wie schützen sich Vögel im Winter ?

wie Vögel den Winter überstehen
Frostschutz der Vögel

Frostschutz für Vögel ? … Sicherlich hat jeder schon einmal dieses kleine aufgeplusterte Rotkehlchen gesehen. Durch das „Aufplustern“ erschafft sich das Rotkehlchen und natürlich auch andere Vogelarten, eine Art Daunenjacke für die kalte Jahreszeit.

Die „Daunenfedern“ sind jene Federn, die die Haut der Vögel schützt und für eine gleichbleibende Temperatur sorgt. Das „Aufplustern“ sorgt für eine zusätzliche, isolierende Luftschicht um den Körper.

Über den Daunenfedern befinden sich die „Deckfedern“, die ebenfalls für einen Schutz des Körpers sorgen. Die „Flügel- und Schwanzfedern“ sind für den Flug zuständig. 

Am Flügel sitzen lange Federn,  die „Schwungfedern„. Sie ermöglichen das Fliegen, da sie als Armschwingen die Tragfläche des Flügels bilden.  Die „Schwanzfedern“ dienen dem Vogel beim Fliegen als Steuer und als Bremse.

Frostschutz
Flügelaufbau

Die unterschiedlichen Färbungen des Vogelkleides dienen verschiedenen Zwecken. Schlichtes, grauen einfarbig oder gestreifte Färbungen dienen der Tarnung, buntes auffallendes Gefieder der Partnersuche während der Paarungszeit.

Bei vielen Vögeln gibt das Gefieder auch ein Sekret ab, mit dem die Vögel ihr Federkleid einreiben. Das Sekret sorgt für wasserdichte, wie zum Beispiel bei Enten und anderen Wasservögeln. Warum frieren Enten nicht auf dem Eis fest ?  Die Temperatur im Fuß wird auf 0 Grad heruntergesetzt, wodurch ein Festfrieren verhindert wird. Beim Weiterfluß in den Körper erwärmt sich das Blut wieder und geht vor Eintritt in die Füße wieder auf 0 Grad.

Ein weiterer Schutz gegen Kälte ist die Nahrung. In den kalten Jahreszeiten benötigen die Vögel bedeutend mehr Nahrung als in den warmen Zeiten, um Fettreserven aufzubauen, die sie in den kalten Nächten schützt. So frißt die Blaumeise bei Kälte erst in den Abendstunden.

Kleine Vögel, wie der Zaunkönig, bilden Schlafgemeinschaften, in dnen sie sich eng aneinander kuscheln um sich zu wärmen. Der Haussperling baut sogar ein Winterschlafnest. Andere wiederum suchen Schutz in ausgepolsterten Baumhöhlen oder Gebäudenischen, dichten Sträuchern und Bäumen.

Der Uhu

– Eurasien Eagle Owl

 Uhu – die größte Eule

Uhu … In der frühen Geschichte galt er als „Unglücksvogel“. Um Häuser vor Blitz und Zauber zu schützen wurde der „Vogel des Teufels“ an Scheunen und Haustüre genagelt.

Bei der Jagd auf Greifvögel und Rabenvogel raubte man die jungen Uhus aus den Nestern und band sie als Lockmittel an Pflöcken fest. Die Raben- bzw. Greifvögel griffen diese dann an, um ihren Erzfeind aus dem Gebiet zu verjagen. So wurden sie dann selbst Opfer der Jagd. 1965 war der Vogel in Mitteleuropa nahezu ausgestorben.

Nachzuchten und Schutzprojekte , die in den 60er Jahren angelassen wurden, sorgten dann für die Wiedereinführung des Uhus. Erste Jungtiere wurde in den 70ern erfolgreich in der Eifel, in der Senne und im Sauerland ausgewildert. Besonders in der Eifel kam es zu ersten Bruten. Experten schätzen den momentanen Bestand in der Bundesrepublik auf etwa 2.500 Brutpaare.

Hiervon wurden in NRW im Jahre 2016 rund 570 Brutpaare und einzelne Vögel gezählt. In der aktuellen Roten Liste der Brutvögel Deutschlands zählt der Uhu als „ungefährdet“.  Dank der positiven Entwicklung im Hochsauerlandkreis, der Eifel, im Wiehengebirge und im Teutoburger Wald geht es ihm heute besser. Einzig durch den Menschen entstehen dem Uhu Gefahren, so gibt es durch Strommasten, Windräder, Straßen- und Schienenverkehr  immer wieder  Verluste.

Aufenthaltsorte des Uhu

Lebte der Uhu ursprünglich an Steilhängen und Steinbrüchen, hat er seine Leben den gegebenen Umständen angepaßt. Er ist jetzt auch im Tiefland, hier gerne in Gewässernähe, in lichten Wäldern, oder auf landwirtschaftlichen Flächen zu finden.

Selbst die Nähe bewohnter Gebiete halten ihn nicht ab unter Autobahnbrücken, Flachdächern, oder auf alten Zechen und Fernsehtürmen zu brüten. Hier ist dem Wanderfalken ein überlegener Gegner gewachsen.

Der Wanderfalke,  sowie auch Rabenkrähen, Tauben, Enten, Wanderraten, Igel, Feldmäuse und Kaninchen passen in sein Beuteschema. Selbst Schleiereulen, Käuze und der Mäusebussard werden von ihm gejagt. Somit stellt der Uhu bereits eine Gefahr für den Bestand des Wanderfalken dar. Während in einigen Gebieten der Falke bereits verdrängt wurde, leben beide Arten, mit entsprechendem Abstand, in anderen Regionen zusammen.

Die weitere Entwicklung muß also genau beobachtet werden. Es gilt beiden Arten entsprechende Lebensräume zu erhalten und zu schaffen.

Uhu

Uhu

Warum lügt Trump ?

 -Trumps Lügen –

– warum lügt Trump ?

 Trump lügt auf zwei verschiedenen Arten . Die erste ist die , die nachweislich unwahr ist.  Zum Beispiel seine Verweise auf die „failing New York Times“, als die New York Times tatsächlich einen Anstieg der Leserschaft verzeichnet.

„Die Zeitung hat in den letzten drei Monaten des Jahres 2016 276.000 reine Online-Abonnements hinzugefügt, das beste Ergebnis seit der Einführung der Paywall im Jahr 2011. In den Wochen unmittelbar nach der Wahl von Trump im November haben sich die Abonnements im Vergleich zum Vorjahr verzehnfacht.“

Trump twittert daraufhin gegen die ihm verhasste Zeitung: „die ruinöse @nytimes berichtet über anonyme Quellen und Geschehnisse , die nie passiert sind. Ihre Berichterstattung ist Fiktion. Die Medien schützen Hillary“

Die zweite Art des Lügens besteht in Behauptungen von unbewiesenen und sehr unwahrscheinlichen Dingen.  Zum Beispiel, CNN als „Fake News“ zu beschreiben oder Obama zu beschuldigen, während des Wahlkampfs seine Telefone angezapft zu haben. Dafür gibt es keinen Beweis, und es scheint auf Breitbart-Geschichten zu beruhen. Wenn man die Geschichte auf Breitbart liest, stellt man fest, dass es  sich um  eine Rückkopplungsschleife handelt. Sie verweisen auf das, was Trump gesagt hat, der wiederum verweist auf etwas was wiederum jemand anderes sagte , und dann verweist Trump auf das, was Breitbart gesagt hat. Aber in der Schleife der Zitate gibt es eigentlich keine Fakten.

So die New York Times : „Die Entscheidung des Präsidenten, mit der Macht seines Amtes jemanden den Vorwurf politisch motivierten Abhörens vorzuwerfen – ohne Beweise anzubieten – ist bemerkenswert. Selbst für einen Führer, der sich wiederholt bereit gezeigt hat, falsche oder begründete Aussagen mit Hilfe  zweifelhafter  Quellen  zu machen. “ Für Leute, die es gewohnt sind, dass Fakten allgemein respektiert werden, und für Politiker, die ein bisschen übertreiben und schwindeln, ist die Art, wie Trump und seine Regierung lügen, verwirrend. Wir müssen uns fragen, wie ein Präsident oder sein Team so eindeutig lügen kann, ohne sich zu schämen oder Angst zu haben, dass man ihn herausfordert.

