Eigentlich gelten Scharlachrote Feuerkäfer als typischer Bewohner lichter Wälder, Waldränder und Bereiche mit Totholz. Besonders im Frühjahr und bis in den Juni hinein lassen sich die auffälligen Käfer häufig auf morschem Holz oder an Baumstämmen entdecken.
Umso überraschender war der Besuch an unserem Haus mitten in der Stadt. Offenbar gefällt dem leuchtend roten Käfer auch ein kleiner naturnaher Garten zwischen Mauern und Häusern erstaunlich gut.
Scharlachrote Feuerkäfer sind harmlose Insekten
Mit seinen roten Flügeldecken und den schwarzen Beinen wirkt der Scharlachrote Feuerkäfer fast exotisch. Dabei gehört er zu unseren heimischen Insekten und ist völlig harmlos. Die Larven leben meist verborgen unter der Rinde abgestorbener Bäume und ernähren sich dort von anderen kleinen Insekten und deren Larven. Damit gehören Feuerkäfer sogar zu den nützlichen Bewohnern naturnaher Lebensräume. Übrigens: Auch bei den Larven taucht der Scharlachrote Feuerkäfer häufig auf, oft unbemerkt im Totholz.
Dass sich solche Arten inzwischen auch in städtischen Gärten zeigen, hat oft mit naturnahen Strukturen zu tun und ermöglicht nicht selten das Vorkommen von Scharlachroten Feuerkäfern:
- alte Holzreste,
- Totholz,
- wilde Ecken,
- oder ein vielfältiger Pflanzenbewuchs.
Gerade kleinere Naturgärten werden dadurch immer häufiger zu kleinen „Trittsteinbiotopen“ zwischen Parks, Grünanlagen und Wäldern, in denen auch der Scharlachrote Feuerkäfer sein Zuhause findet.

Besonders spannend an demFoto sind die gekämmten Fühler. Diese tragen vor allem die Männchen von Scharlachroten Feuerkäfern und nutzen sie vermutlich, um Duftstoffe der Weibchen besser wahrnehmen zu können.
Solche Begegnungen zeigen einmal mehr:
Selbst mitten in der Stadt beginnt Natur oft direkt vor der eigenen Haustür.
weiterer Artikel: Grünrüssler und andere Insekten
Textauszug: Grünrüssler und andere Insekten – Ich war einmal wieder auf dem Weg durch die Aue und an diesem Tag ohne Begleitung. Ich hatte also viel Zeit um mich auch einmal näher mit den „kleinen Dingen“ zu befassen.
Zunächst dachte ich daran mich auf Schmetterlinge zu konzentrieren und als ich dann den ersten Kohlweißling auf einer Blüte erwischte, sah ich ganz in der Nähe eine schöne gelbe Blume, eine „Sumpf Schwertlilie“ und auf dieser Blume entdeckte ich, halb verdeckt, einen Käfer. Dieser brachte mich auf die Idee, die Blätter der Büsche und Hecken näher in Augenschein zu nehmen, um nach kleinen Krabblern Ausschau zu halten.








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