Tippelsberg – ein schönes Stück Natur in Bochum

Tippelsberg – ein schönes Stück Natur in Bochum, an der Stadtgrenze zu Herne. Die Biologische Station Östliches Ruhrgebiet hatte im Rahmen des Ferienspatzes einen Programmpunkt für Eltern/Großeltern und Kind/Enkelkind aufgelegt. Über mehrere Stationen galt es Fragen zu beantworten, die mit dem Naturschutzgebiet Tippelsberg-Berger Mühle zusammen hängen. Klar, dass Oma und Opa da nicht nein gesagt haben und mit dem Enkel dort hin fahren.

Das Naturschutzgebiet Tippelsberg ist mit 53 Hektar das größte Schutzgebiet der Stadt Bochum. Vom höchst gelegenen Teil hat man einen schönen Blick über das Ruhrgebiet. Unser Rundweg verbleibt allerdings im unteren Bereich und die erste Frage lässt auch nicht lange auf sich warten.

Am Donneberger See werden wir nach den Tieren gefragt, die wir auf dem See erkennen. Teichhuhn, Blässhuhn, Kanadagänse und eine Hausgans sehen wir. Libellen tanzen über das Wasser, auf dem die Wasserläufer umher huschen.

Tippelsberg

Da stellt sich mit gleich die Frage wofür die Wasserläufer eigentlich nützlich sind. Man sieht sie ja häufig an Teichen und stillen Gewässern. Diese kleinen Insekten befreien uns von der Mückenplage am See. Mücken gehören zum Nahrungshaushalt der Wasserläufer und sie halten das Gewässer sauber, indem sie totes Getier verzehren.

Tippelsberg - Wasserläufer

Die vielen Brennnesseln am See fordern geradezu zur nächsten Frage auf. Welche Tiere fressen Brennnesseln? Mit unseren Antworten bringen wir in einem Punkt die Mitarbeiterin der Biologischen Station zum Staunen, als sie am Ende der Tour die Fragebögen durchschaut.

Ich habe nämlich Schweine mit aufgeschrieben. Das weiß ich, weil ich als Kind mit meinem Opa und seinem Schäferhund “Wolf”, der eine Karre zog, in die Brennnesseln fuhr. Die mit einer Handsichel geschnittenen Brennnesseln wurden dann mit einem Mix aus Milch und Brotresten gehäckselt in den Schweinetrog gegeben und die Tiere waren gierig nach dieser Delikatesse.

Aber auch wir haben im Bezug auf die Brennnessel etwas Neues erfahren. Wenn man nämlich die Brennnessel mit der Hand von unten nach oben streicht, verbrennt man sich nicht an den Nesseln.

Tippelsberg - Autobahnbrücke

Kurz bevor wir die Autobahn erreichen, deren Geräusch uns ständig begleitet, lesen wir die nächste Frage. Was fällt auf, wenn man mit dem Rücken zur Autobahn steht? Der Weg teilt quasi zwei Gebiete. In unserem Rücken sehen wir junge Pflanzungen, vielleicht vier bis sechs Jahre alt, während vor uns prächtige, alte Bäume stehen. Einige sicher deutlich über hundert Jahre alt.

Wir erfahren später das dieses Stück Natur gefährdet ist, weil die Autobahn auf sechs Spuren erweitert werden soll. Da fragt man sich, wie das mit einer guten Klima und Umweltpolitik zu vereinbaren ist. Man müsste ja Wert auf weniger Autoverkehr legen, da bräuchte man sicher keinen weiteren Ausbau von Autobahnen.

Vor der Autobahnbrücke, die hier das Tal zerschneidet, biegen wir ab und der nächste Fragepunkt verweist uns auf den Riesenschachtelhalm. Hier am Feuchtgebiet befindet sich eines der größten Vorkommen dieser Pflanze im Ruhrgebiet. Man kennt sie auch als Zinnkraut.

Über dem Weg liegt ein alter Baumstamm und ein weiterer Baumstumpf bringt die Frage nach dem Wert von Totholz. Über die Wichtigkeit von Totholz als Lebensraum vieler Insekten und Pilze und als Erneuerer des Waldes, habe ich ja an anderer Stelle schon einmal berichtet.

An einer Wegegabelung wird uns die Frage nach der Baumhöhe einer Eiche gestellt. Nicht so einfach die Höhe eines Baumes zu schätzen. Ich erinnere mich an einen Hilfe. Man entfernt sich so weit vom Baum, bis man den Wipfel in einem Winkel von 45 Grad sieht. Von diesem Punkt bis zum Stamm zählt man die Schritte, jeder Schritt etwa ein Meter und erhält so die ungefähre Höhe des Baumes.

Leider macht der Weg einen Bogen und ich kann den Winkel zum Gipfel so nicht richtig finden. Also schätzen wir und kommen auf etwa 18 Meter. Richtig wären dann allerdings wohl eher 25 Meter gewesen.

Der nächste Punkt verweist uns auf den großflächigen Schilfgürtel am See, wir befinden uns bereits auf dem Rückweg und hören das Zirpen der Grillen. Als letzte Station gilt es vier markierte Bäume auf einer Fläche mit Buchen und Eichen zu entdecken, zu deren Füßen jeweils ein Buchstabe versteckt ist.

Tippelsberg - Erdkröte
kaum zu erkennen – die kleine Erdkröte

Der Boden ist mit altem Laub und Bucheckern bedeckt und jetzt sehen wir auch die winzigen Erdkröten, kaum größer als mein kleiner Finger. Sie kommen wohl vom See, ihrem Laichgewässer, um den angestammten Lebensraum in Parks, Obstwiesen oder sogar Gärten aufzusuchen.

Klar hat unser Enkel die vier Buchstaben am Stamm der Bäume gefunden. Nun müssen wir nur noch das Wort zusammensetzen und unsere Erforschung des Naturschutzgebiet Tippelsberg ist beendet. Eigentlich logisch, dass das Lösungswort “Grün” ist.

Hochzeitsflug der fliegenden Ameisen – und die Lachmöwen

Hochzeitsflug der fliegenden Ameisen – als das Telefon klingelt und ich den Hörer einschalte, erklingt die aufgeregte Stimme meiner 7jährigen Enkelin, die zur Zeit mit ihren Eltern auf der Insel Föhr ihre Ferien verbringt :”Opa, ich muss dich mal was fragen, über dem Wasser fliegen tausende Lachmöwen, wie eine Wolke immer hin und her, was machen die, sonst sieht man das so doch nicht!”

Auch Daniela, ihre Mutter bestätigt, dass es sich um Lachmöwen handelt. Nun bin ich überzeugt, dass es sich um ein besonderes Phänomen handeln.

Da ich es selbst so noch nicht erlebt habe und sich Lachmöwen eher auf dem Land und über den Feldern auf der Insel aufhalten, beginne ich zu ergründen was da los ist. Ich kann es mir nur so erklären, dass es besonders viele Insekten in der Luft gibt. Aber wieso dann gerade Scharen von Lachmöwen? Lachmöwen ernähren sich unter anderem von Würmern, Fischen, Krebsen, Insekten.

Schließlich erfahre ich nach mehreren unterschiedlichen Auskünften von den Ameisen. Das wird die Lösung der Beobachtung sein :

Hochzeitsflug der Ameisen

Im Hochsommer, an drei Tagen, bei absoluter Windstille und einer trockenen Wärme beginnt der Hochzeitsflug der fliegenden Ameisen. Wie Luisa mir erzählt, liegt die Nordsee platt wie ein Spiegel, ohne Wellen vor ihnen. Es ist ein warmer, windstiller Tag. Genau die Voraussetzungen für den Hochzeitsflug der fliegenden Ameisen. Alle zur gleichen Zeit, fliegen die geschlechtsreifen Männchen, Weibchen und künftigen Königinnen empor und bilden eine dunkle Wolke am Himmel. Der Moment auf den die Lachmöwen gewartet haben. Ganz entgegen ihrer Art jagen sie in großen Schwärmen hinter den Ameisen her.

Eine Ameisenkönigin legt Eier aus denen unfruchtbare, unbeflügelte Arbeiterinnen, Soldatinnen und Wächterinnen schlüpfen. Aus einigen Eiern aber schlüpfen die “Geschlechtstiere“, die Männchen und künftigen Königinnen. Deutlich größer als ihre unfruchtbaren Artgenossen und mit Flügeln. Diese fliegenden Ameisen sind häufig lästig, weil sie auch in den Haaren landen, während sie auf den alles entscheidenden Tag warten an dem der Hochzeitsflug der fliegenden Ameisen beginnt.

