Edesheim Pfalz

Reisebericht

die Deutsche Toskana

Edesheim Pfalz  – die deutsche Toscana Im August 2010 waren Ruth und ich bereits einmal für eine Woche hier und hatten auch ein Doppelzimmer im Weingut Boos. Hier beziehen wir seit dieser Zeit auch unseren Wein.

In diesem Jahr waren wir mit Brigitte und Hans ebenfalls im Weingut Boos einquartiert. Es hat sich einiges getan auf „unserem„ Weingut. Die Weinproben finden nun in der Scheune statt die total umgebaut wurde.  Ausgestattet mit einem Kamin und mehreren Tischen kann man sich nun auch in der Scheune aufhalten und Wein und Flammkuchen genießen. Wir bevorzugten allerdings auch während diesen Aufenthaltes den kleinen Pavillon im Hof.

Edesheim Pfalz – Geschichtliches

Edesheim Pfalz ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Edenkoben an und ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort. Das Schloss Edesheim wurde bereits vor dem Jahr 756 durch die Abtei Weissenburg erbaut. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde das Schloss dann im Jahre 1594 vollständig zerstört und musste neu errichtet werden, lediglich die Wasseranlagen aus dem 12. Jahrhundert konnten erhalten werden.

Nachdem das Schloss immer mehr an Bedeutung verlor, wurde es schließlich im Jahr 1748 abgerissen. Erst im 19. Jahrhundert wurde damit begonnen, das Schloss im zeitgemäßen Stil erneut zu errichten. Es wechselte mehrfach den Besitzer und wurde um das Jahr 2000 komplett saniert. Seitdem befindet sich in den Räumlichkeiten ein Hotel.

In Edesheim leben rund 2300 Einwohner. Geprägt ist der Ort von Winzern mit ihren herrlichen alten Winzerhöfen. Nach dem herzlichen Empfang durch Gabriele und Rainer Boos, verbunden mit zwei Gläschen Federweißen, richteten wir uns ein und machten uns danach auf den Weg in den Nachbarort Hainfeld.

Lage Hainfeld

An der herrlichen Südlichen Weinstraße gelegen bietet dieser kleine Ort viele kleine und größere Gebäude im barocken Baustil. Für Wanderer ist Hainfeld ein wunderschöner Ausgangspunkt zum Naturpark Pfälzer Wald. Darüber hinaus laden Wanderwege entlang der Weinberge zu erholsamen Spaziergängen ein. Die vielen schmalen Gassen deuten auf das alter von Hainfeld hin, das seit 1234 Jahren besteht.

Hainfeld war in der  Vergangenheit Residenz von drei Pfälzischen und einer Deutschen Weinkönigin. Wir waren auch dort um zu speisen und obwohl es bereits nach 15 Uhr war, waren alle Plätze im Gasthaus Logel reserviert oder besetzt. Durch ein wenig Glück wurde aber gerade als wir das Lokal wieder verlassen wollten ein Tisch frei und wir konnten hinein.

Das von dem freundlichen Personal servierte Essen erfüllt alle Erwartungen und wir können das Gasthaus Logel wärmstens empfehlen. Den Abend lassen wir dann im Gartenpavillon des Weingut Boos ausklingen. Da im Flur unserer Pension ein Kühlschrank mit erlesenen Weinen zu finden ist, konnten wir uns hier bedienen und wir tranken tatsächlich jeder eine Flasche Wein.

Edesheim Ort

Am Montag beschlossen wir uns den Ort  näher anzusehen. Aufgrund unseres Besuchs vor fünf Jahren konnten wir uns sozusagen als Reiseführer für Brigitte und Hans betätigen. Vorbei am ehrwürdigen Schloß, Schule und Rathaus gingen wir bis zum Weingut Anselmann. Den schönsten Biergarten der Pfalz konnten wir leider nicht zeigen, da auch dieser, wie auch die Außengastronomie bei Anselmann, zu dieser Jahreszeit bereits geschlossen war. Da hätten wir uns einen Monat früher auf den Weg begeben müssen. Um nicht umsonst den Weg gegangen zu sein machten wir es uns auf einer Bank bei Anselmann gemütlich und teilten uns eine Flasche Wein.

Das Weingut Anselmann ist Offizieller Weinpartner der „Deutschen Häuser.“ Bereits fünf mal betreute das Weingut Anselmann bei olympischen Spielen und paraolympischen Spielen die Deutschen Häuser, die Anlaufstelle für die Deutsche Olympiamannschaft sind. So auch in Sotschi 2014 und in Rio 2016.

