Insektenhotel – wer ist Gast?

Insektenhotel – was geschieht in einem solchen Haus?

 Wer wohnt im Insektenhotel ?

Bedingt durch das Insektensterben sind wir alle gefordert. Wir können auch im “Kleinen” etwas tun, indem wir zum Beispiel ein kleines “Hotel” für die Insekten aufstellen. Im August 2018 bittet der Nabu um Unterstützung beim Insektensommer.

Die Zählung unserer Insekten. Durch moderne Bauweisen gibt es immer weniger Möglichkeiten, wo unsere Insekten ihre Eiablage tätigen können.  So bringt etwa die Wildbiene Nektar und Pollen an das Ende eines Bambusröhrchens um dort dort  befruchtetes Ei abzulegen . Danach füllt sie die Zelle mit Lehm,Sand, Harz oder Blattteilchen aus. Dieser Vorgang wiederholt sich immer wieder, bis die Röhre abgedichtet ist. 

Eiablage im Insektenhotel

Im hinteren Teil sind die befruchteten Eier, aus denen Bienenweibchen hervorgehen. Im vorderen Teil befinden sich unbefruchtete Eier, aus denen dann männliche Bienen hervorgehen. Für die hinteren, befruchteten Eier, wird mehr Pollen abgelegt, weil die weiblichen Bienen mehr Eiweiß benötigen als die männlichen Bienen. Ganz vorne wird dann ein Trick angewandt um neugierige Vögel abzuwehren.

Hier legt die Biene eine “Leerzelle” an. Ein Vogel sieht dann  in eine leeres Rohr und zieht unverrichteter Dinge davon. Er kann keine Beute machen.

Larven

 Nach etwa zehn Tagen fressen die dann geschlüpften Larven die Pollen und den Nektar. Dieser Vorgang erstreckt sich auf etwa drei bis vier Wochen.  Dann verpuppt sich die Larve und wird im Laufe des Sommers zu einer erwachsenen Wildbiene. Den Winter verbringt sie geschützt schlafend als Vollinsekt innerhalb der Röhre.  Ende Februar  schlüpfen dann zunächst die männlichen Bienen und danach die weiblichen, um gleich mit der Paarung zu beginnen. Nun folgt  das gleiche Prozedere wie am Beginn des Artikels und die Eiablage im Bambusrohr beginnt erneut.

Ich habe erstmals dieses klein, oben abgebildete Insektenhotel aufgestellt und es sind bereits zehn Rohe besetzt. (Stand 05.05.18)

 

Aufrüstung und Welthunger

ufrüstung der Welt ist im Boom begriffen.  Zum Ende des “kalten Krieges” 1990 lagen die Rüstungsausgaben bei 1450 Milliarden US Dollar. Nach dem Fall des “eisernen Vorhangs” sah man keine Notwendigkeit zum weiteren Rüstungswettbewerb. Aufgrund dessen stoppten die Militärausgaben. 1992 lagen diese bei noch 992 Milliarden US Dollar.

Unverständlicherweise setzte dann  doch wieder ein weltweites Aufrüsten ein.  Die Ausgaben übertrafen sogar noch die von 1990 . Entsprechen wurden Im Jahre 2016  bereits wieder 1625 Milliarden Dollar für die Rüstung ausgegeben.

Deutsche Militär Ausgaben – Aufrüstung

In Deutschland erhöhten sich die Militär-Ausgaben um 6,8 Prozent, in Italien sogar um 11 Prozent. Russland steigerte seine Militär Ausgaben um 87 Prozent, was aber nur 27 Prozent der von der Nato aufgebrachten Mittel entspricht. Lagen die Ausgaben für das Militär in Deutschland 2014 noch bei 38.7 Mrd. Dollar und 2017 bei 44,33 Mrd. Dollar, soll sich dieser Betrag nach dem Wunsch des Verteidigungsministerium bis 2021 noch einmal um 12,5 Mrd. erhöhen.

Der wirre amerikanische Präsident Donald Trump fordert das Deutschland für seinen Rüstungsbeitrag  bis 2021 das Ziel von 2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufwendet. Jetzt   spricht die Regierung nur noch von diesen 2 Prozent, derweil sich das für die Bevölkerung besser anhört, als wenn man die jährlichen 25 Milliarden erklären müsste.

Desolater Zustand der Bundeswehr

Befürworter begründen die Ausgabenspirale mit dem desolaten Zustand der Bundeswehr. Als die Ausgaben für das Militär noch bedeutend niedriger waren und die Bundeswehr noch viel mehr Soldaten hatte, war die Armee voll einsetzbar. Der heutige Zustande ist umso unverständlicher wenn man bedenkt das heute mehr Mittel zur Verfügung stehen. Es liegt  an der  nicht funktionierenden Verwaltung und der Bürokratie. Diese investiert  in unsägliche Projekte  bei denen sie gelinde gesagt schlecht beraten wird, um nicht betrogen sagen zu müssen.

Warum die Aufrüstung weltweit ?

Weltweit stellt sich die Frage wozu diese derartige Aufrüstung. Bereitet man sich im Stillen auf den Gau vor? Die Begründung “Terrorabwehr” kann hier wohl nicht wirklich glaubwürdig angebracht werden. Eher scheint mir die brisante Lage im nahen Osten, in der arabischen Welt einleuchtend zu sein.

Die Hardliner für diese Region werden immer mächtiger Assad mit seinen Verbündeten Russland und Iran auf der einen Seite und auf der anderen Amerika,  Saudi Arabien und Israel, dessen Ministerpräsident immer schärfere Töne anbringt und bereits Bomben in Syrien einsetzt. Hinzu kommt dann noch der türkische Präsident Erdogan, der gerne der starke Mann im Nahen Osten werden möchte.

Donald Trumps Ankündigung das Atomabkommen mit dem Iran auszusetzen passt da noch genau in den Konflikt.

EU als Schlichter ?

Die Bemühungen der EU als schlichtender Pol zu wirken, kann man nur noch belächeln. Der russische Präsident hat mit seinem Engagement in Syrien erfolgreich das Thema Krim und die voranschreitende Stabilisierung Russlands in der Süd Ukraine aus dem Scheinwerferlicht gebracht. Man kann also durchaus Angst vor einem Flächenbrand haben, der vom nahen Osten ausgehen könnte.

Viel Geld gegen den Hunger in der Welt

Mit dem zunächst begonnenen Weg  der Entmilitarisierung hätte man einen Betrag von 1,686 Billionen US Dollar gespart.  Mit dieser Summe leiden  815 Millionen Menschen  in der Welt weniger an Hunger.

Alle 6 Sekunden stirbt ein Kind an Mangelerscheinungen oder Unterernährung. Um den Hunger erfolgreich zu bekämpfen bräuchte man von 2016 bis 2030 jährlich 286,5 Milliarden US Dollar.  Hält man dem die Militärausgaben in Billionen Höhe gegenüber wäre dieses Elend durch Hunger und Tod bereits Vergangenheit.  Damit gäbe es wieder einen Grund weniger für Krieg.

Ergänzung:

am 05.05.18 vermeldet der Spiegel die Stationierung russischer  “Iskander-M” Raketen mit einer Reichweite von 500 Kilometern in der Enklave Kaliningrad. Somit können diese Warschau und Berlin erreichen.

Die auf LKW stationierten Raketen sollen an der Ostsee stationiert werden und  als Schutz der Region gelten.  Die Aktion ist Teil eines umfassenden atomaren Aufrüstungsprojekts Russlands.

