Tippelsberg – ein schönes Stück Natur in Bochum

Tippelsberg – ein schönes Stück Natur in Bochum, an der Stadtgrenze zu Herne. Die Biologische Station Östliches Ruhrgebiet hatte im Rahmen des Ferienspatzes einen Programmpunkt für Eltern/Großeltern und Kind/Enkelkind aufgelegt. Über mehrere Stationen galt es Fragen zu beantworten, die mit dem Naturschutzgebiet Tippelsberg-Berger Mühle zusammen hängen. Klar, dass Oma und Opa da nicht nein gesagt haben und mit dem Enkel dort hin fahren.

Das Naturschutzgebiet Tippelsberg ist mit 53 Hektar das größte Schutzgebiet der Stadt Bochum. Vom höchst gelegenen Teil hat man einen schönen Blick über das Ruhrgebiet. Unser Rundweg verbleibt allerdings im unteren Bereich und die erste Frage lässt auch nicht lange auf sich warten.

Am Donneberger See werden wir nach den Tieren gefragt, die wir auf dem See erkennen. Teichhuhn, Blässhuhn, Kanadagänse und eine Hausgans sehen wir. Libellen tanzen über das Wasser, auf dem die Wasserläufer umher huschen.

Tippelsberg

Da stellt sich mit gleich die Frage wofür die Wasserläufer eigentlich nützlich sind. Man sieht sie ja häufig an Teichen und stillen Gewässern. Diese kleinen Insekten befreien uns von der Mückenplage am See. Mücken gehören zum Nahrungshaushalt der Wasserläufer und sie halten das Gewässer sauber, indem sie totes Getier verzehren.

Tippelsberg - Wasserläufer

Die vielen Brennnesseln am See fordern geradezu zur nächsten Frage auf. Welche Tiere fressen Brennnesseln? Mit unseren Antworten bringen wir in einem Punkt die Mitarbeiterin der Biologischen Station zum Staunen, als sie am Ende der Tour die Fragebögen durchschaut.

Ich habe nämlich Schweine mit aufgeschrieben. Das weiß ich, weil ich als Kind mit meinem Opa und seinem Schäferhund “Wolf”, der eine Karre zog, in die Brennnesseln fuhr. Die mit einer Handsichel geschnittenen Brennnesseln wurden dann mit einem Mix aus Milch und Brotresten gehäckselt in den Schweinetrog gegeben und die Tiere waren gierig nach dieser Delikatesse.

Aber auch wir haben im Bezug auf die Brennnessel etwas Neues erfahren. Wenn man nämlich die Brennnessel mit der Hand von unten nach oben streicht, verbrennt man sich nicht an den Nesseln.

Tippelsberg - Autobahnbrücke

Kurz bevor wir die Autobahn erreichen, deren Geräusch uns ständig begleitet, lesen wir die nächste Frage. Was fällt auf, wenn man mit dem Rücken zur Autobahn steht? Der Weg teilt quasi zwei Gebiete. In unserem Rücken sehen wir junge Pflanzungen, vielleicht vier bis sechs Jahre alt, während vor uns prächtige, alte Bäume stehen. Einige sicher deutlich über hundert Jahre alt.

Wir erfahren später das dieses Stück Natur gefährdet ist, weil die Autobahn auf sechs Spuren erweitert werden soll. Da fragt man sich, wie das mit einer guten Klima und Umweltpolitik zu vereinbaren ist. Man müsste ja Wert auf weniger Autoverkehr legen, da bräuchte man sicher keinen weiteren Ausbau von Autobahnen.

Vor der Autobahnbrücke, die hier das Tal zerschneidet, biegen wir ab und der nächste Fragepunkt verweist uns auf den Riesenschachtelhalm. Hier am Feuchtgebiet befindet sich eines der größten Vorkommen dieser Pflanze im Ruhrgebiet. Man kennt sie auch als Zinnkraut.

Über dem Weg liegt ein alter Baumstamm und ein weiterer Baumstumpf bringt die Frage nach dem Wert von Totholz. Über die Wichtigkeit von Totholz als Lebensraum vieler Insekten und Pilze und als Erneuerer des Waldes, habe ich ja an anderer Stelle schon einmal berichtet.

