Russland – Profiteur des Klimawandels

Russland – profitiert von den Auswirkungen des Klimawandels. Heute liegt die Wirtschaft Russlands weit hinter Amerika und China. Der Klimawandel wird unweigerlich dazu führen, dass Ende des 21.Jahrhunderts Russland die führende Wirtschaftskraft wird und eine Weltmachtstellung erreicht.

Das ist auch der Grund warum Russland sich nicht am Kampf um die Erderwärmung beteiligt. Warum ist das so?

In Folge des Klimawandels erleidet die Weltwirtschaft einen Verlust von 100 Milliarden Dollar. Inselstaaten bereiten sich auf den steigenden Meeresspiegel vor. So plant Indonesien die Verlegung der Hauptstadt.

Der IPCC (Weltklimarat) kündigt erhebliche Schäden in den gemäßigten tropischen Regionen durch steigende Temperaturen an. Zonen, die bisher von extremer Kälte gezeichnet waren, profitieren vom Klimawandel. Hier kommt dann auch Russland ins Spiel. Durch das Auftauen des Permafrostes in Sibirien werden riesige Flächen für die Landwirtschaft nutzbar. Russland ist bereits jetzt der größte Produzent von Hefe, Weizen und Gerste.

Während sich andere Staaten bemühen Landschaftsteile zu renaturieren, um dem Klimawandel zu trotzen. legt Russland schon jetzt Grünflächen und Feuchtgebiete trocken, um Soja und Weizenfelder anzulegen. In Amerika wird die Agrarindustrie wegen steigender Meeresspiegel und extremer Hitze bis 2040 einen Rückgang um 90 % erleiden. Länder der Polarregion, Skandinavien und Russland rechnen bis Ende des 21. Jahrhunderts mit einem Wirtschaftswachstum von 5 %, während das Wirtschaftswachstum in Amerika um 33 % sinkt. (Universität Stanford)

Das Verteidigungsministerium Amerikas schätzt das 1700 Militäranlagen verlegt werden müssen, Zwischen 2005 und 2015 stieg der durchschnittliche Meeresspiegel um 3,6 mm. Die Meerestemperaturen steigen, Permafrost schmilzt und das führt künftig zu Ernährungskrisen in verschiedenen Regionen.

Ein starker Anstieg von Krankheiten, wie das Denguefieber und Malaria ist die Folge des Klimawandels. Auch der Verlust biologischer Artenvielfalt ist zu verzeichnen und es kommt zu Migrantenströmen.

Russland – größter Produzent von Lebensmitteln

Russland wird der größte Ernährer der Menschheit und wer für Nahrung sorgt, hat auch die wirtschaftliche und politische Macht. Russland wird zur führenden Weltmacht aufsteigen.

Laut WMO (Weltorganisation für Meteorologie) wird die globale Temperatur am Ende des 21. Jahrhunderts um 3-5 Grad steigen, wenn nicht umgehend gegengesteuert wird. Das bedeutet das Cuxhaven dann alle 10 Jahre eine Sturmflut erleben wird. Bisher ist das etwa alle 116 Jahre der Fall. Die Pegel werden um 15-20 cm steigen.

weitere Quellen: Medium Daily Digest, Popy Pandey – Biologin

Tippelsberg – ein schönes Stück Natur in Bochum

Tippelsberg – ein schönes Stück Natur in Bochum, an der Stadtgrenze zu Herne. Die Biologische Station Östliches Ruhrgebiet hatte im Rahmen des Ferienspatzes einen Programmpunkt für Eltern/Großeltern und Kind/Enkelkind aufgelegt. Über mehrere Stationen galt es Fragen zu beantworten, die mit dem Naturschutzgebiet Tippelsberg-Berger Mühle zusammen hängen. Klar, dass Oma und Opa da nicht nein gesagt haben und mit dem Enkel dort hin fahren.

Das Naturschutzgebiet Tippelsberg ist mit 53 Hektar das größte Schutzgebiet der Stadt Bochum. Vom höchst gelegenen Teil hat man einen schönen Blick über das Ruhrgebiet. Unser Rundweg verbleibt allerdings im unteren Bereich und die erste Frage lässt auch nicht lange auf sich warten.

Am Donneberger See werden wir nach den Tieren gefragt, die wir auf dem See erkennen. Teichhuhn, Blässhuhn, Kanadagänse und eine Hausgans sehen wir. Libellen tanzen über das Wasser, auf dem die Wasserläufer umher huschen.

Da stellt sich mit gleich die Frage wofür die Wasserläufer eigentlich nützlich sind. Man sieht sie ja häufig an Teichen und stillen Gewässern. Diese kleinen Insekten befreien uns von der Mückenplage am See. Mücken gehören zum Nahrungshaushalt der Wasserläufer und sie halten das Gewässer sauber, indem sie totes Getier verzehren.

Die vielen Brennnesseln am See fordern geradezu zur nächsten Frage auf. Welche Tiere fressen Brennnesseln? Mit unseren Antworten bringen wir in einem Punkt die Mitarbeiterin der Biologischen Station zum Staunen, als sie am Ende der Tour die Fragebögen durchschaut.

Ich habe nämlich Schweine mit aufgeschrieben. Das weiß ich, weil ich als Kind mit meinem Opa und seinem Schäferhund “Wolf”, der eine Karre zog, in die Brennnesseln fuhr. Die mit einer Handsichel geschnittenen Brennnesseln wurden dann mit einem Mix aus Milch und Brotresten gehäckselt in den Schweinetrog gegeben und die Tiere waren gierig nach dieser Delikatesse.

Aber auch wir haben im Bezug auf die Brennnessel etwas Neues erfahren. Wenn man nämlich die Brennnessel mit der Hand von unten nach oben streicht, verbrennt man sich nicht an den Nesseln.

Kurz bevor wir die Autobahn erreichen, deren Geräusch uns ständig begleitet, lesen wir die nächste Frage. Was fällt auf, wenn man mit dem Rücken zur Autobahn steht? Der Weg teilt quasi zwei Gebiete. In unserem Rücken sehen wir junge Pflanzungen, vielleicht vier bis sechs Jahre alt, während vor uns prächtige, alte Bäume stehen. Einige sicher deutlich über hundert Jahre alt.

Wir erfahren später das dieses Stück Natur gefährdet ist, weil die Autobahn auf sechs Spuren erweitert werden soll. Da fragt man sich, wie das mit einer guten Klima und Umweltpolitik zu vereinbaren ist. Man müsste ja Wert auf weniger Autoverkehr legen, da bräuchte man sicher keinen weiteren Ausbau von Autobahnen.

Vor der Autobahnbrücke, die hier das Tal zerschneidet, biegen wir ab und der nächste Fragepunkt verweist uns auf den Riesenschachtelhalm. Hier am Feuchtgebiet befindet sich eines der größten Vorkommen dieser Pflanze im Ruhrgebiet. Man kennt sie auch als Zinnkraut.

Über dem Weg liegt ein alter Baumstamm und ein weiterer Baumstumpf bringt die Frage nach dem Wert von Totholz. Über die Wichtigkeit von Totholz als Lebensraum vieler Insekten und Pilze und als Erneuerer des Waldes, habe ich ja an anderer Stelle schon einmal berichtet.

An einer Wegegabelung wird uns die Frage nach der Baumhöhe einer Eiche gestellt. Nicht so einfach die Höhe eines Baumes zu schätzen. Ich erinnere mich an einen Hilfe. Man entfernt sich so weit vom Baum, bis man den Wipfel in einem Winkel von 45 Grad sieht. Von diesem Punkt bis zum Stamm zählt man die Schritte, jeder Schritt etwa ein Meter und erhält so die ungefähre Höhe des Baumes.

Leider macht der Weg einen Bogen und ich kann den Winkel zum Gipfel so nicht richtig finden. Also schätzen wir und kommen auf etwa 18 Meter. Richtig wären dann allerdings wohl eher 25 Meter gewesen.

Der nächste Punkt verweist uns auf den großflächigen Schilfgürtel am See, wir befinden uns bereits auf dem Rückweg und hören das Zirpen der Grillen. Als letzte Station gilt es vier markierte Bäume auf einer Fläche mit Buchen und Eichen zu entdecken, zu deren Füßen jeweils ein Buchstabe versteckt ist.

kaum zu erkennen – die kleine Erdkröte

Der Boden ist mit altem Laub und Bucheckern bedeckt und jetzt sehen wir auch die winzigen Erdkröten, kaum größer als mein kleiner Finger. Sie kommen wohl vom See, ihrem Laichgewässer, um den angestammten Lebensraum in Parks, Obstwiesen oder sogar Gärten aufzusuchen.

Klar hat unser Enkel die vier Buchstaben am Stamm der Bäume gefunden. Nun müssen wir nur noch das Wort zusammensetzen und unsere Erforschung des Naturschutzgebiet Tippelsberg ist beendet. Eigentlich logisch, dass das Lösungswort “Grün” ist.

Hochzeitsflug der fliegenden Ameisen – und die Lachmöwen

Hochzeitsflug der fliegenden Ameisen – als das Telefon klingelt und ich den Hörer einschalte, erklingt die aufgeregte Stimme meiner 7jährigen Enkelin, die zur Zeit mit ihren Eltern auf der Insel Föhr ihre Ferien verbringt :”Opa, ich muss dich mal was fragen, über dem Wasser fliegen tausende Lachmöwen, wie eine Wolke immer hin und her, was machen die, sonst sieht man das so doch nicht!”

