Federnsammlung – warum das Sammeln von Federn verboten ist

Federnsammlung – Das Sammeln ist eine große Leidenschaft der Menschen, das gilt auch für Federn. Da liegt so eine wunderschöne Feder von einem Falken, die man gerne mitnehmen und zeigen würde. Leider ist es aber verboten dieses Teil von einem geschützten Vogel mitzunehmen und zu sammeln.

Federnsammlung
pixabay zanzibarski

Federnsammlung mit hohem Wert

Federn können durchaus wertvoll sein. Besonders solche von sehr seltenen Arten können einen hohen finanziellen Wert erreichen. Das beweist ein Prozess in der Schweiz von 2017. Dort stand ein Mann vor Gericht der in einem Museum Federn im Wert von 5,5 Millionen Euro gestohlen hatte.

Tötung wegen der schönen Feder

In der Mode gab es eine Zeit, da war es modern eine Feder am Hut zu tragen. Dafür wurden dann unzählige Vögel getötet. Übrigens war diese Vogeltötung wegen einer Mode der Grund, weshalb Lina Hähnle 1899 den Naturschutzbund gründete.

Viele “Sammler” behaupten die Federn aus der Federnsammlung stammen von einem bereits toten Vogel, obwohl sie die Tiere zuvor selbst getötet haben. Um derartige Machenschaften zu unterbinden wurde das Artenschutzgesetz verabschiedet. Demnach darf keine geschützte Art getötet werden und auch keine Teile von geschützten Arten entnommen werden :

Gesetz zum Schutz der Art

In Paragraf 44 finden sich die geltenden Vorschriften zu Zugriffsverboten, Besitzverboten und Vermarktungsverboten. Die Zugriffsverbote – wie zum Beispiel Tötungsverbote, Entnahmeverbote, Verletzungsverbote – gelten sowohl für besonders geschützte wie auch für streng geschützte Arten.

Auch wenn man gerade jetzt, in der Zeit nach der Mauser, häufig eine Feder finden kann, sollte man gleich vor Ort versuchen zu bestimmen und sie liegen lassen. Federn können im Handel erworben werden. Der Händler stellt eine Herkunftsbescheinigung aus, weil Sammler einen Nachweis erbringen müssen, woher die Feder stammt. Die Händler haben die Federn zumeist aus Züchtungen. Lediglich zu Forschungszwecken dürfen Federn gesammelt werden.

Es ist vielleicht schwer einzusehen, gefundene Federn nicht mitnehmen zu dürfen, aber wenn man versteht warum dieses Gesetz besteht, ist es durchaus sinnvoll die Vögel auch durch eine derartige Maßnahme zu schützen.

Ein interessantes Buch zur Federnbestimmung ist “Der Feder-Führer” von Eberhard Gabler

Bad Zwischenahn – Urlaub am Zwischenahner Meer

Bad Zwischenahn ist mit rund 27.000 Einwohnern die größte Gemeinde im Ammerland. Bekannt durch das Zwischenahner Meer, dem drittgrößten See Niedersachsens, bietet die Region dem Wanderer und Naturfreund viele Möglichkeiten für Aktivitäten. Der Smoortaal und der Ammerländer Schinken sind dem Freund des Kulinarischen ein Begriff.

Bad Zwischenahn

Bad zwischenahn -eine Ortsrunde

Bei unserer Ankunft sind wir etwas früh dran und machen deshalb erst einmal einen kleinen Spaziergang zum See, bevor wir unser Gepäck aus dem Fahrzeug holen und uns einrichten.

Ein Stück gehen wir durch einen Wald und erreichen den See am Yachthafen des Segelclub ZSK. Auf dem Rückweg kommen wir am Restaurant “Ahrenshof” vorbei. Hier gibt es eine Scheune und die Delfter Stuben für Gruppen und Familienfeiern, dass Restaurant und die Ahrenshof Hütte. Viele Möglichkeiten, aber auch zu entsprechenden Preisen.

Mit unserer Ferienwohnung bei Herrn Kugelmeier “Ferienwohnungen am Kurpark” sind wir sehr zufrieden. Wir werden mit frischen Blumen auf dem Tisch und einem “Piccolo” begrüßt und unser Gastgeber erklärt ausführlich die elektrischen Geräte. Nachdem wir ausgepackt haben machen wir uns auf den Weg zum Ort.

Am Reha Zentrum vorbei erreichen wir die Seepromenade. Rechter Hand liegt das Strandcafe, ein Spielplatz, saftige Wiesen und blühende Pflanzen, der Schiffsanleger und das Ensemble des Freilichtmuseum vervollständigen den ersten Eindruck.

Bad Zwischenahn

FrEilichtmuseum mit historischen gebäuden

Siebzehn Gebäude um das Ammerländer Bauernhaus bilden das Freilichtmuseum. Der Hof wurde im Jahr 1700 erbaut. 1909 hatte sich der Verein “Verschönerung in und bei Zwischenahn” sich die Aufgabe gestellt zwei gekaufte Bauernhäuser zu einem Freilichtmuseum zu restaurieren. Heute findet man eine Scheune, Schuppen, Speicher, Schafstall, Schmiede und andere Hofgebäude. Die Fachwerkhäuser wurden aus Eichenholz und Granit Findlingen erstellt. Imposant auch die zweigeschössige Galeriekappenmühle aus dem Jahr 1811. Die Flügel der Windmühle sind 11,20 Meter lang. Früher stand die Mühle in Westerstede.

Bad Zwischenaahn
Galeriekappenmühle

SPIEKER – Speisen im Speicher

“Spieker” – das ist der Name für einen Speicher. Früher wurde hier Getreide gespeichert und gebacken. Heute ist es das Restaurant ” Spieker “. Im früheren Backofen sitzen jetzt Leute an ihren Speisen und Getränken.

Im unteren Gebäude befinden sich die ehemaligen “Backspieker” – hier wurde der Teig für das Brot zubereitet und der “Brospieker” , wo Bier gebraut wurde.

Bad Zwischenahn

wie auf einer kleinen Insel liegt nebenan der “Notspeicher”, der ursprünglich in Hots, Aschhausen stand und hier wieder aufgestellt wurde. Von unserem Tisch im Biergarten blicken wir auf die Scheune, hinter der sich auch die Toiletten befinden. Der Blick fällt auf ein altes “Plumpsklo” mit Herzchen als Sichtfenster. Wir benutzen natürlich die sauberen, modernen Anlagen.

Bad Zwischenahn
alter Speicher

Bad ZWISCHENahn – die einkaufsmeile

Auch der zweite Tag verspricht viel Sonnenschein. Gleich nach dem Frühstück beginnen wir mit der “Ortserkundung”.

Wir beginnen am alten Kurhaus aus dem Jahr 1874. Auf der Strasse ” In der Horst ” sind bereits viele Geschäfte, Restaurants und Cafes zu finden. Weiter geht es über die “Peterstrasse”, wo auch “Aal Bruns” zu finden ist. Das Geschäft wurde uns bereits von einigen Bekannten wärmstens empfohlen. Einen Einkauf dort verschieben wir auf den Freitag.

Der Park der gärten

Der Park der Gärten ist das Ziel unserer heutigen Wanderung. 45 Themengärten und Pflanzensammlungen, Liegestühle, Bänke, Gastronomie und eine Ausstellung über den Lebensraum unserer Vögel mit 650 Exponaten werden gezeigt. Wie sich später herausstellt, ist dieser Teil wegen Corona nicht zugänglich.

Ursprung für den Park der Gärten, mit einer Fläche von 14 ha, ist die Niedersächsische Landesgartenschau von 2002.

Park der Gärten

Der Wels Von Bad Zwischenahn

Der Weg zu unserem Ziel geht am Bootsanleger der weißen Flotte vorbei, wo wir auf einer extra angebrachten Vorrichtungen ein Selfie machen. So ein Bild wird wohl jeder Zwischenahn-Besucher mit nach Hause nehmen.

Gleiches gilt für die Bronzefigur auf dem Marktplatz in der Nachbarschaft der Johanniskirche. Zu sehen ist ein 3,50 Meter langer Wels. Die Figur geht zurück auf einen Geschehen, von dem der Zwischenahner Peter Grünke erzählte, als er auf einer Testfahrt in seiner Eigenschaft als Wasserschutzpolizist auf dem Zwischenahner Meer unterwegs war.

Zunächst bemerkte er ungewöhnliche Wellen und dann eine Rückenflosse. Beim Herannahen des Bootes verursachte das Abtauchen des Tisches einen großen Sog. Grünke sprach von einem Fisch mit 3,50 Meter Länge, worauf man gleich auf einen Wels schloß.

Die Geschichte, eigentlich nur als Notiz festgehalten, gelangte in die Boulevardpresse und die Geschichte wurde immer mehr ausgearbeitet.

Als es dann noch hieß, der Fisch hätte einen Dackel gefressen, ging es auch an die Weltpresse und der Zwischenahner Wels wurde berühmt, wie das Ungeheuer von Loch Ness. Gesehen hat den Wels aber bis heute niemand.

Bad Zwischenahn

diese kleine 30 cm große Bronzefigur eines Mainzelmännchen ist dem Erfinder der ZDF Mainzelmännchen Wolf Gerlach gewidmet. Sie steht im Kurpark von Bad Zwischenahn. Hier wurde sie mit dem aktuellen “Corona – Zeichen” dekoriert.

