Der NABU hat die Feldlerche nach 1998 zum zweiten Mal als Vogel des Jahres gewählt. Seit 1998 ist jede 4. Feldlerche aus dem Brutbestand verschwunden. Bei uns machte sie in diesem Jahr Schlagzeilen, weil sie einem Konzert von Ed Sheeran weichen sollte.
Feldlerche findet keinen Lebensraum
die intensive Landwirtschaft und die nationale und europäische Landwirtschaftspolitik machen es dem Vogel schwer zu überleben. Ihr jubilierender Singflug mit dem sie hoch in die Luft steigt, um dort zu verharren und ihren Gesang vorzutragen, lockt den Frühling nur noch selten. In vielen Regionen ist die Lerche schon fast ausgestorben.
Am Flughafen Essen-Mülheim findet der geschützte Vogel noch die flache Landschaft. Hier kann sie noch gut geschützt am Boden brüten. Ihre Farbgebung ist die ideale Tarnung in dieser Fläche. Das rot braune Gefieder macht sie fast unsichtbar. Das Gelände ist eingezäunt und so können frei laufende Hunde das Nest nicht erreichen. Menschen kommen nicht an sie heran und auch der Waldsaum und Hecken sind in einer guten Entfernung.
Die kleinen Flugzeuge und der Zeppelin der hier startet und landet scheint sie jedenfalls nicht groß zu stören. Wegen des oben genannten Konzertes sollte sie umgesiedelt werden, um Platz für 80.000 Zuschauer zu schaffen. Dazu wollte man dann auf einem benachbarten Feld ein „Lerchenfenster“ errichten, um den Vogel zum Umzug anzuregen.
Letztendlich wurde das Open Air Spektakel gottlob abgesagt und nach Gelsenkirchen verlegt, wo es dann an zwei Abenden in der Woche stattfand.
Lerchenfenster – ein Stückchen Feld für die Feldlerche
Lerchenfenster sind freie Streifen im Feld, die der Landwirt verschont. Auf etwa 20 Quadratmetern wird nicht gesät und so eine Fläche geschaffen wo die Feldlerche brüten kann.
DieFlächen werden auch vom Rebhuhn und der Goldammer gerne genutzt. Der Ernteausfall für dieses Lerchenfenster beträgt etwa 5 Euro für den Landwirt.
Bienenwölfe (eine Bienenart) bilden aus einer Mixtur von 45 Substanzen einen Antibiotikum Cocktail, der ihren Nachwuchs vor Schimmelpilzen mit symbiotischen Bakterien schützt.
Bevor eine Hummelsticht, wirft sie sich auf den Rücken und zeigt dem Angreifer ihren Stachel.
Für die Biene bedeutet der Stich den Tod, weil der Stachel stecken bleibt.
Eine angreifende Wespe stößt Pheromone, einen Duftstoff, aus der ihre Artgenossen ebenfalls aggressiv macht.
Baumziegen gibt es im Süden Marokkos. Sie klettern auf den Arganbaum um die Blätter zu fressen und an den Nüssen zu knabbern.
Kurioses bei Vögeln:
Eine junge Pfuhlschnepfe hat den Rekord im Non-Stopp-Flug für Zugvögel aufgestellt. Der fünf Monate alte gesenderte Vogel flog 13.500 Kilometer von Alaska ins australische Tasmanien.
Während der Balz „laufen“ Rothalstaucher kurze Strecken über Wasser. Ihre Rufe klingen wie ein „Wiehern“, weshalb sie auch „Teichhengst“ genannt werden.
Die Feldlerche „steht“ mehrere Minuten während ihres Gesangs in der Luft.
Bartmeisenpaare werden bereits wenige Wochen nach dem Flügge werden ein Paar und bleiben ein Leben lang zusammen.
Bei Gefahr wendet der Wendehals (daher der Name) seinen Hals mit vorgestrecktem Kopf hin- und her um so eine Schlange zu imitieren.
Der Wanderfalke erreicht im Sturzflug über 300 km/h – und der Turmfalke ist eigentlich ein Papagei
Vögel teilen ihren Artgenossen mit ,wenn ein Insekt nicht schmeckt. Sie lassen das Insekt fallen und reiben danach ihren Schnabel durch hin und herbewegen am Boden oder einem Ast ab, so erkennen die anderen Vögel das dieses Insekt nicht schmeckt.