Auch Daniela, ihre Mutter bestätigt, dass es sich um Lachmöwen handelt. Nun bin ich überzeugt, dass es sich um ein besonderes Phänomen handeln.

Da ich es selbst so noch nicht erlebt habe und sich Lachmöwen eher auf dem Land und über den Feldern auf der Insel aufhalten, beginne ich zu ergründen was da los ist. Ich kann es mir nur so erklären, dass es besonders viele Insekten in der Luft gibt. Aber wieso dann gerade Scharen von Lachmöwen? Lachmöwen ernähren sich unter anderem von Würmern, Fischen, Krebsen, Insekten.

Schließlich erfahre ich nach mehreren unterschiedlichen Auskünften von den Ameisen. Das wird die Lösung der Beobachtung sein :

Im Hochsommer, an drei Tagen, bei absoluter Windstille und einer trockenen Wärme beginnt der Hochzeitsflug der fliegenden Ameisen. Wie Luisa mir erzählt, liegt die Nordsee platt wie ein Spiegel, ohne Wellen vor ihnen. Es ist ein warmer, windstiller Tag. Genau die Voraussetzungen für den Hochzeitsflug der fliegenden Ameisen. Alle zur gleichen Zeit, fliegen die geschlechtsreifen Männchen, Weibchen und künftigen Königinnen empor und bilden eine dunkle Wolke am Himmel. Der Moment auf den die Lachmöwen gewartet haben. Ganz entgegen ihrer Art jagen sie in großen Schwärmen hinter den Ameisen her.

Eine Ameisenkönigin legt Eier aus denen unfruchtbare, unbeflügelte Arbeiterinnen, Soldatinnen und Wächterinnen schlüpfen. Aus einigen Eiern aber schlüpfen die “Geschlechtstiere“, die Männchen und künftigen Königinnen. Deutlich größer als ihre unfruchtbaren Artgenossen und mit Flügeln. Diese fliegenden Ameisen sind häufig lästig, weil sie auch in den Haaren landen, während sie auf den alles entscheidenden Tag warten an dem der Hochzeitsflug der fliegenden Ameisen beginnt.

Übrigens werden wir von fliegenden Ameisen nicht gebissen oder gestochen. Sie warten nur darauf sich paaren zu können. Nach der Paarung sterben die Männchen und die weiblichen Ameisen verlieren die Flügel oder sie beißen sich die Flügel ab. Die Weibchen behalten die Spermien ihr Leben lang und gründen einen neuen Staat.

Die Erklärung für die vielen Lachmöwen über dem Wattenmeer ist gefunden.

Limikolen – auf unserer Reise nach Föhr

Limikolen – in der Ornithologie gehören die Vertreter der Regenpfeiferartigen zu den Limikolen. Diese Vögel suchen ihre Nahrung im Schlamm oder im niedrigen Flachwasser. Watvögel haben ihren Namen vom “Waten” im flachen Gewässer und vom “Vogel” – also Watvögel. Das erklärt warum es Watvögel auch in den Feuchtgebieten im Inland gibt.

Die Nahrung besteht aus Krebsen, Weichtieren, Fischen oder Wasserinsekten. Zu den Regenpfeiferartigen aus der Familie der Schnepfenvögel gehören der Rotschenkel, Grünschenkel, Kampfläufer, die ich auf unserer Reise zur Insel Föhr fotografieren konnte. Ich hätte nicht gedacht, Anfang Juli noch so viele Arten vorzufinden. Bilder zeige ich am Ende des Artikels in der Galerie.

Der Kampfläufer, ich habe ihn auf dem Weg nach Dagebüll am “ Hauke Haien Koog ” entdeckt, sieht ziemlich verlottert aus. Das liegt daran das er gerade sein Prachtkleid verliert. Dieses besteht aus einer ausgeprägten Federhaube und einer protzenden Halskrause. Leider habe ich kein eigenes Bild um ihn im Prachtkleid zu zeigen.

Viele der Limikolen kommen aus dem Norden. Der dunkle Wasserläufer hat seine Brutgebiete in Nordeuropa, Lappland und Sibirien.

Säbelschnäbler und Austernfischer sind die typischen Bewohner der Nord- und Ostseeküsten. Der Säbelschnäbler fällt durch den stark gekrümmten langen Schnabel und den bläulichen Beinen auf. Er wirkt schlank und graziös, wenn er durch das Wasser watet.

Der Austernfischer ist ein häufiger Vogel unserer Küsten. Aber an keinem anderen Ort habe ich ihn so häufig gesehen wie auf der Nordseeinsel Föhr. Er gilt dort ja auch als der Inselvogel. Er sitzt auf den Dächern der Häuser und verhält sich wie die Tauben bei uns. Auf den Strandkörben in den Gärten und Feldern sitzt er und lässt sich durch nichts stören, außer durch seine Artgenossen. Dann ist sein Schimpfen lautstark zu vernehmen.

Der Kiebitz ist mittlerweile ein selten zu sehender Vogel in Deutschland. Ihm wird immer mehr seines Lebensraumes genommen. Auf der Insel findet er noch gute Voraussetzungen und ist an verschiedenen Stellen zu finden. Sein langer Federschopf und der schwarze Latz machen sein Aussehen zu etwas Besonderem. Im Flug ist er gut durch das schwarz – weiße Muster zu erkennen.

Es gibt viele weitere Arten auf der Insel zu beobachten, die nicht zu den Limikolen zählen und ich werde sie in der folgenden Galerie mit unterbringen, um die Reise aus “tierischer Sicht” auch vollständig zu dokumentieren. Da wären natürlich die Störche und der Wiesenpieper, der in der Godelniederung anzutreffen ist, oder die Stare und ein Bluthänfling und natürlich die Lachmöwe, die Silber– und die Sturmmöwe, die zu einer Insel dazu gehören. Die Eiderente hat bereits das Schlichtkleid an und wirkt etwas plump.
Der Rotschenkel kommt besonders häufig in der Galerie vor, dass liegt daran das er sich vorbildlich verhalten hat um abgelichtet zu werden….. und weil ich besonders von ihm fasziniert war.

Hier eine ziemlich große Galerie. Zum Vergrößern der Bilder bitte anklicken

Tiere auf der Nordseeinsel Föhr

Inselort – Föhr und die Dörfer

Inselort – eines haben sie alle gemeinsam, die Schönheit. Man könnte glauben jeder Ort würde mit dem folgenden Inselort um die schönsten Häuser und Höfe im Wettkampf liegen.

Auf der Liste der größten Deutschen Inseln liegt Föhr auf Platz fünf. Wenn man aber unter einer Insel ein völlig vom Wasser umgebenes Land versteht, also ohne Zugang zum Festland, ist Föhr sogar die größte Insel.

Rügen verbindet eine Brücke mit dem Festland. Auch Usedom ist mit dem Festland verbunden. Nach Fehmarn geht es auch direkt mit dem Auto und Sylt ist sogar mit dem Hindenburg-Damm ans Festland angeschlossen. Schließlich folgt Föhr, als erste Insel. die nur mit dem Schiff erreichbar ist. Für die tierischen Bewohner wie die Vögel hat das den großen Vorteil, dass sie sich nicht vor dem Fuchs fürchten müssen. Diesen Prädator gibt es auf der Insel nicht.

Wyk, den größten der Inselorte, habe ich ja bereits an anderer Stelle vorgestellt. Zu Wyk eingemeindet wurde Boldixum. Die im romanischen Stil erbaute Kirche St. Nicolai stammt aus dem Jahr 1240 und war auch Tagungsstätte des Gerichtes. Über die Ortsgrenzen hinweg bekannt ist die Orgel der Kirche.

Angrenzend an Boldixum kommt man in den Inselort Wrixum. Das Langdorf an der Marsch hat zahlreiche malerische Friesenhäuser zu bieten und die weithin sichtbare Mühle vom Typ “Großer Holländer“. Nach einem Brand wurde die Mühle 1950 wieder aufgebaut und bis 1960 wurde dort auch noch gemahlen. Später wurde der Boden entfernt und man errichtete im Inneren ein Restaurant.

Seit dem Ankauf der Mühle durch die Gemeinde kümmert sich ein Verein darum, die Mühle wieder zu restaurieren. Später soll hier eine Erlebnisbäckerei Platz finden.

Oevenum – ein Inselort mit Schafschur

Wir kommen nun nach Oevenum. Das ist wohl der Inselort mit den meisten Pferden. Wunderschöne reetgedeckte Häuser und Höfe sind hier zu sehen.. Donnerstags wird um die Friedenseiche ein Wochenmarkt abgehalten und mit etwas Glück kann man an einem Dienstag bei der Schafschur zusehen. Der Landwirt Sönke Roerden betreibt außerdem einen Hofladen, wo man sich mit Produkten aus der Schafhaltung eindecken kann.

Im Museum Kunst der Westküste in Alkersum kann man eine hochwertige Gemäldesammlung bestaunen. Das Hauptaugenmerk liegt allerdings auf Fotografien.

Auf dem Dorfplatz mit einem alten Brunnen blühen wunderschöne Rosen und Hortensien. Auch in Alkersum scheinen Pferde besonders beliebt zu sein.

Midlum liegt als Inselort zwar nicht genau in der Inselmitte, wie man aus dem Namen ableiten könnte, ist aber der Ort mit dem schönsten Blick auf die grüne Marsch. Die Marsch besteht hauptsächlich aus Weideland. Von Midlum aus, auch dieser Inselort glänzt mit tollen Friesenhäusern, erreicht man alle anderen Inselorte in kurzer Zeit.