Bad Zwischenahn

Bad Zwischenahn – Weiter zum Park der Gärten

Ein Holzstegweg führt uns über die “Aue “, einem kleinen Fluß der in Westerstede entspringt und nach 44 Kilometern ins Zwischenahner Meer mündet. Vorbei geht es am Yachthafen Bünting und einem Erlenbruchwald zum Hafen Rostrup. Dem Hafen mit dem Schiffsanleger der weißen Flotte vorgelagert, liegt eine Stelle der DLRG. Weil es hier auch eine öffentliche Toilette gibt, machen wir auch eine Rast.

Nun ist es nur noch ein Kilometer bis zum Park. Viele Kunstwerke sind in den diversen Gärten integriert.

Park der Gärten

Wir erleben eine Blütenfülle wie man sie selten sieht.

Als wir am Abend ein Fazit ziehen,stellen wir fest, dass wir bestimmt fünf Kilometer alleine im Park gelaufen sind, weil wir eine Gesamtstrecke von 17 Kilometern zu verzeichnen haben.

Bad Zwischenahn - Aue Niederung

Im Wiesengrund und AUEniederung

Der Landschaftspark Wiesengrund und die Aue Niederung sind das Ziel der nächsten Wanderung.

Am renaturisierten Altarm der Aue kommen wir zum 1977 erbauten Wehr. Eine offene Landschaft präsentiert sich unseren Blicken. Die Obstwiese lockt die Vögel und auf den saftigen Wiesen grasen schwarz, weiße Rinder.

Nachdem wir die Hochwasserschutzanlage Leda-Jümme passiert haben, erreichen wir den Wiesengrund. Hier hat wohl einmal die Burg Specken aus dem 14. Jahrhundert gestanden. Außer dem Hinweisschild ist allerdings von einer Burg nichts mehr zu sehen.

Bad Zwischenahn

Um uns befindet sich ein schöner Baumbestand. Mit der Wiesen Freifläche meint man sich in einer Oase zu befinden und wir machen eine kleine Pause.

Durch den Bäkentunnel erreichen wir schließlich wieder die Gebäude des Freilichtmuseums und nach neun Kilometern endet unsere Tour hier.

Gerne hätte ich noch über weitere Wanderungen berichtet, aber ein tragischer Zwischenfall mit unserem mitreisenden Schwager läßt das nicht zu.

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Ferienwohnung Thyratal in Stolberg – Harz

Strukturfarben – warum schillert der Eisvogel im Licht ?

Strukturfarben – so bezeichnet man die schillernden Farben des Eisvogel oder der Stockente und des Eichelhäher, wenn die Vögel vom Sonnenlicht beschienen werden. Es scheint sie eine besondere farbige Aura zu umgeben.

Diese Strukturfarbenen sind auch zu sehen, wenn man eine Seifenblase bildet und diese von der Sonne erfasst wird. Je nachdem aus welchem Winkel und Intensität der Sonneneinwirkung reflektiert das Licht in leuchtenden Farben.

Beim Eisvogel entstehen diese schillernden Farben nicht durch die Pigmentierung. Wenn man eine Feder des Vogels findet und an ihr reibt, verschwindet das leuchtende Blau zwischen den Fingern. Wie kommt es dann zu dem interessanten Leuchten des Federkleids bei den Vögeln ?

Strukturfarben
pixabay garageband

Strukturfarben – Lichtreflektion – Mikrostrukturen

Die Lichtreflektion geschieht durch Mikrostrukturen in der Feder, die das Licht verstärken und in unseren Augen intensivere Farben sehen lassen.

Der Farbeffekt richtet sich nach dem Aufbau der Strukturen. Das sind dünne Plättchen oder Luft-Hohlräume oder durch den Einfallswinkel des Lichtes.

Ansonsten wird die Farbe der Vögel durch Pigmente bestimmt. es gibt körpereigene Pigmente und aufgenommene Pigmente, die die Farben der Vögel bestimmen. Dazu gibt es bereits einen Bericht unter “Farben und Vögel”.

Strukturfarben und Pigmentierung

Das Pigment Cartinoid nehmen die Vogel durch das Fressen auf. Es ist kein körpereigenes Pigment. Es befindet sich im Gefieder und auf der Haut, Die Intensität der Farben wird auch häufig über die Durchblutung bestimmt.

Melanin wird aus der Aminosäure Tyrosin vom Körper selbst gebildet. Je nach Synthese wird ” Eumelanin ” oder ” Phäomalin ” gebildet. Das Eumealnin steht für die braun/schwarzen Farbtöne, das Phäomalin für braun/rotes Gefieder.

Es gibt noch weitere Säuren als Bausteine der Pigmentierung, wie die Nucleinsäure, die beim Vogel die Farbe der Iris bestimmt, oder Pterin für das Auge des Uhus.

Manche Vögel bestimmen ihre Farbe aber auch durch eigenes Handeln. Der Bartgeier “badet” gerne im roten Schlamm um seiner Brust eine rote, rostige Färbung zu geben. Dazu gab es vor Kurzem einen interessanten Bericht auf ARTE.

Brieftauben – Sport oder Tierqälerei ?

Brieftauben – Das Halten von Brieftauben hat im Ruhrgebiet eine lange Tradition. Viele Bergleute hielten sich in ihrer Freizeit Tauben. In Dortmund findet regelmäßig das weltgrößte Taubenzüchter-Treffen statt. Deutschland zählt noch etwa 30.000 Brieftaubenzüchter.

In einem Blogbeitrag von “Gutes Karma to go” las ich nun einen Bericht über das Halten von Brieftauben. Vieles davon war mir nicht bekannt und ich sehe nun die alteingesessene Tradition der Brieftauben – Zucht mit anderen Augen.

Was hat es mit den Wettflügen die regelmäßig stattfinden auf sich? Die Leistungen der Tauben wurden stets von allen bewundert, wie schaffen die Vögel es eigentlich immer wieder aus über 1000 Kilometern ihren Schlag zu finden ?

Brieftauben mit engem Familienband

Die Züchter nutzen die Eigenarten der Tauben aus. Die “Wettkampftaube” wird von ihrer Familie und ihrem Heimatschlag getrennt. Tauben haben aber ein sehr enges, festes Familienband. Sie sind meistens ihrem Lebenspartner ewig treu. Man trennt also den “Wettkampfvogel” von der Brut, dem Partner und dem heimischen Schlag, weil man weiß, dass der Vogel alles einsetzen wird um so schnell wie möglich wieder zu seiner Familie zu kommen. Dabei erreichen die Vögel bis zu 130 km/h.

Die verschiedenen Arten des “Trennens” nennt der Brieftaubenzüchter “Nest- oder Witwermethode”.

Brieftauben

Brieftauben – das Leiden

Immer wieder werden die Tiere auf diese Weise “trainiert”. Bei den dann kommenden Wettkämpfen verlieren über 53 Prozent der Tiere aus Erschöpfung oder Flüssigkeitsmangel ihr Leben. Viele fallen auch Greifvögeln zum Opfer oder werden tödlich verletzt.

Die größten “Verluste” gibt es bei den sogenannten “Tribünenflügen”. Hier werden die Besten der Besten gesucht und alles was nicht in das Idealbild passt wird getötet. Dabei wird den Tieren ohne Betäubung der Hals umgedreht. Die Verluste liegen dort bei 75 Prozent.

Das derartiges Handel gegen das Naturschutzgesetz verstößt belegt auch PETA in einer Dokumentation. Wenn man diese Sachverhalte kennt, kann man sich eigentlich kaum noch sehr für diesen “Sport” begeistern.

Tiere in der Stadt – wird der Lebensraum knapp ?

Tiere in der Stadt – Immer öfter werden wilde Tiere im städtischen Raum beobachtet. Liegt es an dem knapper werdenden Lebensraum, weil die Städte immer größer werden und der Natur Raum nehmen? Oder ist es das große Nahrungsangebot, das die Menschen über den Müll und die achtlos weggeworfenen Essensreste bieten?

Tiere in der Stadt wegen gedecktem Tisch

Es trifft wohl beides zu. Ein weiterer Grund ist weniger Betrieb in den Städten durch die Corona Krise. Längst nicht mehr so viel PKW auf den Strassen und weniger volle Innenstädte ist eine Folge der Pandemie.

Der Fuchs pirscht aber schon viel länger durch die Städte und weiß genau wo er seine Nahrung herbekommt.

Bei uns im Garten konnten wir über die Wildkamera beobachten wie er die Fettklötze, die eigentlich für die Vögel gedacht waren um sich Energie für den Flug in die Winterquartiere zulegen zu können, stibitzte. Das war auch kein Zufall. Er wurde dabei beobachtet wie er jede Nacht den selben Weg durch die Gärten der Nachbarschaft nahm und wahrscheinlich nicht nur bei uns erfolgreich war.

Regelmäßig kommt es vor das Marder die Bremsschläuche an Autos zerbeissen und Waschbären Blumenkästen auf Balkon und Terrasse nach Insekten durchsuchen.

Zwischen unserem Haus und dem Altbau gegenüber können wir jeden Abend bei Eintritt der Dämmerung mehrere Fledermäuse beobachten die im schnellen, kreisenden Flug und mit rasanten Flugmanövern auf der Jagd nach Insekten sind.

Tiere in der Stadt – Berlin

Während in Berlin bereits seit mehreren Jahren ständig davon berichtet wird das Wildschweinrotten durch die Straße ziehen, kommen sie hier im Ruhrgebiet ebenfalls allmählich dem städtischen Raum immer näher.