Vögel Namibias

ögel Namibias zeigt dieser Artikel. Jochen Mohr, Mitglied beim Fototreff Essen,  nahm an einer Fotoexkursion in Afrika teil und stellte mir diese Aufnahmen zur Verfügung.

Der Angolagirlitz

er gehört zu den stieglitzartigen und lebt im Süden Afrikas.  Zur Familie der Finken gehörend lebt er monogam als Einzelbrüter. Ansonsten bevorzugt er kleine Gruppen von bis zu 15 Individien. Das Nest baut er in etwa fünfzehn Meter Höhe in Laubbäume, Palmen oder Nadelbäume.

 Der Glanzstar

Der Glanzstar fällt durch seinen stechenden Blick auf der durch die gelblich/orangen Farbtöne der Iris und durch die überproportional groß wirkenden Augen zustande kommt. Der Lebensraum ist das südliche Afrika. Sein Nest legt er in Baumhöhlen oder Erdlöchern an.

 Der Mahaliweber

Der Mahaliweber – zählt zur  Familie der Webervögel. Er bewohnt die Trockensvanne, ländliche Gärtn und Buchten mit Wasserfällen, Bächen oder Flüssen. Seine Nester legt er in kugelförmigen Gebilden an Bäumen an.

 Der Maricoschnäpper

Der Maricoschnäpper lebt in Südafrika und am Nordkap . Er gehört zur Familie der Fliegenschnäpper.

 Der Maskenbülbül

Der Maskenbülbül – ist ein schwatzhafter Vogel aus der Fasmilie der Sperlingsvögel. Der Name bedeutet aus dem Persischen übersetzt “Nachtigall”. Der etwa Amselgroße Vogel hat eine auffällige Vogelkopfeder Haube. Sein Gesang ist laut und auffällig zwitschernd.

 Der Maskenweber

Der Maskenweber gehört ebenfalls zur Familie der Webervögel und gestaltet seinen Nestbau in der typischen Weise der Webervögel. Zunächst wird das Laub vom As entfernt, damit sich Schlangen nicht unbemerkt nähern können. Der Eingang befindet sich im unteren Teil des Nestes, wodurch die Brut ebenfalls besser geschützt ist.

 Rotstirn Bartvogel

Rotstirn Bartvogel – lebt im Süden Afrikas Männchen und Weibchen haben eine deutlich rote Stirn. Das Nest wird in Nisthöhlen exotischer Bäume gebaut.

 Charaktervögel

Charaktervögel sind die afrikanische Art der Kolibris. Er saugt den Nektar hauptsächlich aus der Köcherbaumblüte.

 Widahfink

Der Webervogel heiß auch Widahfink. Er bewohnt die bewaldete Busch- oder Graslandschaft südlich der Sahara. Der etwa 24 cm große Vogel lebt in der Nähe der Menschen. Er brütet in Hängenestern aus Pflanzenfasern, Federn und Wolle. Die flschenförmigen Nester werden von den Männchen gebaut, die dann gespannt warten ob das Weibchen das Nest annimmt. Die Einflugslöcher befinden sich unterhalb des Nestes. Diese werden ständig weitergebaut. Dadurch kann es vorkommen, dass Bäume zusammenbrechen.

Das kleine Schnurrbärtchen – gehört zur Familie der Finken. Deutlich erkennbar ist der lange Schnurrbart der dem Vogel seinen Namen gibt.

 Mausvögel

Mausvögel fallen durch ihr fellartiges grau oder braun geprägtes Gefieder auf. Sie ernähren sich von Beeren und Obst. Mit ihren Krallen halten sie sich senkrecht hängend am Ast und halten einen “Starreschlaf” ab. Sie leben südlich der Sahara.

deutsch deutsche Grenzerlebnisse

Grenzerlebnisse erzählt von einer Zeit,  wo das Reisen gen Osten durch eine innerdeutschen Grenze schwierig wurde.

1961 fuhren wir, wie in jedem Jahr, zu unseren Verwandten in die DDR.  Ich war damals elf Jahre alt und freute mich wie immer Oma, Opa, Onkel und Tanten, Cousins und Cousinen wieder zu sehen.  1961 fuhren wir noch mit dem Interzonenzug in die DDR.

In den vorherigen Jahren hatte ich auch die Ferienspiele der FDJ (Freie Deutsche Jugend) mitgemacht. Uns interessierten ja die politischen Dinge nicht, wir waren froh den ganzen lieben langen Tag an der Luft zu sein, Schnitzeljagden zu machen und Spaß zu haben, da störte mich auch das blaue Halstuch mit dem FDJ Symbol nicht.

Fischfang

In diesem Jahr waren wir zu spät dran und ich ging mit Bernd zur Thyra, einem Bach der in Stolberg im Harz entspringt, um dort Forellen zu fangen. Wir hatten da schon Routine drin und fingen die Fische mit der Hand. Im Waschhaus, auf dem Hof meiner Großeltern, kamen sie dann noch für eine Zeit in die Holzbadewanne, bevor Oma sie dann zum Essen vorbereitete.

Die Großeltern hatten nach der Zwangskollektivierung der Felder, diese wurden in die LPG ( Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft ) integriert, noch etwas Land das mit Kartoffeln bewirtschaftet wurde und eine Obstwiese. In der Scheune war noch eine Stallung mit zwei Schweinen und Ziegen, es gab ein paar Kaninchenställe und auf dem Hof liefe eine Schar Hühner herum.

Erkrankung – Mauerbau – Grenzerlebnisse

Der nächste Tag begann mit hohem Fieber und eitrigen Entzündungen an den Augen und Mund und  heftigen Schmerzen beim Wasserlassen.  Der herbeigerufene Arzt stellte fest das ein Transport nicht möglich sei, unbedingte Bettruhe. 

Nachdem ich bereits  zwei Tage sehr krank gelegen hatte, es war der 13. August 1961, vermeldete der Rundfunk den Bau der Mauer in Berlin, die  Grenze wurde noch dichter als sie bereits war. Die Eltern machten sich große Sorgen, da durch meine Krankheit an eine Abreise nicht zu denken war. Allerdings lief unsere  Aufenthaltsgenehmigung auch ab und sie beschlossen das mein Vater mit meinem Bruder nach Essen zurück fahren. Mutter und ich blieben.

Mein Onkel und Mutter bemühten sich um eine Aufenthaltsverlängerung für uns beide, erhielten aber nur eine Bescheinigung des Arztes über die Transportunfähigkeit. Alle machten sich Gedanken wie es weiter ginge, würde es ein Problem bei der Ausreise geben?

Heimfahrt

Zwei Wochen später, kurz zuvor war der Berliner Günter Litfin an der Mauer ums Leben gekommen, brachten die Verwandten uns zum Interzonenzug nach Sangerhausen. Der Zug war sehr voll und es blieb nur ein Platz auf den Notsitzen im Gang.

Die Zugkontrolle wurde von Beamten der DDR und Russischen Soldaten durchgeführt. Der Soldat der unsere Unterlagen kontrollieren sollte erkannte sofort das hier eine Mutter mit einem ziemlich kranken Kind unterwegs war und sagte zu ihr : “Kind krank, mitkommen !” Er schnappte sich den Koffer und führte uns zum Wagen mit den erste – Klasse –  Abteilen, die fast alle leer standen. ” Hier setzen und Kind hinlegen, muß schlafen !” –

Ja, es gab auch zu den Zeiten des kalten Krieges noch menschliches  und meine Mutter war glücklich so wieder gut ins Ruhrgebiet zu kommen. Einen Tag später war ich dann in der Uni Klinik in Essen. Eine schwere Lungenentzündung sorgte dafür, dass mit der anschließenden Erholungskur in Bad Reichenhall, das Schuljahr für mich gelaufen war.

