzonenzug einen der westlichen Grenzbahnhöfe erreichte, waren die Gespräche im Zug nahezu verstummt. Das Personal wurde ausgewechselt, ein anderer Zugführer, aus dem Osten übernahm die Lok und die Fahrt ging weiter. Vorbei an den Minenfeldern durch „Niemandsland“ bis zum Grenzbahnhof Ost. Wer Glück hatte konnte zur Gepäck- und Papierkontrolle im Zug bleiben, die weniger Glücklichen mußten raus aus dem Zug und in die Baracken, um dort kontrolliert zu werden. mit den Einreisepapieren, die zuvor nach Hause geschickt werden, wurde auch ein auszufüllendes Verzeichnis mitgeschickt, wo aufgeführt werden mußte, was sich im Gepäck befindet und das sehr ausführlich. Das Plastikgefäß mit den ungemahlenen Kaffeebohnen wurde in ein anderes Behältnis gefüllt, um zu sehen das dort nichts versteckt ist, Wäsche auseinandergefaltet und so weiter. Man war dann schon froh, wenn es bei der Kofferkontrolle blieb und das Handgepäck nicht noch separat kontrolliert wurde, oft war es aber so und die Modezeitschrift „Burda“ die meine Mutter immer für ihre Schwägerin mitnahm wurde entdeckt und konfisziert, obwohl sie wußte das man Drucksachen aus dem Westen nicht einführen darf. Sie sagte dann immer das es sich doch nur um eine  Modezeitschrift mit Schnittmustern handelt und nicht um ein politisches Magazin, um sich herauszureden, aber die Hefte waren weg. Wahrscheinlich nähte die Frau des „Grenzers“ auch.

1956/57  – Ich erinnere mich noch an eine Situation bei einer Grenzkontrolle, ich war ca. 6 Jahre alt, da wurden wir extrem kontrolliert, woran ich aber nicht ganz schuldlos war. Das Gepäck war bereits durchsucht und Vater war gerade dabei die Koffer wieder zu schließen, als ich laut bemerkte .“ Papa, die haben die Pistolen gar nicht gefunden! “ – Die Folge war eine sofortige neue Kontrolle aller Gepäckstücke bis ins kleinste Detail. Da nutzte es auch nicht,dass Vater erklärte das es sich um Wasserpistolen für die Cousins handelte und wo sie liegen. Die Kontrolle dauerte so lange, dass der Interzonenzug ohne uns weiterfuhr. Wir mußten weitere sechs Stunden auf den nächsten Zug warten.  Ab dieser Zeit gab es als Mitbringsel dann nur noch die obligatorische Schokolade und den Kaugummi, sowie für die Erwachsenen Kaffee und Zigarren.

1983 – war es dann soweit das die Fahrt mit dem eigenen Auto angetreten wurde. Das „flaue Gefühl“ setze dennoch kurz vor der Grenze wieder ein, auch wenn die Kontrollen bei der Einreise nicht mehr so kompliziert waren wie bei der Zugreise. Anders verhielt es sich bei der Ausreise. Das Auto wurde intensiv kontrolliert. Der Tank wurde durchleuchtet, das Unterteil des Wagens mit einem mobilen Spiegel kontrolliert. Dann sollte ich den Rücksitz umklappen, wobei ich überfragt war. Der Wagen war neu und ich hatte den Rücksitz noch nie zurück geklappt, fand also die Entriegelung nicht. Die „Grenzer“ waren aber offensichtlich gut in Westfahrzeugen geschult und erklärten mir umgehend wie das funktioniert. Schließlich kam dann die Frage nach Devisen der DDR.  Wir waren vorher gut informiert worden, dass man kein Geld der DDR mitnehmen durfte, dennoch sagte meine Frau das sie noch 10 Ost-Mark habe und als sie sagte er könne sie ja gerne behalten, schwant mir fürchterliches. Wir mußten wieder kehrt machen bis wir in der DDR eine Ost Sparkasse fanden um das Geld auf ein Konto einzahlen zu können, verschenken ging ja nun auch nicht mehr, man hätte uns ja sicher nach der Quittung gefragt. So kam es das wir wieder einmal vier Stunden unerwünschten Aufenthalt hatten , weil um die Mittagszeit in der Sparkasse ja auch nicht gearbeitet wurde.  Es muß also noch heute irgendwo ein ehemaliges DDR Konto mit 10 Ost Mark herumschwirren.