Rehwild wird in städtischen Anlagen immer häufiger angetroffen, weil sie hier nur selten auf einen Jäger stoßen können und sich sicher fühlen. Hier geht dann eher die Gefahr von frei laufenden Hunden aus.

In den alten Bäumen der Friedhöfe fühlen sich die Spechte wohl, da sie so alten Baumbestand, wie auf den Friedhöfen und den alten Parkanlagen, in der Forstwirtschaft draussen kaum noch finden können.

Peter Wohlleben berichtet in der Zeitschrift “Wohllebens Welt” in der Ausgabe Sommer 2020 von den in Berlin lebenden Wildtieren und hat sie beziffert. Für die Hauptstadt werden über 800 Waschbären, 1800 Füchse, 2000 Marder, 3000 Kaninchen und 5000 Wildschweine aufgelistet.

Hinzu kommen Graureiher, und viele Vogelarten. So gilt die Stadt als Hauptstadt der Mäusebussarde und Spatzen.

Tiere in der Stadt wegen weniger Lebensraum

Die immer mehr wachsenden Städte nehmen der Natur Platz und somit auch Lebensraum für die Tiere, die dann immer mehr die Näher der Menschen suchen. Die Müllhalden und weggeworfenes Essen bieten den Tieren einen reichlich gedeckten Tisch. In letzter Zeit wurden Bewohner sogar aufgerufen Tauben zu füttern, weil sie wegen der Corvid 19 Pandemie kaum noch Essensreste in der Stadt finden.

Tiere in der Stadt
13smok pixabay

Durchziehende Wildschweine wissen bereits genau wie sie die Mülltonnen im Ort umkippen und öffnen und Krähe und Elster haben längst den Trick raus wie sie an die “Leckereien” in den Abfallbehältern an Straßen und Wegen kommen.

Die Aasfresser können förmlich am Strassenrand warten, bis irgendein Tier überfahren wird. Der Graureiher kennt längst die Gartenanlagen mit Fischteichen und weiß, in welchen Parks Fischteiche oder Froschteiche zu finden sind. Seine ursprüngliche Scheu hat er ebenfalls längst verloren, weil er nicht mehr bejagt werden darf.

In Berlin leben über 165 Arten von Brutvögeln. Dazu gehören selbst Arten wie der Mittelspecht und die Grauammer. Ähnlich sieht es in vielen anderen Städten weltweit aus. Andere Städte, andere Arten. So läßt sich in Amsterdam der Fischreiher von Fussgängern füttern und in Velbert der Nutria am Teich.

Das das Leben im städtischen Raum aber auch nicht das Paradies auf Erden für die Tiere bedeutet, belegt die Zahl der an Glasfronten und Fensterscheiben zu Tode gekommenen Vögel. Jährlich betrifft das in Deutschland 115 Millionen Vögel.

Kohleausstieg – Deutschland als Vorbild? oder hinken wir hinterher?

Kohleausstieg – ein Thema seit mehreren Jahren. Erst vor zwei Tagen waren Greta Thunberg und die deutsche Vertreterin von Fridays for Future, Luisa Neubauer, bei Angela Merkel. Sie wollten darauf drängen das die Angelegenheiten für den Klimaschutz jetzt vorangetrieben werden müssen, es keinen Aufschub geben darf . Die Kanzlerin solle dabei eine Führungsrolle übernehmen.

Warum auch ich mich für den schnellen Kohleausstieg einsetze, liegt auf der Hand. Die Natur und somit auch die Vögel, die Tiere und die Menschheit laufen in Gefahr unter die Räder zu kommen, weil vieles was getan werden muss nur halbherzig geschieht.

” Kohelausstieg – was soll das, sagen einige Vertreter, was nutzt es wenn Deutschland aussteigt und alle anderen machen fleißig weiter ! “

Kohleausstieg in Europa

Wie falsch diese Aussage ist belegen folgende Fakten :

Viele europäische Staaten sind bereits sehr viel weiter als die Bundesrepublik Deutschland.

In Großbritannien ist das Ende der Kohle schon seit 1980 ein Thema. Damals wurden bereits Kohlekraftwerke geschlossen. Bis 2022 sollen sieben weiter KKW´s vom Netz genommen werden. Seit 2012 wurde die Kohlenutzung in Großbritannien um 80 Prozent auf nun noch 15 Prozent gesenkt.

Irland will bis 2025 auf Null Prozent Kohleanteil kommen.

Frankreich legt den geplanten Kohleausstieg , ursprünglich für 2023 geplant, sogar vor.

Italien will bis 2025 aus der Kohle aussteigen.

Norwegen ist bereits kohlefrei und Schweden ist bis 2022 soweit.

Belgiens Stromversorgung ist kohlefrei und in den Niederlanden soll 2030 Schluß sein.

Österreich prüft den geplanten Ausstieg anstatt 2025 bereits früher zu schaffen.

In Spanien wird der Kohleausstieg für 2025 erwartet.

Die Slowakei und selbst Ungarn wollen aus der Kohle bis 2030 aussteigen.

Wie man sieht kann keine Rede davon sein das Deutschland eine Vorreiterrolle beim Kohleausstieg inne hat. Der bei uns geplante Ausstieg im Jahr 2038 liegt sogar sehr weit am Ende der europäischen Staaten.

Kohleausstieg

Vogelart – wie entstehen Arten ?

Vogelart – wie entsteht die Artbildung bei den Vögeln? Beim letzten Besuch des Abstküchenteichs vielen uns die vielen Enten-Hybride auf. Da stellte sich mir die Frage ob es das auch bei den Vögeln gibt.

Hybrid ist die Bezeichnung für die geschlechtlichen Fortpflanzung zwischen verschiedenen Gattungen oder Arten.

Zwillingsvögel und die eigene Art

Vögel bleiben bei der Fortpflanzung strikt bei der eigenen Vogelart. Selbst bei den Zwillingsvögeln, die sich ja so ähnlich sehen, dass wir oft Probleme haben sie auseinander zu halten, gibt es keine Vermischung der Vogelart.

Beispiel die Sumpf- und Weidenmeise. Obwohl häufig im selben Lebensraum zu finden, bleibt die jeweilige Vogelart unter sich.

Die Vögel erkennen sich am Gesang, an der Farbe und am Verhalten. Die einen bevorzugen den Nadelwald, die anderen den Laubwald. Sie fressen unterschiedliche Samen und Insekten, obwohl sie fast ein identisches Aussehen haben. Die optische Ähnlichkeit fällt dem Menschen besonders auf. Vögel sehen ein größeres Farbspektrum. Aus diesem Grund kann es sein, dass sie Unterschiede deutlicher erkennen. Gleiches gilt für den Baumläufer und Waldläufer. In allen Fällen kommt es nicht zur Hybridisierung.

Vogelart - Stieglitz
Stieglitz

Eine Vogelart die weit verbreitet ist, kann sich in Färbung und Stimme von dem bei uns heimischen Vogel unterscheiden. Der bei uns anwesende Stieglitz sieht anders aus, als der Stieglitz im Mittelasien. Dort hat er einen grauen Oberkopf und einen grauen Rücken, bleibt aber dennoch weiterhin ein Stieglitz.

In den Winterquartieren stoßen beide Arten aufeinander. Im Nordost Iran und Westsibirien kommt es zur Vermischung der Vögel. Sie gehören zwar verschiedenen Unterarten an, bleiben aber als Vogelart ein Stieglitz. Sie bilden trotz der Unterschiede der Gefierderfärbung keine neue Fortpflanzungsgemeinschaft.

Vogelart – Entfremdung

Eine neue Art entsteht nur durch Veränderung der Geologie. Überflutung, Erdrutsche, Absenkungen, Klimawandel oder Vegetationsveränderung können zu geologischen Trennungen führen. Im mehrere tausende Jahre dauernden Verlauf, entstehen innerhalb einer Vogelart Veränderungen. Die Art wird sich “fremd”. Bei einem eventuellen erneuten Aufeiandertreffen verstehen sie sich nicht mehr. Die Fortpflanzungsgemeinschaft ist zu unterschiedlich geworden.

Sollte die Trennungszeit nicht ausgereicht haben um sich total zu entfremden, kann es innerhalb einer Hybridzone zur erneuten Vermischung kommen. Ein Beispiel ist die Rabenkrähe die sich entlang der Kontaktzone über Mitteldeutschland, Österreich und Schleswig Holstein mit der Nebelkrähe vermischt und Bastarde bildet. So ist im Westen die Rabenkrähe zu finden und im Osten die Nebelkrähe.

Quellen: Internet und “der Falke” 46/1999

Vogelbeobachtung das Problem den Vogel zu finden und zu erkennen

Vogelbeobachtung – wer kennt das nicht, da geht man mit seinem Partner durch das Gelände und plötzlich sagt er “siehst du den schönen Vogel da oben?” und zeigt mit ausgestrecktem Arm und geballter Faust und gestrecktem Zeigefinger in eine Richtung.

Man selbst sieht alles, nur nicht den besagten schönen Vogel. Woran liegt das? An der vagen Beschreibung mit einer groben Richtung die, durch unseren anderen Standort als der Beobachter, noch verzerrt wird. Unsere Chance wäre größer, wenn wir genau da stehen würden wo unser Partner steht, oder mindestens gleich hinter ihm, da wäre die Richtung wenigstens schon etwas genauer.

Vogelbeobachtung – wo ist der Vogel ?