Kontrollen

Die Fahrten mit dem Zug in die DDR waren für uns schon zur Gewohnheit geworden. Wir kannten ja das Prozedere. Dennoch war es zu spüren wie die zuvor ausgelassene Stimmung, die lauten Gespräche, immer leiser wurden je näher man dem Grenzgebiet kam. Je nachdem welchen Ausgangsbahnhof wir in Essen hatten fuhr der Zug über die Grenzübergänge WolfsburgOebisfelde, oder HelmstedtMarienborn. Wenn der Interzonenzug einen der westlichen Grenzbahnhöfe erreichte, waren die Gespräche im Zug nahezu verstummt.

Das Personal wurde ausgewechselt, ein anderer Zugführer, aus dem Osten übernahm die Lok und die Fahrt ging weiter. Vorbei an den Minenfeldern durch “Niemandsland” bis zum Grenzbahnhof Ost.

bitte Aussteigen…

Wer Glück hatte konnte zur Gepäck- und Papierkontrolle im Zug bleiben, die weniger Glücklichen mußten raus aus dem Zug und in die Baracken, um dort kontrolliert zu werden.

Mit den Einreisepapieren, die zuvor nach Hause geschickt werden, wird auch ein auszufüllendes Verzeichnis mitgeschickt, wo aufgeführt werden muß, was sich im Gepäck befindet und das sehr ausführlich. Das Plastikgefäß mit den ungemahlenen Kaffeebohnen wurde in ein anderes Behältnis gefüllt, um zu sehen das dort nichts versteckt ist, Wäsche auseinandergefaltet und so weiter.

die Lektüre

Man war dann schon froh, wenn es bei der Kofferkontrolle blieb und das Handgepäck nicht noch separat kontrolliert wurde, oft war es aber so und die Modezeitschrift “Burda” die meine Mutter immer für ihre Schwägerin mitnahm wurde entdeckt und konfisziert, obwohl sie wußte das man Drucksachen aus dem Westen nicht einführen darf. Sie sagte dann immer das es sich doch nur um eine  Modezeitschrift mit Schnittmustern handelt und nicht um ein politisches Magazin, um sich herauszureden, aber die Hefte waren weg. Wahrscheinlich nähte die Frau des “Grenzers” auch.

die Wasserpistole

1956/57  – Grenzerlebnisse  bei einer Grenzkontrolle. Ich war ca. 6 Jahre alt, da wurden wir extrem kontrolliert, woran ich aber nicht ganz schuldlos war. Das Gepäck war bereits durchsucht und Vater war gerade dabei die Koffer wieder zu schließen, als ich laut bemerkte .” Papa, die haben die Pistolen gar nicht gefunden! ”

– Die Folge war eine sofortige neue Kontrolle aller Gepäckstücke bis ins kleinste Detail. Da nutzte es auch nicht,dass Vater erklärte das es sich um Wasserpistolen für die Cousins handelte und wo sie liegen. Die Kontrolle dauerte so lange, dass der Interzonenzug ohne uns weiterfuhr. Wir mußten weitere sechs Stunden auf den nächsten Zug warten.  Ab dieser Zeit gab es als Mitbringsel dann nur noch die obligatorische Schokolade und den Kaugummi, sowie für die Erwachsenen Kaffee und Zigarren.

Mit dem  eigenen Auto durch die Grenze

1983 – war es dann soweit das die Fahrt mit dem eigenen Auto angetreten wurde. Das “flaue Gefühl” setze dennoch kurz vor der Grenze wieder ein, auch wenn die Kontrollen bei der Einreise nicht mehr so kompliziert waren wie bei der Zugreise. Anders verhielt es sich bei der Ausreise.

Das Auto wurde intensiv kontrolliert. Der Tank wurde durchleuchtet, das Unterteil des Wagens mit einem mobilen Spiegel kontrolliert. Dann sollte ich den Rücksitz umklappen, wobei ich überfragt war. Der Wagen war neu und ich hatte den Rücksitz noch nie zurück geklappt, fand also die Entriegelung nicht. Die “Grenzer” waren aber offensichtlich gut in Westfahrzeugen geschult und erklärten mir umgehend wie das funktioniert.

Devisen

Schließlich kam dann die Frage nach Devisen der DDR.  Wir waren vorher gut informiert worden, dass man kein Geld der DDR mitnehmen durfte.  Dennoch sagt meine Frau das sie noch 10 Ost-Mark habe und als sie bemerkt er könne sie ja gerne behalten, schwant mir fürchterliches.


Ich habe noch ein Konto in der DDR

Wir mußten wieder kehrt machen bis wir in der DDR eine Ost Sparkasse fanden um das Geld auf ein Konto einzahlen zu können, verschenken ging ja nun auch nicht mehr, man hätte uns ja sicher nach der Quittung gefragt. So kam es das wir wieder einmal vier Stunden unerwünschten Aufenthalt hatten , weil um die Mittagszeit in der Sparkasse ja auch nicht gearbeitet wurde.  Es existiert also noch heute irgendwo ein ehemaliges DDR Konto mit 10 Ost Mark.

Nordhäuser Korn

Die Kontrollen auf der westdeutschen Seite waren sehr lax. Teilweise wurde man gleich durchgewunken, oder es wurden die Papiere nachgesehen. Nur einmal mußte ich den Koffer öffnen und hatte natürlich eine Flasche Nordhäuser Korn zuviel im Gepäck, wir hatten von dem umgetauschten Tagesgeld Ost meist Wurst und Spirituosen gekauft.

So mußte ich eine geringe Gebühr Zoll bezahlen, wovon dieser aber nicht viel hatte. Weil ich nämlich vergaß die Quittung mitzunehmen, wurde mir diese noch mit der Post nach Hause geschickt.

Damals waren die Grenzerlebnisse noch aufregend. Heute ist es bereits Teil der Deutschen Geschichte  die viele nicht mehr kennen.

Die Erde spricht -Hilde Philip

Erde – der Umgang mit unserem Planeten und die Folgen – ein Gedicht

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=n-dhUBa8OaE]

 

 

 Ihr habt mir großen Schmerz bereitet, habt mich verletzt und ausgebeutet.

Seit ewig hab ich euch gegeben, was alles ihr gebraucht zum Leben.
Ich gab euch Wasser, Nahrung, Licht, lang hieltet ihr das Gleichgewicht,
habt urbar mich gemacht, gepflegt, was ich euch bot, betreut, gehegt.

Doch in den letzten hundert Jahren ist Satan wohl in euch gefahren.
Was in mir schlummert wird geraubt, weil ihr es zu besitzen glaubt.
Ihr bohrt nach Öl an tausend Stellen, verschmutzt die Meere, Flüsse, Quellen, umkreist mich sinnlos Tag und Nacht, seid stolz, wie weit ihr es gebracht.

Habt furchtbar mich im Krieg versehrt, kostbaren Lebensraum dabei zerstört, habt Pflanzen, Tiere ausgerottet, wer mahnt, der wird von euch verspottet.

Kennt Habgier, Geiz und Hochmut nur und respektiert nicht die Natur.
Drum werd ich jetzt ein Zeichen setzen und Euch , auch wiederlich verletzen.