Diese Herangehensweise an die Wahrheit ist bereits an anderer Stelle bekannt und hat eine lange Geschichte. In jüngster Zeit ist es ein Instrument der Putin-Regierung, von welcher  Trump viel Inspiration zu beziehen scheint. Es kann in den meisten Diktaturen oder Scheindemokratien beobachtet  werden. Im modernen Russland ist es der Regierung angenehm, Lügen zu benutzen, um ihre Leute zu verwirren. Wenn Sie mehrere völlig widersprüchliche Geschichten veröffentlichen, wird die Wahrheit zusammen mit den anderen, eindeutig falschen Geschichten begraben oder zumindest diskreditiert. Wenn Sie sich bemühen, die Nachrichtenagenturen, NGOs und Einzelpersonen, die Fakten verwenden, um zu zeigen, wann eine Aussage nachweislich unwahr ist, anzuzweifeln, wird es für die Menschen schwieriger, aus einer Reihe von  Aussagen jene herauszufiltern die wahr sind.

Die Leute sind natürlich geneigt der  Autorität zu vertrauen, und wenn die Regierung eine offizielle Erklärung abgibt, hat sie gegenüber  einer einzelnen Quelle  oder einzelnen Nachrichtenstelle das größere Gewicht. Dieser Form der Aussagenstreuung wurde im Kommunismus, insbesondere im Stalinismus, perfektioniert. In verschiedenen Situationen, während Millionen hungerten, die Industrie und die Wirtschaft zusammen brachen, ging das  sogar bis zur Verleugnung von Geschehnissen wie unter dem Eindruck des Tschernobyl-Desasters, das heruntergespielt wurde . Derzeit, wenn die russische Regierung etwas, das nachweislich wahr ist, leugnet oder eine Erklärung abgibt, die nachweislich nicht wahr ist, wird das gleiche Muster genutzt. Dieses erklärt Trumps Verhalten – Hier hat er von Russland gelernt. Hier sind drei Gründe, warum Trump lügen könnte.

1. Eine Lüge erzählen, weil du es glaubst Putin ist notorisch von der Welt abgeschnitten. Er benutzt das Internet nicht und erhält sehr kurze Briefings von einem engen Kreis von Menschen um ihn herum. Diese Leute werden ihn wahrscheinlich nicht verärgern oder ihm widersprechen wollen. Wenn Sie von Menschen umgeben sind, die von Ihrer Bevorzugung abhängig sind, um in Position zu bleiben oder am Leben zu bleiben, bedeutet dies, dass Sie immer weniger echte Informationen erhalten.

Das Mitrokhin-Archiv, das eines der aufschlussreichsten Geschichtsbücher des letzten Jahrhunderts ist, zeigt, wie das KGB unter Stalin brillant darin war, Intelligenz zu sammeln, aber nicht in der Lage waren sie zu analysieren. Als die Leute über Dinge berichteten, die  der Weltanschauung Stalins widersprachen, waren sie im Allgemeinen tot. So wurde die Intelligenz  zunehmend falsch interpretiert, um die bestehenden Überzeugungen des Führers zu unterstützen. So ist es möglich, und einige Experten behaupten dies, dass Putin tatsächlich an die Weltanschauung glaubt, die die russische Regierung durch ihre Propaganda zum Ausdruck bringt, so wie Stalins Russland wirklich glaubte, dass das Land von ausländischen Spionen durchsetzt sei und ständig von Invasionen bedroht sei . Die Geschichte hat uns gezeigt, dass wir völlig falsch liegen. 

Bei Trump müssen wir einige Annahmen in Betracht  ziehen. Er war lange Zeit reich und mächtig. Daher war er wahrscheinlich von Ja-Männern umgeben, die nur seine Weltanschauung und Meinung durchsetzten, anstatt sie zu hinterfragen. Er arbeitete nicht  täglich in der Realität , sondern lebt das Leben eines Milliardärs. Er liest auch nicht und nutzt nur ein sehr geringes Spektrum von Medien. Jetzt ist er Präsident, er ist noch mehr von der Welt abgeschnitten, und anstatt die staatliche Maschinerie auszunutzen, die ihn zu den am besten informierten Menschen der Welt machen könnte, hat er Geheimdienstbesprechungen und andere Informationen aus unabhängigen Quellen vermieden.Wenn man sehr isoliert ist, kann es zu Paranoia kommen, ganz abgesehen davon, wie man seinen mentalen Zustand interpretiert. Man wird sehr abhängig von einer kleinen Gruppe vertrauenswürdiger Leute und ignoriert alle anderen. Er hat gezeigt, dass er sich über Fox News und Breitbart informiert, wobei er oft Aussagen macht, die auf Nachrichten beruhen, die er am Abend zuvor veröffentlicht hat, wie er es mit den schwedischen Terroranschlägen getan hat, die nicht geschehen sind. 

Es gibt Anzeichen dafür, dass seine Weltanschauung von Paranoia, Verschwörungstheorien und Informationsschnipseln geprägt ist, die durch Twitter und Fox News fest in sein Bewusstsein dringen. Nimmt man  zum Beispiel seine Aussage, dass er den größten Wahlsieg in der Geschichte errungen hat  und wie er reagierte, als ein Journalist ihm zeigte, dass dies nachweislich nicht wahr ist – nahm er die Aussage zurück und machte jene verantwortlich, von denen er die Informationen erhalten  hatte.  Man kann sagen, dass Trump nicht gut ausgebildet, gut belesen oder besonders gut informiert ist. Dies gilt für die meisten Mitglieder seines Kabinetts, das merklich unqualifiziert und schlecht ausgebildet ist. Hinzu kommt, dass viele von ihnen religiöse Fundamentalisten sind, die ihre Interpretationen  mit Fakten aus ihrer  Ideologie bestücken . Dasselbe galt für das stalinistische Russland.

Ein Grund für Trumps Lügen könnte sein, dass er die Lügen tatsächlich glaubt. Das würde auch seine zunehmend paranoide und konspirative Interpretation dessen erklären, was um ihn herum geschieht –  Obama steht hinter den Protesten, – die Nachrichten sind „falsch“. Wenn er glaubt, was er sagt, könnten die Einwände dagegen und die Proteste gegen ihn tatsächlich verwirrend für ihn sein. 2. Eine Lüge erzählen, die nur auf Ihren Kernkreis gerichtet ist Eine andere Möglichkeit, Trumps Lügen zu interpretieren, ist der Schluss, dass er weiß, dass sie nicht wahr sind, und er weiß, dass wir wissen, dass sie nicht wahr sind, aber dass sie nicht für uns gedacht  sind. Schauen wir uns russische Lügen an. Wenn die russische Regierung zum Beispiel behauptet, es sei klar, dass ein ukrainisches  Kampfflugzeug das Passagierflugzeug MH17 über die Ukraine abgeschossen hat, ist es möglich, dass sie wissen, dass wir wissen, dass das nicht stimmt.

Aber die Lüge wurde ausländischen Medien wie der BBC gesagt, damit sie ihren eigenen Leuten in Russland vorgespielt werden kann und dazu benutzt wurde, Berichte darüber zu unterminieren, dass es eine Rakete der russischen Armee war, die das Flugzeug zum Absturz brachte. Es ist ihnen egal, dass wir wissen, dass es nicht wahr ist, denn die Botschaft ist nicht für uns gedacht.  Sie ist gedacht  für ihre eigenen Leute und für diejenigen, die verwirrt genug sind, an die offiziellen Untersuchungsergebnisse zu glauben, die durch eine nackte Lüge untermauert  wird. In der Tat werden die Nachrichten an alle gesendet, aber nur ein bestimmtes Publikum ist wichtig. Wenn Trump sagt, dass die New York Times versagt, ist es ihm vielleicht egal, dass wir alle wissen, dass das eine offensichtliche Lüge ist .  Er könnte nur mit seinen Stammwählern sprechen, von denen er weiß, dass sie keine Gegenargumente sehen wollen und ihm glauben. Es ist ihm wichtig, dass sie keinem Medium vertrauen, das ihn kritisieren wird. Gleiches gilt für seine Behauptung, Obama habe seine Telefone abhören lassen. Er weiß vielleicht, dass die meisten Leute merken werden, dass das Unsinn ist.  Aber dieser Kern von Leuten, die nur Nachrichten von Breitbart erhalten und den Verschwörungen glauben, wird auch diese  Information über Obama glauben. Das wiederum hilft ihm, Erkenntnisse aus Untersuchungen zu seinen Verbindungen zu Russland in Zukunft zu unterminieren. Wenn er die Medien, die das ausstrahlen, unterminieren und eine Verschwörungstheorie gegen ihn säen kann, kann er negative Nachrichten über seine Verbindungen zu Russland verwischen.