Vor uns steht aber eine Reihe von Bäumen, wo soll da das Vögelchen sein? Es bedarf also einer genaueren Ortsbestimmung. Wenn man sich mit seinem Partner schon einmal so weit geeinigt hat, dass man bei einer Sichtung von Vögeln in Bäumen immer vom Stamm ausgeht, ist man schon einen Schritt weiter.

Dann noch die genauere Bezeichnung, wie der dritte Baum von rechts, in der Baumkrone unteres Drittel, dann ist die Fläche bereits eingegrenzt. Nun folgt die noch genauere Deutung. Mit Hilfe der Seefahrt – Steuerbo(r)d (rechts – zu erkennen am “R” im ersten Wortteil von Steuerbord), – Backbord – links vom Stamm (es fehlt das “R” im ersten Wortteil von Backbord) und in der Seefahrt wie auch anderswo kommt dann die Uhr ins Spiel.

Man kann natürlich auch einfach links und rechts vom Stamm sagen.

Dritter Baum von rechts, Baumkrone, unteres Drittel auf 3 Uhr Steuerbord, mittig, bezeichnet die genaue Position des gesuchten Vogels und ermöglicht es den Vogel zu entdecken, bevor er schon wieder davon geflogen ist.

Vogelbeobachtung

Der Kamerad der den Vogel zuerst gesichtet hat, sollte ihn auch weiter im Auge behalten, falls er sich vom unteren Drittel in ein anderes Drittel, oder gar auf einen anderen Baum begeben sollte. Dann muß sogleich eine neue Ortsangabe weitergegeben werden. Sollte dabei ein Spektiv genutzt werden, sollte der Beobachter sich nicht ablenken lassen und ständig die Angaben korrigieren.

Wenn man sich mit seinem Partner über die Begriffe einig ist, sollte es auch möglich sein, seine Entdeckungen gut zu vermitteln.

Vogelbeobachtung – welcher Vogel ist es ?

Hat man den Vogel entdeckt, geht es daran herauszufinden, um welchen Vogel es sich handelt.

Das braucht natürlich seine Zeit, bis man soweit ist einen Vogel auch sicher bestimmen zu können. Ein Notizblock auf dem man bereits einige Vorgaben eingetragen hat, kann da hilfreich sein.

Folgende Angaben sollte man bereits vorher eingetragen haben :

Habitat …………. in welcher Umgebung habe ich den Vogel gesehen, Wald, Waldrand, Wiese, Feuchtgebiet, Feld, Blumenwiese etc.

Beinfarbe ………. eventuell hilft schon hell/dunkel, oft sind die Beine nicht gut zu sehen.

Augenfarbe …… ebenfalls aus der Entfernung schwer zu sehen. Hat der Vogel einen Augenring und wenn welche Farbe hat dieser?

Schnabelform…. ist der Schnabel spitz, stumpf, stumpf und kurz, gekreuzt, lang und spitz, kegelförmig, gebogen, hakenförmig ? Der Schnabel sagt viel aus über die Fressgewohnheit des Vogels, was bei der Artenfindung hilfreich ist.

Federkleid …….. Hat der Kopf eine besondere Zeichnung? Haube, Farbe, Scheitel, Form wie Kragen, Bart, Wangenzeichnung (zB Haussperling/Feldsperling), Ohrdecken (Kopfseite – etwa auf Höhe unserer Ohren), hat der Vogel einen Augenstreif, welche Farbe ? lang?, kurz? schmal? breit? Sind Schnabel und Augen durch einen Streif verbunden etc.

Ist der Flügelbug markiert? (Flügelbug ist die Stelle wo die Flügel beim Anlegen einknicken. Übergang Arm/Hand.

Flügel ……………. Form des Flügels – langer und schmaler Flügel, spitzer Flügel , breiter Flügel , grosse Flügeloberfläche ), runder Flügel. Flügel mit Flügelstreif oder Binde? Länge der Federn im Verhältnis Schirmfedern zu Schwingfedern. Kann man die Anzahl der “Finger” erkennen? Hat die Oberseite des Vogels ein Muster? Schulter – Nacken? Sind die Schwingfedern gezackt oder gebändert…

Mehr zum Flügelaufbau gibt es hier

Schwanz ………… Schwanz lang, kurz im Verhältnis zum Körper, gegabelt, gebuchtet, mit Flügelband?

Stimme ………….. Wenn man den Vogel hört, ist das eine gute Möglichkeit ihn zu identifizieren. Dazu läßt man sich einfach eine Lautsprache einfallen die den Gesang nachahmt. Wie tiriririlili dööö … oder ähnlich, je nachdem wie man es selbst wahrnimmt.

Ein Foto mit einem Teleobjektiv gemacht, hilft selbstverständlich bei der Suche im Bestimmungsbuch, was natürlich zur Pflichtlektüre gehört.

Kleptoparasitismus – was ist das ? Tierreich

Kleptoparasitismus – dieses Wort kannte ich bisher auch noch nicht und wird bisher nur dem Tierreich zugeschrieben. Es ist die Bezeichnung für das Ausnutzen bestimmter Lebensleistung anderer Lebensformen.

So ist die Nutzung einer Nisthöhle die eine andere Gattung gebaut hat Kleptoparasitismus, weil die Nisthöhle von einer anderen Vogelart gebaut wurde als die Art die sie jetzt nutzt. Die Spechthöhle wird gerne von anderen Vogelarten genutzt, aber auch von anderen Säugetieren und Insekten wie dem Siebenschläfer, der Fledermaus oder der Hornisse.

Das Eichhörnchen in meinem Futterhaus nimmt sich auch Sachen die eigentlich für die Vögel gedacht sind. Der Grundgedanke des Futterhauses ist eben die Nutzung durch Vögel.

Kormorane verhindern mit ihrem Kot das Wachstum von Bäumen und halten so Flächen frei, was sich Gänse, Enten und andere Wasservögel nutzen dann diese Flächen für die Nahrungssuche.

Hochseevögel versuchen den Fang anderer Seevögel im Flug zu erbeuten. Manche Männchen versuchen sich den Erfolg eines anderen Männchen bei der Bruthilfe zu erschleichen um sich an das Weibchen ohne eigene Bemühungen heranzumachen und sich zu paaren.

Kleptoparasitismus bei den Pinguinen. Wenn die Pinguine versuchen aus dem Nachbarnest Nistmaterial zu stehlen um es im eigenen Nest zu verwenden, oder Nahrung aus dem Nest stibitzen, wird das Beuteparasitismus benannt, eine Unterart des Kleptoparasitismus.

Die Beute wird schmarotzert – Parasitos = Schmarotzer – Kleptomanie – der Drang zum stehlen.

Der Begriff Kleptoparasitismus wird stets im Zusammenhang mit dem Tierreich genutzt. Ich meine das man den Begriff durchaus auch auf die Menschen übertragen kann.

Wenn durch Vertreibung eines Menschen dessen Besitztum, das er sich selbst aufgebaut hat, von einem anderen einfach übernommen wird, wie es in den Siedlungsgebieten Palästinas geschieht, ist das für mich auch nicht anders zu bezeichnen, als die Inbesitznahme einer Spechthöhle durch eine andere Vogelart. So könnte man auch den Begriff “Enteignung” in einem neuen Licht betrachten.

Spötter – Sumpfrohrsänger

Spötter – sind eine Gattung der Sperlingsvögel . Sie gehören zur Familie der Grasmückenartigen. Spötter war in der Definition auch eine Begriff für Parodisten. Daher ist die Bezeichnung Spötter für diese Vögel auch berechtigt.

Es gibt wohl kaum eine Gruppe die so durch die Stimmenimitation glänzen kann. Ein Großmeister in diesem Fach ist der Sumpfrohrsänger, ein Verwandter des Teichrohrsängers, der aber nicht in der Lage ist die Stimmen von Feldlerche, Rauchschwalbe, Amsel, Dorngrasmücke, Blaumeise, Feldsperling, Hänfling und Grünfink in Fragmenten wiederzugeben, wie es der Spötter, der Sumpfrohrsänger, kann.

Bei dem Sumpfrohrsänger stellten Forscher fest, dass er über zweihundert Weisen in seinem Repertoir hat. Dabei fiel auf, dass auch 45 Weisen von Arten aus Afrika dazwischen waren. Das bedeutet das der Sumpfrohrsänger sich im Winterquartier die Weisen der dort ansässigen Vögel aneignete und sein Programm auf dem Flug ins Winterquartier und zurück nutzt, um sich die Geräusche, die er unterwegs wahrnimmt, einzuprägen.

Spötter

Der Falke berichtet in der Ausgabe 46/1999 von einem Sumpfrohrsänger der sogar das gackern eines Huhnes hervorbrachte.

Anhand der Fremdgesänge konnten Forscher sogar die Flugroute des Spötter nachvollziehen.

Es ist erstaunlich welche Flugleistung diese kleinen Vögel absolvieren. Je mehr die Savanne austrocknet, wegen der überall grassierenden Dürre, um so weiter in den Süden Afrikas dringen die Vögel vor. Immer auf der Suche nach den Insekten.

Der Lebensraum der Sumpfrohrsänger sind Fliessgewässer, Feuchtgebiete und Seen.

Erst im Mai kommt er aus den Winterquartieren zurück und brütet bis Juli. Bereits nach drei Monaten Aufenthalt macht er sich wieder auf den Weg. Aus diesem Grunde berichte ich auch jetzt im August über diesen erstaunlichen kleinen Sumpfrohrsänger aus der Gattung der Spötter, weil er sich bereits wieder auf die große Reise begibt.