Übrigens werden wir von fliegenden Ameisen nicht gebissen oder gestochen. Sie warten nur darauf sich paaren zu können. Nach der Paarung sterben die Männchen und die weiblichen Ameisen verlieren die Flügel oder sie beißen sich die Flügel ab. Die Weibchen behalten die Spermien ihr Leben lang und gründen einen neuen Staat.

Die Erklärung für die vielen Lachmöwen über dem Wattenmeer ist gefunden.

Limikolen – auf unserer Reise nach Föhr

Limikolen – in der Ornithologie gehören die Vertreter der Regenpfeiferartigen zu den Limikolen. Diese Vögel suchen ihre Nahrung im Schlamm oder im niedrigen Flachwasser. Watvögel haben ihren Namen vom “Waten” im flachen Gewässer und vom “Vogel” – also Watvögel. Das erklärt warum es Watvögel auch in den Feuchtgebieten im Inland gibt.

Limikolen

Die Nahrung besteht aus Krebsen, Weichtieren, Fischen oder Wasserinsekten. Zu den Regenpfeiferartigen aus der Familie der Schnepfenvögel gehören der Rotschenkel, Grünschenkel, Kampfläufer, die ich auf unserer Reise zur Insel Föhr fotografieren konnte. Ich hätte nicht gedacht, Anfang Juli noch so viele Arten vorzufinden. Bilder zeige ich am Ende des Artikels in der Galerie.

Der Kampfläufer, ich habe ihn auf dem Weg nach Dagebüll am “ Hauke Haien Koog ” entdeckt, sieht ziemlich verlottert aus. Das liegt daran das er gerade sein Prachtkleid verliert. Dieses besteht aus einer ausgeprägten Federhaube und einer protzenden Halskrause. Leider habe ich kein eigenes Bild um ihn im Prachtkleid zu zeigen.

Viele der Limikolen kommen aus dem Norden. Der dunkle Wasserläufer hat seine Brutgebiete in Nordeuropa, Lappland und Sibirien.

Säbelschnäbler und Austernfischer sind die typischen Bewohner der Nord- und Ostseeküsten. Der Säbelschnäbler fällt durch den stark gekrümmten langen Schnabel und den bläulichen Beinen auf. Er wirkt schlank und graziös, wenn er durch das Wasser watet.

Der Austernfischer ist ein häufiger Vogel unserer Küsten. Aber an keinem anderen Ort habe ich ihn so häufig gesehen wie auf der Nordseeinsel Föhr. Er gilt dort ja auch als der Inselvogel. Er sitzt auf den Dächern der Häuser und verhält sich wie die Tauben bei uns. Auf den Strandkörben in den Gärten und Feldern sitzt er und lässt sich durch nichts stören, außer durch seine Artgenossen. Dann ist sein Schimpfen lautstark zu vernehmen.

Der Kiebitz ist mittlerweile ein selten zu sehender Vogel in Deutschland. Ihm wird immer mehr seines Lebensraumes genommen. Auf der Insel findet er noch gute Voraussetzungen und ist an verschiedenen Stellen zu finden. Sein langer Federschopf und der schwarze Latz machen sein Aussehen zu etwas Besonderem. Im Flug ist er gut durch das schwarz – weiße Muster zu erkennen.

Es gibt viele weitere Arten auf der Insel zu beobachten, die nicht zu den Limikolen zählen und ich werde sie in der folgenden Galerie mit unterbringen, um die Reise aus “tierischer Sicht” auch vollständig zu dokumentieren. Da wären natürlich die Störche und der Wiesenpieper, der in der Godelniederung anzutreffen ist, oder die Stare und ein Bluthänfling und natürlich die Lachmöwe, die Silber– und die Sturmmöwe, die zu einer Insel dazu gehören. Die Eiderente hat bereits das Schlichtkleid an und wirkt etwas plump.
Der Rotschenkel kommt besonders häufig in der Galerie vor, dass liegt daran das er sich vorbildlich verhalten hat um abgelichtet zu werden….. und weil ich besonders von ihm fasziniert war.

Hier eine ziemlich große Galerie. Zum Vergrößern der Bilder bitte anklicken

Tiere auf der Nordseeinsel Föhr

Godelniederung – das Schutzgebiet auf Föhr

Godelniederung – ist die Bezeichnung des Mündungsgebietes des einzigen Süßwasserflusses der Insel Föhr. Der Fluss bildet hier ein Gebiet, das durch den Übergang vom Brackwasser und Wattenmeer geprägt ist. Der “Sandhaken” gennannte Abschnitt ragt weit ins Watt hinein und wird nicht geflutet. Die Landzunge gilt als besonderes Schutzgebiet und darf nicht betreten werden.

Wir wandern über einen festen Weg durch das Vogelschutzgebiet und werden durch tolle Sichtungen belohnt.

Godelniederung
Austernfischer

Im Watt beobachten wir Austernfischer die entweder um einen Partner balzen oder im Watt nach Futter suchen. In der Nachbarschaft sehe ich eine Uferschnepfe. Auf den Salzwiesen und den Feldern sind Scharen von Staren zu sehen und auf zwei etwas größeren Felsen sitzt ein Wiesenpieper.

Godelniederung
Wiesenpieper

Die Radfahrer die den Weg ebenfalls benutzen sehen den Rotschenkel auf dem Pfahl neben dem Weg nicht und der Vogel scheint sich auch nicht an ihnen zu stören. Bei uns ist er da schon eher skeptisch und wir bewegen uns langsam und vorsichtig. Dennoch fliegt er plötzlich aufgeregt umher. Der Grund ist wohl eines seiner Küken, welches ich in der Rinne zwischen Salzwiese und Weg beobachte. Es rennt ängstlich durch die Rinne.

Rotschenkel
Rotschenkel

Wir wollen die Familie nicht stören und gehen zügig weiter, damit sie Ruhe finden.

In den Wiesen brütet eine Sturmmöwe. Graugänse sind zu sehen und immer wieder der Inselvogel – der Austernfischer.

Sturmmöwe
Sturmmöwe
Godelniederung – große Artenvielfalt

Lautes Gegacker der Gänse macht uns auf die in die Luft steigende Rohrweihe aufmerksam und wieder sitzt ein Rotschenkel auf einem Pfahl in der Wiese. Wir sind später überrascht fünf dieser schönen Vögel auf den Ansitzen gesehen zu haben. Über uns fliegt ein Schwarm Kiebitze, die sich auf einem Feld niederlassen.

Die Feldlerche steigt in die Luft, mir gelingt aber leider kein Foto der Lerche. Beim Blick über die Godelniederung sehen wir Amrum. Der Leuchtturm der Insel ist im Dunst deutlich zu erkennen.

Godelniederung
Blick über die Godelniederung nach Amrum

Eigentlich wollen wir bis Utersum laufen, beenden unsere Wanderung aber in Hedehusum, einem Vorort von Utersum und warten dort auf den Bus der uns nach Wyk zurückbringt.

Die Fahrt mit dem Linienbus ist durchaus zu empfehlen, weil sie einer Inselrundfahrt gleich kommt. Er fährt durch die Inseldörfer, am Goting Kliff vorbei, durch Nieblum, Midlum, Oevenum, Wrixum und Boldixum. Wir sehen sogar die Weinfelder des Weingut Waalem, eine Besonderheit der Insel.

Zur “Rundfahrt” gehört auch eine Stadtrundfahrt durch Wyk. Er fährt nämlich erst einen richtigen Rundkurs durch die Stadt, bevor unsere Zielhaltestelle erreichen.

Rotschenkel auf Föhr

Inselvogel – der Austernfischer von Föhr

Inselvogel – der Austernfischer gilt als der Vogel der Insel Föhr. Wo man auch hinkommt, der Austernfischer ist schon da. Er ruft vom Himmel herab, redet auf den Wiesen mit seinen Artgenossen oder flirtet mit der “Dame” seines Herzens. Auf den Feldern und den Feuchtwiesen, der Austernfischer ist überall.