Mangroven und Grünreiher lassen gefangene Insekten an der Wasseroberfläche schwimmen um so Fische anzulocken.
Die älteste bekannte Blaumeise wurde nach der Beringung 11 Jahre und 7 Monate alt. Das Durchschnittsalter beträgt bei Blaumeisen 2,7 Jahre.
Der Spruch „sich freuen wie ein Schneekönig“ bezieht sich auf den Gesang des Zaunkönigs im Winter, wo er er trotz Schneefalls noch singt.
Drosseln nutzen Steine als Untergrund um Schneckengehäuse aufzubrechen. Man nennt es „Drosselschmiede“.
Wenn ein Rotkehlchen die Schwanzfedern auffächert, ist man ihm zu nahe gekommen.
Der Name der Stockente rührt daher, das Stockenten teilweise in Bäumen ihre Nester bauen, Stock=Baum.
inklusive der Füße sind die Beine des Mauerseglers nur 10-12 mm lang. Deshalb lautet der altgriechische Name für den Mauersegler „apus“ ohne Füße.
An heißen Tagen bekoten Weißstörche ihre Beine als Schutz vor der Hitze. Die Feuchtigkeit im Kot bewirkt durch Verdunsten den Entzug von Wärmeenergie aus dem Körper.
Wisdom – heißt „Weisheit“ und ist der Name einer Albatros Dame, die im Alter von mindestens 67 Jahren (entspricht einem Menschenalter von 100 Jahren) noch ein Ei gelegt hat und wohl der älteste Vogel der Welt ist. Wisdom wurde 1957 beringt. Albatrosse brüten frühestens ab einem Alter von fünf Jahren das erste Mal, in der Regel mit acht/neun Jahren.
Im Oktober 2022 hält sich seit vier Wochen ein Fischadler in Mülheim an der Ruhr in den Ruhrauen auf.
Durch spreizen ihrer Rippen bildet die Schmuckbaumnatter „Tragflächen“ womit sie als einzige Schlange von Baum zu Baum fliegen kann.
Der schnellste Flug in der Tierwelt wird nicht von einem Vogel, dem Mauersegler mit 110 km/h gehalten, sondern von einem Säugetier – der brasilianischen Freischwanz – Fledermaus, diese fliegt 160km/h im horizontalen Flug.
In Neuseeland wurde die Lappenfledermaus zum Vogel des Jahres 2021. Das Säugetier schaffte aus die Auswahlliste und gewann.
Estmals hat ein Kuhreiherpaar im Altmühltal gberütet und Nachwuchs bekommen. Somit gibt es einen neuen Brutvogel in Deutschland.
In Schleswig Holstein ist die Schellente Dank vieler Bruthilfen angekommen und breitet sich weiter aus.
Wiederentdeckt
Nach 170 Jahren wiederentdeckt wurde der Schwarzbraun-Mausdrossling. In Indonesiens Regenwälder entdeckten, fingen und fotografierten die Einwohner eines Dorfes in der Provinz Südkalmantan den Vogel, der seit 170 Jahren nicht mehr gesehen wurde.
DieSchwarznacken-Fasanentaube wurde seit 1882 nicht mehr gesehen. Ein Forscherteam der Cornell University hat nach 140 Jahren jetzt den Nachweis dieses Vogels erbracht. Ihnen gelang auf Fergusson Island auf Papa Neuguinea ein fotografischer Nachweis.
Auf der afrikanischen Inselkette Sao Tomé und Principe haben Wissenschaftler eine neue Eulenart entdeckt. Ihr Name lautet „Otus bikeglia“ und sie wird den Zwergeulen als Art zugeordnet. Auf einem Lebensraum von 15 Quadratkilometern existieren etwa 1000-1500 Tiere
Nordamerika hat in den letzten 10 Jahren ein Viertel der Vögel verloren.
Wenn du wissen möchtest, wann welche Zugögel im Wattenmeer zu finden sind, hier ein An- und Abflugplan aus dem Wattenmeer Besucherzentrum in Cuxhaven