Die Kontrollen auf der westdeutschen Seite waren sehr lax. Teilweise wurde man gleich durchgewunken, oder es wurden die Papiere nachgesehen. Nur einmal mußte ich den Koffer öffnen und hatte natürlich eine Flasche Nordhäuser Korn zuviel im Gepäck, wir hatten von dem umgetauschten Tagesgeld Ost meist Wurst und Spirituosen gekauft. So mußte ich eine geringe Gebühr Zoll bezahlen, wovon dieser aber nicht viel hatte. Weil ich nämlich vergaß die Quittung mitzunehmen, wurde mir diese noch mit der Post nach Hause geschickt, da glich sich das Port fast mit den bezahlten Zollgebühren aus.

 

Die Erde spricht

Ein Gedicht von Hilde Philipp

Die Erde spricht
…………………………………Die Erde spricht……………………………………………
Ihr habt mir großen Schmerz bereitet, habt mich verletzt und ausgebeutet.
Seit ewig hab ich euch gegeben, was alles ihr gebraucht zum Leben.
Ich gab euch Wasser, Nahrung, Licht, lang hieltet ihr das Gleichgewicht,
habt urbar mich gemacht, gepflegt, was ich euch bot, betreut, gehegt.
Doch in den letzten hundert Jahren ist Satan wohl in euch gefahren.
Was in mir schlummert wird geraubt, weil ihr es zu besitzen glaubt.
Ihr bohrt nach Öl an tausend Stellen, verschmutzt die Meere, Flüsse, Quellen,
umkreist mich sinnlos Tag und Nacht, seid stolz, wie weit ihr es gebracht.

Habt furchtbar mich im Krieg versehrt, kostbaren Lebensraum dabei zerstört,
habt Pflanzen, Tiere ausgerottet, wer mahnt, der wird von euch verspottet.
kennt Habgier, Geiz und Hochmut nur und respektiert nicht die Natur.
Drum werd ich jetzt ein Zeichen setzen und Euch , auch wiederlich verletzen.
Ich werde keine Ruhe geben, an allen meinen Teilen beben.
Tsunamiwellen schick ich hin, die eure Strände überziehen.
Vulkane werden Asche speien, verdunkelt wird die Sonne sein.
Ich bringe Wirbelstürme, Regen, bald werden Berge sich bewegen!
Was himmelhoch ihr habt errichtet, mit einem Schlag wird es vernichtet,
und Blitze , wie ihr sie nicht kennt, schlagen zu vom Firmament.

Ich kann es noch viel ärger treiben, drum lasst den Wahnsinn endlich bleiben!
Hört, Menschen, was die Erde spricht!
denn ihr braucht sie – doch sie euch nicht

Unternehmen und Umwelt

Biodiversitätskonvention 2020

Naturschutzoffensive –

Neuerdings nehmen wir erstaunt davon Kenntnis das einzelne Unternehmen ihr Herz für die Umwelt und die Natur entdecken. Einige  globale Unternehmen starten plötzlich Aktionen für die Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft, hier besonders Unternehmen aus der Nahrungs/Ernährungsindustrie. Die Firma Nestle setzt Nachhaltigkeitspläne um und legt sich dafür sogar mit Discountern an.  Auch die Politik erkennt die Notwendigkeit sich für die Artenvielfalt und gegen das Insektensterben einsetzen zu müssen. Es scheint, als hätte ein Umdenken eingesetzt und es ist bewußt geworden das Bienensterben, Vernichtung der Insekten, Bodenerosionen, Klimawandel mit Starkregen, die Verseuchung des Bodens und des Grundwassers durch übermäßigen Einsatz von Gülle und Pestiziden das Ernährungssystem zerstören.  Ein weiteres Vorgehen wie in der Vergangenheit würde bewirken das die Industrie sich quasi selbst zerstört. Der Verlust von Naturgütern zerstört die Lebensgrundlagen der Menschheit und somit auch den künftigen Umsatz der Unternehmen, eine Steigerung der Lebensqualität heißt somit Maximierung der Gewinne . Der Einsatz für die Umwelt zahlt sich also im Endeffekt für die Betriebe  aus. Diesen Umstand haben offensichtlich einige vorausblickende Unternehmen erkennt. Selbst der einzelne Mensch als Individuum erkennt immer häufiger wie dringend Aktionen geworden sind die sich mit der intakten Umwelt befassen. Die Vermüllung der Meere durch Plastik, das Abschmelzen der Arktis, der Verlust der Artenvielfalt sind im Bewußtsein angekommen. Immer mehr Menschen setzen sich für Biotope und den Naturschutz ein. Aktionen der Umweltbewegungen finden Anerkennung und Unterstützung in der Bevölkerung.