Austernfischer

Wir gehen durch den Hafen, vorbei am Yachthafen mit kleineren, größeren und einer Luxusjacht. Am Deichknick liegt das Restaurant “Klein Helgoland“. Von der sonnigen Terrasse streift der Blick über die Nordsee hinüber zum Festland. Im feuchten Sand ist er wieder zu sehen, der Inselvogel. Das Wasser zieht sich immer mehr zurück, es ist Ebbe. Dennoch ist hier auch später noch Wasser zu sehen.

Weiter entfernt schaukeln Eiderenten auf den Wellen. Die Ente fällt mir immer durch den birnenartigen Kopf und der leichten Krümmung an der Schnabelspitze auf.

Die Eiderente hält sich von Juni bis Oktober gerne im Wattenmeer auf. Brutpaare gibt es im Wattenmeer etwa 6000. In der Mauserzeit kommen von der Ostsee etwa 250.000 als Besucher herüber. Die meisten Enten dieser Art leben auf Island. Der Erpel ist im Prachtkleid an der Kopfoberseite, am Schwanz und Bürzel schwarz und an Rücken und Brust weiß gefärbt. Die Weibchen sind ganzjährig gelblichbraun.

Plötzlich werden die Enten durch einen größeren Vogel aufgeschreckt. Beim herannahen erkenne ich die Silbermöwe, die sich auf den Wellen vom Flug ausruht.

Silbermöwe
Silbermöwe

Eigentlich wollen wir bis zur Vogelkoje, aber der Weg erscheint uns doch zu weit und wir wechseln die Deichseite. Den Rückweg machen wir nun auf der, dem Land zugewandten Seite.

Da ist er auch schon wieder, der Inselvogel – der Austernfischer. Ein männlicher Vogel versucht einen Annäherungsversuch bei einem Weibchen und schließlich stehen beide Vögel einträchtig beieinander.

Nonnengänse schwimmen mit ihrem Nachwuchs über das Gewässer mit dem seltsamen Namen “Achtzehnrutengraben“.

Inselvogel
Nonnengänse mit Gössel

Schließlich erhebt sich über einer Baumgruppe eine Rohrweihe, aber bevor ich sie ablichten kann ist sie auch schon wieder verschwunden.

Auf dem Deich suchen Stare nach Nahrung und auf dem Weg sitzt ein kleiner Vogel der förmlich auf uns zu warten scheint. Ruth hat ihn zunächst nicht bemerkt und als ich die Kamera auf in richte, denkt sie es wäre die Hinterlassenschaft eines Schafes. Schafe gibt es hier überall auf dem Deich.

Inselvogel
Stare am Deich

Die Hinterlassenschaft entpuppt sich als ein weiblicher Bluthänfling. Es ist der erste seiner Art, den ich vor die Kamera bekomme.

Der Inselvogel begleitet uns bis zu den Kläranlagen vor dem Hafen. Zurück in Wyk stärken wir uns mit einen Dorsch und verbringen den Rest des Nachmittags auf der Terrasse unserer Wohnung.

Fauna – Flora – Habitat Naturschutzrichtlinie der EU

Fauna – Flora – Habitat Naturschutzrichtlinie der EU von 1992, regelt mit der Vogelschutzrichtlinie als Umweltrecht, dass die Mitgliedsstaaten der EU die Umsetzung der Berner Konvention gewährleisten sollen.

Ein wesentlicher Punkt ist ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten für bedrohte Arten und Habitate. Diese Gebiete, kurz FHH genannt, werden unter besonderen Schutz gestellt.

Die FHH Richtlinien hat der Europäische Rat 1988 unter deutschem Vorsitz beschlossen. Darin verpflichten sich die Mitgliedsstaaten wildlebende Arten und deren Lebensräume zu sichern und zu schützen. Enthalten ist die Förderung natürlicher Ausbreitungs- und Wiederbesiedlungsprozesse.

Kernpunkt sind, die Schaffung des Schutzgebietes NATURA 2000 und die Erhaltung und Wiederherstellung von Lebensräumen und Habitaten. Zielsetzung der Richtlinien ab 1992.

Obwohl Deutschland maßgeblich bei der Schaffung der Richtlinien war, hält die Bundesregierung die Richtlinien selbst bis heute nicht ein. 2015 und 2019 und 2020 erfolgten Abmahnungen der EU und schließlich, im Februar 2021 die Anklage Deutschlands durch die EU Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof, weil Deutschland seinen Verpflichtungen zur Umsetzung der EU Richtlinien in den letzten zehn Jahren nicht nachgekommen ist.

Das Bundesumweltministerium bestätigt, dass noch nicht alle FFH Gebiete rechtlich abgesichert sind und für 15 Prozent der Gebiete keine Erhaltungsmaßnahmen erfolgten. Auch konkrete Schutzziele wurden nicht festgelegt. Das Ministerium begründet das mit hohem finanziellen und verwaltungstechnischem Aufwand.

Die Festlegung konkreter Schutzziele würde jedoch „einen immensen finanziellen und verwaltungstechnischen Aufwand bedeuten“ und sich „vermutlich über viele Jahre hinziehen.“ Deshalb lehnen das BMU und die Bundesländer diese Forderung der EU-Kommission als „rechtlich zu weitgehend“ ab. Der Nabu forderte die Bundesländer auf, die Vorgaben umzusetzen. Zudem sei eine ausreichende Finanzierung für Naturschutzmaßnahmen notwendig.

Seit 1992 war man nicht in der Lage etwas zu unternehmen? Da ist es eher anzunehmen, dass man sich mit der Agrarindustrie nicht anlegen wollte. Anstatt Besserungen zu erreichen wurde die Lage sogar verschlechtert. Ein Drittel des Grünlandlebensraumes droht völlig zu verschwinden, weil eigentlich geschütztes Gebiet ungestraft unterpflügt wird. Andere Flächen werden durch Düngung und Pestizide oder Entwässerung intensiviert und für das Ökosystem unbrauchbar gemacht. Die Folge ist das Artensterben, das heute bereits schlimme Dimensionen angenommen hat.

Da aber 50 Prozent der Fläche Deutschlands in den Händen der Agrarwirtschaft sind, scheint der Kampf um die Natur und den Artenschutz fast wie ein Kampf gegen Windmühlen.

Fauna - Flora - Habitat Richtlinien der EU

Die meisten Nutzflächen stehen für den Ackerbau. Darauf folgen Grünlandflächen fpr die Weidenwirtschaft und Dauerkulturen.

Jährlich landen laut statistischem Bundesamt 204 Milliarden Liter Gülle auf deutschen Ackerflächen. Hinzu kommen 20 Millionen Tonnen Feinmist.

Die Tiere der intensiven Landwirtschaft stehen auf Betonspaltböden und so gelangen Bakterien und Antibiotika in die Gülle. Bei deren Ausbringung und Lagerung entstehen Methan, Ammoniak, Schwefelsäure und Lachgas.

Durch Überdüngung gerät die Gülle in die Fließgewässer und in die Nord- und Ostsee. Große Bereiche der Ostsee sind bereits heute Totgebiete.

Deutsche Fließgewässer sind in einem schlechten Zustand. Dafür zeichnen Pestizideinflüsse, Mikroplastik, Nährstoffe und Polymeren (chemische Verbindungen). Hinzu kommen Uferbefestigungen und Begradigungen.

90 Prozent der deutschen Oberflächengewässer sind in keinem guten ökologischen Zustand. Nur 8,2 Prozent erreichen das Bewirtschaftungsziel der Wasserrahmenrichtlinie und befinden sich in einem “sehr guten” oder “guten ökologischen Zustand/Potenzial.” (2015 – Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz)

Der beschlossene “Green Deal”, ein Fahrplan für eine nachhaltige EU-​Wirtschaft, wird bereits von den Bauernverbänden torpediert. Die angestrebte Strategie, die helfen soll die europäische Agrarindustrie nachhaltiger zu machen musste auf Druck des Dachverbandes der Bauernverbände verschoben werden. Dadurch verzögern sich Reformen und es werden Investitionen in zukunftsfähige Technologien im Agrarbereich blockiert.

In Deutschland protestierten Landwirte gegen Regelungen, die die anhaltende Verunreinigung durch Überdüngung stoppen sollten. Dabei war ihnen jedes Mittel recht, sogar die Drohung einer Verknappung der Lebensmittelproduktion.

Zum Glück erreichten sie lediglich eine Verschiebung des Inkrafttretens von drei Monaten.