Das Alles zielt aber  nur darauf ab, seine Kernwählergruppe zu binden und nicht einen Leser der New York Times zu konvertieren. Wenn dies bedeutet, dass sein Tweeting nur darauf abzielt, die Basis der Wähler zu sichern, scheint sein Twitter-Feed etwas weniger verrückt zu sein. Für seine Stammwähler hat Trump bereits ihren Glauben an das, was die Mainstream-Medien schreiben, untergraben. Zusammen  mit seinen eigenen  Medien, die seine Aussagen verstärken und unterstützen, verbreitet er seine Nachrichten in seinem Trump-Wahlkreises. In diesem Szenario spielt es für ihn und sein Team keine Rolle, dass alle anderen denken, dass die Aussagen absurd und eindeutig falsch sind, weil sie nur für die Anhänger vorgesehen  sind.Die Art und Weise, wie Trump und Putin die Politik gespalten haben, bedeutet, dass sie nicht mehr mit denen sprechen, die sie nicht unterstützen. Es bedeutet, dass ihre Botschaft an alle, die sie hören können, nur für ein Publikum bestimmt ist. Wenn alle anderen Lügen und Propaganda durchschauen, ist das irrelevant. Sie versuchen nicht, irgendjemanden neu zu überzeugen, sie stärken ihre  Ideologie  unter denen, die ihnen bereits folgen.

3. Lügen sagen, um die Wahrheit zu unterminieren Bei diesem Ansatz geht es darum, jeden zu verwirren. Eine ständige Flut massiver Lügen beginnt die Wahrheit selbst zu untergraben. Der politische Kommentator und Schachmeister Kasaparov fasste es in diesem Tweet gut zusammen: „Der Sinn moderner Propaganda liegt nicht nur darin, eine Agenda falsch zu formulieren oder zu pushen. Es gilt dein kritisches Denken zu erschöpfen, die Wahrheit auszulöschen. „ Sobald die Wahrheit eine unterminierte Wahrheit  ist, wie die Sowjetunion bewiesen hat, geben die Menschen sich auf. Die Leute wussten, dass die Dinge nicht wahr waren, aber zu wissen, dass dies keinen Unterschied machte, und das zu sagen, war gefährlich, deshalb hörten sie auf, sich mit der Wahrheit oder den Fakten zu beschäftigen. Die wirkliche Gefahr für Amerika besteht darin, dass die Wahrheit in der Mitte der Amtszeit und bei den nächsten Wahlen an Bedeutung verlieren wird.

Die liberalen Medien und die Politiker der Demokraten sprechen davon, den Punkt zu erreichen, an dem Trumps Kernwähler, die weiße Arbeiterklasse, erkennt, dass er sie betrogen hat. Es wird angenommen, dass sie, sobald sie ihre Gesundheitsversorgung verloren haben, keine Arbeit mehr bekommen und der Sumpf immer sumpfiger wird , sie werden rebellieren und gegen ihn stimmen. Aber wenn Trump sicherstellen kann, dass sie die von den Medien mitgeteilten Fakten nicht glauben und Lügen, die von ihm und seinen Unterstützern propagiert werden, glauben, werden sie vielleicht nie bemerken, dass sie betrogen wurden, und vielleicht sehen sie die Dinge nicht so wie versprochen. Oder sie werden glauben, dass es äußere Kräfte sind, nicht Trump. Obama den Vorwurf zu machen, ist der Grund dafür. Trump will die  Anerkennung für die Ergebnisse der von Obama getroffenen Entscheidungen rückgängig machen und macht deshalb Obama für seine eigenen Probleme verantwortlich.

In Russland beschuldigt die Regierung Amerika, die EU, die NATO, die russischen Liberalen oder jede andere ausländische Macht für den Untergang ihrer Wirtschaft, den Verlust von Bürgerrechten verantwortlich zu sein. Putin und die Administration sind niemals schuld.Trump wird sagen, dass die Arbeitslosigkeit hoch ist, selbst wenn die Daten zeigen, dass die Arbeitslosigkeit gesunken ist. Er wird Erfolg haben und China, Obama, die Demokraten oder andere für Fehler verantwortlich machen. Wenn das nicht funktioniert, wird er jede Nachricht, die ihn unterminiert, einfach nur leugnen. Die nächste Frage ist, ob dies eine natürliche Fähigkeit von ihm ist,  oder ob es eine kluge Strategie seiner Berater ist. Denken wir daran, dass die Menschen um ihn herum bereits in der Manipulation der Wahrheit versiert sind. Paul Manafort beriet den ehemaligen ukrainischen Führer Viktor Janukowitsch, der selbst Putins Mann war. Wenn Manafort sagt, dass er nie für die Russen gearbeitet hat, wissen wir aber,  dass  die Ukraine von Janukowitsch eine Tochtergesellschaft von Putins Russland war. Manafort wird sich durch diese Arbeit sehr gut mit der Manipulation der Wahrheit durch den russischen Stil vertraut gemacht haben und Trump diese Lehren beigebracht haben, als er sein Berater war.

Dann wurde  Bannon Breitbart, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Wahrheit zu manipulieren und direkt zu lügen, sein Berater. In gewisser Weise ist es tröstlich, eine Art Struktur zu erkennen, die Trump und seinen Medien als eine wahnsinnige Raserei aus Lügen und Unsinn erkennen läßt. Es ist wahrscheinlich eine Mischung aus allen dreien; dass er glaubt, was er in Breitbart liest, dass er weiß, dass er seinen Anhängern etwas sagen kann und sie ihm glauben werden, und dass er oder sein Team wissen, dass sie Quellen der Wahrheit vor der nächsten Wahl untergraben müssen, um die Aufmerksamkeit seiner Kerngruppe von Wählern zu erhalten, die sie an der Macht halten werden. Wenn innerhalb weniger Jahre ein großer Teil des Landes entweder an die Trump – Nachrichten glaubt oder den Mainstream – Medien nicht vertraut oder glaubt, dass die Demokraten böse und korrupt sind oder einfach nicht wissen, was wahr ist oder nicht, dann hat Trump ein Chance auf eine zweite Amtszeit, unabhängig davon, wie seine erste Amtszeit läuft. Wenn Sie Trump lügen hören, zögern Sie nicht, sich zu fragen, welche Art von Lüge es sein könnte. Lügt er, weil er glaubt, was er sagt? Lügt er, weil seine Botschaft nicht für dich bestimmt ist? Oder lügt er, um die Wahrheit überhaupt zu unterminieren, und damit jede künftige Kritik an seiner Regierung zu  unterbinden ? 

Aus dem englischen – Artikel von Tobias Stone  –  Medium – aber durchaus meine Sicht. Ttelbild Pixabay

Schafe „schubsen“

  • Das „Schubsen“ der Schafe“

  • wie man Schafe wieder aufrichtet

Schafe  – um vom Wolllieferanten mehr Wolle zu bekommen als es eigentlich natürlich wäre,  wurden Schafe so gezüchtet, dass der natürliche Wollwechsel im Frühjahr nicht mehr vorkommt.

Das hat zur Folge, das die Tiere im Frühjahr ein sehr dichtes und schweres Fell zu tragen haben, welches bei Feuchtigkeit oder Nässe noch schwerer und unbequemer wird. Es entsteht ein Juckreiz unter der Wolle und die Tiere versuchen diesen Reiz durch Wälzen auf dem Boden zu entgehen. Nun sind sie durch die dicke Wolle-  und das betrifft vor allem trächtige Tiere –  immer breiter und schwerer und sie schaffen es nicht mehr sich zu erheben.

Nach verhältnismäßig kurzer Zeit bedeutet das den sicheren Tod.  Bei auftretenden Hitzeschüben erleiden Tiere eine Hitzschlag und wenn sie zu früh geschoren werden, kann das bei plötzlich eintretendem Frost zum Erfrieren führen.