Große Hoffnung setzt man in die Biodiversitätskonvention und die Naturschutzoffensive 2020 in Peking. Dort geht es um die UMSETZUNG biologischer Vielfalt und der nachhaltigen Nutzung, sowie um die gerechte Verteilung der Nutzen und Lasten der biologischen Vielfalt. Die Themen sind also

  1. ökologische Nachhaltigkeit
  2. ökonomische Entwicklung
  3. soziale Gerechtigkeit

Wir müssen lernen und begreifen mit der Natur umzugehen wie es die indigenen Völker tun.  Diese schützen ihre Umwelt und nutzen sie im Rahmen der Notwendigkeit, weil sie schon lange wissen das sie ohne ihren Lebensraum nicht existieren können.

Das Kreuz mit Bayern

Staatsregierung macht das Kreuz zur Pflicht in allen Behörden

ein kurioses Gesetz

– Ministerrat beschließt das Aufhängen von Kreuzen in Dienstgebäuden des Freistaats.

Im Eingangsbereich eines jeden Dienstgebäudes im Freistaat ist als Ausdruck der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns deutlich wahrnehmbar ein Kreuz als sichtbares Bekenntnis zu den Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung in Bayern und Deutschland anzubringen. Der Ministerrat hat heute eine entsprechende Änderung der allgemeinen Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaats Bayern beschlossen. Das Kreuz ist das grundlegende Symbol der kulturellen Identität christlich-abendländischer Prägung.

Die Verpflichtung gilt für alle Behörden des Freistaats Bayern ab dem 1. Juni 2018. Gemeinden, Landkreisen und Bezirken wird empfohlen, entsprechend zu verfahren.


Da muss man sich fragen, ob diese Aktion im Freistaat Bayern nicht dem Grundgesetz widerspricht. Dort gilt die Trennung von Staat und Religion.

Klar ist ja auch das die „Södersche Regierung“ hier wohl die Klientel einer Partei bedient, die sie ja eigentlich bekämpfen sollte. Nun sieht es für mich eher so aus, als wolle sie diese rechts überholen, aus Angst vor der bevorstehenden Landtagswahl in Bayern. In einem Kommentar im Netz  gefiel mir besonders der Satz : “als Jesus von dem Beschluss der Bayerischen Staatsregierung hörte, hat er sein Kreuz zurückgegeben !“

Es macht sich erfreulicherweise viel Protest in den digitalen Medien breit gegen die Handlungsweisen der Bayerischen Staatsregierung, was auch im Falle des „ Psychisch – Kranken – Hilfe – Gesetz “ dazu führte, dass das Gesetz noch einmal überarbeitet wurde.

Ministerpräsident Söder behauptet das Kreuz sei kein religiöses Symbol, sondern ein Zeichen der Christlich geprägten Kultur in Deutschland .  Richtig ist aber das das Kreuz selbstverständlich ein religiöses Symbol der Christenheit ist. Laut unserem Grundgesetz gilt die Trennung von Staat und Religion. Außerdem ist es falsch zu behaupten das Europas Kultur vom Christentum geprägt sei. Nach der Eroberung Spaniens durch die Mauren im 8. Jahrhundert,   herrschten diese bis ins 13. Jahrhundert und haben  die Kultur in Westeuropa maßgeblich geprägt. Philosophen, Schriftgelehrte, Architekten, Lehrer und Mediziner haben ihr Wissen in Europa verbreitet. Unsere Dombaumeister haben von ihnen glernt.  Der damalige Islam duldete andere Religionen und durfte vielseitig interpretiert werden, was auch heute von vielen Islamkennern wieder gefordert wird. Man kann also durchaus sagen das der Islam die Kultur erst nach Europa brachte und das Christentum davon profitierte. Erst ab dem  13. Jahrhundert regierte das Christentum nach dem Sieg von Saragossa über die Mauren wieder im westlichen Europa. So wie die Kultur im Westen von Maurischen Einflüssen bestimmt war, wurde sie im Osten auch von Türken, Momgolen und im Norden von den Wikingern beeinflußt.  Selbst Rom hatte von den arabischen Ländern kulturell profitiert.