Tele – Blick nach Sylt

Die drei Inselorte Oldsum, Dursum und Utersum waren Teil einer Wanderung. Die drei Orte liegen an der Westküste der Insel. Oldsum strahlt Ruhe und Schönheit aus. Es gibt Ateliers und Werkstätten die man besuchen kann.

Von Dunsum aus starten Wattwanderungen zu den Seehundbänken. Vom Deich aus hat man einen tollen Blick auf den Sonnenuntergang und gegenüber liegen die Inseln Sylt und Amrum. Über den Deich gelangen wir zum Inselort Utersum. Im Süden liegt eine Reha Klinik. Utersum ist neben Wyk ebenfalls ein Seebad.

Am Strand ist man nahezu unabhängig von Ebbe und Flut, weil ein Priel unmittelbar vor der Küste immer genug Wasser führt. Der flach abfallende Strand ist der ideale Platz für Familien. Auch von diesem Strandabschnitt hat man einen freien Blick auf Amrum und Sylt.

Über Witsum haben wir bereits im Zusammenhang mit der Godelniederung berichtet. Bleiben noch die Inselorte Borgsum und Nieblum.

Borgsum hat seinen Namen durch die Lembecksburg. Heute steht nur noch ein etwa zehn Meter hoher Ringwall an der Stelle der Burg, die ehemals eine Schutzburg vor den Wickingern war. Zu Borgsum gehört auch eine weit sichtbare Mühle.

Nieblum ist über die Grenzen der Insel hinaus bekannt. Nahezu regelmäßig wird der Inselort als schönstes Dorf gekürt. Auf dem Friedhof der sehenswerten Johanniskirche findet man die “sprechenden” Grabsteine. Auf den Steinen stehen die Lebensgeschichten der Föhringer Seefahrer.

Gut bekannt ist auch das Goting Kliff als Ausflugsziel, auch wenn durch die Abspülungen des Meeres kaum noch ein Kliff zu sehen ist. Das Kliff ist nur wenige Meter hoch. Es gibt aber das Kliff Café und einen breiten Sandstrand.

Wyk – Südstrand

Schließlich landet man bei der Rundreise wieder am Südstrand von Wyk. Nun kann man die Runde kaum zu Fuß bewältigen. Mit dem Fahrrad verläuft die Inselrundfahrt über knapp 40 Kilometer. Man kann aber gut mit dem Linienbus 1 oder 2 über die Insel fahren und hat alle Orte einmal gesehen. Es gibt sogar ein Ticket für die Rundfahrt zu einem Sonderpreis. Man darf allerdings nicht unterwegs aussteigen.

Mini – Hotel am Strand von Wyk

Godelniederung – das Schutzgebiet auf Föhr

Godelniederung – ist die Bezeichnung des Mündungsgebietes des einzigen Süßwasserflusses der Insel Föhr. Der Fluss bildet hier ein Gebiet, das durch den Übergang vom Brackwasser und Wattenmeer geprägt ist. Der “Sandhaken” gennannte Abschnitt ragt weit ins Watt hinein und wird nicht geflutet. Die Landzunge gilt als besonderes Schutzgebiet und darf nicht betreten werden.

Wir wandern über einen festen Weg durch das Vogelschutzgebiet und werden durch tolle Sichtungen belohnt.

Austernfischer

Im Watt beobachten wir Austernfischer die entweder um einen Partner balzen oder im Watt nach Futter suchen. In der Nachbarschaft sehe ich eine Uferschnepfe. Auf den Salzwiesen und den Feldern sind Scharen von Staren zu sehen und auf zwei etwas größeren Felsen sitzt ein Wiesenpieper.

Wiesenpieper

Die Radfahrer die den Weg ebenfalls benutzen sehen den Rotschenkel auf dem Pfahl neben dem Weg nicht und der Vogel scheint sich auch nicht an ihnen zu stören. Bei uns ist er da schon eher skeptisch und wir bewegen uns langsam und vorsichtig. Dennoch fliegt er plötzlich aufgeregt umher. Der Grund ist wohl eines seiner Küken, welches ich in der Rinne zwischen Salzwiese und Weg beobachte. Es rennt ängstlich durch die Rinne.

Rotschenkel

Wir wollen die Familie nicht stören und gehen zügig weiter, damit sie Ruhe finden.

In den Wiesen brütet eine Sturmmöwe. Graugänse sind zu sehen und immer wieder der Inselvogel – der Austernfischer.

Sturmmöwe
Godelniederung – große Artenvielfalt

Lautes Gegacker der Gänse macht uns auf die in die Luft steigende Rohrweihe aufmerksam und wieder sitzt ein Rotschenkel auf einem Pfahl in der Wiese. Wir sind später überrascht fünf dieser schönen Vögel auf den Ansitzen gesehen zu haben. Über uns fliegt ein Schwarm Kiebitze, die sich auf einem Feld niederlassen.

Die Feldlerche steigt in die Luft, mir gelingt aber leider kein Foto der Lerche. Beim Blick über die Godelniederung sehen wir Amrum. Der Leuchtturm der Insel ist im Dunst deutlich zu erkennen.

Blick über die Godelniederung nach Amrum

Eigentlich wollen wir bis Utersum laufen, beenden unsere Wanderung aber in Hedehusum, einem Vorort von Utersum und warten dort auf den Bus der uns nach Wyk zurückbringt.

Die Fahrt mit dem Linienbus ist durchaus zu empfehlen, weil sie einer Inselrundfahrt gleich kommt. Er fährt durch die Inseldörfer, am Goting Kliff vorbei, durch Nieblum, Midlum, Oevenum, Wrixum und Boldixum. Wir sehen sogar die Weinfelder des Weingut Waalem, eine Besonderheit der Insel.

Zur “Rundfahrt” gehört auch eine Stadtrundfahrt durch Wyk. Er fährt nämlich erst einen richtigen Rundkurs durch die Stadt, bevor unsere Zielhaltestelle erreichen.

Rotschenkel auf Föhr

Himmelsbäume – in Wyk auf Föhr

Himmelsbäume – entdecken wir auf einem unserer Rundgänge durch Wyk. Wir folgen den Hinweisschildern zu diesem Ort und ahnen nicht, dass wir etwas ganz Besonderes dort finden werden.

Die Bäume sind noch nicht sehr alt, etwa sechs Jahre und in den Zweigen hängen vereinzelt bunte Papierschmetterlinge. Bänke sind aufgestellt, ein Ort zum Verweilen.

Ein Kunstwerk aus einer Dalbe hergestellt, zieht unsere Aufmerksamkeit auf sich. Der Flensburger Künstler Heinrich Oettinger hat das Kunstwerk erstellt. Am oberen Teil der Darbe geht der Runde Stamm in Schmetterlinge über. Man meint die Schmetterlinge starten von dem Pfahl, der sonst in den Häfen steht und an dem Schiffe festmachen, oder die Fahrrinne markieren.

Himmelsbäume – ein Schmetterling erklärt worum es geht

An einer Stelle sehen wir einen großen Schmetterling auf dem sich eine entwickelte Schriftrolle zeigt. Jetzt wird uns auch klar, weshalb dieser Ort hier im kleinen Wald etwas Besonderes ist. Der Waldabschnitt wird Lowenhöhle genannt.

Die Himmelsbäume erinnern und ehren das Leben verstorbener Kinder. Verwaiste Eltern und Geschwister aus ganz Deutschland haben die Bäume im Gedenken an das verstorbene Kind gepflanzt.

Buchen, Birken, Kirschbäume und andere Arten wachsen jetzt langsam und zart in den Himmel. Sie stellen so eine Verbindung von der Erde zum Himmel und zu den verstorbenen Kindern her.

Himmelsbäume kann ein Sturm nicht zerstören

Im Jahr 2013 zerstörte ein verheerender Sturm den Wald an dieser Stelle. Ein furchtbarer Kahlschlag war entstanden. Der Verein “Verwaiste Eltern und Geschwister Schleswig Holstein” begann daraufhin im Jahr 2015 die Himmelsbäume zu pflanzen. So wie die Naturgewalten alles zerstörten was über Jahre gewachsen ist, war durch den Tod eines Kindes auch ein Orkan durch ihr Leben gezogen.

Nun wächst etwas Neues heran, das Erde und Himmel mit dem verstorbenen Kind verbindet. Wer oder was kann diese Bäume jemals zerstören!

Inselvogel – der Austernfischer von Föhr

Inselvogel – der Austernfischer gilt als der Vogel der Insel Föhr. Wo man auch hinkommt, der Austernfischer ist schon da. Er ruft vom Himmel herab, redet auf den Wiesen mit seinen Artgenossen oder flirtet mit der “Dame” seines Herzens. Auf den Feldern und den Feuchtwiesen, der Austernfischer ist überall.

Austernfischer

Wir gehen durch den Hafen, vorbei am Yachthafen mit kleineren, größeren und einer Luxusjacht. Am Deichknick liegt das Restaurant “Klein Helgoland“. Von der sonnigen Terrasse streift der Blick über die Nordsee hinüber zum Festland. Im feuchten Sand ist er wieder zu sehen, der Inselvogel. Das Wasser zieht sich immer mehr zurück, es ist Ebbe. Dennoch ist hier auch später noch Wasser zu sehen.

Weiter entfernt schaukeln Eiderenten auf den Wellen. Die Ente fällt mir immer durch den birnenartigen Kopf und der leichten Krümmung an der Schnabelspitze auf.