Sehen wir also auf einer Weide ein Tiier, das es aus eigener Kraft nicht mehr schafft auf die Beine zu kommen, soll man es durch „schubsen“ unterstützen um sich erheben zu können. Damit wird zwar das Problem des dichten Fells zwar nicht beseitigt, aber das Tier überlebt.

Die Libelle

das verkannte Insekt

die Libelle – der Flugkünstler – 

Libelle, man nennt sie „Teufelsnadeln“ oder „Pferdestecher“. Der Glaube das Libellen stechen würden, hat für diese Bezeichnungen gesorgt. Die zu den Fluginsekten zählenden Tiere ernähren sich  von Insekten. Mücken und Bremsen zum Beispiel, werden im Flug gefangen. Selbst Kannibalismus kommt bei ihnen  vor. In Mitteleuropa zählt man 85 Arten.  Einige stehen auf der roten Liste . So  die nordische Moosjungfer , die in Hochmooren und an Moorseen heimisch ist, als gefährdete Art . Die gemeine Keiljungfer steht bereits auf der  Vorwarnliste.    

Lebensweise der Libelle

Die Flügelspannweite der Libellen mißt zwischen 20 und 110 mm. Der Lebensraum sind Gewässer und Gewässer nahe Regionen.  Sie kommt aber auch in bewohnten Gegenden vor. Die weiblichen Libellen halten sich gerne weiter entfernt von Gewässern auf. So haben sie Ruhe vor den männlichen Artgenossen, die sofort zur Fortpflanzung  attakieren würden.  Eine Besonderheit ist die Fähigkeit, ihre Flügelpaare unabhängig voneinander bewegen zu können. Das versetzt sie in die Lage, abrupt die Richtung zu wechseln zu können, oder in der Luft zu „stehen“.     

                                                                

Mißhandlungen weiterhin erlaubt

– Mißhandlungen auch 2018 noch nicht verboten

-Anbindehaltung ist noch immer nicht verboten

Anbindehaltung ist im Besonderen noch  bei Rindern  gebräuchlich. Früher gab es sie auch bei Pferden und Sauen. Bei Pferden ist  sie in den meisten Ländern verboten. Bei Sauen, Schafen und Ziegen nur noch mit Ausnahmeregelungen möglich.  Bis 2020 soll die Haltungsart in Österreich auch bei Rindern verboten werden, allerdings gibt es  hierzulande ist noch keine Aussicht auf ein  Verbot.

Rinder werden mit Hilfe von Grabenkette, Selbstfanggitter und Zentralgelenkhalsrahmen fixiert. Ein Laufen durch den Stand wird unmöglich gemacht. Metallketten bewirken, durch den entstehenden Lärm bei Bewegung, Verhaltensstörungen bei den Tieren.

Die Standflächen, die eigentlich den Größen der Rinder angepasst werden sollen, bewirken beim Kurzstand Druckstellen und Hautabschürfungen. Der Langstand erzeugt Verschmutzung durch Kot und Harn.

Anbindehaltun

 

 

 

 

 

Enthornung bei Rindern wird durchgeführt um mehr Platz um Stall zu schaffen. Das Horn nötigt dem Nachbarn einen gewissen Abstand ab, um Verletzungen zu vermeiden. Deshalb wird das Horn kurzerhand entfernt. Betäubungslose Entfernung ist mittlerweile verboten, allerdings nur bei erwachsenen Tieren. Kälbern dürfen ohne Betäubung das wachsende Horn entfernt werden.

Der Ökolandbau Verband verurteilt die Enthornungen auch weil es der Verdauung und dem Stoffwechsel entgegenwirkt. Außerdem hat dadurch die Milch weniger Allergene. Ebenfalls schadet die Entfernung dem Wärmehaushalt der Tiere.

Um Kannibalismus bei Legehennen zu vermeiden werden in der Massentierhaltung den Tieren die Schnäbel gekürzt. Mit Hilfe heißer Klingen oder Laser erfolgt das Kupieren der Schnäbel. Das ist in Österreich verboten.  In Deutschland gibt es  lediglich in Niedersachsen ein Verbot und man wartet vergeblich auf eine einheitliche Regelung der Länder.

Die Notwendigkeit Kannibalismus und Federpicken durch  das Kupieren der Schnäbel zu verhindern, entsteht allerdings erst durch die schlechten Haltungsbedingungen der Massentierhaltung. Ebenfalls eine Folge dieser Haltung ist die Millionenfache Tötung der Küken, die das Pech haben mit dem falschen Geschlecht zur Welt gekommen zu sein. Diese werden gleich geschreddert.

 

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Edesheim Pfalz

Reisebericht

Edesheim Pfalz  – die deutsche Toscana

Im August 2010 waren Ruth und ich bereits einmal für eine Woche hier und hatten auch ein Doppelzimmer im Weingut Boos. Hier beziehen wir seit dieser Zeit auch unseren Wein. 

In diesem Jahr waren wir mit Brigitte und Hans ebenfalls im Weingut Boos einquartiert. Es hat sich einiges getan auf „unserem„ Weingut. Die Weinproben finden nun in der Scheune statt die total umgebaut wurde.  Ausgestattet mit einem Kamin und mehreren Tischen kann man sich nun auch in der Scheune aufhalten und Wein und Flammkuchen genießen. Wir bevorzugten allerdings auch während diesen Aufenthaltes den kleinen Pavillon im Hof.

Edesheim Geschichtliches

Edesheim ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Edenkoben an und ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort. Das Schloss Edesheim wurde bereits vor dem Jahr 756 durch die Abtei Weissenburg erbaut. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde das Schloss dann im Jahre 1594 vollständig zerstört und musste neu errichtet werden, lediglich die Wasseranlagen aus dem 12. Jahrhundert konnten erhalten werden.

Nachdem das Schloss immer mehr an Bedeutung verlor, wurde es schließlich im Jahr 1748 abgerissen. Erst im 19. Jahrhundert wurde damit begonnen, das Schloss im zeitgemäßen Stil erneut zu errichten. Es wechselte mehrfach den Besitzer und wurde um das Jahr 2000 komplett saniert. Seitdem befindet sich in den Räumlichkeiten ein Hotel.

In Edesheim leben rund 2300 Einwohner. Geprägt ist der Ort von Winzern mit ihren herrlichen alten Winzerhöfen. Nach dem herzlichen Empfang durch Gabriele und Rainer Boos, verbunden mit zwei Gläschen Federweißen, richteten wir uns ein und machten uns danach auf den Weg in den Nachbarort Hainfeld.

Lage Hainfeld

An der herrlichen Südlichen Weinstraße gelegen bietet dieser kleine Ort viele kleine und größere Gebäude im barocken Baustil. Für Wanderer ist Hainfeld ein wunderschöner Ausgangspunkt zum Naturpark Pfälzer Wald. Darüber hinaus laden Wanderwege entlang der Weinberge zu erholsamen Spaziergängen ein. Die vielen schmalen Gassen deuten auf das alter von Hainfeld hin, das seit 1234 Jahren besteht.

Hainfeld war in der  Vergangenheit Residenz von drei Pfälzischen und einer Deutschen Weinkönigin. Wir waren auch dort um zu speisen und obwohl es bereits nach 15 Uhr war, waren alle Plätze im Gasthaus Logel reserviert oder besetzt. Durch ein wenig Glück wurde aber gerade als wir das Lokal wieder verlassen wollten ein Tisch frei und wir konnten hinein.

Das von dem freundlichen Personal servierte Essen erfüllt alle Erwartungen und wir können das Gasthaus Logel wärmstens empfehlen. Den Abend lassen wir dann im Gartenpavillon des Weingut Boos ausklingen. Da im Flur unserer Pension ein Kühlschrank mit erlesenen Weinen zu finden ist, konnten wir uns hier bedienen und wir tranken tatsächlich jeder eine Flasche Wein.

Edesheim Ort

Am Montag beschlossen wir uns den Ort  näher anzusehen. Aufgrund unseres Besuchs vor fünf Jahren konnten wir uns sozusagen als Reiseführer für Brigitte und Hans betätigen. Vorbei am ehrwürdigen Schloß, Schule und Rathaus gingen wir bis zum Weingut Anselmann. Den schönsten Biergarten der Pfalz konnten wir leider nicht zeigen, da auch dieser, wie auch die Außengastronomie bei Anselmann, zu dieser Jahreszeit bereits geschlossen war. Da hätten wir uns einen Monat früher auf den Weg begeben müssen. Um nicht umsonst den Weg gegangen zu sein machten wir es uns auf einer Bank bei Anselmann gemütlich und teilten uns eine Flasche Wein.