Ich werde keine Ruhe geben, an allen meinen Teilen beben.
Tsunamiwellen schick ich hin, die eure Strände überziehen.
Vulkane werden Asche speien, verdunkelt wird die Sonne sein.

Ich bringe Wirbelstürme, Regen, bald werden Berge sich bewegen!
Was himmelhoch ihr habt errichtet, mit einem Schlag wird es vernichtet,
und Blitze , wie ihr sie nicht kennt, schlagen zu vom Firmament.

Ich kann es noch viel ärger treiben, drum lasst den Wahnsinn endlich bleiben!

Hört, Menschen, was die Erde spricht!
denn ihr braucht sie – doch sie euch nicht

 

Unternehmen und Umwelt

Biodiversität  – Naturschutzoffensive –

Biodiversitätskonvention 2020

Biodiversität – Neuerdings nehmen wir erstaunt  Kenntnis das einzelne Unternehmen ihr Herz für die Umwelt und die Natur entdecken. Einige  globale Unternehmen starten plötzlich Aktionen für die Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft.

Besonders Unternehmen aus der Nahrungs und Ernährungsindustrie. Die Firma Nestle setzt Nachhaltigkeitspläne um und legt sich dafür sogar mit Discountern an.  Auch die Politik erkennt die Notwendigkeit sich für die Artenvielfalt und gegen das Insektensterben einsetzen zu müssen.

Es scheint, als hätte ein Umdenken eingesetzt.   Bienensterben, Vernichtung der Insekten, Bodenerosionen, Klimawandel mit Starkregen, Verlust an Biodiversität ist  den Menschen heute bewußt geworden. Die Verseuchung des Bodens und des Grundwassers durch übermäßigen Einsatz von Gülle und Pestiziden  zerstören das Ernährungssystem .  Ein weiteres Vorgehen wie in der Vergangenheit bewirkt  das die Industrie sich quasi selbst zerstört.

Einsatz für die Umwelt – Biodiversität

Der Verlust an Naturgütern zerstört die Lebensgrundlagen der Menschheit und den künftigen Umsatz der Unternehmen. Eine Steigerung der Lebensqualität heißt Maximierung der Gewinne, somit zahlt sich der  Einsatz für die Umwelt  also im Endeffekt für die Betriebe aus. Diesen Umstand haben offensichtlich einige vorausblickende Unternehmen erkennt. Selbst der einzelne Mensch als Individuum erkennt immer häufiger wie dringend Aktionen geworden sind die sich mit der intakten Umwelt befassen.

Die Vermüllung der Meere durch Plastik, das Abschmelzen der Arktis, der Verlust der Artenvielfalt sind im Bewußtsein angekommen. Aufgrund dessen setzen sich immer mehr Menschen  für Biotope und den Naturschutz ein.  Aktionen der Umweltbewegungen finden Anerkennung und Unterstützung in der Bevölkerung.

Große Hoffnung setzt man in die Biodiversitätskonvention und die Naturschutzoffensive 2020 in Peking. Dort geht es um die UMSETZUNG biologischer Vielfalt und der nachhaltigen Nutzung und  um die gerechte Verteilung der Nutzen und Lasten der biologischen Vielfalt. Daher sind die Themen der Veranstaltung :

  1. ökologische Nachhaltigkeit
  2. ökonomische Entwicklung
  3. soziale Gerechtigkeit

Wir müssen lernen und begreifen mit der Natur umzugehen wie es die indigenen Völker tun.  Diese schützen ihre Umwelt und nutzen sie im Rahmen der Notwendigkeit, weil sie schon lange wissen das sie ohne ihren Lebensraum nicht existieren können.

Das Kreuz mit Bayern

Kreuz –  Ministerrat beschließt das Aufhängen von Kreuzen in Dienstgebäuden des Freistaats.

Staatsregierung macht das Kreuz zur Pflicht in allen Behörden

ein kurioses Gesetz

das Kreuz  im Eingangsbereich eines jeden Dienstgebäudes im Freistaat ist als Ausdruck der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns deutlich wahrnehmbar ein Kreuz als sichtbares Bekenntnis zu den Grundwerten der Rechts- und Gesellschaftsordnung in Bayern und Deutschland anzubringen.

Der Ministerrat hat heute eine entsprechende Änderung der allgemeinen Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaats Bayern beschlossen. Das Kreuz ist das grundlegende Symbol der kulturellen Identität christlich-abendländischer Prägung.”

“Die Verpflichtung gilt für alle Behörden des Freistaats Bayern ab dem 1. Juni 2018. Gemeinden, Landkreisen und Bezirken wird empfohlen, entsprechend zu verfahren.”


Was ich davon halte

Da muss man sich fragen, ob diese Aktion im Freistaat Bayern nicht dem Grundgesetz widerspricht. Dort gilt die Trennung von Staat und Religion.

Klar ist ja auch das die „Södersche Regierung“ hier wohl die Klientel einer Partei bedient, die sie ja eigentlich bekämpfen sollte. Nun sieht es für mich eher so aus, als wolle sie diese rechts überholen, aus Angst vor der bevorstehenden Landtagswahl in Bayern. In einem Kommentar im Netz  gefiel mir besonders der Satz : “als Jesus von dem Beschluss der Bayerischen Staatsregierung hörte, hat er sein Kreuz zurückgegeben !“

Medienproteste

Es macht sich erfreulicherweise viel Protest in den digitalen Medien breit gegen die Handlungsweisen der Bayerischen Staatsregierung, was auch im Falle des „ Psychisch – Kranken – Hilfe – Gesetz “ dazu führte, dass das Gesetz noch einmal überarbeitet wurde.

Ministerpräsident Söder behauptet das Kreuz sei kein religiöses Symbol, sondern ein Zeichen der Christlich geprägten Kultur in Deutschland .  Richtig ist aber das das Kreuz selbstverständlich ein religiöses Symbol der Christenheit ist. Laut unserem Grundgesetz gilt die Trennung von Staat und Religion. Außerdem ist es falsch zu behaupten das Europas Kultur vom Christentum geprägt sei.

Geschichte

Nach der Eroberung Spaniens durch die Mauren im 8. Jahrhundert,   herrschten diese bis ins 13. Jahrhundert und haben  die Kultur in Westeuropa maßgeblich geprägt. Philosophen, Schriftgelehrte, Architekten, Lehrer und Mediziner haben ihr Wissen in Europa verbreitet. Unsere Dombaumeister haben von ihnen glernt. 

Der damalige Islam duldete andere Religionen und durfte vielseitig interpretiert werden, was auch heute von vielen Islamkennern wieder gefordert wird. Man kann also durchaus sagen das der Islam die Kultur erst nach Europa brachte und das Christentum davon profitierte.

Erst ab dem  13. Jahrhundert regierte das Christentum nach dem Sieg von Saragossa über die Mauren wieder im westlichen Europa. So wie die Kultur im Westen von Maurischen Einflüssen bestimmt war, wurde sie im Osten auch von Türken, Momgolen und im Norden von den Wikingern beeinflußt.  Selbst Rom hatte von den arabischen Ländern kulturell profitiert.

Meinungsfreiheit

Meinungsfreiheit – Grundgesetz

Meinungsfreiheit zählt zu den höchsten Gütern unseres Grundgesetzes.  Daher gilt es  sie zu bewahren, ebenso wie die Glaubens- und Religionsfreiheit.