Flora - Fauna - Habitat Richtlinien der EU
Fauna – Flora – Habitat Naturschutzrichtlinien der EU könnte umgesetzt werden

Eine Studie des NABU zeigt, das die Fauna – Flora – Habitat Naturschutzrichtlinie umgesetzt werden kann. Mehr als 20 Prozent der Bundesfläche können wieder aufgewertet werden. Renaturierungen sind in den Auen der großen Flüsse möglich. Moorböden können wieder bewässert werden, siehe Dümmer Meer in Niedersachsen mit den Diepholzer Mooren. Grünland und Wälder können renaturiert werden.

Die Maßnahmen beinhalten ein riesiges Potential zur Bewältigung der Klimakrise und zum Stopp des massiven Artensterbens. Diese Maßnahmen wären seit Jahren möglich gewesen. Deshalb sehe ich auch die neuesten Aussagen zum Klimaschutz der regierenden Parteien pessimistisch. Erst durch Gerichtsurteile wird gehandelt. Das Gerichtsurteil des Verfassungsgerichtes zur Umsetzung der Klimaziele und die Klage Des Europäischen Gerichtshof hätte vermieden werden können, wenn da nicht die Abhängigkeit von Verbänden wäre.

Die ehemalige Weinkönigin und heutige Landwirtschaftsministerin wird aber wohl erst dann ihren Wiederstand gegen nachhaltige Landwirtschaft aufgeben, wenn der Riesling Anbau wegen der gestiegenen Temperaturen nicht mehr möglich ist.

Quellen: sven-giegold.de , nabu.de, DNR Deutscher Naturschutzring

Parasiten – die Qual der Vögel

Parasiten – die Qual der Vögel. Die warmen Sommermonate sind angebrochen und die Zahl der Parasiten steigt. Viele Vögel leiden nun unter den Quälgeistern. Die verschiedensten Arten verfangen sich im Federkleid und zerstören die Struktur der Federn oder beißen sich in die Haut der Vögel um das Blut zu saugen. Nicht selten geht das tödlich für den Vogel aus.

Federlinge setzen sich im Federkleid fest. Die sogenannten Federläuse fressen Hautschuppen und erzeugen so einen starken Juckreiz. Dieser ist so stark , dass der Vogel unter Schlafmangel leidet, was wiederum sein Immunsystem so stark schwächt, dass er anfällig für Krankheiten wird.

Federmilben setzen sich unter die Federn, andere Milbenarten beschädigen den Federkiel und die Federspulen und erzeugen Entzündungen. Die Federn fallen aus.

Hautparasiten saugen Blut aus der Haut und ernähren sich von lebendem Gewebe. Juckreiz und starke Schmerzen sind die Folge. Manche Vögel sterben an Blutarmut.

In der warmen Jahreszeit kann man mit bloßem Auge die Lausfliegen an den Vögeln beobachten und die Vogel- und Taubenzecken kriechen in das Gefieder, um von dort aus an die Haut zu gelangen.

Parasiten
Bild von Nicooografie auf Pixabay

Parasiten – die Qual der Vögel – Sandbad hilft gegen die Peiniger

Häufig sieht man Vögel die ein Bad im Sand nehmen. Vor allem die Sperlinge machen das sehr häufig. Auch andere Vögel nutzen dieses Bad um die lästigen Parasiten los zu werden.

Die Singdrossel auf den folgenden Bildern hat ein Sandbad genutzt und ruht anschließend mit geöffnetem Schnabel, um sich etwas abzukühlen.

Wer den Vögeln im Kampf gegen die Parasiten helfen will, kann eine größere Schüssel Sand im Garten aufstellen.

Manchmal kann man Vögel beobachten die den Schnabel längere Zeit wiederholt durch die Federn ziehen. Sie streichen auf diese Weise Ameisen durch die Federn. Die Ameisen geben dabei Ameisensäure ab, die gegen Bakterien und Pilze wirken.

Parasiten - die Qual der Vögel
Sandbad

Parasiten - die Qual der Vögel
Kühlung erreicht der Vogel durch den geöffneten Schnabel

Krankheiten durch Parasiten

Weit bekannt ist das USUTUS Virus, dem Jahr für Jahr viele Amseln zum Opfer fallen. Vom Usutu Virus befallene Amseln wirken apathisch und orientierungslos. Das Virus wird durch Stechmücken übertragen.

Erst vor kurzer Zeit kam es zu einem rätselhaften Sterben der Blaumeisen, dieses wurde durch “Sutonella ornithocola” hervorgerufen.

Das Blaumeisen-Bakterium erzeugt schwere Lungenentzündungen. Kennzeichen ist der verkrustete Schnabel und stark aufgedunsene Körper , sowie Atemnot.

Trichomaden, Geißeltierchen, breiten sich durch den Kontakt zwischen Vögeln aus. Es handelt sich hierbei um den Erreger “Trichomonas gallinae”. 2009 führte der Erreger zu einem Massensterben von Grünfinken.

Zugenommen haben in den letzten Jahren die Vogelpocken. Häufig werden Meisen damit befallen. Zu erkennen an haselnussgroßen Wucherungen.

Wer kranke Vögel findet sollte sie mit Handschuhen anfassen, um nicht vom Schnabel verletzt zu werden und das Tier in der Mitte anfassen. Man lagert den Vogel in einem Karton mit Löchern. Danach kann man Hilfe über eine NABU Wildpflegestation oder auch über die Facebook-Gruppe “Wildvogel Rettung” bekommen

Quellen: plantura.garden/gruenes-leben/voegel/vogel-krankheiten , wp.wildvogelhilfe.org/de

Der Gemeine Widderbock – Käfer oder Wespe ?

Der Gemeine Widderbock ist ein Insekt aus der Ordnung der Käfer und gehört zur Familie der Bockkäfer.

Als ich ihn auf dem Balkonboden entdecke, ist mein erster Gedanke ob es eine kleine Schwebfliege sein könnte. Nur die langen Beine passen da nicht und die Musterung entspricht eher einer Wespe. Allerdings spricht die Größe von etwa 7 mm nicht der Größe einer Wespe oder Schwebfliege.

Also schlage ich im Internet nach und auf der Seite natur-in-nrw.de werde ich fündig. Dort erfahre ich, dass es sich um einen Käfer handelt und die wespenartige Musterung wohl als Abschreckung dienen soll.

Das er auf dem Balkon zu sehen ist, er ist nur sehr kurz zu sehen, weil er gleich davon fliegt, ist eher als selten zu bezeichnen. Das verdanke ich wohl den vielen blühenden Pflanzen und somit meiner Ruth, die sich liebevoll um diese kümmert.

Es gibt weiter Arten des Widderbock. Der Eichenzierbock ist darunter mit 20 mm wohl der kräftigste. Die Erkennungsmerkmale liegen meistens an den Fühlern. Der Eichenzierbock, oder auch Wespenbock, hat eckige Fühlerglieder und der Schmalfühlerige Widderbock hat dünne Fühlerenden, im Gegensatz zu unserem Gimeinen Widderbock, dessen Fühlerenden am Ende verdickt sind. Der Echte Widderbock hat zwar auch die Fühler am Ende leicht verdickt, diese sind aber sehr hell.

der Gemeine Widderbock
seine Musterung erinnert an eine Wespe

Der Gemeine Widderbock liebt Totoholz

Der Gemeine Widderbock liebt nämlich auch die Pollen. Sein Habitat ist aber das Totholz und Laubholz. Er frisst sich bis zur Verpuppung unter die Rinde und benötigt zwei Jahre zur Entwicklung.

Ich habe diese Käferart bisher noch nie gesehen und stelle bei den Nachforschungen fest, dass der Gemeine Widderbock eine sehr häufige Art ist. Dennoch steht er in der Bundesartenschutzverordnung, wie die meisten Bockkäfer, als besonders geschützt.

Wenn man sich etwas mehr auf Insekten einlässt, stellt man immer wieder erstaunt fest, wie bunt und teilweise bizarr diese Wesen sind. Ich denke künftig noch mehr auf Insekten zu achten. Es ist spannend zu erkunden um welche Arten es sich handelt.

Frühling 2021

Frühling 2021 – in Zeiten von Corona verbringen immer mehr Menschen ihre freie Zeit in der Natur.