Die Eiderente hält sich von Juni bis Oktober gerne im Wattenmeer auf. Brutpaare gibt es im Wattenmeer etwa 6000. In der Mauserzeit kommen von der Ostsee etwa 250.000 als Besucher herüber. Die meisten Enten dieser Art leben auf Island. Der Erpel ist im Prachtkleid an der Kopfoberseite, am Schwanz und Bürzel schwarz und an Rücken und Brust weiß gefärbt. Die Weibchen sind ganzjährig gelblichbraun.

Plötzlich werden die Enten durch einen größeren Vogel aufgeschreckt. Beim herannahen erkenne ich die Silbermöwe, die sich auf den Wellen vom Flug ausruht.

Silbermöwe

Eigentlich wollen wir bis zur Vogelkoje, aber der Weg erscheint uns doch zu weit und wir wechseln die Deichseite. Den Rückweg machen wir nun auf der, dem Land zugewandten Seite.

Da ist er auch schon wieder, der Inselvogel – der Austernfischer. Ein männlicher Vogel versucht einen Annäherungsversuch bei einem Weibchen und schließlich stehen beide Vögel einträchtig beieinander.

Nonnengänse schwimmen mit ihrem Nachwuchs über das Gewässer mit dem seltsamen Namen “Achtzehnrutengraben“.

Nonnengänse mit Gössel

Schließlich erhebt sich über einer Baumgruppe eine Rohrweihe, aber bevor ich sie ablichten kann ist sie auch schon wieder verschwunden.

Auf dem Deich suchen Stare nach Nahrung und auf dem Weg sitzt ein kleiner Vogel der förmlich auf uns zu warten scheint. Ruth hat ihn zunächst nicht bemerkt und als ich die Kamera auf in richte, denkt sie es wäre die Hinterlassenschaft eines Schafes. Schafe gibt es hier überall auf dem Deich.

Stare am Deich

Die Hinterlassenschaft entpuppt sich als ein weiblicher Bluthänfling. Es ist der erste seiner Art, den ich vor die Kamera bekomme.

Der Inselvogel begleitet uns bis zu den Kläranlagen vor dem Hafen. Zurück in Wyk stärken wir uns mit einen Dorsch und verbringen den Rest des Nachmittags auf der Terrasse unserer Wohnung.

Elmeere – ein Highlight der Nordseeinsel Föhr

Elmeere – war einstmals ein größeres Gewässer auf der Nordseeinsel Föhr bei Süderende. Den Namen gaben sich die Gründer eines Vereins im Jahr 1993, die sich das Ziel setzten ehemalige Feuchtwiesen, Gräben und Flachgewässer wieder zu beleben. Der Förderverein ermöglicht es, Wirtschaftsflächen aufzukaufen und wieder in den natürlichen Zustand zu versetzen.

140 Hektar konnten so erworben werden. Seltene Arten aus Flora und Fauna können wieder beobachtet werden.

Der Andelhof wurde zum Domizil des Elmeere e.V. .Noch sind einige Baumaßnahmen zu bewältigen, aber ein Besuch lohnt bereits jetzt. Mehr dazu aber später, denn wir beginnen der ersten Tag unseres Inselurlaubs mit einem Rundgang durch Wyk.

Von unserer Wohnung im Knudsenweg gelangen wir auf die Große Straße, wo an der Ecke Mittelstraße ein einzelner Glockenturm steht. Die Kirche zum Turm fehlt und es ist bereits der dritte Turm an dieser Stelle, weil die vorherigen Türme das Opfer von Stürmen wurden. Die Kirche Sankt Nikolai liegt aber etwas außerhalb, in Boldixum und bei Sturm konnten die Wyker die Glocken der Kirche nicht hören. Aus diesem Grund warnt seit 1886 der Glockenturm in Wyk die Bewohner vor einer nahenden Sturmflut.

Wir erreichen den Sandwall, die Promenade der Stadt, mit vielen Restaurants, Cafés und kleinen Geschäften. Gleich am Anfang trifft die beste Frau der Welt auf die wohl beste Verkäuferin von Wyk und mein Schatz ist nach einer Stunde neu eingekleidet. Wir lassen den Einkauf im Geschäft, um die Tasche nach unserem Spaziergang abzuholen.

Das Nationalparkzentrum liegt hinter uns, wir kommen an der Mittelbrücke und dem Musikpavillon vorbei. Eine Band spielt gerade einen Titel der mir unbekannt ist. Das Aquawyk , ein Familienbad mit Außenbereich, ist nur mäßig besucht, was aber bei dem herrlichen Wetter auch logisch ist. Viele Strandkörbe sind noch frei, aber das wird sich in drei Wochen wohl ändern, wenn in NRW die Schulferien beginnen. Der große “Run” kommt erst noch und so ist es auf der Promenade schön zu laufen.

Am kleinen Leuchtturm “Olhörn“, mit einer Höhe von 10 Metern am Leuchtfeuer, wirkt fast wie ein dekoratives Bauelement. Er dient aber tatsächlich seit 1952 als Quermarkenfeuer für die Schiffe von den Inseln Föhr und Amrum zum Festland. Bis zum Bau des Leuchtturmes stand an der Stelle seit 1892 eine Leuchtbake.

Wir haben den Südstrand erreicht und verlassen nun die Promenade. Der Rückweg führt uns durch einen kleinen Wald. Es ist so heiß geworden, dass wir den Schatten der Bäume freuen.

Schon bald sind wir am Storchenpark, einem weiteren Bereich der Elmeere e.V.. Hier werden in Freigehegen verletzte Wildtiere gepflegt und behandelt. Heimische Störche finden den Bereich wohl so angenehm, dass sie sich ebenfalls hier niederlassen. Sie sind natürlich nicht in einem Freigehege.

Weiter geht es zu einem kleinen, aber feinen biologischen Garten. In dem Park mit einem Biotop und Kräutergarten hat sich auch eine Storchenfamilie niedergelassen. Weiße und gelbe Seerosen schmücken den Teich und nebenan plätschert das Wasser aus einem Brunnen.

botanischer Garten

Nun sind wir wieder an der Promenade angekommen. Einige Leute haben sich zusammen gefunden, um an dem überdimensionalen Schachbrett zu spielen. Vorbei am Gezeitenbrunnen des Künstlers Markus Thiessen kommen wir schließlich wieder zur besten Wyker Verkäuferin, die uns die Einkaufstasche überreicht.

Neben unserem Quartier befindet sich ein Fischrestaurant und wir nehmen uns ein Mittagessen mit in die Wohnung.

Elmeere e.V. – der Andelhof mit Beobachtungsraum

Nach einer Rast und einer leckeren Tasse Kaffee, machen wir uns auf dem Weg zum bereits erwähnten Andelhof der Elmeere e.V..

Auf dem Weg hinauf zum Beobachtungsraum bestaunen wir die wunderbaren Fotografien des Wyker Fotografen Peter Hering, der wohl schon alle Vogelarten des Schutzgebietes Wattenmeer abgelichtet hat. Auf einzelnen Etagen des Hauses sind Vitrinen mit Ausstellungsstücken zu besichtigen und die Natur steht natürlich bei allen Objekten an erster Stelle.

Ferngläser und Spektive stehen im Beobachtungsraum zur Verfügung. Wir blicken hinüber auf ein über 50 Hektar großes Schutzgebiet am Oevenumer Deich. Im Flachwasser sehen wir sofort die Uferschnepfen, viele Gänse und eine kleine Kolonie Löffler. Auch der Kiebitz ist zu sehen. Ein herrlicher Anblick, der die Herzen höher schlagen läßt.

Wir sind begeistert von der Arbeit des Elmeere e.V. und werden sicher noch einmal während unseres Aufenthalts auf der Insel dort auftauchen.

Beim Bierchen am Abend in der Pinte, schwärmen wir noch von den Natur(t)räumen…..

Anreise – Nordseeinsel Föhr

Anreise – Nordseeinsel Föhr – die Fähre ist für zwölf Uhr gebucht. Wir sind uns nicht sicher, wie lange die Fahrt von Essen bis Dagebüll Mole wohl dauert. Das Risiko sind die Baustellen ab Osnabrück, da kann dann schon einmal ein längerer Stau vorkommen und dann kommt ja noch der Elbtunnel, das ist auch ein Risikogebiet für längere Aufenthalte.

Wir fahren deshalb um vier Uhr zu Hause los. Um diese Zeit ist die A1 schön frei und wir sind bereits nach etwas über drei Stunden durch den Elbtunnel durch. Die befürchteten Staus bleiben aus.

Anreise – Nordseeinsel Föhr – Stopp am Koog

Wir überqueren den Nordostseekanal, vorbei an St. Peter Ording und Husum. Weil wir gut zwei Stunden früher in Dagebüll ankommen werden, machen wir einen Stopp am Hauke Haien Koog. Hier gibt es gleich neben der Straße einen kleinen Parkplatz mit einer Beobachtungshütte. Ruth meint zwar, da sind doch nur Gänse zu sehen, aber ich habe bereits einige Limikolen entdeckt und der Koog ist ein bekannter Vogelbeobachtungsplatz im Norden.

Der Kampfläufer verliert gerade sein üppiges Prachtkleid und sieht jetzt ziemlich mitgenommen aus. Rot- und Grünschenkel sind zu sehen und der Säbelschnäbler. Auch der Austernfischer und natürlich Gänse kann ich erkennen.

Kampfläufer in der Mauser

Leider sind die Tiere sehr weit weg und es werden keine sehr guten Bilder. Ich hoffe aber dennoch, dass man sie erkennen kann.