An einer Wegegabelung wird uns die Frage nach der Baumhöhe einer Eiche gestellt. Nicht so einfach die Höhe eines Baumes zu schätzen. Ich erinnere mich an einen Hilfe. Man entfernt sich so weit vom Baum, bis man den Wipfel in einem Winkel von 45 Grad sieht. Von diesem Punkt bis zum Stamm zählt man die Schritte, jeder Schritt etwa ein Meter und erhält so die ungefähre Höhe des Baumes.

Leider macht der Weg einen Bogen und ich kann den Winkel zum Gipfel so nicht richtig finden. Also schätzen wir und kommen auf etwa 18 Meter. Richtig wären dann allerdings wohl eher 25 Meter gewesen.

Der nächste Punkt verweist uns auf den großflächigen Schilfgürtel am See, wir befinden uns bereits auf dem Rückweg und hören das Zirpen der Grillen. Als letzte Station gilt es vier markierte Bäume auf einer Fläche mit Buchen und Eichen zu entdecken, zu deren Füßen jeweils ein Buchstabe versteckt ist.

Tippelsberg - Erdkröte
kaum zu erkennen – die kleine Erdkröte

Der Boden ist mit altem Laub und Bucheckern bedeckt und jetzt sehen wir auch die winzigen Erdkröten, kaum größer als mein kleiner Finger. Sie kommen wohl vom See, ihrem Laichgewässer, um den angestammten Lebensraum in Parks, Obstwiesen oder sogar Gärten aufzusuchen.

Klar hat unser Enkel die vier Buchstaben am Stamm der Bäume gefunden. Nun müssen wir nur noch das Wort zusammensetzen und unsere Erforschung des Naturschutzgebiet Tippelsberg ist beendet. Eigentlich logisch, dass das Lösungswort “Grün” ist.

Waldwirtschaft – Geld vom Staat für Misswirtschaft?

Waldwirtschaft – wieder fordern die Betriebe der Waldwirtschaft Geld vom Staat, vom Steuerzahler für die Folgen des Klimawandels. Dabei ist es nicht der Klimawandel der ihre Verluste erbracht hat, sondern eine über mehrere Generationen falsche Bewirtschaftung.

Nur weil das schnelle Geld mit schnell wachsendem Holz erbracht werden muß, werden Bäume gepflanzt die für die Landschaftsform völlig ungeeignet sind. Das ist seit Jahren bekannt und wird immer weiter fortgesetzt. Wenn das dann “in die Hose geht”, kommt sofort der Ruf nach dem Staat. Andere Betriebe aus anderen Wirtschaftszweigen wären längst in Konkurs, wenn sie ihre Betriebe so führen.

Waldwirtschaft

Waldwirtschaft fordert Geld für Leistungen im Artenschutz und Klimawandel

Viele Hausbesitzer oder Mieter legen hinter oder vor dem Haus kleine oder größere Gärten an, um damit auch den Vögeln und den Insekten zu helfen. Da bleibt dann auch im Herbst schon einmal Laub liegen um bei der Überwinterung Hilfen zu stellen. Man lässt Altholz liegen und pflanzt Insektenfreundlich. Man fördert die Biodiversität, ohne dafür vom Staat etwas zu fordern, sondern aus Liebe zur Natur.

Bei der Waldwirtschaft stellt man Forderungen, weil durch den Wald ein Beitrag zum Klimaschutz und zur Erhaltung der Biodiversität erbracht wird. Man tut eigentlich nichts und will noch Geld dafür.

Das was hier als Wald bezeichnet wird, sind Plantagen die zusätzlich per Hubschrauber mit Insektiziden bestäubt werden und somit die Nahrung der Waldvögel vernichtet. Von Erhalt der Biodiversität kann da wohl keine Rede sein. Durch die schweren Geräte mit denen die gefällten Bäume geräumt werden, wird der Boden verdichtet und die kahlen Nadelgehölze lassen die Sonne den Boden ungehindert austrocknen. Da den Klimaschutz ins Spiel zu bringen ist schon ein Unding.