Das Weingut Anselmann ist Offizieller Weinpartner der „Deutschen Häuser.“ Bereits fünf mal betreute das Weingut Anselmann bei olympischen Spielen und paraolympischen Spielen die Deutschen Häuser, die Anlaufstelle für die Deutsche Olympiamannschaft sind. So auch in Sotschi 2014 und in Rio 2016.

Nach einer kurzen Pause im Quartier fuhren wir dann mit dem Auto nach Rhodt unter Rietburg. Rhodt steht in unmittelbarer Verbindung zur Rietburg, die zwischen 1200 und 1204 erbaut wurde. Zu dieser Zeit beginnt auch die Besiedelung des Ortes Rhodt. Rhodt kam um 1300 zu Württemberg und da es dort gleich mehrere Orte mit dem gleichen Ortsnamen gab, erhielt Rhodt den Zusatz “unter Rietburg“.

Weinanbau

Schon damals wurde in Rhodt Wein angebaut und zwar hauptsächlich Tarminer 1603 erwarb der Markgraf Ernst Friedrich von Baden Rhodt durch Tausch. DieBadener herrschten bis 1801 über den Ort.  Der Weinabsatz florierte und die erzielten Preise waren sehr gut. Durch den Handel mit Baden wurde Rhodt relativ reich und es wurden stattliche Winzerhäuser erbaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Rhodt ein Teil des Landes Rheinland – Pfalz.

Wir kehrten im „alten Kastanienhof“ auf der Theresienstraße ein. Es gibt eine stattliche Zahl an Straußenwirtschaften und Restaurants, die aber fast alle Montag und Dienstag Ruhetag haben. Die etwa 1100 Einwohner können hier also stets auf ihre Kosten kommen. Nach einem schönen sonnigen Tag konnten wir am Abend dann mit weiteren Gästen eine Weinprobe genießen, die Rainer Boos uns präsentierte.

Für den Dienstag, den Tag vor unserer Abreise, hatten wir uns als Ziel Neustadt an der Weinstraße vorgenommen, welches wir vor fünf Jahren nur im Regen besichtigen konnten. Die Stadt in der Pfalz, an der Deutschen Weinstraße, ist eines der Zentren des deutschen Weinbaus und veranstaltet jährlich das Deutsche Weinlesefest mit der Wahl der Deutschen Weinkönigin.

Hambacher Schloß

Bekannt wurde der Ort außerdem durch das im Stadtgebiet gelegene Hambacher Schloss, das 1832 Schauplatz des Hambacher Festes war Da ein kleiner Shuttlebus für die Erklimmung des Schloßhanges zur Verfügung stand, konnten wir die Schloßbesichtigung ausgeruht beginnen. Im Anschluß gelang es uns dann lange Zeit nicht ein Lokal fürs Mittagessen zu finden, bis wir schließlich in Rhodt Musik aus einer Straußenwirtschaft hörten.

Im Innenhof des Weingut Nichterlein war die Stimmung durch die beiden, mit Akkordeon und Gitarre ausgestatteten, Musiker auf dem Höhepunkt und wir fanden auch noch Platz für vier Personen. Unser Essen konnten wir dann bei volkstümlicher Musik genießen und gut gelaunt machten wir uns anschließend auf den Heimweg. Den letzten Abend ließen wir dann bei reichlich Wein und in Gesellschaft weiterer Gäste, die einen Stellplatz für ihre Wohnmobile auf dem Weingut Boos gefunden hatten, ausklingen.

Mit unserer Abfahrt am nächsten Tag endete dann auch das schöne Wetter in der Pfalz, die uns aber an allen Tagen, wenn auch bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen, mit Sonne verwöhnt hatte.

Stolberg Harz

Der Süd Harz –

Stolberg und Rottleberode

Stolberg und Rottleberode sind  Ortsteile der Gemeinde Südharz. In meiner Kinder und Jugendzeit verbrachte ich jeden Sommer und viele Winterferien in dieser Gegend am Rande des Harzes. Damals noch zur DDR gehörend, machte ich während der Verwandtenbesuche dort die Ferienspiele der FDJ mit.  Das war  immer einen riesen Spaß, bei den Schnitzeljagden in den Wäldern und Höhen des „alten Stolberg“, oder auf dem „Kreiselsberg“. 

Kartoffelkäfer Sammlung

Auf Opas Kartoffelacker wurden die Kartoffelkäfer mit der Hand eingesammelt und in der „Tyra“ fingen wir die Forelle mit der bloßen Hand . Im Freibad des „Teichs“ in Rottleberode gingen wir schwimmen und auf dem „Teich“, der eigentlich ein See ist, tauchten wir nach Muscheln.  Im  Winter wurde auf dem gefrorenen Wasser Schlittschuh gelaufen.  Am frühen Morgen und häufiger noch im Laufe des Tages hörte man das Bimmeln der Dampflok, die die Waggons mit den Urlaubern von Berga Kelbra nach Stolberg brachte.

Stolberg das Tor zum Süd Harz

In Stolberg verbrachten wir unsere Zeit im Waldbad, das aus dem kühlen Gebirgsbach gespeist wurde. Oder wir stiegen den Wald empor aufs „Hainfeld“, von wo man einen großflächigen Blick über die Höhenzüge des Harzes genießen konnte. Oberhalb des Harzstädtchens Stolberg befindet sich auch noch heute das Josephskreuz“.

Josephskreuz – der kleine Eifelturm

Früher war der Aussichtsturm auf dem „Auerberg“ einmal aus Holz. Im Auftrag des Fürsten von Stolberg von dem Architekten Schinkel aus Holz erbaut. 1880 brannte der Turm nach einem Gewitter ab und wurde dann nach dem Vorbild des Eiffelturms aus Stahl neu erbaut. Er wiegt 125 Tonnen und hat die Form eines vierzählig drehsymetrischen Doppelkreuzes. Bei klarer Sicht kann man, sofern man die zweihundert Stufen erklommen hat, einen Blick zum Brocken erhaschen.

Stolberger Geschichte

Heute hat Stolberg etwa 1400 Einwohner. Aus der ehemaligen Bergmannssiedlung,  wo Eisen, Kupfer und Zinn gefördert wurde ist heute eine der schönsten Fachwerkorte der BRD geworden. Hotels und gut geführte Ferienwohnungen laden den Urlauber zum Verweilen ein. Die ehemalige Residenz der Grafen zu Stolberg und Heimatstadt des Reformators Thomas Münzer bietet eine gute Gastronomie und am Ortseingang ein modernes Hallen-und Erlebnisbad. Mir hat allerdings das einstige Waldbad mehr Freude bereitet und es wäre sicher eine Attraktion dieses, vielleicht in Verbindung mit einer Ferienanlage wieder zu aktivieren.

ein „Schierker“ in der Harzstube

Nach unsererAnkunft haben wir es uns zur Tradition gemacht zuerst in der „Harzstube“ einfrischendes Pils und einen Schierker Feuerstein zu genießen. Familienfeiern wurden im Bürgergarten oder im Gasthof Kupfer abgehalten. Zu empfehlen ist auch ein Besuch in Sonja`s Kaffeestube und das FRIWI Kaffee .In der Rittergasse haben vor einem Jahr engagierte Bürger den Festplatz am Ende der Rittergasse wieder auf Vordermann gebracht und das einst baufällige Schloß mit seinen Gebäuden wurde von der Denkmalbehörde übernommen und zur Zeit aufwendig restauriert.

Sehenswertes

Viele Teile sind bereits fertig und zu besichtigen, auch Außengastronomie ist bereits wieder vorhanden. Sehenswert sind auch das Heimatmuseum und das Museum „alte Münze.“ Bereits im Mittelalter wurden in Stolberg Münzen geprägt. Als Ausgangspunkt für Wanderungen oder Ausflüge in den Harz ist Stolberg ideal gelegen. Zum Beispiel Thale, mit dem Hexentanzplatz und dem Bodetal oder die Rappbodetalsperre und auch Touren in den nahegelegen Thüringer Wald, zum Kyffhäuser und zum Panorama-Museum. Hierbei handelt es sich um das 1989 eröffnete Panorama Museum in Bad Frankenhausen mit dem größten Monumental-Rundgemälde Deutschlands und mit der Menschheitsgeschichte und den Bauernkriegen als Thema.