Bei Schüttsiel legen wir noch eine Pause ein. Von hier aus fahren die Schiffe zu den Halligen und nach Baltrum. Bis Dagebüll ist es jetzt nur noch ein Katzensprung. Die zwölf Uhr Fähre fährt wegen des Niedrigwassers fünfzehn Minuten später ab. Die Überfahrt nach Föhr dauert fünfzig Minuten. Knapp siebzig Fahrzeuge gehen auf das Schiff, dazu noch eine Menge Passagiere und man staunt, dass die Schiffe mit so wenig Wasser auskommen. Sie haben aber auch nur einen Tiefgang. Die MS Schleswig Holstein hat einen Tiefgang von 1,70 Meter.

Kurz nach der Ankunft im Hafen erreichen wir dann auch schon unser Bungalow, wo wir bereits vom Vermieter erwartet werden.

Ferienwohnung Hückstädt – Knudsenweg – Föhr
Ferienwohnung – Bungalow

Wir packen die Koffer aus und flanieren noch einmal durch Wyk. Noch ist es nicht so sehr voll in den Fußgängerzonen. Am Sandwall ist deutlich mehr Betrieb. Eine Band spielt im Musikpavillon, Segelboote und Surfer sind auf dem Wasser. Schon bald wird der Betrieb hier so richtig in Wallung kommen, wenn in NRW die Ferien beginnen.

Wir sind nun aber doch schon ein wenig “gerädert” und verbringen den Rest des Tages auf der Terrasse, die auf der Südseite liegt und so genießen wir die strahlende Sonne.

Weltklimarat – es wird sehr schlimm

Weltklimarat – Im neuesten Bericht malt der Rat ein düsteres Zukunftsbild. Der Intergovernmental Panel on Climate Change ist eine zwischenstaatliche Organisation der Vereinten Nationen, die politischen Institutionen im Bezug auf das Klima auf den neuesten Stand der Wissenschaft bringen soll. Er soll die Auswirkungen der Globalen Erwärmung zusammentragen und aus wissenschaftlicher Sicht bewerten.

Weltklimarat – schon jetzt eine Erwärmung von 1,1 Grad

Für den Fall das es nicht gelingt die Erderwärmung einzudämmen, sieht der Rat die Menschheit in Gefahr.

Nicht gut zu machende Auswirkungen wird bereits die Erwärmung um zwei Grad für Millionen Menschen haben. Das Risiko bei Hitzewellen ist enorm hoch und bis zum Jahr 2050 werden acht bis achtzig Millionen Menschen zusätzlich vom Hungerrisiko bedroht.

Als Folge der Treibhausgasemission ist der Zusammenbruch von Ökosystemen, Wasserknappheit und Lebensmittelknappheit zu befürchten. Auch Krankheiten nehmen deutlich schneller zu.

Im Bericht heißt es: ” Das Leben auf der Erde kann sich von einem drastischen Klimaumschwung erholen, indem es neue Arten hervorbringt und neue Ökosysteme schafft. Menschen können das nicht. “

Seit dem vorindustriellen Zeitalter hat sich die Erde bereits um 1,1 Grad erwärmt.

Zur Zeit sieht es so aus, als wenn das Ziel, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu halten, nicht erreicht werden kann. Der Weltklimarat geht eher von einer Erwärmung um drei Grad aus.

Das bedeutet einen noch höheren Ernterückgang, vor allem in Afrika und Südamerika, der bereits in den letzten 30 Jahren vier bis zehn Prozent ausmachte.

Weltklimarat – das Schlimmste kommt erst noch

Die Experten des Weltklimarats sehen die Welt schlecht vorbereitet. Im Bericht heißt es : “Das Schlimmste kommt erst noch und wird das Leben unserer Kinder und Enkel viel mehr betreffen als unseres.”

Wassermangel, bereits bei einer Erwärmung um 1,5 Grad bis 2050, bringt Dürre und Wassermangel für 350 Millionen Bewohner von Ballungsräumen. Für 410 Millionen Menschen bei einer Zwei-Grad-Erwärmung.

Steigende Meeresspiegel und schwere Stürme werden das Leben in den Küstenregionen drastisch erschweren.

Nicht nur die armen Länder, auch Europa erleidet schwere Schäden durch Überflutungen. Die Sterberaten durch das Klima steigt mit den Graden der Erwärmung. Mückenplagen breiten sich aus. Bereits jetzt gibt es in Teilen Süddeutschlands die Tigermücke, die eigentlich eine asiatische Mücke aus den Tropen und Subtropen ist. Sie gilt unter Anderem als Überträger des Zika Virus – Gelbfiebervirus.

Weltklimarat warnt vor Erreichen der Kipp-Punkte

Werden Kipp-Punkte erreicht, ist eine Beschleunigung des Klimawandels nicht mehr aufzuhalten. So durch das Schmelzen des Eisschildes in Grönland und der Westantarktis. Wenn man die letzten Berichte der Expeditionen in das Eis gelesen hat, muss eigentlich jeder Person klar werden wie wichtig jeder noch so kleine Schritt bei den Klimaschutzmaßnahmen ist. Da darf es nicht mehr heißen: Was nutzt es schon wenn wir in Deutschland den CO² Ausstoß verringern, wir sind ja nur ein kleiner Part dabei.

Deutschland handelt auch nicht alleine. Das Pariser Klimaschutzabkommen verpflichtet die wichtigsten Staaten der Welt, alles für die Eindämmung der Klimaerwärmung zu tun und auch die EU hat mit dem Green Deal ihre Staaten in die Pflicht genommen.

Quellen: Tagesschau vom 23.06.21, IPCC deutsche Koordinierungsstelle

Nordseeinsel Föhr – Vorbericht

Nordseeinsel Föhr und die Nachbarinsel Amrum beschrieb Theodor Storm so: “Wie Träume liegen die Inseln im Nebel auf dem Meer”

Auch wenn beide Inseln oft zusammen genannt werden, sind sie doch sehr unterschiedlich.

Die Amrumer schwärmen für den einmaligen Kniepsand und die enormen Dünen. Die Föhrer lieben die blühenden Wiesen, die Friesendörfer mit den reetgedeckten Häusern und die Biotope im Inland.

Amrum – Kniepsand und Dünen – Bild vom Urlaub 2011

Am kommenden Sonntag brechen wir zu unserem ersten Urlaub nach Corona auf. Unser Ziel ist die Nordseeinsel Föhr, die in ihrer heutigen Form vor 500 Jahren entstanden ist.

Die Inseln Nordstrand, Pellworm und die Hamburger Hallig waren bis 1362 noch Festland. Am 16. Januar 1362 veränderte die Marcellusflut die gesamte Region. Das heute noch sagenhafte Rungholt verschwand im Meer. 100.000 Menschen verloren ihr Leben. Durch die Burchardiflut 1634 entstanden aus der Insel Strand die Inseln Nordstrand, Pellworm und die Halligen. Dieser Flut fielen 6000 Menschen zum Opfer. Über dem versunkenen Land entstand das Watt.

Nordseeinsel Föhr – Ackerbau, Viehzucht und der Walfang

Zunächst betrieben die Inselbewohner Ackerbau und Viehzucht. Im 17.Jahrhundert begann dann durch den Walfang die Blütezeit, das goldene Zeitalter.

Ackerbau und Viehzucht blieben aber bis heute Teil des Lebensunterhalts. Schafe bevölkern die Salzwiesen und Deiche. Heute haben die meisten Höfe auch Unterkünfte für Feriengäste. Das erste Badehaus entstand auf Föhr im Jahr 1819.

Föhr – Bild aus unserem Urlaub 2009

Die Nordseeinseln und die Halligen sind ein Paradies für Vögel. Die Artenvielfalt in Fauna und Flora ist groß. Watvögel wie die Uferschnepfe oder der Rotschenkel, Eiderenten, Säbelschnäbler und Austernfischer sind hier zu Hause und ich hoffe natürlich einige von ihnen zu Gesicht zu bekommen.

Neulich erfuhr ich in einer Dokumentation über Föhr von dem besonderen Getränk mit dem biblischen Namen Pharisäer und dem Trank tote Tante. Logisch das wir auch das erkunden müssen.

Ab dem 27. Juni werde ich also meine Berichte über die Insel Föhr und unsere Erlebnisse dort starten. Voraussichtlich soll das Wetter ja mitspielen.

Bis dann

Uli

Fauna – Flora – Habitat Naturschutzrichtlinie der EU

Fauna – Flora – Habitat Naturschutzrichtlinie der EU von 1992, regelt mit der Vogelschutzrichtlinie als Umweltrecht, dass die Mitgliedsstaaten der EU die Umsetzung der Berner Konvention gewährleisten sollen.

Ein wesentlicher Punkt ist ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten für bedrohte Arten und Habitate. Diese Gebiete, kurz FHH genannt, werden unter besonderen Schutz gestellt.

Die FHH Richtlinien hat der Europäische Rat 1988 unter deutschem Vorsitz beschlossen. Darin verpflichten sich die Mitgliedsstaaten wildlebende Arten und deren Lebensräume zu sichern und zu schützen. Enthalten ist die Förderung natürlicher Ausbreitungs- und Wiederbesiedlungsprozesse.

Kernpunkt sind, die Schaffung des Schutzgebietes NATURA 2000 und die Erhaltung und Wiederherstellung von Lebensräumen und Habitaten. Zielsetzung der Richtlinien ab 1992.

Obwohl Deutschland maßgeblich bei der Schaffung der Richtlinien war, hält die Bundesregierung die Richtlinien selbst bis heute nicht ein. 2015 und 2019 und 2020 erfolgten Abmahnungen der EU und schließlich, im Februar 2021 die Anklage Deutschlands durch die EU Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof, weil Deutschland seinen Verpflichtungen zur Umsetzung der EU Richtlinien in den letzten zehn Jahren nicht nachgekommen ist.