Waldwirtschaft

In einem Fernsehbeitrag werden zwei Herren der Forstwirtschaft begleitet, die “edles Holz” – Premiumholz für die Verarbeitung zu Furnierholz suchen. Sie werden natürlich fündig. Eine herrliche alte Buche, schön gerade gewachsen, mit einem dicken Stamm, also auch schon ziemlich alt, bringt ihre Augen zum Leuchten. “Man könnte weinen, wenn man einen so schönen Baum sieht.” So äußert sich einer von ihnen und ich denke schon der Baum täte ihm leid. Die Erklärung folgt aber sofort. “Der bringt sicher über 1000 Euro auf dem Festmeter”. Ja, nun kommen allerdings mir die Tränen in die Augen.

Lebensraum Totholz – der Beginn neuen Lebens

Lebensraum Totholz – wie kann es sein das totes Holz neues Leben schafft ? Da liegt ein alter Stamm auf dem Boden. Sicher hat er viele Jahre gelebt, aber nun ist es zu Ende mit ihm, schließlich zerfällt er ja langsam. Aber der Schein trügt, es scheint nur so als ob er nun keinen Nutzen mehr bringt.

In seinem Inneren hat er über Jahrhunderte wichtige Nährstoffe und Wasser aufgenommen, was nun für die Nachkommen wichtig wird.

Lebensraum Totholz
Totholz im Hexbachtal in Essen

Das Problem ist aber das diese Nährstoffe unter der Rinde im Holz liegen. Hier kommen jetzt tausende andere Organismen ins Spiel. Das Holz, das durch den langsamen Zerfall mürbe geworden ist, macht es Insekten und Pilzen leicht an Nahrung zu kommen. Auf diese Weise werden die Nährstoffe freigegeben.

Über 6000 Insekten– Pilze- Wirbeltier- und Pflanzenarten nutzen den Lebensraum Totholz.

Lebensraum für tausende Arten

Das bedeutet, dass wir mit der Entfernung von Totholz aus dem Wald das Leben tausender Arten gefährden, die auf den Lebensraum Totholz angewiesen sind. Häufig wird das alte Holz entfernt, im Glauben die besagten Insekten könnten die gesunden Bäume gefährden. Das Holz dieser Bäume ist aber viel zu hart für die Insekten. Ein gesunder Baum kann sich durchaus seiner Feinde erwehren.

Lebensraum Totholz

Der abgestorbene Baumstamm auf dem Boden wird so aber der Ursprung für neues Leben, für einen neuen Baum.

Auf dem liegenden Stamm sieht man die wachsenden Keimlinge, die nun die Nährstoffe, die durch die Pilze und Insekten freigesetzt wurden, für sich nutzen. Da der Stamm aber ständig weiter verwest und zerfällt, verlieren die Wurzeln der Keimlinge den Halt. Der Vorgang der Zersetzung, bis hin zum Humus, ist aber ein sehr langer Vorgang. So haben die Wurzeln genügend Zeit dem abgebauten Holz in den Boden zu folgen.

Häufig sieht man Bäume deren Wurzeln weit aus dem Boden ragen, als stünden sie auf Stelzen und man fragt sich, wie der Baum überhaupt so standhaft sein kann. Die Wurzeln gehen aber weiter in den Boden hinein und der “außerirdische” Teil zeigt lediglich den Durchmesser des alten, mittlerweile nicht mehr existierenden, Mutterstamms an.

Lebensraum Totholz

Quellen: Internet, eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL, Peter Wohlleben, das geheime Leben der Bäume

Totholz

Totholz wird im aufgeräumten Wirtschaftswald meistens schnell entfernt. Deshalb finden wir oft einen “aufgeräumten” Wald vor. Als im letzten Jahr der Birkenkäfer die Fichtenwälder heimsuchte wurden in riesen Mengen Bäume gefällt, dass Totholz gestapelt und mit schwerem Gerät abtransportiert um dem Käfer den Garaus zu machen.

Mit dem schweren Gerät wurde dann zusätzlich zum Schaden der durch den Borkenkäfer entstanden war, auch noch der Boden derart verdichtet das noch mehr Schaden entstanden ist.