Nach einer kurzen Pause im Quartier fuhren wir dann mit dem Auto nach Rhodt unter Rietburg. Rhodt steht in unmittelbarer Verbindung zur Rietburg, die zwischen 1200 und 1204 erbaut wurde. Zu dieser Zeit beginnt auch die Besiedelung des Ortes Rhodt. Rhodt kam um 1300 zu Württemberg und da es dort gleich mehrere Orte mit dem gleichen Ortsnamen gab, erhielt Rhodt den Zusatz “unter Rietburg“.

Weinanbau

Schon damals wurde in Rhodt Wein angebaut und zwar hauptsächlich Tarminer 1603 erwarb der Markgraf Ernst Friedrich von Baden Rhodt durch Tausch. DieBadener herrschten bis 1801 über den Ort.  Der Weinabsatz florierte und die erzielten Preise waren sehr gut. Durch den Handel mit Baden wurde Rhodt relativ reich und es wurden stattliche Winzerhäuser erbaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Rhodt ein Teil des Landes Rheinland – Pfalz.

Wir kehrten im „alten Kastanienhof“ auf der Theresienstraße ein. Es gibt eine stattliche Zahl an Straußenwirtschaften und Restaurants, die aber fast alle Montag und Dienstag Ruhetag haben. Die etwa 1100 Einwohner können hier also stets auf ihre Kosten kommen. Nach einem schönen sonnigen Tag konnten wir am Abend dann mit weiteren Gästen eine Weinprobe genießen, die Rainer Boos uns präsentierte. Ein froher  Abend in Edesheim Pfalz.

Für den Dienstag, den Tag vor unserer Abreise, hatten wir uns als Ziel Neustadt an der Weinstraße vorgenommen, welches wir vor fünf Jahren nur im Regen besichtigen konnten. Die Stadt in der Pfalz, an der Deutschen Weinstraße, ist eines der Zentren des deutschen Weinbaus und veranstaltet jährlich das Deutsche Weinlesefest mit der Wahl der Deutschen Weinkönigin.

Hambacher  Schloß

Bekannt wurde der Ort außerdem durch das im Stadtgebiet gelegene Hambacher Schloss, das 1832 Schauplatz des Hambacher Festes war Da ein kleiner Shuttlebus für die Erklimmung des Schloßhanges zur Verfügung stand, konnten wir die Schloßbesichtigung ausgeruht beginnen. Im Anschluß gelang es uns dann lange Zeit nicht ein Lokal fürs Mittagessen zu finden, bis wir schließlich in Rhodt Musik aus einer Straußenwirtschaft hörten.

Im Innenhof des Weingut Nichterlein war die Stimmung durch die beiden, mit Akkordeon und Gitarre ausgestatteten, Musiker auf dem Höhepunkt und wir fanden auch noch Platz für vier Personen. Unser Essen konnten wir dann bei volkstümlicher Musik genießen und gut gelaunt machten wir uns anschließend auf den Heimweg. Den letzten Abend ließen wir dann bei reichlich Wein und in Gesellschaft weiterer Gäste, die einen Stellplatz für ihre Wohnmobile auf dem Weingut Boos gefunden hatten, ausklingen.

Mit unserer Abfahrt am nächsten Tag endete dann auch das schöne Wetter in der Pfalz, die uns aber an allen Tagen, wenn auch bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen, mit Sonne verwöhnt hatte.

Stolberg Harz

Stolberg und Rottleberode sind  Ortsteile der Gemeinde Südharz. In meiner Kinder und Jugendzeit verbrachte ich nahezu alle  Sommer-  und  Winterferien in dieser Gegend am Rande des Harzes. Beide Gemeinden befanden sich im Ostteil des geteilten Deutschlands, in der  DDR . Demzufolge machte ich dann auch bei den Ferienspielen der  FDJ mit.   Da fanden dann unter anderem Schnitzeljagden in den Wäldern und Höhen des „alten Stolberg“, oder auf dem „Kreiselsberg“ statt.

 

Im Freibad des „Teichs“ in Rottleberode gingen wir schwimmen und auf dem „Teich“, der eigentlich ein See ist, tauchten wir nach Muscheln, während wir  Im  Winter  auf dem gefrorenen Wasser Schlittschuh liefen. In den Sommermonaten fingen wir in der Tyra die Forellen mit der Hand.

Am frühen Morgen und häufiger noch im Laufe des Tages hörte man das Bimmeln der Dampflok, die die Waggons mit den Urlaubern von Berga Kelbra nach Stolberg brachte.