Rechte Szene und Meinungsfreiheit

Angesichts unserer Geschichte denke ich das es “Feiern” wie die der Neo- Nazi-Szene zum Gedenken an den Geburtstag von Adolf Hitler am 20. April an der Grenze zu Polen  nicht geben darf.  Schließlich  wurde hier  Nazis aus ganz Europa gestattet sich zu versammeln und zu hetzen. Es wurden offen Embleme und Symbole der Nazi-Vergangenheit zur Schau getragen und somit die Errungenschaften der Demokratie nach Ende des zweiten Weltkrieges verspottet. Derartige Verstöße müssen konsequent geahndet werden. Manchmal hat man den Eindruck, dass man auf dem rechten Auge gerne einmal etwas durchgehen läßt. Es ist auch zu überlegen ob die Notwendigkeit besteht die AfD zu beobachten. Wenn man auf Twitter sieht was für Sprüche da von einzelnen Afd Sympatisanten, Mitgliedern und auch Abgeordneten kommen, halte ich die Überwachung jedenfalls für angebracht.

Dubiose Feiern

Es kann nicht sein, dass das neue Deutschland es zulässt, dass auf seinem Boden der Geburtstag eines Mannes gefeiert wird , der  Deutschland zerstört hat.  Er brachte  unendliches Leid über die Welt. Hier geht die Versammlungs- und Meinungsfreiheit eindeutig  zu weit.

Gleiches gilt für Veranstaltungen der linken Szene wenn angebliche Demonstrationen lediglich durchgeführt werden, um in den Straßen zu randalieren. Die Zerstörung und Plünderung von Geschäften sind kriminelle Handlungen die rigoros bestraft werden müssen. Straßenkämpfe mit der Polizei zu inszenieren ist nicht Teil von Demonstrationen.

Beobachtungen am Futterplatz

Beobachtungen – Wie verhalten sich Vögel am Futterplatz ?

Die erste  Saison mit meinen neu aufgestellten Futterstellen . Der Frühling hat Einzug gehalten, es blüht und grünt rundherum und die Vogeluhr kann gestellt werden. Es zwitschert fröhlich bereits ab dem frühen Morgen.  Selbstverständlich wird auch  in den kommenden Monaten weiter gefüttert, denn meine gefiederten Freunde kommen weiterhin zur Futterstelle.

Nun ist es an der Zeit mitzuteilen, was mir bei meinen Beobachtungen am Futterplatz auffiel.

Wer kommt?

Blau- Kohl und Haubenmeise   fliegen das Futterhaus nur kurz an, halten sich nicht innen auf, sondern picken sich das Korn und fliegen auf, oder in den nächsten Busch.  Dort lassen sie sich auf einem Ästchen nieder und speisen gemütlich. Diese Drei nutzen auch die aufgehängte Futtersäule, wo sie sich an dem Außenring festhalten um dann die Körner zu fressen.

Mit Erstaunen muß ich feststellen, dass die so bekannten Meisenknödel fast gänzlich unbeachtet bleiben. Nur sehr selten machte sich eine Meise daran zu schaffen. Vielleicht lag es an den Knödeln ?

Weitere Gäste

Zu den ersten Ankömmlingen an der neuen Futterstelle zählen das Rotkehlchen und die Amsel.  Bei der Amsel kam zunächst das Männchen, das Weibchen hielt sich vorerst zurück.  Das Rotkehlchen fühlte sich sofort als “Herr im Haus” und verscheucht nun die Neuankömmlinge, wie die Meisen, so lange es anwesend ist. Erst nach einigen Tagen endet dieses Verhalten, da hat es wohl bemerkt das genug für alle da ist.

Selbst den Kleiber verjagte es einige Male. Das Rotkehlchen bleibt auch einige Zeit zum Fressen im Futterhaus.  Die Amsel hingegen sucht ihr Glück am Boden. Es dauert eine gewisse Zeit und sie hüpfte nervös am Boden um das Futterhaus herum. Nachdem sie einen bestimmten Abstand erreicht hatte,  visierte sie das Haus an und , eigentlich sah es mehr wie springen aus, flog ins Innere.

Ruhepause im Futterhaus

Einmal dort angekommen, machte sie es sich dort gemütlich, fraß eine ganze Zeit lang, setzte sich dann am Ausgang aufs Holz und beobachtete die Umgebung, bis sie schließlich zufrieden davon flog. Da die Amsel beim Fressen ziemlich rüde vorging, Essmanieren liegen ihr wohl nicht so, flogen viele Körner aus dem Haus auf den Boden, was wiederum das Rotkehlchen und besonders die Heckenbraunelle erfreute, die lieber am Boden fressen.

Die Braunelle habe ich nur äußerst selten einmal im Futterhaus beobachtet. Auch der kleine Zaunkönig hatte seine Freude an den am Boden liegenden Körnern.  Ich streute dann künftig schon immer extra ein bischen auf das Umfeld des Futterhauses.

Kleiber  auf Stippvisite

Der Kleiber kam nur eine gewisse Zeit regelmäßig an die Futterstelle. Jetzt ist er nicht mehr zu sehen.  Er findet jetzt wohl genug Lebendfutter an den Bäumen der Umgebung. Als er das Haus noch nutzte, flog er zunächst aufs Dach und beäugte das Innere.  Anschließend hüpfte er kopfüber hinein, fraß ein paar Körner und schnappte sich den dicksten Korn den er bekommen konnte.  Dann  beobachtete er auf dem äußeren Rand sitzend kurz die Umgebung und “schoß” davon.

Die Neuen – Beobachtungen

Neu hinzugekommen sind in den letzten Tagen Grünfinken. Sie kommen zu dritt, einer fliegt direkt das Futterhaus an um innen zu fressen, wobei er ordentlich Material hinauswirft, welches von den beiden Kollegen am Boden dankend angenommen wird.

Ebenfalls neu ist jetzt der Gimpel, dieser sitzt kurz auf dem Rosenbusch , fliegt ins Futterhaus, schnappt sich ein paar Körner und ist auch schon wieder verschwunden

Meine engsten Bekannten

Rotkehlchen und Amsel haben sich wohl an den heimlichen Beobachter gewöhnt und kommen mir mittlerweile so nah, dass ich sie fast mit “Handschlag” begrüßen könnte. Ich habe mich zwar immer zurückgehalten, in der Hoffnung nicht gesehen zu werden, bin mir aber sicher, dass sie alle mich immer fest im Blick hatten.

Wenn ich Futter “nachlegte” begleitet mich immer der Ruf der Amsel und das Rotkehlchen hüpfte bereits freudig erregt am Boden herum. Sobald ich den Rücken gedreht hatte waren sie auch schon vor Ort. Ich hätte nie gelaubt das diese Beobachtungen so interessant sein würden und kann dem geneigten Leser nur empfehlen es auch zu tun.

Erpellocke

Erpellocke im Prachtkleid  bei der Stockente.

Zwei bis vier kleine aufgebogene Schwanzfedern am Bürzel des Stockentenerpel sieht man jetzt beim Prachtkleid. Die “Erpellocke”

Die Erpellocke ist auch unter anderen Namen wie Draller, Hakeln, Entenringel oder Erpelhaken …. bekannt.

Jäger tragen sie oft an ihren Hüten.  Allerdings verschwinden die Erpellocken bei der Mauser zum Schlichtkleid ( Juli – August ). Ab Herbst sind sie dann für sechs bis neun Monate wieder zu sehen.