Totholz

Das Beispiel Bayerischer Wald hat in der Vergangenheit gezeigt das es auch anders geht. Der Nationalpark war in den 1980er und 1990er Jahren stark vom Borkenkäfer befallen und überall sah man die kahlen Baumwipfel. Die Bevölkerung regte sich bereits auf, weil die Parkverwaltung nichts unternahm. 60 Prozent der Altfichten starben und auch gesunde Bäume wurden teilweise befallen. Man sprach vom Borkenkäfer als den “Totengräber des Waldes”. Die Verwaltung blieb aber bei ihrer Linie die Natur einfach Natur sein zu lassen. Man hatte wohl erkannt, dass der Borkenkäfer lediglich seiner ihm zustehenden Aufgabe nachkommt, nämlich kranke Bäume zu befallen. Die Bäume sind allerdings nicht durch den Borkenkäfer erkrankt, sie nahmen Schaden durch den Klimawandel, die Luftverschmutzung, Bodenversauerung und Monokulturen, also alles menschgemachte Ursachen.

Das Totholz sorgte für neues Leben im Wald. Unzählige wirbellose Tiere und Pilze im Totholz sorgten durch die Zersetzung für die Nahrungs- und Lebensgrundlage eines neuen gesunden Wald. Die Menge Totholz ließ einen starkem Verbiss der jungen Triebe nicht zu. Viele neue Arten siedelten sich im neu entstehenden Urwald an. Der Borkenkäfer hatte so nicht nur für die Entstehung eines neuen gesunden Waldes mit starken Abwehrkräften gesorgt, sondern auch die Rückkehr vieler Arten. Der Bayerische Wald ist heute für seinen Artenreichtum ein Vorbild und ein Beweis dafür, dass die Natur sich selbst regeneriert, wenn man sie nur läßt.

Das Totholz fungiert als Nisthilfe für zahlreiche Arten. Er ist Trommelbaum für den Specht, Ansitzwarte und Spender für Nistmaterial für die Vögel des Waldes. In den toten Wipfeln legen Greifvögel ihre Horste an, sie bieten Platz für Nestburgen und viele unserer Vögel haben eine starke Bindung an das Totholz des Waldes. Baumläuf, Spechte, Sperling, Habicht und Meisen sind nur einige die vom Totholz profitieren.

Totholz

Selbst im Wirtschaftswald kann Totholz ein wichtiger Bestandteil für die Qualität des Bodens sein. So kann auch dieser ein Faktor für die Artenvielfalt werden.

Wald und Mensch

Was wir vom Wald lernen können

Wald – fast täglich lesen wir neue Berichte und Hiobsbotschaften über den sterbenden Wald. Dem deutschen Wald geht es schlecht. Die Fichte stirbt unter der Attacke des Borkenkäfers. Der Klimawandel und die damit verbundene Trockenheit gibt dem Baum den Rest. Harz zur Abwehr des Borkenkäfers kann sich nicht bilden.

Wald

Schon fordern die Waldbauern Entschädigung und Unterstützung vom Staat im Wissen, dass sie mit der Monokultur “Fichte” einen großen Anteil am Leiden der Bäume selbst verschuldet haben.

Die Fichte wurde überall angepflanzt weil sie ein schnell wachsender Baum ist, mit dem man das “schnelle Geld” machen kann. Obwohl der Baum für die hohen Lagen gedacht ist wurde er auch in ungeeigneten Regionen angepflanz.. Wichtiger war es den schnellen, maximalen Profit zu erzielen. Der Spruch “Willst du deinen Wald vernichten, pflanze Fichten, pflanze Fichten” macht nicht umsonst die Runde.

Wald

Vom ursprünglich großen Mischwaldbestand mit hohem Buchen – Anteil wollte man nichts wissen. Der Laubwald, der mit seinen Kronen den Waldboden schont, hat heute nur noch einen Anteil von 40 Prozent, Nadelbäume 60 Prozent. Den Urwald mit altem Baumbestand gibt es nicht mehr. In der neueren Zeit versuchen einige Personen, wie Peter Wohlleben, den Urwald wieder eine Zukunft zu geben.