Höhlenbesuch

In Rottleberode, früher durch das Gipswerk geprägt und heute auch touristisch durchaus interessant lohnt ein Besuch der „Heimkehle“. Die Schauhöhle diente im zweiten Weltkrieg als unterirdischer Rüstungsbetrieb für die Herstellung von Zubehör für die JU88 die in Dessau von den Junkerswerken hergestellt wurde. Baustätten waren der „große und der kleine Dom“. Betrieben wurde das Werk durch Häftlinge eines Außenlagers des KZ „Mittelbau Dora“. Heute ist die Höhle Erinnerungsstätte und im großen Dom gibt es seit 1990 eine Lasershow. Eine Reise in die schöne Fachwerkstadt Stolberg ist immer eine Reise wert.   Martin Luther verglich die Stadt bei einer Wanderung über den Höhenweg mit einer Taube. Ein Erlebnis ist die Fahrt von Ilfeld oder Nordhausen mit der Harzquerbahn zum Brocken .

Darß

 

Halbinsel Darß –  22. Mai bis 05. Juni 2016

Darß  – ist der Name der Halbinsel die ein Teil der Halbinselkette Fischland – Darß – Zingst ist.

Wieck

Wieck liegt an der südlichen Seite,  am Bodstedter Bodden zwischen Born und Prerow, etwa fünf Kilometer südlich von Prerow und ca. 35km nord – östlich von Rostock. Im Osten grenzt die Gemeinde an den Prerower Strom. Wieck hat 709 Einwohner (2014)

Die Anreise verlief ohne Probleme und wir erreichten um 14:30 Uhr unser Ziel. Wir haben die Ferienwohnung „Adlerhorst“ im Cavelhorst in Wieck gemietet.Die Wohnung liegt im Souterrain am rückwärtigen Teil des Hauses und besteht aus einem großen Wohnraum mit Küche, separatem Badezimmer mit Dusche / WC und einem Schlafzimmer mit Doppelbett.

Vor dem Wohnraum befindet sich eine Terrasse mit Sonnenschirm, Tisch für vier Personen,Grill und einem Strandkorb. Seitlich begrenzt wird die Terrasse von schöner Bepflanzung, angrenzend befindet sich noch ein größeres Wiesenstück, wo auch unser Auto abgestellt ist.

Nachdem die Koffer ausgepackt sind bummeln wir ein wenig durch den Ort und entdecken das Gasthaus Josten mit Außengastronomie. Wir nehmen hier unser Essen ein und werden während unseres Urlaubs das Haus noch oft besuchen.

Born

Am nächsten Tag machen wir eine Wanderung durch den Nationalpark nach Born. Uns erwartet ein urtümlich gewachsener Mischwald mit natürlich sehr vielen Mücken, die sich offensichtlich über unseren Besuch freuen, was wir an den zahlreichen Stichen merken. Born a. Darß (Born auf dem Darß) ist eine Gemeinde im Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Sie ist staatlich anerkannter Erholungsort und zählt 1123 Einwohner (2014).

Wir machen einen Stopp am Hafen, wo wir uns eine Flasche Wasser holen und gehen dann am Bodden entlang wieder in Richtung Wieck. Die erste Etappe führt parallel einer Straße in Born, wo man die vielen hübschen Häuser bewundern kann, die alle liebevoll gepflegt und mit schönen kleineren und größeren Bepflanzungen versehen sind. Schließlich zweigt der Weg ab durch ein Waldstück und danach durch die wundervolle Boddenlandschaft.

ein paar Einkäufe

Den folgenden Tag lassen wir etwas ruhiger angehen und schauen uns Wieck genauer an. Begonnen hat der Tag mit dem Brötchen Einkauf beim einzigen Bäcker des Ortes. Wie unsere Vermieterin später erklärt, hatte ich wohl Glück sofort bedient zu werden, weil ich bereits vor acht Uhr dort war.  Später stehen die Leute dort Schlange. Einen Lebensmittelladen gibt es im Ort nicht. Lediglich am Mittwoch und samstags gibt es einen kleinen Bio Markt vor der Darßer Arche, einer Art Boddenmuseum mit Ausstellungen und dem Fremdenverkehrsamt, welches wir bereits im Vorjahr bei unserem Aufenthalt in Wustrow besichtigt haben.

Enttäuschend ist der kleine Hafen in Wieck, hier könnte man einiges verbessern um den Aufenthalt angenehmer zu machen. Es könnte sogar ein kleiner Strand zum Beispiel für Kinder hergerichtet werden. Den gibt es zwar, er verdient allerdings kaum die Bezeichnung Kinder -Badestrand. Momentan erinnert dieser eher an einen Tümpel. Der einzige Kiosk mit Getränken und Würstchen wirkt nicht gerade einladend, zumal vor der einzigen Bank die nicht auf der kleinen Terrasse steht und nicht besetzt war eine Wäschespindel steht. Wahrlich, es gibt schönere Aussichten. Ansonsten ist Wieck ein wunderschöner Ort mit vielem alten Bestand und neuen Gebäuden die sich sehr schön anpassen. Reetgedeckte Häuser, gepflegte Grundstücke und Straßen laden förmlich zum Bummeln ein. Auch die Gastronomie im Ort lässt keine Wünsche offen.

Prerow

Prerow ist ein Seebad an der Ostsee zwischen den Städten Rostock und Stralsund. Das Ostseebad Prerow wird umgeben vom Nationalpark Vorpommersche  Boddenlandschaft. Der Name Prerow bedeutet so viel wie „Graben“ oder „Durchbruch“, ist vom slawischen Wort prerova abgeleitet und galt zunächst dem Prerow-Strom, der bereits im 14. Jahrhundert eine wichtige Rolle als Wasserstraße zwischen Barth und der Ostsee spielte. 2014 betrug die Einwohnerzahl–1489. 

Zunächst wollten wir uns Fahrräder leihen, stellten dann aber fest, dass man mit dem öffentlichen Busverkehr stündlich überall gut hinkommt und so nutzen wir auch den Bus 210 um nach Prerow zu fahren. Prerow wurde 1880 das erste von der königlich hohen Regierung in Stralsund anerkannte Ostseebad. Von der Haltestelle geht es geradewegs zum Prerower Strand. Über eine Brücke gelangt man,  entlang vieler kleinerer und größerer Strandläden,  promenadenmäßig zum Strand mit der Seebrücke, die 1902 errichtet wurde. Durch die Eröffnung des alten Bahnhofs 1910, war dann der Anschluß an Städte wie Stettin, Berlin und Hamburg geschafft.

Viele Bänke laden zum Verweilen ein und wir machen davon gerne Gebrauch um uns in der Sonne zu aalen und das lebhafte Treiben zu beobachten. Nach einiger Zeit machen wir uns auf den Weg zum Boddenhafen. Um dort hin zu gelangen geht man durch den Ort mit den vielen kleinen Geschäften und erreicht etwa eine halbe Stunde später den Hafen von Prerow.

Boddenrundfahrt

Wir nutzen das moderne Fahrgastschiff und nehmen an der großen Boddenrundfahrt teil. Außer dem modernen Schiff gibt es auch noch einen Raddampfer nach amerikanischem Vorbild der diese Rundfahrt macht. Zunächst geht die Fahrt über den Prerowstrom durch das Naturschutzgebiet Boddenlandschaft. Es soll nach den Ansagen des Kapitäns hier sogar ein Pärchen Kegelrobben zu sehen geben, uns haben sie sich allerdings nicht gezeigt. Auf den nährreichen Flächen des Schutzgebietes sieht man allerdings mehrere Kranichkolonien, die hier ganzjährig zu finden sind.

Seit einiger Zeit gibt es auch den Seeadler in der Region. Zur Pflege der Gräser hat man vor einigen Jahren kurz vor der Einmündung desPrerowstroms in den Bodden Wasserbüffel angesiedelt, die zur Zeit unseres Aufenthaltes gerade einige Kälber haben. Die Fahrt über den Bodden führt bis zur Meininger Brücke die das Festland mit Zingst verbindet. Nach zwei Stunden endet dann die Fahrt wieder im Hafen von Prerow.