Wenn man durch die Wälder streift, oder sich in den Naturschutzgebieten umsieht, trifft man häufiger, ganz wie in früheren Zeiten auf Leute die sich eine Decke mitgenommen haben und ein Picknick an der frischen Luft genießen.

Restaurationen in den Ausflugszielen sind ja geschlossen, da nimmt man sich seine Verpflegung eben mit.

Das Jahr 2021 bringt die Lust an der Natur mit. Die Pandemie Corvid-19, bewirkt den Aufenthalt an der frischen Luft. Die Ansteckungsgefahr ist in der Natur gering und der ständige Aufenthalt in der Wohnung beginnt zu nerven. Da nutzt man gerne die Gelegenheit und geht hinaus.

Da macht man sich auf Dinge aufmerksam, die man sonst nie richtig bemerkt hat. Den Vogel mit den schönen Farben und die fantastischen Blüten an den Bäumen. Einige versuchen sogar die Namen der Bäume und Tiere zu erkennen. Immer wieder werde ich angesprochen welcher Vogel das ist, den ich da gerade fotografiere.

Eines hat dieses verdammte Virus bewirkt. Die Sinne für die Natur und die Umwelt sind geschärft worden.

Frühling 2021

Die Stadt – Habitat für Flora und Fauna

Die Stadt – Immer mehr Vögel und andere Tiere zieht es in den urbanen Bereich. Vögel, die früher nur in Waldgebieten lebten, sind heute mehrheitlich in der Stadt zu finden.

Amsel – vom Wald in die Stadt

Die Amsel ist eigentlich ein Vogel des Waldes. Erst im 19. Jahrhundert begann sie ihr Verhalten zu verändern. Seit dem 2. Weltkrieg wird sie immer mehr ein Bewohner der Stadt. Waren es zunächst die Bereiche am Stadtrand, mit Gärten und großen Gartenanlagen, zieht es sie immer weiter hinein zu den den Parks und Grünanlagen. Das Futterangebot in Gärten und den städtischen Grünflächen ist deutlich größer als im ursprünglichen Habitat – dem Wald. Abgase und Stäube der Stadt beinhalten Nährstoffe und der Beton und der Asphalt speichern Wärme, wodurch die Winter milder sind als im ländlichen Bereich.

Die Stadt

Tiere fliehen aus der Agrarlandschaft, die mit Pestiziden , Insektiziden, besprüht werden, die die Insekten sterben lassen. Die Nahrungskette wird zerstört. Die Stadt hat dagegen noch genügend Vorkommen an Insekten. Auch die Jagd hat einen großen Anteil an der Landflucht der Tiere. Im urbanen Raum dürfen sie nicht gejagt werden. Das Nahrungsangebot in der Stadt zieht selbst den Falken und den Bussard an. Auch der Eisvogel ist an städtischen Gewässern zu finden.

Die Amsel des Waldes ist deutlich scheuer als die Stadt-Amsel. Auch andere Vogelarten haben einen großen Teil ihrer Scheu vor dem Menschen verloren.

Je größer die Stadt um so größer die Biodiversität

Berlin glänzt durch eine außerordentliche Biodiversität von 20.000 Tier und Pflanzenarten Darunter sind 180 Brutvogelarten und 17.000 Insektenarten. Es sieht so aus, als wenn mit der Größe einer Stadt auch die Biodiversität wächst.

Städte setzen immer mehr auf Umwelt – und Naturschutz. Zur Verbesserung werden Grünflächen angelegt und Staubfilter eingesetzt. Die Lärmemission wird gesenkt. Diese ökologischen Maßnahmen mit dem Ausbau von Sport- Freizeit- und Parkanlagen für die Erholung der Stadtbewohner kommt auch den Tieren zu Gute.

Die neue Artenvielfalt wird von den Bewohnern gerne angenommen und immer mehr Menschen setzen sich für den Schutz der Arten ein.

Immer mehr Gartenbesitzer legen ihre Gärten Tier- und Insektenfreundlich an. Da darf dann auch das Laub vom Herbst einmal liegen bleiben um dem Igel etwas für den Winterschlaf zu bieten. Hoffen wir das die Zahl derer immer größer wird, die sich mit der Natur und ihren Bewohnern verbunden fühlen und die unschönen Steingärten nicht weiter auf dem Vormarsch sind.

Waldwirtschaft – Geld vom Staat für Misswirtschaft?

Waldwirtschaft – wieder fordern die Betriebe der Waldwirtschaft Geld vom Staat, vom Steuerzahler für die Folgen des Klimawandels. Dabei ist es nicht der Klimawandel der ihre Verluste erbracht hat, sondern eine über mehrere Generationen falsche Bewirtschaftung.

Nur weil das schnelle Geld mit schnell wachsendem Holz erbracht werden muß, werden Bäume gepflanzt die für die Landschaftsform völlig ungeeignet sind. Das ist seit Jahren bekannt und wird immer weiter fortgesetzt. Wenn das dann “in die Hose geht”, kommt sofort der Ruf nach dem Staat. Andere Betriebe aus anderen Wirtschaftszweigen wären längst in Konkurs, wenn sie ihre Betriebe so führen.

Waldwirtschaft

Waldwirtschaft fordert Geld für Leistungen im Artenschutz und Klimawandel

Viele Hausbesitzer oder Mieter legen hinter oder vor dem Haus kleine oder größere Gärten an, um damit auch den Vögeln und den Insekten zu helfen. Da bleibt dann auch im Herbst schon einmal Laub liegen um bei der Überwinterung Hilfen zu stellen. Man lässt Altholz liegen und pflanzt Insektenfreundlich. Man fördert die Biodiversität, ohne dafür vom Staat etwas zu fordern, sondern aus Liebe zur Natur.

Bei der Waldwirtschaft stellt man Forderungen, weil durch den Wald ein Beitrag zum Klimaschutz und zur Erhaltung der Biodiversität erbracht wird. Man tut eigentlich nichts und will noch Geld dafür.

Das was hier als Wald bezeichnet wird, sind Plantagen die zusätzlich per Hubschrauber mit Insektiziden bestäubt werden und somit die Nahrung der Waldvögel vernichtet. Von Erhalt der Biodiversität kann da wohl keine Rede sein. Durch die schweren Geräte mit denen die gefällten Bäume geräumt werden, wird der Boden verdichtet und die kahlen Nadelgehölze lassen die Sonne den Boden ungehindert austrocknen. Da den Klimaschutz ins Spiel zu bringen ist schon ein Unding.

Waldwirtschaft

In einem Fernsehbeitrag werden zwei Herren der Forstwirtschaft begleitet, die “edles Holz” – Premiumholz für die Verarbeitung zu Furnierholz suchen. Sie werden natürlich fündig. Eine herrliche alte Buche, schön gerade gewachsen, mit einem dicken Stamm, also auch schon ziemlich alt, bringt ihre Augen zum Leuchten. “Man könnte weinen, wenn man einen so schönen Baum sieht.” So äußert sich einer von ihnen und ich denke schon der Baum täte ihm leid. Die Erklärung folgt aber sofort. “Der bringt sicher über 1000 Euro auf dem Festmeter”. Ja, nun kommen allerdings mir die Tränen in die Augen.

Riesenvogel – auf der Süd- und Nordhalbkugel

Riesenvogel – 450 bis 600 Kilogramm Gewicht und ein Kopf mit einem riesigen Schnabel. Die Rede ist vom “Donnervogel” oder auch Riesenemu. In seiner ehemaligen Heimat, Australien und Tasmanien, hieß er “Mihirungs”. Sein lateinischer Name ist “Dromornis stirtoni.

Kopf des “Donnervogels”

Um den Kopf des Riesenvogel zu halten und den riesigen Schnabel nutzen zu können, waren starke Muskelstränge erforderlich, wodurch das Gehirn gestreckt und gedrückt wurde. Der Riesenkopf beherbergte also ein kleines Gehirn. Dennoch konnte der Pflanzenfresser sehr gut sehen und hatte eine gute Tiefensicht.

Der Riesenvogel lebte cor 24 Millionen Jahren und gilt seit 11.000 Jahren als ausgestorben. Er gehörte zu den Gänsevögeln und wurde die Beute der Menschen, die sein Fleisch und die Eier zur Nahrung nutzten.

Ähnlich ging es dem auf der Nordhalbkugel lebenden Riesenvogel, dem “Pachystruthio dmanisensis”. Dieser war ein Laufvogel und es ist noch nicht bekannt ob er mit dem auf der Südhalbkugel lebenden Elefantenvogel verwandt ist.