Das Bundesumweltministerium bestätigt, dass noch nicht alle FFH Gebiete rechtlich abgesichert sind und für 15 Prozent der Gebiete keine Erhaltungsmaßnahmen erfolgten. Auch konkrete Schutzziele wurden nicht festgelegt. Das Ministerium begründet das mit hohem finanziellen und verwaltungstechnischem Aufwand.

Die Festlegung konkreter Schutzziele würde jedoch „einen immensen finanziellen und verwaltungstechnischen Aufwand bedeuten“ und sich „vermutlich über viele Jahre hinziehen.“ Deshalb lehnen das BMU und die Bundesländer diese Forderung der EU-Kommission als „rechtlich zu weitgehend“ ab. Der Nabu forderte die Bundesländer auf, die Vorgaben umzusetzen. Zudem sei eine ausreichende Finanzierung für Naturschutzmaßnahmen notwendig.

Seit 1992 war man nicht in der Lage etwas zu unternehmen? Da ist es eher anzunehmen, dass man sich mit der Agrarindustrie nicht anlegen wollte. Anstatt Besserungen zu erreichen wurde die Lage sogar verschlechtert. Ein Drittel des Grünlandlebensraumes droht völlig zu verschwinden, weil eigentlich geschütztes Gebiet ungestraft unterpflügt wird. Andere Flächen werden durch Düngung und Pestizide oder Entwässerung intensiviert und für das Ökosystem unbrauchbar gemacht. Die Folge ist das Artensterben, das heute bereits schlimme Dimensionen angenommen hat.

Da aber 50 Prozent der Fläche Deutschlands in den Händen der Agrarwirtschaft sind, scheint der Kampf um die Natur und den Artenschutz fast wie ein Kampf gegen Windmühlen.

Die meisten Nutzflächen stehen für den Ackerbau. Darauf folgen Grünlandflächen fpr die Weidenwirtschaft und Dauerkulturen.

Jährlich landen laut statistischem Bundesamt 204 Milliarden Liter Gülle auf deutschen Ackerflächen. Hinzu kommen 20 Millionen Tonnen Feinmist.

Die Tiere der intensiven Landwirtschaft stehen auf Betonspaltböden und so gelangen Bakterien und Antibiotika in die Gülle. Bei deren Ausbringung und Lagerung entstehen Methan, Ammoniak, Schwefelsäure und Lachgas.

Durch Überdüngung gerät die Gülle in die Fließgewässer und in die Nord- und Ostsee. Große Bereiche der Ostsee sind bereits heute Totgebiete.

Deutsche Fließgewässer sind in einem schlechten Zustand. Dafür zeichnen Pestizideinflüsse, Mikroplastik, Nährstoffe und Polymeren (chemische Verbindungen). Hinzu kommen Uferbefestigungen und Begradigungen.

90 Prozent der deutschen Oberflächengewässer sind in keinem guten ökologischen Zustand. Nur 8,2 Prozent erreichen das Bewirtschaftungsziel der Wasserrahmenrichtlinie und befinden sich in einem “sehr guten” oder “guten ökologischen Zustand/Potenzial.” (2015 – Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz)

Der beschlossene “Green Deal”, ein Fahrplan für eine nachhaltige EU-​Wirtschaft, wird bereits von den Bauernverbänden torpediert. Die angestrebte Strategie, die helfen soll die europäische Agrarindustrie nachhaltiger zu machen musste auf Druck des Dachverbandes der Bauernverbände verschoben werden. Dadurch verzögern sich Reformen und es werden Investitionen in zukunftsfähige Technologien im Agrarbereich blockiert.

In Deutschland protestierten Landwirte gegen Regelungen, die die anhaltende Verunreinigung durch Überdüngung stoppen sollten. Dabei war ihnen jedes Mittel recht, sogar die Drohung einer Verknappung der Lebensmittelproduktion.

Zum Glück erreichten sie lediglich eine Verschiebung des Inkrafttretens von drei Monaten.

Fauna – Flora – Habitat Naturschutzrichtlinien der EU könnte umgesetzt werden

Eine Studie des NABU zeigt, das die Fauna – Flora – Habitat Naturschutzrichtlinie umgesetzt werden kann. Mehr als 20 Prozent der Bundesfläche können wieder aufgewertet werden. Renaturierungen sind in den Auen der großen Flüsse möglich. Moorböden können wieder bewässert werden, siehe Dümmer Meer in Niedersachsen mit den Diepholzer Mooren. Grünland und Wälder können renaturiert werden.

Die Maßnahmen beinhalten ein riesiges Potential zur Bewältigung der Klimakrise und zum Stopp des massiven Artensterbens. Diese Maßnahmen wären seit Jahren möglich gewesen. Deshalb sehe ich auch die neuesten Aussagen zum Klimaschutz der regierenden Parteien pessimistisch. Erst durch Gerichtsurteile wird gehandelt. Das Gerichtsurteil des Verfassungsgerichtes zur Umsetzung der Klimaziele und die Klage Des Europäischen Gerichtshof hätte vermieden werden können, wenn da nicht die Abhängigkeit von Verbänden wäre.

Die ehemalige Weinkönigin und heutige Landwirtschaftsministerin wird aber wohl erst dann ihren Wiederstand gegen nachhaltige Landwirtschaft aufgeben, wenn der Riesling Anbau wegen der gestiegenen Temperaturen nicht mehr möglich ist.

Quellen: sven-giegold.de , nabu.de, DNR Deutscher Naturschutzring

Ringeltaube – vom Wald in die Stadt

Ringeltaube – wissenschaftlicher Name Columba palumbus – war einst ein scheuer Bewohner der Wälder. Heute gehört die Taube fast schon zum Stadtbild hinzu.

Die meisten Tauben in den Städten sind allerdings die Straßen- oder Stadttauben, die aus der Brieftaubenzucht oder aus verwilderten Haustauben hervorgehen.

In den Städten der Küstenregionen, im Norden, wie zum Beispiel in Hamburg ist die Ringeltaube deutlich häufiger zu finden als in den kontinentalen Städten. Im Norden läuft sie auch zwischen den Fußgängern her um Essensreste zu finden. Allerdings frisst sie nicht, wie die Stadttaube aus der Hand.

Das sie sich eine gewisse Scheu erhalten hat, beobachte ich auch im Garten, wenn sie versucht an die Futterstelle der anderen Singvögel zu gelangen. Sie sichert erst eione ganze Zeit lang die Umgebung und wechselt auch zunächst den Standort, um erneut zu sichern. erst dann traut sie sich an das Futter. Sobald man sich aber in der Nähe sehen lässt, fliegt sie auch schon davon.

Immer wieder wird die Jagd auf die Tauben gefordert. Man tauscht das Gelege aus, vergiftet Vögel oder nutz die Falkenjagd. Der Anlass ist allerdings weniger die Ringeltaube, als die Stadttaube.

Im Süden hat die Besiedlung des urbanen Raums deutlich länger gedauert. In München war die Ringeltaube lange Zeit überhaupt nicht zu finden. Die Taube beschränkte sich zunächst auf den dörflichen Bereich und gelangte zögernd in die Parks und Anlagen des vorstädtischen Bereichs. Erst danach gelangte sie auch in die Stadtmitte.

Die Stadt verspricht den Vögeln mehr Sicherheit. Prädatoren wie Eichelhäher , Rabenkrähe oder Elster haben es in der Stadt nicht so leicht um an das Gelege zu kommen. Die Winter sind milder als im freien Feld und der Vermehrungserfolg ist in der Stadt größer.

Die Besiedlung einer Stadt kann am Beispiel von Osnabrück gut wiedergegeben werden, weil Vogelbeobachter den Vorgang dort dokumentierten. Erst 1986 begann gelangt die Ringeltaube in den Kernbereich der Stadt. Der Bestand nahm zunächst bis 1994 ständig zu und sank dann kontinuierlich bis 1997 ab. Die Populationsgrenze schien dann erreicht, weil der Bestand sich dann mit leichten Schwankungen gehalten hat und auf dem Niveau stagniert.

Ringeltauben die als Standvögel leben können eine monogame Dauerehe führen. Die Teilzieher unter den Vögeln leben eher in einer Saison Beziehung.

Die Balz der im Freiland lebenden Vögel beginnt im März/April. Bei den Stadttauben bereits im Winter. Dort kann es vorkommen, dass in der Nachweihnachtszeit im abgebauten Weihnachtsbaum ein Taubennest zu finden ist. Die Ringeltaube im Freiland kann ein Alter von 21 Jahren erreichen. Man erkennt die Art gut an dem weißen Feld am Hals, das ihr auch den Namen gibt. Auch die Flügel sind weiß gezeichnet.

Was die Jagd auf die Tauben angeht, verweise ich auf das Tierschutzgesetz:

Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen
Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden
zufügen.“ (§1Tierschutzgesetz)

Quellen: NABU , Der Falke

Der Gemeine Widderbock – Käfer oder Wespe ?

Der Gemeine Widderbock ist ein Insekt aus der Ordnung der Käfer und gehört zur Familie der Bockkäfer.

Als ich ihn auf dem Balkonboden entdecke, ist mein erster Gedanke ob es eine kleine Schwebfliege sein könnte. Nur die langen Beine passen da nicht und die Musterung entspricht eher einer Wespe. Allerdings spricht die Größe von etwa 7 mm nicht der Größe einer Wespe oder Schwebfliege.