Seenebel

Vom Hafen aus machen wir uns auf den Weg in die Stadt um den Bus für die Rückfahrt zu nutzen. Bereits am Hafen sagte ich zu Ruth das über dem Meer dunkle Wolken auf das Festland zukommen . Im Ort sehen wir dann plötzlich Rauchschwaden durchziehen und wir vermuten als Grund hierfür Räuchereien, allerdings werden es immer mehr und sie werden auch immer dichter, zudem wird es merklich kühler. Bevor es noch weiter zunimmt kommt unser Bus. Wir sprechen den Fahrer auf das Phänomen an und er erklärt uns, dass es sich um Seenebel handelt, der für den Straßenverkehr sehr gefährlich werden kann, weil er extrem dicht ist.

Aus dem Internet erfahren wir dann später das Seenebel sich bildet, wenn die Wassertemperatur und die Lufttemperatur extrem unterschiedlich sind . Dieser Nebel enthält 100 % Luftfeuchtigkeit und tritt zumeist im Spätfrühjahr an der Nord-und Ostseeküste auf. Da haben wir glatt etwas Neues kennengelernt.

Wir machen auf dem Rückweg noch einen kurzen Halt zum Einkauf in Born, um dann den Tag im Quartier ausklingen zu lassen. Plötzlich geht es Ruth sehr schlecht. Schüttelfrost und Zittern–da scheint sich etwas anzubahnen. Am nächsten Morgen geht es gottlob wieder etwas besser und während ich hier die Niederschrift beginne und ausführe,kann sie sich noch weiter erholen und in Ruhe den Tag angehen lassen. Warten wir einmal ab wie es weitergeht. Heftiges Schwitzen in der Nacht sorgte wohl für deutliche Besserung.

Wir fahren daher mit dem Auto nach Wustrow um Erinnerungen aus dem Vorjahr aufzufrischen. Außerdem gibt es hier eine Apotheke wo wir uns mit einem Grippemittel eindecken wollen. Der Apotheker rät uns aber davon ab, weil der Höhepunkt durch das starke Nachtschwitzen wohl bereits vorbei sei. Er schlägt stattdessen etwas Ruhe und Vitamintabletten vor. Wir nehmen seinen Rat gerne an und bummeln noch einmal zum Hafen von Wustrow. Hier hat sich in dem einen Jahr einiges getan und es ist lebhafter als im Vorjahr. Auch rund um die Kirche tut sich etwas. Die Wege werden aufgehübscht und wir erinnern uns gerne an den Aufstieg zum Kirchturm.  Von dort hat man einen tollen Blick auf Ostsee und Bodden .

Heute, Samstag gehen wir eine Weile am Bodden entlang und bleiben auf dem Rad-Wanderweg in Richtung Prerow.Wir kommen nach Nordkaten. Unterwegs entschließen wir uns zum Mittagessen im Restaurant Nordkate. Ein schönes Lokal mit gutem Essen und Außengastronomie. Den Rest des Tages verbringen wir auf der Terrasse unserer Wohnung.

Heute machen wir uns auf den Weg nach Zingst. Die Spuren des dort stattfindenden Fotofestivals zeigen sich im ganzen Ort. Wir haben etwas außerhalb geparkt und gehen am Deich entlang in Richtung Seebrücke. Hier brummt der Bär. Reger Betrieb an vielen Ständen, z.B.von  Sunbounce, Hama, Canon usw. überall können, wie auch im Max Hünting Haus, Objektive und Kameras ausgeliehen werden. Es gibt verschiedene Standorte mit Referenten die ihre Aufnahmen präsentieren und Workshops von früh bis spät in den Tag. Im Max Hünting Haus bedauern wir die dort tätigen Mitarbeiter, es ist unheimlich warm und stickig im Gebäude. 

Auf den Außenflächen werden Großbildaufnahmen gezeigt und es ist ein begehbares Monument aus x-Spiegeln aufgebaut in das man hinein fotografieren kann. Selbstverständlich ist Zingst auch ohne Festival ein lohnendes Ziel, mit Badestrand, Seebrücke und überhaupt ist Zingst schon ein richtiger Touristenort mit viel Leben.

 Montag, wir entschließen uns mit dem Bus bis „Prerow alter Bahnhof“ zu fahren und erklimmen die„hohe Düne.“ Dies ist die höchstgelegene Stelle an der Enge zwischen Ostsee und dem Bodden mit dem Prerowstrom. Die Höhe beträgt 13 Meter–das hört sich nicht nach „hoch“ an,  aber mit dem kleinen Aussichtsturm reicht der Blick bei klarer Sicht über Zingst bis Hiddensee vor Rügen und zum Daßer Ort. Vormals war der damals noch schiffbare Prerowstrom –heute finden noch Boddenrundfahrten statt– die Verbindung zwischen Bodden und Ostsee wodurch Zingst eine eigenständige Insel war.

Ein schöner Rad-Wanderweg führt durch den Wald an der Ostseeküste entlang zur Seebrücke von Prerow. Unterwegs gibt es immer wieder Zugänge zum herrlichen Sandstrand. Einmal zweigen wir auf der entgegengesetzten Seite ab , um die Seemannskirche zu besuchen. Es handelt sich hier um das älteste Gotteshaus auf dem Darß. Erbaut wurde sie 1726/28. Weil sie den Seeleuten den Weg von der Ostsee in die Prerowstrom- Mündung wies, erhielt sie den Namen „Seemannskirche“.

Wir können heute wegen einer Trauerfeier allerdings die Kirche nicht von innen besichtigen. Hier entdecken wir besonders schöne Häuser und Feriendomizile, die mit viel Liebe gestaltet wurden. Nach etwa drei Kilometern erreichen wir dann die Seebrücke und gehen zur Bushaltestelle in Prerow- Mitte um die Rückfahrt nach Wieck anzutreten. Während es überall Meldungen von Unwettern gibt, haben wir weiterhin das herrlichste Wetter. Heute Nacht muß es wohl ein wenig geregnet haben, denn eine winzige Wasserlache befindet sich auf dem Terrassentisch.

Wir beschließen den Tag langsam angehen zulassen um dann gegen Mittag Carls Erdbeerhof in Rövershagen zu besuchen.Carls Erdbeerhof nennt man zu Recht auch Erlebnishof/Erlebnisdorf. Es gibt außer den vielen Einkaufsmöglichkeiten vom Trödel über Kleidung, Spielwaren bis zur Erdbeere eigentlich alles. Für Kinder ein richtiges Paradies , sei es das Streicheln der Hoftiere oder kleine und große Rutschen, Treckerfahren, Ponyreiten, Planschbecken, also Abenteuer pur. Für das leibliche Wohl ist ausreichend gesorgt und verdursten muß hier natürlich auch niemand, im Endeffekt dreht sich aber alles um das Thema Erdbeere.

Noch vier Tage haben wir um uns auf dem Darß umzusehen. Heute machen wir noch einmal eine Tour nach Zingst. Wir gehen jetzt etwas mehr durch die kleinen Straßen abseits vom innerstädtischen Betrieb. Auch hier sehen wir viele gepflegte und hübsch gezierte Häuser, sehr viele Ferienwohnungen und Ferienhäuser. Blumenschmuck überall wo man hinsieht. Am Aufgang zur Seebrücke empfängt uns das fröhliche Pfeifen des Waffelbäckers, der wegen seiner guten Laune hier bereits bei vielen Gästen bekannt ist. Wir gönnen uns zwei Zimt/Zuckerwaffeln. Ein kräftiger Wind weht über die Seebrücke mit der Taucherglocke am Ende. Am Strand sind noch einige Utensilien des Fotofestivals zu finden und wir machen einige Aufnahmen.

Die Halbinsel Zingst liegt am östlichen Ende der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst an der Ostsee. Sie gehört zum Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern, Landesteil Vorpommern. Schon 1992 erhielt Zingst als einer von wenigen Badeorten in den neuen Bundesländern die „Blaue Europaflagge“ für seine hervorragende Badewasserqualität. Im Jahr 1993 wurde die neue Seebrücke Zingst am Hauptübergang neben dem Kurhaus eröffnet. Das alte Kurhaus wurde 1998 abgerissen und im Jahr 2000 durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzt. Im Jahr 2001 wurden erstmals über eine halbe Million Gästeübernachtungen registriert.