Wenn der Erpel sein Schlichtkleid trägt, ähnelt er dem Weibchen sehr stark.

mehr über Enten und Arten

Der Bayerische “Recht(s)staat” und psychisch kranke Menschen

Psychisch – Kranken – Hilfe – Gesetz

der bayerische Recht(s)staat
 

der bayerische Recht(s)staat mit der  Bayerischen Staatsregierung unter Söder behandelt künftig psychisch kranke Menschen wie Straftäter. Nach der Verschärfung des Polizeirechtes wurde nun auch das “Psychisch – Kranken – Hilfe – Gesetz” verabschiedet.

Künftig sollen depressive Menschen nach den gleichen Regeln wie Straftäter behandelt werden, das heißt, in Krankenhäusern festgesetzt werden zu können, ohne das eine Straftat vorliegt. Das Gesetz, das nach einem Gesetzentwurf des bayerischen Kabinetts Söder verabschiedet wurde, enthält gerade einmal vier Paragraphen über “Hilfe” für erkrankte, aber über 35 Paragraphen über ihre “Unterbringung” zu Zwecken der Gefahrenabwehr.

Die meisten davon orientieren sich am Strafrecht und am Maßregelvollzug für Straftäter. Unbescholtene, oder kranke Menschen in Krisensituationen, werden nach den neuen Vorschriften im Strafrecht per Zwangsunterbringung in Krankenhäusern behandelt, Besuche stark eingeschränkt, Telefonate überwacht. Dazu gehört auch die Kontrolle der intimen Körperöffnungen.

Folgen

Nach dieser Gesetzgebung werden künftig sicherlich weniger Betroffene in Bayern den Mut haben Hilfe zu suchen. Menschen mit Depressionen benötigen Hilfe und Fürsorge,  aber keine Behandlung wie Straftäter, wo der erste Kontakt für psychisch auffällige Menschen die Polizeibehörde ist, die zwar mit Handschellen umgehen kann, aber nicht therapieren kann.

Die nachfolgende Registrierung in eine Datenbank kommt einer Registrierung von terroristischen Gefährdern gleich. Psychisch kranken Menschen Rechte abzusprechen erinnert verdächtig an eine dunkle Zeit der deutschen Geschichte. Erstaunlich ist, dass der große Aufschrei der Opposition ausgeblieben ist. Nun heißt es darauf zu achten, dass aus einem Bayerischen Landesgesetz nicht irgendwann ein Bundesgesetz wird.

 

Die Vogeluhr

Vogeluhr – Der Helligkeitsgrad bestimmt den Beginn des Gesangs unserer Singvögel.

Die Zeiten sind so genau, dass man sich im Frühjahr zu einer bestimmten Zeit von einem bestimmten Vogel wecken lassen könnte.

Hierbei muß lediglich beachtet werden, dass die angegebenen Zeiten dem Sonnenaufgang angepasst werden müssen.

Zunächst singt immer  das Männchen – der Lockruf, gefolgt vom Revierabgrenzungsgesang.

die Vogeluhr funktioniert nicht das ganze Jahr  – die stumme Zeit

ist die Zeit nachdem die Jungen flügge wurden und das Nest verlassen haben. Es gibt dann keinen Anlaß mehr das Nest zu verteidigen oder auf Brautschau zu gehen.

wie viele Minuten vor Sonnenaufgang singt der Vogel?

  • Gartenrotschwanz – 80 Minuten von April – Juli
  • Hausrotschwanz – 70 Minuten von März – Juli
  • Rauchschwalbe – 60 Minuten von April – Juli
  • Singdrossel – 55 Minuten von Februar – Juli
  • Kuckuck – 50 Minuten von April – Juli
  • Rotkehlchen – 50 Minuten von Februar – Juli
  • Mönchsgrasmücke – 45 Minuten von März – Juli
  • Goldammer – 45 Minuten von Februar – Juni
  • Amsel – 45 Minuten von Februar – Juli
  • Zaunkönig – 40 Minuten von Februar – Juli
  • Zilpzalp – 35 Minuten von März – Juli
  • Blaumeise – 35 Minuten von Januar – Juni
  • Kohlmeise – 30 Minuten von Januar – Juni
  • Fitis – 22 Minuten von April – Juni
  • Stieglitz – 20 Minuten von Februar – Juni
  • Star – 15 Minuten von Januar – Juli
  • Grünfink – 15 Minuten von Februar – Juli
  • Buchfink – 10 Minuten von Februar – Juli

Der Gesundheitstipp

der Gesundheitstipp – Vogelbeobachtung –

Wissenschaftler der Universität Exeter, das britische Institut für Ornithologie, sowie die Universität Queensland in Kanada haben mit mehr als 270 Probanden verschiedener Alters- und Einkommensklassen eine Studie erstellt, die die gesundheitlichen Auswirkungen bei der Vogelbeobachtung feststellen sollte.

Die Fähigkeit Vögel zu beobachten, egal ob im alltäglichen Umfeld,  oder außerhalb des Wohngebietes, baut Ängste und Stress ab. Es spielt dabei auch keine Rolle ob die Beobachtungen in der Großstadt oder auf dem Land durchgeführt werden. Das Ergebnis bleibt gleich. Festgestellt wurde, dass der Stress- und Ängsteabbau nachmittags am effektivsten ist. 

Verbindet man nun eine Wanderung mit der Vogelbeobachtung verdoppelt sich die Zunahme des Glückshormon “Serotonin” und entsprechend vermindert sich das Müdigkeitshormon “Melatonin.

Stimmen erkennen – der Gesundheitstipp

Hat man erst einmal mit der Vogelbeobachtung begonnen, wird man verwundert feststellen, dass man die Stimmen auseinanderhalten und erkennen kann. Was benötigt man zur Vogelbeobachtung? Im Prinzip lediglich Augen und Ohren. Nützlich ist  ein Bestimmungsbuch. Natürlich gibt es in unserer digitalen Zeit auch Apps, diese konnten aber bisher nicht wirklich überzeugen. Ein Spectiv, ein Fernglas oder eine Kamera mit gutem Teleobjektiv ist zu empfehlen.

Wo sind sie?

Die Vögel findet man in einer größeren Artenvielfalt  in Parks, an Seen, Friedhöfen und Schutzgebieten, oder im eigenen Garten, wo man ein Futterhaus oder aber einen Nistkasten zur Beobachtung aufhängt. Ein guter Start in die Vogelbeobachtung wäre der eigene Garten mit einem Futterhaus oder / und Nistkasten. Hier läßt sich das Verhalten der diversen Spezies am Futterhaus sehr gut beobachten. Macht man sich dann noch Vermerke in einem kleinen Notizbuch mit Art , Uhrzeit, Datum und Verhalten hat der Einstieg schon begonnen und auch die Gesundheit wird es danken.

Buchempfehlungen:

Der Kosmos – Vogelführer – Lars Svensson

Das BLV Handbuch Vögel – Bezzel

Kosmos  – welcher Vogel ist das? – Dierschke – vom NABU empfohlen

Vogelstimmen – an Volksmundversen erkennen – Klaus Philipp

Rezensionen

Stadt Essen schützt Insekten

Insektenschutz –  Die Stadt Essen startet mit einem Aktionsplan für den Insektenschutz, Vogelschutz und   Artenschutz. Ins Boot geholt werden dazu Kleingärtner, Landwirte und Naturschützer und  die Bürger der Stadt.