Also schlage ich im Internet nach und auf der Seite natur-in-nrw.de werde ich fündig. Dort erfahre ich, dass es sich um einen Käfer handelt und die wespenartige Musterung wohl als Abschreckung dienen soll.

Das er auf dem Balkon zu sehen ist, er ist nur sehr kurz zu sehen, weil er gleich davon fliegt, ist eher als selten zu bezeichnen. Das verdanke ich wohl den vielen blühenden Pflanzen und somit meiner Ruth, die sich liebevoll um diese kümmert.

Es gibt weiter Arten des Widderbock. Der Eichenzierbock ist darunter mit 20 mm wohl der kräftigste. Die Erkennungsmerkmale liegen meistens an den Fühlern. Der Eichenzierbock, oder auch Wespenbock, hat eckige Fühlerglieder und der Schmalfühlerige Widderbock hat dünne Fühlerenden, im Gegensatz zu unserem Gimeinen Widderbock, dessen Fühlerenden am Ende verdickt sind. Der Echte Widderbock hat zwar auch die Fühler am Ende leicht verdickt, diese sind aber sehr hell.

seine Musterung erinnert an eine Wespe

Der Gemeine Widderbock liebt Totoholz

Der Gemeine Widderbock liebt nämlich auch die Pollen. Sein Habitat ist aber das Totholz und Laubholz. Er frisst sich bis zur Verpuppung unter die Rinde und benötigt zwei Jahre zur Entwicklung.

Ich habe diese Käferart bisher noch nie gesehen und stelle bei den Nachforschungen fest, dass der Gemeine Widderbock eine sehr häufige Art ist. Dennoch steht er in der Bundesartenschutzverordnung, wie die meisten Bockkäfer, als besonders geschützt.

Wenn man sich etwas mehr auf Insekten einlässt, stellt man immer wieder erstaunt fest, wie bunt und teilweise bizarr diese Wesen sind. Ich denke künftig noch mehr auf Insekten zu achten. Es ist spannend zu erkunden um welche Arten es sich handelt.

Klima und Klimaschutz – wird das teuer ?

Klima und Klimaschutz – ist momentan in aller Munde und schon wird gestöhnt wer das denn alles bezahlen soll. Das wird doch bestimmt unheimlich teuer.

Klima und Klimaschutz gibt es natürlich nicht zum Nulltarif. Was aber viel viel teurer wird, ist das Nichtstun für das Klima. Die nächsten Generationen und die Betonung liegt auf Generationen, müssen enorm viel bezahlen für die Folgeschäden die durch die konventionelle Stromerzeugung entstehen. Die Schäden an der Umwelt und am Klima sind durch den enormen CO² Ausstoß beim Braunkohletageabbau und den fossilen Brennstoffen riesig und belasten nachfolgende Generationen. Vom nicht zu entsorgenden Atommüll ganz zu Schweigen.

Wenn es nicht gelingt die Klimaerwärmung aufzuhalten sind die Folgen für die Fridays for Future Generation unerträglich. Weil die Schüler das erkannt haben, opfern sie einen Teil ihrer Bildung, indem sie Freitags demonstrieren, um auf die gewaltigen Probleme aufmerksam zu machen. Ein Leben in einer nicht lebenswerten Zukunft wird auch durch noch so viel Bildung nicht besser.

Es wird Zeit zu Handeln, wie es ja selbst die Gerichte entschieden haben. Plötzlich kommt auch Bewegung in die Politik. Nur darf jetzt nicht mehr lange geredet werden, jetzt muss man etwas tun.

Innovationen in erneuerbare, umweltfreundliche Energien zahlen sich im Endeffekt aus. Das haben auch die großen Konzerne bereits bemerkt und sind plötzlich schneller als die Politik.

Klima und Klimaschutz – die Wirtschaft ist bereits weiter als die Politik

Industrieunternehmen, wie die der Stahlindustrie, wollen weg von der Kohle und hin zum Wasserstoff. Jetzt wird investiert, auch im Wissen jetzt etwas tun zu müssen, um auch in Zukunft gut am Klimaschutz verdienen zu können.

Durch den Emissionshandel, mit der Bepreisung je Tonne CO², sind die Firmen daran interessiert ihre CO² Emissionen zu reduzieren. Deshalb wird investiert und Investitionen schaffen Arbeitsplätze, die von den frei werdenden Stellen durch das Ende der Kohle besetzt werden können. Die riesigen Flächen des Braunkohletagebaus müssen renaturiert oder anders wirtschaftlich genutzt werden. Auch hier entstehen neue Arbeitsplätze.

Wichtig ist jetzt der schnelle Ausbau der erneuerbaren Energien. Es kann nicht weiterhin sechs und mehr Jahre dauern, bis die Genehmigung für derartige Anlagen geprüft und beschlossen werden. Wind- Wasser- und Sonnenenergie stehen im Vordergrund. Um so unverständlicher ist es, wenn ein Land, das Vorreiter bei der Photovoltaik – der Solartechnik war, diese Energieform so vernachlässigt, dass heute China damit weltweiten Handel betreibt.

Wasserstoff als umweltfreundliche Energie ist noch zu teuer, aber die Forschung ist auf einem guten Weg. Das viel gelobte E-Auto sorgt zwar in Deutschland für weniger Emission, aber durch die umweltschädliche Batterieherstellung mit Lithium wird an anderer Stelle zu viel CO² ausgestoßen.

Noch kommt der Strom für die E-Autos aus einem Strom-Mix. Wenn der Strom allerdings völlig aus erneuerbarer Energie kommt, machen die E-Autos dennoch einen deutlich größeren Vorteil gegenüber den Verbrennern aus. Zudem haben Wissenschaftler bereits Möglichkeiten entwickelt die Batterien wiederverwerten zu können.

Weitere Kosten, die durch Klima und Klimaschutz entstehen, müssen von den größten Verursachern bezahlt werden. Eine CO² Steuer muss deshalb auch diejenigen stärker belasten, die für mehr Emission sorgen. Der Besitzer der Villa, zu der zwei SUV gehören, hat nun einmal eine viel höhere Emissions – Fußspur, als der sogenannte kleine Mann. Wenn die Einnahmen aus der CO² Umlage als Klimaprämie an die ausgegeben werden, die wenig verbrauchen, ist die Schieflage reguliert.

Der Staat subventioniert jährlich 57 Milliarden Euro in klimaschädliche Objekte, dass sind 60 Euro pro Kopf und pro Monat. Auch dieses Geld sollte besser zur Finanzierung von Klima und Klimaschutz investiert werden.

Erste Erfolge zeichnen sich ja bereits ab. Im Jahr 2020 konnten durch Wind und Sonne im ersten Halbjahr so viel Ökostrom erzeugt werden, dass damit die Haushalte in Deutschland und den Niederlanden hätten versorgt werden können.

Nach eigenen Angaben speiste EON 126 Milliarden Kilowattstunden “Grünen Strom” ins Netz ein. Das sind 7 Prozent mehr als im Vorjahr.

73 Milliarden Kilowattstunden erzeugten Windkraftanlagen.

25 Milliarden Kilowattstunden kamen aus Solaranlagen.

20 Milliarden Kilowattstunden aus Biomasseanlagen und

7 Milliarden Kilowattstunden aus Wasserstoff.

81 Prozent der Deutschen befürworten Maßnahmen zum Klima und Klimaschutz.

Die konventionellen Energieerzeuger haben sich längst auf den Umbruch eingestellt. Das fiel ihnen auch besonders leicht, weil der Staat einen gewaltigen Geldregen von 4,3 Milliarden Euro für Schließungsabsichten auf sie niederließ um die, ja selbst verursachten, Schäden abzumildern. Das Gros dieser Gelder setzen sie nun sicher ein um in erneuerbare Energien zu investieren und so die ganz hohen Zahlungen des Emissionshandels abzufedern.

Quellen: Heise online , Lech kosmos, ARTE, Claudia Kemfert, Handelsblatt,

Grüner See und Silbersee in Ratingen

Grüner See und Silbersee sind die Namen zweier Seen in Ratingen, die durch Sand- und Kiesabbau entstanden sind. 1952 begann man mit dem Abbau. Aus zunächst zwei Seen, die man schließlich zusammenführte, entstand der Grüne See.

Ratingen

Das Gewässer ist umgeben vom 110 Hektar großen Landschaftspark und Erholungspark “Volkardey”. Das Gut Volkardey ist eine große Reitsportanlage in Ratingen. Der Name entstammt einem ehemaligen Rittergut aus dem Jahr 1458.

Grüner See – viele Freiezeitmöglichkeiten

Wir parken am Wanderparkplatz “Nösenberg”. Am Zugang zum See-Rundweg befindet sich ein Kiosk und eine öffentliche Toilette. Es gibt viele Freizeitmöglichkeiten am Grünen See. Eine Hundelaufwiese , Fahrradwege, Trimmpfade und mehrere Kinderspielplätze.

Das Baden im See ist nicht erlaubt. Wie an den meisten Baggerseen besteht eine Gefahr durch Unterströmung und Strudel. Es gibt aber einen Windsurfing Club.

Viele Kanadagänse mit einer großen Schar Küken sind zu sehen. Weil diese Gänse keine natürlichen Feinde haben, könnte ihr großes Aufkommen bald zu Problemen führen.