Totholzhecke

Totholzhecke – auch unter dem Namen Benjeshecke bekannt, nach einer Idee der Brüder Heinrich und Hermann Benjes, ist die Art einer Heckenbildung auf natürliche Art.

Gesehen haben wir sie sicher alle schon. Diese “geflochtenen” Wälle aus Reisig” und Schnittgut. Aufgeschichtetes Totholz mit bänderförmiger Verbindung. Bisher dachte ich immer diese Anlagen wären extra für Vögel, Igel und Insekten aufgestellt worden.

Totholzhecke oder Benjeshecke

Der Gedanke dahinter ist jedoch ein anderer. Zwar ist es schon der Sinn die Vögel und andere Tiere dazu zu animieren in dem Gehölz ihr Domizil aufzuschlagen, aber es existiert ein Hintergedanke.

Die Vögel hinterlassen, wie auch die anderen Bewohner der Benjeshecken oder Totholzhecke, ihren Kot. Dieser fällt auf den Boden und läßt als natürliches Saatgut Pflanzen der heimischen Gewächse entstehen, die gesichert durch das Totholz, ungefährdet vor Verbiß heranwachsen können.

Im Laufe der Zeit entsteht auf diese Weise eine stabile, dichte Hecke. So wie diese wächst, zerfällt das Reisig und es wächst eine Hecke heran, die der Artenvielfalt gerecht wird und besser ist als jeder Zaun.

Sträucher, Bäume und die Vögel gehen eine Symbiose ein. Die Pflanzen umhüllen Samenkörner mit Fruchtfleisch um Vögel anzulocken. Dadurch verteilen die Vögel den Samen der Hagebutte, der Eberesche, der Stachelbeere und anderer fruchttragender Pflanzen mehrere hundert Meter weit.

Wer also Vögel in seinem Garten haben möchte sollte heimische Pflanzen anpflanzen. Die Eberesche heißt ja nicht umsonst auch “Vogelbeerbaum”. Der Holunderstrauch ist bei über 60 Arten überaus beliebt. Die Drossel liebt die Beeren der Traubenkirsche und das Rotkehlchen das Pfaffenhütchen.

So bilden Vögel und Pflanzen eine Gemeinschaft, die beiden zu Nutze kommt.

Kiekkaaste

Kiekkaaste – das ist der Name des wohl schönsten und bemerkenswertesten “Grenzturms” an der deutsch – niederländischen Grenze.

Kiekkaaste – oder Guckkasten ist allerdings nicht als Grenzturm gedacht, sondern ein wunderbarer Beobachtungsturm im Watt am Dollart.

Kiekkaaste

Lediglich die Bohrinsel bei Dyksterhusen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeeer führt noch in das Watt hinein.

An fast allen Stellen der Küste kann man nur vom Deich aus auf die weit im Schlick befindlichen Limikolen und Watvögel sehen. Die Entfernungen sind schon recht beachtlich und man muß eine sehr starke Brennweite am Glas oder der Kamera haben um gute Beobachtungen oder Fotos machen zu können.

im Watt
die Kiekkaaste

Ganz anders verhält es sich an der Kiekkaaste, die quasi mitten im Schlick gebaut worden ist. Ein Plankenweg führt durch das Schilf und die Strandastern hinaus an den Wasserrand zum Turm. Unterwegs hört man die Blaukehlchen im Schilf und schließlich führt eine vier Meter hohe Wendeltreppe hinauf auf den Beobachtungsturm.

Treppe
Wendeltreppe zum Turm

Die Fenster sind mit Sichtklappen versehen und Farbtafeln im Inneren helfen bei der Bestimmung. Allerdings sind die Bezeichnungen auf holländisch und dann muß man schon wissen das “Swaarter Ruiter” der “Dunkle Wasserläufer ist” oder “Tureluur” der “Rotschenkel“.

Die Artenvielfalt ist groß und die Vögel befinden sich “direkt vor der Haustür”. Mit etwas Glück und einem guten Tele kann man sogar die Seehunde auf den Sandbänken vor Emden erkennen.

Kiekkaaste

Ansonsten sind Regenpfeifer, Rotschenkel, Austernfischer, Grünschenkel, Säbelschnäbler, Schnepfen und natürlich Gänse zu sehen.

Zu empfehlen ist eine morgendliche Anfahrt in der Woche, dann ist es noch ruhig am Turm und man sollte den Tidekalender kennen. Bei Flut kann es sein das Stiefel nicht ausreichen und wer bei Ebbe auf dem Turm ist und die einsetzende Flut mißachtet, muss eventuell in Kauf nehmen bis zur nächsten Ebbe auszuharren. Das kann natürlich auch spektakulär sein, wenn man etwas Verpflegung und Ersatzakkus für die Kamera dabei hat.

Kiekkaaste

Die Kiekkaaste ist ein “Muß” für jeden Naturliebhaber der sich in der Region am Dollart aufhält und Parkplätze sind am Wehr vorhanden. Von hier aus geht aus dann auch durch das Schilf zum Turm. Wir besuchten den Turm anläßlich unserer einwöchigen Reise nach Ditzum im Rheiderland.

Kiekkaaste

Augenlid – Vogel Mensch

Augenlid – Eines der stark gefährdeten Sinnesorgane beim Vögel sind die Augen. Diese liegen nämlich sehr nah am Schnabel, der Hand und Werkzeug ersetzt. Mit dem Schnabel wird gegraben, gehackt und gebaut.

Um das Auge vor Gefahr zu schützen, schließen sich die Augenlider sobald sich ein Gegenstand nähert. Sie schützen Linse und Augapfel.

Vögel haben sogar noch ein drittes Augenlid, die so genannte Nickhaut. Diese Nickhaut bewegt sich gleich schnell wie ein Augenlid, allerdings von der Seite, während sich die Augenlider von oben nach unten, oder von unten nach oben bewegen.

Bei Vögeln sind in die Nickhaut zwei Muskeln eingelagert, der Musculus quadratus membranae nicitantis und der Musculus pyramidalis membranae nicitantis. Sie ermöglichen einen aktiven Lidschlag der Nickhaut.

Die Nickhaut ist fast durchsichtig, versorgt den Augapfel mit Feuchtigkeit aus dem Sekret der Nickhautdrüse und reinigt das Auge. Bei einigen Vögeln hat die Nickhautdrüse einen dunklen dünnen Rand, ist aber nur schwer zu erkennen.

Beim Menschen ist die Nickaut verkümmert und nur noch ein funktionelles Element in Form einer Bindehautfalte am äußeren Augenrand.

Einige Vögel schließen wie der Mensch das Augenlid von oben nach unten, wie die Taube und Eulen. Anderen wie Hühner, Enten und Gänse fällt das Auge von unten nach oben zu.

Augenlid

bleihaltige Munition

bleihaltige Munition – nach einem Bericht im Journal für Vogelbeobachter “Der Falke” 8/2020 von Thomas Krumenacker

bleihaltige Munition in den Top Ten

Obwohl Blei zu den Top Ten der für Mensch und Tier gefährlichsten Stoffe zählt und es keine Schwelle gibt unter der das Gift ungefährlich ist, wird es noch immer zur Jagd eingesetzt.

Seit Jahren führt die EU Kommission einen Kampf gegen Blei. So ist es bereits in Buntstiften, Farben, Benzin und Wasserleitungen verboten.

Nur beim Verbot bleihaltiger Munition in der Jagd scheiterte man bisher. Durch die Jagd mit Schrotpatronen und bleihaltige Munition gelangen jährlich 18.000 bis 20.000 Tonnen Blei in die Umwelt (ECHA – Europäische Chemikalienagentur).

bleihaltige Munition in Feuchtgebieten

Die Jagd auf Enten, Gänse, Schwäne und andere Wasservögel führt zu 5.000 Tonnen Blei im Ökosystem Feuchtgebiete. 12 Millionen so geschossene Wasservögel gelangen zum Verzehr beim Menschen. Weiter 1,5 Millionen Tiere sterben nach der Jagdsaison qualvoll an den Folgen des Bleimülls.

Bereits geringe Mengen des Schwermetalls sind so giftig, dass selbst große Tiere an Bleivergiftung sterben.

Nach Schätzung der WHO (Weltgesundheitsorganisation) sterben jährlich 143.000 Menschen an Bleivergiftung

In einigen Staatswäldern der Bundesländer Niedersachsen, Rheinland Pfalz, Brandenburg und Hessen haben die Forstverwaltungen die Jagd mit bleihaltige Munition verboten.

bleihaltige Munition
pixabay – Norm_Bosworth

bleihaltige Munition – Verbotsforderung

Die EU wollte nun endgültig im Juni ein Verbot der Munition innerhalb der EU durchsetzen. Auch das Bundesumweltministerium setzte sich für ein Verbot ein und geriet dadurch in einen intensiven Streit mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium unter Julia Klöckner, die gegen ein Verbot war. Aus diesem Grunde mußte sich die BRD bei der Abstimmung enthalten und das Verbot scheiterte daran.

Absurd ist die Begründung von Julia Klöckner, die sich die Ansicht der Munitionsindustrie zur Herstellung von bleihaltiger Munition zueigen machte.