Als erste Maßnahme wird die Stadt auf Grünstreifen, Schulhöfen und Kindergärten nektar- und pollenhaltige Pflanzen einsäen. Außerdem wird der Einsatz von Pestiziden in Naturschutzgebieten verboten.  Aus Brachflächen werden bunte, reichhaltige Wiesen . Desweiteren  legt der Verband der  Kleingärtner gemeinsam mit dem NABU ein „Wildblumenprogramm“ auf.


Insektenschutz durch weniger Gift

Die Landwirte haben sich bereit erklärt den Einsatz von glyphosathaltigen Mitteln zurückzufahren. Die Gemeinde verpachtet landwirtschaftliche Flächen nur dann noch wenn der Pächter auf derartige Mittel verzichtet.  Die Kommune selbst setzt bereits seit Jahren kein Glyphosat mehr ein.

Aus Brachflächen sollen bunte, reichhaltige Wiesen werden und Antrag von SPD, CDU und Grünen soll der Aktionsplan noch ausgeweitet werden. So sollen Nesthabitate für Wildbienen und Hummeln angelegt werden.

Frühblüher

Frühblüher- noch ist es frostig und der Boden nicht ganz aufgetaut, da sprießen bereits die ersten zarten Pflänzchen aus dem Boden. Krokus und Narzisse erblicken die ersten Sonnenstrahlen.  Aber woher wissen sie eigentlich wann sie sprießen müssen, wo es doch noch recht ungemütlich ist ?

Die  Moleküle der Pflanzen erkennen am Licht das die Tage länger werden, ein Zeichen für den nahenden Frühling. Im Winter haben die Blumen alle Pflanzenteile abgestoßen und sämtliche Energie ist in der Zwiebel gespeichert.

Es ist für die Frühblüher an der Zeit sich blicken zu lassen, zu blühen und Samen zu entwickeln, bevor die Bäume beginnen mit ihren Wurzeln dem Boden Wasser zu entziehen, um so Stickstoff und Mineralien aufzunehmen. Das Laub der Bäume würde dann den Pflanzen das Licht nehmen und sie könnten keinen Samen mehr für die kommenden Blumen entwickeln.

Krokusse und Narzissen – die Frühblüher

So können wir uns bereits früh an den schönen Farben von Krokus und Narzisse erfreuen und wissen, es kann nicht mehr lange dauern bis der Frühling auch alles andere zu neuem Leben erweckt.

Stadt Essen – im Wandel der Zeit

Essen -eine Stadt im Wandel der Zeit. Zunächst muss einmal gesagt werden das ich längst nicht mit allen politischen Entscheidungen der Kommunalpolitik einverstanden bin. Es gibt weiterhin viel zu tun, aber auf die jüngere Geschichte meiner Stadt kann man wirklich stolz sein.

Essen im Wandel der Zeit – meine Jugenderinnerungen

1950 geboren, wuchs ich die ersten zwölf Lebensjahre im beschaulichen, dörflichen Vorort Essen-Schönebeck auf. In dieser Zeit waren die Strassen dort noch uns Kindern vorbehalten. Autos fuhren dort nur wenige, das änderte sich erst Ende der 50er Jahre.

Der Schnee, der im Winter noch häufiger fiel als heute, wurde aber schnell schmutzig grau. Dafür sorgte die Schwerindustrie der Stadt und die Kohle. Die Zeche Wolfsbank,  im nahen Essen Borbeck, produzierte noch bis 1966. Im Jahre 1962 zogen wir dann mit der Familie aus dem “Dorf” nach Borbeck.  Hier hatten wir jetzt eine komfortablere Wohnung, mit Toilette (bisher war das ein “Plumpsklo” hinter dem Haus). 

Zinkhütte und Zechen

Wir wohnten nun sehr nahe an der Zinkhütte.  Die Rohzink erzeugende Hütte verbreitete außerdem auch noch einen unangenehmen Geruch und wenn der Wind aus Nordost kam, konnten die Fenster nicht geöffnet werden. Ein Film aus dunklem Staub legte sich auf die Fensterbänke.

Die Zustände verbesserten sich als 1981 zunächst die Hütte und 1986 auch noch die letzte produzierende Zeche ihre Pforten schlossen. In der Zeit vom ersten Kohleabbau 1317 bis zur Schließung der letzten Zeche, Zeche Zollverein  1986, hatte es in Essen 1000 Zechen und Kleinbergwerke gegeben.

Mit den Altlasten der industriellen Geschichte hatte die Stadt allerdings noch lange zu kämpfen. Zumal auch die Stahlproduktion mit  den Kruppwerken Ende der 50er Jahre auslief.

So kam es zum Beispiel 1986 zu einem grossen Umweltskandal  auf dem ehemaligen Gelände der oben bereits erwähnten Zinkhütte. Ohne zuvor den Boden auf Belastungen zu testen hatte die Stadt das Gelände als Bauland ausgegeben.

Es entstand eine neue Siedlung die auf einem mit Schwermetallen belasteten Boden errichtet wurde. Die komplette Erde musste abgetragen und erneuert werden. Häuser, gerade fertiggestellt, mussten abgerissen und die Besitzer entschädigt werden. Davon betroffen war auch mein Bruder , der mit seinem Neubau gerade Richtfest gefeiert hatte.

Arbeitslosigkeit

In diesen Jahren gingen auch tausende Arbeitsplätze verloren und noch heute staunt die Welt wie gut der Wandel von der industriellen Produktion hin zur Dienstleistungsgesellschaft gelungen ist.  Der Gedanke, die ehemaligen Produktionsstätten als Kulturdenkmäler zu erhalten und die Rückeroberung der Natur zuzulassen, waren ein voller Erfolg.

Die ehemalige Emscherkloake wird  renaturisiert, heute schwimmen wieder Fische im Wasser. In der Ruhr, einst Transportweg der Kohleschifffahrt, wird wieder gebadet und der Himmel ist so blau wie am Meer. 2017 wurde Essen die ” grüne Hauptstadt Europas”. Sie  zählt heute zu den grünsten Städten Deutschlands.

Maßnahmen zum Umweltschutz

Umweltschutz  – Etwas für den Ruf der Landwirte machten jetzt Bauern aus Essen -Kettwig und Mülheim – Mintard.

Initiative von Landwirten

In einer gemeinsamen Aktion, im Rahmen von “Deutschland blüht auf“, verteilten sie jetzt an einem Infostand am Markt in Kettwig Samentüten mit Wiesenpflanzen an die Besucher.

Umweltschutz

Landwirte müssen für den Erhalt von EU Geldern fünf Prozent ihrer Fläche als ökologische Vorrangfläche bereitstellen. Das funktioniert auch im privaten Bereich. Selbst kleinere Gebiete mit Wiesenpflanzen helfen den Insekten.

Da sich nun auch die Bundesumweltminister Schulz gegen Glyphosat und Neonicotinoide ausgesprochen hat, wächst die Hoffnung auf ein Umdenken im Umweltschutz und Naturschutz.

Das Insektensterben ist in vollem Gang und man kann nur wünschen, dass die zu treffenden Maßnahmen nicht zu spät greifen.  Auch das recht schweigsame Landwirtschaftsministerium unter Julia Klöckner muß handeln.

Eierkunde

Eierkunde oder Oologie, ist eine Sparte der  Ornithologie und befasst sich mit der Form, der Farbe und der Größe vom Vogelei.

Oologie – Vogelei 

So stellte man fest, dass das Vogelei des Zaunkönigs, im Verhältnis zu seinem Körpergewicht, größer ist als das riesige Ei des Vogel Strauß. Das Ei des Strauß entspricht  2 Prozent des Körpergewichts . Das Ei des Zaunkönigs entspricht dagegen 14 Prozent des Körpergewichts. Ein weiteres Phänomen stellt das Kuckucksei dar.