Grüner See – Kanadagans

Wir haben uns entschlossen einer Wanderung zu folgen die in der WanderApp “Komoot” zu finden war. Ein sehr gut beschilderter Wanderweg ist vor Ort aber der etwa 4,5 Kilometer lange Wanderweg mit der Nummer 10. Der erste Teil unserer Wanderung, die mit dem Silbersee etwa 7,5 Kilometer beträgt, folgt der ausgeschilderten Route. Wir passieren ebenfalls den Schwarzbach, der in Mettmann entspringt und nach 36 Kilometern bei Kaiserswerth in den Rhein mündet. Der Bach ist von einem Laubmischwald umgeben.

Auf dem beschilderten Ökopfad kommen wir zum Abschnitt “Baum”. Hier steht eine sehr schöne Schwarzkiefer. Außerdem findet man die Taubeneiche, die den sandigen und lehmigen Boden liebt. Eiche, Weide und Sandbirke sind zu sehen.

An anderer Stelle finden wir mitten auf einer Wiese einen schwarzer Anker. Dieser steht in Verbindung mit dem Schnellboot “S 79 Wiesel” der Deutschen Marine. Die Stadt Ratingen hielt die Patenschaft über dieses Boot. Nachdem wir den Grünen See umrundet haben, folgt der Silbersee.

Anker

Grüner See – Silbersee zum Schutz der Natur

Der Weg führt zunächst durch eine Alle. Zur Rechten liegt der Reiterhof Volkardey. Komoot führt uns schließlich vom Allee Weg ab auf einen unbefestigten, angeblichen Wanderweg, der aber nicht anderes als ein Reitweg ist, der noch dazu durch den Regen der vergangenen Tage sehr matschig ist. Es ist kein Vergnügen diesen Weg zu gehen, auch wenn er uns unmittelbar am Vogelschutzgebiet entlang führt. Vögel sind kaum zu sehen, weil wir uns ganz auf den Weg konzentrieren müssen.

Irgendwann kommen wir schließlich auf einen wieder befestigten Weg. Von hier aus hat man an einer Stelle einen Zugang der uns den Blick über den Silbersee gönnt.

Dieser ist zwischen 1979 und 1993 entstanden und hat eine Größe von 27 Hektar. “Grüner See” hat eine Größe von 18 Hektar.

Der Silbersee ist ein Vogelschutzareal und ansonsten nur aus der Ferne zu sehen. Durch einen Biotopbereich kommen wir wieder zum Schwarzbach und auf den öffentlichen Rundweg.

Es ist ratsam diesem öffentlichen Weg zu folgen. Dieser führt auch noch an einem alten eiszeitlichen Gehöft vorbei und bietet noch ein paar andere sehenswerte Dinge. Außerdem sollte man sich auf die Wochentage konzentrieren, da das Erholungsgebiet Grüner See an den Wochenenden stark frequentiert ist.

Frühling 2021

Frühling 2021 – in Zeiten von Corona verbringen immer mehr Menschen ihre freie Zeit in der Natur.

Wenn man durch die Wälder streift, oder sich in den Naturschutzgebieten umsieht, trifft man häufiger, ganz wie in früheren Zeiten auf Leute die sich eine Decke mitgenommen haben und ein Picknick an der frischen Luft genießen.

Restaurationen in den Ausflugszielen sind ja geschlossen, da nimmt man sich seine Verpflegung eben mit.

Das Jahr 2021 bringt die Lust an der Natur mit. Die Pandemie Corvid-19, bewirkt den Aufenthalt an der frischen Luft. Die Ansteckungsgefahr ist in der Natur gering und der ständige Aufenthalt in der Wohnung beginnt zu nerven. Da nutzt man gerne die Gelegenheit und geht hinaus.

Da macht man sich auf Dinge aufmerksam, die man sonst nie richtig bemerkt hat. Den Vogel mit den schönen Farben und die fantastischen Blüten an den Bäumen. Einige versuchen sogar die Namen der Bäume und Tiere zu erkennen. Immer wieder werde ich angesprochen welcher Vogel das ist, den ich da gerade fotografiere.

Eines hat dieses verdammte Virus bewirkt. Die Sinne für die Natur und die Umwelt sind geschärft worden.

Frühling 2021

Artenschutz und Klimawandel – lohnt der Einsatz?

Artenschutz und Klimawandel, diesem Thema widmete sich vor einiger Zeit ARTE in einer Dokumentation.

In einem Teil der Sendung wurde auch der Autor und Ornithologe Jonathan Franzen zugeschaltet. Bekannt wurde er durch seinen Bestseller “Die Korrekturen”.

Er geriet durch seine Ansichten bezüglich des Klimawandels in den Ruf ein Leugner des Klimawandels zu sein. Er fordert dazu auf, sich mehr mit dem aktuellen Artenschutz zu befassen, als mit einem Zukunftsziel, das längst unerreichbar ist. Nach seiner Meinung ist das gesetzte Ziel, die Erderwärmung in einigen Jahren auf 2 Grad festschreiben zu können, längst unerreichbar und deshalb sei es falsch sich so stark mit einem Ziel zu befassen, das nicht erreichbar ist.

Stattdessen sollte man die dafür eingesetzten Kräfte in den aktuellen Artenschutz einbringen.

Einsatz für den Klimawandel verringern?

Der Eindruck ist allerdings so nicht ganz korrekt. Auch Franzen freut sich über jedes Teilchen CO² das in der Erde verbleibt. Er sieht das Klimaziel allerdings bei der Mentalität der Menschen als utopisch, nicht erreichbar und längst verloren an.

Nun ist es durchaus nicht Realitätsfremd, wenn man nicht daran glaubt, dass die Erderwärmung auf 2 Grad gestoppt werden kann. Allerdings sollte man nach meiner Meinung trotzdem weiter bei der Zielsetzung bleiben. Wenn man dieses Ziel nicht intensiv im Auge hat, lässt man bei den Bemühungen um das Erreichen des Ziels so stark nach, dass das Endergebnis schließlich schlechter ist als das, was man hätte erreichen können.

Nelson Mandela sagte einmal “ it always seems impossible until it is done“. -Es scheint so lange Unmöglich, bis man es getan hat-.

Klimawandel und Artenschutz gehören zusammen

Das gibt ziemlich gut meine Meinung im Bezug auf die Arbeit um den Klimaschutz wieder. Wenn man nicht alles tut , um die Katastrophe zu vermeiden, kommt sie auf jeden Fall. .

Deshalb sehe ich den Weg den Jonathan Franzen einschlägt, als nicht richtig ein. Selbstverständlich ist es ebenfalls notwendig sich vehement für den Artenschutz einzusetzen, was er ja auch tut.

Klimaschutz und Klimawandel – beides gehört zusammen. Artenschutz wird ohne Klimaschutz nicht gelingen, deshalb ist es notwendig sich für beide Zweige intensiv einzusetzen.

Waldwirtschaft – Geld vom Staat für Misswirtschaft?

Waldwirtschaft – wieder fordern die Betriebe der Waldwirtschaft Geld vom Staat, vom Steuerzahler für die Folgen des Klimawandels. Dabei ist es nicht der Klimawandel der ihre Verluste erbracht hat, sondern eine über mehrere Generationen falsche Bewirtschaftung.

Nur weil das schnelle Geld mit schnell wachsendem Holz erbracht werden muß, werden Bäume gepflanzt die für die Landschaftsform völlig ungeeignet sind. Das ist seit Jahren bekannt und wird immer weiter fortgesetzt. Wenn das dann “in die Hose geht”, kommt sofort der Ruf nach dem Staat. Andere Betriebe aus anderen Wirtschaftszweigen wären längst in Konkurs, wenn sie ihre Betriebe so führen.

Waldwirtschaft fordert Geld für Leistungen im Artenschutz und Klimawandel

Viele Hausbesitzer oder Mieter legen hinter oder vor dem Haus kleine oder größere Gärten an, um damit auch den Vögeln und den Insekten zu helfen. Da bleibt dann auch im Herbst schon einmal Laub liegen um bei der Überwinterung Hilfen zu stellen. Man lässt Altholz liegen und pflanzt Insektenfreundlich. Man fördert die Biodiversität, ohne dafür vom Staat etwas zu fordern, sondern aus Liebe zur Natur.

Bei der Waldwirtschaft stellt man Forderungen, weil durch den Wald ein Beitrag zum Klimaschutz und zur Erhaltung der Biodiversität erbracht wird. Man tut eigentlich nichts und will noch Geld dafür.

Das was hier als Wald bezeichnet wird, sind Plantagen die zusätzlich per Hubschrauber mit Insektiziden bestäubt werden und somit die Nahrung der Waldvögel vernichtet. Von Erhalt der Biodiversität kann da wohl keine Rede sein. Durch die schweren Geräte mit denen die gefällten Bäume geräumt werden, wird der Boden verdichtet und die kahlen Nadelgehölze lassen die Sonne den Boden ungehindert austrocknen. Da den Klimaschutz ins Spiel zu bringen ist schon ein Unding.

In einem Fernsehbeitrag werden zwei Herren der Forstwirtschaft begleitet, die “edles Holz” – Premiumholz für die Verarbeitung zu Furnierholz suchen. Sie werden natürlich fündig. Eine herrliche alte Buche, schön gerade gewachsen, mit einem dicken Stamm, also auch schon ziemlich alt, bringt ihre Augen zum Leuchten. “Man könnte weinen, wenn man einen so schönen Baum sieht.” So äußert sich einer von ihnen und ich denke schon der Baum täte ihm leid. Die Erklärung folgt aber sofort. “Der bringt sicher über 1000 Euro auf dem Festmeter”. Ja, nun kommen allerdings mir die Tränen in die Augen.