Da ihr das “Tierwohl” so nahe geht, wolle sie das Verbot verhindern. Bleifreie Munition sei nicht so “Tötungswirksam” wie bleihaltige Munition. Bleifreie Munition würde oft nicht zum unmittelbaren Tod des Tieres führen. Diese These der Industrie ist allerdings in einer mehrjährigen Studie als falsch eingestuft worden. Wie qualvoll Tiere an einer Bleivergiftung sterben war keine Silbe wert. Wieder einmal ist Julia Klöckner ihrem Ruf als Lobbyistin gerecht geworden.

Im September könnte es zu einer erneuten Abstimmung kommen, wo man den qualvollen Tod von 2 Millionen Vögeln in den Feuchtgebieten verhindern könnte.

Nachtrag am 04.09.2020


Ein Beitrag von „Die Flugbegleiter – das Online-Magazin für Natur und Vogelwelt“

Durchbruch zugunsten des Vogelschutzes: Die Verwendung von Bleischrot bei der Jagd in Feuchtgebieten wird künftig europaweit verboten. Nach Informationen der „Flugbegleiter“ aus Teilnehmerkreisen stimmten 18 EU-Staaten am Donnerstag im zuständigen Ausschuss dem Verbotsantrag der EU-Kommission zu und beendeten damit einen monatelangen erbitterten Streit. Das Verbot muss nun noch vom Europäischen Rat und dem Parlament bestätigt werden. Dies gilt aber als Formsache. Bislang ist eine Entscheidung des zuständigen Ausschusses von diesen noch nie widerrufen worden.

Bis zuletzt stand das Verbot auf der Kippe. Der Stimme Deutschlands kam damit eine entscheidende Rolle zu. Möglich wurde die deutsche Zustimmung durch das Einlenken von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) ganz am Ende der Verhandlungen. Sie verzichtete in der Ressortabstimmung mit dem Umweltministerium darauf, neuerlich ein Veto einzulegen.

Der Botanische Garten

Der Botanische Garten der Ruhr Universität Bochum zählt zu den schönsten ihrer Art weltweit.

Der Botanische Garten

Er liegt in herrlichen Landschaft, begrenzt von den Gebäuden der Universität, dem Lottental und dem Kemader See. Gegründet wurde der Botanische Garten 1962 zu Studien und Forschungszwecken der Biologischen Fakultät. Anlässlich des 25jährigen Jubiläum schenkte die Universität Shanghai den Bochumern den heute überall bekannten Chinesischen Garten. Dieser erhielt den Namen “Quian”, nach dem chinesischen Dichter mit gleichem Namen, der von 365 – 427 nach Christus lebte.

Chinesischer Garten
der chinesische Garten

Der Bericht vom Pfirsichblütenquell des Poeten ist den Chinesen allgemein bekannt und handelt von der Sehnsucht des Dichters nach einer Idealgesellschaft und dem idyllischen Leben im Einklang mit der Natur.

Der Botanische Garten
Felsenlandschaft im Chinesischen Garten

Die Felsenlandschaft im Chinesischen Garten besteht aus 600 Tonnen Gestein. Der Garten belegt innerhalb des Botanischen Garten eine Fläche von 1000 qm. Der Botanische Garten hat eine Größe von 13 Hektar.

Dazu gehören vier Schauhäuser. Das Tropenhaus, das Wüstenhaus und zwei Savannenhäuser. Wegen der Corvid 19 Pandemie dürfen die Häuser aus Sicherheitsgründen zur Zeit nicht besucht werden. Außerdem ist nur der Eingang am Betriebshof geöffnet, um die Gartenbesucher nicht zu gefährden.

Der Botanische Garten

Durch eine “Einbahnstraßenrgelung” für den Fußgänger können die Corona – Regeln gut eingehalten werden.

Dennoch hat der Botanische Garten dem Besucher viel zu bieten. So findet man in der Außenanlage eine europäische Biotoplandschaft, Heidevegetation, Küstenvegetation, Pflanzen aus Europa, Nord-Amerika und Asien. Ein Alpinum und eine Bachlandschaft gehören ebenso dazu, wie auch die Schauhäusern die Wüsten- und Savannenlandschaften vor den Schauhäusern

Man kommt an den verschiedensten Baumarten aus aller Welt vorbei, wie dem Ginko und den knapp 60 Jahre alten Mammutbäumen. Der Duft tausender Blüten schmeichelt dem Geruchssinn.

Der Botanische Garten ist nicht nur für die Studenten der Ruhr Universität ein Ort der Ruhe und der Entspannung. Übrigens, womit man eigentlich nicht rechnet, der Eintritt in den Botanischen Garten der Ruhr Universität Bochum ist frei und wenn man die Adresse ins Navi eingibt, unbedingt daran denken das dem Straßennamen ” Südstrasse” noch ein Buchstabe vorangesetzt ist. I-N-G-M – der Eingang “Betriebshof” befindet sich auf der N-Südstraße 160.

Hier noch ein paar Impressionen:

Amerika – vor der Wahl

Amerika – nach einem Artikel von Umair Haque in Eudaimonia und Co

Das einst hochgelobte Land der Freiheit und der grenzenlosen Möglichkeiten versinkt innerhalb weniger Jahre durch den Trumpismus in ein Land der sozialen Zusammenbrüche.

Die amerikanische Gesellschaft implodiert. Der massenhafte Tod und die Erkrankung von Millionen sind in einen alltäglichen Zustand übergegangen. Die Wirtschaft ist in einem grausamen Zustand. Innerhalb nur kurzer Zeit hat es Trump geschafft den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu zerreissen.

Amerika – arm gegen reich

Alleine der Reichtum zählt. 50 Prozent der arbeitenden Bevölkerung arbeiten im Niedriglohnsektor. Man spricht von der Tätigkeit des Arbeiters als “die niedere Arbeit von Dienern für die Reichen.”

80 Prozent der Amerikaner leben von einem Monats-Gehaltsscheck auf den nächsten.

Der Missbrauch von Frauen und Kindern, die Frage der öffentlichen Sicherheit, wie viele Kinder werden in den Schulen erschossen, dass sind Themen die den Alltag beherrschen.

Hoffnung, Optimismus auf eine bessere Zukunft, Dinge die eine Gesellschaft prägen, gibt es nicht mehr. Die Amerikaner erwarten das sich das Leben stetig verschlechtert.

Die Lebensgrundlage, ein Arbeitslohn von dem man Leben kann, eine medizinische Versorgung und die öffentliche Sicherheit wird vom Staat nicht mehr gewährleistet.

Amerika – faschistisch?

Schlimmer kann eine Gesellschaft kaum scheitern. Die Frage stellt sich ob Amerika faschistisch ist.

Wie anders soll man einen Staat bezeichnen, indem Kinder, von den Familien getrennt, in Konzentrationslagern und Käfigen untergebracht sind?

Wie soll man einen Staat bezeichnen indem Überfälle auf Menschen anderer Hautfarbe an der Tagesordnung sind? Wo Verbote, Säuberungen, Hass, Entmenschlichung, Verleugnungen Elemente der Gesellschaft geworden sind? Wo es gefährlich sein kann Wahrheiten auszusprechen?

Auch wenn der große Teil der Amerikaner es abstreiten wird, das Land sei nazistisch, sind die Anzeichen nicht zu übersehen. Auch die guten Deutschen der 1930er Jahre wollten die Tatsachen nicht sehen.

Wo ist ein Staat gestrandet, in dem Mütter und Großmütter sich schützend in erster Reihe vor eine Demonstration aufbauen um eine menschliche Blockade zu bilden. Mit Schildern auf denen steht : “ich bin so enttäuscht, Mutter” und die Texte singen wie: “Hände hoch, erschießt mich nicht!”

Wo es eine Bundesregierung gibt, die bei Demonstrationen nicht identifizierbare Bundesbeamte einsetzt, die wie Soldaten einer Besatzungsarmee auftreten, Demonstranten von der Straße schlagen und verschleppen, Blitzschläge, Tränengas und Schlagstöcke einsetzen.

“Trumps Truppen” werden sie bereits genannt. Ein Absurdum ist, dass ein Gericht der Stadtpolizei Portland den Einsatz von Tränengas verbietet, aber das für die Bundesbeamten nicht gilt.

Trumps Amerika hat verschiedene Gesichter der Gesellschaft erschaffen. Zum Einen die “Stille Mehrheit” und zum Anderen die fanatischen “amerikanischen Idioten” (original Bezeichnung des amerikanischen Autors).

Letztere schaffen ein Bild von Amerika, das genauso aussieht wie das Bild der talibanischen, islamischen Gesellschaft, die sie eigentlich hassen.

Ihre Forderungen gehen von der Kontrolle über den Körper der Frau, zur Verweigerung von Impfungen, bis zum Nichtunterricht der Kinder.

Sollten Frauen nicht Gegenstand und Besitztum sein?

Sind Minderheiten Menschen?

Existiert die Evolution?

Soll man Kindern Aberglauben statt Wissenschaft beibringen?

Die Folgen dieser “idiotischen Ideologie” sind der Ersatz von Wissenschaft durch Aberglaube, der Ersatz menschlichen Anstands durch Aggression, der Ersatz von Nachdenklichkeit durch gedankenlose Grausamkeiten. Ersatz von Wissen durch Unwissen, Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Hass und Gier.

Trumps Wahl war der Triumph des “amerikanischen Idioten”.

Amerika – Zukunft?

Während andere Länder über Fortschritt und Zukunft debattieren, ist Amerika damit beschäftigt über die Themen der “amerikanischen Idioten” zu debattieren. Sollen Lehrer bewaffnet werden? Darf die Geheimpolizei Entführungen durchführen? Sind das Fake News, oder Wahrheiten?