Gelebt hat er vor 1,5 bis 2 Millionen Jahren. Er wog stolze 450 Kilogramm und war 3,5 Meter hoch.

In der Taurida-Höhle, die bei Bauarbeiten für eine Fernstraße auf der Halbinsel Krim entdeckt wurde, fanden die Forscher viele paläontologische Funde. So Überreste einer großen Gepardenart, riesige Hyänen und Säbelzahnkatzen. Hier fanden sie auch den einen Oberschenkelknochen des Riesenvogel Pachystruthio dmanisensis. Er ist der erste Nachweis, dass es auch auf der Nordhalbkugel riesige Laufvögel gegeben hat.

Der größte bisher gefundene Vogel ist der Elefantenvogel, dessen Überreste auf der Insel Madagaskar. vor der Ostküste Afrikas, gefunden wurden.

Dieser Riesenvogel hatte ein Gewicht von 800 Kilogramm und die “Riesenmoa” hatte eine Scheitelhöhe von 3,60 Metern.

Elefantenvogel

Erdhummel – Zuckerwasser kann ein Volk retten

Erdhummel – es ist wieder kalt geworden. In der Nacht stellenweise sogar Frost und viel Nektar ist noch nicht zu holen für die geschwächte Erdhummel. Hummeln sind im jetzt nahenden Frühling die ersten Boten und manchmal auch zu früh wieder da. In einigen Fällen benötigen sie nun unsere Hilfe. Außer der befruchteten Jungkönigin sind alle anderen Hummeln gestorben. Nun muß die Königin schnell einen Nistplatz finden um ein neues Volk zu begründen.

Erdhummel
Erdhummel im Sommer

Die Nahrungsvorräte aus dem Winter sind aufgebraucht und sie muß sich dringend stärken. Da sind dann auch die Blumen auf dem Balkon gern gesehen und Plätze zum Nisten müssen erst gefunden werden.

Meine Erdhummel, die ich gerade auf dem Balkon sehe, ist schon sehr schwach. Sie benötigt dringend Hilfe. Ich mache etwas lauwarmes Wasser auf einen kleinen Löffel und gebe Zucker hinzu. Dieses Zuckerwasser halte ich ihr vorsichtig hin.

Zunächst sieht sie die Löffelspitze noch als ein Hindernis an. Nun hebe ich den Löffel hinten noch etwas an. Das Zuckerwasser befindet sich jetzt ganz am Rand des Löffels und sie beginnt zu saugen.

Wenn ein Löffel ein zu großes Hindenis darstellt, kann man auch mit einer Pipette oder einer Spritze etwas Zuckerwasser neben sie träufeln, so das sie mit dem Saugrüssel dran kommt.

Erdhummel
Nach dem Zuckerwasser kommt langsam wieder Leben auf

Erstaunlich wie schnell es weniger wird auf dem Löffel. Ruth faltet eine Lage von der Küchenrolle und tränkt diese in Zuckerwasser. Die Hummel geht bis zur Mitte und genießt den süßen Stoff. Schließlich macht sie eine Pause. Ihr weißes Hinterteil hebt und senkt sich bei jedem Atemzug und sie wird immer ruhiger. Vorsichtig setze ich das Tuch auf die Blumen.

Kurze Zeit später, die ganze Zeit höre ich sie schon wieder brummen, spreizt sie die Flügelchen und fliegt davon.

Ich hoffe du findest schnell den richtigen Platz zum nisten, damit wir uns schon bald an den schönen bunten Hummeln deiner Nachfahren erfreuen können.

diebische Elster – verdient sie diese Bezeichnung?

diebische Elster – spricht von dem schwarz weißen Rabenvogel ist das die erste Beschreibung für die Elster. Ist die Elster denn wirklich der Dieb unter den Vögeln? Stimmen die Berichte über den Diebstahl von Schmuckstücken, oder gehört das in den Bereich der Fabeln?

Britische Forscher widersprechen und belegen das die Elster sehr klug und umsichtig ist. Bei fremden Gegenständen verhält sie sich genau so wie andere Tiere auch. Alles Fremde und Neue wird zunächst vorsichtig beobachtet.

Neophobie gilt auch für die intelligente Elster. Unter Neophobie versteht man die Angst vor dem Neuen. Auch das ein Zeichen für die Intelligenz der Vögel. Anstatt sich auf die silbern glänzenden Gegenstände zu stürzen, halten sie sich in sicherer Entfernung und entscheiden sich lieber für das Futter. Bei einem Versuch von Wissenschaftlern wurden neben ausgelegtem Fressen in gewissem Abstand silbrig, metallen glänzende Gegenstände ausgelegt, mit dem obnen genannten Ergebnis.

diebische Elster – der Vogel ist besser als sein Ruf

Elstern sind aber wie alle Krähenvögel nicht nur sehr schlau, sondern auch sehr neugierig und deshalb wurde es wohl dann und wann beobachtet, dass sich eine Elster mit einem glänzenden Gegenstand befasst hat, was dem Vogel den Ruf des Diebes eingebracht hat. Ebenso ist sein Image beschädigt weil er als Nesträuber gilt. Obwohl die Elster durchaus auch Eier oder junge Singvögel erobert, besteht seine Hauptnahrung aus Insekten und Wirbellosen.

diebische Elster

Im Mittelalter galt die Elster als Hexen- oder Galgenvogel und die Germanen sahen in ihm den Begleitvogel der Todesgöttin “Hel“.

Im asiatischen Raum war die Elster als Glücksbote bekannt und in Nordamerika hatten die Ureinwohner mit der Hudsonelster ein freundschaftliches Verhältnis.

Wie klug der Vogel ist zeigt ein wissenschaftliches Experiment, bei dem der Elster ein farbiger Fleck auf das Vogelkleid getupft wurde, den der Vogel nur in einem Spiegel sehen konnte. Als sie den Fleck im Spiegel bemerkt, beginnt sie sogleich den Flecken an ihrem eigenen Federkleid zu bearbeiten. Sie konnte also erkennen das es sich bei dem Bild im Spiegel nur um ein Spiegelbild handelte.

In früheren Zeiten war die Elster mehr im ländlichen Bereich mit vielen Feldern zu finden. Die Intensivierung der Landwirtschaft mit den chemischen Giften und gebeiztem Mais führten dazu, dass der Vogel sich immer mehr in den Städten aufhielt und heute zum Stadtbild gehört.

Diebische Elster , so sollten wir den schönen und klugen Vogel künftig nicht mehr bezeichnen, auch wenn sogar Rossini seine Oper mit dem Namen “diebische Elster” benannte.

Quellen: wissenschaft.de/NABU

Neuigkeiten – aus der Welt der Vögel

Neuigkeiten – die Wiederentdeckung des “Schwarzbrauen-Mausdrossling“(Malacocincla perspicillata).

Letzmals gesehen zu Zeiten von Charles Darwin wurde der Vogel jetzt von zwei indonesischen Dorfbewohnern wiederentdeckt und fotografiert.

Im indonesischen Archipel wurden 2020 mehrere neue Arten entdeckt. Das Gebiet gilt als noch wenig erforscht.

Neuigkeiten – durch den Klimawandel

Der Klimawandel treibt die Pflanzen und Tierwelt stetig weiter in nördliche Richtung. In den letzten 30 Jahren im Mittel um 28 Kilometer. Das ist das Ergebnis des neuen europäischen Brutvogelatlas.

Die Wachtel wurde erstmals in Schottland und Skandinavien entdeckt. Dafür ist sie in Teilen Griechenlands, Sizilien und Süd-Spanien nicht mehr zu finden. Rekordhalter ist der Rohrschwirl, der jährlich um mehr als 6 Kilometer gen Norden zieht.

In der arktischen Region gibt es 29 neue Vogelarten, die seit 1980 als Brutvögel registriert wurden

In Europa gibt es mittlerweile 57 Vogelarten, die ursprünglich hier nicht beheimatet waren. Einige davon sind aber auch Gefangenschafts-Flüchtlinge.

Viele Arten kommen aus Osteuropa, weil sich dort die Landwirtschaft der westlichen, intensiven Landwirtschaft angepasst hat. Sie suchen deshalb neue Lebensräume.

