Weihgesang – Rotkehlchens Winterlied

Weihgesang – soll der Titel meines Gedichtes über den treuesten Vogel in unserem Land sein. Das Rotkehlchen erfreut uns das ganze Jahr über mit seinem Gesang.

Kälte und ein wenig Schnee liegt auf Fluren, Wald und Feld.

Nur ein kleiner roter Vogel singt ein Lied wie`s ihm gefällt.

Sitzt trillierend auf dem Ast. Kein Komponist hat das Lied verfasst.

Die anderen Vögel sind verreist, er singt sein Lied im kalten Eis.

Amsel, Finken und die Meisen,

bevorzugen jetzt das Schweigen .

Der Wind fegt eisig durch die Kiefer,

der kleine Vogel spreizt jetzt sein Gefieder.

Aufgeplustert schützt er sich,  

doch das Singen das vergisst er nicht.

Die Wildsau gräbt den Boden um,

unser Vogel freut sich drum.

Findet in der losen Erde

viele schöne frische Kerne.

Kommt auch gern in uns`re Gärten,

um dort etwas abzuernten.

Singend dann aus voller Brust ,

vertreibt er jeglichen Verdruß.

Wie in Lied aus tönernd Erz

Bringt er Frieden in das Herz.

In der Ferne tönt der Glockenklang

Ganz nah erklingt Rotkehlchens Weihgesang

Weihgesang

Die Erde spricht -Hilde Philip

Erde – der Umgang mit unserem Planeten und die Folgen – ein Gedicht

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=n-dhUBa8OaE]

 

 

 Ihr habt mir großen Schmerz bereitet, habt mich verletzt und ausgebeutet.

Seit ewig hab ich euch gegeben, was alles ihr gebraucht zum Leben.
Ich gab euch Wasser, Nahrung, Licht, lang hieltet ihr das Gleichgewicht,
habt urbar mich gemacht, gepflegt, was ich euch bot, betreut, gehegt.

Doch in den letzten hundert Jahren ist Satan wohl in euch gefahren.
Was in mir schlummert wird geraubt, weil ihr es zu besitzen glaubt.
Ihr bohrt nach Öl an tausend Stellen, verschmutzt die Meere, Flüsse, Quellen, umkreist mich sinnlos Tag und Nacht, seid stolz, wie weit ihr es gebracht.

Habt furchtbar mich im Krieg versehrt, kostbaren Lebensraum dabei zerstört, habt Pflanzen, Tiere ausgerottet, wer mahnt, der wird von euch verspottet.

Kennt Habgier, Geiz und Hochmut nur und respektiert nicht die Natur.
Drum werd ich jetzt ein Zeichen setzen und Euch , auch wiederlich verletzen.

Ich werde keine Ruhe geben, an allen meinen Teilen beben.
Tsunamiwellen schick ich hin, die eure Strände überziehen.
Vulkane werden Asche speien, verdunkelt wird die Sonne sein.

Ich bringe Wirbelstürme, Regen, bald werden Berge sich bewegen!
Was himmelhoch ihr habt errichtet, mit einem Schlag wird es vernichtet,
und Blitze , wie ihr sie nicht kennt, schlagen zu vom Firmament.

Ich kann es noch viel ärger treiben, drum lasst den Wahnsinn endlich bleiben!

Hört, Menschen, was die Erde spricht!
denn ihr braucht sie – doch sie euch nicht