Der soziale Zusammenbruch von Trumps Amerika ist ein Superkollaps. Amerika ist durch Trump einsam geworden. Das Leben für den schwer Arbeitenden zur Qual geworden, mit ständigen Existenzängsten.

Das Land wird von einem Psychopathen geführt, der glaubt das es ein grundlegendes Menschenrecht ist, eine Waffe bei Sturbucks tragen zu dürfen, aber das Gesundheitswesen als Grundrecht ablehnt.

Amerika steht vor der Wahl, wie lange der Zusammenbruch noch währt.

Der Text ist aus dem Amerikanischen ins Deutsche übertragen und gibt Anlass über die Zustände in Amerika nachzudenken. Außerdem stellt sich die Frage wie die Auswirkungen populistischen, “patriotischem” Gedankengutes auch in anderen Ländern sein kann.

Trauerschwan

Trauerschwan- oder auch Schwarzschwan, ist der Name dieses exotischen Schwan. Seine Heimatregion ist Australien und Tasmanien. In einem australischen Bundesstaat ist er als Wappentier sogar in der Staatsflagge zu finden.

Mitte des 19.Jahrhunderts versuchte man in England, nach erfolgreicher Zucht, durch Auswilderung eine wilde Population zu erreichen, was aber nicht gelang.

In den Niederlanden und vermutlich in NRW ist es zu einer verwilderten Population gekommen, die sich gegen den weißen Höckerschwan durchsetzen konnte, der sie sonst vertrieben hat. Der Schwan ist äußerst selten zu finden.

Eine Ausbreitung des Trauerschwans ist in Deutschland unerwünscht. Eine plausible Erklärung dafür ist mir nicht bekannt, außer das er eben ein Gefangenschaftsflüchtling und ein Neozoen ist.Der

Wenn es eine Art gibt, die sich mindestens über drei Generationen fortgepflanzt hat und sich eine selbsttragende Population gebildet hat, spricht man von etablierten Neozoen.

In NRW zählen der Schwarzschwan, Kanadagans, Schneegans, Nilgans, Rostgans, Brautente, Mandarinente, Jagdfasan, Rosaflamingo, Chileflamingo, Straßentaube, Halsbandsittich und Alexandersittich dazu.

Trauerschwan – Cygnus atratus

Die Ernährung besteht aus Wasseralgen, ufernahem Gras und Algen. Sie leben an Seen und Überschwemmungsgebieten mit wenig Strömung und viel Ruhe. Weil er sehr anfällig für Störungen ist, ändert er häufig seinen Standort, bleibt aber immer im Umkreis von etwa 100 Kilometern von seinem ursprünglichen Aufenthaltsort. Trauerschwäne sind keine Zugvögel.

In Deutschland gibt es nur wenige Brutpaare. Mein Paar am Vogelschutzgebiet Essen Heisingen war mit vier Dunenküken unterwegs. Die Küken haben eine silbergraue Färbung. 2005 gab es lediglich 11 Brutpaare.

Die Brut besteht aus vier bis acht Eiern und wird meistens vom Weibchen bebrütet. Das ist auch besser, weil mitbrütende Männchen häufig vergessen die Eier zu drehen, oder sich neben die Eier setzen.

Der Trauerschwan ist etwas kleiner als der weiße heimische Höckerschwan. Er wirkt aber durch den längeren Hals und dem auffallend glänzenden schwarzen Gefieder robuster. Die Federn erinnern durch die Krümmung der Flügeldecken und der Schulterfedern an Dachziegeln, im Vergleich zum Gefieder des Höckerschwan. Die Weibchen unterscheiden sich nur durch einen etwas kürzeren Hals und einem kürzeren Schnabel vom Männchen.

Weiß ist lediglich an Hand- und Armschwinge zu sehen. Allerdings kann man dies nur im Flug erkennen, weil diese Federn verdeckt sind. Eine weiße Binde befindet sich auch am vorderen Schnabel, der ansonsten rot gefärbt ist.

Der berühmteste Artgenosse ist der Trauerschwan “Petra” vom Münsteraner Aasee, der sich in ein weißes Tretboot in Form eines Schwanes verliebt hatte.

Lottental

Lottental ist der Name eines Tales am Kemnader See. Unsere Wanderung beginnt im südlichen Teil des Lottental, welches zum Bochumer Ortsteil Querenburg zählt. Im späteren Verlauf gehört das Tal zum Ortsteil Stiepel.

Lottental

Lottental und Zeche Klosterbusch

Gegenüber des Parkplatzes befindet sich noch das ehemalige Maschinenhaus der Zeche Klosterbusch. Von 1918 bis 1962 wurde hier Steinkohle abgebaut.

Gegenüber stehen in rotem Anstrich die Beamtenwohnhäuser der Zeche. Diese sind auch heute noch bewohnt.

Lottental
ehemaliges Maschinenhaus der Zeche Klosterbusch
Lottental
Steinbruch mit dem Stockumer Sattel, im ersten, rechten unteren Drittel

Unter Naturdenkmalschutz steht der Steinbruch der Zeche, auf dem Berg “Kalwes”. Die Flächen am Steinbruch werden heute als Versuchsfläche für den Botanischen Garten der Ruhr Universität genutzt. Der Kalwes ist eine 159 Meter hohe Erhebung.

Auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen sieht man noch die Reste der Fundamente von der einstigen Seilbahn der Zeche Klosterbusch.

Lottental
auf dem Feld sind die Fundamente der Seilbahn zu erkennen

Unser Weg verläuft zunächst parallel des Lottenbach. Er entspringt im Bochumer Stadtteil Wiemelhausen und mündet hier ganz in der Nähe nach 3,8 Kilometern in den Kemnader See. Begrenzt wird das Lottental von einem schönen Mischwald aus Buchen, Eichen, Weiden und Ahorn.

Artenvielfalt im Lottental

Der Bach durchfließt einen Teich, der Teil des Teichkomplexes des Botanischen Gartens der Ruhr-Universität Bochum ist. Eigentlich ist dieser Teich schon ein Seerosenteich, wir haben Glück das die Rosen geöffnet sind, denn sie blühen ja nur 4- 5 Tage. Bekannt ist das Lottental auch für die große Artenvielfalt bei Amphibien. Uns sind bereits die Abgrenzungen am Feldrain zur Straße aufgefallen, die zum Schutz der Kröten und Salamander angebracht wurden. Wasserfrösche, Erdkröten und Molche sind hier zu finden.

Seerose

Neben an befindet sich ein Hinweisschild auf den Botanischen Garten. Außerdem gibt es auf dem Unigelände am Kalwes auch noch einen chinesischen Garten. Zur Zeit hat man man wegen Baumarbeiten keinen Zugang zum Gelände.

Ganz in der Nähe hören wir einen Grünspecht, können ihn aber leider nicht entdecken. Auch den Falken der kurze Zeit später über unsere Köpfe hinweg fliegt bekomme ich nicht aufs Bild.

Katze

Der Weg führt nun Weg von der Straße, den Hang hinauf. Wir kommen am Hofladen Grünendiek vorbei und sehen ein paar schöne Hühner und einen prachtvollen Hahn. Die Katze die wir wenig später in der Wiese entdecken, gehört sicherlich auch zum Hof.

Distel
Distel

Achtung Lebensgefahr

Nun geht es durch den herrlichen Mischwald hinauf auf die Höhe. Das Sonnenlicht bricht sich im Laub der Bäume und trifft auf große Farnflächen, ein wunderschönes Farbenspiel. Wir werden nun darauf hingewiesen das Lebensgefahr besteht. Lebensgefahr wegen eventuell vorbeifliegender Golfbälle. Der Weg führt nämlich jetzt ein Stück über das Gelände eines Golfplatzes. Eigentlich lädt der Rasen zum Verweilen ein. Er sieht aus wie ein Teppich, aber da gibt es ja die fliegenden Golfbälle….

Nachdem wir unbeschadet das Gelände passiert haben werden wir mit einem Fernblick auf Herbede und Witten belohnt.

Lottental

Lottental und Kemnader See

Nun geht es durch eine Eichen-Allee weiter und schließlich befinden wir uns wieder auf unbefestigtem Weg, parallel zum Kemnader See. Ab und zu können wir einen Blick auf den unten im Tal liegenden See erhaschen. Zur anderen Seite geben die Bäume den Blick auf die im Hintergrund liegenden Gebäude der Uni Bochum frei.

Lottental
Ruhr Universität Bochum

Dann haben wir eine Stelle erreicht wo man einen guten Blick auf den 1979 fertiggestellten Kemnader Stausee hat.

Auf dem weiteren Weg hinunter ins Tal entdecke ich einen Grauschnäpper der auf einem frei schwebenden Ast auf vorbeifliegende Insekten wartet. Schließlich erreichen wir den See. Rechter Hand befindet sich ein “Strand” und ein Restaurant, weiter eine Imbissbude und Toiletten-Anlagen. Kein Wunder also, dass hier schon recht viel Betrieb ist.

Grauschnäpper
Grauschnäpper
Kemnader See
Kemnader See

Wir gehen nur ein kurzes Stück am Uferweg entlang, bevor wir in Richtung unseres Parkplatzes abbiegen. Die Rasenflächen zeigen deutlich Spuren der Verunreinigung durch die vielen Kanada- und Nilgänse. Leider gibt es noch immer Leute, die hier munter die Gänse füttern. Damit hilft man den Tieren nicht.