Vögel aus Skandinavien verlassen die Wälder, weil diese immer mehr zu Holzfabriken verkommen.

Neuigkeiten der Evolution

Im Himalaya Gebirge scheint es bei der “grünen Grasmücke” eine Spaltung der Art zu geben. Davon berichten Wissenschaftler der University of California und der Lund Univerity. Am äußeren Rand ihres Habitats singt die Grasmücke andere Lieder als im Inneren. Das verhindert die Paarung der beiden Formen, die der gleichen Art angehören. So scheint ein Prozess der Artenbildung seinen Anfang zu nehmen.

Neuigkeiten – der stinkende Kuckuck

Unser Kuckuck ist wegen seiner rüden Art das Gelege des Wirtes aus dem Nest zu werfen nicht sehr beliebt.

Der Häherkuckuck macht es anders. Dieser Kuckuck kommt im Süden Europas und in Afrika vor. Er verschont das Gelege, frißt aber so viel, dass meistens nicht das gesamte Gelege überlebt. Einige der Küken kommen aber so doch weiter. Außerdem macht der Häherkuckuck sich beliebt, weil er extrem stinkt. Der Gestank erzeugt er durch mehrere Säuren und dieser vergrault Freßfeinde wie Katzen und Marder. Dadurch überleben sogar im mit dem Häherkuckuck belegten Nest mehr Junge als in Nestern ohne den Kuckuck.

Neuigkeiten – drei verschiedene Männchen

Das Männchen der Kampfläufer ist im Prachtkleid besonders schön anzusehen. Sein Auftritt in der Balzarena imponiert durch einen fantastischen Federkragen. Auf den “Rängen werden sie dabei von anderen Männchen beobachtet, die einen schlichteren weißen Kragen haben, dem so genannten “Faeder”. Außerdem sitzt da noch ein Männchen das von den schlichten Weibchen kaum zu unterscheiden ist. Das “Satellitenmännchen”, dieses profitiert vom Balz-Gehabe des residenten Männchen in der Arena. Unbeobachtet macht er sich nämlich über die empfangsbereiten Weibchen her.

Das unterschiedliche Aussehen der Männchen ist Gen bedingt. Der residente Vogel hat ein “Supergen”. Dieses 125 Gene lange Supergen wird nur im Ganzen vererbt. Im Laufe der Jahrmillionen haben sich kleinere Mutationen des Supergen entwickelt, die die “Faeder” innehaben. Tiere mit einem halben Supergen sind dann die schlichteren “Satellitenmännchen”.

Quellen: Spektrum der Wissenschaft, wissenschaft.de

Unschuldig – müsste ein Urteil für die Wölfin Gloria ausfallen

Unschuldig – nach einem Gutachten das die DBBW – Dokumentations – und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf, jetzt veröffentlichte, kann Gloria nur für Unschuldig erklärt werden.

Eigentlich sollte das Gutachten überhaupt nicht veröffentlicht werden. Offenbar war aber der Drück in der Bevölkerung groß und so beschloss das Ministerium / LANUV doch das Gutachten frei zu geben.

Unschuldig

Unschuldig – oder Schuldig ?

Gloria, auch als GW954f bezeichnet, ist seit 2018 im Raum Schermbeck beheimatet. 2020 ging sie eine Partnerschaft mit einem Rüden, GW1578m ein und offensichtlich haben die beiden in 2020 Nachwuchs bekommen. In einem Video konnte der Nachweis eines Welpen per Video erbracht werden.

Gloria werden diverse Nutztierrisse vorgeworfen, weshalb immer wieder ihr Abschuss gefordert wird.

Laut des DBBW Gutachten sind 47 bewertete Risse Gloria zuzuschreiben. Dem Rüden werden bisher keine Nutztierrisse zugewiesen. In 49 Fällen wurden Gloria Risse bewiesen. Darunter 4x Damwild und 1 Shetlandpony.

Auffallend ist aber laut DBBW, dass von 2018 bis 2020 der Anteil Übergriffe auf Nutz-Weidetiere die nicht dem Grundschutz entsprechen, sehr hoch war.

2018 schuldete man das noch dem neuen Zustand. Die Halter mussten sich ja erst einmal damit abfinden das es jetzt den Wolf in der Region gibt. Gesetzliche Hilfen mussten abgerufen und umgesetzt werden. Erstaunlich ist aber, dass sich die Schutzmaßnahmen für die Nutztiere in den folgenden Jahren nicht besserten, sondern schlechter wurden.

Im Jahr 2029 gab es nachweislich 13 Übergriffe auf nicht geschützte Weiden und lediglich 1 Fall bei einem Übergriff mit Grundschutz. 2019 und 2020 gab es lediglich je 2 Fälle bei denen Nutztiere hinter Zäunen gehalten wurden. Auch bei dem Shetland Pony gab es keinerlei Schutzmaßnahmen.

Durch den nicht vorhandenen oder unzureichenden Schutz konnte Gloria überhaupt Nutztiere reißen.

Erstaunlich auch, dass bei den registrierten Übergriffen immer wieder nicht elektrifizierte Schutzzäune verzeichnet wurden. Eine wunderbare Möglichkeit für einen Wolf das überwinden eines Zaunes durch diverse Techniken zu erproben, verspürt er ja den so furchtbaren Schmerzreiz nicht.

Das Urteil für Gloria kann demnach eigentlich nur – Unschuldig – lauten.

Insektenschutz – ist das neue Gesetz der große Wurf?

Insektenschutz – mit dem neuen Insektenschutzgesetzt der Bundesregierung ist es den ungleichen Ministerien, dem Umweltschutzministerium unter Svenja Schulze und dem Landwirtschaftsministerium unter Julia Klöckner, erstmals gelungen einen gemeinsamen Beschluss zu fassen, der den richtigen Weg weist.

Das Landwirtschaftsministerium von Julia Klöckner konnte fast nicht mehr anders als sich auf einen Kompromiss einzulassen. Hatte sich doch die Ministerin in der Öffentlichkeit schon als Retterin der Bienen profiliert.

Aber auch Svenja Schulze, die Umweltministerin, hatte Schwierigkeiten mit Politikern aus den eigenen Reihen. So gingen ihre Pläne dem niedersächsischen Umweltminister Lies, nach seiner Ansicht zu weit. Wobei ja bekannt ist, dass dieser Umweltminister zuweilen skurrile Ansichten über seine Aufgaben hat. Obwohl der Wolf unter besonderem Schutz steht fordert er wiederholt und stetig den Abschuss der Tiere. Zuletzt feierte er den Abschuss einer Wölfin im Februar diesen Jahres und fordert weiter Entnahmen. Er begründet das mit den Rissen der Wölfe bei Nutztieren, ohne den notwendigen Herdenschutz zu hinterfragen, sondern bezieht sich auf “Ausnahmegenehmigungen vom strengen Schutz.”

Insektenschutz – was im neuen Gesetz geschrieben steht.

Die Liste geschützter Biotope wird um artenreiches Grünland, Streuobstwiesen, Steinriegel und Trockenmauern erweitert.

Bei den Streuobstwiesen mußte die Umweltministerin hinnehmen, dass das Gesetz erst ab Streuobstwiesen mit mindestens 25 Bäumen und einer Größe von 1500 Quadratmetern gilt.

Steinriegel sind die Aufschichtungen von Lesesteinen, wie man sie in den Weinbauregionen vorfindet. Trockenmauern dienen der Hangbefestigung.

Beim Umgang mit Glyphosat einigte man sich auf den Ausstieg Ende 2023. Dieser Termin fiel der Landwirtschaftsministerin Klöckner auch nicht schwer, weil die EU Zulassung für Glyphosat Ende 2023 ausläuft.

Der Einsatz von Herbiziden ist in Naturschutzgebieten und Nationalparken verboten. in Vogelschutzgebieten aber weiterhin erlaubt. Das wird die Vögel nicht sehr erfreuen und den Tierschützern ebenso wenig. Außerdem wurde es versäumt, die Gifte in einem gewissen Umkreis der Schutzgebiete und Naturparken ebenso zu verbieten. So hat der Wind leichtes Spiel, weiterhin die Gifte in die geschützten Gebiete zu treiben.

Betrachtet man nun noch die Klage der EU gegen die Bundesrepublik, weil die Umsetzung der Flora und Fauna – Habitat – Richtlinien zum Schutz der natürlichen Lebensräume von Tieren und Pflanzen nicht eingehalten wurden, kann man das Insektenschutzgesetz nur als ersten, begrüßenswerten Schritt einstufen.