Die robusteren Bäume wie Buche, Eiche, Esche und Kiefer, die den Mischwald ausmachen, unterstützen sich gegenseitig beim Lebensunterhalt. Die Gemeinschaft der verschiedenen Arten sorgt für Licht und die benötigten Nährstoffe. Das alles obwohl man weiß, dass es selbst unter Bäumen einen Konkurrenzkampf gibt. Jede Art sorgt zunächst für die eigene “Familie”. Dennoch wissen aber alle, von der Abhängigkeit und den Vorzügen der anderen Arten. Wer sich für das “Leben der Bäume” interessiert sollte Peter Wohllebens Buch : “Das geheime Leben der Bäume” unbedingt lesen.

Von der Vielfältigkeit des Mischwaldes profitieren auch die Tiere des Waldes. Insekten und Pflanzen lieben die Vielfalt die der Wald ihnen bietet.

Wald

Wald – ein Leben wie ein Mischwald

Was können wir aus dem Leben des Waldes lernen? Die Vielfalt des Mischwaldes, übertragen auf die menschliche Gesellschaft, bedeutet eine Vielfalt der Kulturen. Die verschiedenen “Arten” lernen voneinander und profitieren vom jeweils Anderen. Das gesellschaftliche “Wissen” wird durch die vielfältigen Interessen gesteigert. Gesunde Konkurrenz untereinander wird zur Bereicherung. Gemeinsamkeit macht stark.

Gesellschaften, die wie die Fichte in Monokulturen leben, werden einsam. Das Leben wird trostlos und verkümmert. “Parasiten” haben leichtes Spiel um die Macht an sich zu reißen und der Niedergang ist kaum noch aufzuhalten.

Brunft – der Hirsch

Brunft – das bedeutet für den Hirsch absoluten Streß. Es ist Ende September, Anfang Oktober , überall in den Wäldern wo  Rothirsch und  Damhirsch heimisch sind, hört man das kraftvolle “Röhren” oder auch “Knören”.

So lebhaft wie jetzt sieht man den prachtvollen Rothirsch selten. Mit hochgerecktem Kopf läßt er seine kraftvolle Stimmer erschallen. Fast scheint die Brust auseineinder zu reißen und der kräftige Hals ist voll aufgebläht. Jetzt läßt er seine 220 Kilo Gewicht voll zur Geltung kommen. Die Brunftzeit beginnt, indem er seinen Urin in Erdkuhlen zum Markieren abläßt. Gleichzeitig scheidet er so einen Duftstoff aus der an Ziegengeruch erinnert, um damit dem Kahlwild, der Hirschkuh, zu imponieren. 

  Die ideale  Diät – Brunft

An Fressen ist nun nicht mehr zu denken. Mehrmals am Tag paart er sich  mit den Hirschkühen, da bleibt fürs Fressen keine Zeit. In der Brunft verliert der prächtige Rothirsch bis zu 1/4 seines Gewichts. Dem Damhirsch geht es sehr ähnlich. Er ist aber deutlich kleiner und die Stimme ist auch nicht so gewaltig wie beim Rothirsch, den man auch als Edelhirsch bezeichnet. Der Hals des Damhirsch wirkt eher zierlich und nicht so kräftig. Ein Unterscheidungsmerkmal neben der Größe sind auch die deutlichen weißen Flecken im Fell. Das Damwild ist auch für den Beobachter leichter zu verfolgen, weil es weniger scheu als das Rotwild ist.

Nachwuchs

Im Juni kommt das Kalb zur Welt und wird über drei Monate von der Hirschkuh mit Muttermilch versorgt. Gemeinsam mit dem bereits einjährigen Kalb aus dem Vorjahr bildet die Mutter mit dem Nachwuchs die Familie. 

Über 50 Arten des Hirsches gibt es, wovon in Europa der Rot- und der Damhirsch, das Ren, und der Elch, sowie das Reh vorkommen.