Meinungsfreiheit

wie weit darf Meinungsfreiheit gehen ?

Grundgesetz

–  Die Meinungsfreiheit zählt zu den höchsten Gütern unseres Grundgesetzes und es gilt sie zu bewahren, ebenso wie die Glaubens- und Religionsfreiheit.

Wie weit darf aber die Meinungsfreiheit in Deutschland ausgelebt werden ? Vermehrt wird in der letzten Zeit über antisemitische Aktionen und über Veranstaltungen der Rechten berichtet, die auch mit Straftaten verbunden sind. Die Nazi-Vergangenheit Deutschlands darf nicht verdrängt oder vergessen werden. Angesichts unserer Geschichte denke ich das es „Feiern“ wie die der Neo- Nazi-Szene zum Gedenken an den Geburtstag von Adolf Hitler am 20. April an der Grenze zu Polen  nicht geben darf. Hier wurde Nazis aus ganz Europa gestattet sich zu versammeln und zu hetzen. Es wurden offen Embleme und Symbole der Nazi-Vergangenheit zur Schau getragen und somit die Errungenschaften der Demokratie nach Ende des zweiten Weltkrieges verspottet. Es kann nicht sein, dass das neue Deutschland es zuläßt, dass auf seinem Boden der Geburtstag eines Mannes gefeiert wird , der  Deutschland zerstört hat und unendliches Leid über die Welt gebracht hat. Hier geht die Versamnmlungs- und Meinungsfreiheit nach meiner Meinung offensichtlich zu weit.

Gleiches gilt für Veranstaltungen der linken Szene wenn, wie in Hamburg geschehen, angebliche Demonstrationen lediglich dazu durchgeführt werden, um in den Straßen zu randalieren, Geschäfte zu zerstören, zu plündern und Straßenkämpfe mit der Polizei zu inszenieren.

Beobachtungen am Futterplatz

Futterplatz – Beobachtungen

Wie verhalten sich Vögel am Futterplatz ?

Die erste Saison mit meinen neu aufgestellten Futterstellen ist nun vorbei. Der Frühling hat Einzug gehalten, es blüht und grünt rundherum und die Vogeluhr kann gestellt werden. Es zwitschert fröhlich bereits ab dem frühen Morgen.  Selbstverständlich wird auch  in den kommenden Monaten weiter gefüttert, denn meine gefiederten Freunde kommen weiterhin zur Futterstelle. Nun ist es an der Zeit mitzuteilen was mir bei meinen Beobachtungen am Futterplatz auffiel.

Blau- Kohl und Haubenmeise fliegen das Futterhaus nur kurz an, halten sich nicht innen auf, sondern picken sich das Korn und fliegen auf, oder in den nächsten Busch, um dort auf einem Ästchen sitzend zu speisen. Diese Drei nutzten auch die aufgehängte Futtersäule, wo sie sich an dem Außenring festhalten um dann die Körner zu fressen. Mit Erstaunen mußte ich feststellen, dass die so bekannten Meisenknödel hauptsächlich unbeachtet blieben. Nur sehr selten machte sich eine Meise daran zu schaffen. Vielleicht lag es an den Knödeln ?