Stolberg

In Stolberg verbrachten wir unsere Zeit im Waldbad. Dieses Naturbad wurde aus dem kühlen Gebirgsbach gespeist, weshalb das Wasser auch immer eisig kalt war.  Oft sind  wir durch den  Wald empor aufs „Hainfeld“ gelaufen , von wo man einen herrlichen  Blick über die Höhenzüge des Harzes genießen kann. Oberhalb des Harzstädtchens Stolberg befindet sich auch noch heute das Josephskreuz“.

Josephskreuz – der kleine Eifelturm

Der Aussichtsturm auf dem „Auerberg“ wurde im Auftrag des Fürsten von Stolberg durch  den  Architekten Schinkel aus Holz erbaut.

1880 brannte er  nach einem Gewitter ab und wurde dann nach dem Vorbild des Eiffelturms aus Stahl neu erbaut. Er wiegt 125 Tonnen und hat die Form eines vierzählig drehsymetrischen Doppelkreuzes.

Bei klarer Sicht kann man, sofern man die zweihundert Stufen erklommen hat, einen Blick zum Brocken erhaschen.

Stolberger Geschichte

Heute hat Stolberg etwa 1400 Einwohner. Aus der ehemaligen Bergmannssiedlung,  wo Eisen, Kupfer und Zinn gefördert wurde ist heute eine der schönsten Fachwerkorte der BRD geworden.


Das einst baufällige Schloß mit seinen Gebäuden wurde von der Denkmalbehörde übernommen und wird zur Zeit aufwendig restauriert.
Viele Teile des Schloß Stolberg sind bereits fertig und zu besichtigen, auch Außengastronomie ist bereits wieder vorhanden.

Hotels und gut geführte Ferienwohnungen laden den Urlauber zum Verweilen ein. Die ehemalige Residenz der Grafen zu Stolberg und Heimatstadt des Reformators Thomas Münzer bietet eine gute Gastronomie und am Ortseingang ein modernes Hallen-und Erlebnisbad. Mir hat allerdings das einstige Waldbad mehr Freude bereitet und es wäre sicher eine Attraktion dieses, vielleicht in Verbindung mit einer Ferienanlage wieder zu aktivieren.

ein „Schierker“ in der Harzstube

Nach unsererAnkunft haben wir es uns zur Tradition gemacht zuerst in der „Harzstube“ einfrischendes Pils und einen Schierker Feuerstein zu genießen.

Museum

alte Münze in der Rittergasse.
Eine Sammlung unglaublicher Art. Jede Münze birgt ein Geheimnis. 

kleines Bürgerhaus 
Eines der ältesten Häuser Stolbergs wurde seit den 1930er Jahren als Heimatmuseum des Ortes genutzt.

Familienfeiern im Bürgergarten oder im Gasthof Kupfer . Zu empfehlen ist auch ein Besuch in Sonja`s Kaffeestube und das FRIWI Kaffee .

In der Rittergasse haben vor einem Jahr engagierte Bürger den Festplatz am Ende der Rittergasse wieder auf Vordermann gebracht. 

Harz und Thüringer Wald

Als Ausgangspunkt für Wanderungen oder Ausflüge in den Harz ist Stolberg ideal gelegen. Zum Beispiel Thale, mit dem Hexentanzplatz und dem Bodetal oder die Rappbodetalsperre sind einen Besuch wert. Touren in den nahegelegen Thüringer Wald, zum Kyffhäuser und zum Panorama-Museum bieten sich an. Hierbei handelt es sich um das 1989 eröffnete Panorama Museum in Bad Frankenhausen . Dieses wurde zum Jubiläum der DDR eröffnet und enthält das größte Monumental-Rundgemälde Deutschlands. Gezeigt wird die Menschheitsgeschichte und die Zeit der  Bauernkriege.

Höhlenbesuch

In Rottleberode, früher durch das Gipswerk geprägt und heute auch touristisch durchaus interessant. lohnt ein Besuch der „Heimkehle“.

Die Schauhöhle diente im zweiten Weltkrieg als unterirdischer Rüstungsbetrieb für die Herstellung von Zubehör für die JU88 die in Dessau von den Junkerswerken hergestellt wurde. Baustätten waren der „große und der kleine Dom“.

Betrieben wurde das Werk durch Häftlinge eines Außenlagers des KZ „Mittelbau Dora“. Heute ist die Höhle Erinnerungsstätte und im großen Dom gibt es seit 1990 eine Lasershow.

Eine Fahrt in die schöne Fachwerkstadt Stolberg ist immer eine Reise wert.   Martin Luther verglich die Stadt bei einer Wanderung über den Höhenweg mit einer Taube. Ein Erlebnis ist auch die Fahrt von Ilfeld oder Nordhausen mit der Harzquerbahn zum Brocken .

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