Dem Ostseebad Zingst wurde im Jahr 2002 der staatlich anerkannte Titel „Ostseeheilbad“ verliehen. Im Jahr 2015 gab es bereits 1.7 Mio Übernachtungen bei 3049 Einwohnern (2014) Zurück aus Zingst ruhen wir uns noch etwas aus und gehen dann um siebzehn Uhr zum Restaurant Eichenstübchen. Wären wir später gegangen hätten wir keinen Platz mehr bekommen. Es war alles reserviert und den Grund erfahren wir nach dem Essen, es war fantastisch und wir reservieren gleich wieder für den kommenden Freitag.Das Essen ist absolute Spitze und die Wirtsleute im Eichenstübchen sehr zuvorkommend und nett. Wir können dieses Lokal wärmstens empfehlen. Reservierung dringend angesagt, denn wer einmal dort war, kommt immer wieder.

Und wieder strahlt die Sonne aus einem wolkenlosen Himmel. Wir beschließen unsere geliebte Boddenrunde aus dem letzten Jahr in Wustrow zu wiederholen. In Wustrow angekommen sticht die Sonne so sehr, dass wir uns entschließen auf die Boddenrunde zu verzichten, da der Weg ständig in der Sonne liegt und kaum einmal Schatten bietet. So gehen wir am Hafen entlang zum Strand, essen dort ein Fischbrötchen und wandern ein Stück längs der Steilküste.

An der Grenze zu Ahrenshoop wenden wir uns dann wieder Wustrow zu, wo wir nach zwei Stunden schwitzen wieder den Parkplatz erreichen. Den Rest des Tages verbringen wir im Quartier und auf der Terrasse. Unser Darß-Urlaub neigt sich langsam dem Ende zu und am vorletzten Tag strahlt wieder die Sonne bei angesagten 27 Grad.

Letzter Tag. Noch einmal bummeln wir durch Wieck und verweilen ein wenig am Hafen. Zuvor haben wir den kleinen Wochenmarkt an der „Arche“ besucht. Zum Mittagessen gehen wir dann noch einmal ins Gasthaus Josten, verabschieden uns und suchen unser Quartierauf um zu packen.

Es war eine einmalig schöne Zeit auf dem Darß, das Wetter hätte nicht besser sein können und wir fahren mit schönen Erinnerungen morgen wieder in unser geliebtes Ruhrgebiet

Borkum 2015

 – Urlaubsbericht 

Borkum – die Nordseeinsel mit Hochseeklima – 13. -20.09.2015

Borkum  – Wir fuhren am 13. September um 08:30 Uhr von Essen ab und erreichten bei trockenem und sonnigen Wetter nach angenehmer Fahrt gegen 11:30 Uhr Emden Außenhafen. Nun hatten wir noch reichlich Zeit um auf die Fähre nach Borkum zu warten. Wir bummelten ein wenig durch den eigentlich uninteressanten Hafen, um uns die Zeit zu vertreiben. Zwischenzeitlich fuhr dann auch schon der Katamaran nach Borkum ab.  Die Abfahrt der Fähre war pünktlich um 14:00 Uhr und wir erreichten Borkum bereits fünfzehn Minuten früher als geplant um 16:00 Uhr.

Der Weg zum Quartier war leicht zu finden, da es immer nur geradeaus ging. Lediglich unseren Parkplatz mussten wir etwas suchen, da die Skizze von Frau Janssen, unserer Vermieterin nicht so ganz exakt war. Unser Zimmer konnten wir auch nicht sofort in Besitz nehmen, da die Reinigung noch in vollem Gange war. Wir sahen das aber eher locker, weil wir ja auch Hunger hatten und etwas zu uns nehmen wollten.

Teehaus

Zunächst machten einen ersten kurzen Bummel durch die Stadt und kehrten dann im Teehaus ein, wo wir in dieser Woche noch des öfteren sein würden, da das Essen hier ganz hervorragend gewesen ist. Nun wurde es Zeit unsere Sachen in die Wohnung zu bringen. Uns stand ein Wohnzimmer mit Südterrasse, ein Schlafzimmer sowie Bad und Dusche zur Verfügung.  Außerdem gab es noch einen Keller mit Waschmaschine und Trockner, was wir aber nicht in Anspruch nahmen. Am folgenden Montag holte ich schon früh beim benachbarten Bäcker Brötchen und wir genossen unser erstes Frühstück auf der Insel. Da es nieselt machen wir einen Rundgang durch die Stadt und erledigen einige Einkäufe. Auch der Nachmittag besteht aus Erkundigungen der Ortschaft  und einem längeren Weg durch die „Greune Stee“.

“Greune Stee”

Das größte Inselwäldchen ist die “Greune Stee” (grüne Stelle). Es handelt sich hierbei um ein typisches Krüppelwäldchen. Durch die vielen hindurch führenden idyllischen Wege lädt es zu erholsamen Spaziergängen ein. Das Gebiet besteht aus teilweise sumpfigem und teilweise sehr trockenem (Dünensand) Boden. Neben den Laub-und Nadelbäumen findet man hier eine Vielzahl der in Niedersachsen heimischen Pflanzen. Die Greune Stee liegt im Süden der Insel und ist von der Wilhelmshöhe bequem über die Promenade bzw. deren Fortführung zu erreichen.

Am Dienstag folgt erneut ein Rundgang durch Borkum. Wir sehen uns das älteste Haus des Ortes an und besichtigen das Heimatmuseum.Dann fahren wir mit der Borkumer Kleinbahn zum Hafen um uns das dort vor Anker liegende Feuerschiff anzusehen. Gerade als wir am Hafen ankommen beginnt es zu regnen und der Himmel wird immer dunkler. Zufällig kommt gerade ein Bus, der wieder nach Borkum hineinfährt und so verzichten wir auf das Feuerschiff und freuen uns, den  nun einsetzenden Schauer im Bus zu erleben. Am Borkumer Bahnhof angelangt ist das Unwetter vorbei und wir gehen entlang dem Nord–und Südstrand zum Quartier.

Da es früh am Mittwoch zunächst regnet gehen wir zum Bahnhof um die Fähre für die Rückfahrt von 16 Uhr auf 10 Uhr am Sonntag umzubuchen. Da wir leider vergessen haben Unterhemden für mich mitzunehmen, kaufen wir in Borkum noch schnell ein Unterhemd. Wegen des schlechten Wetters essen wir im Quartier und lassen den Tag verfließen.

Ostland

Donnerstag– Nach dem Frühstück besichtigen wir einige Kirchen in Borkum und den Walfänger Friedhof und gehen dann den Küstenweg entlang Richtung Ostland. Hier begeistert eine fantastische Dünenlandschaft, die wir zu einem späteren Zeitpunkt noch besser kennenlernen werden. Dann beginnt der Regen–und er wird immer stärker. Der Schirm versagt seinen Dienst und als wir unser Quartier erreichen sind wir bis auf die Haut naß. Wir machen uns frisch und gehen zum Teehaus um wenigsten bestens zu speisen. Abends amüsieren wir uns im AIKES, einer Gaststätte in unmittelbarer Nachbarschaft. Hier waren wir auch schon am Dienstagabend.

Am Freitag bleibt es trocken und wir beginnen eine nahezu totale Inselumrundung , durch den Ort zum Flughafen und zum Ostland und durch die schon erwähnten Dünen auf den Küstenweg zurück.Knapp vier Stunden sind wir unterwegs und wieder sind wir durchnäßt, aber heute nicht vom Regen.

Im Dünenbüdchen nehmen wir ein Essen ein. Hier wäre es aber ratsamer gewesen von dem Kuchen zu essen der hier angeboten wird. Das „Abendbier“  im Aikes haben wir uns redlich verdient.Wie immer am letzten Tag besteht dieser aus kleineren Spaziergängen und restlichem Einkauf. Während Ruth zu packen beginnt mache ich mich noch einmal auf den Weg um die historische Damplok an der Borkumer Kleinbahn abzulichten. Am Sonntag sind wir dann um 10:00 Uhr am Hafen um auf die Verladung zu warten.Wir hatten trotz des wechselnden Wetters eine tolle Zeit auf Borkum und sind von dieser herrlichen Insel begeistert.+

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