Der Rest des Weges geht es wieder durch einen Grünzug zurück zu unserem Ausgangspunkt. Es war eine abwechslungsreiche und interessante Wanderung in unserer Nachbarstadt Bochum.

Lottental

Erft – Weckhoven

Erft und die Neusser Stadtteile Weckhoven und Selikum waren die Ziele unserer heutigen Wanderung.

Das erste Stück führt uns durch eine kleine Siedlung. Aber schon bald liegt vor uns ein Gerstenfeld. Immer wieder müssen wir überlegen um welches Getreide es sich handelt.

Wie war das noch, lange Grannen, kurze Grannen, kaum Grannen, Gerste lang, Roggen kurz und Weizen kaum eine Granne.

Nachdem wir das durch diskutiert haben, liegt vor uns ein Bauernhof, über dessen Eingang ein Banner angebracht ist.

Erft – Kinder Bauernhof und Wirtschaftsgarten

Bauerngarten

Darauf steht : Kinder Bauernhof . Hier gibt es Schweine, Pferde, Schafe, Ziegen und natürlich Hühner. Es können Kindergeburtstage gefeiert werden und selbst ein Hofcafe ist vorhanden, welches aber zur Zeit wegen Corona nicht geöffnet hat. Hinter dem Gut Selikum befindet sich noch ein Bauerngarten und Imker werben mit mehreren Bienenhäusern für ihren Stand.

Wildblumen
Wirtschaftsgarten mit Wildblumen

Wir zwei “Alten” sehen uns den etwas abseits gelegenen Muster – Wirtschaftsgarten an. Wer Anhänger des nachhaltigen und umweltfreundlich Anbaus ist, bekommt hier leuchtende Augen. Von der Blumenwiese über das Gewürzebeet und Gemüsebeet zur Sonnenblume, hier ist alles vorhanden, selbst ein großes Insektenhotel.

Wirtschaftsgarten
Wirtschaftsgarten

Studde Schafe – kleine Rasse

Auf dem weiterführenden Weg kommen wir an einer Weide vorbei, auf der Studde Schafe grasen. Bei dieser Schafrasse handelt es sich um das kleinste deutsche Schaf.

Ursprünglich stammt es aus dem Baltikum und Ostpreussen, war aber Anfang des 19. Jahrhunderts fast verschwunden. Dank der Zucht im Münchener Zoo gibt es sie mittlerweile wieder häufiger.

Studde Schaf
Studde Schaf

Das Studde Schaf ist besonders bei Kleinbauern beliebt. Es ist sehr Standorttreu und benötigt nicht einmal einen Zaun.

Nun überqueren wir eine Brücke. Unter uns fliesst strömend die Erft dahin. Der Fluss entspringt in der Eifel und mündet nach 103 Kilometern in den Rhein .

Erft
Die Erft

Rechts liegt Schloß Reuschenberg aus dem Jahr 1549. Dieses Schloß befindet sich heute m Privatbesitz.

Erft – Neuss – Gut Selikum

im Schloß war von 1917 bis 1997 die hauswirtschaftliche Landfrauenschule untergebracht, in deren Folge 1932 Siedlerhäuser gebaut wurden. Auf den städtischen Höfen entstand ein Streichelzoo der 1978 in den bereits geschilderten Kinderbauernhof umgewandelt wurde.

Erft
Gut Selikum

Die landwirtschaftlichen Flächen wurden mit der Neubausiedlung Selikum bebaut. Deshalb befinden wir uns jetzt im Haus der Stadtteil Selikum.

Linker Hand blitzt der weiße Anstrich der Corneliuskapelle in der Sonne. Die Kapelle erfährt eine erste schriftliche Erwähnung im Jahr 1573. Demnach ist die Kapelle eine Stiftung des Fraufräulein von Reuschenberg, die auf dem Lehnsgut Haus Selikum lebte.

Neuss Selikum – Corneliuskapelle

Erft
Corneliuskapelle

1607 findet die Corneliuskapelle erstmals Erwähnung als Wallfahrtskapelle. Gegenüber befindet sich Gut Selikum. Heute findet im denkmalgeschützten Gebäude Wohnen im Haus-Wohnen Charakter statt.

Erft

Wir erreichen erneut eine Erftbrücke und schauen uns auf der anderen Brückenseite kurz um, eigentlich sollen wir vor der Brücke links abbiegen.

Wir sehen eine Ziegenweide und einen großen Spielplatz. Weiter oben soll auch noch eine Eselweide sein, aber wir gehen jetzt auf dem vorgesehenen Weg weiter, entlang der Erft.

Ziegen und Damwild an der Erft

Erft

Eichen, Ahorn und Schwazpappeln säumen den Weg. Das Sonnenlicht und das Laub zaubern ein herrliches Farbenspjel, das sich im Wasser wiederspiegelt.

Der Weg verzichtet jetzt auf die Begleitung der Erft. Dafür erreichen wir nun ein Damwildgehege. Einige Rehe und Böcke lassen sich von Kindern füttern. Größere Rehe und Hirsche ruhen auf den Grasflächen. Einige Ricken weisen Kitze den Weg.

Erft
Damwild

Die Erft Teilung

Bald erreichen wir wieder die Erft mit dem Erftabzweig Empellement. Hierbei handelt es sich um ein Bauwerk aus Werksquadern, errichtet 1809. Das Bauwerk sollte die Wasserzufuhr aus der Obererft in den Nordkanal für die Stadt Neuss regulieren. Auf dem Wehrkopf befindet sich die Inschrift “Napoleon Empereur” -Napoleon Kaiser.

Erft
Empellement – Erftteilung

Weiter folgen wir der Erft, die immer wieder andere Bilder zaubert. Schließlich müssen wir uns aber trennen. Wir haben den Abzweig erreicht, der uns wieder zu unserem Ausgangspunkt zurück führt.

Erft
Erft

Halde Rheinpreussen

Halde Rheinpreussen und der Waldsee waren das Ziel für unsere Wanderung. Bei angenehmen zwanzig Grad und einer gemächlichen Steigung machen wir uns auf den Weg hinauf auf die Halde.

Halde Rheinpreussen

Die Halde Rheinpreussen liegt auf dem Stadtgebiet von Moers und besteht aus 42 Millionen Tonnen Bergematerial der Schachtanlage Rheinpreussen V/IX. Von 1963 bis 1990 wurde die Halde bis auf eine Umgebungshöhe von 72 Meter ü. NN geschaffen. Die Schachtanlage war damals die erste linksrheinische Steinkohlezeche und begann 1876 den Betrieb, der 1971 eingestellt wurde. In Spitzenzeiten waren hier 11.051 Menschen beschäftigt. Die Zeche hatte Anlagen in Duisburg Homberg und in Moers Rheinkamp.

Kraftwerk auf der anderen Rheinseite

Man sieht das die Natur sich seit dreißig Jahren die Halde erobert. Viel Grün, schöne Bäume und viele blühende Büsche und Pflanzen sind zu sehen und an den Disteln erfreuen sich zig Hummeln und Wildbienen. Immer wieder bieten sich tolle Ausblicke auf das Ruhrgebiet. Es ist ein Vergnügen bei einem sanften Anstieg die Halde zu begehen.

Halde Rheinpreussen
Erdhummel

Halde Rheinpreussen – das Geleucht

Um eine Landmarke auf der Halde Rheinpreussen zu erstellen unterstützt ab 2001 der RVR (Regionalverband Ruhr) den Entwurf des Künstlers Otto Piene. Als dann als Sponsor noch Thyssen Steel AG 2005 mit ins Boot kommt und die Bauplanung übernimmt, geht alles recht schnell. Bereits 2007 wird das “Geleucht” auf der Halde fertiggestellt.

Halde Rheinpreussen  - das Geleucht
das Geleucht

Es handelt sich um eine 115 Tonnen schwere Stahlkonstruktion, mit einer Höhe von 10 Metern. Alleine der Haken dieser Grubenlampe, deshalb der Name “das Geleucht”, hat eine Höhe von 5 Metern. Das Geleucht ist begehbar und lichkünslerisch inszeniert. Unterhalb des “Hakens” befindet sich eine Aussichtsplattform um den Blick über das Ruhrgebiet schweifen zu lassen.

Der Waldsee

Wir wandern allerdings nicht ganz hinauf, sondern biegen unterhalb des “Gipfels” nach rechts, hinunter an den Fuss der Halde. Hier befindet sich der Waldsee. Dieser See ist eine renaturisierte Kiesgrube und gehört zum Naherholungsgebiet “Baerler Busch“. Um uns herum befindet sich ein sehr schönes Waldgebiet mit vielen Eichen, auch Robinien und große Farne begrenzen den Weg, der aus gut begehbarem Sandboden besteht.

Halde Rheinpreussen

Weil der See ein Landschafts- und Natutschutzgebiet ist, gilt hier ein Badeverbot. Wassersportarten sind ebenfalls nicht erlaubt. Dennoch sehen wir eine Person hier baden und natürlich springen auch die Hunde mal ins Wasser, was eigentlich auch verboten ist. Allerdings macht hier keiner deshalb eine Welle. Immer wieder fällt der Blick des Wanderers auf das Geleucht an der anderen Uferseite. Der Waldsee grenzt unmittelbar an die Halde Rheinpreussen an.

Halde Rheinpreussen - Waldsee

Deshalb bietet es sich geradezu an, beide Objekte in diese schöne Wanderung einzubeziehen.