Wenn der Kuckuck sein Ei im Nest des Wirtes ablegt, ähnelt es in der Pigmentierung und Färbung immer dem Gelege des Gastwirtes, auch wenn es etwas größer ist. Allgemein dient die Färbung der Eier in erster Linie der Tarnung und dem Schutz vor Feinden, so ähneln die Eier des Kiebitz Ziegelsteinen, da die Eiablage am Boden stattfindet. Bei der Anzahl des auszubrütenden Vogelei nimmt die Blaumeise bei den  Singvögeln mit bis  zu zwölf Eiern pro Gelege den Spitzenplatz ein.

Sammlungen von Vogeleiern bezeichnet man als Ootheken. Eine der  bedeutendsten Sammlungen  mit 20.000 Eiern hat in Thüringen der Vermessungstechniker Max Schönwetter zusammengetragen. Neben der Oologie, die sich mit dem äußeren des Eis  befaßt, gibt es noch die Sparte Embryologie, die sich um das Ei-Innere kümmert.  Zusätzlich erforscht die Kaliogolie das Nest – Nesterkunde.

Deutschland – CO 2 Ausstoß

Deutschland  – Ziele werden nicht erfüllt-

Pariser Abkommen –

Deutschland erfüllt auch im Jahr 2018  die Ziele des Pariser Umweltabkommens nicht . Der  festgesetzte zulässige CO 2 Ausstoß wurde bereits im März überschritten.

Das bedeutet, dass auch in diesem Jahr der erlaubte  CO 2 Ausstoß mindestens um das 3Fache  überschritten wird, wie bereits im Jahr 2017. 

Da stellt sich die Frage, ob die markigen Aussagen der Politik zu Umweltschutzmaßnahmen nur Luftschlösser sind.

Es wird Zeit zu handeln. Der Kohleausstieg, zumindest der Einstieg,  ist längst überfällig. 

Was die Politik wirklich vom Abbau der CO 2 Werte hält, verdeutlichen die Worte  des Bundeswirtschaftswirtschafts Ministers  Peter Altmeier.

Er stellt einen raschen Ausstieg aus der Stromgewinnung aus Braun- und Steinkohle nicht in Aussicht. 

Deutschland zögerlich

Die Kapazität von Steinkohle und Braunkohle werde bis 2030 um einen bestimmten Prozentsatz reduziert. ” Aber es wird danach selbstverständlich immer noch Braunkohle und Steinkohle geben, noch über viele Jahre.”

Hund – Katze – Vogel

Hund – Katze und Vogel werden sich wohl nie lieben. In den meisten Fällen liegt eine Mitschuld, wie fast immer im Tierreich, beim Menschen. Eine verantwortungsbewusste Haltung würde gewährleisten, dass es zu keinen Diskrepanzen zwischen den verschiedenen Tierarten geben muß.

Um es vorwegzunehmen, ich habe nichts gegen Hunde oder Katzen, ich appelliere nur an die Vernunft.

Hund

Wer seinen Hund in Naturschutzgebieten, in denen ja bekannterweise Leinenpflicht besteht, frei laufen läßt vergißt (oder weiß es nicht), dass es Bodenbrüter unter den Vogelarten gibt. Naht sich nun ein Hund wähnt sich der Vogel in einem Gebiet das für ihn gefährlich ist, flieht und läßt die Brut zurück. Er wird auch nicht wiederkommen. Abgesehen von der Gefährdung der Vögel werden oft Kitze von Hunden zu Tode gehetzt oder schwer verletzt. Das muß nicht sein.

Ein Hund der ein Wild aufgespürt hat ist nur sehr schwer , oder gar nicht von seinem Herrchen unter Kontrolle zu halten. Leider stören sich aber immer weniger Hundehalter an die Leinen Pflicht in Naturschutzgebieten.

Katze

Wie steht es mit der Katze und dem Vogel ? Freilaufende Katzen töten jährlich in Deutschland 30 Millionen Vögel.  Auf Bauernhöfen mußten die Katzen zur Nahrungsaufnahme Mäuse jagen, sie blieben auf den Höfen weil es dort genügend Mäuse zu fangen gab.

Eine Hauskatze bekommt ihr Fressen täglich vorgesetzt, sie braucht für ihre Ernährung die Jagd nicht mehr. Die Hauskatze als Freigänger betrachtet die Jagd auf Vögel als Sport. Nun werden viele sagen das  die Zahlen nicht stimmen können. “Meine Katze bringt nur selten einmal einen Vogel mit nach Hause”.  Allerdings bringen Katzen lediglich 5 – 10 Prozent der getöteten Vögel mit.  Sie wissen ja auch das der tote Vogel nicht gerne gesehen wird und die Katze meistens ausgeschimpft wird, wenn sie ihr Opfer mitbringt.

Hauskatzen

Hauskatzen lieben ihre Wohnung und das Spiel, am besten mit einer zweiten Katze, in ihrer Umgebung.  Eine Katze in einem Garten, wo Vögel Nistplätze haben, sorgt alleine durch ihre Anwesenheit dafür, dass die Eltern der Nestlinge über lange Zeit aus Angst dem Nest fernbleiben. Selbst wenn die Katze schon lange nicht mehr da ist, traut der Vogel sich nicht zurück. Die Brut leidet Hunger, bis die Eltern wieder Mut fassen.   

Verwilderte Hauskatzen wurden in Australien zu einem Problem.  98 % der Flächen sind von Katzen besetzt und sorgen für einen starken Abwärtstrend der Biodiversität. Nun wurde beschlossen bis 2020 zwei Millionen Katzen zu töten. Die Hauskatze als Freigänger zählt heute zu den 100 gefährlichsten invasiven Familien für die Artenvielfalt von Singvögeln, Insekten, Amphibien und Großinsekten.

Es gab Zeiten, da durften Katzen in fremden Gärten oder in der Natur ohne Strafe geschossen werden. Diese Zeiten möchte natürlich niemand mehr zurück haben. Es muß aber etwas geschehen. Selbst das Projekt “Kitty” ,eine Initiative von Katzenfreunden , fordert eine Behördlich registrierte Kastrierung von Freigänger-Katzen.

Eine weitere Forderung besteht in der Besteuerung von Katzen, ähnlich der Hunde. Das würde womöglich die Anzahl der Katzen in einem Haushalt zu reduzieren helfen. Für die reine Hauskatze könnte man eine Steuerbefreiung einräumen.

Den Erlös aus den Steuereinnahmen könnte man den Tierheimen zukommen lassen, die sich ja um Katzen kümmern und den Kommunen um durch Anbringung von Nistkästen im öffentlichen Raum für einen Ausgleich der Schäden zu sorgen.

Es geht alles in Allem darum, den Katzenhaltern einen vernünftigen Umgang mit ihrer Katze nahe zu legen. Wer seine Katze während des Urlaubs zwei – drei Wochen sich selbst überläßt und nur durch die liebe Nachbarin einmal den Futternapf auffüllen läßt , handelt rücksichtslos und wer die Katze nur dann im Haus duldet wenn er mit ihr schmusen kann, sie aber während der anderen Zeit ins Freie läßt , kann nicht von sich behaupten ein Katzenliebhaber zu sein. Also lassen wir doch einfach die Hauskatze auch Hauskatze sein.