Zu den ersten Ankömmlingen an der neuen Futterstelle zählten das Rotkehlchen und die Amsel, wobei bei der Amsel zunächst das Männchen kam, das Weibchen hielt sich vorerst zurück.  Das Rotkehlchen fühlte sich sofort als „Herr im Haus“ und verscheuchte die Neuankömmlinge, wie die Meisen, so lange es anwesend war. Das legte sich erst nach einigen Tagen, da hatte es wohl gemerkt das genug für alle da ist. Selbst den Kleiber verjagte es einige Male. Das Rotkehlchen blieb auch einige Zeit zum Fressen im Futterhaus.  Die Amsel hingegen suchte ihr Glück am Boden. Es dauerte eine gewisse Zeit und sie hüpfte nervös am Boden um das Futterhaus herum. Nachdem sie einen bestimmten Abstand erreicht hatte,  visierte sie das Haus an und , eigentlich sah es mehr wie springen aus, flog ins Innere. Einmal dort angekommen, machte sie es sich dort gemütlich, fraß eine ganze Zeit lang, setzte sich dann am Ausgang aufs Holz und beobachtete die Umgebung, bis sie schließlich zufrieden davon flog. Da die Amsel beim Fressen ziemlich rüde vorging, Essmanieren liegen ihr wohl nicht so, flogen viele Körner aus dem Haus auf den Boden, was wiederum das Rotkehlchen und besonders die Heckenbraunelle erfreute, die lieber am Boden fressen. Die Braunelle habe ich nur äußerst selten einmal im Futterhaus beobachtet. Auch der kleine Zaunkönig hatte seine Freude an den am Boden liegenden Körnern.  Ich streute dann künftig schon immer extra ein bischen auf das Umfeld des Futterhauses.  Der Kleiber kam nur eine gewisse Zeit regelmäßig an die Futterstelle. Jetzt ist er nicht mehr zu sehen und findet wohl sein Lebendfutter an den Bäumen der Umgebung. Als er das Haus noch nutzte, flog er zunächst aufs Dach, beäugte das Innere und hüpfte kopfüber hinein, fraß ein paar Körner, schnappte sich den dicksten Korn in den Schnabel und beobachtete auf dem äußeren Rand sitzend kurz die Umgebung und „schoß“ davon.  Neu hinzugekommen sind in den letzten Tagen Grünfinken. Sie kommen zu dritt, einer fliegt direkt das Futterhaus an um innen zu fressen, wobei er ordentlich Material hinauswirft, welches von den beiden Kollegen am Boden dankend angenommen wird. Ebenfalls neu ist jetzt der Gimpel, dieser sitzt kurz auf dem Rosenbusch , fliegt ins Futterhaus, schnappt sich ein paar Körner und ist auch schon wieder verschwunden

Rotkehlchen und Amsel haben sich wohl an den heimlichen Beobachter gewöhnt und kommen mir mittlerweile so nah, dass ich sie fast mit „Handschlag“ begrüßen könnte. Ich habe mich zwar immer zurückgehalten, in der Hoffnung nicht gesehen zu werden, bin mir aber sicher, dass sie alle mich immer fest im Blick hatten. Wenn ich Futter „nachlegte“ begleitet mich immer der Ruf der Amsel und das Rotkehlchen hüpfte bereits freudig erregt am Boden herum. Sobald ich den Rücken gedreht hatte waren sie auch schon vor Ort. Ich hätte nie gelaubt das diese Beobachtungen so interessant sein würden und kann dem geneigten Leser nur empfehlen es auch zu tun.

 

Erpellocke

Stockentenerpel

Erpellocke im Prachtkleid

Zwei bis vier kleine aufgebogene Schwanzfedern am Bürzel des Stockentenerpels sieht man jetzt beim Prachtkleid. Die „Erpellocke“

Erpellocke – Stockente

Die Erpellocke ist auch unter anderen Namen wie Draller, Hakeln, Entenringel oder Erpelhaken …. bekannt. Jäger tragen sie oft an ihren Hüten.  Allerdings verschwinden die Erpellocken bei der Mauser zum Schlichtkleid ( Juli – August ). Ab Herbst sind sie dann für sechs bis neun Monate wieder zu sehen. Wenn der Erpel sein Schlichtkleid trägt, ähnelt er dem Weibchen sehr stark.

Erpel im Schlichtkleid (vorne)

Der Bayerische „Recht(s)staat“ und psychisch kranke Menschen

Psychisch – Kranken – Hilfe – Gesetz

Die Bayerische Staatsregierung unter Söder behandelt künftig psychisch kranke Menschen wie Straftäter. Nach der Verschärfung des Polizeirechtes wurde nun auch das „Psychisch – Kranken – Hilfe – Gesetz“ verabschiedet. Künftig sollen depressive Menschen nach den gleichen Regeln wie Straftäter behandelt werden, das heißt, in Krankenhäusern festgesetzt werden zu können, ohne das eine Straftat vorliegt. Das Gesetz, das nach einem Gesetzentwurf des bayerischen Kabinetts Söder verabschiedet wurde, enthält gerade einmal vier Paragraphen über „Hilfe“ für erkrankte, aber über 35 Paragraphen über ihre „Unterbringung“ zu Zwecken der Gefahrenabwehr. Die meisten davon orientieren sich am Strafrecht und am Maßregelvollzug für Straftäter. Unbescholtene, oder kranke Menschen in Krisensituationen, werden nach den neuen Vorschriften im Strafrecht per Zwangsunterbringung in Krankenhäusern behandelt, Besuche stark eingeschränkt, Telefonate überwacht. Dazu gehört auch die Kontrolle der intimen Körperöffnungen.