Die EU Klage beruft sich darauf, dass in allen 4606 Gebieten nicht genügend Ziele für die Erhaltung und Umsetzung als Schutzgebiete festgelegt wurden.

Es wurden keine Gebiete geschaffen, die für den europäischen Naturschutz besonders wichtig sind. Lebensräume für wildlebende Tiere und Pflanzen wurden nicht so unterhalten, dass man sie als “in gutem ökologischen Zustand gehalten” – bezeichnen kann.

Schlaf – warum der Vogel nicht vom Ast fällt

Schlaf – wenn wir uns im Schlaf drehen, kann es vorkommen das wir aus dem Bett fallen. Meistens geschieht dabei nichts Schwerwiegendes, außer vielleicht ein blauer Fleck. Wenn aber ein Vogel aus größerer Höhe im Schlaf vom Ast fallen würde, wäre das für ihn schon ziemlich dramatisch.

Wie macht er es dann, dass er nicht vom Ast fällt? Wenn der Vogel auf einem Ast landet um sich zu setzen, knickt er die Beine ein. Dadurch werden Sehnen in den Klauen gespannt, die wie eine Wäscheklammer den Ast umschließen. Um wieder aus der sitzenden Position abzufliegen, muss er mit den Flügeln schlagen um die Beine zu entlasten und wieder strecken zu können. So löst sich auch die Umklammerung durch die Sehne.

Nun fragt der Beobachter aber, warum kippt der Vogel im Schlaf nicht nach vorne, zur Seite oder nach hinten um? Wenn wir im Sessel einschlafen, kippen wir auch schon einmal zur Seite weg.

Vögel haben im Innenohr ein Gleichgewichtsorgan. Dieses alleine würde aber nicht ausreichen um im Gleichgewicht zu bleiben und so stellte man fest, dass Im Beckenbereich, dem “Lumboskalbereich” ein aus Bogengängen bestehender Flüssigkeitsraum besteht. Bei einer Bewegung entsteht durch diese Flüssigkeit ein Reiz auf einen Teil des Nervensystems, das mit den Beinen verbunden ist. Das Kleinhirn korrigiert daraufhin die Bewegung.

Zu diesem Ergebnis kamen Forscher der Ruhr Universität Bochum. Zudem stellte man fest, dass Vögel in der Lage sind eine Hälfte des Gehirns in die Ruhephase zu versetzen, während der andere Teil in der Wachphase ist.

Durch diese Technik sind die Langstreckenflieger und der Mauersegler in der Lage, während des Fluges zu schlafen.

Im sogenannten “unihemisphärischen Schlaf”, wechseln sich die Gehirnhälften ab. Das wurde vom Max Planck Institut für Ornithologie in Seewiesen vor allem bei Enten festgestellt, die diese Technik bei Gefahren einsetzen.

Man geht aber davon aus das alle Vögel dazu in der Lage sind.

Schlaf

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Rückkehr

Rückkehr – Eis und Schnee bedecken große Teile der Bundesrepublik. Selbst im sonst eher schneearmen Ruhrgebiet bleibt der Schnee bei minus 10 Grad liegen. Mein Auto ist mit einer dicken Eisschicht umhüllt und verwehrt mir so den Zutritt. Gut das ich nicht mehr zur Arbeit fahren muß, weil auch die öffentlichen Verkehrsmittel ihren Dienst eingestellt haben.

Trotzdem befinden sich die Störche bereits auf den Flug in ihre Brutgebiete.

Die ersten haben die Rückkehr bereits hinter sich. Einige Tage können Störche ohne Futter auskommen. Viele Helfer legen jetzt Futter für die Vögel aus, damit sie bleiben können. So wie sie bei großer Hitze der Wärme widerstehen, können sie auch Frostperioden durchhalten. Das Problem ist das fehlende Futter.

Es kann sein das einige wieder so weit in Richtung Süden fliegen, bis sie wieder bessere Bedingungen vorfinden. Das kann durchaus auch über 1000 Kilometer gehen. Sobald die Lage sich im Brutgebiet wieder entspannt hat, kommen sie dann wieder zurück.

Rückkehr

Die Rückkehr ist mittlerweile für viele Störche nicht mehr ganz so lang wie es früher war. Viele Störche überwintern bereits in Deutschland, oder im südlichen Frankreich und Spanien.

Eine Mülldeponie bei Madrid ist bei Störchen wegen des großen Futterangebots sehr beliebt.

Einige ziehen aber noch immer bis in den Tschad oder die südliche Sahel Zone, oder Richtung Ost- und Süd Afrika.

Wer sich für die Flugrouten der Störche interessiert sollte einmal unter “Störche auf Reisen” nachsehen. Dort werden gesenderte Störche bei ihrem gefährlichen Flug in die Winterquartiere bis zur Rückkehr verfolgt. Auf einer animierten Karte, im Blog von Kai-Michael Thomsen, kann man die Wege der Störche über die östliche oder westliche Route verfolgen. Eine Newsletter berichtet regelmäßig wo welcher Storch sich gerade befindet. Jeder Vogel hat einen Namen und es gibt bereits so etwas wie eine Fan Gemeinde für die einzelnen Störche.

Leider wird man so auch Zeuge, wenn ein Storch den abenteuerlichen Flug nicht überlebt.

Hoffen wir, dass alle anderen Störche bald wieder gesund und zu unserer aller Freude auf den Dächern und Ständen bei der Aufzucht der Jungstörche beobachtet werden können.

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Endemische Arten

Endemische Arten – zu diesen gehören Arten aus Flora und Fauna, die nur in ganz bestimmten Gebieten zu finden sind. Arten die in vielen Gebieten der Erde vorkommen, zählen zu den Kosmopoliten.

Endemische Arten sind unter anderem die Rallen. Rallen gehören zu den Kranichvögeln. Ihr Lebensraum ist das Wasser. Im endemischen Bereich gehört sie zum Lebensraum Inseln.

Blässhuhn

Allen gut bekannt, weil sie auch häufig zu sehen ist und wenig Scheu zeigt, ist das Blässhuhn ( Fulica atraoder). Häufig auch als auch Blässralle bezeichnet.

Neben dem Blässhuhn gibt es noch sechs weitere, in Deutschland zu findende, Rallenarten. Das Blässhuhn fällt durch die weiße Stirn und den weißen Schnabel auf. Beim ebenfalls zur endemischen Art zählenden Teichhuhn (Gallinula chloropus), ist die Stirn rot und der Schnabel ebenfalls rot, mit einer gelben Spitze.

Teichhuhn
Teichhuhn

Beide Arten kann man auch von hinten gut unterscheiden, weil der Unterschwanz beim Blässhuhn komplett weiß ist und der weiße Unterschwanz beim Teichhuhn durch einen schwarzen Balken unterbrochen wird.

Tüpfelsumpfhuhn
Tüpfelsumpfhuhn

Das Tüpfelsumpfhuhn (Porzana porzana) liebt die sehr flachen Gewässer und hat seinen Namen von den vielen weißen Tüpfeln am Hals und auf der Brust. Diese endemische Art ist etwa so groß wie eine Drossel. Ich hatte das Glück sie in den Rieselfeldern bei Münster zu entdecken.

Wasserralle
Wasserralle

Selten zu beobachten, dafür aber häufiger zu hören, ist die Wasserralle (Rallus aquaticus). Diese ist etwa taubengroß und ihr Ruf klingt wie das Quieken eines Schweines. Sie beobachtete ich in der Saarner Aue, in Mülheim an der Ruhr.

Die restlichen Rallenarten habe ich leider noch nie in der freien Natur beobachten können, weil sie sehr selten sind. So der Wachtelkönig (Crex crex), den man mit viel Glück von Mai bis September beobachten kann. Die Überschwemmungsgebiete im Frühjahr mit Seggenwiesen gehören zum bevorzugten Lebensraum. Er ist sehr selten, hat etwa die Größe eines Stares und ist eventuell noch im Osten zu finden

Auch das kleine Sumpfhuhn (Porzana parva) ist äußerst selten zu sehen. Im Nordosten gab es Nachweise und im Süden. Gleiches gilt für das flache Gewässer liebende Zwergsumpfhuhn (Porzana pusilla) .

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