Oft hat man angenommen das Reh sei die Frau des Hirsches. Dazu beigetragen haben viele  Märchen in denen das Reh und der Hirsch vorkommen. Der Rehbock trägt aber lediglich ein kleines Geweih mit einer maximalen Größe von 75 cm. Der Hirsch hat ein Geweih bis zu 140 cm.  Das bedeutend kleinere Reh ist ein Einzelgänger und nur in kargen Zeiten in kleinen Rudeln zu finden. Dagegen hält der Hirsch sich in Herden auf . Man könnte sagen, dass das Reh der Vorläufer des Hirsches ist, da es bereits vor 50 Millionen Jahren erschien und der Hirsch erst 10 Millionen Jahre später.

Kohlenstoffspeicher

Kohlenstoffspeicher – Kohlenstoff ist in fossilen Brennstoffen gebunden, verbrennt man diese wird  CO2 freigegeben und gelangt in die Atmösphäre. Es entsteht ein Ungleichgewicht an CO2 , welches schließlich zur Erderwärmung führt.

Es ist also wichtig Kohlenstoffspeicher  zu haben. Diese werden aber leider sehr oft, um nicht zu sagen zu oft, vom Menschen zerstört. Moore, die zu den besten Speichern gehören werden trocken gelegt und Wälder vernichtet.

Die Bundeswehr läßt Raketenübungen im ausgetrockneten Moor stattfinden und setzt so das Moor in Brand. In einer Zeit wo überall vor der Brandgefahr in diesem heissen Sommer gewarnt wurde. Ein immenser Schaden entsteht durch Gedankenlosigkeit.

Zur Zeit findet mit der vorgesehenen Rodung des Restbestandes vom Hambacher Forst gerade ein Paradoxum statt. Der Wald mit seinen uralten Bäumen ein idealer Kohlenstoffspeicher, wird vernichtet, um dem schlimmsten Klimagefährder, dem Braunkohlekraftwerk zur Rohstoffgewinnung Platz zu bereiten.

Ich bin davon überzeugt, dass mit etwas guten Willen seitens des RWE Konzerns die 200 Hektar Wald bestehen bleiben könnten. Das Gebiet des Braunkohle-Tageabbaus ist so groß, dass der Wald umgangen werden könnte. Zumal die Zeit für den Kohleabbau abläuft und ein hoffentlich baldiges Ende abzusehen ist. 

Der Baum – Klimaschützer

Der Baum speichert Kohlenstoff aus der Atmosphäre. Alte Wälder speichern mehr CO2 als junge Wälder. Die Speicherkapazität eines Baumes hängt von der Holzdichte ab. Eine 35 Meter hohe Buche mit dem gleichen Umfang und der gleichen Höhe wie eine Fichte, speichert knapp 1 Tonne CO2 im Jahr mehr als die Fichte.

1 Hektar Wald (1 Hektar = 0,01 km² ) speichert im Jahr etwa 13 Tonnen Kohlenstoff. Bei den geplanten Rodungen von 100 Hektar Hambacher Forst gehen also etwa 1300  Tonnen Speicherplatz verloren.

Der Klimawandel – Folgen für den Kohlenstoffspeicher 

Bäume und Moore sind für den Erhalt des Klimas überaus wichtig. Der Klimawandel ist in vollem Gange, wie wir es in diesem Sommer deutlich vor Augen geführt bekommen haben.  Die Folgen des Klimawandels belasten auch die Bäume in besonderem Maße. Schädigungen entstehen durch Trockenheit, Dürreperioden, Waldbrände und durch invasive Käfer, die durch die Erwärmung neue Gebiete erobern und Krankheiten einführen, auf die die heimischen Bäume nicht vorbereitet sind.

Hohe, alte Bäume haben die höchste Speicherkapazität für CO2 , sind aber der aufkommenden großen Sonneneinwirkung schutzlos ausgeliefert. Die Laubkronen überragen alle anderen Bäume und die Trockenheit zwingt den Baum dazu mehr Energie für das Pumpen von Nässe in die Blätter aufzubringen. Heftigere Stürme, durch den Klimawandel entstanden, belasten ihn zusätzlich. Sein Speicher wird geringer. Das Laub fällt ab und die kleineren Bäume, die vorher von seinem Schatten profitierten, werden ebenfalls der direkten Sonneneinwirkung ausgesetzt. 