Nach dieser Gesetzgebung werden künftig sicherlich weniger Betroffene in Bayern den Mut haben Hilfe zu suchen. Menschen mit Depressionen benötigen Hilfe und Fürsorge,  aber keine Behandlung wie Straftäter, wo der erste Kontakt für psychisch auffällige Menschen die Polizeibehörde ist, die zwar mit Handschellen umgehen kann, aber nicht therapieren kann. Die nachfolgende Registrierung in eine Datenbank kommt einer Registrierung von terroristischen Gefährdern gleich. Psychisch kranken Menschen Rechte abzusprechen erinnert verdächtig an eine dunkle Zeit der deutschen Geschichte. Erstaunlich ist, dass der große Aufschrei der Opposition ausgeblieben ist. Nun heißt es darauf zu achten, dass aus einem Bayerischen Landesgesetz nicht irgendwann ein Bundesgesetz wird.

 

Die Vogeluhr

Vogeluhr

Der Helligkeitsgrad bestimmt den Beginn des Gesangs unserer Singvögel. Die Zeiten sind so genau, dass man sich im Frühjahr zu einer bestimmten Zeit von einem bestimmten Vogel wecken lassen könnte. Hierbei muß lediglich beachtet werden, dass die angegebenen Zeiten dem Sonnenaufgang angepasst werden müssen. Zunächst singt immer erst das Männchen – der Lockruf, gefolgt vom Revierabgrenzungsgesang.

ulikloes.de

Der Gesundheitstipp

Vogelbeobachtung –

Wissenschaftler der Universität Exeter, das britische Institut für Ornithologie, sowie die Universität Queensland in Kanada haben mit mehr als 270 Probanden verschiedener Alters- und Einkommensklassen eine Studie erstellt, die die gesundheitlichen Auswirkungen bei der Vogelbeobachtung feststellen sollte. Die Fähigkeit Vögel zu beobachten, egal ob im alltäglichen Umfeld,  oder außerhalb des Wohngebietes, baut Ängste und Stress ab. Es spielt dabei auch keine Rolle ob die Beobachtungen in der Großstadt oder auf dem Land durchgeführt werden. Das Ergebnis bleibt gleich. Festgestellt wurde, dass der Stress- und Ängsteabbau nachmittags am effektivsten ist. 

Verbindet man nun eine Wanderung mit der Vogelbeobachtung verdoppelt sich die Zunahme des Glückshormon „Serotonin“ und entsprechend vermindert sich das Müdigkeitshormon „Melatonin.

Hat man erst einmal mit der Vogelbeobachtung begonnen, wird man verwundert feststelle, dass man die Stimmen auseinanderhalten und erkennen kann. Was benötigt man zur Vogelbeobachtung? Im Prinzip lediglich Augen und Ohren. Nützlich ist natürlich ein Bestimmungsbuch. Natürlich gibt es in unserer digitalen Zeit auch Apps, diese konnten aber bisher nicht wirklich überzeugen. Ein Spectiv, ein Fernglas oder eine Kamera mit gutem Teleobjektiv ist zu empfehlen. Die Vögel findet man in einer größeren Artenvielfalt  in Parks, an Seen, Friedhöfen und Schutzgebieten. Ein guter Start in die Vogelbeobachtung wäre der eigene Garten mit einem Futterhaus oder / und Nistkasten. Hier läßt sich das Verhalten der diversen Spezies am Futterhaus sehr gut beobachten. Macht man sich dann noch Vermerke in einem kleinen Notizbuch mit Art , Uhrzeit, Datum und Verhalten hat der Einstieg schon begonnen und auch die Gesundheit wird es danken.

Buchempfehlungen:

Der Kosmos – Vogelführer – Lars Svensson

Das BLV Handbuch Vögel – Bezzel

Kosmos  – welcher Vogel ist das? – Dierschke – vom NABU empfohlen

Vogelstimmen – an Volksmundversen erkennen – Klaus Philipp

 a