Wir müssen endlich aufhören, die von der Natur gegebenen Ressourcen zu vernichten und nach wirksamen Alternativen suchen, beziehungsweise diese zu nutzen. Es muß auch darüber nachgedacht sich den neuen Klimaverhältnissen anzupassen. Dazu gehört auch die Anpflanzung neuer Baumarten in Erwägung zu ziehen. Jeder Einzelne kann dazu beitragen weniger Energie zu verbrauchen um so noch schneller von dem schmutzigsten aller Energieträger Abschied nehmen zu können. Noch ist die Braunkohle mit einem Drittel an der Energieversorgung beteiligt.

Klimaerwärmung

limaerwärmung wird extremer

Klimaerwärmung – seit mehreren Jahren ist die Erderwärmung feststellbar. Die letzen drei Jahre waren geprägt durch extrem hohe Temperaturen. Das Jahr 2018 bricht nun alle bisherigen Rekorde und bringt eine landesweite Dürre mit sich.

Ernteausfälle in der Landwirtschaft

… führen zu Ertragsverlusten bei den Bauern. Daher auch der Ruf des Bauernverbandes nach Entschädigung in Milliardenhöhe. Zunächst belief sich die Forderung an den Staat auf 1 Milliarde Euro. Heute wird aber bereits ein noch höherer Ernteausfall als vermutet prognistiziert.  Daher ist damit zu rechnen das der Bauernverband eine noch höhere Summer einfordert. Das Geld muss aber aus Steuermitteln kommen. Würde der Staat alle Betriebe die keine erwarteten Beträge erwirtschafte unterstützen, wäre  er bald Bankrott.

Mitverursacher des Klimawandels

Gibt der Staat das Geld ohne Bedingungen, wird die Landwirtschaft in gleicher Weise wie bisher betrieben. Das heißt,  sie wird weiterhin mit 14 Prozent der weltweiten Treibhausgas Emissionen an der Veränderung des Klimas beteiligt sein. Alleine in Deutschland  beträgt der Anteil an Treibhausgasen aus der Landwirtschaft 7 Prozent. Nimmt man noch die Folgen aus der Landnutzung (Abholzung etc.) hinzu liegt der Wert bei 13 Prozent.

Methangas aus der Massentierhaltung

Massentierhaltung von Rindern, Schafen, Ziegen nutzen künstlich erzeugtes Futter. Gülle und Mist haben Anteile an der Klimaerwärmung. Die Verdauung des Viehs aus der Massentierhaltung erzeugt Mathangas, das weltweit mit 27 Prozent an der globalen Emission beteiligt ist. Intensive Landwirtschaft erzeugt durch Düngung der Felder Lachgas und die maschinelle Erzeugung des Kunstdüngers und Spritzmittel erzeugt Kohlendioxid. Die Landwirtschaft ist also mit einem nicht geringen Teil mitverantwortlich am Klimawandel und fordert jetzt für die   daraus entstehenden Schäden  Milliarden Steuergelder.

Landwirtschaft wird gebraucht

Natürlich benötigen wir für die Versorgung die Landwirte und ihre Erzeugnisse. Allerdings kann man auch erwarten das sie alles tun um die Belastung der Umwelt so niedrig wie möglich zu halten.  Weiderinder stossen weit weniger Methangas aus, als Rinder in der Massentierhaltung, weil sie anders ernährt werden.Gülle und Mist kann zur Energieerzeugung in Biogas Anlagen genutzt werden. Digitale Messungen des Bodens reduzieren den Einsatz von Gülle und Spritzmaterial auf das Nötigste. Weltweit muss darauf gedrungen werden die Abholzung der Wälder, im Besonderen des Tropenwaldes,  zu stoppen.

Weiniger Treibhausgase möglich

Es wurde ermittelt, dass die Landwirtschaft in der Lage ist 25 Prozent weniger Teibhausgase zu erzeugen (World Watch Institute). Insofern darf eine Entgschädigung von Ertragsverlusten nur dann mit Steuermitteln finanziert werden, wenn gewisse Bedingungen erfüllt sind. Ansonsten wird sich nichts ändern und Jahr für Jahr muss die Landwirtschaft abgegolten werden.